[Update] Richtig essen und trinken in der Messe — Entsakralisierung Made in Germany

Prost Mahlzeit und Amen: Liturgische Banalisierung an der Katholisch-Theologischen Fakultät Würzburg
Prost Mahl­zeit und Amen: Lit­ur­gi­sche Bana­li­sie­rung an der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät Würz­burg

(Würz­burg) Der katho­li­sche Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler Gui­do Fuchs, seit 2003 außer­plan­mä­ßi­ger Pro­fes­sor für Lit­ur­gie­wis­sen­schaft an der Uni­ver­si­tät Würz­burg, plä­diert dafür, daß in „Got­tes­dien­ste“ rich­ti­ge Mahl­zei­ten inte­griert wer­den. Der „Lit­ur­gie­fach­mann“ ist allen Ern­stes der Mei­nung: „Das wür­de mehr dem Han­deln Jesu ent­spre­chen“, wie ihn das Online-Maga­zin ein­BLICK der Uni­ver­si­tät Würz­burg zitiert. Das Ent­schei­den­de, so Fuchs, sei das „gemein­sa­me Essen und Trin­ken“. Jesus habe immer wie­der mit ande­ren Men­schen geges­sen und getrun­ken. „Das war eine Form sei­ner Ver­kün­di­gung des Rei­ches Got­tes an die Men­schen.“

Aus die­sem Grund soll­te die Kir­che den Got­tes­dienst­be­su­chern „öfter Mahl­zei­ten anbie­ten“, denn damit wird der „All­tag in den Bereich des Hei­li­gen“ hin­ein­ge­bracht, ist zumin­dest Fuchs über­zeugt. Die Mög­lich­keit der Bana­li­sie­rung des Sakra­len zieht er nicht in Betracht. Satt­des­sen kri­ti­siert er die Katho­li­sche Kir­che, weil laut deren Vor­schrif­ten „die Fei­er der Hei­li­gen Mes­se in kei­ner Wei­se in den Kon­text eines gemein­sa­men Mahls ein­ge­fügt oder mit einem sol­chen Mahl in Bezie­hung gebracht“ wer­den dür­fen.

Liturgiker Fuchs lobt protestantische „Frühstücksgottesdienste“

Dafür lob­te der Lit­ur­gi­ker pro­te­stan­ti­sche Gemein­den, bei denen es zum Bei­spiel „Früh­stücks­got­tes­dien­ste“ gibt, bei denen die Men­schen unter­ein­an­der „über den Glau­ben ins Gespräch“ kämen, „statt nur stum­me Zuhö­rer einer Pre­digt“ zu sein.

Prompt leg­te Lit­ur­gi­ker Fuchs gleich ein Buch zum The­ma vor mit dem Titel „Ma(h)l anders“, das ganz dem Essen und Trin­ken „im Got­tes­dienst und Kir­chen­raum“ gewid­met ist. Eßan­ge­bo­te sei­en im evan­ge­li­schen und frei­kirch­li­chen Bereich „immer öfter“ anzu­tref­fen, in der Katho­li­schen Kir­che aber ver­bo­ten. Hier brau­che es ein „Umden­ken“, denn die katho­li­sche Hal­tung sei letzt­lich unver­ständ­lich. Schließ­lich gehe es bei der Eucha­ri­stie­fei­er ja um die „Erin­ne­rung“ an Jesu letz­tes Abend­mahl im Kreis der Jün­ger. Bei den Pro­te­stan­ten käme das durch die Bezeich­nung Abend­mahl viel deut­li­cher zum Aus­druck als bei den Katho­li­ken, bei denen „lan­ge Zeit vom Meß­op­fer die Rede“ war. Zudem wer­de bei den Katho­li­ken auch der Kelch nicht gereicht, was den Mahl­cha­rak­ter noch mehr ein­schrän­ke.

Was lernen Studenten und Seminaristen an  Theologischer Fakultät Würzburg?

