Die außerprotokollarischen Gesten des Papstes — Umstrittener Symbolcharakter

Papst Franziskus ist begeistert: die umstrittenen Gesten des Papstes(Vati­kan) Papst Fran­zis­kus gilt seit sei­ner Wahl als Pon­ti­fex sui gene­ris. Ver­ant­wort­lich sind dafür vor allem sei­ne „unkon­ven­tio­nel­len“ Gesten, die Medi­en ger­ne ins Bild set­zen, weil sie die Spar­te Chro­nik und Tratsch bedie­nen. Da der Papst der Papst ist, wird in Rom wohl­wol­lend dar­über hin­weg­ge­se­hen. Kri­tik gibt es im Vati­kan nur hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand. Was aber bedeu­ten die Gesten? Was will der Papst damit dem Volk Got­tes und der Mensch­heit sagen? Wel­che Rück­schlüs­se las­sen sich dar­aus zie­hen? Vom Bus­si-Bus­si mit der Homo-Spon­so­rin Cri­sti­na Kirch­ner, der pein­li­chen Ver­nei­gung vor einer mos­le­mi­schen Köni­gin bis zum Hand­kuß für einen anar­cho-katho­li­schen Prie­ster, laut dem „nie­mand die Wahr­heit besitzt“.

Auf Tuchfühlung mit Cristina Kirchner

Päpstliches Bussi Bussi mit Argentiniens Staatspräsidentin Cristina KirchnerIm März 2013, weni­ge Tage nach sei­ner Wahl, emp­fing der argen­ti­ni­sche Papst Argen­ti­ni­ens Staats­prä­si­den­tin Cri­sti­na Fernán­dez de Kirch­ner. Obwohl das Ver­hält­nis der Staats­prä­si­den­tin und des vor­ma­li­gen Erz­bi­schofs von Bue­nos Aires, Jor­ge Mario Kar­di­nal Ber­go­glio ganz und gar nicht freund­lich war, gab ihr der Papst zur Ver­ab­schie­dung einen Wan­gen­kuß.

Das Bild der unge­wöhn­li­chen Geste ging um die Welt. Man­che rie­ben sich ungläu­big die Augen über ein so „ple­be­ji­sches“ Ver­hal­ten eines Pap­stes. Das sei so üblich unter Argen­ti­ni­ern, erklär­ten die „Nor­ma­li­sten“.

„Ich wur­de vor­her noch nie von einem Papst geküßt“, kom­men­tier­te die Staats­prä­si­den­tin nach dem Mit­tag­essen beim Papst. „Nicht nur sie“, kom­men­tier­ten die Vati­ka­ni­sten das unge­wöhn­li­che Ereig­nis.
Die exklu­siv-amika­le Geste hin­der­te Cri­sti­na Kirch­ner nicht dar­an, im demon­stra­ti­ven Wider­spruch zur katho­li­schen Leh­re Tauf­pa­tin eines durch künst­li­che Befruch­tung gezeug­ten Mäd­chens einer les­bi­schen Mut­ter zu wer­den, die mit einer ande­ren Les­be in der argen­ti­ni­schen Vari­an­te der „Homo-Ehe“ zusam­men­lebt (sie­he eige­nen Bericht Homo-Instru­men­ta­li­sie­rung einer Tau­fe in Cor­do­ba – „Frucht“ des Pon­ti­fi­kats von Papst Fran­zis­kus?). Die Aner­ken­nung gleich­ge­schlecht­li­cher Part­ner­schaf­ten war 2010 von Cri­sti­na Kirch­ner durch­ge­setzt wor­den

Die unstandesgemäße Verneigung vor einer Königin

Ungeziemende Verneigung vor Königin RaniaIm August des ver­gan­ge­nen Jah­res begrüß­te Papst Fran­zis­kus das jor­da­ni­sche Königs­paar im Vati­kan. Gemein­sam mit sei­ner wegen ihrer Schön­heit bekann­ten Frau, Köni­gin Rania, stat­te­te König Abdal­lah II. dem katho­li­schen Kir­chen­ober­haupt einen Besuch ab. Das mos­le­mi­sche Königs­paar war in sei­ner gan­zen Hal­tung pro­to­kol­la­risch und mensch­lich tadel­los. Die Begeg­nung ver­lief in gro­ßer Wür­de. Zur Ver­ab­schie­dung mach­te der Papst völ­lig uner­war­tet und außer­pro­to­kol­la­risch vor der Köni­gin eine unter­tä­ni­ge Ver­nei­gung.

Der Papst sei nie­man­des Unter­tan. Die ein­zi­ge Ver­nei­gung mache er vor der Got­tes­mut­ter Maria, aber nicht vor welt­li­chen Ober­häup­tern oder sonst irgend­wem. Zudem ist die Köni­gin Mos­le­min. Es sei der Ein­druck einer pein­lich berüh­ren­den Unter­wür­fig­keit ent­stan­den, hieß es Vati­kan, aller­dings nur im ver­trau­li­chen Gespräch. Er sei eben von der Schön­heit der Palä­sti­nen­se­rin hin­ge­ris­sen gewe­sen, erklär­ten die „Nor­ma­li­sten“.

Die pro­to­kol­la­ri­sche Ent­glei­sung wur­de, soweit hin­ter den Kulis­sen mög­lich, aus Film­se­quen­zen geschnit­ten und die Bil­der zurück­ge­hal­ten. Eine päpst­li­che Anwei­sung dazu gab es aller­dings nicht. Ein Bild sicker­te durch und mach­te den­noch die Run­de.

Der Handkuß für einen „unbequemen“ Priester

Handkuß des Papstes für Anarchopriester Don Michele De PaolisAm 6. Mai emp­fing Papst Fran­zis­kus den 93 Jah­re alten Sale­sia­ner Don Miche­le De Pao­lis. Nach der mor­gend­li­chen Mes­se spra­chen sie in einer Kurz­be­geg­nung weni­ge Minu­ten mit­ein­an­der. Am Ende küß­te der Papst De Pao­lis die Hand.
„Unglaub­lich“, wie die­ser selbst auf sei­ner Face­book-Sei­te schrieb (sie­he eige­nen Bericht Papst küßt „anti­kle­ri­ka­lem“ Prie­ster die Hand – Die lin­ke Welt des Don Miche­le De Pao­lis).

Der Ehren­prä­si­dent der 1978 von ihm gegrün­de­ten Nie­der­las­sung der Gemein­schaft Emma­us in Fog­gia gehört zur Fron­de der anti­au­to­ri­tä­ren, Anar­cho­prie­ster. De Pao­lis bezeich­net sich selbst als „lai­zi­stisch“, „anti­kle­ri­kal“ und „unbe­quem“. Er for­dert eine „pro­phe­ti­sche“, undog­ma­ti­sche Kir­che, die er einer abzu­leh­nen­den dog­ma­ti­schen „Macht­kir­che“ ent­ge­gen­setzt. Ob „Arbei­ter­prie­ster“ oder „Befrei­ungs­theo­lo­gie“, De Pao­lis Herz schlägt links, wes­halb Begrif­fe wie „Arme“, „Aus­ge­grenz­te“, „Mar­gi­na­li­sier­te“, „Macht“ und „Unge­rech­tig­keit“ alten mar­xi­sti­schen Vor­stel­lun­gen fol­gen. Zu The­men wie Abtrei­bung Homo­se­xua­li­tät, Zöli­bat, Frau­en­prie­ster­tum und Eutha­na­sie ver­tritt De Pao­lis weder Leh­re noch Posi­ti­on der Kir­che. Die bibli­sche Ableh­nung der Homo­se­xua­li­tät bezeich­net er als „wider­na­tür­lich“. Der Kir­che wirft er „maxi­ma­le Heu­che­lei vor“. Denn für Don Miche­le De Pao­lis „besitzt nie­mand die Wahr­heit“.
Genau ihm küß­te der Papst die Hand. Was wer­den die Nor­ma­li­sten sagen?

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Osser­va­to­re Romano/Oggi/Traditio Catho­li­ca (teils Screen­shots)

79 Kommentare

  1. „Was wer­den die Nor­ma­li­sten sagen?“ Das weiß ich nicht, mir klin­gen nur die Wor­te mei­ner Bekann­ten in den Ohren, egal, ob nor­mal-katho­lisch, agno­stisch, pro­te­stan­tisch: „End­lich ein mensch­li­cher Papst!“
    Der Papst einer katho­li­schen Kir­che, die schon lan­ge ihre Iden­ti­tät ver­lo­ren hat. Sonst könn­te sich ihr Ober­haupt nicht so tri­vi­al-vul­gär in aller Öffent­lich­keit auf­füh­ren.
    Ein 77jähriger Papst, der hin­ge­ris­sen von der Schön­heit einer jun­gen mos­le­mi­schen Köni­gin das Pro­to­koll über den Hau­fen wirft und sich tief vor ihr verneigt…Wenn es nicht so trau­rig wäre, wäre es zum Lachen…

  2. Papst ver­neigt sich grund­sätz­lich nicht. Was soll die­se Anbie­de­rung ? Im Übri­gen sind man­che Gesten des pap­stes ein­fach lächer­lich.

