Papst Franziskus setzt Bischof Livieres ab — Intrigenspiel gegen glaubenstreue Bischöfe geht weiter

Bischof Livieres abgesetzt
Bischof Livie­res abgesetzt

(Asun­ci­on) Papst Fran­zis­kus hat heu­te Don­ners­tag, den Bischof Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no von Ciu­dad del Este in Para­gu­ay abge­setzt. Gleich­zei­tig ernann­te er Bischof Ricar­do Jor­ge Valen­zue­la Rà­os von Vil­lar­ri­ca del Espi­ri­tu San­to zum Apo­sto­li­schen Admi­ni­stra­tor des vakan­ten Bischofsstuhls.

Die Ent­schei­dung hat­te sich bereits im ver­gan­ge­nen Som­mer abge­zeich­net, als das Augen­merk von Papst Fran­zis­kus zu auf­fäl­lig auf die latein­ame­ri­ka­ni­sche Diö­ze­se fiel und ein Apo­sto­li­scher Visi­ta­tor ent­sandt wurde.

Nach Abschluß der Visi­ta­ti­on wur­den von den Ent­sand­ten zwar beru­hi­gen­de und freund­li­che Erklä­run­gen abge­ge­ben, doch wer inner­kirch­li­che Gepflo­gen­hei­ten kennt, befürch­te­te bereits die Ruhe vor dem Sturm.

In einer Erklä­rung des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes heißt es dazu:

Nach einer genau­en Prü­fung der Schluß­fol­ge­run­gen der Apo­sto­li­schen Visi­ta­tio­nen, die beim Bischof, der Diö­ze­se und den Semi­na­ren von Ciu­dad del Este durch die Bischofs­kon­gre­ga­ti­on und die Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on durch­ge­führt wur­den, hat der Hei­li­ge Vater für die Ablö­sung von S. Ex. Msgr. Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no gesorgt und S. Ex. Msgr. Ricar­do Jor­ge Valen­zue­la Rios, den Bischof von Vil­lar­ri­ca del Espi­ri­tu San­to zum Apo­sto­li­schen Admi­ni­stra­tor des nun vakan­ten Stuhls ernannt.

Die gra­vie­ren­de Ent­schei­dung des Hei­li­gen Stuhls, wohl­über­legt auf­grund ern­ster pasto­ra­ler Über­le­gun­gen, ist vom höhe­ren Wohl der Ein­heit der Kir­che von Ciu­dad del Este und der bischöf­li­chen Gemein­schaft von Para­gu­ay geleitet.

Der Hei­li­ge Vater, in Aus­übung sei­nes Amtes als „ immer­wäh­ren­des, sicht­ba­res Prin­zip und Fun­da­ment für die Ein­heit der Viel­heit von Bischö­fen und Gläu­bi­gen“ (Lumen Gen­ti­um 23) ersucht den Kle­rus und das gan­ze Volk Got­tes von Ciu­dad del Este die Maß­nah­men des Hei­li­gen Stuhls im Geist des Gehor­sams, gefü­gig und mit ent­waff­nen­dem Gemüt und gelei­tet vom Glau­ben annehmen.

Zudem lädt er die gesam­te para­gu­ay­ische Kir­che, gelei­tet von ihren Hir­ten zu einem ernst­haf­ten Pro­zeß der Ver­söh­nung und der Über­win­dung jeg­li­cher Par­tei­lich­keit und jeg­li­chen Unfrie­dens auf, damit das Ant­litz der ein­zi­gen „durch das Blut sei­nes eige­nen Soh­nes erwor­be­nen“ Kir­che nicht ver­letzt und die „Her­de Chri­sti“  nicht der Freu­de des Evan­ge­li­ums beraubt wird. (Apo­stel­ge­schich­te 20,28).

Die Vatikan-Erklärung in verständliche Worte gefaßt

Bischof Livieres zelebriert im Alten Ritus
Bischof Livie­res zele­briert im Alten Ritus

Die vati­ka­ni­sche Erklä­rung ist in ver­ständ­li­che Wor­te zu über­set­zen: Glau­bens­treue Bischö­fe stö­ren die „Gemein­schaft der Bischö­fe“ und wer­den auch wei­ter­hin im Namen eines omi­nö­sen „Frie­dens“ in die Wüste geschickt. Papst Fran­zis­kus ernann­te mit Msgr. Ricar­do Jor­ge Valen­zue­la Rà­os, Bischof von Vil­lar­ri­ca del Espi­ri­tu San­to, einen der libe­ral­sten Bischö­fe Para­gu­ays zum Apo­sto­li­schen Admi­ni­stra­tor. Eine zusätz­li­che Ohr­fei­ge zur Ohrfeige.

Der glau­bens­treue Bischof Rogelio Ricar­do Livie­res Pla­no stell­te eine Aus­nah­me­erschei­nung unter Latein­ame­ri­kas Diö­ze­san­bi­schö­fen dar. Inner­halb weni­ger Jah­re erleb­te sei­ne Diö­ze­se Ciu­dad del Este eine Blü­te. In fast jeder Pfar­rei der Diö­ze­se wird die Hei­li­ge Mes­se auch im Alten Ritus zele­briert. Das Prie­ster­se­mi­nar der Diö­ze­se zählt mehr als 200 Semi­na­ri­sten, mehr als die Semi­na­re aller ande­ren Diö­ze­sen Para­gu­ays zusam­men. Bischof Livie­res war damit unter den Bischö­fen das, was die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta unter den Orden waren. Er zeig­te, daß Treue in Glau­bens­leh­re und Lit­ur­gie gro­ßen Segen bringt. Damit wur­de er zum Stein des Ansto­ßes für die ande­ren Bischö­fe, die ganz ande­re „Erfolgs­bi­lan­zen“ vor­wei­sen muß­ten. Gro­ße Erz­diö­ze­sen wie Bue­nos Aires und Mon­te­vi­deo haben weni­ger als 30 Semi­na­ri­sten (sie­he Bericht Beru­fungs­boom durch Alte Mes­se in Para­gu­ay – Papst Fran­zis­kus ord­net Visi­ta­ti­on an). „Das erklärt, war­um die Ent­wick­lung in der Diö­ze­se Ciu­dad del Este pro­gres­si­ve Tei­le der Kir­che stört“, so Mes­sa in Latino.

Bischof Livieres: Ärgernis durch Tradition und Alten Ritus

Visitator Kardinal Abril und Assistent in Ciudad del Este
Visi­ta­tor Kar­di­nal Abril und Assi­stent in Ciu­dad del Este

Bischof Livi­e­ras tat zudem etwas, was auch die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta taten, sie erho­ben ihre Stim­me, gleich­be­rech­tigt unter den ande­ren. Aller­dings eine Stim­me, die aus dem Chor fiel.

Nun wur­de er Opfer einer Intri­ge, die schnell ein­ge­fä­delt war. Die Streu­ung eini­ger unbe­wie­se­ner Gerüch­te und die Denun­zia­ti­on in Rom, die die Hand­ha­be zur Ent­sen­dung einer Visi­ta­ti­on ermög­lich­te. Die Diö­ze­se wider­leg­te die aus­ge­streu­ten Gerüch­ten Punkt für Punkt in einem aus­führ­li­chen Dos­sier. Bischof Livie­res durch­schau­te das Spiel schnell und benann­te den Erz­bi­schof von Asun­ci­on Msgr. Eusta­quio Pastor Cuque­jo Ver­ga als Haupt­in­tri­gan­ten, dem er öffent­lich in einer Rede beim Marsch für das Leben „Homo­se­xua­li­tät“ vor­warf und beklag­te, daß er noch immer nicht aus dem Amt ent­fernt wor­den sei.

Vom Papst angeordnete Visitation

Die Ankla­ge von Bischof Livie­res, die er offen erhob und nicht in Form einer Denun­zia­ti­on, wie sei­ne Geg­ner vor­gin­gen, zei­tig­te jedoch ganz anders gear­te­te Fol­gen. Papst Fran­zis­kus schick­te vom 21.–26. Juli einen Visi­ta­tor, aber nicht nach Asun­ci­on, son­dern nach Ciu­dad del Este. Die Bischofs­kon­fe­renz von Para­gu­ay gab die bevor­ste­hen­de Visi­ta­ti­on mit sicht­li­cher Genug­tu­ung auf einer eigens ein­be­ru­fe­nen Pres­se­kon­fe­renz, natür­lich ohne Bischof Livie­res bekannt.

Wenn in der vati­ka­ni­schen Erklä­rung der Ein­druck erweckt wird, die Bischofs­kon­gre­ga­ti­on und die Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on hät­ten eigen­stän­dig oder gar unab­hän­gig von­ein­an­der „Visi­ta­tio­nen“ durch­ge­führt, so stimmt das nicht. Es gab nur eine ein­zi­ge Visi­ta­ti­on und die wur­de von Papst Fran­zis­kus per­sön­lich ent­schie­den. Von ihm wur­de auch der Visi­ta­tor, Kar­di­nal San­tos Abril, Erz­prie­ster der Patri­ar­chal­ba­si­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re bestimmt. Kar­di­nal Abril, war von 2000–2003 Nun­ti­us in Argen­ti­ni­en und ist seit Jah­ren ein enger Freund von Papst Fran­zis­kus (sie­he Bericht Papst sus­pen­diert Prie­ster­wei­hen in der Diö­ze­se Ciu­dad del Este – Ein Deja-vu?).

Gläubige demonstrieren für Bischof Livieres
Gläu­bi­ge demon­strie­ren für Bischof Livieres

Katholisches Trauerspiel

In Ciu­dad del Este wie­der­hol­te sich ein katho­li­sches Trau­er­spiel, das man auch im deut­schen Sprach­raum in den ver­gan­ge­nen 25 Jah­ren mehr­fach erle­ben muß­te. Die Angrif­fe und Intri­gen waren nicht immer, aber zu oft erfolg­reich. Dabei wur­den nicht nur Bischö­fe abge­setzt. In Öster­reich gelang es durch einen Auf­stand des pro­gres­si­ven Kle­rus und haupt­amt­li­cher Ange­stell­ter der Kir­che, brü­der­li­chen Druck und das Zusam­men­spiel mit reli­gi­ons­fer­nen Medi­en bereits die Wei­he und Amts­ein­füh­rung eines erst ernann­ten Bischofs zu verhindern.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Eco Ciu­dad del Este/Diocesis de Ciu­dad del Este

75 Kommentare

  1. Wer also bei den Fran­zis­ka­nern der Imma­cu­la­ta nocht nicht über­zeugt war, soll­te nun wis­sen, wohin der Hase läuft.
    2+2=4
    Quod erat demonstrandum!

