Bolschewismus

Vor eini­gen Tagen wur­den hier im Leser­fo­rum Mei­nun­gen laut, die eine auf Unkennt­nis beru­hen­de Sym­pa­thie für den Bol­sche­wis­mus und für Josef W. Sta­lin zeig­ten. Es wur­de sogar die Behaup­tung auf­ge­stellt, Papst Pius XII. hät­te eine gewis­se Sym­pa­thie für Sta­lin und den Bol­sche­wis­mus gehabt.

Des­halb stel­len wir hier zwei kur­ze Tex­te gegen­über. Einen von Sta­lin, der den Bol­sche­wis­mus erklärt, sowie die Ver­ur­tei­lung des mar­xi­sti­schen Sozia­lis­mus durch Papst Pius XII.

51 Kommentare

  1. Viel­leicht hat die Redak­ti­on die Ehre, ein­mal die Geheim­di­plo­ma­tie des Vati­kans zu erwäh­nen. Unter den Päp­sten Paul V.-und schon vor­her-bestan­den kon­tak­te zu Mos­kau­er Füh­rung. Unter Papst Paul VI. waren es Kar­di­nal Staats­se­kre­tär Casa­ro­li-der „Rote„Kardinal der ein­fluss­reich die Ost­di­plo­ma­tie und Kon­tak­te zu den Kom­mu­ni­sten för­der­te. Und wie war das auf dem II.Vaticanum? Es gab kei­ne Ver­ur­tei­lung des Kom­mu­nis­mus. Und was sag­te +Mar­cel Lef­eb­ve: 3.September 1973: „Der Kom­mu­nis­mus hat offi­zi­el­len Ein­gang im Vati­kan erhal­ten und sei­ne Welt­re­vo­lu­ti­on ist auf auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se erleich­tert durch den offi­zi­el­len Nicht-Wider­stand der Kir­che, ja mehr, durch die viel­fa­chen Unter­stüt­zun­gen der Revo­lu­ti­on-und dies trotz der ver­zwei­fel­ten War­nun­gen der Kar­di­nä­le, die in kom­mu­ni­sti­schen Ker­kern sassen. Die WEIGERUNG die­ses Pasto­ral­kon­zils, den Kom­mu­nis­mus offi­zi­ell zu verurteilen,.…..und so wei­ter, und so fort..

    Erwäh­nen Sie hier die mie­se Rol­le der RKK mit den Nazis, den Faschi­sten War­um tun Sie das nicht? Es wäre z.B. denk­bar gewe­sen dass der „bewun­dern­de“ Paul VI. irgend­wann ein­mal die FREIE WELT BEWUNDERT HÄTTE, aber statt­des­sen rief er der „chi­ne­si­schen Jugend“ wäh­rend der Kul­tur­re­vo­lu­ti­on zu sie sol­le wis­sen, „mit wie­viel Sor­ge und Lie­be wir ihren gegen­wär­ti­gen Auf­schwung zu den Idea­len eine neu­en, arbeits­sa­men und eini­gen Lebens betrach­ten „. Und die Pro­pa­gan­da Fide ver­brei­tet fast zur glei­chen ZEIT die­ses ent­lar­ven­de Bekennt­nis: Die Zivi­li­sa­ti­on, die in Chi­na auf­ge­baut wird, grün­det zwar auf einer mate­ria­li­sti­schen Phi­lo­so­phie, sie ist aber nicht auf das gol­de­ne Kalb auge­rich­tet“.…

    Und HEUTE? HEUTE IST GERADE NOCH DAS KAPITALISTISCHE KALB übrig.

    • Der Sozialismus/Kommunismus als auch die ande­re mate­ria­li­sti­sche Welt­an­schau­ung des Libe­ra­lis­mus wur­den von der Kir­che von Anfang an und in aller deut­li­cher Form ver­ur­teilt — man wer­fe nur mal einen Blick in den Syl­labus Erro­rum von 1864, der über­wie­gend frü­he­re päpst­li­che lehr­amt­li­che Äuße­run­gen wie­der­hol­te. Die „mie­se Rol­le der RKK mit den Nazis“ belegt doch gera­de, dass in dem neu­heid­ni­schen Natio­nal­so­zia­lis­mus gegen­über dem öst­li­chen Bol­sche­wis­mus das „klei­ne­re Übel“ gese­hen wur­de (zur „mie­sen Rol­le“: das Reichs­kon­kor­dat hat­te ein­deu­tig defen­si­ven Cha­rak­ter gegen­über dem NS-Regime. Der Ras­sis­mus der Nazis wur­de von Rom stets ver­ur­teilt). Was auch nicht über­rascht, wenn man den roten Ter­ror in Ruß­land nach der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on gegen­über den christ­li­chen Kir­chen als auch die blu­ti­ge Ver­fol­gung der katho­li­schen Kir­che im spa­ni­schen Bür­ger­krieg durch die Roten sich ein­mal anschaut. Außer­dem ist die Ent­ste­hung der gesam­ten katho­li­schen Sozi­al­leh­re im 19. Jahr­hun­dert nicht zu ver­ste­hen, wenn man ihre Stoß­rich­tung als ein­deu­ti­ger katho­li­scher Gegen­ent­wurf gegen den Sozialismus/Kommunismus igno­riert.

      Dass mit dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil und in des­sen Fol­ge die alten anti­ka­tho­li­schen Mäch­te des Libe­ra­lis­mus und des Sozialismus/Kommunismus nun auch ein­gang in die Kir­che gefun­den haben, ist ja nichts neu­es. Hier­zu ist zu sagen, dass es nach 1945 gera­de die Angst und die Abwehr Roms gegen­über dem Kom­mu­nis­mus war, die es in der Block­kon­fron­ta­ti­on unsee­li­ger­wei­se in die Arme der libe­ra­li­sti­schen USA trieb — und es damit nicht nur für den frei­mau­re­ri­schen Libe­ra­lis­mus der USA, son­dern auch den eben­falls von dort aus­ge­hen­den Neo­mar­xis­mus („68er“) öff­ne­te — Stich­wor­te „Geist des Kon­zils“, „Befrei­ungs­theo­lo­gie“ und „femi­ni­si­sche Theo­lo­gie“. Das zuspit­zen­de Dik­tum des Erz­bi­schofs Lef­eb­v­res von 1973 über­rascht daher kaum — darf aber kei­nes­falls in eine Sym­ap­thie oder auch nur Akzep­tanz des Sozialismus/Kommunismus durch die kirch­li­che Leh­re in den 150 zuvor seit sei­ner Ent­ste­hung umge­deu­tet wer­den.

  2. „Die unsäg­li­che Behaup­tung“, Pius XII. habe mit dem Bol­sche­wis­mus und mit Sta­lin sym­pa­thi­siert, kam NICHT AUS DEM LESERFORUM. Jeder, jede kann es nach­le­sen: „Danach beschäf­tig­te sich Pius XII., soweit zu erhe­ben ist, nicht mehr mit die­sem The­ma.“ (Mit der Wei­he Russ­lands). „Es scheint hier auch eine Ein­fluss­nah­me durch die USA vor­ge­le­gen zu sein, die ihre kom­pro­mit­tie­ren­de Kom­pli­zen­schaft mit dem Mas­sen­mör­der Sta­lin „Man of the Year“ von Time (1939 und 1942) und freund­schaft­lich als „Uncle Joe“ titu­liert, nicht durch vati­ka­ni­sche Ver­laut­ba­run­gen gestört sehen woll­te.“

    Es war Wolf­ram Schrems, der in sei­nem Bei­trag vom 26. März 2014, 16.05: Der Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis der Glau­bens­kri­se — Fati­ma und die Pflicht der Hir­ten (2. Teil)“, die­se Sät­ze schrieb. Ich habe die­se Behaup­tung in mei­nem Kom­men­tar aus­drück­lich kri­ti­siert. Eben­falls habe ich Pius XI. ver­tei­digt, dem u.a. unter­stellt wur­de, wegen sei­ner aka­de­mi­schen Bil­dung, wegen sei­ner Gelehr­sam­keit, hät­te er sich nicht ver­de­mü­ti­gen und einer vor kur­zem noch analpha­be­ti­schen Non­ne gehor­chen wol­len.“

    Wobei ich jetzt zusätz­lich anmer­ke: Kein Papst hat Non­nen zu gehor­chen, die Visio­nen haben. Die Kir­che hat vor­her sorg­sam die Wahr­heit, die Glaub­wür­dig­keit zu prü­fen.

    Es ist streng zu tren­nen, zwi­schen dem vor­kon­zi­lia­ren Lehr­amt und den Päp­sten ab Johan­nes XXIII., der eine neue Ost­po­li­tik ein­läu­te­te.

    Ich bin dank­bar, dass die Redak­ti­on den Text von Sta­lin abge­druckt hat. Jeder, jede kann jetzt lesen, dass der Bol­sche­wis­mus die mate­ria­li­sti­sche Phi­lo­so­phie von Karl Marx als Grund­la­ge hat. Die­se aber stellt sich in Gegen­satz zu vor­an­ge­gan­gen west­li­chen Phi­lo­so­phien, um sie zu kor­ri­gie­ren. Russ­land hat die west­li­che mar­xi­sti­sche Phi­lo­so­phie über­nom­men.

    Das ist kei­ne Recht­fer­ti­gung für den ver­bre­che­ri­schen, gott­lo­sen Bol­sche­wis­mus, der die Welt­herr­schaft anstreb­te und jeden Glau­ben an Gott ver­nich­ten woll­te.

    Unse­re katho­li­schen Vor­fah­ren haben gemein­sam mit Pius XII. zur Got­tes­mut­ter um die Bekeh­rung Russ­lands vom gott­lo­sen Bol­sche­wis­mus gebe­tet. Der als Papst die Völ­ker Russ­lands dem unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens geweiht hat­te.

    Die Anhän­ger der Sr. Lucia dos San­tos wol­len nicht ein­se­hen, dass Papst Pius XII. die­se Wei­he längst voll­zo­gen hat­te und immer wie­der zum Gebet auf­for­der­te, dass Russ­lands sich vom gott­lo­sen Bol­sche­wis­mus bekeh­re.

    1989 ist die­ses Gebet in Erfül­lung gegan­gen.

    Wir aber wer­den mehr und mehr vom gott­lo­sen Mate­ria­lis­mus mar­xi­sti­scher Prä­gung beherrscht. Der längst den uni­ver­si­tä­ren Bereich ver­las­sen und in die Poli­tik und die Leit­me­di­en ein­ge­gan­gen ist.

    Die­sen west­li­chen Mar­xis­mus hat Russ­land nicht zu ver­ant­wor­ten. Es hat ihn hin­ter sich. Wir wer­den von ihm bedroht.