[Update] Fuchs betreut seit 25 Jah­ren die Fach­zeit­schrift Lit­ur­gie kon­kret. Ordi­na­ri­us für Lit­ur­gie­wis­sen­schaf­ten an der Uni­ver­si­tät Würz­burg ist Mar­tin Stuf­les­ser, der am 27. Juni 2009 vom Bischof von Mainz, Karl Kar­di­nal Leh­mann zum Prie­ster geweiht wur­de. Auf der Inter­net­sei­te des Lehr­stuhls für Lit­ur­gie­wis­sen­schaf­ten heißt es unter „Got­tes­dien­ste“, die wöchent­lich im Dom statt­fin­den: „Ein­la­dung ergeht zu allen unten auf­ge­führ­ten Got­tes­dien­sten, die unter dem Vor­sitz von Prof. Dr. Mar­tin Stuf­les­ser gefei­ert wer­den“. Ursprüng­lich hieß es irr­tüm­lich im Arti­kel, Stuf­les­ser sei ein Laie.

Den­noch bleibt die Fra­ge: Was ler­nen Stu­den­ten der Theo­lo­gie und Prie­ster­amt­skan­di­da­ten ange­sichts der Aus­sa­gen von Gui­do Fuchs am Lehr­stuhl für Lit­ur­gie­wis­sen­schaft der Katho­lisch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Würz­burg?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: ein­Blick Uni­ver­si­tät Würz­burg (Screen­shot)

35 Kommentare

  1. Bei dem unsin­ni­gen Geschwätz die­ses „katho­li­schen“ Lit­ur­gie­di­let­tan­ten bleibt mir der Bis­sen im Hal­se stecken!

  2. Das fin­de ich auch bei jüdi­schen Got­tes­dien­sten sehr schön, dass im Anschluss immer zum Kidusch ein­ge­la­den wird… Das gibt dem Gd ganz ande­re Dimen­sio­nen…

    • Gras sie haben aber lei­der über­le­sen:
      „daß in „Got­tes­dien­ste“ rich­ti­ge Mahl­zei­ten inte­griert wer­den“ .
      Also so auf die Art und Wei­se Hän­de­schüt­teln, „Hostie und Wein als Vor­spei­se“ dann kurz inne hal­ten und anschlie­ßend auf zum Buf­fet, auf dem Volks­al­tar viel­leicht daß in „Got­tes­dien­ste“ rich­ti­ge Mahl­zei­ten inte­griert wer­den!! Viel­leicht ja mit dem Hin­weis nur eine Hostie zum Ein­tun­ken der Sau­ce ver­wen­den.

      Wäre ja noch die Fra­ge zu stel­len wer das dann bezahlt, viel­leicht so: Mini­stran­ten Über­prü­fen ob der Kom­mu­ni­kant eine Bestä­ti­gung hat ‚das die­ser den Zwangs­kir­chen­bei­trag ein­ge­zahlt hat oder eben ob die­ser 10 € in die Kol­lek­te wirft??

      Und es sind die Bischö­fe die die­sen sata­ni­schen Wahn­sinn auch noch Vor­schub lei­sten viel­leicht weil sie eben auch so den­ken???

      Nach einer „Hei­li­gen Mes­se“ kein Pro­blem aber bit­te nicht Wäh­rend des Got­tes­dien­stes“

      Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  3. Der Bischof von Würz­burg hat eine Aver­si­on gegen die über­lie­fer­te Mes­se. Kei­ner der Würz­bur­ger Bischö­fe hat einen Häre­ti­ker wie Herrn Pfar­rer Brei­ten­bach in die Schran­ken ver­wie­sen. Die teil­wei­se schon pro­fa­nier­ten häss­li­chen Kir­chen­um­bau­ten. Ein Kunst­re­fe­rent, der Kunst­wer­ke auf­stellt, die beim Kir­chen­volk schon öfter Empö­rung und Wider­spruch her­vor­ge­ru­fen haben; das alles sind Sym­pto­me im Bis­tum, die eine Zer­stö­rung der tra­di­tio­nel­len Kir­che beglei­ten. Bischof Hof­mann ist lie­ber bei Faschings­sit­zun­gen in Veits­höch­heim, als Ord­nung in sein Bis­tum zu brin­gen. Repres­sa­li­en bekom­men nur tra­di­tio­nell den­ken­de Kle­ri­ker zu spü­ren, da setzt der Bischof und die Diö­ze­se die Dau­men­schrau­be an und gei­zen nicht mit Sank­tio­nie­run­gen. Es ist schein­bar von der DBK gewollt, eine prie­ster­lo­se Kir­che zu schaf­fen, in dem für alle mög­li­chen Tätig­kei­ten eines Pfar­rers extra „seel­sorg­li­che“ Berufs­zwei­ge geschaf­fen und mit Lai­en besetzt wer­den.

