Kein Raum für Gott im Dialogprozess der Diözese Aachen

Dialog - Prozess im Bistum Aachen Gemeinde und Macht
Dia­log — Pro­zess im Bis­tum Aachen Gemein­de und Macht

(Aachen) In der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che ist „Dia­log“ eines der Schlag­wor­te, die man selbst als über­aus tole­ran­ter Mensch mitt­ler­wei­le nicht mehr hören kann. Was bei einem nach­kon­zi­lia­ren „Dia­log“ her­aus­kommt, ist zwar nicht unbe­dingt über­ra­schend, aber doch bezeich­nend.

Das Bis­tum Aachen soll hier als Bei­spiel die­nen, denn dort wur­de vor rund einem Monat die „Doku­men­ta­ti­on der Brenn­punkt­grup­pen GEMEINDE und MACHT“ – könn­te man rei­ße­ri­sche Begrif­fe fin­den? – ver­öf­fent­licht. In sei­nem Vor­wort zu dem 46 Sei­ten umfas­sen­den Papier schreibt der Aache­ner Bischof Hein­rich Mus­sing­hoff nebu­lös: „Der Dia­log lebt davon, dass nie­mand einen Raum allein für sich bean­sprucht, son­dern dass zwi­schen den ver­schie­de­nen Betei­lig­ten ein neu­er, gemein­schaft­li­cher Raum erschlos­sen wird, in dem sich Dia­log als Kom­mu­ni­ka­ti­on und als Wahr­heits­su­che ent­fal­ten kann.“ Bemer­kens­wert ist dar­über hin­aus der aus­drück­lich poli­ti­sche Ansatz des Dia­log­pro­zes­ses, der „sowohl in der Brei­te wie in der Tie­fe einen inten­si­ve­ren Dia­log unter den Mit­glie­dern der Orts­kir­che und zwi­schen Bischö­fen und Gläu­bi­gen“ pro­du­zie­ren soll, aber von „Höhe“ nicht spricht, näm­lich der Bezie­hung zu Gott.

„Offenhalten der Frage nach Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern“

Der Leser möge sich anhand fol­gen­der Zita­te, die weit­ge­hend unkom­men­tiert blei­ben, selbst eine Mei­nung bil­den, was den Stand der Din­ge in der Kir­che angeht. Die erste „Emp­feh­lung“ der „Brenn­punkt­grup­pe MACHT“ – die „Brenn­punkt­grup­pe GEMEINDE“ ver­nach­läs­si­gen wir hier ein­fach – beschäf­tigt sich, wie nicht anders zu erwar­ten, mit dem The­ma „Offen­hal­ten der Fra­ge nach der Zulas­sung von Frau­en zu den Wei­he­äm­tern“.

Um die Fra­ge nach der Zulas­sung von Frau­en zu den Wei­he­äm­tern offen zu hal­ten, emp­feh­len wir fol­gen­de prak­ti­sche Maß­nah­men:
— die Fei­er des Tages der Dia­ko­nin im Bis­tum Aachen;
— den Ein­satz unse­res Bischofs und der Weih­bi­schö­fe in der Bischofs­kon­fe­renz, die Fra­ge offen zu hal­ten. […]
— die Aner­ken­nung der dia­ko­ni­schen Pra­xis in der Kir­che am Ort, die über­wie­gend von Frau­en getra­gen wird.

„Mehr Frauen in Leitungspositionen im Bistum“

Eine ähn­li­che Ori­en­tie­rung weist die zwei­te „Emp­feh­lung“ mit der For­de­rung „Mehr Frau­en in Lei­tungs­po­si­tio­nen der Kir­che im Bis­tum Aachen“ auf.

Emp­foh­len wird:
1. die Hand­lungs­emp­feh­lun­gen aus der o.g. Stu­die zur Beschäf­ti­gungs­si­tua­ti­on von Frau­en im kirch­li­chen Dienst im Bis­tum Aachen zu aktua­li­sie­ren und umzu­set­zen;
2. Men­to­ring-Pro­gram­me zu ent­wickeln und durch­zu­füh­ren;
3. Zie­le fest­zu­le­gen, in wel­chem Zeit­raum wel­cher Anteil von Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen erreicht wer­den soll;
4. die Stel­le einer Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­ten im Bischöf­li­chen Gene­ral­vi­ka­ri­at ein­zu­rich­ten
und mit Ent­schei­dungs­kom­pe­ten­zen aus­zu­stat­ten.

