Islamisten erobern größte christliche Stadt der Ebene von Ninive: 100.000 Christen auf der Flucht

Dschihadisten des Islamischen Staates (IS)
Dschi­ha­di­sten des Isla­mi­schen Staa­tes (IS)

(Bag­dad) Die Dschi­ha­di­sten des Isla­mi­schen Staa­tes (IS) haben die größ­te christ­li­che Stadt in der Nini­ve-Ebe­ne im nörd­li­chen Irak erobert. 100.000 Chri­sten befin­den sich auf der Flucht. Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen spre­chen von einer “huma­ni­tä­ren Kata­stro­phe“. Wie lan­ge schaut der Westen noch zu? Christ­li­che Soli­da­ri­tät ist für die “neu­tra­le“ west­li­che Staats­dok­trin wirk­lich kei­ne Kate­go­rie mehr?

Am ver­gan­ge­nen 20. Juli waren die Chri­sten von Bach­di­da (Qar­aqosh) noch Zufluchts­ort der von den Isla­mi­sten ver­trie­be­nen Mön­che des 1600 Jah­re alten syrisch-katho­li­schen Klo­sters Mar Beh­nam auf. Die Isla­mi­sten hat­ten das Klo­ster besetzt und die Mön­che vor die Alter­na­ti­ve „Bekeh­rung“ zum Islam, Flucht oder Tod gestellt. Kur­di­sche Per­schmer­ga brach­ten die Mön­che nach einem mehr­stün­di­gen Fluß­marsch zu den Chri­sten von Bach­di­da. Nun wur­de auch die kaum 30 Kilo­me­ter süd­öst­lich von Mosul gele­ge­ne Stadt von den Isla­mi­sten erobert. Die ira­ki­sche Armee hat die Nini­ve-Ebe­ne nach ersten erfolgs­lo­sen Kämp­fen preis­ge­ge­ben. Die Chri­sten orga­ni­sier­ten trotz Man­gel an Waf­fen zwar eine Art Bür­ger­wehr, waren den kampf­erprob­ten, von den Ölemi­ra­ten finan­zier­ten und von Washing­ton gut­aus­ge­rü­ste­ten Dschi­ha­di­sten jedoch hoff­nungs­los unterlegen.

Christen schutzlos — Radikale Säuberung

Christen auf der Flucht
Chri­sten auf der Flucht

Bach­di­da, bekannt auch unter dem Namen Qar­aqosh, ist die größ­te christ­li­che Stadt im Irak. In der Stadt befin­det sich die größ­te christ­li­che Kir­che des Lan­des an Euphrat und Tigris. Die Chri­sten haben auf ihrer Flucht, soweit mög­lich, die In der Stadt auf­be­wahr­ten und ver­ehr­ten Reli­qui­en mit­ge­nom­men. Ande­re wur­den ver­gra­ben. Sie fürch­ten, daß die Kir­chen geschän­det oder zer­stört wer­den. Der chaldäi­sche Erz­bi­schof You­sif Tho­mas Mir­kis von Kir­kuk-Sulai­ma­ni­ya , ein Domi­ni­ka­ner, spricht von einer „unge­ahn­ten mensch­li­chen Kata­stro­phe“ und einer „tra­gi­schen Situa­ti­on“. Er befürch­tet, daß die größ­te Kir­che der Stadt von den Isla­mi­sten in eine Kom­man­do­zen­tra­le zweck­ent­frem­det wer­den könn­te, wie es bereits in ande­ren Orten gesche­hen ist. „Eine Macht­de­mon­stra­ti­on“, so der Erz­bi­schof. „Zehn­tau­sen­de Men­schen wer­den ter­ro­ri­siert und ver­trie­ben, wäh­rend wir hier reden. Wir erlei­den eine Kata­stro­phe, die kaum in Wor­ten zu beschrei­ben ist.“

Nicht nur Bach­di­da, son­dern die gesam­te Gegend wur­de von den Isla­mi­sten erobert, so auch die ande­ren christ­li­chen Orte Tal Kayf, Bar­tel­la und Karam­le­sh. Die Gegend wird „gesäu­bert“. Wen die Isla­mi­sten nicht sofort erschie­ßen (Män­ner) oder ver­schlepp­ten (Frau­en) hat nur die Alter­na­ti­ve „Flucht oder Tod“. Da die ira­ki­sche Staats­ge­walt in der Pro­vinz Nini­ve nicht mehr exi­stiert, hoff­ten die Chri­sten auf den Schutz der kur­di­schen Peschmer­ga. Die­se sind bereit, den Chri­sten im kur­di­schen Gebiet Schutz zu bie­ten, wol­len sich aber man­gels Waf­fen nicht auf direk­te Kampf­hand­lun­gen mit den Isla­mi­sten außer­halb Kur­di­stans ein­las­sen. Damit blieb die mehr­heit­lich christ­li­che Gegend von Qar­aqosh schutzlos.

