Erlöst – zehn wahre Geschichten über die Bekehrung von Pornografie zur Reinheit

deliveredSpe­zi­ell durch das Inter­net hat sich die Por­no­gra­fie zu einem der größ­ten Übel unse­rer Zeit ent­wickelt. Die apo­sto­li­sche Arbeit auf die­sem Gebiet hat beson­ders in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka im Lau­fe der letz­ten Jah­re gro­ße Fort­schrit­te gemacht. Der in den Kali­for­ni­en leben­de Austra­li­er Matt Fradd hat sich, nach eige­ner leid­vol­ler Erfah­rung mit dem Kon­sum von Por­no­gra­fie, der Auf­klä­rung ver­schrie­ben und bereist das gan­ze Land, um Män­nern und Frau­en, die mit Por­no­gra­fie zu kämp­fen haben, einen Aus­weg auf­zu­zei­gen. Jüngst ver­öf­fent­lich­te Fradd ein kom­pak­tes Büch­lein mit dem Titel „Deli­ve­r­ed“ („Erlöst“), das zehn wah­re Geschich­ten über die Bekeh­rung von Por­no­gra­fie zur Rein­heit beinhal­tet. Mit Matt Fradd sprach Bran­don Vogt, dem wir für die Erlaub­nis zur Über­set­zung des fol­gen­den Inter­views dan­ken.

Las­sen Sie uns begin­nen mit eini­gen Grund­la­gen zu „Deli­ve­r­ed“, Ihrem neu­en Buch. Wie ist das Buch ent­stan­den, und was kön­nen die Leser erwar­ten?

Die Sub­stanz des Buches besteht aus zehn Geschich­ten über jene, die sich von Por­no­gra­fie ab- und der Rein­heit zuge­wandt haben. Der bekann­te Exper­te zum The­ma Keusch­heit Jason Evert schrieb das Vor­wort, und am Ende bie­te ich einen fünf­stu­fi­gen Schlacht­plan, um sich von Por­no­gra­fie zu befrei­en. Dazwi­schen aber haben wir ein­drucks­vol­le Geschich­ten von rea­len Män­nern und Frau­en. Dazu gehö­ren eini­ge von sol­chen aus der Sex-Indu­strie wie auch eine Geschich­te von einem Ehe­mann und einer Ehe­frau, die zusam­men über die Höl­le schrei­ben, die sie wegen Por­no­gra­fie­sucht durch­ma­chen muß­ten.

Das Buch ist sehr auf­rich­tig und manch­mal erschreckend, wenn man dar­über nach­denkt, wohin Por­no­gra­fie einen füh­ren kann. Aber schluß­end­lich ist es hoff­nungs­voll, wenn man die Hei­lung und die Frei­heit sieht, wel­che die­se Leu­te in ihrem eige­nen Leben erfah­ren haben. Es war mei­ne Hoff­nung, daß durch die­se Geschich­ten die Leser ermu­tigt, gebil­det und ange­lernt wer­den, wie man sich befreit.

Das Buch bie­tet zehn Zeug­nis­se. Gab es eines oder zwei, die für Sie beson­ders her­vor­ste­chen?

Eines mei­ner Lieb­lings­zeug­nis­se wur­de geschrie­ben von einer Dame, die eine Strip­pe­rin war. Die­se Dame – nen­nen wir sie June – war vor eini­gen Jah­ren sogar in mei­ner Jugend­grup­pe. Wir haben zusam­men den Rosen­kranz gebe­tet, waren bei Ein­kehr­ta­gen, und ich habe immer gro­ße Stücke auf sie gehal­ten.

Irgend­wann nach ihrem Schul­ab­schluß hör­ten wir, daß June dem Glau­ben den Rücken gekehrt hat­te. Also nahm ich über Face­book mit ihr Kon­takt auf, um zu sehen, was sie so treibt. Tat­säch­lich, ich ent­deck­te, daß sie eine Strip­pe­rin gewor­den war. Als ich sie zu die­ser Ent­schei­dung befrag­te, war sie ziem­lich abweh­rend. Sie sag­te, daß, wenn ich ein Pro­blem damit hät­te, es mei­ne Schuld sei. Aber ich ver­si­cher­te ihr, daß ich nicht hier war, um über sie zu rich­ten, son­dern nur, um nach ihr zu sehen, weil ich sie gern­ha­be. Ich frag­te sie, ob sie etwas dage­gen hät­te, wenn ich mir ihr ein Inter­view dar­über füh­ren wür­de, wie es ist, eine Strip­pe­rin zu sein.