  3. Einen Wan­gen­kuss von Papst Fran­zis­kus bekam auch die bra­si­lia­ni­sche Prä­si­den­tin Dil­ma Rouss­eff (http://newsinfo.inquirer.net/files/2013/07/Pope-with-dilma.jpg), die eine Woche danach ein Abtrei­bungs­ge­setz im „katho­li­schen“ Bra­si­li­en in Kraft setz­te.
    Es han­delt sich hier mit­nich­ten um pein­li­che Aus­rut­scher einer Per­son, die sich nicht zu beneh­men weiß und das rech­te Maß ver­mis­sen lässt. Eine sol­che Inter­pre­ta­ti­on greift zu kurz und ver­kennt den Ernst des­sen, was da vor dem Welt­pu­bli­kum in Sze­ne gesetzt wird.
    In Hebr 7,7 lehrt der Apo­stel: „Nun ist es aber unwi­der­sprech­lich so, dass der Gerin­ge­re von dem Höher­ge­stell­ten geseg­net wird…“ Vor Gott gibt es eine rech­te Ord­nung.
    Papst Fran­zis­kus ver­kehrt das Unter­ste zuoberst und das Ober­ste zuun­terst. War­um und wozu?
    Die­se Gesten ver­an­schau­li­chen m.E. medi­en­wirk­sam und gehirn­wä­schend eine inklu­si­vi­sti­sche Theo­lo­gie, im Grun­de die Aller­lö­sungs­theo­lo­gie des hei­lig­ge­spro­che­nen Pap­stes Johan­nes Pauls II.
    Mit sei­nen Gesten sagt Papst Fran­zis­kus die­sen Leu­ten und der gan­zen Mensch­heit: Ich bin auch nichts ande­res und Bes­se­res als ihr, wir sind alle Sün­der, Gott liebt uns alle und ver­gibt uns allen, des­halb gehört ihr alle dazu und gehö­ren wir alle zusam­men in die eine gro­ße Mensch­heits­kir­che der schon immer Erlö­sten.
    Wie schon unser deut­scher Dich­ter­fürst Johann Wolf­gang von Goe­the, ein Frei­mau­rer, sag­te: „Die Mensch­heit steckt jetzt in einer reli­giö­sen Kri­sis. Seit die Men­schen ein­se­hen lern­ten, wie­viel dum­mes Zeug man ihnen auf­ge­hef­tet, und seit sie anfan­gen zu glau­ben, daß die Apo­stel und Hei­li­gen auch nicht bes­se­re Ker­le als sol­che Bur­sche wie Klop­stock, Les­sing und wir ande­ren armen Hunds­föt­ter gewe­sen, muß es natür­lich wun­der­lich in den Köp­fen sich kreu­zen.“

  4. Mir fällt ein, dass die­se Gesten die The­se bald täg­lich bestä­ti­gen, dass der Papst ein Anti­papst ist, dass der Papst nicht der Papst ist, wenn man „Papst­sein“ als ein objek­ti­ves Sicht­bar­ma­chen Jesu Chri­sti ver­steht (tra­di­tio­nel­les Ver­ständ­nis!).

    F. führt so deut­lich, dass es kei­ner über­se­hen dürf­te, vor Augen, dass er nicht IHN sicht­bar macht. Alle Argu­men­te der „Nor­ma­li­sten“ gehen sach­lich an den Unter­wer­fungs­ge­sten vor­bei:
    Auf­recht­ste­hen und Hand­ge­ben, das ist das Nor­ma­le, auch eine ste­hen­de Umar­mung, aber auf kei­nen Fall eine ein­sei­ti­ge Ver­nei­gung des Stell­ver­tre­ters Chri­sti vor Anti­chri­sten! Und Män­ner, die eine Frau schön fin­den, unter­wer­fen sich ihr doch nicht gestisch! Eben­so wie Frau­en, die einen Mann schön fin­den, ihm sich doch nie­mals unter­wer­fen! Das wäre ja gera­de­zu obszön!
    Ein Bru­der­kuss mit Men­schen, die anti­ka­tho­li­sche Leh­ren nicht nur glau­ben, son­dern auch mit Macht durch­set­zen — das Zei­chen sagt ALLES!
    Sehen wir das denn nicht? Wel­che Zei­chen sol­len uns noch gege­ben wer­den?
    Es sind auch kei­ne Aus­rut­scher in Schwä­che wie viel­leicht bei Päp­sten in der Vor­zeit, son­dern jahr­zehn­te­lan­ge, beharr­li­che Wie­der­ho­lun­gen der­sel­ben Geste der Unter­wer­fung: Koran­kuss, Ver­beu­gun­gen vor Welt­men­schen, die eine anti­christ­li­che Reli­gi­on haben (was aller­dings in die­sem Fall kein Urteil über ihre inner­ste Hal­tung zulässt), Unter­wer­fung vor einer anti­ka­tho­li­schen Poli­ti­ke­rin, Hul­di­gun­gen an „den“ Men­schen, die UNO,

    aber vor unse­rem Herrn beugt die­se Kul­mi­na­ti­ons­ge­stalt des nach­kon­zi­lia­ren Anti­papst­tums nie­mals sein Knie!

  5. Die­se Gesten sind nicht lächer­lich. Sie haben Sym­bol­cha­rak­ter. Die hei­li­ge Kir­che soll im Ein­klang mit die­ser Welt dar­ge­stellt wer­den als wenn sie von die­ser Welt wäre. Er brauch­te einen Kom­mis­sar der ver­hin­dert das er mit den gro­ßen die­ser Welt in einem Boot sitzt und in die glei­che Rich­tung rudert. Volpi fällt aus, der ist mit der Imma­cu­la­ta über­la­stet.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

      • „Ich den­ke, den mei­sten Katho­li­ken gefällt das sogar …“
        Das ist sicher so!
        Doch ein Papst kann auch als freund­lich und den Men­schen zuge­tan wahr­ge­nom­men wer­den, wenn er auf­recht ste­hen bleibt.
        Ein freund­li­cher Blick, ein herz­li­cher Hän­de­druck — wür­de das nicht genü­gen?
        Wenn Sie vor jeman­den ste­hen, von dem Sie mit Sicher­heit wis­sen, dass er Ihr Wer­te­sy­stem vehe­ment ablehnt, wür­den sie dann auch eine tie­fe Ver­beu­gung machen oder genüg­te Ihnen dann nicht ein Hän­de­druck?
        Auch wenn süd­li­ches Tem­prea­ment gele­gent­lich mit Papst Fran­zis­kus durch­ge­hen soll­te — ein biss­chen Nach­den­ken, vor wem er sich gera­de nie­der­beugt, könn­te den­noch nicht scha­den.

        • Sor­ry Mari­en­zweig, ist nicht auf Sie gemünzt, ich grei­fe hier nur was auf, aber wenn ich jetzt noch ein­mal die­ses Gere­de vom süd­li­chen Tem­pe­ra­ment höre, das gleich­zei­tig so gehan­delt wird, als sei­en die Leu­te irgend­wie hirn­tot, wenn es um Gefüh­le geht…

          Ein klar­den­ken­der, vom Hl. Geist erleuch­te­ter Mensch im katho­li­schen Erd­kreis ver­hält sich so ein­fach nicht wie F. — glau­ben wir an den Hl. Geist und SEINE Erleuch­tung oder an Ras­sen­theo­rien?

          • Mit „süd­li­chem Tem­pe­ra­ment“ war nicht unbe­dingt eine Ent­schul­di­gung sei­nes Ver­hal­tens ver­bun­den.
            Ich glau­be, Papst Fran­zis­kus ist nicht gewillt oder fähig, sei­ne per­sön­li­chen Eigen­hei­ten und Gewohn­hei­ten zugun­sten sei­nes Amtes zurück­zu­stel­len.
            Und weil er also beim brei­ten Publi­kum mehr als süd­lich tem­pe­ra­ment­vol­ler, spon­tan han­deln­der Pri­vat­mann denn als Papst wahr­ge­nom­men wird ‑wozu er bei­trägt- sichert ihm dies die gro­ße Zustim­mung.
            Aber das alles ist ja schon in obi­gem Bei­trag beschrie­ben.