Eroberung mit dem Ruf Allahu Akbar — Massenhinrichtungen

„Wir erle­ben einen Geno­zid durch Säu­be­rung. Wie lan­ge will die Welt noch zuschau­en? Wir for­dern den Sicher­heits­rat der Ver­ein­ten Natio­nen auf, sofort ein­zu­grei­fen. Hier fin­det eine Kata­stro­phe größ­ten Aus­ma­ßes statt. War­um hilft uns niemand.

Auch die nahe­ge­le­ge­ne Stadt Tal Kayf wur­de von den Isla­mi­sten erobert: „Die Isla­mi­sten kamen in der Nacht. Es fie­len Schüs­se. Lan­ge Kon­vois bewaff­ne­ter Kämp­fer des Isla­mi­schen Staa­tes dran­gen in die Stadt ein. Unter dem Ruf All­hu Akbar pro­kla­mier­ten sie ihre Bedin­gun­gen“, so ein Christ aus Tal Kayf, dem die Flucht in die kur­di­sche Haupt­stadt Erbil gelang.

Aus der Stadt Sin­jar wur­de neben den Chri­sten auch die Min­der­heit der Jesi­den ver­trie­ben. Sogar Mos­lems tra­ten die Flucht an. Etwa 500 Män­ner der Stadt wur­den von den Isla­mi­sten hin­ge­rich­tet, Hun­der­te von Frau­en, vor allem Chri­stin­nen wur­den als Skla­vin­nen der Isla­mi­sten ver­schleppt, so Tem­pi unter Beru­fung auf ira­ki­sche Quellen.

Patriarch Sako: „Menschen erleiden hier Via Crucis

Der chaldäi­sche Patri­arch Lou­is Rapha­el I. Sako von Bag­dad, der vor eini­gen Tagen einen ver­zwei­fel­ten Hil­fe­ruf an Papst Fran­zis­kus gerich­tet hat­te, erklär­te: „Sie schaf­fen eine Lee­re, eine Lee­re. In Syri­en gibt es eine intak­te Armee, die gegen die Isla­mi­sten kämpft. Im Irak gibt es kei­ne Armee mehr, die irgend­wen schüt­zen kann. Die Kur­den zie­hen sich in ihre Gebie­te zurück. Sie haben nur leich­te Waf­fen. Die Isla­mi­sten sind sehr gut bewaff­net. Tau­sen­de von Men­schen sind auf den Stra­ßen auf der Flucht. Ihr Ziel ist unge­wiß. Wenn nicht Hil­fe kommt, droh 50.000 von ihnen der Tod durch Hun­ger und Durst. Es sind Frau­en, Kin­der, Alte. Es ist not­wen­dig, das Gewis­sen der öffent­li­chen Mei­nung aller Län­der zu mobi­li­sie­ren. Die Men­schen auf der Flucht, zu Fuß, erle­ben ihre Via Crucis.

Asia­news star­te­te inzwi­schen eine kon­kre­te Hilfs­ak­ti­on, die hof­fent­lich auch im deut­schen Sprach­raum Nach­ah­mung fin­det. Unter dem Stich­wor­te: „Adop­tie­re einen Chri­sten von Mosul“ wer­den Spen­den gesam­melt. Mit fünf Euro am Tag kann einem Flücht­ling gehol­fen wer­den. Die Gel­der wer­den dem Patri­ar­chat von Bag­dad über­mit­telt, das die Hilfs­ak­ti­on für die ver­folg­ten Chri­sten koordiniert.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: Asianews/Tempi

16 Kommentare

  1. Und was macht der Bischof von Rom? Nichts oder er betet Er könn­te mehr machen! Wie wäre es damit, eine groß ange­leg­te diplo­ma­ti­sche Offen­si­ve zu star­ten. Was der Hei­li­ge Geist bei sei­ner Wahl wohl gemacht hat?