Nun, man beden­ke, daß sie kei­ne Frau war, die das Strip­pen auf­ge­ge­ben oder eine Bekeh­rung zu Chri­stus erfah­ren hat­te. Sie stimm­te schließ­lich einem Inter­view zu, und wir schrie­ben ein­an­der E‑Mails. Sie bekun­de­te mir gegen­über, wie schreck­lich die­se Indu­strie war und wie sie den Groß­teil des Gel­des, das sie ver­dien­te, dafür aus­ge­ben muß­te, sich zu betrin­ken, um über­haupt strip­pen zu kön­nen. Sie ver­mit­tel­te ein wirk­lich düste­res Bild. Also sag­te ich: „Es klingt nicht so, als seist du sehr glück­lich. Hast du dar­über nach­ge­dacht, auf­zu­hö­ren?“ Sie ant­wor­te­te: „Naja, das kann ich nicht, denn ich habe Schul­den, die ich beglei­chen muß.“ Also frag­te ich: „Wenn mei­ne Frau und ich in der Lage sind, die­se Schul­den zu bezah­len, wirst du mit dem Strip­pen auf­hö­ren?“ Und sie ant­wor­te­te: „Oh nein, ich bin nicht so jemand. Ich kann sol­che Almo­sen nicht anneh­men.“ Also sag­te ich: „Nun hör mal, du bist gewillt, für Geld dei­ne Kla­mot­ten aus­zu­zie­hen, aber du bist nicht gewillt, sie für Geld wie­der anzu­zie­hen?“ Und sie gab zu: „Okay, da ist was dran.“

Zwar moch­te ich June, aber ich ver­trau­te ihr nicht unbe­dingt. Also frag­te ich sie nach der Tele­fon­num­mer ihres Chefs und sag­te June, daß ich ihn anru­fen wer­de, um zu bestä­ti­gen, daß sie gekün­digt hat. Falls dies der Fall sei, wür­den mei­ne Frau und ich ihr den Scheck sen­den. Tat­säch­lich kün­dig­te sie, und es war uns mög­lich, ihr das Geld zu geben, wie auch eini­ge Mate­ria­li­en zum The­ma Keusch­heit, die von Jason und Cry­sta­li­na Evert gespen­det wor­den waren. Ich kauf­te ihr auch eine schö­ne Wun­der­tä­ti­ge Medail­le. June kam schließ­lich zum Essen in unser Haus, wobei mei­ne Frau und ich sie über­zeug­ten, zur Beich­te zu gehen.

Wäh­rend die­ses gan­zen Pro­zeß­es inter­view­te ich June ver­schie­de­ne Male dar­über, wie es war, die Strip­per-Indu­strie zu ver­las­sen. Die­se drei Inter­views wur­den in „Deli­ve­r­ed“ abge­druckt und sind wohl mei­ne Lieb­lings­tei­le des Buches. Es ist ein­fach eine so ein­drucks­vol­le Geschich­te!

Die Kir­che und unse­re Kul­tur stel­len die­se Keusch­heits­an­ge­le­gen­hei­ten oft als aus­schließ­lich männ­li­che Pro­ble­me dar. Aber Ihr Buch zeigt, wie vie­le Frau­en eben­falls mit Por­no­gra­fie kämp­fen. Kön­nen Sie dazu etwas sagen?

Vie­le von uns Red­nern zum The­ma Keusch­heit sind für die­se fal­sche Auf­fas­sung teil­wei­se zu tadeln. Wir sind kei­ne Hil­fe, wenn wir sol­che Din­ge sagen wie: „Por­no­gra­fie ist ein männ­li­ches Pro­blem. Frau­en haben viel­leicht mit Lie­bes­ro­ma­nen zu kämp­fen, aber visu­el­le Por­no­gra­fie ist ein männ­li­ches Pro­blem.“ Was wir nicht rea­li­sier­ten – und ich spre­che für mich selbst – ist, daß wir die­se Frau­en umso mehr iso­liert haben.