    • „Also mich und die mei­sten Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken stört das nicht.“
      Aber Gedan­ken machen darf man sich schon.
      Ich bin schon etwas älter und habe noch Papst Pius XII. vor Augen.
      Was strahl­te die­ser Mann für eine Wür­de aus!
      Auch Papst Bene­dikt hat­te die­se fei­ne, zurück­hal­ten­de und den­noch freund­li­che Aus­strah­lung.
      Papst Fran­zis­kus ist kein all­seits gefäl­li­ges Medi­en­pro­dukt, soll­te es zumin­dest nicht sein, son­dern Nach­fol­ger des Petrus.

    • „Also mich und die mei­sten Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken stört das nicht.“
      Die mei­sten Katho­li­ken gehen ja auch Sonn­tags nicht mehr in die Kir­che weil ihnen nicht danach ist. Die stö­ren sich wohl mehr über das schlech­te Wet­ter am Sonn­tag.
      Oh Ent­schul­di­gung, ich hat­te die Katho­li­kin­nen ver­ges­sen, das scheint mir so eine Eli­te­trup­pe vor Chri­stus zu sein in die­ser vom Geschlech­ter­kampf zer­furch­ten Welt.
      Also ich gehö­re nicht zu den mei­sten Katho­li­ken in die­ser Welt und und gehe den Mehr­hei­ten aus dem Weg wo es nur geht.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

    • Sarah,
      der Herr Jesus Chri­stus hat sich über die Vie­len und die Weni­gen so geäu­ßert (Mt 7,13): „Geht hin­ein durch die enge Pfor­te! Denn weit ist die Pfor­te und breit der Weg, der zum Ver­der­ben führt, und vie­le sind, die auf ihm hin­ein­ge­hen. Denn eng ist die Pfor­te und schmal der Weg, der zum Leben führt, und weni­ge sind, die ihn fin­den.“
      Aber viel­leicht hat er ja Ihre „mei­sten Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken“ dabei aus­ge­nom­men?
      Aber wenn ich mir die „mei­sten Katho­li­kin­nen und Katho­li­ken“ so anse­he, scheint mir, er hat sie und uns alle damit auch anspre­chen wol­len. Was mei­nen Sie?

  6. Ber­go­glio ver­hält sich, als wäre er nie erwach­sen gewor­den. Jemand, der sich nicht sei­nes Alters und in sei­nem Fall beson­ders auch sei­nes Amtes ange­mes­sen ver­hält, macht sich nur lächer­lich.

    • Die Inten­ti­on dürf­te sein, das Papst­amt der Lächer­lich­keit preis­zu­ge­ben.

      Alle sind nur noch Kol­le­gen. Die viel­ge­prie­se­ne ‚Kol­le­gia­li­tät‘ wur­de bereits von Pacel­li geför­dert und soll die Leh­re der Unfehl­bar­keit des Pap­stes ver­drän­gen. (S. Zie­le der kirch­li­chen Frei­mau­re­rei)
      Bei fast 5000 Bischö­fen wer­den wir dem­nächst eine ‚Demo­kra­ti­sie­rung‘ der Kir­che erle­ben, wenn die avi­sier­te stän­di­ge Syn­ode umge­setzt wird.

      • Pein­li­cher Lap­sus. För­de­rung der Kol­le­gia­li­tät durch Angel­lo G. Ron­cal­li.

  7. Sein gesam­tes Ver­hal­ten spricht Bän­de. Fran­zis­kus küsst und ver­neigt sich vor der Welt, will ihr gefal­len, iden­ti­fi­ziert sich mit ihren Vor­lie­ben und Feind­bil­dern, ist so wider­sprüch­lich — man könn­te es auch ver­lo­gen nen­nen — wie sie.

  8. Bit­te erklä­ren Sie mir, wes­halb es der Leh­re der katho­li­schen Kir­che wider­spricht, „Tauf­pa­tin eines durch künst­li­che Befruch­tung gezeug­ten Mäd­chens einer les­bi­schen Mut­ter zu wer­den“?

    Es mag sein, dass der Zeu­gungs­pro­zess der von Gott ein­ge­setz­ten Ord­nung wider­spricht. Gleich­zei­tig kann das Kind nichts dafür und hat wie jeder Mensch das Recht durch die unend­li­che Lie­be Got­tes durch die Tau­fe in ihn ein­ge­senkt zu wer­den und dabei den Bei­stand eines Tauf­pa­ten zu haben.

      • Das Kind hat ein Recht auf die Tau­fe, das ihm von nie­man­dem genom­men wer­den kann und darf. Wenn sich kein Geist­li­cher fän­de, dann soll die Mut­ter tau­fen. Das wäre uner­laubt, aber gül­tig.

          • Sie schrei­ben da gefähr­li­che, häre­ti­sche Din­ge. Natür­lich hat jeder Mensch das Recht auf die Tau­fe. Sie ist näm­lich heils­not­wen­dig. Wenn jemand dar­um bit­tet (für sein/ihr Kind), MUSS das Sakra­ment gespen­det wer­den. Die Kir­che hat kei­ner­lei Recht dies zu ver­wei­gern (allen­falls hat sie das Recht auf­zu­schie­ben). Lesen Sie bit­te can. 750/CIC 1917 (oder im CIC 1983 die cann. 864–871).

          • @ Sarah das Dra­ma besteht dar­in, dass die Kir­che nicht auf den Ernst der Ent­schei­dung zur Tau­fe hin­weist.
            Tau­fe ist kei­ne Ein­tritts­kar­te in den Him­mel son­dern es ist halt so, der der nicht weiß dass er fal­sches tut, der kriegt wenig Schlä­ge, wer aber weiß dass er fal­sches tut, er ver­dient sich vie­le Schlä­ge.
            Und mit der Tau­fe ver­pflich­ten sich die­je­ni­gen die um die Tau­fe bit­ten, (der Mensch selbst oder die Eltern) den Täuf­ling zu Wis­sen­den zu machen.
            Das Wis­sen bedeu­tet auch sehen kön­nen und dadurch eben nicht umher­ir­ren, aber Tau­fe ist auch Annah­me einer ern­sten Ver­pflich­tung.
            Die frü­he Kir­che hat­te das kla­rer und des­halb das lan­ge Katechu­me­nat und die immer wie­der her­aus­ge­zö­ger­te Tau­fe bei unsi­che­ren Kan­di­da­ten.
            Man sieht die Über­be­to­nung der Barm­her­zig­keit und das Ver­schleu­dern der Sakra­men­te hat nicht erst Papst Fran­zis­kus ein­ge­führt, ja man könn­te fest­hal­ten, er hat erst sicht­bar gemacht, was schon lan­ge sub­ku­tan grund­le­gen­des sakra­men­ta­les Han­deln ist.

          • Es gibt ein Recht auf Tau­fe für all jene, deren Inten­tio­nen dabei red­lich sind.
            Wenn aber jemand — obwohl er doch bei der Tau­fe dem absagt, was der Glau­be als Sün­de defi­niert — beharr­lich wei­ter­sün­di­gen will, kann er nicht getauft wer­den nzw. sein Kind tau­fen las­sen. Denn letz­te­res setzt vor­aus, dass er es katho­lisch erzie­hen wird — wie soll das aber hier mög­lich sein?
            Beden­ken Sie, dass die katho­li­sche Leh­re zwar den Homo­se­xu­el­len liebt und ach­tet, aber sei­nen Lebens­stil für schwerst sünd­haft hält (wobei dies auch für Aus­beu­ter, hete­ro­se­xu­el­le Ehe­bre­cher, ua.andere gilt — nie­mand darf nun in den Homos die Sün­der par excel­lence sehen). In der bibli­schen Erzäh­lung wird Sodom wegen die­ser Sün­de zer­stört bzw. zer­stört sich selbst, und auch Pau­lus schreibt, die­se „wider­na­tür­li­che“ Leben schlie­ße vom Leben aus.
            Das sind ern­ste Wor­te.
            Aus einer katho­li­schen Sicht soll­ten in sol­che Lebens­si­tua­tio­nen nicht noch auf künst­li­chem Wege (ob nun durch Befruch­tung oder Adop­ti­on) Drit­te (also unschul­di­ge Kin­der) mit­hin­ein­ge­zo­gen wer­den.

            Man kann also nicht einer­seits die Tau­fe erseh­nen, um nicht ver­lo­ren zu gehen, dann aber schwer sün­di­gen und sünd­haft wei­ter­ma­chen, um das­sel­be Heil wie­der zu ver­lie­ren.

            Aber ich fin­de auch, dass die Lage sehr unge­recht für das Kind aus­sieht, wirk­lich!