  4. Welch ein gei­stig umnach­te­ter „Theo­lo­ge“! Unfass­bar ! Und sol­che Per­so­nen wer­den auch noch auf „Lehr­stüh­le“ gehieft.

    Der hl. Cypri­an v. Kar­tha­go hat schon sei­ner­zeit vor der­ar­ti­gen Ver­dre­hern gewarnt:
    -
    „So nen­nen sie sich Chri­sten, obwohl sie sich an das Evan­ge­li­um Chri­sti, 
    an sei­ne Beob­ach­tung und an das Gesetz gar nicht hal­ten, 
    und sie glau­ben das Licht zu haben, 
    obgleich sie in der Fin­ster­nis wan­deln, 
    indem der Wider­sa­cher sie berückt und irre­führt, 
    der nach dem Aus­spruch des Apo­stels sich als einen 
    Engel des Lich­tes hin­stellt und sei­ne Die­ner als Die­ner der Gerech­tig­keit erschei­nen läßt. 
    Und doch bie­ten sie 
    nur die Nacht statt des Tages, 
    das Ver­der­ben statt des Heils, 
    hoff­nungs­lo­se Ver­zweif­lung unter dem Schei­ne der Hoff­nung], 
    Abfall und Unglau­ben unter dem Vor­wan­de des Glau­bens, 
    den Anti­christ unter dem Namen Chri­sti, 
    um so durch schlau­en Trug die Wahr­heit zu ent­stel­len, 
    indem sie mit ihren Lügen den Schein der Wahr­heit erwecken.“
    -

  5. Gibt es sol­che Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler eigent­lich auch in den ortho­do­xen Kir­chen? Ich per­sön­lich kann mich jeden­falls nicht erin­nern, dass irgend­ein Theo­lo­ge oder Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler der Ost­kir­chen so der­ma­ßen pein­li­che Äuße­run­gen von sich gibt. Auch habe ich noch nie einen ortho­do­xen Prie­ster die Mes­se im Clowns­ko­stüm fei­ern sehen. Außer­dem fei­ern sowohl die Ortho­do­xen als auch die Pro­te­stan­ten, zumin­dest die Luthe­ra­ner, ihre Got­tes­dien­ste mit dem Rücken zum Volk. Wäre es da nicht für die Öku­me­ne för­der­li­cher, eben­falls wie­der ad ori­en­tem zu zele­brie­ren?
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  6. „Aus die­sem Grund soll­te die Kir­che den Got­tes­dienst­be­su­chern „öfter Mahl­zei­ten anbie­ten“, denn damit wird der „All­tag in den Bereich des Hei­li­gen“ hin­ein­ge­bracht, ist zumin­dest Fuchs über­zeugt.“
    Aber kei­ne Kote­letts und Sau­ma­gen. Nur vege­ta­risch, anson­sten gibt es gro­ßen Ärger.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  7. Wenn nach der Mes­se ein gemein­sa­mes Mit­tag­essen ange­bo­ten wird habe ich nichts dage­gen.

    Sol­che For­de­run­gen sind aller­dings auch nur für die Neue Mes­se äußer­bar. Und in man­chen Kir­chen wird die Erst­kom­mu­nion­fei­er ja eh schon an Tischen abge­hal­ten. Es käme nie­man­den in den Sinn, der Mes­se aller Zei­ten einen Mahl­cha­rak­ter anzu­dich­ten und dort ähn­li­che For­de­run­gen nach inte­grier­ten Mahl­zei­ten zu stel­len. Das ist anschei­nend nur für die Neue Mes­se denk­bar, die auf­grund ihrer Struk­tur und Aus­sa­gen eben auch dafür prä­de­sti­niert ist.