Als Män­ner kön­nen wir uns die Scham vor­stel­len, die mit dem Anschau­en von Por­no­gra­fie ver­bun­den ist. Aber stel­len Sie sich vor, Sie sind eine Frau, der gesagt wird, daß dies ein Pro­blem von Män­nern ist, also soll­te ich damit nicht zu kämp­fen haben. Wie man sieht, ist die Scham hier umso prä­sen­ter.

Tat­sa­che ist, daß eine wach­sen­de Rate von Frau­en visu­el­le Por­no­gra­fie anschaut und süch­tig wird. In mei­nem Buch haben wir zwei Geschich­ten von jun­gen Frau­en, die von Por­no­gra­fie zur Rein­heit gefun­den haben. Die eine ist Jes­si­ca Har­ris, die eine gran­dio­se Inter­net­sei­te namens beggarsdaughter.com betreibt – eine Inter­net­sei­te für Frau­en, die mit Por­no­gra­fie rin­gen.

Die ande­re ist die katho­li­sche Musi­ke­rin Audrey Assad, die eben­falls als jun­ge Frau mit Por­no­gra­fie zu kämp­fen hat­te und, mit der Gna­de Got­tes, sich schließ­lich befrei­en konn­te. Dies ist Audreys erste Ver­öf­fent­li­chung zu die­ser Erfah­rung.

Ich bin unge­mein dank­bar bei­den Frau­en gegen­über für ihren Mut, ihre Geschich­ten wei­ter­zu­ge­ben. Ich hof­fe wirk­lich, daß jun­ge Frau­en, die die­ses Buch lesen, Trö­stung dar­in fin­den zu rea­li­sie­ren, daß sie nicht allein sind, wäh­rend sie gleich­zei­tig erken­nen, daß Hoff­nung und Hei­lung für sie zugäng­lich sind.

Ich habe Sie in einem ver­gan­ge­nen Inter­view gefragt, wie jemand, der mit Por­no­gra­fie ringt, Frei­heit und Hei­lung fin­den kann. Aber ich wür­de ger­ne eine ver­wand­te Fra­ge stel­len. Wel­chen Rat wür­den Sie einem Ehe­mann (bzw. einer Ehe­frau) geben, des­sen Part­ne­rin (bzw. deren Part­ner) mit Por­no­gra­fie ringt?

Das ist eine groß­ar­ti­ge Fra­ge. An erster Stel­le soll­te der Part­ner (bzw. die Part­ne­rin) aner­ken­nen, daß – falls die gelieb­te Per­son Por­no­gra­fie anschaut – man voll­kom­men gerecht­fer­tigt ist, sich ver­letzt und wütend zu füh­len. Sie soll­ten die­se Din­ge füh­len! Wenn Sie die­se Din­ge nicht gefühlt haben, ist viel­leicht etwas ver­kehrt bei Ihnen.

An zwei­ter Stel­le soll­te man den Part­ner hin­sicht­lich des Pro­blems anspre­chen. Nun, wenn Sie ängst­lich sind, ihn anzu­spre­chen, und befürch­ten, daß Sie emo­tio­nal oder wütend wer­den, den­ken Sie dar­über nach, einen Brief an Ihren Part­ner zu schrei­ben. Beteu­ern Sie in dem Brief Ihre tie­fe Lie­be und Ihren Respekt. Wenn ein Mann sich Por­no­gra­fie zuwen­det, Ihre Lie­be ver­rät und Frau­en objek­ti­viert, ist das nicht sei­ne Absicht. Das ist natür­lich das, was schließ­lich geschieht, aber das war nicht sei­ne Absicht. Sein erstes Ziel ist sexu­el­le Erre­gung oder zur Lin­de­rung von Gefüh­le der Ein­sam­keit und Iso­lie­rung bei­zu­tra­gen. Also bekräf­ti­gen Sie Ihre Lie­be für Ihren Part­ner.

Drit­tens wür­de ich Sie ernst­lich dazu ermu­ti­gen, Ihrem Part­ner über „Covenant Eyes“ zu berich­ten. Das ist ein Inter­net­fil­ter und eine Ver­ant­wort­lich­keits-Soft­ware. Wenn man sie her­un­ter­lädt, fragt sie nach der E‑Mail-Adres­se eines Ver­ant­wort­lich­keits-Part­ners. Die­ser erhält alle zwei Wochen einen Bericht, der dar­über infor­miert, was Ihr Part­ner sich im Inter­net ange­se­hen hat. Ich schla­ge nicht vor, daß Sie, als die Ehe­frau, die Ver­ant­lich­keits-Part­ne­rin sind, denn ich glau­be nicht, daß das gesund wäre (aber es liegt an Ihnen, das zu ent­schei­den). Aber Sie müs­sen Ihren Part­ner ermu­ti­gen, in die­sem Kampf jeman­dem gegen­über ver­ant­wort­lich zu wer­den – einem Freund, einem Men­tor, einem Prie­ster, etc.