          • Ich bin schwer irri­tiert von den Häre­si­en, die hier ver­tre­ten wer­den:
            „Tau­fe ist kei­ne Ein­tritts­kar­te in den Him­mel“ (ein besorg­ter Christ).
            Wenn ein Täuf­ling gül­tig getauft wird und sofort danach stirbt — so die Leh­re der Kir­che -, dann ist die Tau­fe sehr wohl die „Ein­tritts­kar­te“ in den Him­mel. Das gilt nicht nur für den Säug­ling, son­dern auch für den Erwach­se­nen.
            — „Dem „Recht auf Tau­fe“ geht die Pflicht zum Gehor­sam des Glau­bens vor­aus.“ (Leo Lämm­lein).
            Wel­cher Säug­ling kann Glau­bens­ge­hor­sam lei­sten? Sie leug­nen „non ponen­ti­bus obicem“. Das reicht für den Tauf­emp­fang!
            — „Es gibt ein Recht auf Tau­fe für all jene, deren Inten­tio­nen dabei red­lich sind.“ (zeit­schnur)
            Auch hier wird „non ponen­ti­bus obicem“ häre­tisch geleug­net. Nicht mün­di­ge Kin­der haben ein Recht auf die Tau­fe, das nicht ver­wei­gert wer­den darf. Wenn ich Eltern­ver­hal­ten zum Maß­stab der Gül­tig­keit mach­te, sind wir sehr schnell bei der Ket­zer­tau­fe ange­langt. Ich bin froh, dass die Rechts­la­ge der Kir­che ein­deu­tig zugun­sten der Täuf­lin­ge aus­fällt.

          • @ Sarah die Tau­fe berech­tigt sozu­sa­gen zum Erwerb der Ein­tritts­kar­te, wenn wir es rich­tig sehen wol­len.
            Und ja, die­je­ni­gen die unmit­tel­bar nach der Tau­fe ster­ben, die gelan­gen, laut Leh­re in den Him­mel.
            Trotz­dem wäre es ver­kehrt ein­fach mit der Tau­fe zu war­ten, bis wir auf dem Ster­be­bett lie­gen und ein­fach wahl­los Ster­ben­de zu tau­fen, damit sie in den Him­mel kom­men.
            Weil über allem der freie Wil­le steht, und der, der nicht in den Him­mel will, der kommt da auch nicht hin­ein und wenn ich ihn in Weih­was­ser bade!
            Wer in den Him­mel will, muss ent­spre­chend leben, schreib der Apo­stel Petrus in sei­ner zwei­ten Enzy­kli­ka (3. Kapi­tel).
            Von daher ist Tau­fe Gna­de und wenn etwas Gna­de ist, dann ist es nicht ein ein­for­der­ba­res Recht.

          • Sarah–11. Mai 2014 um 18:27
            Habe die Cano­nes 864–871 gele­sen.
            Von einem (bedin­gungs­lo­sen) „Recht auf Tau­fe“ kann ich da nichts fin­den, wohl aber von Grün­den, die Tau­fe auf­zu­schie­ben. Sol­che Grün­de dürf­ten in die­sem Fall gege­ben gewe­sen sein, jeden­falls wur­den sie tra­di­tio­nell hier für gege­ben gehal­ten.

          • @ Sarah

            Im vor­lie­gen­den Fall ste­hen wohl zwei Prin­zi­pi­en gegen­ein­an­der:

            Die Leh­re der Kir­che sagt:
            Die Sakra­men­te wir­ken ex ope­re ope­ra­to, non ponen­ti­bus obicem.
            Zu Deutsch: Die Sakra­men­te wir­ken durch das Werk (des Sakra­men­ten­voll­zugs) selbst, in denen, die kein Hin­der­nis ent­ge­gen­stel­len.
            Nun mag man das Kind ja noch irgend­wie getauft bekom­men im vor­lie­gen­den Fall. Aber durch die erklär­te anti­christ­li­che Erzie­hung wer­den mas­si­ve Hin­der­nis­se ent­ge­gen­ge­stellt.

            Ande­rer­seits sagt der Römi­sche Kate­chis­mus:
            „Es obwal­tet kein Zwei­fel, dass die Kin­der, wenn sie abge­wa­schen wer­den, die Sakra­men­te des Glau­bens erlan­gen; nicht als glaub­ten sie durch Bei­stim­mung ihres Gemüt­hes, son­dern sie emp­fan­gen die­sel­ben durch den Glau­ben ihrer Eltern, wenn die­se gläu­big sind; wo die­ses nicht der Fall ist, wer­den sie (…) durch den Glau­ben der gan­zen Gesell­schaft der Hei­li­gen ver­tre­ten. Denn wir glau­ben mit Recht, dass sie von allen denen zur Tau­fe geho­ben wer­den, wel­che wün­schen, dass sie getauft wer­den, und durch deren Lie­be sie zur Gemein­schaft des Hei­li­gen Gei­stes geführt wer­den.“ (11, XXXII)

            Im fol­gen­den § XXXIII wird emp­foh­len, die Kin­der so bald wie mög­lich zu tau­fen, um sie nicht der Gefahr des Ver­lu­stes der ewi­gen Selig­keit aus­zu­set­zen. Aller­dings rich­tet sich die­ser Rat aus­drück­lich an die „Gläu­bi­gen“.

            Im Fal­le des les­bi­schen Pär­chens mit dem künst­lich erzeug­ten Kind steht einer­seits natür­lich im Raum, dass auch die­ses Kind nicht ver­lo­ren gehen darf. Ande­rer­seits gibt es hier kei­ne Stell­ve­tre­tung für das Kind und die zu erlan­gen­de Gemein­schaft des Hei­li­gen Gei­stes. Es gibt im Gegen­teil sogar ent­ge­gen­ste­hen­de Inten­tio­nen, als das „non ponen­ti­bus obicem“.

            Eine sehr schwie­ri­ge Fra­ge

          • Ich habe nun noch ein­mal im Kate­chis­mus (Kom­pen­di­um) nach­ge­le­sen und fin­de hier (259), dass vom Täuf­ling „das Bekennt­nis des Glau­bens ver­langt [wird], das […] bei der Kin­der­tau­fe von den Eltern und von der Kir­che aus­ge­spro­chen wird.“

            Über den Glau­ben der Eltern — nen­nen wir sie hier so — erfah­ren wir im Text nichts. So könn­te man anneh­men, die Eltern könn­ten für den Glau­ben des Kin­des ein­ste­hen und ihr Kind katho­lisch – abge­se­hen von ihrer homo­se­xu­el­len Bezie­hung – erzie­hen.

            Eben­falls wird hier von eini­gen die Sünd­haf­tig­keit des les­bi­schen Paa­res auf­ge­zeigt, die die Tau­fe des Kin­des schein­bar nicht zulas­sen soll. Unab­hän­gig davon ob hier eine Sün­de began­gen wird — ob die les­bi­sche Bezie­hung sexu­ell gelebt wird, geht aus dem Text eben­falls nicht her­vor — könn­te man eben­so davon aus­ge­hen, dass das Paar sich ihrer mög­li­chen Sün­de nicht bewusst ist und die­se daher nicht schwer wiegt. (Vgl. Lk 12,47f)
            Wenn die­se Sün­de also kei­ne Tod­sün­de sein soll­te, also eine läss­li­che Sün­de ist, so wäre Dieb­stahl oder auch unkeu­sche Gedan­ken eines Vaters genau­so eine Sün­de, die der Tau­fe eines Kin­des wider­spre­chen und die den Eltern die katho­li­sche Erzie­hungs­fä­hig­keit abspre­chen müss­te. Frei­lich wür­de hier nie­mand auf die Idee kom­men, Kin­dern sol­cher Sün­der die Tau­fe vor­zu­ent­hal­ten.

            Wei­ter im Kate­chis­mus fin­de ich aber, dass die Tau­fe nur für „jene Men­schen heils­not­wen­dig [ist], denen das Evan­ge­li­um ver­kün­det wor­den ist und die die Mög­lich­keit haben, um die­ses Sakra­ment zu bit­ten.“ (Kom­pen­di­um KKK 261) Somit sind unge­tauf­te Kin­der kei­nes­wegs vom Heil aus­ge­schlos­sen und bedür­fen nicht unbe­dingt der „Ein­tritts­kar­te“ Tau­fe.
            Viel­leicht wäre eine gene­rel­le Erwach­se­nen­tau­fe zu bevor­zu­gen…?!

          • Es gibt hier kei­ne schwie­ri­gen Fra­gen. Die Lage ist dog­ma­tisch und kir­chen­recht­lich ein­deu­tig. Ein Säug­ling ist stets recht dis­po­niert: er schiebt dem Tauf­emp­fang kei­nen Rie­gel vor (non ponit obicem). Eine sei­ner bei­den les­bi­schen Müt­ter bit­tet sogar um die Tau­fe. Die Kir­che hat kei­ner­lei Recht, dem Tauf­wunsch zu wider­spre­chen. Das Kind muss um sei­nes See­len­hei­les wil­len getauft wer­den. Ande­res zu leh­ren ist häre­tisch.
            Leo Lämm­lein, wenn Ihnen die cann. nicht rei­chen, lesen can. 842, § 1 (im CIC 1917: can. 682, der auch für Katechu­me­nen gilt). Sie sind an der Gren­ze zur Häre­sie!