„Machtkultur — Machtmissbrauch“ in der Kirche

Wäh­rend die erste „Emp­feh­lung“ wenig­stes eine Gegen­stim­me auf­wies, stimm­ten alle Mit­glie­der der „Brenn­punkt­grup­pe MACHT“ für die zwei­te „Emp­feh­lung“, die nur auf Struk­tu­ren fixiert ist und wie das farb­lo­se Pro­gramm einer aus­tausch­ba­ren poli­ti­schen Par­tei klingt. Unter der Über­schrift „Macht­kul­tur – Macht­miss­brauch“ fin­den wir sodann fol­gen­de „Emp­feh­lung“:

In der Aus­bil­dung der zukünf­tig in der Pasto­ral Täti­gen die wesent­li­chen Inhal­te des Prä­ven­ti­ons­kon­zep­tes des Bis­tums Aachen (Kin­des­wohl, Aus­ein­an­der­set­zung mit Sexua­li­tät (auch der eige­nen!), Täter­stra­te­gien, Opfer­ver­hal­ten, Hand­lungs­schrit­te bei Ver­dacht auf Miss­brauch) zu behan­deln.

Seelsorgekolchosen: „Leitung in Gemeinschaft“

Erneut um Struk­tu­ren geht es in der fünf­ten „Emp­feh­lung“, dies­mal in Bezug auf die Lei­tung von Pfar­rei­en oder „Seel­sor­ge­kol­cho­sen“ oder dem, was davon übrig ist, wie­der­um mit nur einer ein­zi­gen Gegen­stim­me.

Um die posi­ti­ven Ergeb­nis­se der gera­de hin­ter uns lie­gen­den Struk­tur­re­form nicht zu gefähr­den, statt­des­sen die neu­en pasto­ra­len Ein­hei­ten mit not­wen­di­gem und neu­em Leben zu fül­len, emp­feh­len wir dem Bischof, allen Lei­tungs­ver­ant­wort­li­chen und den Gre­mi­en, für die Zukunft unse­res Bis­tums stär­ker das Prin­zip „Lei­tung in Gemein­schaft“ zu berück­sich­ti­gen und vor­an­zu­trei­ben.

„Wohlwollender Umgang“ mit „wiederverheiratet Geschiedenen“ und Homosexuellen

Um dem Elend ein Ende zu set­zen, nach­fol­gend eine letz­te „Emp­feh­lung“ mit Blick auf „wie­der­ver­hei­ra­te­te“ Geschie­de­ne und Homo­se­xu­el­le, die auch wie­der mit einer Gegen­stim­me gewür­digt wur­de. Übri­gens wird in der näch­sten „Emp­feh­lung“ ein schwam­mi­ger „wohl­wol­len­der Umgang“ mit sol­chen Per­so­nen gefor­dert, wenn sie von der Kir­che bezahlt wer­den.

Wir emp­feh­len,
1. das pasto­ra­le Ange­bot für wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­ne umfas­sen­der bekannt zu machen und in dem Sin­ne aus­zu­wei­ten, dass eine kon­kre­te Beauf­tra­gung erfolgt. Die beauf­trag­te Kon­takt­per­son soll für Betrof­fe­ne unkom­pli­ziert und zuver­läs­sig erreich­bar sein. Zum Auf­ga­ben­spek­trum sol­len per­sön­li­che Bera­tung, Ver­mitt­lung sowie wei­te­re fest­zu­le­gen­de Auf­ga­ben gehö­ren.
2. das pasto­ra­le Ange­bot „Bischöf­li­che Beauf­tra­gung für Homo­se­xu­el­le und ihre Ange­hö­ri­gen“ allen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern bekannt zu machen, um ein höhe­res Maß an Mög­lich­kei­ten zu eröff­nen, die­ses pasto­ra­le Ange­bot zu nut­zen. Dazu ist es u.a. auch hilf­reich, einen Hin­weis im Sche­ma­tis­mus auf die­se Beauf­tra­gung zu platz­ie­ren.

