Setzt Papst im Irak auf „Interreligiöses Fußballspiel“? — Märtyrerpriester: Wie kann ich das Haus Gottes zusperren?“

Märtyrer von Maalula in Syrien
Mär­ty­rer von Maalu­la in Syrien

(Bag­dad) Die Chri­sten im Nahen Osten und ande­ren Tei­len der Erde, wie Nige­ria, erle­ben das Mar­ty­ri­um. Doch der Westen schau­te lan­ge weg und sieht nun vor­wie­gend nur die Jesi­den. Über ver­folg­te Jesi­den zu schrei­ben, fällt den mei­nungs­len­ken­den west­li­chen Medi­en um ein Viel­fa­ches leich­ter, als über die ver­folg­ten Chri­sten zu berich­ten. Kann es ange­sichts von Mord, Ver­trei­bung, Ver­ge­wal­ti­gung und Ver­skla­vung noch ein bru­ta­le­res Bekennt­nis des west­li­chen Estab­lish­ments gegen das Chri­sten­tum geben? Eini­ge Stich­wor­te zum Zeug­nis einer Mär­ty­rer­kir­che und dem Ver­sa­gen des Westens. Setzt Papst Fran­zis­kus im Irak auf ein „Inter­re­li­giö­ses Fuß­ball­spiel“ mit Maradona?

Von kirch­li­cher Sei­te fehlt noch immer ein ein­stim­mi­ger Auf­schrei. Es meh­ren sich immer mehr Gebets­in­itia­ti­ven von Gläu­bi­gen für die ver­folg­ten Brü­der und Schwe­stern im Nahen Osten. Inzwi­schen haben auch eini­ge Bischofs­kon­fe­ren­zen Gebets­ta­ge durch­ge­führt oder aus­ge­ru­fen. Nach wie vor ist eine erstaun­li­che Scheu zu bemer­ken, sie­he die Erklä­rung der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz zum Gebets­tag am 15.August, die Täter beim Namen zu nennen.

Flucht Vertreibung Mord Versklavung
Flucht Ver­trei­bung Mord Versklavung

Sprech- und Denkbarrieren des Westens

Im ideo­lo­gi­schen Den­ken des Westens wur­den Sprech- und Denk­bar­rie­ren errich­tet, die von der Wucht moder­ner Tabus sind. Sie zu durch­bre­chen, ver­langt einen Kraft­akt, den man­che nicht auf­brin­gen wol­len. Es sind etwa die Tabus „Dia­log um jeden Preis“, auch um den der Unter­wer­fung, das „Freund­bild Islam“, das jede Kri­tik unter „Pho­bie“- und „Haß“-Anklage stellt, und noch ande­re Tabus dazu. Letzt­lich fol­gen die Bischö­fe damit aber vor allem dem Vor­bild von Papst Fran­zis­kus, der jedes star­ke Wort für die ver­folg­ten Chri­sten mei­det und vor allem die Täter nicht beim Namen nennt.

Setzt Papst Franziskus auf „Interreligiöses Fußballspiel“?

Doch dafür steu­ert die Kirche„endlich“ auf die erste wirk­lich kon­kre­te und brei­ten­wirk­sa­me Initia­ti­ve des Vati­kans für die ver­folg­ten und gejag­ten Brü­der und Schwe­stern im Irak, in Syri­en, aber auch in Nige­ria zu. Am 1. Sep­tem­ber 2014 fin­det auf Ein­la­dung von Papst Fran­zis­kus im Olym­pia­sta­di­on von Rom das erste „Inter­re­li­giö­se Fuß­ball­spiel für den Frie­den“ statt. Es han­delt sich dabei um eine Idee von Papst Fran­zis­kus, zu der er neben ande­ren Fuß­ball­grö­ßen auch den argen­ti­ni­schen Ex-Fuß­bal­ler Mara­dona ein­ge­la­den hat. Ist das die ein­zi­ge für den Westen trag­ba­re Akti­ons­ebe­ne? Ein mit etwas selbst­be­weih­räu­chern­dem Mora­lin gepu­der­ter Spaß- und Unterhaltungszwang?

Ossarium der Märtyrer von Otranto
Ossa­ri­um der Mär­ty­rer von Otranto

„Wer wird den Mut haben, an einem Fuß­ball­spiel teil­zu­neh­men, wäh­rend im fer­nen und doch nahen Irak und im fer­nen und doch nahen Syri­en die Schreie unse­rer unschul­di­gen Brü­der und Schwe­stern zu hören sind, die aus Haß gegen Chri­stus und den christ­li­chen Glau­ben abge­schlach­tet wer­den? Ja wo sind wir denn?“, fragt kopf­schüt­telnd die Redak­ti­on der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Sei­te Mes­sa in Lati­no.