          • wenn die Kir­che tauft, dann über­nimmt sie Ver­ant­wor­tung „Mut­ter­stel­le“ an dem Täuf­ling, aber ist es nicht so, dass die Kir­che kaum mehr in der Lage ist sich um die eige­nen Leu­te zu küm­mern? (sieh all die­je­ni­gen die auf der Suche nach geist­li­cher Hei­mat in der Kir­che zu den merk­wür­dig­sten Erschei­nun­gen Zuflucht neh­men).
            Im übri­gen ist es ein Unter­schied ob ich sün­di­ge, oder ob ich mei­ne Sün­de in ein Rechts­ver­hält­nis gegos­sen habe und damit aller Welt ent­ge­gen schrei „Ich fin­de es Klas­se zu sün­di­gen!“ Das Gefühl sei den Leu­ten unbe­nom­men, aber wie gesagt, vor der Tau­fe des Kin­des müs­sen die Eltern eigent­lich beich­ten.….….….
            Es geht bei der Tau­fe nicht nur um ein biss­chen Was­ser, son­dern um den Glau­ben „was begehrt ihr von der Kir­che?“ „Den Glau­ben!“ udn man ver­pflich­tet sich in der Tau­fe das KInd in und mit der Kir­che zu erzie­hen.
            Das das bei den mei­sten Eltern frag­wür­dig ist, gehört lei­der zu den Din­gen die ger­ne ver­ges­sen wer­den

          • Sarah–13. Mai 2014 um 2:59
            Sie schrei­ben mir: „Sie sind an der Gren­ze zur Häre­sie!“ Dan­ke, ich will mir Mühe geben, die Gren­ze nicht zu über­schrei­ten.
            Da wir gera­de von Häre­sie reden: Haben Sie gege­be­nen­falls den Mut, auch Sei­ne Hei­lig­keit Fran­zis­kus auf Häre­si­en auf­merk­sam zu machen?

          • Ja, wenn es mani­fe­ste Häre­si­en gäbe, wür­de ich den Papst dar­auf auf­merk­sam machen.

    • Weil eine homo­se­xu­el­le Frau, die in einer schwu­len „Ehe“ lebt, zumin­dest nach der katho­li­schen Leh­re, im Stand der (him­mel­schrei­en­den) Tod­sün­de lebt. Wie soll hier gewähr­lei­stet wer­den, dass das Kind­chen katho­lisch erzo­gen wird?
      Dass das Kind künst­lich erzeugt wur­de, ist nicht das Pro­blem.

      • Wobei künst­li­che Zeu­gung schon ver­werf­lich ist, und nach Huma­nae Vitae u.a. auch nicht erlaubt ist.

        • Schon — aber da es nun da ist, das Kind, kann das nicht gegen das Kind selbst spre­chen:
          es geht dar­um, dass die Mut­ter in einer fort­ge­setz­ten sünd­haf­ten Bezie­hung leben will, für ver­gan­ge­ne Sün­den könn­te sie Buße tun oder getan haben.

    • @Hannes
      Bevor sie hier Erklä­run­gen ver­lan­gen soll­ten sie erst­mal den Unter­schied zwi­schen einer Dienst­lei­stungs­or­ga­ni­sa­ti­on und der katho­li­schen Kir­che klä­ren. Ich hel­fe ihnen etwas. Die katho­li­sche Kir­che ist hei­lig und gehört dem Herrn und steht für unse­re Mätz­chen jeg­li­cher Art nicht zur Ver­fü­gung. Wer das nicht ein­sieht soll sich was ande­res suchen. Das Ange­bot ist rie­sig.
      „Es mag sein, dass der Zeu­gungs­pro­zess der von Gott ein­ge­setz­ten Ord­nung wider­spricht.“
      Das mag nicht nur so sein, das ist es.
      „Gleich­zei­tig kann das Kind nichts dafür und hat wie jeder Mensch das Recht durch die unend­li­che Lie­be Got­tes durch die Tau­fe in ihn ein­ge­senkt zu wer­den und dabei den Bei­stand eines Tauf­pa­ten zu haben.“
      Die­ser Gott kann jedes Kind ret­ten und braucht dazu kei­ne Pro­vo­ka­ti­on.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

      • Genau so ist das. Es han­delt sich hier um eine offe­ne und sicher bewuß­te Pro­vo­ka­ti­on. Das Kind wird hier instru­men­ta­li­siert, ergo miß­braucht. So geht das nicht. Die Kir­che hät­te auf einer stil­len und abge­schie­de­nen Tau­fe bestehen müs­sen und wahr­schein­lich auch die Tauf­pa­tin ableh­nen müs­sen.
        Han­nes, Sie ver­kür­zen den Sach­ver­halt, das ist nicht seri­ös.

        • Ach­tung: nicht-katho­li­scher Exkurs in die Welt des Films.
          Don Camil­lo ver­wei­ger­te zunächst der Frau von Pep­po­ne die Tau­fe ihres Neu­ge­bo­re­nen auf den Namen „Lenin“, obwohl er die christ­li­che Erzie­hung durch die Mut­ter vor­aus­set­zen konn­te.
          Hier reich­te schon die Pro­vo­ka­ti­on der unchrist­li­chen Namens­wahl.
          Erst als der Vater umlenkt, gewährt Don Camil­lo die Tau­fe. Ich den­ke die­ses Ver­hal­ten war kir­chen­recht­lich (vor VII-Kon­zil) kor­rekt!?

  9. Ich mei­ne, daß Papst Fran­zis­kus ein Gefühls­mensch ist, der ein­fach das Mensch­li­che im ande­ren sieht und der den ande­ren im Tief­sten als Eben­bild Got­tes erkennt. Mit Sicher­heit teilt er nicht die­se herz­er­wei­chend ver­schro­be­nen Ansich­ten die­ses Paters de Pao­lis. Es ist das Alter; man kann (muß nicht) ihn bedau­ern.
    Und eine klei­ne che­va­le­res­ke Ver­beu­gung vor einer mor­gen­län­di­schen Köni­gin und Schön­heit mag zwar unüb­lich sein, aber na ja. Das ist halt das Latei­ni­sche. Das wür­de ich per­sön­lich aber auch tun ohne „Latei­ner“ zu sein.
    Und ver­mut­lich nimmt sich Fran­zis­kus noch zurück. Bei der Köni­gin muß­te er ja sehr vor­sich­tig sein, aber bei sei­ner Lands­frau wär‚ noch mehr gegan­gen- mal rich­tig gedrückt das Biest.
    Ja, Petrus II. soll er laut Ver­hei­ßung des Mala­chi­as (bzw. Phil­ipp Neri) sein. Ein Tem­pe­ra­ment wie der hl. Apo­stel Petrus hat er sicher­lich.

    Ich fin­de es gut, daß dar­über berich­tet wird, so daß man die­sen Men­schen, der jetzt auf dem Petrusstuhl sitzt bes­ser ken­nen­lernt.

    • Latei­nisch? Hier geht es um etwas, das jeder Mensch tief in sich selbst ver­steht:

      Sie wür­den sich vor der Köni­gin ver­beu­gen, weil sie eine Köni­gin ist und Sie ein Bür­ger. Es wäre total deplatz­iert, wenn die jor­da­ni­sche Köni­gin sich vor Ihnen ver­beug­te, eben weil sie die Köni­gin ist und Sie ein Bür­ger, ver­ste­hen Sie das nicht? Ob sie schön ist und Ihnen mög­li­cher­wei­se gefällt, hat damit nichts zu tun!

      Aber F. ist der Papst!

      Es geht nicht drum, dass ich, wenn mir jemand in einer Hin­sicht unter­stellt ist, ich ihn unter­wer­fe oder nicht für gleich viel wert hal­te. Es geht drum, dass ich mich funk­tio­nal sehen muss in bestimm­ten Bezie­hun­gen.
      F. muss sich selbst in bestimm­ten Hin­sich­ten auch unter­stel­len, z.B. bei der Beich­te dem Beicht­va­ter, er muss sich sei­nen Eltern unter­stel­len, gleich, ob er Papst ist, aber wenn er als Papst han­delt, und das ist jedes­mal der Fall, dann geht das nicht!
      da er das aber gera­de nicht tut, zeigt er, dass er ein Anti­papst ist, der nicht Papst sein will, wie ihm gezie­men wür­de. Denn er ist in die­sem höch­stem Amt auch nichts wei­ter als ein Die­ner — aber nach oben hin und nach unten inso­fern, als er eine objek­ti­ve Auto­ri­tät haben soll­te — und die lehnt er ab!