Was der „Dialogprozeß“ nicht hören will

Eine Aus­nah­me in der Rei­he zahl­rei­chen „Emp­feh­lun­gen“ der „Brenn­punkt­grup­pe MACHT“ ist bemer­kens­wert, wur­den doch alle „Emp­feh­lun­gen“ mit gro­ßer Mehr­heit ver­ab­schie­det, häu­fig mit nur einer Gegen­stim­me. Die fol­gen­de „Emp­feh­lung“ hin­ge­gen wur­de von der Mehr­heit abge­lehnt und mit nur einer posi­ti­ven Stim­me aus­ge­stat­tet. War­um? Las­sen wir den Text für sich spre­chen:

Bei allen aktu­el­len Bestre­bun­gen, Ände­run­gen in der Orga­ni­sa­ti­on und dem Auf­bau unse­rer Kir­che vor­neh­men zu wol­len, darf nie­mals unse­re mensch­li­che Logik der Maß­stab unse­rer Ent­schei­dun­gen sein.
Es ist unse­rer Kir­che ver­hei­ßen, durch die Zeit getra­gen zu sein, trotz aller Schwä­chen und Sün­den sei­ner mensch­li­chen Ver­tre­ter. Aber es hat nie­mals zuvor Über­le­gun­gen gege­ben, die in die­ser Nach­hal­tig­keit und Aus­prä­gung dar­auf aus­ge­rich­tet waren, ele­men­ta­re Wahr­hei­ten unse­res Glau­bens den schein­ba­ren Erfor­der­nis­sen unse­rer Zeit anzu­pas­sen.
Daher soll­te unser Bestre­ben sein, im Ein­klang mit der Leh­re unse­rer Kir­che den Wil­len Got­tes zu erken­nen und uns für sei­nen Wil­len zu öff­nen. Wenn wir mit dem Vater unser beten „Herr, dein Wil­le gesche­he“, dann soll­te uns dies Auf­trag und Mah­nung sein, danach zu suchen und nicht unse­re eige­ne mensch­li­che Sicht­wei­se zum Maß aller Din­ge zu erklä­ren.

Der Begriff „Gott“ kommt etwa 15 Mal in allen Emp­feh­lun­gen der „Brenn­punkt­grup­pe MACHT“ vor. Davon ent­fal­len 13 Erwäh­nun­gen auf jene „Emp­feh­lung“, der das letz­te Zitat ent­stammt, wobei die bei­den ande­ren Fäl­le den Begriff „Gott“ auch nicht gera­de in beson­ders aus­sa­ge­kräf­ti­ger Form ver­wen­den. Ein Sinn­bild für die neue Aus­rich­tung der Kir­che nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil? Der Leser möge ent­schei­den.

Text: M. Bene­dikt Bue­r­ger
Bild: bistum-aachen.de (Screen­shot)

19 Kommentare

  1. Aber Bitteschön.…der Irr-Sinn der „Ökumenismus“-Geschädigten im „katho­li­schen Män­tel­chen“ erfin­det immer neue Lach­num­mern. Aktu­el­les Ereig­nis im mehr­heit­lich öku­me­nisch-inter­re­li­giö­sen „Plau­der­bis­tum“ Basel unter Bischof Gmür ( Zitat: „Ich kann mir Frau­en am Altar vor­stel­len“); es wur­de die­ses Wochen­de eine „Gleich­stel­lungs­in­itia­ti­ve“ ange­nom­men, die „dar­auf hin­ar­bei­ten will, dass „unab­hän­gig von Zivil­stand und Geschlecht“ der „Zugang zum Prie­ster­amt“ erfol­gen sol­le. (Stimm­be­tei­li­gung ca. 20 %). Die­se neu­pro­te­stan­ti­schen „Katho­li­ken“ legen end­gül­ti­ge päpst­li­che Ent­schei­de nach Lust und Lau­ne aus. Im Grun­de genom­men ein rei­ner Witz; die Ober„ökumenikerin“ im „katho­li­schen Theo­lo­gin­nen“ Män­tel­chen scheint samt ihren Gesin­nungs­ge­nos­sen in ihrer Wahn­idee gleich­sam gefan­gen. Nach­fol­gend ein ein bezeich­nen­des Inter­view mit ihr au „kipa-apic.ch“:
    -
    Moni­ka Hun­ger­büh­ler zum Aus­gang der Abstim­mung über die Gleich­stel­lungs­in­itia­ti­ve:

    «Das Resul­tat hat Kraft auf sym­bo­li­scher Ebe­ne»