    • Russ­land ist nicht bekehrt! Viel­leicht wol­len ein­fach Sie nicht ein­se­hen, wie es aus­sieht in die­ser Welt.
      Fra­gen wir ein­mal nach, was denn „Bekeh­rung“ heißt?
      „Bekeh­rung“ heißt für einen wah­ren Katho­li­ken: Bekeh­rung zum wah­ren katho­li­schen Glau­ben.
      Jeder, der ein biss­chen Ver­stand hat, muss zuge­ben, dass davon kei­ner­lei Rede sein kann in Russ­land — auch jetzt, 25 Jah­re nach der angeb­li­chen Erfül­lung der Pro­phe­zei­ung nicht. Und nicht nur kann davon kei­ne Rede sein, son­dern es ist in kei­ner Wei­se ersicht­lich, dass sich Russ­land dar­an auch nur ent­fernt annä­hern wür­de.
      Der Kom­mu­nis­mus hat sei­ne Irr­leh­ren so voll­kom­men über die gan­ze Welt ver­sprüht, dass sogar die Kir­che nur noch eine „Men­schen­mach­werks­kir­che“ im kol­lek­tiv­sti­schen und mate­ria­li­sti­schen Sin­ne ist, wie es Katha­ri­na Emme­rich einst schau­te.
      Die Fra­ge wäre also, zu wel­chem Katho­lisch­sein sich Russ­land der­zeit bekeh­ren soll­te, wo wir doch seit Jahr­zehn­ten kei­ne recht­gläu­bi­gen Päp­ste und eine nie­der­ge­hen­de Kir­che haben?
      Im übri­gen wis­sen weder Sie noch ich, was aus Russ­land noch alles kommt dem­nächst. Zur Eupho­rie ist jeden­falls kein Anlass gege­ben. Der Kom­mu­nis­mus hat die Homos immer schon abge­lehnt — das besagt also nichts.

      Herr Schrems hat mit sei­ner von Ihnen als „Unter­stel­lung“ beti­tel­ten Ana­ly­se des Ver­hal­tens Pius XI. doch ganz recht: sel­bi­ger Papst war zu stolz, sich über eine klei­ne, unbe­deu­ten­de Non­ne von der Got­tes­mut­ter beleh­ren zu las­sen. Er sag­te, wenn die Got­tes­mut­ter von ihm etwas wol­le, müs­se sie schon zu ihm direkt kom­men.
      Das sagt alles!
      Ihr Pius XII.-Bild ist zu grob. Er war äußerst wider­sprüch­lich. Er hat der kom­men­den Lit­ur­gie­re­form die Türen geöff­net, ins­be­son­de­re mit der Enzy­kli­ka „Media­tor Dei“, in der er dem Papst das Recht zusprach, die Lit­ur­gie da zu ändern, wo sie „mensch­lich“ sei. Er hat nicht erlärt, wo sie angeb­lich „mensch­lich“ sei. Denn nach Pius V. war man davon aus­ge­gan­gen, dass die ursprüng­li­che, hei­li­ge Lit­ur­gie rekon­stru­iert und im übri­gen auch in „Quo pri­mum“ für immer und ewig unver­än­der­bar dekla­riert wor­den sei — unter Bann­fluch für „über­haupt jeden Men­schen“, der dar­an noch ein­mal etwas ändern wür­de. Pius XII. war es, der die Kar­wo­chen­lit­ur­gie total über den Hau­fen warf und den lit­ur­gi­sche Sinn durch die Ein­füh­rung der Oster­nacht völ­lig ent­stell­te.
      Und so wären noch vie­le ande­re Unge­reimt­hei­ten hin­sicht­lich Pius XI. und Pius XII. zu nen­nen. Sie waren zwar — ver­gli­chen mit dem, was dann kam — mini­mal, aber schlimm genug.
      Ihre Aus­las­sun­gen über Sr. Lucia basie­ren auf ein­sei­ti­ger, teil­wei­se nicht wohl­wol­len­der um nicht zu sagen bös­wil­li­ger Lite­ra­tur und schlich­ter Unkennt­nis. Herr Schrems hat ja ein Lite­ra­tur­ver­zeich­nis ange­ge­ben. Viel­leicht machen Sie sich mal die Mühe, wenig­stens zur Kennt­nis zu neh­men, dass die Dis­kus­si­ons­la­ge hier brei­ter ist, als Sie es behaup­ten.

      Und noch was: die Fra­ge die­ses Arti­kels „Bol­sche­wis­mus“ kam sehr wohl aus dem Leser­fo­rum. Viel­leicht lesen Sie es ein­fach noch mal, v.a. „Stock­hau­sen“ Kom­men­ta­re.

  3. Für alle Gebe­te trifft nach der Leh­re der Kir­che zu: Inhalt­lich fal­sche Gebe­te wer­den von Gott nicht erhört. Gebe­te in der rech­ten Gesin­nung wer­den von Ihm gehört, erhört, aber nicht immer so, wie es sich die Beten­den vor­stel­len. Es bleibt dem Aller­höch­sten vor­be­hal­ten, Gebe­te zu erhö­ren in der Wei­se, die Sei­nem Wil­len, Sei­ner Vor­se­hung ent­spricht.
    Papst Pius XII. und die Gläu­bi­gen, die innig zur Got­tes­mut­ter um die Bekeh­rung Russ­lands bete­ten, haben die Erfül­lung ihrer Gebe­te nicht mehr erlebt. Weil allein der all­mäch­ti­ge Gott bestimmt, vor­sieht, wann der Zeit­punkt gekom­men ist, Gebe­te zu erhö­ren, dür­fen wir nicht behaup­ten, die­se Gebe­te sei­en nicht erhört wor­den. Gott ist ewi­ge Gegen­wart, er lebt nicht unter und mit der Zeit. Für Ihn ist die Zeit kei­ne bestim­men­de Wirk­lich­keit, nur für uns, Sei­ne Geschöp­fe.
    1958 ist Papst Pius XII. gestor­ben. 1989 wur­den die Gebe­te von Pius XII. und den gläu­bi­gen Katho­li­ken erhört. Was für uns eine lan­ge Zeit ist, ca. 30 Jah­re, ist für Gott, den Aller­höch­sten, weni­ger als ein Wim­pern­schlag.
    Zu glau­ben, Gott müs­se unse­re Gebe­te sofort erhö­ren, oder sie wer­den nie erhört, offen­bart ein defi­zi­tä­res Got­tes­bild. Die­se Vor­stel­lung über­trägt mensch­li­ches Den­ken auf Gott, und das ist unzu­läs­sig, von der Unlo­gik abge­se­hen.

  4. Ich habe letz­tens durch Zufall im Kate­chis­mus gele­sen, dass die katho­li­sche Kir­che den Sozia­lis­mus, Kom­mu­nis­mus und Kapi­ta­lis­mus zurück­weist. Das soll­te eigent­lich genü­gen, um der­ar­ti­ge Sym­pa­thien gar nicht erst auf­kom­men zu las­sen. Was im Kate­chis­mus steht ist bin­den­des Gesetz der Kir­che.

  5. Leon: Wel­che Rol­le der RKK mit den Nazis mei­nen sie denn? Oder wur­den sie auch ein Opfer von Hoch­huth und sei­nen Lügen­haf­ten Thea­ter­stück?

    Aber was das Ver­hal­ten im Bezug auf den Kom­mu­nis­mus und den Kapi­ta­li­sti­schen Kalb betrifft, gebe ich ihnen Recht, und die­ses Kalb wird auch im Sin­ne der Frei­mau­rer (die ja von Kar­di­nal König geför­dert wur­den) zu einer See­len­ver­schlin­gen­den Ein­heits­re­li­gi­on füh­ren.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  6. Lei­der leug­nen tra­di­tio­nel­le und kon­ser­va­ti­ve Katho­li­ken ger­ne die fol­gen­de Aus­sa­ge:

    „Ob die­se Unfrei­heit von der Über­macht des Pri­vat­ka­pi­tals (…) aus­geht, ist für die Wir­kung selbst ohne Belang.“

    Von deren Sei­te wird ger­ne behaup­tet, dass die­se Über­macht allei­ne dem Fleiss geschul­det ist.

    Dabei wis­sen wir inzwi­schen, dass 6 von 10 Millionären/Milliardären den Reich­tum ERERBT und NICHT erar­bei­tet haben.

  7. Groß­ar­ti­ge Wor­te des Pap­stes. Und er sah damals schon, was heu­te hun­dert­mal schlim­mer gewor­den ist: „…, unter dem Druck eines Staa­tes, der alles beherrscht und das Gesamt­ge­biet des öffent­li­chen und pri­va­ten Lebens regeln will, bis hin­ein selbst in den Gesinnungs‑, Über­zeu­gungs- und Gewis­sens­be­reich, könn­te die­se Unfrei­heit noch viel schwer­wie­gen­de­re Fol­gen zei­ti­gen, wie die Erfah­rung lehrt und bezeugt.“ Was er wohl heu­te sagen wür­de?

  8. Unver­ständ­lich, dass immer wie­der der­ar­ti­ge Mei­nun­gen auf­kom­men. Die offi­zi­el­le Distan­zie­rung ist klar. Was ist aber mit „Geheim­di­plo­ma­tie“ ? Das wird man wohl nie ergrün­den. Ich glau­be hier an die offi­zi­el­le Ver­si­on.

  9. Pius XII. kri­ti­siert in die­sem hier zitier­ten Abschnitt aller­dings v.a. die öko­no­mi­sche Ober­flä­che des Kommunismus/Sozialismus bzw. Libe­ra­lis­mus aus­drück­lich.
    Es kommt nicht prä­zi­se zum Aus­druck, inwie­fern es auch um ande­res geht.
    Es ist daher auch nur als ober­fläch­lich zu nen­nen, wenn vie­le glau­ben, mit dem ersten Kon­zept des „real exi­stie­ren­den Sozia­lis­mus“, das geschei­tert ist — an öko­no­mi­scher Lebens­un­fä­hig­keit, sei auch die Idee des Kom­mu­nis­mus von der Char­ta gestri­chen.
    Von einer Bekeh­rung Russ­lands bzw. der Anhän­ger des Kom­mu­nis­mus kann kei­ner­lei Rede sein. Man könn­te davon nur dann reden, wenn sowohl Russ­land als auch alle ande­ren „Gläu­bi­gen“ dem Kom­mu­nis­mus offi­zi­ell und in irgen­ei­ner Wei­se aus­drück­lich abge­schwo­ren hät­ten. Das ist aber nicht der Fall!
    Die kom­mu­ni­sti­schen Staa­ten haben mehr­heit­lich aus wirt­schaft­li­chen Grün­den klein bei gege­ben. Eine Ein­sicht, dass die Ideo­lo­gie falsch war, haben ihre Anhän­ger kei­nes­wegs. Mag sein, dass vie­le, die in einem geist­li­chen Treib­haus leben, nicht in der Lage sind — auf­grund rea­ler Kon­tak­te mit Men­schen außer­halb die­ses Treib­hau­ses — dies ein­deu­tig wahr­zu­neh­men. Die Wahr­heit ist, dass die Idee des Kom­mu­nis­mus lebt, wenn auch in einem Modi­fi­ka­ti­ons­pro­zess begrif­fen ist. Ich sage das, weil ich schon unzäh­li­ge ent­spre­chen­de Dis­kus­sio­nen mit Men­schen aus Ost­eu­ro­pa und der ehem. DDR geführt habe zu dem The­ma, auch mit den west­li­chen Mar­xi­sten. Ich habe die­se Men­schen sogar in der Ver­wandt­schaft. Weiß also genaue­stens, wovon ich rede. Ich appe­lie­re an die Klug­heit und den Haus­ver­stand aller wah­ren Katho­li­ken, sich hier nicht ein­lul­len zu las­sen von irgend­wel­chen eupho­ri­schen und ver­blen­de­ten Paro­len über die angeb­li­che Bekeh­rung Russ­lands: Russ­land ging das Geld und die Kraft aus. Wenn es sich erholt hat, geht es wei­ter, war­tet nur ab…