Erzbischof Nona: „Hoffen, daß Westen doch noch auf uns aufmerksam wird“

Der chaldäi­sche Erz­bi­schof Emil Shi­moun Nona von Mosul sag­te in die­sen Tagen zu Asia­news: „Wir sind sicher, daß die Kir­che auf der gan­zen Welt für den Irak betet, aber der Westen und sei­ne Regie­run­gen schei­nen das Dra­ma, das unser Volk erlei­det, ‚ver­ges­sen‘ zu haben, so als wäre es inzwi­schen ‚nor­mal‘, jeden Tag von Toten, Atten­ta­ten und Gewalt zu hören. Man spricht nicht mehr dar­über, jeden­falls nicht über die ver­folg­ten Chri­sten. Wir hof­fen, daß man im Westen doch noch auf uns auf­merk­sam wird und den Wunsch nach Frie­den und Ord­nung hört, denn das ist es, was wir wollen.“

Märtyrer in Nigeria
Mär­ty­rer in Nigeria

„Gefahr, daß Ökumene zum Respekt für alle Religionen führt, außer der eigenen“

Der Sozio­lo­ge und Publi­zist Gian­fran­co Mor­ra schrieb in einem Kom­men­tar in der Tages­zei­tung Ita­lia Oggi über die Tra­gö­die der Chri­sten in der Nini­ve-Ebe­ne: “Es ist rich­tig, daß die christ­li­che Reli­gi­on die Gefah­ren des reli­giö­sen Fana­tis­mus mei­det. Was aber nicht eine Schwä­chung ihrer Gewiß­hei­ten bedeu­ten kann, wie dies aus eini­gen Aus­sa­gen des amtie­ren­den Pap­stes her­aus­zu­klin­gen scheint: ‚Gott ist nicht katho­lisch‘; die Kir­che ‚ist ein Feld­la­za­rett, sie will nie­mand bekeh­ren‘; die Moral ist nicht Ver­ur­tei­lung, son­dern Barm­her­zig­keit: ‚Es gibt kei­ne nicht ver­han­del­ba­ren Wer­te‘; ‚Wer bin ich, um zu urtei­len?‘ Mit der Gefahr, daß die Öku­me­ne zwar zum Respekt für alle Reli­gio­nen führt, außer der eigenen.“

Islamisierung als „Früchte“ eines gewissen „Synkretismus“?

Bestimm­te Medi­en berich­ten mit schau­ri­gem, aber wohl­wol­len­dem Stau­nen über die „Früch­te“ einer syn­kre­ti­sti­schen Stim­mung, die in Tei­len des Chri­sten­tums anzu­tref­fen ist: „Eine ita­lie­ni­sche Fami­lie bekehr­te sich weni­ge Tage nach dem Rama­dan zum Islam. Die fünf­köp­fi­ge Fami­lie, getauf­te Katho­li­ken, gaben ihre Kon­ver­si­on zum Islam bekannt, nach­dem sie den Koran gehört und an eini­gen Riten in der benach­bar­ten Moschee in der Pro­vinz Segra­te teil­ge­nom­men hat­ten“. Der Vater nennt sich nun “Rachid“, sei­ne Frau “Aye­s­ha“ und die drei Kin­der “Ayoub“ “Asmaa“ und “Yas­si­ne“.

Zerstörte Kirche einer Märtyrerkirche
Zer­stör­te Kir­che einer Märtyrerkirche

Kardinal Biffi: „Entweder wird Europa wieder christlich oder es wird moslemisch“

Der eme­ri­tier­te Erz­bi­schof Gia­co­mo Kar­di­nal Bif­fi von Bolo­gna brach­te es knap­per, aber nicht weni­ger rea­li­stisch als die bereits ver­stor­be­ne islam­kri­ti­sche Schrift­stel­le­rin Oria­na Falla­ci auf den Punkt: „Die Katho­li­ken mit dem Dia­log um jeden Preis berei­ten die eige­ne Aus­lö­schung vor. Ent­we­der wird Euro­pa wie­der christ­lich oder es wird moslemisch.“

Kar­di­nal Bif­fi, des­sen Wahl­spruch Ubi fides ibi liber­tas lau­tet, soll von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger beim Kon­kla­ve 2005, aus dem die­ser als Papst her­vor­ging, in allen Wahl­gän­gen sei­ne Stim­meer­hal­ten haben.