  2. Das bezüg­lich dem Vor­ge­hen die­ser Ver­bre­cher­ban­den selt­sa­me oder bes­ser bezeich­nen­de Schwei­gen in der mos­le­mi­schen Welt belegt offen­bar fol­gen­de Aus­sa­ge auf einer islam­kri­ti­schen Inter­net­sei­te; dort wird auf­ge­zeigt, dass der Islam mit all sei­nen ver­wor­re­nen „Leh­ren“ den­noch ein „eini­gen­des Band“ kennt; die „Errich­tung der isla­mi­schen Weltherrschaft“:
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    „Der als „gemä­ßigt“ bezeich­ne­te Islam unter­schei­det sich vom „fun­da­men­ta­li­stisch“ bezeich­ne­ten Islam (fälsch­li­cher­wei­se „Isla­mis­mus“ genannt) nur in der Geschwin­dig­keit der Rea­li­sie­rung sei­ner Zie­le. Wäh­rend der “gemä­ßig­te Islam” auf Zeit setzt, wol­len die „Isla­mi­sten“ die Errich­tung der isla­mi­schen Welt­her­schaft so schnell wie mög­lich und mit allen Mit­teln errei­chen. Die­se Mit­tel sind im Koran expli­zit genannt: Ermor­dung von Kri­ti­kern des Islam – Täu­schung der „Ungläu­bi­gen“ über die wah­ren Zie­le des Islam (Taqi­y­ya) – Kampf gegen und Ver­nich­tung aller „Ungläu­bi­gen”.
    Den gemä­ßig­ten Islam gibt es daher nur in den Köp­fen unwis­sen­der Mus­li­me und ahnungs­lo­ser West­ler. In Wirk­lich­keit ist der „gemä­ßig­te“ Islam jedoch eine histo­ri­sche und theo­lo­gi­sche Schi­mä­re. Denn sowohl mode­ra­te als auch radi­ka­le Ima­me und Mus­li­me bezie­hen sich in ihrem Tun auf den Koran. Aus dem zuvor gesag­ten ergibt sich daher der zwin­gen­de Schluss, dass – je bes­ser ein Mus­lim den Koran ein­schließ­lich des Abro­ga­ti­ons­prin­zips kennt und je gläu­bi­ger er ist – desto eher wird er zum Ter­ror gegen „Ungläu­bi­ge“ neigen.“
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    Noch eine bereits län­ge­re Zeit war­nen­de Stim­me soll zitiert wer­den. Der zum katho­li­schen Glau­ben kon­ver­tier­te ehe­ma­li­ge Mos­lem Mag­di Chri­sti­an Allam. In einem offe­nen Brief an Papst Bene­dikt XVI. im Jah­re 2008 schrieb er fol­gen­de Mah­nun­gen, die auch vor einem nai­ven „inter­re­li­giö­sen Dia­log“ war­nen!. Die­se Mah­nun­gen sind gera­de ange­sichts der Tat­sa­che, dass auch aus euro­päi­schen Län­dern zur Irr­leh­re Islam „kon­ver­tier­te“ Gewalt­be­rei­te in die Kriegs­ge­bie­te aus­rei­sen und extrem bru­tal mit­mi­schen, aktu­el­ler denn je, denn soll­ten die­se total­ver­blen­de­ten Mit­ver­bre­cher ihren Wahn­sinns­tripp über­le­ben, dann keh­ren sie zurück.…und wer­den somit zu einer im wört­lich­sten Sin­ne brand­ge­fähr­li­chen Zeit­bom­be in ihren „Heimat„ländern. Die von den „huma­nen“ west­li­chen Wahr­heits­leug­nern her­bei­ge­ru­fe­nen dämo­ni­schen Gei­ster wer­den sie nun offen­bar nicht mehr los. Mag­di Chri­sti­am Allan:
    -