    Anson­sten sind die kol­lek­ti­vi­sti­schen Zwangs­phan­ta­sien des Kom­mu­nis­mus im Westen (EU — merkt Ihr das denn nicht?!) und in der RKK vol­le und quä­len­de Rea­li­tät gewor­den. Bischofs­kon­fe­ren­zen, die jeden Bischof handlunsgun­fä­hig machen. Die Ein­eb­nung des Papst­tums zugun­sten einer Kol­le­gia­li­tät, deut­lich aus­ge­drückt in unse­rem wei­ßen Pär­chen Bene­dikt und Fran­zis­kus, der schon gar kein ech­ter Papst mehr sein will, son­dern Pri­mus inter Pares in der Domus St. Marthae und sich vor­wie­gend Bischof nennt, Bischof unter Bischö­fen. Auch die Geld­fra­ge wird zum Dreh- und Angel­punkt. Exkom­mu­ni­ka­ti­on auf­grund nicht gezahl­ter Kol­lek­tiv­steu­er. Aber in Tod­sün­den darf ich trotz­dem kom­mu­ni­zie­ren… Eben­so hört man sol­che Nach­rich­ten aus dem Pius-Umfeld: wer nicht mitheult in kir­chen­po­li­ti­schen Fra­gen, dem wird auch mal die Kom­mu­ni­on öffent­lich ver­wei­gert, obwohl er kei­nes­wegs in schwe­ren Sün­den lebt. Auch hier also: Kom­mu­ni­on als Feld der kol­lek­ti­ven Lini­en­treue! Wer fran­zö­si­sche Tra­di­ti­ons­web­sites liest, wird erst auf das gan­ze Aus­maß der Depres­si­on auch im Tra­di­ti­ons­la­ger auf­merk­sam. Und das Pro­blem ist ganz sicher nicht die Mari­en­ver­eh­rung, son­dern die man­geln­de Lie­be zu Maria.

    • „Wer fran­zö­si­sche Tra­di­ti­ons­web­sites liest, wird erst auf das gan­ze Aus­maß der Depres­si­on auch im Tra­di­ti­ons­la­ger auf­merk­sam.“

      WAS ist damit gemeint? WELCHE Depres­si­on?

      • Ich mei­ne damit, dass die einen ver­su­chen, sich immer mehr auf Rom ein­zu­schwö­ren, die ande­ren dies ableh­nen, Prie­ster raus­ge­schmis­sen wer­den, die den Pro-Rom-Kurs nicht mit­zie­hen, Gläu­bi­ge von der Kom­mu­ni­on aus­ge­schlos­sen wer­den, wenn sie den Kurs kri­ti­sie­ren etc. Das führt zu einer läh­men­den Depres­si­on. Aller­dings schwank­te in der Hin­sicht auch Erz­bi­schof Lef­eb­v­re schon sehr hin und her. Mir fällt die­se Kri­se beson­ders in Frank­reich auf — dort wird sie aus­führ­lich auf Blogs und Sites dis­ku­tiert. Ich ken­ne auch per­sön­lich Leu­te aus Frank­reich, die das erzählt haben. (Ich woh­ne an der Gren­ze.)

  10. Es ist nicht zu fas­sen: Wie oft soll dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass der Bol­sche­wis­mus bis­her die gewalt­tägt­ste Vari­an­te des Mar­xis­mus ist?
    Die­ser Bol­sche­wis­mus ist 1989 zusam­men­ge­bro­chen. Kein ver­nünf­ti­ger Mensch wird behaup­ten, damit sei das Ende des mate­ria­li­sti­schen Mar­xis­mus gekom­men. Der von west­li­chen, von deut­schen Uni­ver­si­tä­ten, phi­lo­so­phi­schen Fakul­tä­ten sei­nen Aus­gangs­punkt hat­te. Und bis jetzt immer erfolg­rei­cher wei­ter wirkt. Sich auf Russ­land wei­ter zu fokus­sie­ren, als habe es die Umwäl­zun­gen im Ost­block nicht gege­ben, ist ein­fach nur anti­quiert. Zumal Ador­no, Hork­hei­mer, Mar­cu­se, ande­re Neo­mar­xi­sten, die Väter der 68er, nie dem Mar­xis­mus-Leni­nis­mus anhin­gen, der sowje­ti­schen Staats­dok­trin.
    Die Glau­bens­kri­se, die Kir­chen­kri­se hat ursäch­lich nichts „mit der man­geln­den Lie­be zu Maria“ zu tun.
    Sie hat ihren Ursprung im west­li­chen, zunächst phi­lo­so­phi­schen Auto­no­mie­stre­ben gegen die gött­li­che Auto­ri­tät. Davon ist die neu­zeit­li­che Phi­lo­so­phie geprägt, die Auf­klä­rung. „Idea­lis­mus“, „Ratio­na­lis­mus“, „Natu­ra­lis­mus“, „Histo­ri­zis­mus“, „Agno­sti­zis­mus“ sind eini­ge Stich­wor­te.
    „Frei­heit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit“, die Paro­len der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on sind Vor­bild der „Kol­le­gia­li­tät“, wie sie in die Kon­zils­do­ku­men­te Ein­gang fand.
    Papst Pius X. hat mit sei­nem Syl­labus (1907), sei­ner gro­ßen Enzy­kli­ka „Pas­cen­di“, mit der Ein­füh­rung des „Anti­mo­der­ni­sten­ei­des (1910) den Kampf gegen die Moder­ni­sten auf­ge­nom­men, die Päp­ste vor ihm eben­falls. „Moder­nis­mus“ ist ledig­lich eine Zusam­men­fas­sung aller phi­lo­so­phi­schen Irr­tü­mer, die den Glau­ben bedro­hen.
    Und zwar die zen­tra­len Glau­bens­wahr­hei­ten: Dass Gott sich offen­bart hat und wir die Offen­ba­rung mit unse­rer Ver­nunft erken­nen kön­nen, dass es eine über­zeit­li­che, zeit­lo­se Wahr­heit gibt. Dass Jesus Chri­stus wah­rer Gott ist, dass er Sei­ne Kir­che gegrün­det hat, der die­se Glau­bens­wahr­hei­ten anver­traut sind, und die sie zu leh­ren hat. Dass von der Annah­me oder der Ableh­nung unse­rer ewi­ges Heil abhängt.
    Die­se zen­tra­len Glau­bens­wahr­hei­ten wer­den bestrit­ten, geleug­net, ver­schwie­gen, rela­ti­viert. Außer­halb der Kir­che sowie­so, aber in bedroh­li­chem Aus­maß in der Kir­che. Kei­nem Pfar­rer geschieht etwas, der die Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti leug­net, Bischö­fe leug­nen öffent­lich sei­nen heils­wirk­sa­men Tod.
    Das ist die Kri­se der Kir­che. Dass Jesus Chri­stus nur noch ein Rab­bi war mit einem inni­gen Got­tes­ver­hält­nis, der uns den Umgang mit unse­ren Mit­men­schen lehrt und sonst nichts, das ist der Glau­bens­ab­fall.
    Der Rück­gang der Mari­en­fröm­mig­keit ist nicht die Ursa­che der Kri­se, son­dern die Fol­ge. Wie­so soll man die Mut­ter Jesu Chri­sti ehren, wenn er nicht Gott ist, wenn sein Tod ein Miss­ver­ständ­nis war und er nur im Glau­ben sei­ner Jün­ger auf­er­stan­den ist?
    Der Glau­be an den Gott­men­schen Jesus Chri­stus ist zen­tral. Wird er in Fra­ge gestellt, wird auch der Glau­be an die hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit geleug­net. Das sind unse­re zen­tra­len Glau­bens­wahr­hei­ten. Die bis zur Unkennt­lich­keit ver­zerrt wer­den im Schoß der Kir­che selbst

    • Wel­che hoff­nungs­vol­len Umwäl­zun­gen haben wir im „Ost­block“? Was ist bis­her aus die­sen Län­dern zu uns gekom­men? Nichts Gutes jeden­falls, von ein­zel­nen net­ten und begab­ten Men­schen abge­se­hen — und was kam, offen­bart nur, wie ver­kom­men die wun­der­ba­re bekehr­te Welt dort ist: Pro­sti­tu­ti­on, Men­schen­han­del, Olig­ar­chie, eine Mafia, die sogar halb Asi­en unter­wan­dert hat, Jour­na­li­stenen­mor­de, schlimm­ster Alko­ho­lis­mus, übel­ste Kriegs­hand­lun­gen, eine hohe Abtrei­bungs­ra­te, „Zynis­mus“, wie mei­ne rus­si­schen Bekann­ten mir immer sagen, das gan­ze Land ein­fach nur vom Zynis­mus geprägt, von katho­li­scher Umkehr kei­ne, wir­kich gar kei­ne Spur. Dafür ein macht­gei­ler und äußerst geschick­ter Herr­scher, der natür­lich dann christ­lich ist, wenn Oba­ma und die EU es nicht sind. Womit soll­te er sonst punk­ten, wo er öst­lich und süd­lich zugleich den Isla­mis­mus abweh­ren muss? Fehlt Ihnen die Fan­ta­sie, das auch als poli­ti­sches Kal­kül auf­zu­fas­sen? —

      Sie ver­ste­hen weder mei­ne Gedan­ken­gän­ge noch die ein­fa­che Tat­sa­che, die aber etwas mit prä­zi­sem Lesen zu tun hat, dass die Mut­ter­got­tes in Fati­ma nicht behaup­tet hat, dass die Irr­tü­mer in Russ­land erfun­den wur­den, son­dern dass Russ­land Instru­ment ist, die Welt zu bestra­fen. Russ­land ist Instru­ment, Mul­ti­pli­ka­tor und hat alle Chan­cen, auch nach den eupho­ri­schen Reak­tio­nen hier im Forum auf die angeb­li­chen „Umwäl­zun­gen“ und die angeb­li­che „Christ­lich­keit“ dort zu schlie­ßen, erneut zum Mul­ti­pli­ka­tor schlim­mer Irr­tü­mer zu wer­den — es müs­sen ja nicht bol­sche­wi­sti­sche Irr­tü­mer sein. Sehen Sie nicht, dass die USA im Nie­der­gang begrif­fen sind, Russ­land aber im Auf­stieg? Sehen Sie das wirk­lich nicht? Den Begriff Kom­mu­nis­mus oder Bol­sche­wis­mus hat ja nun die Got­tes­mut­ter gar nicht genannt (auch wenn dies sicher­lich mit­ge­meint war) — das ist allein Ihre ein­ge­eng­te Inter­pre­ta­ti­on. Es könn­ten ja auch noch ande­re Irr­tü­mer benannt wer­den, zum Bei­spiel die reli­giö­sen Irr­tü­mer der Ortho­do­xie, die Hei­lig­geist-Schwär­me­rei zum Bei­spiel, auf die ja auch so vie­le völ­lig unkri­tisch ein­fah­ren. Und es geht nicht drum, „wers erfun­den hat“, son­dern dar­um, wers mit Macht ver­brei­tet. Oder dar­um, wer die­se bereits vor­han­de­nen Irr­leh­ren dann wie ein macht­vol­ler Kata­ly­sa­tor ver­stär­ken und wei­ter­ver­brei­ten wird. Wir wis­sen doch aus der Geschich­te, dass vie­les plötz­lich ganz anders kommt, als man denkt — wie kön­nen Sie Russ­land in sei­nem Macht­drang und in sei­ner glanz­vol­len Stär­ke so ver­ken­nen?