Martyrium eines irakischen Priesters: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?

Märtyrer im Irak: Pater Ragheed Ganni (links) mit Erzbischof Rahho
Mär­ty­rer im Irak: Pater Rag­heed Gan­ni (links) mit Erz­bi­schof Rahho

Am Tag vor dem Geden­ken an den Mär­ty­rer des Mino­ri­ten­or­dens, des Hei­li­gen Maxi­mi­li­an Maria Kol­be soll an einen ande­ren Prie­ster erin­nert wer­den, der vor dem Mar­ty­ri­um nicht zurück­schreck­te und des­sen unschul­di­ges Blut für Chri­stus und sei­ne Kir­che ver­gos­sen wur­de. Pater Rag­heed Gan­ni war ein chaldä­isch-katho­li­scher Prie­ster im Irak. Im Alter von 35 Jah­ren wur­de er am 3. Juni 2007, nahe sei­ner  Kir­che zum Hei­li­gen Geist von Mosul, zusam­men mit drei Sub­dia­ko­nen von Isla­mi­sten ermordet.

Die Isla­mi­sten hat­ten ihn bereits mit dem Tod gedroht, soll­te er sei­ne Kir­che nicht zusper­ren und die Stadt ver­las­sen. Wohl­ge­son­ne­ne Mos­lems und besorg­te Chri­sten hat­ten ihm nahe­ge­legt, sich in Sicher­heit zu brin­gen. Er gab aber allen die­sel­be Ant­wort: „Wie kann ich das Haus des Herrn schlie­ßen?“ Das waren auch sei­ne letz­ten Wor­te. Er hat­te den Mut, sie jenen Män­nern zu sagen, die ihn mit den Waf­fen in der Hand bedroh­ten, weil er die Kir­che nicht zuge­sperrt hat­te, wie die Isla­mi­sten es ihm befoh­len hat­ten. „Wie kann ich das Haus des Herrn schlie­ßen?“ sag­te er sei­nen Hen­kern. Sie stie­ßen ihn dar­auf zu Boden und ermor­de­ten ihn. Von 15 Patro­nen­ku­geln getrof­fen, brach der Prie­ster tot zusam­men. Gleich dar­auf wur­den auch die drei Sub­dia­ko­ne hin­ge­rich­tet, die den Prie­ster beglei­tet hatten.

Nach sei­ner Prie­ster­wei­he 2001 in Rom, wo er am Ange­li­cum stu­diert hat­te, dräng­te es Pater Rag­heed Gan­ni zurück in sei­ne Hei­mat, obwohl ihm eine Stel­le in Irland ange­bo­ten wur­de, das er gut kann­te. Wäh­rend des Stu­di­ums hat­te er mehr­fach den Wall­fahrts­ort Lough Derg besucht. Er aber sag­te noch in Rom: „Mein Platz ist im Irak. Das ist mein Ort, dem ich zuge­hö­re“, denn „ab die­sem Augen­blick bin ich mir selbst gestor­ben.“ Trotz des ange­kün­dig­ten Mar­ty­ri­ums hielt er im Irak durch, zele­brier­te in sei­ner Kir­che die Hei­li­ge Mes­se bis zum letz­ten Tag und war den ihm anver­trau­ten Chri­sten ein siche­rer Halt.

Proskription der Christen: N für Nazarener
Proskrip­ti­on der Chri­sten: N für Nazarener

Eine Märtyrerkirche vor der Auslöschung

Seit­her wur­den allein bis zum Angriff des Isla­mi­schen Staa­tes (IS) mehr als tau­send Chri­sten im Irak nur wegen ihres Glau­bens ermor­det. Den­noch wird der Tod von Pater Gan­ni von den Chri­sten Mosuls in beson­de­rer Erin­ne­rung bewahrt. Nicht nur weil er der erste katho­li­sche Prie­ster war, der seit dem Sturz von Sad­dam Hus­sein das Mar­ty­ri­um erlit­ten hat, son­dern vor allem wegen sei­ner uner­schrocke­nen Opfer­hal­tung. Pater Gan­ni war Sekre­tär des chaldä­isch-katho­li­schen Erz­bi­schofs Pau­los Faraj Rah­ho von Mosul, der selbst weni­ge Mona­te spä­ter das Mar­ty­ri­um erlitt. Am 28. Febru­ar 2008 wur­de der Erz­bi­schof auf dem Rück­weg von einer Kreuz­weg­an­dacht von Isla­mi­sten ent­führt. Dabei wur­den sein Fah­rer und zwei Beglei­ter getö­tet. Am 13. März wur­de auch der Erz­bi­schof ermor­det aufgefunden.