      • Lie­be Redak­ti­on, ich möch­te Sie bit­ten mei­ne Kom­men­ta­re nicht eigen­mäch­tig zu kür­zen. Wenn Ihnen aus per­sön­li­chen Grün­den mei­ne Ansicht nicht passt, dann las­sen sie sie eben im Gan­zen nicht zu.

    • Dan­ke!

      Ohne einen Link zu einem sinn­vol­len Kom­men­tar kann man von die­sen Anschul­di­gun­gen ja nichts wissen.

      • Rora­te ver­linkt auf einen offen­bar authen­ti­schen Brief von Bischof Fel­lay aus dem Jah­re 1999 — ein in jeder Hin­sicht ein­drucks­vol­les Doku­ment. Nicht aus­zu­schlie­ßen, dass der Hei­li­ge Vater die­ses Schrift­stück in der Akte Livie­res lesen konn­te. Sei­ne Ach­tung gegen­über Bischof Fel­lay konn­te dadurch nur stei­gen — bei allen son­sti­gen Differenzen

    • Bit­te nicht naiv sein. Der inkri­mi­nier­te Gene­ral­vi­kar war ja zurück­ge­tre­ten und dabei hät­te man es belas­sen kön­nen. Es geht aber hier ein­deu­tig dar­um, die dem Bis­tum eige­ne Spi­ri­tua­li­tät und ein erfolg­rei­ches Semi­nar zu zerstören.

    • Habe den Arti­kel gera­de gele­sen: http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/09/ciudad-del-este-opus-dei-bishop.html#more

      Es geht tat­säch­lich um eine unver­ständ­li­che Loya­li­tät des Bischofs zu einem frag­wür­di­gen Prie­ster, aber auch der Autor dort fragt sich, wie­so bei einem tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bischof sol­che dra­ko­ni­schen Maß­nah­men erfol­gen, bei ande­ren Bischofen — wie Daneels — dage­gen: nichts.

      Auch wenn der Fall FI nicht mit die­sem ver­gleich­bar ist, scheint die Triden­ti­ni­sche-Mes­se-Fra­ge einer­seits schon eine Art Züng­lein an der Waa­ge zu sein.

      Ande­rer­seits wird auf Rora­te Cae­li ein Pro­blem ange­spro­hen, das ja auch mir so unend­lich sau­er aufstößt: 

      Die „Tra­di­ti­on“ ist lei­der auch ein Sam­mel­becken der post­modr­nen Out­laws meist rosa-pracht­vol­ler oder bräun­lich-zyni­scher Cou­leur. Die­se Leu­te machen die Tra­di­ti­on voll­ends platt.

      • Fal­len Sie der Tra­di­ti­on bit­te nicht in den Rücken. Wir müs­sen zusam­men­hal­ten. Bischof Livie­res hat in der Sache viel­leicht unklug gehan­delt, mehr aber auch nicht. Wol­len Sie das Gute, die För­de­rung wür­di­ger Lit­ur­gie, das vor­bild­li­che Prie­ster­se­mi­nar, usw, ein­fach igno­rie­ren? Wo bleibt die Vehält­nis­mä­ßig­keit. Dass es dem Papt vor­ran­gig um die Zer­stö­rung der Tadi­ti­on geht, sieht man schon dar­an, dass er „einen der libe­ral­sten Bischö­fe Para­gu­ays“ zum Admi­ni­stra­tor ernann­te. Fin­den Sie das auch großartig?

      • Ach Him­mel, fal­len Sie doch nicht auch in den Chor der Homo-Claqeu­re her­ein. Die mag es über­all geben, sie sind aber eine klei­ne Min­der­heit. In der Kir­che wur­den sie nur und erst mit den 68er und ihrer libe­ra­len Frei­zü­gig­keit gross.
        Die Libe­ra­len sind es auch, die Homo­sex und alle ande­ren Zöli­bats­ver­nich­ter betrei­ben, aber genau das den Kon­ser­va­ti­ven und noch mehr den Tra­dis vor­wer­fen bzw. unter­stel­len. Das Spiel ist zu bil­lig und was geht nun genau seit Stun­den über Bischof Livie­res über die Agen­tur­ticker: „Homo­sex“, wie schnill usw. Die ver­lor­gend­ste, heuch­le­risch­ste Plat­te. Die wird nur, und nur gespielt, wenn es gegen einen bestimm­ten Teil in der Kir­che geht. Und damit ver­tei­di­ge ich die­sen Car­los Urru­ti­go­i­ty kei­nes­wegs, soll­te er sich etwas zuschul­den kom­men haben las­sen. Abge­se­hen davon wären es dann ja eini­ge, ein­schließ­lich der FSSPX, die ihn ja erst raus­warf, als er mit der St. John Socie­ty eine Grup­pe mit beson­de­rem Cha­ris­ma inner­halb der FSSPX bil­den wollte.
        Bischof Livie­res wur­de abge­sägt. Gegen gute Bischö­fe (Bischof Krenn, Weih­bi­schof Wag­ner, Bischof Haas…) fin­det man immer etwas. Car­los Urru­ti­go­i­ty ist das „Etwas“ im Fall Livie­res. Rei­nes Sand-Streuen.
        Wenn man nichts fin­det, sie­he Bischof Wag­ner, wird ein­fach erfun­den. Jeden Tag etwas dicker auf­ge­tra­gen, es gibt genug Schrei­er, die es nach­plap­pern. Bis das Ziel erreicht ist. Die­ser Intri­gan­ten­sta­del ist ein Graus,

      • Ah, wir müs­sen zusam­men­hal­ten?! Ist das die Nest­be­schmut­zer-Plat­te, die auch dazu geführt hat, dass man zusam­men­hielt und die gan­zen Sex­skan­da­le vertuschte?

        Ist das hier eine Moral!

      • Zeit­schnur: Auch den ver­stor­be­nen Diö­ze­san­bi­schof Krenn, wur­de ein Schand­tä­ter von einer ande­ren Diö­ze­se mit aller höch­ster Wahr­schein­lich­keit im Auf­trag eines Wie­ners unter­ge­ju­belt um eben eine Intri­ge gegen die­sen zu star­ten (sie­he das Buch „Der Wahr­heit die Ehre“. 

        Und soll­te der Bericht von Rora­te- cae­li stim­men, so soll­ten die Bischö­fe in deren Diö­ze­sen der Prie­ster vor­her Wüten konn­ten und die die­sen ein­fach abge­scho­ben haben damit die­ser wo ande­res Wüten konn­te, eben­so wenn nicht sogar noch schär­fer zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den. Etwas ande­res ist natür­lich wenn die­ser „Prie­ster“ auch in der neu­en Diö­ze­se Schand­ta­ten voll­brach­te und dann die­ser vom Bischof gedeckt wur­de. Also wenn nach­ge­wie­sen wer­den kann das der Bischof eben­so wie die ande­ren Vor­ge­setz­ten des Schand­tä­ters die­sen deck­te. Aber selt­sam das von die­sen Ver­sa­gen der vor­he­ri­gen Vor­ge­setz­ten kei­ne Rede mehr ist. (Falls ich dies über­le­sen haben soll­te, mich bit­te dar­über infor­mie­ren den mein eng­lisch ist nicht das beste, so das ich den Goog­le Über­set­zer ver­wen­det habe, Danke) 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

      • @ Lio­ba

        Regen Sie sich wie­der ab. Und dann lesen Sie ganz ruhig noch mal mein Posting. 

        Auf Homo­sex habe ich über­haupt nicht her­um­ge­rit­ten — ich bin hier eine der weni­gen, die bei 6.Gebot-Themen nicht sofort hyste­risch wird. Aber erwäh­nen darf ich es ja wohl, dass es da auch einen gewis­sen Kreis an Freun­den des alten Ritus gibt — v.a. im kon­zils­kirch­li­chen Tradilager.

        Mir gings nicht um das Lieb­lings­the­ma der Kon­ser­va­ti­ven, son­dern dar­um, dass das Tra­di­la­ger mehr ein Sam­mel­becken von Out­laws und Son­der­lin­gen ist, als dass hier das gelebt wür­de, was ich so dun­kel noch aus mei­ner katho­li­schen Her­kunfts-Fami­lie ken­ne. Die gan­ze Sze­ne ist unter den uner­träg­li­chen krich­li­chen Zustän­den irgend­wie ideo­lo­gi­siert und defor­miert. Das soll­te man nicht aus Par­tei­lich­keit beschö­ni­gen — das nann­ten die Nicht­ka­tho­li­ken immer die „katho­li­sche Hin­ter­tup­fig­keit“ und „Bigot­te­rie“. Und sie haben damit ja nicht unrecht…

        Auch in die­ser Dis­kus­si­on hier spielt der Herr selbst kei­ne Rol­le, es wird v.a. poli­ti­siert und natür­lich wie­der mal per­sön­lich her­um­ge­pö­belt. Wehe dem, der hier was tra­di­po­li­tisch Unkor­rek­tes sagt, und sei es noch so wahr!

      • @ Jean Louis

        Nie­mand fällt der Tra­di­ti­on in den Rücken, der sie mahnt klü­ger und gerech­ter zu wer­den. — Wenn Zeit­schnur es nicht getan hät­te , hät­te ich jetzt auch auf Rora­te Cae­li ver­linkt. Selbst­ver­ständ­lich geht es bei der Abset­zung von Bischof Livie­res Pla­no nicht dar­um, dass er den einen Homo pro­te­giert hat. Die­ses war der Anlass, nicht die Ursa­che. — Nur hat sich die­ser Bischof durch die­sen Mit­ar­bei­ter sehr ver­letzt­lich gemacht und man hat das nut­zen kön­nen, um ihn abzu­set­zen. Es war beson­ders unklug, aus­ge­rech­net auf Homo­se­xu­el­le zu „schie­ßen“ und in den eige­nen Rei­hen nicht auf­ge­räu mt zu haben. Auch in der moder­ni­sti­schen Kir­che wer­den die glau­bens­treu­en Katho­li­ken immer noch nach ihren eige­nen Ansprü­chen gerich­tet. Das ist eben der Moder­nis­mus: Jedem sei­ne eige­ne Moral!
        Es gibt lei­der die Ten­denz in den tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Krei­sen, jedem „Feind mei­nes Fein­des“ beding­ung­los Glau­ben zu schen­ken, und gar nicht dar­über nach­zu­den­ken, ob mein „Feind“ nicht viel­leicht doch mal im Recht sein könnte. — 

        Es gibt da den sehr trau­ri­gen Fall eines Prie­sters, der von der FSSPX vor die Tür gesetzt wur­de, weil er ver­sucht hat­te, sich klei­nen Jungs unsicht­lich zu nähern. Die Straf­an­zei­ge hat nichts gebracht, weil noch nichts „pas­siert“ war. Die­ser Herr hat sich dann bei einer bischöf­lich aner­kann­ten Gemein­de von Tra­di­tio­na­li­sten ange­dient, die sehr ger­ne bereit gewe­sen wäre, ihn als Seel­sor­ger anzu­stel­len. Man hat sich rich­tig gehend damit gebrü­stet, dass man einen „bekehr­ten Pius­bru­der an Land gezo­gen“ hät­te. Ver­hin­dert wur­de das, weil ein Gemein­de­mit­glied freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen zur Gemein­de der Pius­bru­der­schaft hat­te und von dort drin­gend gera­ten bekam, sich doch mit Men­zin­gen in Ver­bin­dung zu set­zen. Man hat dann nach einer hit­zi­gen Aus­ein­an­der­set­zung unter den Gemein­de­mit­glie­dern doch noch in Men­zin­gen ange­ru­fen und danach lie­ber auf den Prie­ster ver­zich­tet. — Dann hat die­ser Mann Kon­takt zu einer Sedis­va­kan­ti­sten­grup­pe auf­ge­nom­men, die ihn mit Kuss­hand genom­men hat, weil er ja von der „bösen“ Kon­kur­renz ver­schmäht wor­den war . In die­ser Grup­pe ist es zum Äußer­sten gekom­men und der „Herr Pater“ wur­de wegen Miss­brauchs meh­re­rer Jungs im Grund­schul­al­ter zu einer Gefäng­nis­stra­fe ver­ur­teilt. — Nach sei­ner Ent­las­sung hat er es aller­dings geschafft, sich im Aus­land wie­der irgend­wo anzu­die­nen, und es kam zu einer erneu­ten Verurteilung. 