    • „Petrus Roma­nus“ in der Mala­chias­pro­phe­zei­ung bezieht sich auf den wah­ren Petrus, wel­cher der erste Papst war. Er ist es, der die Kir­che in den letz­ten Tagen führt. Es darf nicht ver­ges­sen wer­den, dass Papst Bene­dikt „Glo­ria oli­vae“ noch lebt.

        • Weil mei­nes Ver­ständ­nis­ses nach Petrus Roma­nus erst nach „Glo­ria Oli­vae“ regie­ren wird. „Glo­ria Oli­vae“ ist noch nicht von Gott abbe­ru­fen wor­den.

          • Lie­be Zeit­schnur: ich glau­be, dass wir uns in der End­zeit befin­den, in der Zeit, in der der Fal­sche Pro­phet kom­men soll und ich glau­be an die Pro­phe­zei­un­gen eini­ger Hei­li­gen (dar­un­ter auch Hl. Franz von Assi­si), in denen von zwei Päp­sten am Ende der Zeit berich­tet wird, wobei einer die Her­de in das Ver­der­ben füh­ren wird und weni­ge Gläu­bi­ge noch dem wah­ren Papst treu sein wer­den…

          • Okay — aber ich sehe nur Päp­ste, die die Her­de ins Ver­der­ben geführt haben seit 50 Jah­ren, auch Bene­dikt, wenn auch in der harm­lo­se­sten Vari­an­te.

            Puh — schwie­rig, das alles. Aber ich den­ke das mal wei­ter: Nach die­ser Logik, die ich bei Ihnen her­aus­hö­re, müss­te dann der Tod Bene­dikts das Ende ein­läu­ten und ein Petrus Roma­nus, woher immer er kom­men mag und wer immer er ist und wor­an immer wir ihn erken­nen wür­den, „sede­bit in per­se­cu­tio­ne extre­ma“… F. jeden­falls ist es nicht, rich­tig? (alles in die­ser Logik und hypo­the­tisch gedacht?)

          • Ich kann mir vor­stel­len, dass mit „Petrus Roma­nus“ der wah­re Petrus gemeint ist, der uns dann vom Him­mel aus füh­ren wird… Bene­dikt ist von Wöl­fen umge­ben und ich den­ke er hat bestimmt das Beste gege­ben, was die Situa­ti­on zuge­las­sen hat.

  10. Jesus Chri­stus spricht: „Der Jün­ger steht nicht über dem Mei­ster und der Knecht nicht über sei­nem Herrn.“ (Mt 10,24) Aus Gesten von Papst Fran­zis­kus kommt aber ein sol­ches Bemü­hen zum Vor­schein: über dem Mei­ster und über dem Herrn zu ste­hen.

    • Jetzt brin­gen Sie es auf den Punkt: die­se schein­ba­re Demut kippt tat­säch­lich in Hoch­mut — vor dem, vor dem sich „jedes Knie beu­gen muss“. Und F. beugt tat­säch­lich sein Knie nie­mals vor IHM!

  11. Ich bin der Mei­nung was hier eine Per­sön­lich­keit gesagt hat trifft voll und ganz zu!

    Nach Ein­schät­zung des ita­lie­ni­schen Histori­kers, frü­he­ren Mini­sters und Grün­der der katho­li­schen Gemein­schaft San­t’E­g­idio, Prof. Andrea Ric­car­di, ist in den ver­gan­ge­nen hun­dert Jah­ren kein Papst auf so viel inner­kirchlichen Wider­stand gesto­ßen ist wie Papst Fran­zis­kus. Er genie­ße zwar hohe Sym­pa­thie in der katho­li­schen Be­völkerung, fin­de aber Vor­be­hal­te in Tei­len des Kle­rus und des Epi­sko­pats. Die Oppo­si­ti­on kom­me von Per­so­nen und Krei­sen, die nichts ändern und sich selbst nicht zur Dis­kussion stel­len woll­ten. Oft wür­den sie von ihren Gläubi­gen gefragt: „War­um machst du es nicht wie der Papst?“
    Nach Ansicht Ric­car­dis wird die Kri­tik an Fran­zis­kus über tra­di­tio­na­li­sti­sche Blogs und Inter­net­por­ta­le befeu­ert. Auf­fallend sei, dass sie gera­de aus Krei­sen kom­me, die bis­her immer nach­drück­lich die Auto­ri­tät des Pap­stes herausge­strichen und Gehor­sam dem Papst gegen­über ein­ge­mahnt hät­ten. Offen­bar gel­te: „Wenn der Papst nicht so ist, wie ich es mir vor­stel­le, und nicht tut, was ich sage, ist er kein Papst“.

    • Bester Hai­ko, wenn Kräf­te inner- und außer­halb der Kir­che, die bis­lang anti­rö­misch, papst­kri­tisch und sogar kir­chen­feind­lich ein­ge­stellt waren, plötz­lich ihre Lie­be und Bewun­de­rung zum Papst­tum ent­decken und ein gera­de­zu a‑katholischer, dik­ta­to­ri­sche Züge tra­gen­der Papst­ge­hor­sam plötz­lich in die­sen Krei­sen en vogue wird, wenn umge­dreht die Kräf­te, die sonst unum­wun­den kir­chen- und papst­treu waren, plötz­lich auf Distanz gehen und den Papst in sei­ner Amts­füh­rung kri­ti­sie­ren, ja dann, lie­ber Hai­ko, muss sich doch das Koor­di­na­ten­sy­stem objek­tiv völ­lig ver­scho­ben haben, dann kann mit die­sem Mann, der sein Papst­amt so irri­tie­rend aus­übt, dass schein­bar eine Umkeh­rung aller bis­he­ri­gen Vor­stel­lun­gen statt­fin­det, der sozu­sa­gen die Pyra­mi­de des Kir­chen- und Papst­ver­ständ­nis­ses von den Füßen auf den Kopf stellt, etwas nicht stim­men. Ein sol­cher Durch­ein­an­der­brin­ger aber scha­det letzt­lich immer einer Insti­tu­ti­on, egal, ob er nun aus gutem oder bösem Wil­len han­delt. (Über die Inten­sio­nen der han­deln­den Per­so­nen zu spe­ku­lie­ren ist, was das Heil der See­len und die Sen­dung der Kir­che anbe­langt, im Grun­de müßig.) Sel­bi­ges trifft auch auf Johan­nes XXIII. und das von ihm ein­be­ru­fe­ne Kon­zil zu, das objek­tiv der Kir­che NICHTS gebracht hat, als Glau­bens­ver­wir­rung und Abfall. Das sind lei­der die unab­weis­ba­ren Fak­ten. Die kön­nen durch Hei­lig- und Selig­spre­chun­gen lei­der auch nicht kaschiert oder ver­än­dert wer­den. Wie heißt es dar­um in der Bibel so tref­fend: Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbei­ten umsonst, die dar­an bau­en. Und das soll­te sich jeder Papst dick hin­ter die Ohren schrei­ben, wenn er vor Gott und der Ewig­keit bestehen will.

    • M.E. war es Bene­dikt XVI., der am mei­sten Wider­stand erfah­ren hat!
      Dass die pro­gres­sist­si­che Schicke­ria, die die kirch­li­che Land­schaft wie ein zäher Schleim ver­klebt hat, sich nicht lan­ge mit der Fra­ge befasst, ob der Papst jeweils der Papst ist, hängt damit zu zusam­men, dass für die­se Leu­te der Papst eh nicht der Papst ist. Für sie ist er ein pri­mus inter pares, wenn über­haupt.

      Es ist infan­til und lässt auf das gei­sti­ge Niveau des­sen schlie­ßen, der das sagt, die vor­han­de­ne Kri­tik an F. mit dem Satz „Wenn der Papst nicht so ist, wie ich es mir vor­stel­le, und nicht tut, was ich sage, ist er kein Papst“ zu beschrei­ben. Das ist Stür­mer-Niveau!
      Die Kri­tik kommt hoch­gra­dig dif­fe­ne­ren­ziert, von Prof. de Mattei, von Palma­ro, Gnoc­chi, von die­ser Mexi­ka­ne­rin, deren namen ich ver­ges­sen habe, von unge­zähl­ten treu­en katho­li­ken, die wach­sam sind und täg­lich durch Gesten, Aus­sa­gen und Igno­ran­zen die­ses „Pap­stes“ irri­tiert wer­den.
      es geht dar­um, dass der, der den Herrn liebt, zutiefst getrof­fen wird, wenn der Papst ihn offen­sicht­lich miss­ach­tet, so sehr, dass er nicht mal mehr eine Knie­beu­ge vor IHM machen kann, von all den ande­ren Abscheu­lich­kei­ten ein­mal abge­se­hen. Ich den­ke an die ver­beul­te Kir­che, die Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta, an die Krea­ti­on von „Sün­den, die schlim­mer als Sün­de sind“, das Igno­rie­ren der Leh­re der Kir­che hin­sicht­lich von Tod­sün­den, und vor allem muss an die vie­len See­len den­ken, die durch einen sol­chen „Hir­ten“ dem Ver­der­ben aus­ge­lie­fert wer­den.
      Zum Glück ist SEINE Gna­de immer noch grö­ßer als der Ver­rat eines sol­chen wöl­fi­schen Hir­ten.