Seit dem zwei­fel­haf­ten mili­tä­ri­schen Ein­grei­fen des Westens gegen Sad­dam Hus­sein erlebt die christ­li­che Gemein­schaft des Irak eine unvor­stell­ba­re Tra­gö­die, die nun ihrem Fina­le zuzu­steu­ern scheint.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Mes­sa in Latino/Fraternitas/christianophobie.fr/Märtyrer von Otranto/Ora Pro Siria/Asiwnews

27 Kommentare

  1. „Inter­re­li­giö­ses Fuss­ball­spiel“. Das wird von den radi­ka­len Dji­ha­di­sten doch längst prak­ti­ziert. Die spie­len mit den abge­schla­ge­nen Köp­fen Anders­gläu­bi­ger Fuss­ball und stel­len dazu als Beleg Vide­os ins internet…

  2. Mes­se für die Presse:
    Das passt zu dem publi­ci­ty-ver­narr­ten und völ­lig säku­la­ren Fran­zis­kus! Statt beten spielt man lie­ber Fuß­ball. Das näch­ste Mal kann er ja Grün­don­ners­tag statt in der Late­ran­ba­si­li­ka im Fuß­ball­sta­di­on fei­ern. Die Mut­ter­got­tes wird durch Madon­na ersetzt (die ihre Toch­ter blas­phe­mi­scher­wei­se auch noch Lour­des getauft hat), und anstel­le Chri­sti wird der Fuß­ball­gott ange­be­tet. Statt der hei­li­gen Eucha­ri­stie gibt’s Nachos. Es wer­den mehr Leu­te kom­men als bei einer Mes­se auf dem Peters­platz und die Pres­se wird auch begei­stert sein. Was will man mehr?!

    • Sor­ry! Aber das ist doch nur blö­des Gewäsch. Denkt er (F.) wir alle sind mit dem Klam­mer­sack gepudert??
      So nach dem Mot­to: Ich schreib mal ein paar „zu Her­zen“ gehen­de Wor­te und die Welt wird glau­ben, dass ich doch alles für die ver­folg­ten Chri­sten tue!
      Also: Wenn F. ange­sichts die­ser Gräu­el­ta­ten soooo betrof­fen wäre, wie er uns glau­ben machen will, hät­te er doch nicht so fröh­li­che Fotos mit Mini­stran­ten (erst kürz­lich) schie­ßen können.…
      Er wirft den Jubel­chri­sten einen Brocken zu, die schnap­pen ihn, und sind selbst beru­higt mit einem Seuf­zen ange­sichts die­ser Gräu­el alles für die­se Mär­ty­rer getan zu haben!!!
      War­um ruft er nicht zum Gebets­sturm auf (mit dem Rosen­kranz in der Hand)? Ähn­lich der RK-Revo­lu­ti­on auf den Phil­ip­pi­nen? War­um rufen die Prie­ster, Bischö­fe und Kar­di­nä­le welt­weit nicht dazu auf???
      Wenn sich die Lai­en welt­weit ange­sichts die­ser Tra­gö­die nicht zusam­men­schlie­ßen, wird es wohl kei­ner tun!

      • Dann möge er sich auch wie ein Papst ver­hal­ten. Aber natür­lich kann man auch fra­gen: Eure Hei­lig­keit, Eure Hei­lig­keit, Eure Hei­lig­keit, war­um habt Ihr den Herrn ver­ra­ten und lasst die Euch anver­trau­te Her­de im Stich?

      • Ich sor­ge mich um mei­ne per­sön­li­che Hei­lig­keit. Das soll­ten Sie auch tun, anstatt irdi­schen Hei­lig­kei­ten hin­ter­her zuren­nen, die kei­ne sind.

  3. „Der Papst hat an die UNO geschrie­ben und dabei deut­li­che Wor­te gefunden:“
    Er hät­te sei­ne deut­li­chen Wor­te auch an sei­nen Kühl­schrank schrei­ben kön­nen, es hät­ten den sel­ben Effekt. Das kön­nen wir getrost vergessen.
    Die ein­zi­ge Ret­tung kommt nicht von die­ser Welt son­dern vom „Lamm Gottes“.
    Per Mari­am ad Christum.