    Basel, 29.9.14 (Kipa) Sehr deut­lich haben am Sonn­tag, 28. Sep­tem­ber, die Mit­glie­der der Römisch-Katho­li­schen Kir­che Basel-Stadt und der Römisch-katho­li­schen Lan­des­kir­che Basel-Land­schaft der kirch­li­chen Gleich­stel­lungs­in­itia­ti­ve zuge­stimmt. In Basel-Stadt leg­ten 81,8 Pro­zent ein Ja in die Urne, in Basel-Land­schaft waren es sogar 87,4 Pro­zent. Wie geht es jetzt wei­ter? Die Pres­se­agen­tur Kipa hat die Theo­lo­gin Moni­ka Hun­ger­büh­ler, Mit­glied des Initia­tiv­ko­mi­tees, am Mon­tag, 29. Sep­tem­ber, kurz dazu befragt.

    Fra­ge: Das Abstim­mungs­er­geb­nis fiel zwar sowohl in Basel-Stadt wie in Basel-Land­schaft unmiss­ver­ständ­lich aus, doch ist die Mobi­li­sie­rung der stimm­be­rech­tig­ten Katho­li­ken sehr beschei­den geblie­ben. Die Stimm­be­tei­li­gung lag bei 22,1 Pro­zent (Basel-Stadt) und 29,8 Pro­zent (Basel-Land­schaft). Wor­auf füh­ren Sie das zurück?

    Moni­ka Hun­ger­büh­ler: Ich bin ent­täuscht über die mage­re Stimm­be­tei­li­gung vor allem im Stadt­kan­ton. Ich kann es mir nicht rich­tig erklä­ren. Eine Ver­mu­tung ist die, dass die drei in juri­sti­schem Jar­gon ver­fass­ten Arti­kel, über die es im Stadt­kan­ton abzu­stim­men galt, von vie­len älte­ren Stimm­be­rech­tig­ten nicht ver­stan­den wor­den sind. Ausser­dem sind kirch­li­che Abstim­mun­gen äusserst sel­ten.

    Ein ande­rer Grund ist wohl auch die­ser, dass die Mehr­heit der Mit­glie­der römisch-katho­li­schen Kir­che eben auch typi­sche Schwei­ze­rin­nen und Schwei­zer sind, die ihre Stimm- und Wahl­cou­verts nicht als eine demo­kra­ti­sche Errun­gen­schaft betrach­ten.

    Fra­ge: In den bei­den Kir­chen­ver­fas­sun­gen wird zwar jetzt ste­hen: Die Kan­to­nal­kir­chen sol­len den kirch­li­chen Orga­nen «unter­brei­ten», dass der Zugang zum Prie­ster­amt unab­hän­gig von Zivil­stand und Geschlecht mög­lich wer­de. Kon­kret wird damit aller­dings gar nichts ver­än­dert in der katho­li­schen Kir­che. Wes­halb ist das Abstim­mungs­er­geb­nis in Ihren Augen trotz­dem wich­tig und ziel­füh­rend?

    Hun­ger­büh­ler: Das Resul­tat hat Kraft auf sym­bo­li­scher Ebe­ne. Meh­re­re kri­ti­sche Mit­glie­der sag­ten am Sonn­tag, dass sie nun von ihrem Aus­tritt, den sie seit Jah­ren in Erwä­gung gezo­gen haben, Abstand neh­men. Es ist wich­tig, dass das Gespräch über die­se The­men geführt wer­den darf und muss. Es geht beim Frau­en­prie­ster­tum um struk­tu­rel­le Gerech­tig­keit und nicht um eine unwich­ti­ge oder ver­nach­läs­sig­ba­re Fra­ge.

    Fra­ge: Was müs­sen nach die­sem kla­ren Abstim­mungs­er­geb­nis die näch­sten Schrit­te sein?

    Hun­ger­büh­ler: Die staats­kir­chen­recht­li­chen Behör­den ändern ihre Ver­fas­sung und über­le­gen sich, auf wel­che Wei­se sie das Anlie­gen dem Bischof und dem päpst­li­chen Nun­ti­us unter­brei­ten wol­len. Näch­ste Schrit­te könn­ten auch in ande­ren Bis­tums­kan­to­nen erfol­gen, die sich auf einen glei­chen oder ähn­li­chen Weg bege­ben.