        Man soll­te wirk­lich vor­sich­tig sein, wenn ein­zel­ne Prie­ster damit hau­sie­ren gehen, dass sie sich wegen der „rech­ten Leh­re“ von der oder der tra­di­ti­ons­be­zo­ge­nen Grup­pie­rung „tren­nen muss­ten“ oder “ unge­rech­ter­wei­se gehen muss­ten“ und man soll­te sich nicht scheu­en, auch mal bei der „Kon­kur­renz“ nach­zu­fra­gen, wie deren Ver­si­on der Geschich­te aus­sieht. Es sind nicht immer sexu­el­le Ver­feh­lun­gen die dahin­ter ste­hen, manch­mal sind es auch bana­le­re Din­ge, wie der eigen­nüt­zi­ge Umgang mit Spen­den und Geld.

      • @zeitschnur Ich bit­te um Ent­schul­di­gung, mein Posting von gestern (oben) war kei­nes­wegs gegen Sie per­sön­lich gerichtet.
        Ich woll­te und will nur sagen, aber ganz all­ge­mein, nicht spe­zi­fisch Ihnen, dass es doch immer das glei­che Spiel ist. Mit vor­ge­scho­be­nen, nur halb aus­ge­spro­che­nen Insi­nua­tio­nen erfol­gen dra­sti­sche Ein­grif­fe und die tref­fen jene guten Bischö­fe (es gibt deren meh­re­re), die es auch inner­halb der Bischofs­kon­fe­renz wagen, not­falls auch gegen ande­re Mit­brü­der ihre Stim­me zu erhe­ben. Das tat Bischof Livie­res, das tat bspw. Bischof Krenn („die sol­len doch ihr Maul hal­ten“). Und die wer­den geköpft im Namen der Ruhe unter den Bischö­fen, weil die Libe­ra­len in Frie­den gelas­sen wer­den wollen.
        Sich mit den angeb­li­chen „Grün­den“ für Abset­zun­gen zu befas­sen, ist genau das, was man von uns möch­te, eine Ablen­kungs­dis­kus­si­on von pro und con­tra, ob da schon etwas war, bla­bla, alles nur Fir­le­fanz, um uns an der Nase her­um­zu­füh­ren. Wenn ich die Vati­kan-Erklä­rung oben lese, ist mir alles klar. War­um geht es: Ein recht­gläu­bi­ger „Stö­ren­fried“, der zeig­te, wel­ches geist­li­ches Poten­ti­al in Tra­di­ti­on und Altem Ritus stecken, soll­te aus der Bischofs­kon­fe­renz ent­fernt wer­den und die Gläu­bi­gen sol­len es als dum­me Scha­fe gefäl­ligst hinnehmen.
        Die Diö­ze­se wird nun von „gewich­ti­gen“ Nach­fol­gern, schnell zer­schla­gen sein, vor allem das Prie­ster­se­mi­nar. Dann sind wie­der alle „gleich“ und es herrscht „Ruhe und Frieden“.

      • @ Armin — So habe ich das ver­stan­den. Ich kann doch nicht behaup­ten — ohne irgend­wel­che Bewei­se (nur weil das mal bei einem ande­ren Bischof irgend­wo auf der Welt vor­kam), dass der Prie­ster „ein­ge­schleust“ wurde.
        Dass es in der „Tra­di­ti­on“ mit der Ehr­lich­keit und Unpar­tei­isch­keit nicht zum Besten steht, erfah­re ich lei­der selbst so mas­siv, dass ich eher das anneh­me, was rea­li­stisch ist: dass der Bischof nach einer Abwä­gung und aus stra­te­gi­schen Grün­den den Prie­ster gedeckt hat.
        Ich habe — als ich in einem Archiv recher­chier­te — ein­mal einen sol­chen Fall hier in Deutsch­land im Archiv zufäl­lig ent­deckt (schon ein paar Jahr­zehn­te alt). Damals recher­chier­te ich wegen eines ganz ande­ren The­mas und mir fie­len die­se Akten in die Hän­de, auch die, die auf­zeig­ten, wie man alles tat, um den Fall zu ver­tu­schen. Man schreck­te vor Lüge und v.a. einer Ver­schie­bung des betref­fen­den Herrn in ein neu­es „Wirk­feld“ nicht zurück, wohl wis­send, dass er dort wie­der den­sel­ben Scha­den anrich­ten könn­te. Ich war hell ent­setzt, wie die frömm­sten Leu­te aus Angst, es könn­te ein schlech­tes Licht auf ihre ach so glau­bens­treu­en und ach so hei­li­gen Sit­ten fal­len, das Böse stütz­ten, Geschä­dig­te mit Füßen tra­ten und ein Netz­werk von Heim­lich­keit und Ver­lo­gen­heit aufbauten…Bis heu­te ist der Fall unter Verschluss…und ich bekam Schwie­rig­kei­ten und mir als „Ent­decke­rin“ ging es plötz­lich nicht mehr gut dort…

        Sie müs­sen schon ver­zei­hen, aber ich habe ein­fach zuviel gese­hen, gehört, selbst erlebt, zufäl­lig ent­decken müs­sen. Auf die Hei­le-Tra­di-Welt-Sehn­süch­te vie­ler Zeit­ge­nos­sen, die ich zwar rein sen­ti­men­tal ver­ste­he, darf man da kei­ne Rück­sicht neh­men — es hie­ße ja, sie ein­zu­lul­len in einer Lebenslüge.

        „Wer­de ich noch Glau­ben fin­den, wenn ich wie­der­kom­me?“ frag­te unser Herr.
        Glau­ben Sie im Ernst, dass es — bei einer sol­chen Fra­ge — noch irgend­wo „Hor­te der Rein­heit“ geben kann? Ich bezweif­le das offen. Auch wenn mir klar ist, dass in die­sem Cha­os lie­be Leu­te her­um­stol­pern und auf der Suche nach dem Himm­li­schen Jeru­sa­lem sind — ich doch auch!

        Das Dra­ma die­ser Wor­te Jesu beschreibt eine Zeit, in der alles, wirk­lich alles durch­ein­an­der ist. Nicht ent­täu­schen wird aber ganz gewiss Jesus selbst und Sei­ne lie­be Mut­ter, die uns alle­zeit schützt und auf IHN verweist.

      • Lio­ba

        das hat­te ich ja auch so ein­ge­ord­net, viel­leicht nicht klar genug gesagt — das Tra­di-Out­fit ist dann das Züng­lein an der Waa­ge, ob man ein­schrei­tet oder nicht.

        Im übri­gen fnde ich das Posting von @ T. de Ahu­ma­da ganz gut. Lesen Sie auch mein Neu­es an @ Armin — das Feld ist wirk­lich auch in Tra­di­land total vermint. 

        Der Zer­fall und die grau­en­vol­len, aber kaum ver­meid­ba­ren Wan­der­be­we­gun­gen im Tra­di­land füh­ren zwangs­läu­fig zu all die­sen exzes­sen inner­halb der Tradi-Szene.
        Wenn uns der Hl. Petrus davor warn­te, dass der „leo rugi­ens“ umher­ge­he und suche, wen er ver­schlin­ge — ist es nicht wirk­lich so: trifft das nicht die Lage, natür­lich und beson­ders auch im Tradilager?
        Hat sich der Satan nicht schon immer am lieb­sten auf die „Hör­ner des Alta­res“ gesetzt?

      • Eines soll­te uns doch allen klar sein: Nur weil „Tra­di­tio­na­li­sten“ die bes­se­re Ein­sicht in die Lage der Kir­che haben, sind sie doch nicht auto­ma­tisch bes­se­re Men­schen. Es ist ein­fach gefähr­lich zu glau­ben, „uns wird das nicht pas­sie­ren“. Nein, gera­de, weil der Teu­fel dar­an inter­es­siert ist, die ech­ten Gläu­bi­gen zu Fall zu brin­gen, wird er genau die­se umso mehr ver­su­chen. Und ent­spre­chend wer­den auch vie­le fal­len. Es gibt nur einen Weg, der das ver­hin­dern kann: Demut und Ehr­lich­keit gegen­über den eige­nen Schwä­chen. Und eine der ganz gro­ßen Schwä­chen ist eben, dass man stän­dig auf die Zah­len schielt und nicht auf die Qua­li­tät ach­tet. Es gibt aber vie­le dum­me bis schlech­te Grün­de, sich der katho­li­schen Tra­di­ti­on anzu­schlie­ßen und es ist naiv zu glau­ben, dass jeder der das tut, es aus lau­te­rer Absicht machen wird.

      • Zeit­schnur: Ihnen schei­nen ja die „Tra­di­tio­na­li­sten“ ein gewal­ti­ger Bal­ken vor Augen zu sein. Daher ist mir auch ver­ständ­lich, dass Sie die vom Moder­nis­mus durch­seuch­te „Kon­zils­kir­che“, die mit Intri­gen und Lügen alles bekämpft was „katho­lisch“ ist, ver­tei­di­gen. Dass man die­je­ni­gen die katho­lisch wir­ken am besten von innen her­aus bekämpft indem man ein­fach Sabo­teu­re in die­se schleust, ist ja nicht nur ein­mal vor­ge­kom­men. Sie­he das Buch „Der Wahr­heit die Ehre“, sei­ne Emi­nenz Hans Her­mann Gro­er, Bischof Mixa, den Fall David Ber­ger oder die Intri­gen und Lügen die ver­hin­der­ten dass Linz einen Weih­bi­schof mit Namen Ger­hard Maria Wag­ner bekommt. Und Kreuz net haben nicht die Tra­di­tio­na­li­sten das Kreuz gebro­chen, son­dern die­je­ni­gen die in der heu­ti­gen Zeit jeden mit der Nazi- Barm­her­zig­keits­keu­le ver­nich­ten der die „Wahr­heit“ so wie sie im „Hei­li­gen Wil­len Got­tes unse­res Herrn“ steht, verteidigt. 

        Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wege

      • @Zeitschnur: man hat, wenn man Ihre Tra­di­hass­erfüll­ten Postings so liest, die Sie seit eini­gen Mona­ten in stei­gen­der Inten­si­tät brin­gen, und dies mit Ihren frü­he­ren auf­rech­ten, tra­di­ti­ons­treu­en Bei­trgen ver­gleicht, den fata­len Ein­druck, daß Sie sich auf den (Irr)Weg eines Ber­ger oder neu­er­dings Pütt­mann bege­ben haben. Die Libe­ra­len und Kir­chen­fein­de rei­ben sich die Hände.

      • @ Armin

        Ich ver­tei­di­ge die Kon­zils­kir­che an kei­ner Stel­le mehr — wie kom­men Sie denn darauf?
        Wenn Sie alle Res­sen­ti­ments able­gen und nur noch danach fra­gen, was wahr ist, wer­den Sie mich viel­leicht bes­ser verstehn…

        @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Ihnen kann ich nur raten, mei­ne Postings nicht emo­tio­nal zu lesen. Wenn ich objek­tiv schlech­te Erfah­run­gen mache und davon rede, dann hat das nichts mit „hass­erfüllt“ zu tun. Sie machen Opfer so zu Tätern.

        Im übri­gen fin­de ich auch hier wie­der das Posting von T. de Ahu­ma­da sehr gut.
        Nicht ich bin in erster Linie „tra­di­ti­ons­treu“ (was immer das eigent­lich sein soll — immer­hin rekla­mie­ren das eini­ge Grup­pen für sich, haben aber unter­ein­an­der nur Krieg?!)!!! Allei­ne so etwas von sich zu sagen, zeugt von einem blin­den Fleck:

        Ich weiß nur, dass Gott mir gegen­über treu ist, und mein Wunsch ist, dass ich mich von IHM nicht tren­ne. Jeder soll­te zuerst IHM ver­pflich­tet sein und nicht irgend­wel­chem Fleisch und Blut, das doch nichts ver­mag, wenn ER es nicht seg­net. Und wie soll ER seg­nen, wo oft so offen­sicht­lich eben doch Sein Wil­le miss­ach­tet wird — auch in der selbst­er­nann­ten „Tra­di­ti­on“?
        Ich ver­brin­ge sehr viel Zeit damit, in der ech­ten Tra­di­ti­on der Kir­che zu for­schen — man kann das ja alles lesen. Es gibt Bücher, gan­ze Archiv­wel­ten vol­ler Bücher und Schrif­ten, und man kann alles prü­fen — mit­tels Vernunft.
        Sie ist reich und viel­fäl­tig, die ech­te Tra­di­ti­on ist wie Ala­dins Wun­der­höh­le vol­ler Schät­ze. Es ist ein ein­zi­ges Wun­der und eine strah­len­de Schönheit.
        Ich bin nicht hass­erfüllt, son­dern kri­tisch gegen­über Kel­ler­gei­stern und Stamm­tisch­fröm­mig­keit. Sie soll­ten Ihren Geist soweit schär­fen, dass Sie den Unter­schied erfas­sen können.
        Und kri­tisch muss man bei ein biss­chen Geist die Vor­gän­ge in der „Tra­di­ti­on“, die sich selbst anmaßt, die „Tra­di­ti­on“ zu sein, anse­hen. Allei­ne schon die Selbst­be­zech­nung spricht Bände…
        Ich weiß nur, dass ich katho­lisch bin und dass Gott treu ist, obwohl ich untreu bin.

      • Lei­der ist das so wie Sie es sagen @zeitschnur. Man hat bei den „Tra­di­tio­nel­len“ ein „Rechts­bür­ger­tum“ und bei den ande­ren ist es das Links­bür­ger­tum: es ist Ideologie.
        Es gibt wenig ech­te Chri­sten sowohl bei den einen wie den ande­ren mei­ner Mei­nung nach. Ein paar weni­ge aber reichen. 

        Immer den Rosen­kranz beten und in und um Demut und Lie­be beten und bit­ten- und sei­ne Arbeit tun. Ein ein­fa­ches und gutes Leben. Wenn man sich alles, was in der Kir­che so wenig erbau­lich ist, zu Her­zen neh­men wür­de, müß­te man krank werden.
        Alles Gute Ihnen von Herzen.

      • @Zeitschnur:
        Wie Sie hier argu­men­tie­ren, das ist rein­ster Pro­te­stan­tis­mus. „Gott ist treu, obwohl ich untreu bin“ etc.pp. Nein, das ist häre­tisch! Gott ist treu, weil wir im Sin­ne der Werk­ge­rech­tig­keit uns bemü­hen, immer ein Stück mehr hei­lig, also treu zu wer­den. Das ist die Tradition!

      • Sehr geehr­te Frau Zeitschnur,
        eine beschei­de­ne Fra­ge hät­te ich ein­mal an Sie: Wenn Sie inzwi­schen so erbit­tert die Tra­di­ti­on kri­ti­sie­ren — war­um sind Sie dann immer noch so eif­rig auf einem Por­tal wie die­sem hier unter­wegs, das unver­brüch­lich wie kaum ein ande­res zu eben die­ser Tra­di­ti­on steht und denen, die eben­falls in ihr ste­hen, eine Stim­me gibt?!? Das ver­ste­he ich nicht.
        Mir scheint, Sie wür­den sich mitt­ler­wei­le bei einem bestimm­ten Por­tal aus Linz mit sei­nen täg­lich so hübsch auf­ge­reih­ten Per­len­ket­ten woh­ler füh­len. Dort ist man auch ganz pro­ame­ri­ka­nisch und philosemitisch.

      • @ Tra­di­ti­ons­treu­er

        Pro­te­stan­tisch? Schon mal Bibel gelesen?

        „Denn die Pre­digt von Chri­stus ist in euch kräf­tig geworden,
        sodass ihr kei­nen Man­gel habt an irgend­ei­ner Gabe und war­tet nur auf die Offen­ba­rung unse­res Herrn Jesus Christus.
        Der wird euch auch fest erhal­ten bis ans Ende, dass ihr unta­de­lig seid am Tag unse­res Herrn Jesus Christus.
        Denn Gott ist treu, durch den ihr beru­fen seid zur Gemein­schaft sei­nes Soh­nes Jesus Chri­stus, unse­res Herrn.“ (1. Kor. 1, 6 ff)

      • @ sem­per catholicus

        Der Tag, an dem Sie ver­ste­hen, dass die „Tra­di­ti­on“ nicht Wachs in den Hän­den von recht­ge­rich­te­ten Häre­ti­kern ist, wird Ihnen Ihre Fra­ge beantworten.

  2. Lässt sich das alles anders erklä­ren, als dass ein erklär­ter Feind der Kir­che den Thron des hl. Petrus erstie­gen hat und in aller jesui­ti­schen Rafi­nes­se sein Zer­sö­rungs­werk vollbringt?
    Es wird nichts ande­res hel­fen, als zu den geisli­chen Waf­fen des Gebe­tes zu grei­fen. Den­ken wir an die Macht des hl. Josef, an die Ent­schie­den­heit des hl. Erz­engels Micha­el und nicht zuletzt an die aller­se­lig­ste Jung­frau Maria. Ihnen wird auch ein Fr. und sei­ne Hel­fers­hel­fer nicht wider­ste­hen können.

    • Noch ein­mal: War­um schenkt uns das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt nicht kla­ren Wein ein, wenn die­se Anschul­di­gun­gen so ent­schei­dend sind? Ich lese immer nur, dass es bei der Abset­zung um die Ein­heit der Kir­che und Ver­söh­nung geht.
      Und sonst sagt selbst der Papst: „Wer bin ich, dass ich ver­ur­tei­le…?“ Wo bleibt hier die­se Barm­her­zig­keit? Man kommt wirk­lich nicht mehr mit.

    • Also ich bin dem Papst nicht dank­bar, weil es unge­zähl­te Bischö­fe gibt, die eben­falls in den Sex­skan­dal ver­wickelt waren und gegen die nichts unter­nom­men wur­de und wird.

      Aber den­noch gebe ich Ihnen sonst recht — es sind hier wie­der die übli­chen Ver­däch­ti­gen, die in jedem sach­li­chen Hin­weis eine Ver­schwö­rung ver­mu­ten oder aber offen­bar Sät­ze über­haupt nicht begrei­fen, sich aber um so hef­ti­ger über das auf­re­gen, was sie selbst miss­ver­stan­den haben.

  3. Das Foto stellt k e i n e Zele­bra­ti­on im Alten Ritus, da auf die­sem Foto zwei Prie­ster in Kasel dabei­ste­hen = Kon­ze­le­bra­ti­on, beim ‚Sub­dia­kon‘ fehlt das Schul­ter­vel­um. Das Bild zeigt also eine Neue Mes­se am Hoch­al­tar bei der (unüb­li­cher­wei­se) die Dia­ko­ne die Kasel des Bischofs anheben.

    Viel­leicht soll­te sich Msgr. Livie­res Pla­no der FSSPX anschlie­ßen. Das wäre doch ein Paukenschlag.

  4. Wer bezahlt sie? 

    Es ist nicht das erste Mal, dass sie sol­chen Blöd­sinn abson­dern, ohne einen Link auf die Behaup­tun­gen einzustellen.

    Ihr Kom­men­tar soll­te erst gar nicht erschei­nen, denn sie haben Freu­de dar­an, wenn die Kir­che scha­den nimmt.

  5. Mir scheint, dass das Cha­os in der Kir­che inzwi­schen von links (Befrei­ungs­theo­lo­gie) bis rechts (Opus Dei) reicht.

    Unglaub­lich.

    Da wun­dert es mich nicht, dass sich vie­le von ihr abwenden.

  6. Ent­schul­di­gung.

    Da war ich jetzt zu emotional.