    Was ver­steht das Neue Mess­buch von 1969 unter „Mes­se“ noch­mal? Ach ja:

    „Cena domi­ni­ca sive Mis­sa est sacra syn­axis seu con­gre­ga­tio popu­li Dei in unum con­ve­ni­en­tis, sacer­dote prae­si­de, ad memo­ria­le Domi­ni cele­bran­dum. Qua­re de sanc­tae Eccle­siae loca­li con­gre­ga­tio­ne emi­nen­ter valet pro­mis­sio Chri­sti: ‚Ubi sunt duo vel tres con­gre­ga­ti in nomi­ne meo, ibi sum in medio eorum‘ (Mt 18,20) — Das Her­ren­mahl oder die Mes­se ist ein hei­li­ges Tref­fen oder die Ver­samm­lung des Vol­kes Got­tes, das sich unter dem Vor­sitz des Prie­sters trifft um das Gedächt­nis des Herrn zu fei­ern. Daher gilt für die­se ört­li­che Ver­samm­lung der hei­li­gen Kir­che das Ver­spre­chen Chri­sti ‚Wo zwei oder drei in mei­nem Namen ver­sam­melt sind, da bin ich mit­ten unter ihnen‘ (Mt 18,20).“ (Insti­tu­tio Gene­ra­lis Mis­sa­lis Roma­ni 1969, Kap. 2, Nr. 7)

    Das hat man nun davon!

  8. Wie ver­kom­men muss eine theo­lo­gi­sche Fakul­tät sein, dass sie sol­che Spin­ner habi­li­tiert und dann zu außer­or­dent­li­chen Pro­fes­so­ren macht?!

    • Sehr ver­kom­men, Seins­heim!
      Und die­ser Pro­fes­sor wird auch noch bezahlt, ver­mut­lich nicht schlecht.

      • Außer­or­dent­li­che Pro­fes­so­ren sind Pri­vat­do­zen­ten, die unent­gelt­lich leh­ren müs­sen, um ihre Lehr­be­fug­nis nicht zu ver­lie­ren. Nach einer gewis­sen Zeit wer­den sie zu außer­plan­mä­ßi­gen Pro­fes­so­ren ernannt — apl. Prof. heißt das. Immer­hin gibt der Staat für die­sen Herrn wohl kein Geld aus, es sei denn er hat eine Stel­le als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter.

  9. Man soll­te sich doch mehr an der Umwelt ori­en­tie­ren. anders­wo wür­de so ein Fach­mann raus­ge­schmis­sen. Nur in der Kir­che wird jede „Frei­heit“ gewährt.

  10. Das Tisch­ge­bet zu Hau­se ist ver­schwun­den. Dafür jetzt in der Kir­che ein Restau­rant eröff­nen?

  11. Jesus Chri­stus: „Dies ist mein Fleisch und Blut.“
    Dafür wür­de sich anbie­ten: heu­te Schnit­zel (mit Kro­ket­ten), mor­gen Gulasch (mit Spätz­le), am Frei­tag selbst­ver­ständ­lich fleisch­los und daher Risot­to und Salat oder auch kal­tes Buf­fet …, viel­leicht aber auch nur an allen Tagen beleg­te Bröt­chen; hin­ter­lässt nicht soviel Geschirr.
    Oder man gibt gleich dem Par­ty-Ser­vice den Auf­trag.
    Am Geld soll´s gewiss nicht schei­tern, es ist ja genug da.

    Was steht zur Aus­wahl für Jesu ver­gos­se­nes Blut?
    Bier oder doch bes­ser Reben­saft?
    Mine­ral­was­ser — still, medi­um oder sprit­zig?

    Bit­te, lie­ber Jesus, ver­zei­he mir den Sar­kas­mus.
    Du weißt, dass ich Dich lieb­ha­be und nicht ver­höh­nen will.
    Aber den Ideen des „ausser­plan­mä­ßi­gen Pro­fes­sors“ Gui­do Fuchs und ande­ren, schon gesche­he­nen lit­ur­gi­schen Miss­bräu­chen kann ich mich nur noch mit Sar­kas­mus gefühls­mä­ßig erweh­ren.

    • Also wirklich…was ist mit Kom­mu­nion­emp­fang für Gläu­bi­ge mit Lak­to­se-Into­le­ranz? Oder aber für die­je­ni­gen Gläubigen,welche kein Glu­ten ver­tra­gen? Haben Sie dar­an mal gedacht? Von den Vega­nern will ich ja gar nicht erst reden…

    • Lie­be Mari­en­zweig!
      Bit­te nicht böse sein, es ist gut gemeint, aber ich glau­be, das müs­sen Sie in die näch­ste Beich­te mit­neh­men.