    Fra­ge: Was sagen Sie in knap­pen Wor­ten jenen Katho­li­ken, die der Über­zeu­gung sind, die Fra­ge der Frau­en­or­di­na­ti­on sei von päpst­li­cher Sei­te ein für alle Mal ent­schie­den wor­den, und dar­an kön­ne man jetzt nichts mehr ändern?

    Hun­ger­büh­ler: Bren­nen­de The­men müs­sen immer wie­der bespro­chen wer­den dür­fen. Die Zei­ten ändern sich. «Eccle­sia sem­per refor­man­da est», die Kir­che ist immer zu refor­mie­ren. Ein Dis­kus­si­ons­ver­bot ist nicht der rich­ti­ge Weg. Das sagt sogar der Gene­ral­vi­kar des Bis­tums Basel, Mar­kus Thü­rig.

    Sepa­rat:

    «Eine Fra­ge der Gerech­tig­keit»

    Die Initia­tiv­ko­mi­tees in Basel-Stadt und Basel-Land­schaft machen laut Medi­en­mit­tei­lung vom 28. Sep­tem­ber zwei Beweg­grün­de für das Anlie­gen der Gleich­stel­lungs­in­itia­ti­ve gel­tend.

    Erstens sei die Gleich­stel­lung von Frau und Mann auch in der katho­li­schen Kir­che eine Fra­ge der Gerech­tig­keit. Das wich­tig­ste theo­lo­gi­sche Argu­ment dafür ste­he auf der ersten Sei­te der Bibel, wo es um die Erschaf­fung von Mann und Frau als Bild Got­tes gehe (Gene­sis 1,26–28). Die päpst­li­che Bibel­kom­mis­si­on habe bereits 1976 fest­ge­hal­ten, dass es kei­ne bibli­schen Grün­de gegen die Ordi­na­ti­on von Frau­en gebe. Die bei­den Initia­tiv­ko­mi­tees fol­gern dar­aus: «Des­we­gen muss die Zukunft unse­rer Kir­che von Frau­en und Män­nern gemein­sam ver­ant­wor­tet wer­den».

    Zwei­tens sei in der römisch-katho­li­schen Kir­che der Pflicht­zö­li­bat eine dis­zi­pli­na­ri­sche Bestim­mung und kein Dog­ma – «und könn­te theo­re­tisch ganz ein­fach geän­dert wer­den». Ein «aus­drück­li­cher Wunsch» des Kir­chen­vol­kes nach Auf­he­bung die­ser Bestim­mung sei durch die Abstim­mung in Kir­chen­ver­fas­sun­gen auf­ge­nom­men wor­den, was in die­ser Art welt­weit ein­ma­lig sei, schrei­ben die Initia­tiv­ko­mi­tees. Und: «Wir hof­fen, dass die­ses Signal in den nur von Män­nern besetz­ten Ent­schei­dungs­gre­mi­en unse­rer Kir­che ankommt».

    Hin­weis: Moni­ka Hun­ger­büh­ler, Mit­glied des Initia­tiv­ko­mi­tees der Gleich­stel­lungs­in­itia­ti­ve, ist Co-Deka­nats­lei­te­rin des Bis­tums Basel in Basel-Stadt; sie gehört dem Lei­tungs­team der Offe­nen Kir­che Eli­sa­be­then in Basel an. – Die­ses Inter­view wur­de schrift­lich geführt. (kipa/job/bal)
    -

  2. Sün­de für das vie­le Papier.
    Mit der glei­chen Geld­sum­me hät­te man sehr vie­le Exem­pla­re der „Nach­fol­ge Chri­sti“ von Tho­mas a Kem­pis (sehr schön bei Dio­ge­nes Ver­lag) kau­fen kön­nen und mit sehr viel Frucht unter den Men­schen ver­tei­len kön­nen.

    • oder auch des Buches „Theo­lo­gie des Lei­bes für Anfän­ger“ für die Jugend­li­chen — eine wun­der­schö­ne Hin­füh­rung zu gott­ge­woll­ter Lie­be und Hin­ga­be in der Ehe.

  3. Ganz ehr­lich, die Fra­ge sei erlaubt, wer fuehrt eigent­lich die Kir­che ?
    Nor­ma­ler­wei­se der Papst, aber der will von Theo­lo­gie oder Dog­men nichts wis­sen, nein er hat sich einen Hae­re­ti­ker wie Kas­per zum Bera­ter gemacht.
    Da kann nur Muell her­aus­kom­men.
    Ich glau­be die Zeit wird erfu­ellt wer­den, Rom zer­sto­ert und Petrus 2 sei­ne Her­de in gro­sser Tru­eb­sal wei­den.
    Ob aller­dings die Zer­stoerung von innen durch Franz oder von aussen durch eine Islam Rake­te statt­fin­det ist noch nicht her­aus.
    Fakt ist aber, das die­ser Papst mir nichts als Bauch­schmer­zen berei­tet.