  4. Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben. Nie­mand kommt zum Vater, außer durch mich oder Moham­med oder Bud­da oder Dar­win oder … .
    Es wird Zeit, dass die zweit­va­ti­ka­ni­sche Kir­che die Bibel öku­men­e­ge­recht umschreibt. Der Jubel der Welt und des Satans wäre sicher riesig.
    Per Mari­am ad Christum.

  5. Der sehr durch­sich­ti­ge Ver­such, im Nach­hin­ein das Total­ver­sa­gen Ber­go­gli­os zu recht­fer­ti­gen, schei­tert an den Tat­sa­chen. Und die besa­gen, dass Ber­go­glio alles Ande­re für wich­ti­ger erach­te­te, als die Tra­gö­die im Irak. Erst als die Welt­öf­fent­lich­keit zuneh­mend auf die grau­en­haf­te Ver­fol­gung hin­wies, war er plötz­lich mit dabei. Völ­lig egal, ob er zuvor irgend­et­was an Pro­test von sich gege­ben hat: Es bleibt eine Tat­sa­che, dass er in einer zen­tra­len Fra­ge ver­sagt hat. Alles ist wich­ti­ger: ange­fan­gen von inter­re­li­giö­sen Fuß­ball­spie­len bis hin zu sei­nen son­sti­gen Show­ein­la­gen oder was der Mann sonst noch so von sich gibt. Jeder, der von den Jub­lern ein sol­ches Ver­hal­ten auch noch recht­fer­tigt, macht sich mit­schul­dig am völ­li­gen Ver­sa­gen in die­ser Ver­fol­gung unse­rer Brü­der und Schwe­stern. Es gibt nichts zu recht­fer­ti­gen. Ber­go­glio ist Papst (ob er sel­ber das sein will, ist völ­lig irrele­vant) und hat damit die Nach­fol­ge des hei­li­gen Petrus ange­tre­ten. Und der Auf­trag Chri­sti ist glas­klar: Wei­de mei­ne Läm­mer, wei­de mei­ne Scha­fe. Da gibt es nichts, aber auch wirk­lich nichts mehr her­um­zu­deu­teln. Die Kir­che braucht weder einen Show­ma­ster, auch kei­nen Kum­pel und schon gar nicht einen Clown an ihrer Spit­ze, son­dern einen mann­haf­ten, star­ken und gläu­bi­gen Hir­ten, der unter Ein­satz aller Mög­lich­kei­ten sei­ne Her­de wei­det. Fast 1 1/2 Jah­re Pri­vat­ver­gnü­gen reicht! Und da Ber­go­glio bera­tungs­re­si­stent zu sein scheint, bekom­men es die­je­ni­gen gesagt, die mit ihren schmach­ten­den und schmel­zen­den Jube­lei­en dazu bei­tra­gen, dass Ber­go­glio denkt, alles sei doch bestens. Ans Kreuz geschla­ge­ne Chri­sten im Irak dür­fen nie­man­den- am aller­we­nig­sten einen Hir­ten der Kir­che- noch ruhig schla­fen lassen.

  6. „Am 1. Sep­tem­ber 2014 fin­det auf Ein­la­dung von Papst Fran­zis­kus im Olym­pia­sta­di­on von Rom das erste „Inter­re­li­giö­se Fuß­ball­spiel für den Frie­den“ statt.

    Ange­sichts der unschul­dig und bestia­lisch ermor­de­ten Men­schen fra­ge ich mich, was für Insze­nie­run­gen uns die­ser „Medi­en­star“ noch zumu­ten wird. Die Früch­te sei­ner Pfing­st­in­sze­nie­rung kön­nen wir jeden Tag deut­li­cher sehen.

    Es wäre undenk­bar gewe­sen, dass Papst Pius XII. wäh­rend die Mord­ma­schi­ne­rie der Natio­nal­so­zia­li­sten und Sta­li­ni­sten lief, zu Dia­lo­gen und Fuß­ball­spie­len mit Nazis oder Sta­li­ni­sten gela­den hätte. 

    Köp­fen, stei­ni­gen, leben­dig begra­ben, kreu­zi­gen, erschie­ßen, ampu­tie­ren, aus­peit­schen, das Ver­bot des Reli­gi­ons­wech­sels sind islam­ge­mäß und die­se Pra­xis gibt es nicht nur im Irak. 