      • Nein, lie­ber Dario, ich bin Ihnen nicht böse.
        Ich ahne, dass es ein böser Kom­men­tar war, aber es war ange­sichts vie­ler nega­ti­ver Vor­komm­nis­se, die in letz­ter Zeit kom­men­tiert und dis­ku­tiert wur­den, eine Reak­ti­on abso­lu­ter Trau­rig­keit — und des Zor­nes.
        Ja, es ist gut, heil­sam und tröst­lich, dass es die Beich­te gibt!

  12. Letz­ten Sonn­tag habe ich via Fran­ce­II einer kop­ti­schen Lit­ur­gie in Frank­reich bei­gewohnt — es war eine Fei­er im Geden­ken an die furcht­ba­ren Kir­chen­schän­dun­gen und Pöbe­lei­en an den Chri­sten durch Isla­mi­sten in Aegyp­ten. Wenn da jun­ge Fami­li­en in aller Frü­he auf­stehn, um den Korban (das Brot für die hl. Eucha­ri­stie) unter Psal­men­ge­sang und from­mer Betrach­tung zu backen. Die­se Ehr­furcht in der hl. Fei­er durch den Bischof und die Gemein­de — wäh­rend der Kon­se­kra­ti­on beson­ders ein­drück­lich in Anbe­tung und Got­tes­furcht zu Boden hin­ge­sun­ken — der Emp­fang des Sakra­men­tes knie­end und mit dem Mund in gro­sse Demut — gläu­big und vol­ler Lie­be — ach ich kann es gar nicht rich­tig in Wor­te fas­sen. Ich habe nur geweint. Geweint über alles Ver­lo­re­ne, Ver­ach­te­te, Hin­ge­schmis­se­ne in den hei­li­gen Fei­ern, wie wir es mit die­ser Mar­kus­ge­mein­de der Urzeit vor­kon­zi­li­är auch hat­ten. Ein­ge­tauscht für das Lin­sen­mus der Liber­ti­na­ge, des Pro­te­stan­tis­mus, der Frei­mau­re­rei-hin­ein­ge­wor­fen in das Nichts. Da macht sich die­ser Anti­lit­ur­gie­pro­fes­sor sehr gut und bezeich­nend aus. Hat ein sol­cher Dozent mal eine Lit­ur­gie wie die­se je mit­er­lebt — die noch ganz vom den apo­sto­li­schen Vätern geformt und geprägt, deren Glie­der wie­der den Geist der grau­sa­men Ver­fol­gung haut­nah spü­ren und durch die trost­vol­le Gegen­wart des Herrn gestärkt und auf­ge­rich­tet in den All­tag der blu­ti­gen Ver­fol­gung zurückkehren?Und selbst, wenn die­ser es täte höch­stens mit dem Drang was dabei alles zu zer­stö­ren und zu ver­än­dern wäre, damit das Gött­li­che, das Geist­li­che end­lich ver­schwin­det — dabei genüss­lich an sein fet­tes Kon­to, sein hohes Anse­hen, das ihm Beru­hi­gung ver­leiht denkt. Das sind lei­der mei­ne Erfah­run­gen mit sol­chen und ähn­li­chen Men­schen. Dann bete ich flux:Herr erbar­me dich mei­ner armen sün­di­gen See­le und aller sol­cher Mäg­de und Knech­te! Schen­ke uns Reue und Umkehr.

  13. Nun denn, Herr Fuchs, wir ken­nen Ihre Bei­trä­ge schon aus „Christ in der Gegen­wart“. Ich habe nur auf das gewar­tet. Sie ken­nen Pau­lus nicht — über­haupt nicht, „non diiu­di­cans coe­na Domi­ni“. Nein soche Leu­te sind Schis­ma­ti­ker, sie beschä­men die­je­ni­gen die „nichts bei­tra­gen (kön­nen)“ — eine rei­che Kir­che für die Rei­chen. Wenn das Ber­go­glio wüß­te — aber dem…?
    Die zahl­rei­chen Unwet­ter über Deutsch­land — Sie soll­ten sich Gedan­ken über den ZORN GOTTES machen!!! Sie sau­gen das Land aus — zer­stö­ren es, lie­fern es den Fein­den aus, födern den Ter­ro­ris­mus, socl­he Leu­te wie Sie Herr Fuchs sind Weg­be­rei­ter der Neu­en Her­ren­men­schen!!!
    Pfui!
    Ach ja — wer über­nimmt das Cate­ring? Ronald McDo­nald, der ja so sozi­al ist und ein Kin­der­kran­ken­haus nach dem ande­ren stif­tet?? Oder doch ein ande­rer, Johann Lafer, der ja auch man­ches Pfarr­fest schon belie­fert hat??
    Wohl bekomms — mir wird dage­gen spei­übel — vor Wut!!