    [.…]
    Es han­delt sich um einen isla­mi­schen Erobe­rungs­krieg, der den christ­li­chen Westen in eine Basti­on (Hochburg/Festung) des isla­mi­schen Extre­mis­mus ver­wan­delt hat, und zwar in einem sol­chen Aus­maß, dass er ter­ro­ri­sti­sche isla­mi­sche Selbst­mör­der mit west­li­chem Bür­ger­recht “her­vor­bring­t”, wo die ern­ste­ste Bedro­hung nicht so sehr jene der grau­sa­men Kopf­ab­hacker ist, die die Waf­fen ergrei­fen, als viel­mehr jene der hin­ter­häl­ti­gen Zun­gen­ab­schnei­der, wel­che die Ver­stel­lung zu einem Gebot des isla­mi­schen Glau­bens gemacht haben, indem sie einem isla­mi­schen Staat im Scho­ße eines Rechts­staa­tes Leben geben, auf der Basis eines wei­ten Net­zes von Moscheen und Koran­schu­len, wo der Hass gepre­digt wird, wo der Glau­be an das soge­nann­te isla­mi­sche “Mar­ty­ri­um” ein­ge­schärft wird, wo die Gehirn­wä­sche prak­ti­ziert wird, um die Per­so­nen in Kämp­fer des isla­mi­schen hei­li­gen Krie­ges zu ver­wan­deln; um isla­mi­sche Wohl­tä­tig­keits­wer­ke und Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die anstel­le von mate­ri­el­ler Hil­fe­lei­stung die Leu­te abkup­fern und unter­wer­fen; um isla­mi­sche Ban­ken, wel­che immer grö­ße­re Hap­pen der Finan­zen und der Wirt­schaft der Welt kon­trol­lie­ren und das isla­mi­sche Recht beglau­bi­gen; um wah­re und eigent­li­che isla­mi­sche Gerich­te, wel­chen es in Groß­bri­tan­ni­en schon gelun­gen ist, die Scha­ria, das isla­mi­sche Recht, auf­zu­zwin­gen, gleich­ge­stellt dem Zivil­recht in Ange­le­gen­hei­ten des per­sön­li­chen und fami­liä­ren Berei­ches, auch wenn sie Urteils­sprü­che anneh­men, die die fun­da­men­ta­len Rech­te des Men­schen ver­let­zen, wie die Legi­ti­mie­rung der Poly­ga­mie und die Dis­kri­mi­nie­rung der Frau. Das sind Fak­ten: ob man sie glaubt oder nicht, ob sie gefal­len oder nicht; es sind rea­le, objek­ti­ve Tatsachen.
    Die­se isla­mi­sche Erobe­rung der Gei­ster (der Köp­fe) und des Ter­ri­to­ri­ums ist ermög­licht wor­den durch die extre­me inne­re Schwä­che (Zer­brech­lich­keit) des christ­li­chen Westens: es sind zwei Sei­ten der sel­ben Mün­ze. Unser Westen erweist sich je län­ger je mehr als ein Koloss des Mate­ria­lis­mus mit töner­nen Füßen weil ohne See­le, in tie­fer Wer­te­kri­se, der die eige­ne Iden­ti­tät verr­rät, indem er die geschicht­li­che und objek­ti­ve Wahr­heit der jüdisch-christ­li­chen Wur­zeln der eige­nen Kul­tur nicht aner­ken­nen will. Es ist ein ideo­lo­gisch und kon­kret mit der Avant­gar­de des isla­mi­schen Erobe­rungs­hee­res heim­lich zusam­men­ar­bei­ten­der Westen, die dar­nach trach­tet, den Mythos und die Uto­pie der “Ummah”, der isla­mi­schen Nati­on (Welt­ge­mein­schaft) wie­der aus­zu­gra­ben, indem sie sich auf den Koran beruft, der den Hass, die Gewalt und den Tod legi­ti­miert, und indem sie das Den­ken und Han­deln Moham­meds preist, wel­cher das Bei­spiel gege­ben hat, indem er grau­sa­me Ver­bre­chen beging, wie jenes, das ihn als per­sön­li­cher Betei­lig­ter sah an dem Gemet­zel und an der Ent­haup­tung von mehr als 700 Hebrä­ern des Stam­mes der Banu Qurai­zah im Jah­re 627 vor den Toren Medinas.
    Nun denn, Ihre Hei­lig­keit, wie kann man sich nicht Rechen­schaft geben dar­über, dass die Dis­po­ni­bi­li­tät (Hilfs­be­reit­schaft), oder noch schlim­mer die Zusam­men­ar­beit mit dem Islam als Reli­gi­on, die trotz des Anscheins die christ­li­che Lie­be gegen­über den Mus­li­men als Per­so­nen in Gefahr bringt, dar­in gip­felt, den Glau­ben an den Gott zu ver­leug­nen, der Mensch gewor­den ist, und an das Chri­sten­tum, das Zeug­nis für die Wahr­heit, das Leben, die Lie­be, die Frei­heit und den Frie­den ist? Das ist es, war­um es heu­te lebens­wich­tig ist für das gemein­sa­me Wohl der katho­li­schen Kir­che, für das all­ge­mei­ne Inter­es­se der Chri­sten­heit und sogar der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on, dass Sie sich in kla­rer Wei­se und ver­pflich­tend aus­spre­chen für die Gesamt­heit der Gläu­bi­gen bezüg­lich der Grund­fra­ge am Ursprung die­ser schäd­li­chen (ver­gif­ten­den) reli­giö­sen und sitt­li­chen Abdrift, die die Kir­che dis­kre­di­tiert (unglaub­wür­dig macht), indem sie die Gewiss­hei­ten der Wer­te und der Iden­ti­tä­ten des christ­li­chen Westens zer­stört, zum Selbst­mord unse­rer Zivi­li­sa­ti­on (ver)führt: ist es aus­denk­bar, dass die Kir­che den Islam sub­stan­ti­ell als Reli­gi­on legi­ti­miert, indem sie sich so weit her­ab­lässt, dass sie Moham­med für einen Pro­phe­ten hält?“
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  3. Mir fiel schon mehr­fach auf, dass in den Radio-Nach­rich­ten, auch den heu­ti­gen des DLF, stets von der Ver­fol­gung der Jesi­den berich­tet wird.
    Dass die­ses erschüt­tern­de Dra­ma auch Chri­sten betrifft, wird nur neben­bei erwähnt, so als gäl­te ihr Leid weniger.
    Selbst bei die­sem The­ma also eine etwas ein­sei­ti­ge Berichterstattung.