      Aber las­sen wir die Korin­then­zäh­le­rei — war­ten wir ab. Die Zeit wird es offen­ba­ren, wor­um es geht.

  11. @Zeitschnur sagt „Von einer Bekeh­rung Russ­lands bzw. der Anhän­ger des Kom­mu­nis­mus kann kei­ner­lei Rede sein. Man könn­te davon nur dann reden, wenn sowohl Russ­land als auch alle ande­ren „Gläu­bi­gen“ dem Kom­mu­nis­mus offi­zi­ell und in irgen­ei­ner Wei­se aus­drück­lich abge­schwo­ren hät­ten. Das ist aber nicht der Fall!“
    Ich möch­te @Zeitschnur bei­pflich­ten, denn auch ich glau­be nicht an eine Bekeh­rung von Russ­land. Ich wer­de es etwas anders for­mu­lie­ren, aber kom­me zum Glei­chen Schluss wie obi­ges Zitat:
    Das Wort Bekeh­rung wird in der heu­ti­gen Zeit sehr gross­zü­gig und lapi­dar ver­wen­det. Bekeh­rung wird sogar über­all da ver­wen­det, wo ein lau­er Katho­lik wie­der ein­mal regel­mä­ssig zur Kir­che geht und sich etwas mehr Mühe im Glau­ben gibt. Eine ech­te Bekeh­rung (wie sie die Mut­ter­got­tes erfleht hat für Russ­land) ist aber weit mehr als das und die gan­ze Welt hät­te es unmiss­ver­ständ­lich mit­ge­kom­men. Ich kann mich nicht so gut aus­drücken, aber ich hof­fe, ihr könnt es trotz­dem her­aus­le­sen, was ich damit mei­ne. Z.Bsp. der hei­li­ge Augu­sti­nus wur­de durch die Barm­her­zig­keit Got­tes bekehrt und führ­te von da an ein völ­lig ande­res Leben in der hei­lig­ma­chen­den Gna­de und einer tie­fen Demut vor Gott. Nichts in die­ser Welt war ihm wich­ti­ger, als sei­ne Lie­be zu Gott. Wenn ich mich recht erin­ne­re, war es beim Franz von Assi­si auch so. Und es gibt sicher noch ande­re Bei­spie­le und sie hat­ten alle ein dau­er­haft hei­lig­mä­ssi­ges Leben geführt.
    Wenn also eine GANZE Nati­on bekehrt wür­de, dann wäre das gan­ze Land und jeder ein­zel­ne Bür­ger die­ses Lan­des, anschlie­ssend katho­li­schen Glau­bens. JEDER Ein­woh­ner wür­de von da an nach den Gebo­ten Got­tes und dem hei­li­gen Evan­ge­li­um leben WOLLEN. Und da uns immer und über­all der freie Wil­le im Weg ist, braucht es für die­ses Wun­der Got­tes die exak­te Erfül­lung der Bedin­gun­gen die uns die Mut­ter­got­tes für eine Wei­he an ihr unbe­fleck­tes Herz über­bracht hat. Russ­land mag durch die vie­len Gebe­te beschwich­tigt sein, für eine Wei­le, aber bekehrt ist es nicht.

  12. @Zeitschnur, jetzt hören Sie end­lich auf mit ihren Unter­stel­lun­gen!
    1. Es geht nicht um „hoff­nungs­vol­le Umwäl­zun­gen“, womög­lich noch für uns. So etwas habe ich nie behaup­tet. Ich habe es schon frü­her betont, dass nach 70 Jah­ren tota­li­tä­rer athe­isti­scher Dik­ta­tur mit bru­tal­ster Unter­drückung des Chri­sten­tums Russ­land sich nicht erhe­ben kann zu irgend­ei­ner mora­li­schen Grö­ße. Eine sol­che mora­li­sche Ver­wü­stung zu ver­ar­bei­ten braucht grö­ße­re Zeit­räu­me.
    2. Die Men­schen in Russ­land, im ehe­ma­li­gen Ost­block, kön­nen wie­der ihre Kir­chen besu­chen. Sie leben nicht mehr unter einer aggres­si­ven, athe­isti­schen Pro­pa­gan­da, sie kön­nen frei Bücher kau­fen, Fil­me sehen, ins Thea­ter gehen, ohne einer stän­di­gen bol­sche­wi­sti­schen Pro­pa­gan­da aus­ge­setzt zu sein. Sie kön­nen rei­sen, wenn sie das Geld haben, der Eiser­ne Vor­hang ist weg.
    3. Und vor allen Din­gen: Sie bedro­hen die Welt nicht mehr mit ihrem athe­isti­schen Bol­sche­wis­mus.
    4. Wel­ches Land ist denn bekehrt?
    5. Die mei­sten Chri­sten wer­den in isla­mi­schen Län­dern ver­folgt, ter­ro­ri­siert, am Glau­ben gehin­dert, ermor­det. An die 80 % !
    Wenn ich die Wahl hät­te, ich wür­de lie­ber in Russ­land leben als in Sau­di-Ara­bi­en, im Jemen, in Ägyp­ten, in Paki­stan, Irak, Iran usw.
    6. Wobei es ein­fach nur arro­gant ist, zu glau­ben, wir hät­ten im Westen kei­ne Bekeh­rung nötig.
    7. Russ­land und die Welt sind vom Bol­sche­wis­mus befreit, der die Welt­herr­schaft anstreb­te.

    Und das ist am wich­tig­sten: Unse­re katho­li­sche Kir­che wird von Häre­si­en gera­de­zu erstickt. Dafür zuerst die Bekeh­rung Russ­lands jetzt noch zu for­dern, ist nur trau­rig-lächer­lich.

    Ja, grei­fen wir zum Rosen­kranz, mehr­mals täg­lich! Um für die Bekeh­rung Roms zu beten! Um zu beten, dass wir glau­bens­treue Bischö­fe bekom­men. Dass wir einen Papst bekom­men, der wie­der den katho­li­schen Glau­ben ver­tei­digt statt ihn zu ver­zer­ren. Dass die Kon­zilsirr­tü­mer über­wun­den wer­den. Dass der über­lie­fer­te römi­sche Ritus, das hl. Mess­op­fer, über­all gefei­ert wer­den darf. Dass der blü­hen­de Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­cu­la­ta unge­hin­dert wir­ken darf.

    Was erwar­tet uns? Die Hei­lig­spre­chung zwei­er Päp­ste, die sich im Gegen­satz zu allen vor­kon­zi­lia­ren Päp­sten in der Leh­re befin­den. Die die­se Kir­chen­kri­se ein­ge­lei­tet und fort­ge­führt haben.
    Ja, grei­fen wir zum Rosen­kranz. Fle­hen wir, dass die­se ent­setz­li­che Glau­bens- und Kir­chen­kri­se end­lich ein Ende fin­det!

    • Kein Mensch unter­stellt Ihnen etwas — aber Sie bezie­hen lei­der viel zu viel auf sich per­sön­lich. Man­ches, was ich in die Dis­kus­si­on ein­be­zie­he, haben auch ande­re Poster gesagt. Daher habe ich nicht @ zeit­los drü­ber­ge­schrie­ben. Also kann ich schrei­ben, was ich will, ohne dass Sie sich stän­dig ange­grif­fen füh­len müss­ten. Viel­leicht ist da Ihrer­seits mal eine Kor­rek­tur in der Ein­stel­lung nötig. Im übri­gen schrei­ben Sie sehr viel und set­zen sich damit natür­lich der Kri­tik aus. Das trifft eben­so auf mich zu. Das muss man dann aber auch aus­hal­ten, sonst soll­te man schwei­gen.
      Aber mal was anders: ich kann mich nicht erin­nern, dass einer hier meint, der Westen hät­te kei­ne Bekeh­rung nötig. Gegen wen also brin­gen Sie sol­che Rhe­to­rik vor?

      Um auf Fati­ma zurück­zu­kom­men:
      Die Mut­ter­got­tes for­dert 1929 die Wei­he Russ­lands an Ihr unbe­fleck­tes Herz durch den Papst und alle Bischö­fe und dies öffent­lich und in Ein­heit. Eben sel­bi­ges ist nie­mals gesche­hen. SIE sag­te, wenn man Ihre Wün­sche nicht erfül­le, erge­he es dem Papst wie dem König von Frank­reich damals, als der Frank­reich dem Her­zen Jesu wei­hen soll­te und es nicht tat. Anschlie­ßend geschah die Revo­lu­ti­on und das Königs­haus ging unter. Ergo kann man viel­leicht dar­aus schlie­ßen, dass die nicht erfolg­te Wei­he dazu führt, dass das Papst­tum unter­geht.
      Und — Preis­fra­ge, sei­en wir ehr­lich: geht es unter oder nicht?
      Ja, es geht unter. Auf dem Stuhl Petri sit­zen seit Jahr­zehn­ten Häre­ti­ker. Der eine glaubt wort­wört­lich, er müs­se einen zwei­ten Abend­mahls­saal erfin­den (welch eine Blas­phe­mie!!!), der näch­ste schmeißt die gött­li­che, hei­li­ge Lit­ur­gie übern Hau­fen und singt „Ehre sei dem Men­schen!“ weil der auf den Mond geflo­gen ist. Der Über­näch­ste stellt eine Bud­dha­sta­tue auf den Altar in Assi­si, frönt dem Öku­me­nis­mus und küsst den Koran. Der über­näch­ste hat in sei­ner Jugend die Kom­mu­ni­on für Ehe­bre­cher ein­ge­for­dert und eine selt­sa­me Opfer­theo­lo­gie ent­wickelt, die er nie wider­ru­fen hat. Sei­ne Glanz­lei­stung ist sein „Rück­tritt“ in die Senio­ren-Papst-papa-eme­ri­tus-Insti­tu­ti­on, die dem­nächst mit F. wie ein Hoch­zeits­pär­chen in Weiß zwei die­ser Häre­ti­ker hei­lig­spre­chen wird. Das hoch­ge­lob­te Motu pro­prio hat nicht etwa kon­se­quent die alten Mes­se wie­der sta­bi­li­siert, son­dern als Visi­on eine „gegen­sei­ti­ge Befruch­tung“ des Novus Ordo mit dem älte­ren Ordo vor Augen gehabt. Er selbst hat natür­lich die­sen älte­ren Usus nicht mutig zele­briert! Er hät­te die Neue Mes­se abschaf­fen müs­sen, wenn er auch nur einen Fun­ken kla­ren, lehr­amt­li­chen Wil­lens gehabt hät­te. Und die „Tra­di­ti­on“ dis­ku­tiert der­weil, drü­ber, dass all die­se Her­ren in Weiß ja „nur“ mate­ri­el­le Häre­ti­ker, kei­ne for­mel­len gewe­sen sei­en. Die­se Her­ren bis auf die­se Krö­nung des Nie­der­gangs aus Argen­ti­ni­en waren hoch­ge­bil­det und wuss­ten genau, was sie taten! Im Ergeb­nis zer­frisst uns die Häre­sie der Päp­ste! Ist doch wurst ob for­mell oder mate­ri­ell!