    Anschei­nend haben die Pfor­ten der Höl­le die Kir­che inzwi­schen doch überwältigt…

    • War­um ent­schul­di­gen Sie Sich bei die­sem unsäg­li­chen Ram­pol­la? Sie haben doch völ­lig recht ! Stän­kern und behaup­ten, ohne zu bewei­sen- die übli­chen Metho­den, die seit neue­stem offi­zi­el­le Linie sind. Soll sich Ram­pol­la sei­nen Ber­go­glio doch im Hei­li­gen­schein bei sich auf­hän­gen, aber end­lich auf­hö­ren, die Zer­stö­rung der Kir­che schön zu reden. Das ver­fängt nicht mehr !

    • Unglaub­lich, was Sie hier insinuieren!!
      Wobei ich geste­he, ange­sichts Ihres kri­tik­lo­sen Zio­nis­mus und der Begei­ste­rung für die pro­te­stan­tisch-frei­mau­re­risch beherrsch­ten „USA“, die immer wie­der aus Ihren Kom­men­ta­ren spricht, wun­dert mich so eine kir­chen­feind­li­che Behaup­tung nicht mehr.

    • Bit­te unter­las­sen Sie die per­sön­li­chen Beschimp­fun­gen und den­ken Sie in Ruhe über den Sinn mei­ner Bemer­kung nach. Viel­leicht … insi­nu­iert … sich Ihnen nach eini­gem Nach­den­ken, was ich gemeint haben könnte.

  7. Akti­on Selbst­mord wür­de man sagen. Aber für die Moder­ni­sten ist es kein Selbst­mord son­dern Auf­er­ste­hung, Auf­er­ste­hung der durch Papst Bene­dikt VXI. etwas ruhig gestell­ten bösen Gei­ster, die sich jetzt aus­to­ben und wenn man sie um den Namen fragt, kann man nur mit einer Ant­wort rech­nen: „Wir sind eine Legi­on!“ Ja, sie sind vie­le! Es geht doch so nicht mehr wei­ter, dass ein Neue Papst kommt und er sei­ne Sachen durch­zieht die ent­ge­gen­ge­setzt ste­hen zu der Rich­tung des vor­he­ri­gen „unfehl­ba­ren“ Pap­stes. Was ist eigent­lich mit dem Krö­nungs­eid des Pap­stes, wur­de der etwas genau wie der Anti­mo­der­nis­mu­s­eid abge­schafft? Auch von Papst Paul VI den man auch noch im Okto­ber selig spre­chen will und dem man die­ser gan­ze Ver­fall, all das was gera­de gegen die Tra­di­ti­on geschieht zu ver­dan­ken hat? Es gibt ein gebo­te­nes Krö­nungs­eid wenn man Papst wird. Man legt einen Eid ab, dass man nichts ver­än­dert an dem was Tra­di­ti­on ist und man vom vor­he­ri­gen Papst über­reicht bekommt. Man muss es bewah­ren! Nichts darf man hin­zu­fü­gen und nichts weg schaf­fen! So han­delt ein treu­er Die­ner Got­tes, ein treu­er Papst, dann redet, han­delt und wirkt ein Papst Chri­sti statt, aber wenn er sich nicht dar­an hält, wenn es die guten ver­folgt und die rech­te Leh­re und den Gott­wohl­ge­fäl­li­gen Ritus-Kult abzu­schaf­fen ver­sucht, so han­delt er als Mensch! Und einem Men­schen muss man nicht gehor­chen, son­dern Gott! Wie es uns der Hl. Apo­stel Petrus vor­ge­legt hat. „Gott soll man mehr gehor­chen!“ Das gilt auch für die Prie­ster. Auch wenn man denkt: Aber wenn sie alle reden, dann schafft man die Tra­di­ti­on gleich ganz ab. Sie müs­sen klug sein uns schwei­gen“ Nein, DAS ZIEL HEILIGT NICHT DIE MITTEL. Es ist Gott nicht recht, „klug“ vor­zu­ge­hen durch die Sün­de der Unter­las­sung! Schließ­lich geht es auch um die See­le des Prie­sters der nicht schwei­gen darf! Und wenn Gott die Abschaf­fung der Tra­di­ti­on dann zulässt, FIAT VOLUNTAS TUA! Wie­so wol­len wir gegen Gott kämp­fen? Wir haben als gute Katho­li­ken unse­re Pflicht zu tun und reden, pre­di­gen und müs­sen nicht den­ken klü­ger als Gott zu sein. Gott ist es der die Fän­den in der Hand hält. Tun wir was wir müs­sen und das Resul­tat, die Früch­te über­las­sen wir Gott. Ret­ten wir unse­re eige­ne See­le! Erfül­len wir unse­re Stan­des­pflicht, wie ein Bischof und ein Prie­ster die sei­ne erfül­len muss auch wenn er abge­setzt wird. Die­se sind der Schrei in der Wüste. Die­se bau­en die Kir­che wie­der auf! Und wenn das Resul­tat vor­erst eine Rui­ne ist, eine lee­re Wüste voll Kum­mer und Trau­er, ist es die Stra­fe die über uns kommt, denn wir haben Gott den Rücken gekehrt und zu wenig geliebt. Ver­meh­ren wir Chri­sten, wir Katho­li­ken nicht noch mehr unse­re Sün­den dadurch, dass wir den­ken die Kir­che zu ret­ten durch das „Schwei­gen“ und ein „sich anpas­sen!“ Wir wür­den damit Chri­stus den Todes­stoß ver­schaf­fen. Bekeh­ren wir uns. Beten wir, tun wir Buße, wer­den wir demü­tig, wer­den wir hei­lig und viel­leicht hat Gott erbarmen!

    • Ein „Moder­nist“ und erst recht ein Post­mo­der­nist schwört jeden Eid — auch den Anti­mo­der­ni­sten­eid oder den Krö­nungs­eid. Das ist doch ihm so hoch wie breit.

      Pius X. hat doch die Stra­te­gie die­ser Leu­te genau beschrieben:

      „Sie gebrau­chen tau­send schäd­li­che Kün­ste; nichts ist ver­schla­ge­ner, nichts hin­ter­li­sti­ger als sie; durch­ein­an­der, spie­len sie bald den Ratio­na­li­sten, bald den Katho­li­ken, und das so heuch­le­risch, dass sie den Unvor­sich­ti­gen leicht in den Irr­tum her­ein­zie­hen. Äußerst ver­we­gen schrecken sie vor kei­nen Fol­ge­run­gen zurück und drän­gen sie mit fester Zuver­sicht auf. Es kommt hin­zu bei ihnen –. eine sehr geschick­te See­len­fal­le ! – ein sehr arbeit­sa­mes Leben, ein ener­gi­scher, allent­hal­ben sich betä­ti­gen­der Bil­dungs­trieb und das Stre­ben nach dem Ruh­me einer zumeist stren­gen Sitt­lich­keit. End­lich und das nimmt fast das Ver­trau­en auf Hei­lung – sind sie auf ihre Leh­ren so ver­ses­sen, dass sie jede Lei­tung ver­schmä­hen und kei­ner­lei Zügel anneh­men; im Ver­trau­en auf eine Art trü­ge­ri­sches Gewis­sen möch­ten sie dem Wahr­heits­stre­ben zuschrei­ben, was ein­zig und allein dem Stol­ze und der Hals­star­rig­keit zuzu­schrei­ben ist.“ (Pas­cen­di)

  8. Ach, bit­te, Car­los Urru­ti­go­i­ty hin oder her, das ist doch nur der bil­li­ge Vor­wand, oder bes­ser gesagt, der Hap­pen, an dem sich dann die Voy­eu­re abre­agie­ren kön­nen und sofort zur Stel­le sind (s. Ram­pol­la) nach dem Mot­to: „Irgend­was wird schon gewe­sen sein“. „Irgend­et­was“ ist immer.
    Für eine fal­sche Per­so­nal­be­set­zung wird kein Bischof ent­fernt. Das sagt man ihm ein­fach. Da kommt kein Visitator.
    NEIN, Ciu­dad del Este ist ein klas­si­sches Bei­spiel für, neh­men wir den Begriff aus dem Arti­kel, eine INTRIGE, genau. Hat der Papst einen Visi­ta­tor nach Asun­ci­on geschickt, wo es nicht um Car­los Urru­ti­go­i­ty geht, son­dern um den amtie­ren­den Erz­bi­schof? NEIN. Wird er mor­gen einen schicken? NEIN.
    Und die ande­ren Bischö­fe Para­gu­ays jubeln: wegen Car­los Urru­ti­go­i­ty ???? Ach was!
    Und war­um schickt der Papst den libe­ral­sten Bischof als Admi­ni­stra­tor in eine der weni­gen tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Diö­ze­sen der Welt? Ein Schuft, wer Böses denkt!
    Ach ja, und noch was: Der Papst schickt einen Bischof in die Wüste wegen Car­los Urru­ti­go­i­ty ? Und Prä­lat Bat­ti­sta Ric­ca macht er zu sei­nem per­sön­li­chen Dele­ga­ten bei der Vati­kan­bank? Das ist ja ein Witz!
    Also: blei­ben wir wirk­lich bei den Sachen: Es geht gegen die Tra­di­ti­on, gegen die Alte Mes­se, gegen Katho­li­ken (Bischö­fe, Prie­ster, Gemein­schaf­ten), die es wagen, zu weit den Mund auf­zu­ma­chen und den libe­ra­len Bischö­fen und Kir­chen­ver­tre­tern damit zu sehr auf die Ner­ven gehen, weil sie den kusche­li­gen libe­ra­len „Jeder macht was er will, auch sexu­ell“ (also von wegen Car­los Urru­ti­go­i­ty!!!) „Frie­den“, mit dem alle so gut leben, vor allem auch mit dem Rest der Welt.….…
    Die Lek­ti­on der Geschich­te ist nicht Car­los Urru­ti­go­i­ty, son­dern eine War­nung, Mah­nung, Bei­spiel, dass tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne, glau­bens­treue Prie­str, Bischö­fe usw. in der Kir­che nichts zu lachen haben, abser­viert wer­den, nicht ins Bild pas­sen, stö­ren. Das und nur das.

    • Auf Rora­te Cae­li (Link oben in mei­nem Posting) heißt es am Schluss:

      „But let this also be a les­son to all tra­di­ti­on-min­ded Catho­lics: if they belie­ve that they recei­ve more from the Sac­red Tra­di­ti­on of the Church, their deme­a­nor must always be more exem­pla­ry than the „average“ (cf. Lk 12:48). Let the­re be no room in con­ser­va­ti­ve or tra­di­ti­on-min­ded envi­ron­ments for any tole­ran­ce towards que­stion­ab­le cha­rac­ters, who bring all who are near them into dis­re­pu­te. If libe­rals are not punis­hed for this, and some­ti­mes seem even to be pro­mo­ted due to their reck­less­ness (the Psal­mist wro­te so many ver­ses on the earth­ly suc­cess of the wret­ched!), that is a pro­blem of tho­se who must watch over them, up to the Apo­sto­lic See its­elf. Regard­less of the dou­ble stan­dard of hier­archs, tho­se who know bet­ter and belie­ve bet­ter must act better.“

      Und genau das habe ich auch oben gemeint! Denn das ist ein ech­tes Pro­blem. Wenn Sie das run­ter­spie­len, neh­men Sie nicht wahr, was abgeht. Schon ver­ges­sen, wie hef­tig die Kreuz­net-Affai­re durch die Medi­en ging — und da taten sich wah­re Abgrün­de im kon­ser­va­ti­ven Lager auf. Und die­se Web­site offen­bar­te einen ech­ten gei­sti­gen Sumpf. damals dach­te ich, das sei eine Sati­re­sei­te, aber inzwi­schen muss­te ich erken­nen, dass die­ser tra­di­tio­na­li­sti­sche Sumpf wirk­lich exi­stiert und kei­nes­wegs Real­sa­ti­re ist!