    • Das ist mir auch schon auf­ge­fal­len. Auch in der Bericht­erstat­tung über die Hilfs­gü­ter, die Oba­ma abwer­fen las­sen will, wer­den nur die Jesi­den erwähnt.

      Die Chri­sten sind höch­stens eine „Fuß­no­te“.

  4. Lie­bes katho­li­sches-info Team,
    ist es Ihnen viel­leicht mög­lich eine Gebets­ket­te, einen Auf­ruf zum Fasten oder einen Gebets­tag zu
    initiieren?
    Vie­len Dank
    S. Faupel

  5. In Meso­po­ta­mi­en spielt sich genau das­sel­be ab wie einst in Nord­afri­ka! Der Westen sieht hier (hilf­los) zu, wie eine einst blü­hen­de Land­schaft durch die eige­ne Igno­ranz zu einem Fried­hof wird.Was sich dort abspielt, ist der ver­hee­ren­de Sie­ges­zug des SUNNITISCHEN ISLAM. Lan­ge Zeit war der schii­ti­sche Islam dem Westen wegen sei­ner qua­si-kirch­li­chen Struk­tur ein Dorn im Auge, da der Staat (Iran) sehr wohl sich als kom­pa­ti­bel zu einem kon­sti­ti­ven Staats­we­sen ist, einer Isla­mi­schen Repu­blik, die zwar auf der einen Sei­te nach innen into­le­rant ist, nach außen aber weni­ger aggres­siv als ALLE ande­ren sun­ni­ti­schen Staats­we­sen, inklu­si­ve der auf­ge­klär­ten Repu­bli­ken und Dik­ta­tu­ren von Ägyp­ten (Muba­rak, Nas­ser) uder dem Irak (Hus­sein). Aus jedem Staat wur­de der Ter­ro­ris­mus expor­tiert, oder der Export des Ter­ro­ris­mus still­schwei­gen gedul­det. Trau­ri­ger Höhe­punkt ist die Ent­ste­hung von Al-Qai­da und ihrer Dependencen.
    In Nord­afri­ka war bis in die Mit­te des 20. Jahr­hun­derts ein mode­ra­ter schii­tisch gepräg­ter Islam cha­rak­te­ri­stisch. Nach­dem aber durch die Golf­staa­ten die Ver­brei­tung des sun­ni­ti­schen Islam mas­siv geför­dert wur­de und sich immer mehr die sun­ni­ti­sche Rich­tung häu­fig unter Zuhil­fe­nah­me von Gewalt, die dem Westen ver­bor­gen geblie­ben ist, weil der Westen sich dafür nicht inter­es­sier­te, durch­ge­setzt hat­te, konn­te dort ab den 80er-Jah­ren sich der sun­ni­ti­sche Ter­ro­ris­mus in den Orga­ni­sa­tio­nen wie FLN, Boko Haram und Al-Qai­da im Maghreb her­aus­bil­den, immer unter­stützt von sun­ni­ti­schen Geld­ge­bern aus den Golf­staa­ten und begün­stigt durch den Neo­li­be­ra­lis­mus und Kapitalismus.
    Wo 1951 noch S. E. Mar­cel Lefebrve und Moha­med Badi bei der Bil­dung des Sene­gal zusam­men­ar­bei­ten konn­ten, kön­nen heu­te katho­li­sche Chri­sten und Mos­lems in den Län­dern West­afri­kas kei­ne Zusam­men­ar­beit mehr begin­nen. Ent­setz­li­ches Bei­spiel ist die Ebo­la-Epi­de­mie, die auch durch reli­giö­se und kul­ti­sche Irr­tü­mer begün­stigt sich aus­brei­ten konnte.
    Und der Westen? Der Lai­zis­mus, die fal­sche Reli­gi­ons­frei­heit läßt es zu, daß im inne­ren des Westens sich die­se men­schen­ver­ach­ten­de Form von Reli­gio­si­tät durch­setzt. Statt mit dem­sel­ben Enga­ge­ment wie gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus sich gegen den sun­ni­ti­schen Islam, der eine fast 1400 Jah­re andau­ern­de Blut­spur durch die Geschich­te zieht zu wen­den, lädt man die­sen in „Räte der Reli­gio­nen“ etc, ein und erlaubt die schu­li­sche Bil­dung und über­haupt die Betä­ti­gung in der Öffent­lich­keit. Trau­ri­ger Höhe­punkt sind die anti­se­mi­ti­schen Ausschreitungen.
    Es kann für katho­lisch gepräg­te Staa­ten daher nur eine Lösung geben: Weg mit der Reli­gi­ons­frei­heit und unter Zuhli­fenah­me der Christ­kö­nigs­herr­schaft den Feind der mensch­lich­keit aus der Mit­te des Westens har­aus­trei­ben, so wie 1944/45 mit dem Natio­nal­so­zia­lis­mus umge­gan­gen wur­de. HOSTIS INTRA PORTAS! AD ARMAS CURRITE!!!