  14. Wor­über regt Ihr Euch eigent­lich alle auf?
    Wir dür­fen doch schon seit län­ge­rer Zeit die Vor­be­rei­tun­gen auf das Refor­ma­ti­ons­ju­bi­lä­um und die dar­auf fol­gen­de, gro­ße (Wie­der-) Ver­ei­ni­gung der Katho­li­ken mit den Pro­te­stan­ten sämt­li­cher Strö­mun­gen und Rich­tun­gen bestau­nen.

    Bei der fol­gen­den Bischofs­syn­ode wird eben noch schnell der lästi­ge Stif­ter der Mut­ter Kir­che abge­wählt, und schon kön­nen die Fei­er­lich­kei­ten beginnen…eine gro­ße Zeit der Lie­be und Barm­her­zig­keit wird uns alle in ihren Bann zie­hen!

    Hei­li­ger Mar­tin Luther bit­te für uns!

    Selbst Schuld, wer noch in die soge­nann­te Amts­kir­che geht…

  15. Wir wei­nen über die ver­schwun­de­ne Ehr­furcht vor dem Aller­höch­sten, wir wei­nen über die Säku­la­ri­sie­rung in der Kir­che, wir wei­nen über den Ver­lust des „Mysti­schen“, der Auf­lö­sung der Tra­di­ti­on, kurz wir wei­nen über die Gott­lo­sig­keit. Wir kön­nen das alles nicht anhal­ten, immer wie­der wer­den wir ent­täuscht von „unse­rer Kirche“.….Vielleicht gibt es aber bei jedem von uns in der Nähe doch noch eine „Hoff­nungs­kir­che“, in der wür­dig und ehr­fürch­tig die Eucha­ri­stie gefei­ert wird. Man muß auf die Suche gehen.

  16. Wann hört die­ser Wahn­sinn end­lich auf, es ist nicht mehr aus­zu­hal­ten!!! Gui­do Fuchs, was ist in Sie gefah­ren?

  17. Ein Pro­blem sehe ich in der Frei­heit von For­schung und Leh­re, die prin­zi­pi­ell ein sehr hohes Gut ist. Lei­der wird die­se Frei­heit in den Gei­stes­wis­sen­schaf­ten durch den sog. Bolo­gna-Pro­zess zugun­sten einer ergeb­nis­ori­en­tier­ten Aus­bil­dung mehr und mehr ein­ge­schränkt. Mit Aus­nah­me der Theo­lo­gie! Da wird die Leh­re immer frei­er, rich­tet im Namen der Frei­heit immer mehr gegen die Leh­re der Kir­che. Die Kon­se­quenz: Die Prie­ster­aus­bil­dung müss­te von den theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten abge­kop­pelt wer­den bzw. es müss­te — wie in Hei­li­gen­kreuz — eine geson­der­te Prie­ster­aus­bil­dung geben, die nicht der Frei­heit im Sin­ne der „Auf­klä­rung“, son­dern der Leh­re im Sin­ne der Trad­ti­on dient. Und dann kann man den Theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten die­sel­be Fra­ge stel­len wie den Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tä­ten: Wo ist eue­re gesell­schaft­li­che Rele­vanz? Und sie dann eben­so gna­den­los ein­damp­fen. Denn sie sind fast über­all nur noch Brut­stät­ten der Häre­sie und der Spal­tung.

    • Sind Sie denn so sicher, dass nicht auch in der Uni­ver­si­täts-Theo­lo­gie finanz­star­ke und macht­be­wuss­te „För­de­rer“ und „Auf­trag­ge­ber“ stecken?