      Und: die Got­tes­mut­ter sag­te, dass der Papst ihr doch, spät, Russ­land wei­hen wer­de — spät. Wol­len wir es bes­ser wis­sen, Zeit­los?

      • Was die Got­tes­mut­ter sag­te, weiß ich nicht. Denn ich unter­schei­de zwi­schen der aller­se­lig­sten Jung­frau und der Sehe­rin Lucia dos San­tos.
        Was ihre Aus­füh­run­gen über die Päp­ste anbe­trifft, Zeit­schnur, erschließt sich mir nicht, was die­se mit Fati­ma zu tun haben. Denn Lucia dos San­tos hat sich dazu nicht geäu­ßert. Sie hat den durch ein Atten­tat ver­letz­ten Johan­nes Paul II. mit dem Papst, der nach ihrer Visi­on dem Kreuz zustre­bend ermor­det wur­de, iden­ti­fi­ziert. Was nicht sein kann. Das wur­de schon gefühl­te 100 x hier notiert.
        Irgend­wann reicht es.
        Ich glau­be, dass die Wei­he Pius XII. und die beharr­li­chen Gebe­te der gläu­bi­gen Katho­li­ken zum Zusam­men­bruch des Bol­sche­wis­mus 1989 bei­getra­gen haben.
        Ich glau­be, wenn wir beharr­lich den Rosen­kranz beten für die Bekeh­rung Roms, dass wir dann auch erhört wer­den. Die Zeit und die Stun­de weiß der drei­fal­ti­ge Gott allein.
        Grei­fen wir zum Rosen­kranz, beten wir um die Bekeh­rung Roms!

        • Es mag sein, dass Sie gefühl­te 100x etwas notie­ren — es wird dar­um nicht schlüs­si­ger, v.a. dann nicht, wenn es auf fal­schen Quel­len beruht.
          Ich erklä­re das mit den Päp­sten noch mal anders: wenn es dem Papst, der nicht tut, was er soll­te, so gehen wird, wie dem König von Frank­reich, der nicht tat, was er soll­te, dann wird eben­so, wie die Mon­ar­chie in Frank­reich starb, auch das Papst­tum ster­ben.
          Das ist die Logik, die Sr. Lucia mein­te. Lesen Sie doch mal das Mura/Hu­ber-Buch, das kann nicht scha­den. Wolf­gang Schrems hat es im Ver­zeich­nis.
          Wir sehen das Papst­tum ster­ben — seit 50 Jah­ren. Und nun, da wir die­ses selt­sa­me Papst­dop­pel­pack in Weiß ertra­gen müs­sen, muss jeder, der ein ech­ter Katho­lik ist, zuge­ste­hen, dass es sich bei die­sem läster­li­chen Gespann aus Bischof von Rom und papa eme­ri­tus nicht um den einen Petrus han­deln kann.
          Das ist der von der Mut­ter­got­tes ange­kün­dig­te Nie­der­gang des Papst­tums, wenn es nicht tut, was Ihr Wunsch war. Sie kön­nen es noch 500x behaup­ten — die gefor­der­te Russ­land­wei­he hat nicht nach den Vor­ga­ben statt­ge­fun­den, die die Mut­ter­got­tes gestellt hat. Ob das ein eigen­mäch­ti­ger stol­zer Papst ein­sieht oder auch Sie, spielt kei­ne Rol­le. Sie hat — mit „cons­tat de super­na­tu­ra­li­ta­te“ bestä­tigt (!!!) — etwas ande­res gefor­dert als das, was gesche­hen ist. Folg­lich drang das Destaster in die Kir­che ein und seit­her geht es berg­ab.
          Ver­ste­hen Sie den Gedan­ken­gang?

          • Es kann ein­fach nicht sein, dass Wohl und Wehe der Welt von einer Pri­va­tof­fen­ba­rung abhängt!
            Es gibt nichts in der Schrift, das besagt, dass der Mut­ter­got­tes sozu­sa­gen Macht gege­ben sei.
            Sie ist die Köni­gin,. aber eine alt­mo­di­sche Köni­gin, die für­bit­ten und ein­tre­ten kann.
            Wenn einer käme und sagen könn­te: hier Pro­phet sonund­so aus dem AT, oder auch hier schau mal in der Johan­nes­a­po­ka­lyp­se, oder in der End­zeit­re­de Jesu, da steht „Ich wer­de mei­ne Mut­ter sen­den und sie wird euch sagen, was zu tun ist und ihr müsst ihr fol­gen!“,
            wenn man so argu­men­tie­ren könn­te, dann wür­de ich das ein­se­hen, dass es emi­nent wich­tig ist, was in Fati­ma gefor­dert wird.
            Genau das kann man aber nicht!
            Es steht in der Schrift, dass wenn die letz­te Zeit nicht abge­kürzt wür­de, kei­ner mehr geret­tet wer­den könn­te und das es frag­lich ist, ob der HERR, wenn er denn wie­der­kommt noch Glau­ben vor­fin­det.
            Und die­se Din­ge kann man sehr wohl auf die aktu­el­le Situa­ti­on anwen­den, aber von der Sen­dung einer Mut­ter­got­tes, die hel­fen soll, all dem aus dem Weg zu gehen, fin­de ich in der Schrift nichts!

      • Bit­te „zeit­los“ und „zeit­schnur“, las­sen Sie ab von die­ser lei­di­gen Dis­kus­si­on, jeder will das letz­te Wort haben, das hat ja kei­nen Sinn!
        In unse­rer Kir­chen­kri­se sind wir als Chri­sten auf­ge­ru­fen, in unse­rem per­sön­li­chen Umfeld, Zeug­nis der Lie­be Chri­sti zu geben und nicht stun­den­lang am Com­pu­ter zu sit­zen und Kom­men­ta­re zu schrei­ben. Gele­gent­lich ist es sicher ange­bracht, wenn es den Glau­ben des Näch­sten stär­ken kann. Alles was wir tun, soll aus Lie­be gesche­hen. Gott ist am Werk, es ist die Zeit der Rei­ni­gung, und das ist gut. Wir sind in der Fasten­zeit, die Zeit der Umkehr, um wah­re Chri­sten zu wer­den. Dan­ke.

        • Auch wenn Sie das nicht ver­ste­hen kön­nen, Ivan­hoe, andern das Wort ver­bie­ten, anson­sten aber nichts Kon­struk­ti­ves von sich zu geben, ist ein mie­ser Part.
          Ich glau­be nicht, dass es mir drum geht, das letz­te Wort zu haben — sei­en Sie nicht albern.
          Es geht dar­um, ob die Kir­chen­kri­se u.a. auch an der nicht voll­zo­ge­nen Russ­land­wei­he liegt. War­um wir dar­über debat­tie­ren?
          Viel­leicht lesen Sie die Arti­kel von Wolf­gang Schrems hier — dür­fen wir die nicht mehr dis­ku­tie­ren?
          Übri­gens folgt ja noch ein teil, Sie müs­sen also ein wenig Debat­te noch aus­hal­ten, sor­ry.
          Gott ist am Werk — wo? Wann? Wenn alle schön Erbau­li­ches reden und anson­sten den Mund zu den Misstän­den und offe­nen Fra­gen hal­ten?

        • @ivanhoe
          In gewis­ser Wei­se haben Sie recht: Ein End­losstreit über ein The­ma ermü­det nicht nur, er zieht einem auch geist­lich run­ter. Mir geht es jetzt jeden­falls so. Gera­de mit die­sem The­ma.
          Den­noch: Sie müs­sen es nicht lesen. Wie viel Zeit jede, jeder, am Com­pu­ter ver­bringt, unter­liegt nicht ihrem Urteil.
          Denn Sie ken­nen die Moti­ve nicht. Sie wis­sen nicht, aus wel­chen Grün­den jemand schreibt. Ich bit­te Sie, das zu respek­tie­ren.

        • @ivanhoe
          Dan­ke, für Ihre Erin­ne­rung an die Fasten­zeit!
          Ich bin Ihrer Mei­nung, die­se Dis­kus­si­on führt zu nichts und ist nur ver­lo­re­ne Zeit, die man z. B. für eini­ge Rosen­krän­ze nüt­zen könn­te. Wir „Mensch­lein“ wer­den Got­tes Plä­ne nicht durch­schau­en — da kann man die Sache noch wochen­lang zer­le­gen — offe­ne Fra­gen wird man hier nicht beant­wor­ten. Gott wird uns füh­ren, wenn wir uns Ihm ver­trau­ens­voll über­ge­ben und durch Opfer und Gebet zu Sei­ner grö­ße­ren Ehre wir­ken!