      • „Pro­gres­si­sti­sche Schicke­ria“! Vie­len Dank für die­sen Begriff, der das selbst­zu­frie­de­ne schein­ka­tho­li­sche Mit­tel­stands­bon­zen­tum her­vor­ra­gend trifft. Sozu­sa­gen die Tos­ka­na-Frak­ti­on auf katho­lisch.
        Und sol­che Leu­te machen es sich immer ein­fach. Zur Not greift man auch zur Küchen­psy­cho­lo­gie, um auf die „schlech­ten“ Ande­ren zu zei­gen. Mehr ist da nicht. Drängt man auf Sub­stanz, ist schnell Schluß und irgend­wel­che rhe­to­ri­schen Wen­dun­gen kom­men, um die Sache abzu­wür­gen.
        Ein Trau­er­spiel ist die­se Kir­che gewor­den! Aber vie­le sind es ja nicht mehr und die Anne­xi­on der irdi­schen Güter der Kir­che wird ihnen schon bald auch nichts mehr nüt­zen.

        • Zutref­fen­der wäre „diar­rhoei­sche Schicke­ria“

          denn sie behal­ten (kon­ser­va­tiv) nichts und vor­an kom­men (pro­gres­siv) sie auch nicht.

  12. Was will die­ser Fran­zis­kus uns damit sagen: Wir sol­len uns vor der Welt ver­nei­gen?
    Ich ver­nei­ge mich lie­ber vor Gott und beu­ge mei­ne Knie.
    Ich mache ich mit die­sem Papst, der sich so um alles müht und die Men­sche­nin der Kir­che so demü­ti­gend kri­ti­siert?

    AN DEN TATEN WERDET IHR SIE ERKENNEN:::

  13. Fran­zis­kus ist ein Popu­list. Er sucht die Sen­sa­ti­on, den Applaus. Er ist weder intel­li­gent, noch fromm, aber ohne Zwei­fel schlau und geris­sen. Das aber wird auf Dau­er nicht genü­gen. Wie Petrus wird er bit­ter wei­nen, wenn die Medi­en ihn ver­las­sen und Chri­stus ihn lie­be­voll anblickt. Bis dahin aber wer­den sei­ne Wor­te und Gesten noch ver­rück­ter wer­den. Wir müs­sen viel für ihn beten, denn er ist in Wirk­licht ein armer Mensch, der das Lob der Men­ge braucht. Er tut mir leid.

  14. Lei­der sind die­se doch irri­tie­ren­den Gesten von Papst Fran­zis­kus gleich­sam die Umset­zung der schlei­chen­den Preis­ga­be des Christ­kö­nig­tums. Bes­ser als mit der Auf­zei­gung der nach­kon­zi­liä­ren „Ver­än­de­rung“ des Hym­nus‘
    „Te sae­culo­rum princi­pem“

    lässt sich die moder­ni­sti­sche „Fen­ster­öff­nung“ nicht mani­fe­stie­ren.…
    im fol­gen­den Hym­nus sind die Stro­phen 2, 6 und 7 in der nach­kon­zi­lia­ren Lit­ur­gie
    — mit der auch das Fest auf den letz­ten Sonn­tag im Kir­chen­jahr ver­scho­ben wor­den ist -
    ersatz­los ent­fernt wor­den…!!!!

    -

    Hym­nus des Christ­kö­nigs­fe­stes

    1. Den heh­ren Fürst der Ewig­keit,
    der Völ­ker Herr­scher Jesus Christ,
    ihn ganz allein erken­nen wir
    als aller Her­zen König an.

    2.Es ruft der Geg­ner wil­de Schar:
    „Wir wol­len nicht,
    dass Chri­stus herrscht!“
    Doch wir erklä­ren freu­dig, gern,
    als aller­höch­sten Her­ren ihn.

    3. O, Chri­stus, heh­rer Frie­dens­fürst,
    beug der Rebel­len trot­zig Haupt,
    und füh­re die Ver­irr­ten all
    zur einen Her­de wie­der heim!

    4. Dafür hängst Du am Kreu­zes­stamm,
    die Arme weit­hin aus­ge­spannt,
    und zeigst Dein lie­be­glü­hend Herz,
    das von dem Speer durch­sto­ßen ist.

    5. Dafür wohnst Du auf dem Altar,
    ver­bor­gen unter Wein und Brot,
    und strömst aus der durch­bohr­ten Brust
    in Dei­ner Kin­der See­len Heil.

    6.Dir schul­det jede Staats­ge­walt
    Ver­eh­rung, öffent­li­chen Ruhm;
    Dich ehre Recht und Wis­sen­schaft,
    Geset­ze, Kün­ste ach­ten Dein!

    7.Es nei­ge jede Königs­kron
    und jedes Zep­ter sich vor Dir!
    Mach jedes Haus und jedes Land
    mit mil­der Hand Dir unter­tan!

    8 Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
    der Du das Wel­ten­zep­ter führst,
    mit Gott, dem Vater, und dem Geist
    von Ewig­keit zu Ewig­keit!
    Amen.
    -

    Das von Papst Pius XI. In der Enzy­kli­ka „Quas pri­mas“ für den
    Christ­kö­nigs-Sonn­tag ange­ord­ne­te Wei­eh­ge­bet an das Hei­lig­ste Herz Jesu:

    -

    Süße­ster Jesu, Erlö­ser des Men­schen­ge­schlech­tes,
    blicke gnä­dig auf uns, die wir in tie­fer Demut uns vor dei­nem Alta­re nie­der­wer­fen.
    Dir gehö­ren wir, dein wol­len wir sein.
    Um aber noch fester mit dir ver­bun­den sein zu kön­nen, sie­he, weiht sich ein jeder von uns heu­te aus frei­en Stücken dei­nem Hei­lig­sten Her­zen. –
    Vie­le haben dich nie gekannt, vie­le haben dei­ne Gebo­te ver­ach­tet und dich ver­schmäht. Erbar­me dich ihrer aller, o gütig­ster Jesu, und zie­he alle an dein hei­li­ges Herz.
    Du, o Herr, sollst der König sein, nicht bloß über die Gläu­bi­gen, wel­che nie­mals von dir abge­wi­chen sind, son­dern auch über die ver­lo­re­nen Söh­ne, wel­che dich ver­las­sen haben. Bewir­ke, dass die­se zum Vater­hau­se zurück­ei­len und nicht in Elend und Armut zu Grun­de gehen.
    Sei König über die­je­ni­gen, wel­che Irr­leh­ren ver­führt haben oder wel­che Zwie­tracht (von dei­ner Kir­che) trennt, und rufe sie zum Hort der Wahr­heit und zur Ein­heit des Glau­bens zurück, damit bald Ein Schaf­stall sei und Ein Hirt.
    Sei end­lich auch der König über die­je­ni­gen alle, wel­che immer noch im alten Aber­glau­ben des Hei­den­tums leben, und ver­sa­ge ihnen nicht die Befrei­ung aus der Fin­ster­nis und die Beru­fung zu dei­nem Eigen­tu­me im Lich­te und Rei­che Got­tes.
    Schen­ke, o Herr, dei­ner Kir­che Frei­heit, Ruhe und Sicher­heit.
    Schen­ke allen Völ­kern Frie­den und Ord­nung und mache, dass von Pol zu Pol der eine Ruf ertö­ne :
    Gelobt sei das gött­li­che Herz Jesu, durch wel­ches uns das Heil gewor­den; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewig­keit.

    -

    • @Defendor:

      Zu recht bekla­gen Sie die Ver­stüm­me­lung des Hym­nus, jedoch um nur weni­ge Zei­len spä­ter sel­ber zum PC-Zen­sor zu wer­den — was soll das?!

      Der ent­spre­chen­de Pas­sus des Wei­he­ge­bets lau­tet unzen­siert wie folgt:

      „Sei end­lich auch der König über die­je­ni­gen alle, wel­che immer noch im alten Aber­glau­ben des Hei­den­tums ODER DES ISLAMS leben, und ver­sa­ge…“

  15. Wer wäre ich, über den Papst zu rich­ten? Gegen irgend­ei­ne unfehl­bar dekla­rier­te Fest­le­gung in Fra­gen des Glau­bens und der Moral hat der Hei­li­ge vater nicht ver­sto­ßen mit der Ver­beu­gung vor einer Köni­gin. Oder gegen wel­che? Das jor­da­ni­sche Königs­haus scheint mir , wirkt jeden­falls so, in begrü­ßens­wer­ter Libe­ra­li­tät und auch Offen­heit gegen­über Chri­sten, nament­lich dem hei­li­gen Stuhl und dem Papst ( nicht nur ad per­so­nam, man erin­ne­re sich an die ach­tungs­vol­le Behand­lung Bene­dikt XVI in Jor­da­ni­en). Wenn dann in den isla­mi­schen raum hin­ein eine geste per­sön­li­cher Hoch­ach­tung und Zunei­gung zu einer mos­le­mi­schen Königs­frau gezeigt wird, muss nicht Wir­kung nicht schlecht sein.