    Tota­li­ta­ris­mus wird weder durch Dia­log noch durch Spie­le beseitigt. 

    Hof­fen wir auf muti­ge Kar­di­nä­le wie Kar­di­nal Bif­fi, die ande­ren haben wir in gro­ßer Zahl im deutsch­spra­chi­gen Raum.

    • „Es wäre undenk­bar gewe­sen, dass Papst Pius XII. wäh­rend die Mord­ma­schi­ne­rie der Natio­nal­so­zia­li­sten und Sta­li­ni­sten lief, zu Dia­lo­gen und Fuß­ball­spie­len mit Nazis oder Sta­li­ni­sten gela­den hätte. “
      Vie­len Dank für die­sen abso­lut berech­tig­ten Ver­gleich. Brot und Spiele.

  7. Vom inter­re­li­giö­sen Gebets­tref­fen 1986 in Assi­si zum inter­re­li­giö­sen Fuß­ball­spiel am 1. Sep­tem­ber 2014. Ange­sichts der Ver­fol­gung, Ver­trei­bung, Ermor­dung der Chri­sten durch isla­mi­sche Extremisten.
    Natür­lich ist der Irak­krieg, die Ent­mach­tung des Dik­ta­tors Sad­dam Hus­sein, die erkenn­ba­re Ursa­che. Ruhig konn­ten die Chri­sten ihre Reli­gi­on aus­üben. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und ihre Ver­bün­de­ten woll­ten an das Erd­öl, Sad­dam Hus­sein stand ihnen im Wege. Des­halb muss­te er weg. Und seit­dem herr­schen Cha­os und uner­mess­li­ches Leid im Irak, das Chri­sten­tum wird blu­tig ausgerottet.
    Es war unver­ant­wort­lich von Johan­nes Paul II., gemein­sam auch mit den Ver­tre­tern des Islam für den Frie­den zu beten, zwar hin­ter­ein­an­der , aber es war eine gemein­sa­me Aktion.
    Nur damals ver­folg­ten Isla­mi­sten nicht die Chri­sten, nicht auf brei­ter Front. 

    Herr Ber­go­glio über­bie­tet sich selbst und alle sei­ne nach­kon­zi­lia­ren Vor­gän­ger. Ange­sichts des unend­li­chen Leids der Chri­sten im Irak ein inter­re­li­giö­ses Fuß­ball­spiel vor­zu­schla­gen, das ist nicht mehr nur vul­gär, das ist unglaub­lich zynisch ver­bun­den mit einer unfass­ba­ren Primitivität.
    Herr Ber­go­glio ist für die gede­mü­tig­te, miss­han­del­te katho­li­sche Kir­che die rein­ste Kata­stro­phe. Ich muss mich so aus­drücken, es gibt nichts mehr zu beschönigen.

  8. …und dann die hoch­a­tungs­vol­len Cha­peau-bas-Sät­ze an Ban Ki-Moon, dem sich der „Papst“ erge­benst andie­nert. @ Rapun­zel: das ist doch ein fal­sches und v.a ein völ­lig wir­kungs­lo­ses Signal.

    Brie­fe, Appel­le, die berühm­ten „Betrof­fen­heits­be­kun­dun­gen“ und wei­ter geht der Kar­ne­val in Rom…

    Jeder Mensch, der ein Herz hat, ist ver­zwei­felt, weil er kaum etwas tun kann und wür­de ger­ne etwas Gro­ßes tun für die­se Men­schen, die ja immer­hin stell­ver­tre­tend für uns lei­den… Ein ber­go­glio hät­te vie­le Mög­lich­kei­ten, gerad media­le, aber — wäre er ein ech­ter Papst — beson­ders auch spi­ri­tu­el­le und die gan­ze Kir­che wür­de ihm ger­ne fol­gen, auch wenn es anstren­gend wür­de. War­um nicht täg­lich in jedem Deka­nat in min­de­stens einer Kir­che eine 24-Stun­den-Anbe­tung mit Rosen­kranz­ge­bet? Über­flüs­si­ge Gre­mi­en­ar­beit wür­de mal auf Eis gelegt und statt­de­sen der ein­zi­ge ange­ru­fen, der die Macht hat, hier zu helfen?