        • Tatia­na Gorit­sche­wa berich­tet von einer Frau,die einer Gefan­ge­nen von der Wei­he Russ­lands durch den Papst erzähl­te-die­se kas­sier­te 10 Jah­re Straf­la­ger dafür.Russland hat sich bekehrt oder nicht,es ist für mich müssig dar­über zu debattieren.Aber Russ­land hat mich bekehrt.Ich habe seit dem 16.Lebensjahr das Mona­sti­sche Bre­vier und den Rosen­kranz täg­lich gebetet,aber in 70er Jah­ren nicht mehr.Der Grund:die fürch­ter­li­chen lit­ur­gi­schen Revo­lu­tio­nen durch Bugnini,die Casa­ro­liost­po­litk-aber vor allem der Here­si­arch Küng,der den grö­sten Teil von Volk und Kle­rus ver­gif­tet hat.man konn­te kei­ne Predigt,keine Kir­chen­zei­tung lesen,die nicht sol­che kir­chen­feind­li­che Bat­zen hat­te oder sie direkt pro­pa­giert hat.Da habe ich mit den Kir­chen­ge­be­ten auf­ge­hört-10 lan­ge Jahre.Statt des­sen habe ich oft tag und nacht zum Herrn geschrien wie ein klei­nes hilf­lo­ses Kind-war mir doch unse­re Kir­che und der Got­tes­dienst mein ein und alles.1981 habe ich erst­mals Russ­land besucht.Es war in Kolo­mens­ko­je ein Aus­flugs­ort bei Moskau.Ein wun­der­schö­ner Sonn­tag­mor­gen-die Vögel des Him­mels san­gen-doch da ertön­te von einer nahe­lie­gen­den Kathe­dra­le, die„noch arbei­tet, in Betrieb ist“(so die Intou­rist­füh­re­rin) ein herr­li­cher Lobgesang.Ins Hei­lig­tum ein­ge­tre­ten sah ich im offe­nen Sarg mit einer Iko­ne geschmückt eine abge­zehr­te, alte Babusch­ka mit einem sol­chen Leuch­ten auf dem Gesicht-ich wer­de das nie mehr ver­ges­sen wie auch das unsag­ba­re Alli­lui­ja in mei­ner See­le fortklingt.Da ist das kirch­li­che Gebet mir wie­der geschenkt wor­den-die leuch­ten­de Gestalt des Erlö­sers und Ret­ters Jesus Chri­stus-das lie­ben­de Ant­litz der Pan­ha­gia-der Aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria mir wie­der strah­lend aufgegangenen.,neu in mein armes Leben eingetreten.Kurz vor dem Zusam­men­bruch des Kom­mu­nis­mus sah ich dort an Ostern in der Abend­schau des Sowjet­fern­se­hens die Sta­tue die Mut­ter­got­tes von Fati­ma mit einem Bericht von katho­li­schen Ordens­frau­en die dort neu ihre Tätig­keit auf­ge­nom­men haben.mirabile in ocu­lis nostris!

          ps.Ich möch­te viel lie­ber mit der alten treu­en Babusch­ka ein seli­ges Ende erle­ben als mit dem Here­si­ar­chen bei Exit(Euthanasiezentrum in CH dort ist auch schon wenn der Mix nicht klappt mit dem Pla­stik­sack nach­ge­hol­fen wor­den wie man mir sag­te) mein selbst­be­stimm­tes Ende nehmen.Für den Here­si­ar­chen erbit­te ich instän­dig das­sel­be wie für mich:Gott schen­ke uns Reue und Umkehr-bevor es zuspät ist.Gospodi pomi­lui, spa­ssi nas sine bos­he!

  13. Zur Zukunft des Kom­mu­nis­mus:

    Frau Mer­kel, die in der FDJ gross wur­de, ver­wirk­licht die­sen zur Zeit in der EU.

    Wer das nicht sehen will und bei der näch­sten Wahl das gerin­ge­re Übel CDU wählt, kann einem schon leid tun.

  14. Bot­schaf­ten von Fati­ma, Arti­kel W. Schrems und dies­be­züg­li­che Kom­men­ta­re im Forum hier und auch schon an ande­rer Stel­le:

    Die Dar­le­gung der Fak­ten betref­fend die For­de­run­gen der Gottesmutter/Russlandweihe durch @zeitschnur ist sach­rich­tig. Die Schluss­fol­ge­run­gen sind logisch und wir ste­henn in deren rea­ler Ent­fal­tung, wir „wer­den es erle­ben (dür­fen).…“.
    Die Hin­wei­se auf rele­van­te Quel­len, um sich selbst ein Bild zu machen, also Fak­ten­re­cher­che, sind sehr wert­voll — Dank an @zeitschnur.
    Es kostet gewiss Kraft, bei unrich­ti­ger Sach­ver­halts­dar­stel­lun­g/-beschrei­bung (lei­der tlw. bei @zeitlos der Fall) wie­der­holt dage­gen­zu­hal­ten.
    Beharr­lich die wah­ren Fak­ten zu wie­der­ho­len ist ein Dienst an der Wahr­heit.

    Ich hof­fe, dass sich Mag. Schrems vom Dis­kurs nicht abschrecken lässt und der erwar­te­te letz­te Teil sei­ner Serie zu Fati­ma noch kommt.

  15. Ein kur­zer Ein­schub: Die „neue Welt­ord­nung“ Dik­ta­tur ver­steht es offen­bar bestens, Kri­sen zu schü­ren, zu len­ken und aus ihnen wei­te­re Bau­stei­ne für die „neue Welt­ord­nung“ wer­den zu las­sen.

    Zita­te von David Rocke­fel­ler:

    1991:
    -
    „Wir sind der Washing­ton Post, der New York Times, dem Time Maga­zi­ne und ande­ren gro­ßen Publi­ka­tio­nen dank­bar, deren Chef­re­dak­teu­re an unse­ren Tref­fen in der Ver­gan­gen­heit teil­nah­men und die Zusa­ge der Ver­trau­lich­keit fast 40 Jah­re lang respek­tier­ten. Es wäre unmög­lich für uns gewe­sen, unse­re Plä­ne für die Welt zu ent­wickeln, wenn wir all die Jah­re im Ram­pen­licht der Öffent­lich­keit gestan­den hät­ten. Nun ist unse­re Arbeit jedoch soweit durch­dacht und bereit in einer Welt­re­gie­rung zu mün­den. Die supra­na­tio­na­le Sou­ve­rä­ni­tät von Welt-Ban­kern und einer intel­lek­tu­el­len Eli­te ist sicher der natio­n­e­len Selbst­be­stim­mung, wel­che in den letz­ten Jahr­hun­der­ten prak­ti­ziert wur­de, vor­zu­zie­hen.“
    -

    1994 vor dem Wirt­schafts-Aus­schuss der Ver­ein­ten Natio­nen (UN Busi­ness Coun­cil)
    -
    „Wir ste­hen am Ran­de einer welt­wei­ten Umbil­dung, alles was wir brau­chen, ist die rich­ti­ge all­um­fas­sen­de Kri­se und die Natio­nen wer­den in die neue Welt­ord­nung ein­wil­li­gen.“ 
    -

    Im Jah­re 2006 in sei­ner Auto­bio­gra­phie, „Memoi­ren“:
    -
    „Man­che glau­ben gar, wir sei­en Teil einer gehei­men Kaba­le, die ent­ge­gen den besten Inter­es­sen der USA arbei­tet, cha­rak­te­ri­sie­ren mich und mei­ne Fami­lie als “Inter­na­tio­na­li­sten” und Ver­schwö­rer, die gemein­sam mit ande­ren welt­weit eine inte­grier­te­re glo­ba­le poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Struk­tur schaf­fen — eine Welt, wenn Sie so wol­len. Wenn das die Ankla­ge ist, dann bin ich schul­dig, und ich bin stolz dar­auf.“
    -

    • Das mag ja alles sein — nur unter­schät­zen wir hier im Westen, dass nicht nur west­li­che Macht die­sen Traum träumt, die gan­ze Welt zu unter­jo­chen.

      Vie­le hier sind so fixiert auf die Sün­den des Westens, dass sie in schön­ster deut­scher Selbstgei­se­lungs­ma­nier nicht mehr sehen, dass die Sün­den welt­weit ver­brei­tet und viel­leicht gar nicht nur auf west­li­ches Kon­to gehen.

      Es ist auch eine Art west­li­cher, selbst­zer­flei­schen­der Grö­ßen­wahn, die welt müs­se nicht nur an uns gene­sen, son­dern auch ver­we­sen und ande­re könn­ten dies nicht bewerk­stel­li­gen.

      So war es auch schon in mei­ner Jugend: die Lin­ken schrien gegen die „Nazis“ und die „Faschi­sten“ (inkl. USA) an (natür­lich nicht immer zu Unrecht!) und ver­harm­lo­sten die Aktio­nen der UdSSR und Chi­nas total. Das ist aber nichts wei­ter als ein bür­ger­li­ches, mora­li­sti­sches Sand­ka­sten­spiel gewe­sen, das mit­hil­fe rea­ler Staa­ten und Men­schen auf dem ideo­lo­gi­schen Spiel­brett ver­wöhn­ter Ben­gel Welt­po­li­tik spielt.

      Die poli­ti­sche Rea­li­tät ist anders: der Westen ist ver­strickt in sei­ne deka­den­ten und über­flüs­si­gen Sand­ka­sten­spie­le à la Gen­der, wäh­rend unter­des­sen Russ­land und Chi­na einen star­ken Gegen­part auf­bau­en, von uns natür­lich unbe­merkt. Die USA sind hoch­ver­schul­det, mili­tä­risch zur Zeit durch jahr­zehn­te­lan­ge Mehr­fron­ten­krie­ge geschwächt, und mit gegen­der­ten Men­schen wird man auf Dau­er wohl kaum Krie­ge gewin­nen kön­nen. Und dann gibt es im Westen die Moral­hü­ter, die wie das Kanin­chen auf die Schlan­ge star­ren und nicht wahr­neh­men, dass es jen­seits des eige­nen deka­den­ten Bio­tops auch noch eine Rest­welt vol­ler ticken­der Zeit­bom­ben gibt. Damit will ich die Deka­denz unse­rer Regi­on weder bestrei­ten noch schön­re­den. (Nur damit da nicht das näch­ste absur­de Miss­ver­ständ­nis auf­tritt!)

      Es wäre an der Zeit, aus der eige­nen Nabel­schau das Gan­ze anzu­se­hen. Wenn Fati­ma nur dazu den Blick wei­ten könn­te, wäre schon viel gewon­nen.

  16. @ p. t. Dis­ku­tan­ten

    Lei­der ist mei­ne Bemer­kung über Papst Pius XII. von einem oder meh­re­ren Forums­teil­neh­mern falsch auf­ge­nom­men wor­den. Außer­halb mei­ner regu­lä­ren Bei­trä­ge daher eine dring­li­che Inter­ven­ti­on, um wei­te­re Miß­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den.

    Ich habe nie­mals gesagt, daß Pius XII. Sym­pa­thien für den Bol­sche­wis­mus heg­te, natür­lich nicht. Ich ersu­che um auf­merk­sa­me Lek­tü­re und prä­zi­se Wie­der­ga­be mei­ner Aus­füh­run­gen. @zeitschnur hat es rich­tig ver­stan­den.

    Zur Unter­maue­rung mei­ner Posi­ti­on hier
    Mark Fel­lows, Fati­ma in Twi­light, S. 108f:

    „Short­ly after Pius XII con­se­cra­ted the world to the Imma­cu­la­te Heart of Mary in 1942 the batt­les began to turn against Ger­ma­ny. Had God joi­ned for­ces with Sta­lin and the Allies? Or was He sim­ply doing what He had pro­mi­sed to do — shor­ten the days of tri­bu­la­ti­on?

    In spi­te of the even­tu­al Allied vic­to­ry over Ger­ma­ny and Ita­ly, Euro­pe would pay a hea­vy pri­ce for its col­la­bo­ra­ti­on with Soviet Rus­sia. Against his bet­ter judgment, Pius XII had also coope­ra­ted with Soviet Rus­sia, at least to the extent that he agreed to stop publicly cri­ti­ci­zing Soviet Rus­sia. Signi­fi­cant pres­su­re had been pla­ced on Pius by America’s Pre­si­dent Roo­se­velt.