Auf der ande­ren Sei­te – für Ehe­män­ner oder Ehe­frau­en, die dies lesen und selbst mit Por­no­gra­fie rin­gen –, den­ken Sie dar­über nach, Ihrer Part­ne­rin (bzw. Ihrem Part­ner) eine Notiz zu schrei­ben. Brin­gen Sie Ihre Gedan­ken zu Papier. Stel­len Sie sicher zu beto­nen: „Auf die­se Arten kämp­fe ich dage­gen um dei­net­wil­len …“ Schrei­ben Sie nicht ein­fach: „Ich habe Por­no­gra­fie ange­schaut.“ Schrei­ben Sie: „Ich habe dich geliebt, ich habe dich betro­gen, aber hier sind die Ver­än­de­run­gen, die ich ver­wirk­licht habe, weil unse­re Ehe und unse­re Kin­der mir so wich­tig sind. Ich bete, ich faste, ich mache Gebrauch vom Sakra­ment der Beich­te, und ich bin in Kon­takt mit einem Ver­ant­wort­lich­keits-Part­ner, um mir zu hel­fen.

Abschlie­ßend, wer­fen Sie einen Blich in das Buch „Deli­ve­r­ed“. Wir ver­kau­fen es für nur zwei Dol­lar pro Buch. Um ehr­lich zu sein, der Begrün­dung dafür, daß wir es so gün­stig ver­kau­fen, besteht teil­wei­se dar­in, daß „Catho­lic Ans­wers“, der Ver­le­ger, nicht der Ansicht war, daß sich das Buch ver­kau­fen wür­de. Es gibt einen Grund, daß man nicht vie­le ande­re Bücher fin­det – wenn über­haupt –, die Por­no­gra­fie-Bekeh­rungs­ge­schich­ten ent­hal­ten: Die Leu­te, die sie brau­chen, kau­fen sie nicht. Also, wir wol­len, daß das Buch so vie­le Leu­te wie mög­lich erreicht. Daher ist der Preis, wenn man eine Kiste mit 20 Büchern kauft, nur zwei Dol­lar pro Buch. Ver­tei­len Sie sie in der Kir­che, oder in der Schu­le, oder unter Freun­den. Las­sen Sie uns hel­fen, zusam­men die­ses Pro­blem zu besie­gen!

Über­set­zung: M. Bene­dikt Bue­r­ger

6 Kommentare

  1. Wie sag­te schon der hoch­wür­di­ge Dr.Dr. Gre­go­ri­us Hes­se: Die Sün­de wider das sech­ste Gebot ist nicht die schwer­ste aber die gefähr­lich­ste.

    Schlimm ist ja, dass man das sech­ste Gebot heut­zu­ta­ge als Ver­bot des Ehe­bruchs im eng­sten Sin­ne, nicht aber als Ver­bot der Unkeusch­heit liest. Hier müss­ten die aktu­el­len Kate­chis­men expli­zi­ter wer­den, damit man zum Bei­spiel auch das Tra­gen eng­an­lie­gen­der Klei­dung wie­der als Ver­stoß gegen das sech­ste Gebot erkennt.