    Tut mir leid, aber ich wet­te, dass schon längst ande­re Chri­sten Brie­fe an die UNO geschrie­ben haben — nicht erst gestern, son­dern schon vor zwei Wochen. Und ich bin sicher, dass vie­le Leu­te täg­lich für die vom Islam Ver­folg­ten und für die Bekeh­rung der Mus­li­me beten. Mal sehen, wann man das dann auch mal bei Radio Vati­ca­na lesen kann, völ­lig unver­bind­lich natür­lich und nur in einer Arbeits­über­set­zung. wahr­schein­lich ja nie — damit auch nur ja kei­ner der Täter belei­digt wird. Hat Ber­go­glio vor die­sen Leu­ten eigent­lich Angst?

    • Ich bete täg­lich für die Ver­folg­ten und wün­sche mir auch, dass in unse­rer Kir­che Anbe­tungs­stun­den abge­hal­ten werden.

      Auch bin ich der Mei­nung, der Papst hät­te sich frü­her und viel deut­li­cher zu Wort mel­den sol­len und das inter­re­li­giö­se Fuß­ball­spiel gera­de zu die­sem Zeit­punkt ist mehr als unpassend.

      Ande­rer­seits wur­de Papst Fran­zis­kus hier vom ersten Tag sei­nes Pon­ti­fi­kats an verteufelt.

      Ich fand es auch unmög­lich, dass JPII den Koran geküsst hat.

      • Kom­pli­ment. Ich fin­de es sehr fair, dass Sie das geschrie­ben haben. Nie­mand wird Ihnen das Recht abspre­chen, Ber­go­glio zu ver­tei­di­gen. Und wenn hier jemand offen­kun­dig etwas fal­sches über ihn behaup­tet hat, dann ehrt es Sie, wenn Sie es berich­ti­gen. Doch in die­sem ent­setz­li­chen Ver­sa­gen wird es über­deut­lich, wie ver­hee­rend Ber­go­glio ver­sagt hat. Bis­lang konn­te er mit sei­nen Eska­pa­den vie­le täu­schen, aber mich inter­es­sie­ren sei­ne Kar­ne­va­lia­den nicht im gering­sten, solan­ge der gute Mann nichts Bes­se­res zu tun hat, als Fuß­ball­spie­le zu orga­ni­sie­ren und gleich­zei­tig wer­den Tau­sen­de hin­ge­mor­det. Anstatt einen flam­men­den Appell an die Chri­sten­heit zu erlas­sen- Gebetstun­den, Süh­ne­mes­sen, eine welt­wei­te huma­ni­tä­re Kol­lek­te in allen Pfar­rei­en für die ver­zwei­fel­ten Brü­der und Schwe­stern, fliegt er mal ein paar Tage nach Süd­ko­rea. Da hat er nichts ver­lo­ren- auf dem Posten in Rom müß­te er sein und sei­ner Pflicht als Nach­fol­ger Petri nach­kom­men. Glau­be und Kir­che sind kein Ver­gnü­gungs­pro­gramm nach Ber­go­gli­os Spiel­plan, son­dern da geht es um die Ewig­keit. Wenn ein Schön­born jetzt auch noch daher­schlappt und sei­ne voll­kom­men unmaß­geb­li­che Mei­nung hin­aus­po­saunt („Zei­chen und Wun­der“), dann zeigt das nur, dass auch der abso­lut nichts begrif­fen hat.

  9. Sag mir wo die Blu­men sind, wo sind Sie geblie­ben„„„„, die Getö­te­ten, Ver­trie­be­nen, die ver­ge­wal­tig­ten Frau­en, ver­hun­ger­ten Kin­der und ver­dur­ste­ten Alten.…..ja wo sind sie geblieben????
    Wer wird die Mör­der und Ver­bre­cher jemals bestrafen?????

    Alle, aber auch alle haben uns ver­spro­chen, dass so etwas nach Rwan­da und Sebre­ni­ca nicht mehr
    pas­sie­ren darf. War­um hüllt ihr euch wie­der in Schwei­gen und lasst einen Holo­caust zu,
    Wo blei­ben die Pro­te­ste der christ­li­chen Groß-Organisationen?

  10. Ist ein „inter­re­li­giö­ses Fuß­ball­spiel“ wirk­lich das, was die Welt in die­sen Wochen braucht?
    Ande­rer­seits wird sicht­bar, wie Papst Fran­zis­kus die Men­schen, die Gläu­bi­gen(?) ein­zu­schät­zen scheint, als ver­gnü­gungs­süch­tig näm­lich: „Geben wir ihnen Brot und Spiele!
    Effekt­ha­sche­rei, gepaart mit Zynismus!
    Wie fremd mir die­ser Papst gewor­den ist!