  6. Gebet um die Aus­wei­tung von Krieg zu Stoppen

    „O Mein süsser Jesus, nimm hin­weg die Krie­ge, wel­che die Mensch­heit vernichten.
    Bewah­re die Unschul­di­gen vor dem Leiden.
    Behü­te die See­len, die ver­su­chen, wah­ren Frie­den zu bringen.
    Öff­ne die Her­zen derer, die vom Schmerz des Krie­ges betrof­fen sind.
    Beschüt­ze die Jun­gen und Wehrlosen.
    Ret­te alle See­len, deren Leben durch den Krieg zer­stört werden.
    Stär­ke alle von uns, lie­ber Jesus, die für die See­len aller Kin­der Got­tes beten, und gewäh­re uns die Gna­de, dem Leid stand­zu­hal­ten, das uns in Zei­ten des Unfrie­dens mög­li­cher­wei­se anver­traut wird.
    Wir bit­ten Dich, been­de die Aus­wei­tung von Krieg und brin­ge See­len in den Hei­li­gen Zufluchts­ort Dei­nes Her­zens. Amen.“

  7. Man fragt sich immer, wo der­ar­ti­ge Kampf­ver­bän­de her­kom­men und wer sie aus­ge­rü­stet hat. Die USA wol­len sich jetzt ja bemü­hen. Es wird in der Tat Zeit, hier einzuschreiten.

  8. Unter dem ira­ki­schen Dik­ta­tor Sad­dam Hus­sein konn­ten die Chri­sten rela­tiv gut leben. Als er in Kuwait ein­mar­schier­te, um es in den Irak ein­zu­ver­lei­ben, trat eine von den USA geführ­te Koali­ti­on auf den Plan und eröff­ne­te schließ­lich den Krieg. Angeb­lich, um Kuwait zu „hel­fen“, in der Rea­li­tät, um die Herr­schaft über die Roh­stof­fe, das Öl zu behalten.
    Bil­li­gend nahm man in Kauf, dass im Irak das poli­ti­sche Cha­os herr­schen wür­de, von dem nur die extre­men Mus­li­me pro­fi­tie­ren würden.
    Wir machen uns immer noch Illu­sio­nen: Das Chri­sten­tum hat längst in der „west­li­chen Wer­te­welt“ abge­dankt, wirt­schaft­li­che Eli­ten beherr­schen uns, die nur ein Ziel haben: Geld, Geld, Geld.
    Immer mehr Kapi­tal bedeu­tet immer mehr Macht.
    Der Irak­krieg 1990 bis 1991 ist die Ursa­che der blu­ti­gen, grau­sa­men Ver­fol­gung und Ver­trei­bung der Christen.
    Nie­mand kann behaup­ten, der Dik­ta­tur Sad­dam Hus­sein sei ein „guter Mensch“ gewe­sen, in irgend­ei­ner Wei­se ein Vor­bild. Gewiss war er das nicht, er war unbe­re­chen­bar und auch grausam.

    Doch wer glaubt, es sei der west­li­chen Kriegs­frak­ti­on dar­um gegan­gen, den Irak von einem unbe­re­chen­ba­ren Dik­ta­tor zu befrei­en, ist ein hoff­nungs­lo­ser Illu­sio­nist. Es ging und geht nur um das Öl. Wer das Öl hat, hat das Geld, und wer das Geld hat, hat die Macht.

    Im ölrei­chen Sau­di-Ara­bi­en wird der Besitz einer Bibel mit dem Tode bestraft. Doch das Land ist mit der „west­li­chen Wer­te­ge­mein­schaft“ poli­tisch verbündet.

    Es dürf­te nicht über­trie­ben sein, dass etli­che grün-rote Politiker/Politikerinnen in Ber­lin und anders­wo in ihrem Kir­chen­hass gar nicht trau­rig sind, über die­se furcht­ba­ren Nachrichten.