  2. Es ist gut, dass mit sol­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen die Rea­li­tät beschrie­ben wird. Mich beein­druckt v.a. die­ser Satz: „Wir sind kei­ne Hil­fe, wenn wir sol­che Din­ge sagen wie: „Por­no­gra­fie ist ein männ­li­ches Pro­blem. Frau­en haben viel­leicht mit Lie­bes­ro­ma­nen zu kämp­fen, aber visu­el­le Por­no­gra­fie ist ein männ­li­ches Pro­blem.“ Was wir nicht rea­li­sier­ten – und ich spre­che für mich selbst – ist, daß wir die­se Frau­en umso mehr iso­liert haben.“
    Die Rea­li­tät ist tat­säch­lich, dass Frau­en in ähn­lich inten­si­ver Wei­se, wenn auch viel­leicht mit einer ande­ren „Note“, Pro­ble­me mit der Keusch­heit haben wie Män­ner. (Wie soll­te es auch anders sein — denn mit wem soll­ten Män­ner denn ent­glei­sen, wenn nicht mit Part­ne­rin­nen, die die­sel­be Ein­stel­lung haben??!!). Dass das immer wie­der bestrit­ten wird, gera­de auch von from­mer Sei­te, ist ein gro­ßes Pro­blem.
    Einer­seits lügen sich Frau­en, die im katho­li­schen Ghet­to auf­ge­wach­sen sind, durch die fal­sche Leh­re, sie sei­en schon von Natur aus angeb­lich weni­ger ange­foch­ten, etwas über ihre wirk­li­chen Regun­gen und ihre wirk­li­che Natur in die Tasche. Mir ist das schon ein paar­mal auf­ge­fal­len, auch unan­ge­nehm auf­ge­fal­len, dass hier bei Frau­en eine Art „unbe­wuss­te Unsau­ber­keit“ in vie­len Aus­sa­gen zum Aus­druck kommt, sie das aber weder zuge­ste­hen noch als Sün­de erken­nen wür­den — es ist ver­schüt­tet, ver­frem­det und hat sich fal­sche „Kanä­le“ gesucht. Man kommt da fast nicht bei. Viel­leicht ist das auch das, was man Katho­li­ken oft als „Dop­pel­mo­ral“ oder auch Bigot­te­rie vor­ge­wor­fen hat.
    Es ist gut und wich­tig, hier frei und offen zu reden, zu den­ken und zu agie­ren — denn kei­ner von uns allen darf behaup­ten, er oder sie sei nicht schon schwer ver­sucht wor­den und auch gefal­len in der einen oder ande­ren Form. Eine so star­ke Trieb­kraft wie die Sexua­li­tät ist bei nie­man­dem von Anfang an geord­net. Sie über­fällt uns in der Jugend und wir brau­chen eine gute, warm­her­zi­ge und nüch­ter­ne Hil­fe­stel­lung durch die Älte­ren (zu denen ich inzwi­schen selbst gehö­re), die nichts ver­drän­gen und nicht ver­harm­lo­sen…
    Ande­rer­seits wird ein­sei­tig Frau­en etwas zum Pro­blem gemacht, was man bei Män­nern frag­los durch­ge­hen lässt. So fin­det man zum Bei­spiel im Beicht­spie­gel der FSSP die Fra­ge an Frau­en, ob sie sich zu sexy ange­zo­gen hät­ten und damit das ande­re Geschlecht rei­zen wür­den. Die Tat­sa­che, dass es auch einer Frau nicht gera­de gut geht damit, wenn Män­ner sich auf­rei­zend anzie­hen, wird schlicht igno­riert.
    Im Gegen­teil — wenn sie dar­an Anstoß nimmt und es benennt, wird das auch wie­der ihr als der Frau ange­la­stet. Denn eine Frau hat das gefäl­ligst schon von Natur aus nicht zu bemer­ken oder „kann“ davon gar auf ungu­te Gedan­ken gebracht wer­den.
    Wäh­rend in der säku­la­ren Welt fast jeder hier rea­li­stisch denkt, stößt man in from­men Krei­sen damit auf einen Wider­stand, der die Fra­ge auf­kei­men lässt, was hier Ideo­lo­gie und was Wirk­lich­keits­sinn ist.

    Daher: es ist gut, dass es sol­che offe­nen Bücher, die sich uns uns nichts vor­lü­gen, gibt!