      • So furcht­bar war kreuz.net nicht. Die Redak­ti­on hat­te es wohl nur nie geschafft, der Legi­on von Pöb­lern Herr zu werden.

      • Ich behaup­te sogar bis heu­te, dass die­ses Por­tal in Wahr­heit ein sata­ni­sches Werk von lin­ken Tro­ja­nern war, die gezielt die Tra­di­ti­on und die Hl.Kirche über­haupt in Miss­kre­dit brin­gen woll­ten. Lei­der sind zu vie­le Tra­di­ti­ons­treue dar­auf rein­ge­fal­len und haben sich, manch­mal zu unge­zü­gelt, dort geäußert.

    • @loba: Die tra­dii­ons­ver­bun­de­nen Bischö­fe, Prie­ster und glau­bens­reue — ins­e­be­son­de­re die Petrus­bu­der­schaft +Pius­bru­der­schaft ‚haben es nicht geschafft (bis jetzt jeden­falls) ihre INKONSEQUENTE Hal­tung und Stra­te­gie gegen das Neo­mer­ni­sti­sche Rom zu ändern.Sie ver­har­ren in einer Art DEFAITISTISCHEN und fal­schen Unter­wür­fig­keit gegen­über dem Papst und dem ‚ewi­gen Rom‘.Das bedeu­tet einem krie­che­ri­schen Papis­mus zu frönen.Sie haben Angst. Sie sind zuwei­len Naiv wie klei­ne Kin­der. Schluss damit.Rom kann man nur bein­drucken mit Gegendruck.Es müs­sen unbe­dingt von Sei­ten der Tra­di­ti­on ‚neue Bischofs­er­nen­nun­gen gemacht werden.Die Ver­bin­dun­gen und gegen­sei­ti­gen Unter­stü­zun­gen von Tra­dii­ons­reu­en Boschö­fen und Kar­di­nä­len mussen for­ciert wer­den. Es geht nicht an, die­se kin­di­sche Anhän­gig­keit an den Schurz­zip­fel der Roms-der soge­nan­nen „Mut­ter “ Kir­che,- die längst kei­ne hei­li­ge Mutt­ter Kir­che mehr darstellt,sondern eine Hure gewor­den ist!

  9. Ich möch­te die lei­den­schaft­li­chen Dis­ku­tan­ten hier ein­mal zur Sach­lich­keit auf­ru­fen. Die Emo­tio­na­li­tät der Dis­kus­si­on ist nicht mehr zu ertra­gen und abso­lut nicht zielführend.
    Die Fra­ge ist doch: War­um wur­de ein Bischof, der bemer­kens­wer­te Erfol­ge ( wie die Zahl der Semi­na­ri­sten) auf zu wei­sen hat, aber auch aus mög­li­cher­wei­se Feh­ler gemacht hat, wirk­lich aus dem Amt ent­fernt wor­den? Eine hier gut und dort böse Dis­kus­si­on führt uns nicht wei­ter. Ich per­sön­lich ken­ne die Sach­ver­hal­te zu wenig, um beur­tei­len zu kön­nen. Auch, wenn ich heu­te Zwei­fel an dem der­zei­ti­gen Stell­ver­tre­ter Chri­sti habe, so bin ich zur Objek­ti­vi­tät und Sach­auf­klä­rung bei den Ent­schei­dun­gen aus Rom mei­nem Gewis­sen gegen­über verpflichtet.
    Das Ergeb­nis einer Dis­kus­si­on muss ratio­nal nach­voll­zieh­bar sein.

  10. Äusserst infor­ma­tiv die Web­site diocesiscde.info.

    Mit alle Respekt vor Rora­te cae­li und sehr viel Ver­ständ­nis für die Ver­hee­rung die dort durch Car­los Urru­ti­go­i­ty ange­richt wurden:
    — Msgr. Fel­lay hat schon äusserst früh für Urru­ti­go­i­ty gewarnt.
    Es spricht übri­gens enorm für die FSSPX daß sie hier, wie auf die­sem Gebiet übri­gens immer,
    sehr schnell und robust durch­ge­grif­fen hat.
    Das kann von Rom und beson­ders den Moder­ni­sten (e.G. Dan­neels) nicht gesagt werden.

    -Urru­ti­go­i­ty hat dann erst ein Semi­nar der FSSP mal­trai­tiert (es betraf jedoch Erwach­se­ne, kei­ne Kin­der) und spä­ter dann sehr viel Unheil über die Diö­ze­se Scran­ton gebracht.
    Das Semi­nar der FSSP wur­de vor kur­zem geschlos­sen und ver­legt an einen ande­ren Ort.
    Die Nai­vi­tät bei dem dor­ti­gen Epi­sko­pat und Kle­rus muß wohl sehr groß gewe­sen sein und die Beru­fungs­si­tua­ti­on durch chro­ni­schen Moder­nis­mus sehr schlecht, daß man sich hier einem sol­chem Mann trotz War­nun­gen an die Brust warf.
    Das schlech­te Gewis­sen spie­gelt sich auch in der par­ti­el­len Teil­nah­me an den Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen wider. Das Bis­tum Scran­ton zahl­te den Löwenanteil.

    -Die Auf­nah­me in Ciu­dad del Este geschah auch auf Grund von Emp­feh­lungs­schrei­ben von hohen kirch­li­chen Stel­le in Rom.

    -Bis jetzt sind in der Diö­ze­se kei­ne Vor­wür­fe bekannt gewor­den, daß sexu­el­le Unre­gel­mä­ßig­kei­ten v.d. Gene­ral­vi­kar in Para­gu­ay auf­ge­tre­ten sein soll­ten, noch daß Bf. Livie­res hier­in bezo­gen sein sollte. 

    Ram­pol­la, „ver­tuscht“ wur­de hier nichts: alles liegt doch schon lan­ge für das inter­es­sier­te Publi­kum offen (s. älte­re Artikel).
    Im Scran­ton fand übri­gens hin­ter­her ein ech­ter Stuhl­en­tanz statt wer nun wann etwas gewußt habe und schul­dig sei, mit Ver­set­zun­gen, Inru­he­stand­ge­hen, Nichts­wis­sen usw.

    Der geehr­ten @Lioba ist beizustimmen.

    Übri­gens: Bf.Livieres berühmt sich, daß er mehr­mals die Hl. Mes­se in usus anti­qui­or gefei­ert — für Süd­ame­ri­ka in der Tat exzep­ti­on­nell- , und sicher einer der Grün­de, war­um er ent­fernt wurde.
    Viel wich­ti­ger jedoch — und das ist genau auch der Fall bei den Fran­zis­ka­nen der Imma­cu­la­ta — ist daß der gewal­ti­ge Effekt von schö­ner Lit­ur­gie in Usus anti­qui­or, kom­bi­niert mit einer sorg­fäl­ti­gen Prie­ster­aus­bil­dung , an dem Vor­bild des Pfar­rers von Ars ori­en­tiert, gewal­ti­ge Früch­te trägt.
    Gera­de das kön­nen die Moder­ni­sten nicht tole­rie­ren, beweist es doch die inheren­te Schwä­che ihrer seit 50 Jah­ren gepro­mo­te­ten Ideologie.

    • Das mit den Emp­feh­lungs­schrei­ben höch­ster römi­scher Stel­len scheint tat­säch­lich zu stim­men. Meh­re­re Por­ta­le mel­den inzwi­schen, Urru­ti­go­i­ty sei per­sön­lich Kar­di­nal Ratz­in­ger sehr ver­bun­den gewe­sen und die­ser habe ihn wie­der­holt gefördert.

  11. NACHTRAG: Rich­tig soll­te es hei­ssen oben: Die tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Bischö­fe, Prie­ster und glau­bens­treue — ins­be­son­de­re die.…

  12. Also gestern abend wur­de es in der Haupt­nach­rich­ten­sen­dung des ita­lie­ni­schen Fern­se­hens RAI die gan­ze Ange­le­gen­heit in etwas so berich­tet, dass Papst Fran­zis­kus Bischof Livie­res abge­setzt, weil die­ser einen pädo­phi­len Prie­ster geschützt habe. Papst Fran­zis­kus habe gezeigt, dass er mit aller Ent­schie­den­heit gegen sexu­el­len Miss­brauch vor­ge­he und hier kei­ne Ver­tu­schung dul­de. Even­tu­el­le ande­re Zusam­men­hän­ge spiel­ten in der Mel­dung natür­lich über­haupt kei­ne Rolle.

  13. Trau­rig-trau­rig-trau­rig

    Papst Bene­dikt hat die „Alte Mes­se“ wie­der zuge­las­sen: Haben wir 700 Jah­re lang falsch gebetet?
    Und jetzt

  14. Was ist denn jetzt eigent­lich der offi­zi­el­le Grund für die Ablö­sung? In der Erklä­rung des vati­ka­ni­schen Pres­se­am­tes wird kei­ner genannt.

    • Das fällt mir bei dem Bericht auch auf. Hand­fe­stes nicht ersicht­lich. Viel­leicht unter­schiebt man ihm Kin­der­schän­dung oder noch bes­ser „Protz“.

  15. Das destruk­ti­ve Wir­ken des Pap­stes müß­te sich doch so lang­sam her­um­spre­chen auch in glau­bens­treu­en Krei­sen, die immer noch an falsch ver­stan­de­nem Gehor­sam festhalten.

  16. Hat Bischof Livie­res Car­los Urru­ti­go­i­ty wirk­lich gedeckt, so ist das nicht in Ordnung.
    Geschieht dies in einer Par­tei, bei­spiels­wei­se der grü­nen, wür­den wir dies auch ver­ur­tei­len und mit Recht.
    Dass aber mit Bischof Livie­res ein „Kon­ser­va­ti­ver“ aus dem Amt ent­fernt wur­de, ist sicher ein ange­neh­mer und nicht ganz uner­wünsch­ter Neben­ef­fekt für Tei­le der Kirche.