  4. “ Ideo­lo­gi­sche Struk­tu­ren stün­den immer noch im Vor­der­grund und nur Män­ner dürf­ten nach wie vor Prie­ster wer­den. Die Gleich­be­rech­ti­gung wer­de im Leben der kirch­li­chen Gemein­de in aller Regel gelegt. Nur in der Lit­ur­gie noch nicht.“
    http://kirchensite.de/aktuelles/news-aktuelles/datum/2014/09/28/gemeinsam-fuer-gottesreich-einsetzen/
    wahr­schein­lich kennt er die Bibel nicht, dann wüßt er das es sich nicht die katho­li­sche Kir­che aus­su­chen kann, ob Frau­en Prie­ster wer­den dür­fen.
    Lei­der wird so ein Geschwätz auf angeb­lich katho­li­schen Inter­net­sei­ten ver­öf­fent­licht.

    • Ker­sti­ens ist pro­mo­vier­ter Theo­lo­ge, Rah­nera­ner, Wir zer­stö­ren Kir­che-Mann und offe­ner Häre­ti­ker. Die Rege­lung des rein männ­li­chen Prie­ster­tums in der Kir­che als Ideo­lo­gie zu ver­un­glimp­fen, ist eine boden­lo­se Unver­schämt­heit. Dog­ma­tisch müß­te er wis­sen, daß der Prie­ster die Stell­ver­tre­tung Chri­sti in der hei­li­gen Mes­se im Dien­ste sei­ner Braut, der Kir­che, ein­nimmt. So wie die sakra­men­ta­len Hand­lun­gen sogar in ihrer phy­si­schen Gestalt zwin­gend an vor­ge­schrie­be­ne Sub­stan­zen wie bei­spiels­wei­se ech­ten Wein und kein Wein-Ersatz gebun­den sind, so muß ein Prie­ster ein Mann sein, der über eine aus­rei­chen­de theo­lo­gi­sche Bil­dung ver­fügt und ein gott­ge­weih­tes Leben führt. Da kön­nen die Häre­ti­ker noch so lan­ge gedank­li­che Luft­schlös­ser bau­en, es wird nie­mals so sein, wie sie es ger­ne hät­ten.

      • Bra­vo, vie­len Dank, ach wuer­den doch noch eini­ge in der Kir­che so den­ken wie Sie.
        Ich habe mir eine „Dead­line“ gesetzt, naem­lich wenn die­ser unend­li­che Quatsch um die „wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen“ von den deut­schen Bischoe­fen in Rom durch­ge­setzt wird.
        Dann tre­te ich end­guel­tig aus und das ist trau­rig, da mei­ne Fami­lie seit etli­chen Genera­tio­nen immer treu Katho­lisch war.
        Aber ich den­ke wenn ich die Steu­er in Rich­tung FSSPX „umlei­te“ tue ich mehr Chri­sti Wil­len, als in dem Hae­re­ti­ker­ver­ein vom 2.Konzil zu blei­ben.
        Denn es wird nicht mehr lan­ge dau­ern bis alle Daem­me bre­chen, Zoe­li­bat, Frauenpriestertum,Homoehe, ach was haben Herr Acker­mann, Zollitsch, Leh­mann und wie die­se Zer­set­zer alle hei­ssen noch fuer uns parat.
        Das ist DEFINITIV NICHT MEHR DIE KIRCHE DIE CHRISTUS GEGRUENDET HAT !

  5. Hat die­se Diö­ze­se so viel Per­so­nal, dass sie es sich lei­sten kann, auf 46 lan­gen Sei­ten ein der­ar­ti­ges bei den Links­Grü­nen abge­kup­fer­tes Par­tei­pro­gramm zu fabu­lie­ren?

    Die Seel­sor­ge­kol­cho­sen bestehen wohl bald nur noch aus „in der Pasto­ral Täti­gen“, weil sich Gläu­bi­ge und „tum­bes Volk“ ( zu dem auch ich mich zäh­le ) aus dem Staub gemacht haben.