    In an inte­re­sting let­ter to the Holy Father, Roo­se­velt infor­med Pius that ‚the church­es in Rus­sia are open,‘ and that Com­mu­nism was ‚less dan­ge­rous to the safe­ty of other nati­ons than is the Ger­man form of dic­ta­tor­ship.‘ … Mr. Roo­se­velt can be excu­sed for not having the­se sta­tis­tics avail­ab­le to him, but his fac­tual­ly inac­cu­ra­te por­tra­y­al of Rus­sia sug­gests par­tis­anship.

    When Roo­se­velt wro­te Pius the President’s attempts to deli­ver aid to Soviet Rus­sia were being stal­led in Con­gress, due to the oppo­si­ti­on of Ame­ri­can Catho­lics who see­med to have actual­ly read and belie­ved Pius XI’s Divi­ni Redemp­to­ris. To coun­ter­act this influ­ence Roo­se­velt reque­sted, through his envoy Myron Tay­lor, that Pius XII ‚rever­se‘ Divi­ni Redemp­to­ris.

    Pius refu­sed, but he did allow the Ame­ri­can hier­ar­chy to issue a state­ment that ‚wate­red down‘ the impli­ca­ti­ons of Divi­ni Redemp­to­ris. … Pius also agreed, reluc­tant­ly, to stop publicly cri­ti­ci­zing Soviet Rus­sia.“

    Und S. 111: „By the end of the war Pius XII, like Sta­lin and Roo­se­velt, began extol­ling demo­cra­cy. Accord­ing to the Pope, the war was not God’s cha­sti­se­ment, it was the fault of ‚dic­ta­tor­ships‘ — code for fascism. The cure was not the con­se­cra­ti­on of Rus­sia, but the repla­ce­ment of dic­ta­tor­ships with demo­cra­ci­es. This was the essence of a radio address he gave near the end of the war.
    It is unli­kely Pacel­li belie­ved a word of it. He was play­ing poli­tics, no doubt under the encou­ra­ge­ment of Msgr. Mon­ti­ni, his under-Secreta­ry of Sta­te…“

    S. 119: „Sacro ver­gen­te anno was a half-mea­su­re, and Pius XII pro­bab­ly knew it.“

    Dan­ke für die Ermu­ti­gung durch etli­che Leser, zuletzt @Eckstein. Der drit­te Teil ist schon im Ent­ste­hen.

    • Ergän­zung

      @zeitlos

      Sie schrei­ben:

      „Die unsäg­li­che Behaup­tung“, Pius XII. habe mit dem Bol­sche­wis­mus und mit Sta­lin sym­pa­thi­siert, kam NICHT AUS DEM LESERFORUM. Jeder, jede kann es nach­le­sen: „Danach beschäf­tig­te sich Pius XII., soweit zu erhe­ben ist, nicht mehr mit die­sem The­ma.“ (Mit der Wei­he Russ­lands). „Es scheint hier auch eine Ein­fluss­nah­me durch die USA vor­ge­le­gen zu sein, die ihre kom­pro­mit­tie­ren­de Kom­pli­zen­schaft mit dem Mas­sen­mör­der Sta­lin „Man of the Year“ von Time (1939 und 1942) und freund­schaft­lich als „Uncle Joe“ titu­liert, nicht durch vati­ka­ni­sche Ver­laut­ba­run­gen gestört sehen woll­te.“

      Aus mei­nen Aus­füh­run­gen abzu­lei­ten, ich hät­te sagen wol­len, Pius XII. habe mit Sta­lin „sym­pa­thi­siert“, ist eine kras­se Über­in­ter­pre­ta­ti­on bzw. ein non sequi­tur. Ich glau­be nicht, daß ich der­ma­ßen miß­ver­ständ­lich argu­men­tiert habe.

    • @ wolf­gang schrems

      Es ist wirk­lich eigen­tüm­lich. Ich habe die­se Enzy­kli­ka „Divi­ni Redemp­to­ris“ von 1937 gele­sen. In ihr wird der von Russ­land aus ver­brei­te­te Kom­mu­nis­mus in den schärf­sten Wor­ten ver­ur­teilt. Ja — Pius XII. betont sogar, dass es nicht die „Völ­ker Russ­lands“ sind, die hier zu ver­ur­tei­len sind, son­dern natür­lich die Regie­rung Russ­lands.
      Dass Pius XII. dann schon vor Kriegs­en­de plötz­lich lei­ser trat, ist auf­fal­lend. Wenn man dann Sacro ver­gen­te anno 1952 ansieht, klingt alles plötz­lich ganz anders (vor­aus­ge­setzt man ist in der Lage, die sprach­li­chen und sach­li­chen Dif­fe­ren­zen wahr­zu­neh­men):

      „Als der letz­te furcht­ba­re lan­ge Krieg aus­brach, haben Wir durch Anspra­chen, Mah­nun­gen und Wer­ke alles, was Uns nur mög­lich war, getan, damit die Zwie­tracht durch einen gerech­ten Frie­den geheilt wür­de, alle Völ­ker sich ohne Unter­schied der Ras­se freund­schaft­lich und brü­der­lich ver­ein­ten und so zugleich auch zu grö­ße­rem Wohl­stand gelang­ten. (…) Aber Wir taten es in einer Wei­se, die alles sorg­sam ver­mied, was, wenn auch zu Unrecht, Anlass zu grö­ße­ren Lei­den für die unter­drück­ten Völ­ker hät­te wer­den kön­nen. Als man aber von gewis­ser Sei­te Druck aus­üb­te, Wir möch­ten in irgend­ei­ner Form, münd­lich oder schrift­lich, den gegen Russ­land im Jah­re 1941 begon­ne­nen Krieg bil­li­gen, haben Wir Uns nie­mals dar­auf ein­ge­las­sen. Wir haben dies am 25. Febru­ar 1946 vor dem Kar­di­nals­kol­le­gi­um und allen Ver­tre­tern des beim Hei­li­gen Stuhl beglau­big­ten diplo­ma­ti­schen Korps offen erklärt (AAS 1946, S. 154)“

      Sor­ry — aber das klingt nur noch defen­siv, denn 1937 hat er den Bol­sche­wis­mus aufs schärf­ste (!) ver­ur­teilt. Aber lesen wir wei­ter:

      „Gewiss haben Wir, wie es die Gewis­sens­pflicht Unse­res Amtes ver­langt, die Irr­tü­mer ver­ur­teilt und zurück­ge­wie­sen, die die Par­tei­gän­ger des gott­lo­sen Kom­mu­nis­mus leh­ren und zum größ­ten Scha­den ihrer Mit­men­schen zu ver­brei­ten suchen. Die Irren­den aber wei­sen Wir nie zurück, son­dern wün­schen, dass sie auf den rech­ten Weg der Wahr­heit zurück­keh­ren. (…) Unse­re bren­nend­ste Lie­be gilt viel­mehr allen Natio­nen, auch jenen, deren Regie­run­gen ihre Feind­schaft gegen den Hei­li­gen Stuhl offen kund­ge­ben, auch jenen, bei denen die Fein­de Got­tes alles Christ­li­che, alles auf Gott Bezüg­li­che lei­den­schaft­lich bekämp­fen und aus den Her­zen der Bür­ger aus­zu­rot­ten suchen.(…) Nichts ande­res wün­schen Wir, nichts ande­res erbit­ten Wir sehn­li­cher von Gott für sie im Gebet als gegen­sei­ti­ge Ein­tracht, gerech­ten und wah­ren Frie­den und einen immer grö­ße­ren Wohl­stand.“

      Ähem, also ins­be­son­de­re letz­te­rer Satz klingt schon ganz nach Kon­zil und J23 — das wird wohl die erwähn­te Hand­schrift Mon­ti­nis sein… Und dann kommt der päpst­li­che Allein­gang in ver­stoh­le­ner Schrift­lich­keit:

      „Damit Unse­re und eure Gebe­te leich­ter Erhö­rung fin­den, und um euch einen beson­de­ren Beweis Unse­res Wohl­wol­lens zu geben, wei­hen Wir heu­te in beson­de­rer Wei­se alle Völ­ker Russ­lands dem Unbe­fleck­ten Her­zen der jung­fräu­li­chen Got­tes­mut­ter.“

      (Fort­set­zung)

    • (Fort­set­zung)

      1937 schrieb Pius XII. noch: „Damit wol­len Wir jedoch in kei­ner Wei­se die Völ­ker der Sowjet­uni­on in ihrer Gesamt­heit ver­ur­tei­len, emp­fin­den Wir doch ihnen gegen­über die innig­ste väter­li­che Lie­be. (…) Wir kla­gen das System an, sei­ne Urhe­ber und sei­ne För­de­rer, die Ruß­land für das am besten geeig­ne­te Land hiel­ten, dort ein seit Jahr­zehn­ten aus­ge­dach­tes System prak­tisch anzu­wen­den, und die es von da aus uner­müd­lich in der gan­zen Welt ver­brei­ten.“

      Nota bene: „Wir kla­gen das System an!“ sag­te Pius XII. — es geht nicht um die Völ­ker Russ­lands als Trä­ger­masse des Irr­tums, son­dern um das rus­si­sche poli­ti­sche System!

      Dar­aus muss jeder logisch den­ken­de Mensch schlie­ßen, dass Sacro ver­gen­te anno von 1952 eben nicht, gera­de eben nicht (!) den Wunsch der Mut­ter­got­tes in Fati­ma erfüllt hat, son­dern genau dem aus­ge­wi­chen ist.

      Pius XII. wuss­te ganz genau, dass es dar­um geht, „Russ­land“ als das System, das er noch ein paar Jah­re zuvor ange­klagt hat­te, dem unbe­fleck­ten Her­zen Mariae zu wei­hen und nicht dar­um, genau dies fei­ge zu umschif­fen udn statt­des­sen die geknech­te­ten und ver­führ­ten „Völ­ker Russ­lands“.

      Allein die­ses Detail beweist, dass die erfor­der­li­che Russ­land­wei­he allein schon des­we­gen nicht erfolgt sein kann.
      Abge­se­hen davon hat Pius XII. auch die äuße­ren Anfor­de­run­gen nicht erfüllt.

      Lie­ber Wolf­gang Schrems, ich dan­ke Ihnen für Ihre Arti­kel und war­te auf den 3. Teil. Wir sehen, dass selbst die lang­at­mig­sten Abwei­sun­gen der Bot­schaft von Fati­ma nie­mals wir­lich detail­iert prü­fen. das Buch „Fati­ma in Twi­light“ besit­ze ich auch, habe es auch gele­sen. Es geht sehr ins Detail, stellt aber auch scho­nungs­los vor Augen, dass auch die vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste nicht gerad­li­nig waren, son­dern bereits ent­schei­den­de Gehor­sams­män­gel auf­wie­sen. Im deutsch­spra­chi­gen Raum wur­de dar­über jede Dis­kus­si­on erstickt und pole­misch nie­der­ge­schla­gen. Alle Bücher, die im eng­li­schen und fran­zö­si­schen und ita­li­en­si­chen Sprach­raum dazu ver­öf­fent­licht wur­den, sind nie­mals ins Deut­sche über­setzt wor­den.