  18. Cor­ro­la­ri­um: ich möch­te mich ent­schul­di­gen noch­mals zu die­ser Sache zu spre­chen — zumal mei­ne postings eher mage­re Kost sind. Was mich jah­re­lang bedrückt ist der ver­nehm­lich unauf­halt­sa­me Nie­der­gang im got­tes­dienst­li­chen Gesche­hen. Da habe ich etwas Uner­hör­tes gese­hen. Letz­ten Sams­tag via You­Tube die Ves­per zum Libo­ri­fest in Pader­born. Ein­fach gross­ar­tig, erhe­bend wun­der­voll. In der Spra­che der Kir­che-Latein. Der Bischof, die Kan­to­ren mit schö­ner Stim­me, die pracht­vol­len Fal­si­bor­doni der Sän­ger­kna­ben mit einer Begei­ste­rung gesun­gen, die vie­len Lai­en, wel­che die Tex­te mit­ge­sun­gen (man sah ihnen an, dass sie mal Latein gelernt haben — und sie­he nicht ver­ge­bens!) die vie­len Bischö­fe der Welt­kir­che — die Hoch­stim­mung ist auf alle über­ge­schwappt — kein ein­zi­ges abwei­send­häss­li­ches Gesicht eines Moder­ni­sten a la Zuleh­ner — nein — ein gewal­ti­ges, gro­sses Got­tes­lob. Dan­ke an alle die mit­ge­wirkt haben — es war mir als wür­de ich träu­men. Doch da über­kommt mich ein ban­ges Füh­len: ist es etwa das letz­te Mal? War­ten da nicht schon die Füch­se, die den Wein­berg zer­stö­ren, schmie­den sie schon nich­ti­ge Plä­ne? Mein Fle­hen: Herr erhal­te die­se kost­ba­re Per­le, sie ver­herr­licht Dich, wie es Dir gebührt — sie leuch­tet und glänzt — sie hat mei­ne arme See­le satt und glück­lich gemacht.

    • Lie­be Fr. Züger, ich lese Sie sehr gern!

      Was indes die Situa­ti­on im Erz­bis­tum Pader­born betrifft, hat Sie ein ban­ges Füh­len sicher nicht grund­los umfasst. Zwar ver­steht es der deut­sche „Kir­chen­be­trieb“ nach wie vor, sich an sol­chen Festen zu insze­nie­ren, ins­be­son­de­re wenn Kame­ras dabei sind. Aber die Kulis­se ver­mag die stark zuneh­men­de Ent­lee­rung nicht (mehr lan­ge) zu ver­ber­gen.

      - Wo sind die prak­ti­zie­ren­den katho­li­schen Fami­li­en?
      — Wo sind pri­va­te Schul­in­itia­ti­ven (schwie­rig, aber es geht ums See­len­heil!), die sich zumin­dest soweit mög­lich der rot­grü­nen Erzie­hungs­agen­da zu ent­zie­hen suchen?
      — Wo sind die Beru­fun­gen in den Prie­ster- & Ordens­stand?
      — Wie lan­ge kön­nen sich die Klö­ster noch hal­ten?

      In der Zeit von 1980 bis 2004 hat sich in die­ser Diö­ze­se allein die Anzahl der Ordens­leu­te mehr als hal­biert, die letz­ten 10 Jah­re also noch nicht ein­mal ein­ge­rech­net. Zu schwei­gen vom Durch­schnitts­al­ter.

      Also „alles wie gehabt“ (in D‑A-CH). Aber selbst­ver­ständ­lich hat das „Neue Pfing­sten“ von 1962–1965 damit ÜBERHAUPT nichts zu tun.

      Was den­ken Sie, was da von „Libo­ri“ außer der schö­nen Musik in eini­gen Jah­ren noch übrig blei­ben wird.

    • @hedi züger
      Bit­te hören Sie doch auf, mir Ihrer völ­lig deplatz­ier­ten Schwär­me­rei!
      „Etwas Uner­hör­tes — Libo­ri­fest in Pader­born, ein­fach groß­ar­tig erhe­bend wun­der­voll (???) — die vie­len Bischö­fe der Welt­kir­che — die Hoch­stim­mung ist auf alle über­ge­schwappt — es war mir als wür­de ich träu­men“…

      Was ich hier sehe ist:
      Einen „Volks­al­tar“ (Luther-The­ke, wie sie ein Bekann­ter nennt)
      Lesung — eine Frau
      Kon­ze­le­bra­ti­on
      Hand­kom­mu­ni­on, ste­hend, auch anschlie­ßend kei­ne (ein­zi­ge) ehr­furchts­er­wei­sen­de Knie­beu­ge, selbst die drei Klo­ster­schwe­stern hal­ten schön das Händ­chen hin und eine Knie­beu­ge offen­sicht­lich nicht für nötig
      wäh­rend der Kom­mu­ni­on, eine gräss­li­che, schmerz­be­rei­ten­de, bizar­re Musik
      die Pre­digt — das übli­che inhalts­lo­se, seich­te Gere­de