    • Das ken­nen wir doch aus dem sozia­li­sti­schen Gewerk­schafts­un­we­sen: Was­ser­kopf-Struk­tu­ren mit unzäh­li­gen Räten schaf­fen, Selbst­be­zo­gen­heit ohne Ende, sich vom „dum­men“ Arbei­ter finan­zi­ell aus­hal­ten las­sen und lau­fend Dumm­schwall pro­du­zie­ren.

      • Lie­ber Chlod­wig, der Fisch stinkt immer vom Kopf.
        Wie­viel Wor­te beinhal­tet das Vati­ka­num I ?
        Genau, sehr wenig !
        Wie­viel was­ser­fallä­ehn­li­ches Geblub­ber wur­de durch das Vati­ka­num II pro­du­ziert?
        Unend­lich viel, nur gesagt wur­de nichts, genau wie in den Diö­ze­sen heu­te!
        Schreck lass nach!

      • @ micha­el

        Bei den Juri­sten gibt es die Metho­de, in jeg­li­chen Fach­tex­ten, egal ob Geset­ze, Sat­zun­gen, Urteils­be­grün­dun­gen etc. einen Sach­ver­halt nur ein­mal zu beschrei­ben und Wie­der­ho­lun­gen zu ver­mei­den. Das soll­te auch als gol­de­ne Regel in der Theo­lo­gie beach­tet wer­den. Mög­lichst viel mit mög­lichst weni­gen Wor­ten zu sagen.

  6. Statt Dia­log — Ver­kün­di­gung der Wahr­heit,
    statt Quo­ten­frau­en, Pasto­ral­as­si­sten, Gre­mi­en aller Art — katho­li­sche Prie­ster­aus­bil­dung,
    statt Räu­me für Bla-Schwätz — Beicht­stüh­le,
    statt Ehe­bre­cher und Unrüch­ti­ge — katho­li­sche opfer­be­rei­te Fami­li­en
    es wird höch­ste Zeit den gan­zen von Kir­chen­steu­ern hoch bezahl­ten Sumpf aus dem Tem­pel zu trei­ben.

  7. Engel­chen frag­te: Hat die­se Diö­ze­se so viel Per­so­nal, dass sie es sich lei­sten kann, auf 46 lan­gen Sei­ten ein der­ar­ti­ges bei den Links­Grü­nen abge­kup­fer­tes Par­tei­pro­gramm zu fabu­lie­ren?

    Nun, die Diö­ze­se Inns­bruck hat­te auch zu viel Geld, und zwar für eine 50-sei­ti­ge Bro­schü­re „Auf­bre­chen — wohin?“ als Doku­men­ta­ti­on des Gesprächs­pro­zes­ses „Die Zei­chen der Zeit erken­nen“, in der u.a. davon gefa­selt wird, dass die Glaub­wür­dig­keit der Kir­che durch lebens­frem­de Moral gelit­ten habe; in der von Frau­en als Prie­ste­rin­nen geträumt wird usw.

  8. .…„Wird aber der Men­schen­sohn, wenn er wie­der­kommt, noch den Glau­ben fin­den?“ Damit sagt und warnt uns Jesus -, dass je mehr es dem Ende zugeht, es nur noch weni­ge glau­ben­de geben wird und die Lie­be der vie­len erkal­ten wird. Die Gott-und Sit­ti­en­lo­sig­keit wird in der End­zeit der­art über­hand­neh­men, dass wenn die Tage nicht abge­kürzt wer­den von Gott, nie­mand geret­tet wür­de. Fazit: Das Maas ist bald voll, der Herr kommt bald.

  9. Aachen stinkt gewal­tig! Sich mit dem Fran­ken­reich schmücken, auf christ­li­ches Abend­land machen und dann 2 Moscheen bau­en. Die Fran­ken wuss­ten noch wie man mit Bedro­hun­gen umgeht, und sei es das die­ses Wis­sen noch schläft, es wird Erwa­chen! Dann Gna­de Aachen Gott. Selt­sam ist auch das dies „Geheim­tref­fen“ 1928 zwi­schen den Jesui­ten und der Hoch­grad­mau­re­rei in Aachen statt fand, was Vor­aus­set­zung war für Vati­kan 2. Da wun­dert es mich als ehe­ma­li­gen Aache­ner nicht, das was man im Gro­ßen tat nun im klei­nen ver­sucht, es muss­te ja kom­men. Scha­de um die­se schö­ne Stadt.