    Die euro­päi­sche Auf­klä­rung, die die Mensch­heit huma­ner, rei­fer machen woll­te, ist weit­ge­hend geschei­tert. Übrig geblie­ben ist der Hass auf alles, was an das christ­li­che Abend­land erin­nert, an die Reli­gi­on, an Gott. Natür­lich darf man das nicht pau­schal behaup­ten, doch die Ent­wick­lung ist nicht mehr auf­zu­hal­ten. Alles ande­re ist Illusion.

    Und unse­re Kon­zils- und Nach­kon­zil­späp­ste mit den Kon­zils­vä­tern und Star­theo­lo­gen glaub­ten an den mora­li­schen Fort­schritt der Mensch­heit, der mit dem tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt Schritt hal­ten könn­te. Auto­ma­tisch, als habe der Schöp­fer die­sen mora­li­schen Fort­schritt schon hin­ein­ge­legt in die mensch­li­che Geschichte.

    „Gau­di­um et spes“ ist nicht nur theo­lo­gisch gefähr­lich, es ist inzwi­schen auch noch lächerlich.

    Nach mensch­li­chem Ermes­sen ist die Lage der ver­folg­ten Chri­sten aus­sichts­los. Nach über­na­tür­li­chen Maß­stä­ben ist unse­re Lage viel­leicht noch aussichtsloser.
    Wir sol­len nicht die fürch­ten, die den Leibt töten, son­dern die See­le ver­der­ben, mahnt unser Herr. Doch die­ser Satz darf nicht unser Mit­füh­len für die ver­folg­ten, ver­trie­be­nen, ermor­de­ten Chri­sten überdecken.
    Denn so ist er von unse­rem Herrn nicht gemeint.
    Ich hof­fe für die Ver­folg­ten, dass auch die­ser Satz ihnen hilft, dass ihr Glau­be sie in allem Elend trägt, stärkt, sie bei allem Schmerz nicht in die Ver­zweif­lung fal­len lässt.

    • Heu­te in einer Ham­bur­ger Pfar­rei wur­de zu die­sem The­ma gepredigt:

      Fazit der Pre­digt war Rat­lo­sig­keit, was man letzt­lich wirk­lich tun kön­ne. Der Prie­ster stell­te auch die Fra­ge, ob denn wir, wenn eine ande­re Regie­rung käme, zum Bei­spiel eine isla­mi­sche Regie­rung, denn den Glau­ben beken­nen würden?

      Wenn auch die­se Fra­ge sich auf­tut, so kommt mir noch eine ande­re Frage: 

      Was macht denn „die Kir­che“ und wir Katho­li­ken denn, um zu ver­hin­dern, dass es so weit auch hier in Deutsch­land kommt? 

      Man soll­te doch wenig­stens tun, was man kann, also beten UND die gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung über­neh­men und poli­tisch handeln. 

      Eini­ge kath. Kir­chen­füh­rer wenig­stens üben sich im inter­re­li­giö­sen Dia­log, gemein­sa­men Gebet mit Mos­lems, sogar vor einer Kreu­zi­gungs­sta­tue in Ham­burg St. Georg, Zustim­mung zu Muez­zin­ruf anders­wo — aber auch Erz­bis­tum Ham­burg. Füh­ren­de Men­schen der Kir­che hel­fen also auf diver­se Wei­se die Isla­mi­sie­rung Deutsch­lands u. a. euro­päi­scher Län­der durch Ver­harm­lo­sung der isla­mi­schen Gefahr voranzutreiben. 

      Ich war heu­te auf die Sei­te Pius-Info gegan­gen. Aktu­ell zu dem oben berich­te­ten Pro­blem schrei­ben die auch nichts. Aber die sagen wenig­stens nicht, dass Mos­lems und Chri­sten ein und den­sel­ben anbe­ten und machen nicht mit bei der Volks­ver­dum­mung und Ver­dum­mung von uns Katholiken. 

      Mei­nes Erach­tens ist jeder Katho­lik ver­pflich­tet, im Hei­mat­land der Isla­mi­sie­rung ent­ge­gen zu steu­ern in fried­li­cher beharr­li­cher Wei­se in Gebet und Akti­on. Aber nicht wei­ter zu schla­fen und zu schweigen.