      Sehr „erhe­bend“, ja, zum „HINAUSGEHEN“ !!

      https://www.youtube.com/watch?v=X7i32GUMyPk

      • hoch­ge­ehr­ter @Dario ‑lei­der ken­ne ich die dor­ti­gen Ver­hält­nis­se nicht — aber ich habe punk­to Kir­chen­mu­sik — bin selbst aus­ge­bil­det in Chor­lei­tung und Orgel — in Deutsch­land und auch bei mir in der Schweiz him­mel­trau­ri­gen Müll zum Hin­aus­lau­fen gehört — der kul­tu­rel­le, kunst­be­zo­ge­ne Abfall, Deka­denz läuft par­al­lel zum Glau­bens­schwund — ich den­ke mit Schmerz auch an Mün­chen und Regens­burg (nach dem Weg­gang von Mgr. Ratz­in­ger, dem ich sehr viel ver­dan­ke in der Inter­pre­ta­ti­on der Vokal­po­ly­pho­nie der Renais­sance) — da habe ich in dem kur­zen You­Tube-Film (nur Aus­schnitt) der Ves­per mei­ne herr­li­chen, pracht­vol­len a cap­pel­la-Musik als Got­tes­ge­schenk genos­sen. Zuleh­ner und ande­re gries­grä­mi­ge Gesich­ter der Pro­gres­si­sten habe ich dort nicht gese­hen, aber die gibt es jetzt ja nach­ge­wie­se­ner mas­sen auch hüben und drü­ben. Die Begei­ste­rung der alt­klas­si­schen Mei­ster war über­grei­fend. Die­se Musik-durch den unbe­glei­te­ten Gesang erreicht abso­lu­te Stim­mung — der Raum wird unend­lich weit — die­se Musik hat damals beim Triden­ti­num die Kir­chen­mu­sik geret­tet. Ob die kon­tem­po­rä­ne dies täte glau­be ich nie und nim­mer. Dar­an als Erin­ne­rung an längst­ver­gan­ge­ne Stun­den an hei­li­gen Stät­ten habe ich mich über­schwäng­lich gefreut als uner­war­te­tes Got­tes­ge­schenk für mich ganz per­sön­lich-es war wun­der­bar. Herr ich will Dir dan­ken in Ewig­keit. Das Übri­ge — also Mes­se und Kom­mu­nion­emp­fang habe ich eben nicht gese­hen — da muss ich mich bei Ihnen ent­schul­di­gen. Aus gesund­heit­li­chen Grün­den kann ich seit Jah­ren das Haus nicht mehr ver­las­sen so bin halt auf PC, TV ect. ange­wie­sen. Ihnen wün­sche ich von Her­zen viel sol­che Got­tes­stun­den wie ich sie in der musi­ca sacra tief erle­ben durf­te — ein ein­zi­ger Tag in den Vor­hö­fen Dei­nes Heilg­tums ist bes­ser als tau­send ande­re — denn wie lie­bens­wert sind Dei­ne Woh­nun­gen — mein Herz und mein Leib jauch­zen Ihm zu, Ihm, dem leben­di­gen Gott. Auch der Sper­ling fin­det ein Haus und die Schwal­be ein Nest für ihre Jun­gen — Dei­ne Altä­re, Herr der Heer­scha­ren, mein Gott und mein König.

    • All die „Pracht“ ist nichts wert unter den gege­be­nen Umstän­den:

      Amos 5, 23:

      „Weg mit dem Lärm dei­ner Lie­der! Dein Har­fen­spiel will ich nicht hören,
      son­dern das Recht strö­me wie Was­ser, die Gerech­tig­keit wie ein nie ver­sie­gen­der Bach.“

  19. Wo sind die Sata­ni­sten, wenn nicht schon in der Kir­che?
    Der Teu­fel hasst das Kreuz, Weih­was­ser und Maria.
    Sie nen­nen sich Wis­sen­schaft­ler und stel­len die Leh­re Got­tes auf den Kopf.
    War­um sind ISIS Kämp­fer Got­tes­kämp­fer, das sind rein­ste Sata­ni­sten die alles töten was nicht ihrem Anti­chri­sten ent­spricht.

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