  3. Das fun­da­men­ta­le Pro­blem bei Por­no­gra­fie ist doch, das feh­len­de Bewusst­sein der Men­schen, dass es Sün­de ist. Sie den­ken sich wohl, (fast) jeder tut es und dar­um kön­ne es nicht falsch sein.
    Was eben­falls damit zu tun hat, ist ein fal­sches Bild das die Men­schen von den Medi­en über ihren eige­nen Kör­per auf­ge­drängt bekom­men und auch der Grup­pen­zwang spielt dabei eine Rol­le.
    Vom Kör­per als ‚Tem­pel des Hei­li­gen Gei­stes‘ kann da lei­der häu­fig kei­ne Rede mehr sein. Im Gegen­teil, dem eige­nen Kör­per wird heut­zu­ta­ge der Wert gege­ben, den die See­le eigent­lich haben soll­te.
    Das drückt sich u.a. dadurch aus, dass das Inter­net mit Wer­be­ban­nern zuge­müllt ist, die nack­te Haut zei­gen. Für mich ist es teil­wei­se uner­träg­lich gewor­den, was mein E‑Mail-Anbie­ter mit sei­nen Wer­be­flä­chen macht, beson­ders zu spä­ter Stun­de wird dort mit ein­deu­ti­gen ero­ti­schen Ange­bo­ten gewor­ben.
    Wenn wir schon dabei sind, fra­ge ich mich, was eine halb­nack­te, tan­zen­de Dame denn mit Wer­bung für Kat­zen­fut­ter zu tun hat.
    Jesus sag­te schon: ‚Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in sei­nen Gedan­ken bereits Ehe­bruch began­gen.‘
    Das Weg­se­hen fällt einem in der heu­ti­gen Zeit immer schwe­rer, wo Mode­trends absicht­lich in Rich­tung nack­ter Haut und engem Schnitt gehen, wie man an modisch ange­zo­ge­nen Frau­en sieht. Dabei bin ich auch über­zeugt, dass vie­le Frau­en die bei hei­ßem Wet­ter Kir­chen besu­chen, durch ihre offe­ne Klei­dung nicht das Ein­ver­ständ­nis Got­tes haben und nicht nur sel­ber damit sün­di­gen, son­dern auch ande­re poten­zi­ell in Ver­su­chung brin­gen zu sün­di­gen. Es gibt Sün­den die schwer ver­meid­bar sind, aber die­se zählt bestimmt nicht dazu. Denn es ist nicht müh­sam, sich so anzu­zie­hen, dass nie­mand sexu­ell Anstoß dar­an neh­men kann.

    Man­che Frau­en, die Maria ver­eh­ren, dann aber offe­ne Klei­dung tra­gen, über­se­hen, dass Maria nie so her­um­ge­hen wür­de und auf Sta­tu­ten und Bil­dern auch nicht so dar­ge­stellt wird. Wie hät­te Maria denn ein Leben lang ohne Sün­de sein kön­nen, wenn sie anstö­ßi­ge Klei­dung getra­gen hät­te? Na eben.

  4. Hier­zu passt von der hl. Hil­de­gard v. Bin­gen: “Scivias”-Kodex: Tafel 32: Das Ende der Zei­ten:

    Der gefal­le­ne Lich­ten­gel Luzi­fer hat­te nach sei­nem Sturz ange­kün­digt, er wer­de nun sei­nen Kampf gegen Gott über und durch den schwa­chen Men­schen füh­ren. „Ich will mei­ne Herr­schaft im Schoß der Frau errich­ten.“

  5. Ein Mit­tel, sich im Inter­net etwas weni­ger belä­sti­gen zu las­sen:
    man kann die Bild­an­zei­ge im Brow­ser abschal­ten.
    Will man doch ein­zel­ne Bil­der sehen, kann man die­se gezielt aus­wäh­len.
    Flash lässt sich auch deak­ti­vie­ren.

  6. Es gibt meh­re Mög­lich­kei­ten sich vor unscham­haf­ten Bil­dern und Vide­os im Inter­net zu schüt­zen:

    1. Die (oft fre­che) Inter­net-Wer­bung mit dem kosten­lo­sen Adblock Plus blocken
    2. Emails via Out­look oder dem kosten­lo­sen Thun­der­bird anse­hen, anstatt in den mit unscham­haf­ten Arti­keln über­flu­te­ten Web­por­ta­len von GMX, Web.de, Free­n­et oder Arcor und Co.
    Gmail.com hin­ge­gen wirbt gar nicht mit Bil­dern im Web­por­tal, son­dern nur mit einer dezen­ten Text­zei­le.
    3. Den kosten­lo­sen Por­no­sei­ten-Blocker „K9 Web­pro­tec­tion“ instal­lie­ren und von Fil­ter­ein­stel­lung Stan­dard auf Mode­rat stel­len, wenn sozia­le Netz­wer­ke und gän­gi­ge Video­por­ta­le (You­tube) nicht geblockt wer­den sol­len.
    Mehr dazu auch unter: http://www.tinyurl.com/Internetschutz

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