      • „Mei­nes Erach­tens ist jeder Katho­lik ver­pflich­tet, im Hei­mat­land der Isla­mi­sie­rung ent­ge­gen zu steu­ern in fried­li­cher beharr­li­cher Wei­se in Gebet und Akti­on. Aber nicht wei­ter zu schla­fen und zu schweigen.“

        Ich bewun­de­re in die­sem Sin­ne eine mir bekann­te Frau, die jeden Sonn­tag vor dem Main­zer Dom den Kurier der Christ­li­chen Mit­te aus­teilt. Man wür­de mei­nen, das ist nicht viel. Aber ich bewun­de­re es wirk­lich, da jeder klei­ne Sand­korn bewirkt etwas. Die mei­sten Leu­te, die dann aus dem „Got­tes­dienst“ kom­men, win­ken meist ab. Das ist genau das sel­be Ver­hal­ten, die der dro­hen­den Isla­mi­sie­rung Euro­pas ent­ge­gen­ge­bracht wird. Man will nichts dar­über wis­sen. Nein dan­ke. Ich lebe lie­ber in mei­nem klei­nen Mikro­kos­mos. Genau die­ses Ver­hal­ten ist falsch und führt eben zu der Isla­mi­sie­rung Euro­pas. Dass die­se Sze­na­ri­en im Irak und in Syri­en sich nicht bei uns wie­der­ho­len wür­den, wenn hier erst mal die (nicht-christ­li­chen) Regie­run­gen gestürzt sind, glaubt man doch nicht im ernst. Jeder weiß das. Und jeder weiß, dass der Islam gefähr­lich ist. Jeder, der hier in Orten mit fast aus­schließ­lich mus­li­mi­schen Kin­dern und Jugend­li­chen leben muss, weiß wovon ich rede. Das sieht doch jeder. Zig Kopf­tuch-Wei­ber lau­fen hier in Deutsch­land her­um. Mitt­ler­wei­le gesel­len sich dazu voll­bär­ti­ge Sala­fi­sten in lan­gen Gewän­dern, die ich zumin­dest in mei­ner Kind­heit nie gese­hen habe. Auch an den Uni­ver­si­tä­ten machen sie sich breit. Seit zwei Jah­ren bin ich aus der Uni­ver­si­tät drau­ßen und noch nie habe ich der­art vie­le Mus­li­mas in der Uni­ver­si­tät sit­zen sehen, wenn ich heu­te mal an der Uni bin.
        Das muss man doch alles sehen und nicht auch noch dazu schwei­gen. Man muss es doch benen­nen dürfen.

        „Ich war heu­te auf die Sei­te Pius-Info gegan­gen. Aktu­ell zu dem oben berich­te­ten Pro­blem schrei­ben die auch nichts. Aber die sagen wenig­stens nicht, dass Mos­lems und Chri­sten ein und den­sel­ben anbe­ten und machen nicht mit bei der Volks­ver­dum­mung und Ver­dum­mung von uns Katholiken.“

        Die Pius­bru­der­schaft ist die ein­zi­ge, die nicht dazu schweigt. Zumin­dest ver­harm­lost sie die­ses Phä­no­men nicht. Des­we­gen gehen ich auch dort zu hl. Mes­se. Wo auch sonst?

      • ja und das komi­sche ist, dass den christ­li­chen Frau­en und Mäd­chen mit dem Zugang zur Bil­dung, was ja nicht schlecht ist, son­dern eher gut ist, der eige­ne Glau­be irgend­wie abhan­den gekom­men ist.
        Bei den Mus­li­mas ist es genau umge­dreht und auch das ist kein neu­es Phä­no­men, waren es schon damals zu Kho­me­nis Zei­ten die Stu­den­tin­nen in The­he­ran, die die isla­mi­sche Revo­lu­ti­on gemacht haben.
        Und auch wenn es nicht neu ist, so ist es doch abso­lut verwunderlich.

    • Die Assad- und Sad­dam- Regime stamm­ten von den sozia­li­sti­schen Baath- Par­tei­en her, und die Sozia­li­sten sind nicht religiös

  9. Wie lan­ge schaut der Westen noch zu? Mit dem Schrei­ben sol­cher Zei­len die welt­weit gele­sen wer­den und gele­sen wer­den kön­nen, lie­fert man die­se Men­schen nur noch mehr ans Mes­ser, weil selbst wenn der Westen etwas machen woll­te, könn­te er nicht, außer­dem der Westen wür­de nur aktiv wenn es dar­um gin­ge Juden zu schützen.
    Zu Zei­ten von Paul VI. als man noch nicht so phi­lo­se­mi­tisch war und Isra­el durch den Hei­li­gen Stuhl noch nicht aner­kannt war, hat­te man die­se Pro­ble­me nicht annä­hernd so. Das ist ein Resul­tat von Johan­nes Paul II. der diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen mit Isra­el auf­nahm und von Bene­dikt XVI. der sich vor USA und Isra­el und Juden- Freund­lich­keit gera­de­zu über­schlug. Die­ses Pro­blem bleibt nicht auf Nah­ost begrenzt, weil die Chri­sten damit zur 5. Kolon­ne in all den Län­dern wur­den, denen die USA in ihrer Roh­stoff und Beherr­schungs­gier feind­lich gegen­über­ste­hen, ins­be­son­de­re Chi­na, Irak, Syri­en, Birma, .….….…..

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