  17. Nach eini­gen Recher­chen auf eng­lisch­spra­chi­gen Sei­ten kom­me ich zu dem Schluss, dass der Grund für die Ablö­sung von Bischof Livie­res vor allem in der Per­son sei­nes Gene­ral­vi­kars Urru­ti­go­i­tiy gesche­hen sein dürf­te, einem offen­bar cha­ris­ma­tisch begab­tem Mann, der eben die­se Bega­bung zu sexu­el­len Ver­feh­lun­gen gegen­über jun­gen Män­nern aus­ge­nutzt haben dürf­te. Ent­spre­chen­de Vor­wür­fe gegen ihn waren bekannt. Auch bei dem Grund­satz „in dubio pro reo“ (inso­fern der hier über­haupt ein­grei­fen könn­te) muss man doch sagen, dass Bischof Lie­vie­res die­sen nie und nim­mer hät­te zum Gene­ral­vi­kar machen dürfen.

  18. Nach den vom Vati­kan erlas­se­nen stren­gen Richt­li­ni­en zum sexu­el­len Miss­brauch durch Kle­ri­ker darf ein Prie­ster, der straf­recht­lich ver­ur­teilt wur­de, nicht mehr prie­ster­lich in der Seel­sor­ge tätig sein, nor­ma­ler­wei­se wird er lai­siert — so wie jetzt der ehe­ma­li­ge Nun­ti­us in der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik, Erz­bi­schof Weso­low­ski. Nach dem Leit­satz Null Tole­ranz. Wenn nun ein Bischof einen sol­chen Prie­ster nicht nur deckt, son­dern ihn auch noch in ver­ant­wort­li­chen Posi­tio­nen belässt macht er sich sel­ber straf­bar. Genau das scheint hier pas­siert zu sein und des­halb hat der Vati­kan jetzt so ent­schie­den. Nach dem Leit­satz Null Tole­ranz. Ich fin­de es sehr gut, wenn der Leit­satz „Null Tole­ranz“ bei sexu­el­lem Miss­brauch auf allen Ebe­nen — bei Lai­en­mit­ar­bei­tern, Prie­stern und auch Bischö­fen kon­se­quent ange­wandt wird.,

    • Ich stim­me Ihnen zu, aller­dings ist hier für mich noch nicht ganz klar, ob wirk­lich von sexu­el­lem Miss­brauch die Rede sein kann, und ob es sich nicht „nur“ um sexu­el­le Ver­feh­lun­gen gegen­über jun­gen Män­nern (Semi­na­ri­sten) han­delt. Auch bei Ver­feh­lun­gen gegen­über Min­der­jäh­ri­gen ist die Sache in mei­nen Augen nicht so ganz leicht. Die unsitt­li­che Berüh­rung eines 17jährigen hat für mich nicht den­sel­ben Ver­feh­lungs­grad wie die­je­ni­ge eines 11jährigen oder gar 7jährigen. Was nun den Herrn Uru­gut­tiy angeht, so habe ich die eng­lisch­spra­chi­gen Sei­ten dahin­ge­hend ver­stan­den, dass er bis­lang nicht straf­recht­lich ver­ur­teilt, er ein­mal aller­dings raus­ge­kauft wur­de. Ich las­se mich aber ger­ne kor­ri­gie­ren. In kei­nem Fall hät­te er Gene­ral­vi­kar wer­den dürfen.

  19. Hab mich auch durch aller­lei Sei­ten gequält zu die­sem Car­los Urrutigoitiy: 

    Zur Bischofs­ab­set­ze­ung:
    die Abset­zung von Bischof Livie­res war kein „ange­neh­mer Neben­ef­fekt“, son­dern das wirk­li­che und ein­zi­ge Ziel. Der Bischof ist, mit gro­ssem Scha­den. Um Urru­ti­go­i­tiy küm­mert sich schon heu­te kein Mensch mehr in Rom oder Asuncion.

    Zu Urru­ti­go­i­tiy:
    Mal lang­sam. So klar lie­gen die Din­ge nicht, wie man­che hier tun. Bei den Pius­brü­der ist er nicht wegen sexu­el­ler Ver­feh­lun­gen raus­ge­flo­gen, son­dern weil er eine eige­ne Gemein­schaft grün­den wollte.

    Er scheint begabt, was nicht gegen ihn spricht, und fand Auf­na­hem in der Diö­ze­se Scran­ton. Da grün­de­te er dann tat­säch­lich sei­ne Gemein­schaft. Die Pius­brü­der hat das geär­gert, weil er offen­bar Semi­na­ri­sten aus Wino­na, wo er unter­rich­tet hat, abge­wor­ben hat.

    Die Sache in Scran­ton bleibt ziem­lich ver­wor­ren, so leicht ist da ein Durch­blick nicht möglich.

    Als Urru­ti­go­i­tiy in Para­gu­ay ankam, hat­te er ordent­li­che Emp­feh­lungs­schrei­ben mit und zwar auch aus Rom. Wie gesagt, er scheint sehr begabt. Einer, den man über­all freu­dig aufnimmt.

    Soll­te er sich etwas zuschul­den­kom­men haben las­sen, wäre erst noch nach­zu­wei­sen, war­um es kei­ne defi­ni­ti­ven Sank­tio­nen vor­her (FSSPX, Scran­ton) gab und dass Bischof Livie­res über­haupt von den Vor­wür­fen wuss­te und ob ihm stich­hal­ti­ge Bele­ge vorlagen. 

    Bekannt­lich war es am Höhe­punkt des Miss­brauchs­skan­dals in den USA ein Leich­tes, einen Prie­ster der schänd­lich­sten Din­ge zu beschul­di­gen und der war erledigt. 

    Vor­sicht ist auch bezüg­lich Urru­ti­go­i­tiy gebo­ten. Aber in der Sache oben geht es über­haupt nicht. Wen inter­es­siert schon Urru­ti­go­i­tiy in Rom oder Asun­ci­on? Bischof Livie­res hat dort inter­es­siert. Und den hat man zur Strecke gebracht.

    • Wie so häu­fig wer­den wir die Wahr­heit nicht erfah­ren. Ich trö­ste mich damit, dass mein Vater mir ein­mal als Lebens­weis­heit mit auf den Weg gege­ben hat: „Es ist manch­mal bes­ser, wenn man etwas nicht weiß“.

  20. Nach sei­nen Akti­vi­tä­ten in Penn­syl­va­nia hielt sich Urru­ti­go­i­ty auch in Kana­da auf, wo ebenfalls
    Beschul­di­gun­gen gegen ihn erho­ben wurden.

    Eine kana­di­sche Über­le­ben­den­sei­te hat ein äußerst umfang­rei­ches Archiv, bis in die Gegen­wart rei­chend, über ihn angelegt.
    https://www.google.de/search?q=Urrutigoity+canada+site%3Ahttp%3A%2F%2Ftheinquiry.ca%2F&btnG=Suche&hl=de&as_nlo=&as_nhi=&lr=&cr=&safe=images

    Viel­leicht kor­ri­giert das eini­ge Fehl­in­for­ma­tio­nen über ihn hier.

  21. Hab ich auch gele­sen. Das ist alles nicht der sprin­gen­de Punkt in der Sache:

    Glau­bens­treue Katho­li­ken sind eben brav bür­ger­lich. Die bür­ger­li­chen Dep­pen konn­te man schon immer leicht ködern. Man will jeman­den denun­zie­ren (die Rede ist nicht von die­sem Urr­ti­goi… irgend­was, son­dern von Bischof Livie­res, um den geht es näm­lich!!!), wer­fe irgend­ein Stich­wort hin, womit kein Bür­ger­li­cher etwas zu tun haben will (also am besten etwas straf­fäl­li­ges, wo im Hin­ter­kopf Poli­zei, Staats­an­walt, Gefäng­nis mit­schwingt) und er wird sich sofort distan­zie­ren und abtauchen.

    Bischof Livie­res, einer der besten Bischö­fe Latein­ame­ri­kas wird abge­sägt, man wird das Stich­wort Mißbrauch(sverdacht) hin und schon ren­nen alle (bür­ger­li­chen) glau­bens­from­men Katho­li­ken ent­setzt vor Schreck auseinander. 

    Die Sache Livie­res (um die­sen Urrut… geht es doch gar nicht, der wur­de von Rom nicht ein­mal mit Anfangs­buch­sta­ben erwähnt), ist eine rein inner­pa­ra­gua­ya­ni­sche Intri­ge libe­ra­ler Bischofs­mit­brü­der gegen den „kon­ser­va­ti­ven“ Außen­sei­ter der nervt. Punkt.

    Die gan­ze Urrut… Dis­kus­si­on ist doch nur für uns bür­ger­li­che Deppen.

    Pikan­tes Detail am Ran­de, was die Sache viel­leicht noch etwas bes­ser erklärt: Papst Ber­go­glio ist Argen­ti­ni­er, Bischof Livie­res ist Argen­ti­ni­er (Urrut… übri­gens auch). Wenn schon also, nach inner­pa­ra­gua­ya­ni­scher Intri­ge, könn­te man noch hin­zu­fü­gen: inner­ar­gen­ti­ni­sche Intri­ge. Die Vor­zei­chen blei­ben immer dieselben.

    Und dann gab es da ja die Vor­wür­fe gegen den Erz­bi­schof von Asun­ci­on? Und nicht auch einen gewis­sen Msgr. Ric­ca an der Sei­te des Pap­stes? Aber kei­ner ver­tritt inner­kirch­lich ein tra­di­tio­nel­les Kirchenverständnis. 

    Wer ver­ste­hen kann, der ver­ste­he… und die ande­re sol­len sich wei­ter­hin an die­sem Urrut. abar­bei­ten. Den Durch­blick schaf­fen sie damit aber nicht

  22. Erhel­len­der Brief des betrof­fe­nen Bischofs an Bischof Quellet:

    http://adelantelafe.infovaticana.com/adelante-la-fe/monsenor-livieres-responde-su-destitucion-el-pueblo-ha-sido-escuchado/

    Es macht mich trau­rig, wie hier unter uns Brü­dern und Schwe­stern im römisch-katho­li­schen Glau­ben, jetzt bereits Urtei­le nie­der­schrei­ben wer­den. Wer kennt hier die Wahr­heit über die Per­son und die Amts­füh­rung des ex Bischofs von Cuidad del Este?

    • Könn­te viel­leicht jemand den Brief über­set­zen, oder die Haupt­ge­dan­ken in Deutsch offen legen? Die mei­sten hier ver­ste­hen wohl kein Spanisch.Mit mei­nen Latein- und Fran­zö­sisch-Kennt­nis­sen habe ich mich in etwa durch den Text gekämpft, und er scheint mir wert auch einem deutsch­spra­chi­gen Publi­kum zugäng­lich gemacht zu werden.