    • Pro­phe­ti­en sind natür­lich eine schwie­ri­ge Sache und doch immer wie­der auch zutref­fend gewe­sen. Sie sind aber auch ver­füh­re­risch, wenn man ihnen unbe­dingt und also zu unkri­tisch glau­ben will. Auf der ande­ren Sei­te folgt auch die Geschich­te Geset­zen, auch wenn sie nicht deter­mi­niert ist. Und von daher sind Ahnun­gen und Pro­phe­ti­en Begna­de­ter mög­lich.
      Im kon­kre­ten Fall, so fin­de ich, trifft noch am wahr­schein­lich­sten die Theo­rie zu, daß Phil­ip Neri der Urau­tor war:
      http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Neri#Die_Vorausschau_von_P.C3.A4psten
      Kurz-URL: http://bit.ly/1iE0wtv

  16. Papst Gelasi­us I hat die Zwei-Schwer­ter-Leh­re und arti­ku­liert. Bei aller Miß­ver­ständ­lich­keit die­ser Leh­re, ist bei ihm völ­lig klar, daß es zwar zwei Schwer­ter gibt, daß das geist­li­che Schwert jedoch über dem welt­li­chen Schwert steht und die­sem gebie­tet.
    Es sind ja nicht nur die Gesten eines Fran­zis­kus, son­dern auch sein Reden, die in dem Sin­ne auf­sto­ßen, daß er die Kir­che unter die Welt, unter die Staa­ten bzw. unter die UN stellt. Oft schon scheint bei ihm die welt­li­che Auto­ri­tät in unan­ge­brach­tem Rang zu ste­hen. Auch dazu paßt sei­ne Unter­wür­fig­keit. Klar, daß die Welt jubelt — und klar auch daß die Katho­li­ken jubeln, die ihren bür­ger­li­chen Frie­den mit der Welt gemacht haben. Denn auch für die­se ist uni­so­no allein noch der Staat sakro­sankt, mag man auch strei­ten, wie die Staats­ge­walt (de Jou­ve­n­el) von wem zu was auch immer gebraucht (ergo miß­braucht) wer­den „darf“ oder gar „soll“.

  17. Ein Papst soll­te sich wirk­lich nur vor der Got­tes­mut­ter Maria ver­nei­gen, und vor unse­ren Herrn Jesus Chri­stus auf die Knie fal­len, alles Ande­re ist Häre­sie.

  18. @Carlo
    Ich dan­ke Ihnen für die­sen Hin­weis. Mir liegt es fern, hier absicht­lich der­art Wesent­li­ches aus­zu­las­sen. Lei­der bin ich offen­bar einer „zeit­ge­mäss beschö­nig­ten“ Ver­si­on erle­gen. Ein Grund mehr, in Zukunft noch gründ­li­cher nach­zu­se­hen. Noch ein­mal Dan­ke. Der besag­te Abschnitt lau­tet denn ursprüng­lich rich­tig:
    ( der zwei­te Teil über die Juden wur­de übri­gens 1959 ersatz­los gestri­chen)
    -
    „Sei Du König über alle die­je­ni­gen, wel­che immer noch vom alten Wahn des Hei­den­tums oder des Islams befan­gen sind; ent­rei­ße sie der Fin­ster­nis und füh­re sie alle zum Lich­te und Rei­che Got­tes. Blicke end­lich voll Erbar­men auf die Kin­der des Vol­kes, das ehe­dem das aus­er­wähl­te war. Möge das Blut, das einst auf sie her­ab­ge­ru­fen wur­de, als Bad der Erlö­sung und des Lebens auch über sie flie­ßen.“
    -

    • Besten Dank. So bin ich beru­higt, dass dies auf Nach­läs­sig­keit beruh­te.…, die ja — pein­lich für mich — nicht grö­ßer war als die mei­ne, bereits beim Feh­len des „Islams“ reflex­ar­tig reagiert zu haben & dafür das Feh­len der Bit­te um Erbar­men für das „ehe­dem aus­er­wähl­te Volk“ über­haupt über­le­sen zu haben. Schö­nen Tag !

    • Eine klei­ne Ergän­zung. Die Unter­drückung die­ser Wor­te erfolg­te 1959 durch den Papst der jetzt hei­lig gespro­chen wur­de.
      (….„Sei Du König über alle die­je­ni­gen, wel­che immer noch vom alten Wahn des Hei­den­tums oder des Islams befan­gen sind; ent­rei­ße sie der Fin­ster­nis und füh­re sie alle zum Lich­te und Rei­che Got­tes. Blicke end­lich voll Erbar­men auf die Kin­der des Vol­kes, das ehe­dem das aus­er­wähl­te war. Möge das Blut, das einst auf sie her­ab­ge­ru­fen wur­de, als Bad der Erlö­sung und des Lebens auch über sie fließen.“….)

      Das Wei­he­ge­bet der Welt an das Aller­hei­lig­ste Herz Jesu wur­de von Leo XIII. in der Enzy­kli­ka Annum Sacrum vom 25. Mai 1889 per­sön­lich ver­fasst.
      Papst Pius XI hat 1925 mit der Enzy­kli­ka Quas Pri­mas das lit­ur­gi­sche Christ­kö­nigs­fest ange­ord­net, dass der Wei­he­akt sei­nes Vor­gän­gers jedes Jahr am Christ­kö­nigs­tag vor­ge­tra­gen wird.

      Die Unter­drückung der Wor­te von Papst Leo XIII die Juden betref­fend und die Auf­he­bung der Anord­nung von Papst Pius XI. stel­len einen ein Vor­gang dar, sucht sei­nes­glei­chen.

      Um einer neu­en Ära wil­len, die die Bezie­hung zwi­schen der Kir­che und den Juden revo­lu­tio­nie­ren soll­te, hat der HEILIGE Papst Johan­nes XXIII. gleich zwei Päp­ste des­avou­iert und schlim­mer: Christ­kö­nig, wah­rer Mensch und wah­rer Gott.

      http://novusordowatch.org/resources/John-XXIII-Beatified.pdf

  19. Fest­stel­lung eines Men­schen über die Ver­gan­gen­heit von Pater Ber­go­glio und des­sen Wir­ken bei den Jesui­ten:

    “Yes I know Ber­go­glio [, says a Jesu­it supe­ri­or from ano­t­her Latin Ame­ri­can coun­try]. He’s a per­son who’s cau­sed a lot of pro­blems in the Socie­ty and is high­ly con­tro­ver­si­al in his own coun­try. In addi­ti­on to being accu­sed of having allo­wed the arrest of two Jesuits during the time of the Argen­ti­ne­an dic­ta­tor­ship, as pro­vin­cial he gene­ra­ted divi­ded loyal­ties: some groups almost wor­ship­ped him, while others would have not­hing to do with him, and he would hard­ly speak to them. It was an absurd situa­ti­on. He is well-trai­ned and very capa­ble, but is sur­roun­ded by this per­so­na­li­ty cult which is extre­me­ly divi­si­ve. He has an aura of spi­ri­tua­li­ty which he uses to obtain power. It will be a cata­stro­phe for the Church to have someo­ne like him in the Apo­sto­lic See. He left the Socie­ty of Jesus in Argen­ti­na destroy­ed with Jesuits divi­ded and insti­tu­ti­ons destroy­ed and finan­cial­ly bro­ken. We have spent two deca­des try­ing to fix the cha­os that the man left us.”

    Paul Val­le­ly

    Pope Fran­cis: Unty­ing the Knots
    2013

    http://rorate-caeli.blogspot.com/2014/05/blasts-from-past-bergoglios-legacy.html

    Ein alter Mensch dürf­te sich kaum mehr ändern.

  20. Aber dar­an-dass die soge­nann­ten “ klei­nen grü­nen Männ­chen vom MARS“-vielleicht uns tau­fen möchten,weil sie sich als viel fröm­mer als die Erd­be­woh­ner erweisen,eventuell sogar kei­ne Erb­sün­de kennen‑, dar­an hat der Ber­go­glio nicht gedacht.Wie soll­te er auch.Er beherrsch prak­tisch fast kei­ne Fremdsprachen,ist unmu­si­ka­lisch und von Kos­mo­lo­gie hat er sowe­nig eine Kenntnis,wie mei­ne Gross­mutter von der See­fahrt.

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