  10. Ich möch­te kei­ne Frei­mau­rer­in­ter­net­sei­ten ver­lin­ken und schlech­te Wer­bung machen. Über Goog­le, Such­be­griff: Frei­mau­rer Aache­ner Kon­fe­renz, wer­den sie schnell fün­dig. Nament­lich erwähn­te Teil­neh­mer waren Her­mann Gru­ber SJ, die bei­den Öster­rei­cher Dr.Reichl und Eugen Lenn­hoff sowie der Ame­ri­ka­ner Ossi­an lang, alle drei waren FM.
    Das gan­ze ist auch nach­rich­ten­dienst­lich in Deutsch­land doku­men­tiert wor­den, zwei­fel­haft ist jedoch die Behaup­tung der Frei­mau­rer die Kon­fe­renz wür­de nicht einem kul­tur­po­li­ti­schen Pakt ent­spre­chen. Auf­fäl­lig ist die Frei­mau­rer geben nur den Inhalt der nach­rich­ten­dienst­li­chen Recher­che wie­der, bezüg­lich den Kampf ver­la­gern etc. und fügen dann die Ver­nei­nung eines Pak­tes hin­zu. War­um gibt man nur soviel zu wie man zuge­ben muss? Fakt ist es kam zu einer Eini­gung auf Dia­log, Resul­tat ist das die­ser Dia­log nun seit dem zwei­ten Vati­ka­num in des­sen Form auf den Schul­tern der Gläu­bi­gen Lai­en offen in jedes Haus und in jede Gemein­de getra­gen wird. Die Schä­den sieht man ja aller­orts. Nicht nur vie­le Lai­en sogar vie­le nach­kon­zi­lia­re Prie­ster wis­sen nicht mehr wo vorn noch hin­ten ist, was rich­tig was falsch ist. Wäre so ein Dia­log über­haupt not­wen­dig gewe­sen in einer Zeit wo das kon­ti­nen­ta­le Euro­pa dabei war sich der Logen zu ent­le­di­gen, ich den­ke nein. Kul­tur­po­li­tisch war der Pakt nicht, eher eine Eini­gung auf Dia­log in Gestalt phi­lo­so­phisch theo­lo­gi­scher Natur, aber die Aus­wir­kun­gen sind auf jeden Fall kul­tur­po­li­tisch. Wie schön doch Rhe­to­rik ist. Der Jesu­it Her­mann Gru­ber war sel­ber ein star­ker Bekämp­fer der Mau­re­rei, jedoch wenn man gegen etwas kämpft birgt es auch die Gefahr in sich das man sich am Spie­gel­bild hoch­zieht und man das Spie­gel­bild am Ende als Rea­li­tät betrach­tet. Es kann kein Dia­log geben, Hans Küng mein­te, ein Christ kön­ne Mau­rer sein und ein Mau­rer auch Christ, schein­bar hat er über­se­hen das man in den Hoch­gra­den sich auf nur eine Schrift beruft, die wah­re mau­re­ri­sche Schrift, und das ist der Koran.

    • Da spricht Küng wie ein Frei­mau­rer nie­de­rer Gra­de. Jeder reli­giö­se Mensch führt sich selbst ad absur­dum, wenn er behaup­tet, neben sei­ner Reli­gi­on hel­fe ein selbst­er­nann­ter Tole­ranz-Club dabei, den rich­ti­gen Weg im Leben zu fin­den. Nie­mand kauft sich das teu­er­ste Auto­mo­bil der Welt, um neben­bei eine lebens­ge­fähr­li­che Schrott­kar­re zu hal­ten, über die oben­drein behaup­tet wird, sie sei unab­ding­bar für den Zweck, sicher von A nach B zu gelan­gen. Genau die­sem Unsinn gehen näm­lich Men­schen auf den Leim, die sich als ech­te Chri­sten betrach­ten, doch zugleich mei­nen, in einer gehei­men Loge mit­wir­ken zu müs­sen.

  11. Ihr lie­ben Ver­ant­wort­li­chen in Rom die Ihr die­se Zei­len lest, bit­te schen­ken Sie uns dem­nächst einen guten und katho­li­schen Bischof hier in Aachen! Dan­ke

Kommentare sind deaktiviert.