  23. Mich erin­nert das Gan­ze wie­der ein­mal an unse­ren frü­he­ren Augs­bur­ger Bischof Wal­ter Mixa. Er pass­te nicht ins Bild die­ser in Deutsch­land ach so poli­tisch kor­rekt auf­tre­ten­den Bischö­fe. Es impo­nier­te mir sehr, wie er sich gegen sei­ne, aus welt­li­cher Sicht, über­mäch­ti­gen Geg­ner stell­te. Mit Argu­men­ten konn­ten sie ihm nicht bei­kom­men, da war er ihnen über­le­gen, so wur­de fie­ber­haft nach einem Skan­dal gesucht, den man medi­en­wirk­sam auf­zie­hen konn­te. Irgend­wann kamen sie auf die Idee, ihm sexu­el­len Miss­brauch zu unter­stel­len, was sich schnell als falsch her­aus­stell­te. Die Geg­ner gaben aber nicht auf und trie­ben ihn immer wei­ter in die Enge, immer in der Hoff­nung, dass er einen Feh­ler macht, mit dem sie ihn zu Fall brin­gen kön­nen. Und letzt­end­lich haben sie es ja auch geschafft. Ich fand das damals alles so wider­lich und absto­ßend, wie er von sei­nen Bischofs­kol­le­gen allein gelas­sen wur­de, die es im Gegen­satz zu Wal­ter Mixa stets ver­mie­den, sich klar zu positionieren.
    Was die­se offen­sicht­li­che Bekämp­fung des über­lie­fer­ten Mess­ri­tus betrifft, wol­len die Lit­ur­gie­re­for­mer mei­nes Erach­tens mit aller Macht den Ein­druck ver­mei­den, dass ihr Mach­werk ein ein­zi­ger gro­ßer Irr­tum ist. Aber sei­en wir mal ehr­lich, wenn die moder­ni­sti­schen Prie­ster­se­mi­na­re immer lee­rer wer­den, genau­so wie die Kir­chen mit immer neu­en Mess­for­men – im Gegen­satz dazu die Prie­ster­se­mi­na­re der Tra­di­ti­on, wie auch die Kir­chen mit dem über­lie­fer­ten Mess­ri­tus (und auch Wall­fahrts­or­te wie Maria Ves­per­bild) immer mehr Leu­te anzie­hen, dann ist doch eigent­lich klar, wohin die Eine, Hei­li­ge, Katho­li­sche und Apo­sto­li­sche Kir­che sich bewe­gen muss.

  24. Selt­sam. Gera­de lese ich in der FAZ, dass man Bischo Jozef Weso­low­ski wegen kin­der­por­no­gra­phi­schem Mate­ri­al fest­ge­nom­men hat. 

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kinderpornografisches-archiv-bei-frueherem-erzbischof-13175136.html

    Das war doch der Mann, der als Nun­ti­us den Bischof von Puer­to Rico, wegen Ver­tu­schung von pädo­phi­len Machen­schaf­ten ange­klagt hatte:

    https://www.katholisches.info/2013/05/04/vatikan-fordert-rucktritt-des-erzbischofs-von-san-juan-auf-puerto-rico/

    … und unter dem Arti­kel in der FAZ ist ein Video­clip zum Fall Livie­res eingebettet.

    Wer soll denn da noch den Über­blick behal­ten? Ich hab ihn auf jeden Fall jetzt erstein­mal verloren.

    • Hoch­ge­ach­te @T. de Ahumada,

      Es ist bei der Beschäf­ti­gung mit die­sem Pro­blem nor­mal den Über­blick zu verlieren.
      Es ist ein ech­tes „dia­bal­l­ein“, Durch­ein­an­der­brin­gen, typisch für die Akti­vi­tät des Bösen.
      Die Täter sind nicht logisch struk­tu­riert, extrem his­tr­io­nisch, mit thea­tra­li­schen Ten­den­zen, und nicht ein­sich­tig- mit einer aus­ge­präg­ten Ten­denz zu Rezidivierung.
      Wie aus den Unter­su­chun­gen der bei der Ope­ra­ti­on „Kelch“ beschlag­nahm­ten Com­pu­tern und Lap­tops der Bischö­fen (Bel­gi­en 2010) her­vor­ging, fand sich jede Men­ge anrü­chi­ges Mate­ri­al dar­auf- expres­sis bei Dan­neels sehr viel über die Mor­de an die jun­ge Mäd­chen durch Dutroux.
      (Sehr viel Arbeit für die Rechts­an­wäl­te v. Danneels)
      Nicht lachen: Dan­neels hat übri­gens durch sei­ne Schein­hei­lig­keit und Gestüm­per wenig­stens 1 Homo­prie­ster in Lebens­ge­fahr gebracht:
      Einer­seits wur­de unter sei­ner Ägi­de 1985 ein Spät­be­ru­fe­n­en­se­mi­nar in Ant­we­pen auf­ge­rich­tet (CPRL), das sich sehr schnell zu einem hot­ten Homo­treff in Ant­wer­pen ent­wickel­te und bei vie­len Skan­da­len und in der Fol­ge er Roeach­af­fä­re (1995–1999) hals­über­kopf geschlos­sen wur­de ; wenn dann einer der weni­gen Prie­stern dar­aus (Rudy Bor­rem­ans Nr 2) dann mit sei­nem Freund im Pfarr­haus zusam­men­leb­te (gro­ßes Inter­es­se der Pres­se), reagier­te Dan­neels sehr hart und auto­ri­tär (kein Auf­se­hen erregen).
      Dar­auf­hin wur­de der Homo­hin­ter­grund eines Groß­teils des kirch­li­chen flä­mi­schen Estab­lish­ments durch Ex-semi­na­ri­sten des CPRL öffent­lich gemacht (wie­der viel Presse)
      Par­al­lel dazu deto­nier­te der Pädo­skan­dal um Robert Bor­rem­ans Nr.1 in Brüs­sel 2005–2006); wegen Ver­tu­schung und Behin­de­rung der Justiz (Ver­such einer fak­ti­schen Ver­jäh­rung zu errei­chen) wur­de vom Gericht inten­siv ermit­telt und die Bis­tums­ver­wal­tung in die Enge getrieben.
      Am Ende nahm der alte Weih­bi­schof Lan­ne­au alle Schuld auf sich und wur­de zu einer Gefäng­nis­stra­fe v. 6 Mona­ten verurteilt.
      Damit war Dan­neels vor­erst aus der Bredouille.
      Das gan­ze Spek­ta­kel und die über­rei­che Pres­se-und Fern­seh­be­richt­erstat­tung ent­fach­ten den Volks­zorn: Hitz­köp­fe brach­ten Bor­rem­ans R(udy) (homo) und Bor­rem­ans R(obert)(pädo) durch­ein­an­der und sand­ten dem sof­ten damals homo­phi­len Rudy Bor­rem­ans eine sub­stan­zi­el­le Todesbedrohung.
      Für­wahr eine sehr dra­ko­ni­sche Strafandrohung. 

      ,

  25. Gera­de dach­te ich dar­über nach, wie in die­sen Tagen für die Mit­glie­der der Per­so­nal­prä­la­tur Opus Dei der Kelch der Freu­de und des Dan­kes mit Myr­rhe gemischt wird.
    Mor­gen wird mit Alva­ro del Por­til­lo der erste Nach­fol­ger des Hl. Jose­ma­ria Escri­va, Grün­der des Opus Dei, in Madrid selig gesprochen.
    Ein fro­her, gelas­se­ner und den Men­schen mit Wohl­wol­len begeg­nen­der Beglei­ter des Gründers.

    • „Hl. José Maria Escri­vá“ ‑dann lesen Sie bit­te ein­mal das Buch: Hin­ter der Schwel­le — ein Leben im Opus Dei von Maria del Car­men Tapia. Es sei Ihnen wärm­stens empfohlen!!

  26. G. @rampolla,
    Bingo!
    ‑Die Ereig­nis­se im Bis­tum Scran­ton sind in der Tat äusserst myste­ri­ös: wie­so das Bis­tum den Löwen­teil der Ent­schä­di­gun­gen in die­sem Fall zahl­te, C.Urr. nie zur Aus­lie­fe­rung bean­trag­te son­dern weit weg haben woll­te und ein, wenn nicht zwei Bischö­fe dort sehr nebu­lös taktierten.
    Rein mili­tä­risch gese­hen wür­de ich dort ein­mal gut bis zum Boden apo­sto­lisch visi­tie­ren und alle Betei­lig­ten eben­falls feu­ern, sowohl alle die über 15 Jah­ren dort ver­tuscht und geschwie­gen haben.
    ‑Und auch ganz Para­gu­ay gehört apo­sto­lisch visi­tiert: der frü­he­re Bischof Lugo, hin­ter­her Prä­si­dent, hat­te auf ein­mal auch ein Kind (von 12 Jah­ren alt) und dabei tra­ten auf ein­mal auch meh­re­re Kon­ku­bi­nen auf: kuri­os- kurios…
    (In Ant­wer­pen, Diö­ze­se vom berüch­tig­ten Bon­ny, sitzt übri­gens der stadt­be­kann­te Jesui­ten­pa­ter Luc Ver­stey­len SI (ca. 84 Jah­re alt) nun nach Anfra­ge sei­ner 45-dau­ern­den Lebens­ge­fähr­tin Mie­ke bei dem Pater Pro­vin­zi­al zu Hau­se bei ihr mit sei­nen war­men Filz­pan­tof­feln neben dem Herd (Alles sehr aus­führ­lich in der Presse)
    (@rampolla: auch das Ant­wer­pe­ner Minen­feld gehört apo­sto­lisch visi­tiert und Brüg­ge (vGhe­lu­we, das Semi­nar mit dem seit 4 Jah­ren dort stu­die­ren­dem Semi­na­ri­sten V.O. (sehr häu­fig im Fern­se­hen, er war der ein­zi­ge der gele­gent­lich einen sin­ni­gen Satz sagen konn­te) ebenfalls).

    Heu­te vor 100 Jah­ren wur­de inner­halb von 7 Wochen zum vier­ten Male mei­nem Groß­va­ter das Pferd unter ihm weggeschossen.
    Er über­leb­te den Welt­krieg und stif­te­te eine gro­ße Fami­lie- ein Mann katho­lisch bis ins Mark, Bewun­de­rer v. Hl. Papst Pius X und St. Igna­ti­us v. Loyo­la, ein Kon­trast schwarz-weiß zu den vie­len grau­en und greu­li­chen Tisten die seit 50 Jah­ren die Kir­che zersetzen.
    In sei­ner Memo­rie ‚@rampolla, an Sie: „Over the top!“
    (Das war der Start­be­fehl der Eng­län­der aus den Lauf­grä­ben zu klet­tern und zu attackieren)(Bonne Chance!)

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