    Ob sich die ver­folg­ten Chri­sten im Irak, Syri­en und anders­wo eben­so über die­ses geplan­te „Fuß­ball-Ereig­nis“ freu­en wer­den wie die Zuschau­er auf den Rängen?

  11. „Nicht weni­ger aktu­ell ist die Dis­kus­si­on um den Begriff des „Dji­had, des hei­li­gen Krie­ges“. Die genaue­ste Über­set­zung lau­tet „Anstren­gung, die auf ein bestimm­tes Ziel gerich­tet ist“. Nach dem Ver­ständ­nis des Koran rich­tet sich die­se „Anstren­gung“ zu aller­erst auf die Ver­tei­di­gung des Islam und sei­ner Gemein­schaft, dann aber vor allem auch auf die Aus­brei­tung des Islam. Ein Mos­lem hat die Pflicht, sein Ter­ri­to­ri­um gegen Angrif­fe der Ungläu­bi­gen zu ver­tei­di­gen und zugleich die Welt der Ungläu­bi­gen zu unter­wer­fen, bis der Islam auf dem gesam­ten Glo­bus herrscht. Der „Dji­had“ kann erst dann auf­hö­ren, wenn alle Men­schen den isla­mi­schen Glau­ben ange­nom­men oder sich des­sen Herr­schaft gebeugt haben: „Die Gren­ze des Islam ist die Gren­ze der Welt.“
    „Die Gewalt gegen Anders­gläu­bi­ge fin­det ihre Grund­la­gen im Koran: „Wenn ihr mit den Ungläu­bi­gen zusam­men­trefft, dann schlagt Ihnen die Köp­fe ab … (Sure 47) und greift sie und tötet sie, wo ihr sie auch fin­det. Wir geben euch voll­stän­di­ge Gewalt über sie“ (Sure 4). Auch die­se Wor­te des Koran sind wört­lich aus­zu­le­gen und gel­ten bis heute!“
    (Aus­zü­ge aus einer Stel­lung­nah­me vom öster­rei­chi­schem Poli­zei­prä­si­den­ten Alfred Ellin­ger über die Gefah­ren des Islams)
    Das ist die Öku­me­ne des Islams: Zwangs­be­keh­rung, Unter­wer­fung oder Tod der „Ungläu­bi­gen“.
    Ja Herr Ber­go­glio, für die Mos­lems sind alle Nicht-Mos­lems Ungläu­bi­ge, die es unter die Knu­te Allahs zu brin­gen gilt. Auch dich sehen sie als einen Ungläu­bi­gen. Viel­leicht lachen sie sich ja über dei­ne Unfä­hig­keit und dei­ne Lächer­lich­ma­chung der hei­li­gen katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che kaputt.
    Das Ziel des Islams ist die Welt­herr­schaft. Ich wüss­te zu ger­ne, ob Herr Ber­go­glio den Koran gele­sen hat. Da für die Mos­lems der Koran abso­lut hei­lig ist und sie des­we­gen bestrebt sind, ihr Han­deln wort­ge­nau dem Koran anzu­pas­sen, soll­te es eigent­lich mit in die Prie­ster­aus­bil­dung gehö­ren, sich mit dem Koran und dem Islam aus­ein­an­der­zu­set­zen. Vor allem ein Papst soll­te den Islam gut ken­nen, den wah­ren Islam, und nicht den schön­ge­re­de­ten, damit er weiß, wie er sich gegen­über dem Islam zu ver­hal­ten hat.
    Das inter­re­li­giö­se Fuß­ball­spiel sieht aus sicht der Mos­lems wohl so aus, wie es @Dilexi decorem domus tuae oben schon beschrie­ben hat: Mit den Köp­fen der Ungläu­bi­gen (zu denen aus isla­mi­scher sicht auch die Chri­sten gehö­ren) Fuß­ball zu spielen.
    Ich glau­be immer mehr, dass der Islam ein Anti-Chri­sten­tum und Allah der Teu­fel höchst­per­sön­lich ist. Ber­go­glio, mach dei­ne Augen auf!
    Per Mari­am ad Christum.

    • Sehr gute Anregung!
      Und F. als Stür­mer?? (Oh, par­don. Geht ja nicht! Wegen der Knieprobleme).
      Na dann halt als Torwart.…

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