        • Ups — oh, ähem, das ist ein Faux­pas, Ent­schul­di­gung! Bei den vie­len Piussen hab ich doch glatt die fal­sche Zahl hin­term Namen gele­sen. Pein­lich.
          Okay, Divi­ni redemp­to­ris ist von Pius XI. — aller­dings ändert das am Grund­zug der Argu­men­ta­ti­on nicht so wahn­sin­nig viel, son­dern zeigt dann eher, dass Pius XII. nicht mal per­sön­lich eine Kurs­än­de­rung (wie ich fälsch­li­cher­wei­se annahm), son­dern offen­bar einen deut­li­chen Bruch zu sei­nem Vor­gän­ger vor­ge­nom­men hat.
          Und damit wird dann die The­se, dass er gegen­über dem Kom­mu­nis­mus lei­se­tre­te­risch auf­trat, sogar noch erhär­tet.
          Das ist wirk­lich eigen­tüm­lich.

  17. Herr Schrems, ich habe Sie zitiert. Wenn Ihr Zitat miss­ver­ständ­lich war, ist das nicht mei­ne Schuld.
    Der Fati­ma-Frak­ti­on möch­te ich sagen:
    Ich glau­be dar­an, dass mit dem Zusam­men­bruch des Bol­sche­wis­mus in der Sowjet­uni­on die Gebe­te von Pius XII. und Genera­tio­nen von Katho­li­ken erhört wor­den sind. Ich glau­be dar­an, dass Pius XII. die Wei­he Russ­lands voll­zo­gen hat. Ich „glau­be dar­an“ heißt nicht im Sin­ne des Glau­bens­be­kennt­nis­ses. Fati­ma ist und bleibt Pri­va­tof­fen­ba­rung. Ich fin­de es inzwi­schen fast gefähr­lich, dass es beson­ders im Umfeld der FSSPX behan­delt wird als gehö­re es zum geof­fen­bar­ten Glau­bens­gut.
    Der Streit um die Wei­he Russ­lands ist lei­der nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Wenn von Russ­land auch nach dem Zusam­men­bruch des Bol­sche­wis­mus beson­de­re Gefah­ren aus­ge­hen, dann wird die­ses Land unzu­läs­sig dämo­ni­siert. Ein­zel­ne Län­der zu dämo­ni­sie­ren ist der katho­li­schen Kir­che fremd.
    Hin­zu kommt: Nach der Fati­ma-Frak­ti­on hat die katho­li­sche Hier­ar­chie mit dem Papst an der Spit­ze die­se Wei­he vor­zu­neh­men. Sie unter­lässt es aber. Und sie wird es auch wei­ter­hin unter­las­sen, denn um den Glau­ben der mei­sten Bischö­fe ist es schlecht bestellt, von Papst Ber­go­glio ganz zu schwei­gen.
    Mit einer Wei­he Russ­lands ist in einem abseh­ba­ren Zeit­raum über­haupt nicht zu rech­nen. Rom ist vom Glau­ben abge­fal­len, mehr oder weni­ger, es steu­ert unter Ber­go­glio auf den Abgrund zu.
    Und jetzt kommt der gefähr­li­che, schie­fe, unka­tho­li­sche Got­tes­be­griff: Russ­land, wenn es denn immer noch beson­ders bekeh­rungs­be­dürf­tig wäre, kann sich gar nicht bekeh­ren. Denn die Wei­he erfolgt ja nicht, die katho­li­sche Hier­ar­chie denkt nicht dar­an. Russ­land wird also bestraft, bleibt das „Reich des Bösen“, weil der Papst und die Gesamt­heit der Bischö­fe die­se Wei­he nicht vor­neh­men. Eine sol­che ver­dreh­te Unge­rech­tig­keit, die Abhän­gig­keit eines Lan­des vom Bösen, der es aus­ge­lie­fert ist durch eine katho­li­sche Hier­ar­chie, die täg­lich den Glau­ben ent­we­der nicht ver­tei­digt oder gar selbst noch unter­mi­niert, hat mit einem rei­nen Got­tes­be­griff nichts mehr zu tun.

    Was sind das bloß für aber­gläu­bi­sche Vor­stel­lun­gen: Russ­land bleibt dem Bösen — mehr als alle ande­ren Län­der auf der Welt — ver­haf­tet, weil die katho­li­schen Bischö­fe mit dem Papst es ver­säu­men, eine Wei­he vor­zu­neh­men.

    Im übri­gen ist am näch­sten Sonn­tag Pas­si­ons­sonn­tag. Ich wer­de mei­ne Zeit des­halb jetzt nicht mit Fati­ma ver­brin­gen, ich wer­de mich in den Kreuz­weg ver­tie­fen.

    Ein Blick auf pius.info lässt mir das Blut in den Adern gefrie­ren: Das Prio­rat Essen begeht eine St. Micha­els-Andacht mit Nove­ne und so.

    Es ist trau­rig, aber wahr: Das geist­li­che Erbe von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ist nicht ange­kom­men: Sei­ne stän­di­ge Mah­nun­gen, sei­ne Erin­ne­run­gen, sei­ne Hin­wei­se, aus dem Mess­op­fer zu leben, aus dem Opfer unse­res Herrn, waren umsonst.
    Die FSSPX lebt weit­ge­hend lit­ur­gisch hin­ter Pius X., sie ver­sinkt in eine dif­fu­se Volks­fröm­mig­keit. Der Reich­tum, der sich in Gebet- und Gesang­bü­chern noch bis 1950 fin­det, ist ver­lo­ren gegan­gen.

    • Dif­fu­si­ve Volks­fröm­mig­keit-da haben Sie einen dia­kri­ti­schen Punkt angesprochen.In unse­rer hei­li­gen Kir­che wur­den abge­ho­be­ne, vor­wärts­trei­ben­de, die Tra­di­ti­on ver­leug­nen­de und mit Häme über­zo­ge­ne The­sen unter den Theologen,die sich als unfehl­ba­re Lese­mei­ster emp­fan­den nach dem Mot­to: jetzt neh­men wir die Sache rich­tig in die Hand,damit jeder wis­sen soll­te was hic et nunc zu glau­ben und zu den­ken ist.Es wäre sehr hilf­reich, wenn wir wie­der Lebe­mei­ster des geist­li­chen Lebens unter den theo­lo­gi­schen Fach­leu­te hätten.Dann wäre die furcht­ba­re Szis­si­on Theo­lo­gie-Volks­fröm­mig­keit nie so ekla­tant gewesen.Früher ante con­ci­li­um vat.II-haben sich die Pro­fes­so­ren vor der Vor­le­sung auf den Boden gekniet und Ave Maria gebe­tet, die Prie­ster waren als sol­che in Wort und Zeug­nis erkennbar.Wenn wir die heu­ti­gen Kir­chen­ge­sang­bü­cher anschau­en-wie viel abge­ho­be­nes Geschwur­bel, seich­te Bana­li­tä­ten sto­ssen die ein­fa­chen Gläu­bi­gen ab-Rah­ner et sequaces ejus las­sen grüssen.Ich sehe dar­in unheil­voll eine Ver­ach­tung des ungebildeten,aber gott­su­chen­den Gläu­bi­gen.
      1966 woll­te ich in einer theol.Buchhandlung ein Gebet­buch für mei­ne alte Mut­ter kau­fen-süf­fi­sant grin­send wur­de ich gemassregelt:so was wol­len wir nicht mehr!Die Vols­fröm­mig­keit gehört wie­der, sane et sobrie, devote,sentiendo cum eccle­sia-also gläu­big und vol­ler Lie­be gepflegt-denn von die­sen treu­en ein­fa­chen Men­schen habe ich gelernt, wie man lebt und wie man stirbt.Das kann ich von obig­ge­nann­ten Pro­fes­so­ren und deren Gehirn­ver­ren­kun­gen lei­der nicht sagen.sorry.

      • es ist aber @ zeit­schnur zuzu­stim­men, dass das was es als „Volks­fröm­mig­keit“ noch so gibt, oft irgend­wie merk­wür­dig daher­kommt.
        Es wird Rosen­kranz gebe­tet, es wer­den die alten Gebe­te gepflegt, aber wenn man als nai­ver Mensch dann fragt, bekommt man Ant­wor­ten die eines ani­mi­sti­schen Medi­zin­manns wür­dig sind.
        „I C H habe das und das gebe­tet, und des­halb wird dem XY auf sei­ner Rei­se nichts gesche­hen“. Und wenn der XY dann sich doch ver­spä­tet, dann heißt es „Ja das waren Angrif­fe, weil der Teu­fel die­ses spe­zi­el­le Gebet so haßt!“

        Wobei ich die Schuld nicht bei den Leu­ten suchen wür­de, die mir zumin­dest, oft vor­kom­men wie bei einem Hexen­tref­fen. Son­dern dabei dass man die Leu­te sich sel­ber über­las­sen hat.
        Es ist bei der Volks­fröm­mig­keit immer die Gefahr, dass es ins heid­ni­sche kippt, also die Ver­su­chung des „do ut des“ aber anstatt die Din­ge zu len­ken hat man alles aus der Kir­che gewor­fen, was die­se gemüt­lich und hei­me­lig macht, und dazu gehört auch die nai­ve Fröm­mig­keit.
        Und es stimmt schon, Volks­fröm­mig­keit gehört gepflegt, das ist wie ein Rosen­stock, der muss auch geschnit­ten und gepflegt wer­den.

        • @ besorg­ter christ

          Bit­te — nicht @zeitschnur ist hier zuzu­stim­men, Sie mein­ten @ zeit­los.

          Ich, die Zeit­schnur, sehe näm­lich wie @ Hedi Züger das Pro­blem wahr­lich nicht in der Volks­fröm­mig­keit… Gott sei Dank, gibt es sie in Resten noch und ver­bin­det uns noch mit der Tra­di­ti­on der Kir­che, die ja nicht bloß Prin­zi­pi­en­rei­te­rei und Para­gra­fen­wald, son­dern geleb­tes katho­li­sches Leben war und ist.
          Das Pro­blem ist theo­lo­gi­sche Arro­ganz und Unmä­ßig­keit, v.a. wenn sie sich jeder klei­ne Kirch­gän­ger zu eigen macht. Etwa wie der faust­sche Wag­ner, der zwar Bil­dung erwirbt, aber damit nicht umge­hen kann, die objek­ti­ven Sät­ze nicht ins Leben und v.a auch gei­stig nicht inte­grie­ren kann.
          Man ori­en­tie­re sich hier im Rosen­kranz an der Got­tes­mut­ter und deren Inte­gra­ti­ons­pro­zes­se, wenn „SIE alles in Ihrem Her­zen beweg­te“. Dann kann man auch vor dem Aller­hei­lig­sten, wenn man das möch­te, einen Rosen­kranz beten. Mit Maria die gött­li­chen Geheim­nis­se vor dem Herrn selbst im Her­zen bewe­gen. das ist doch wun­der­bar. Aber die­se Kri­tik ist alt — sie hat dazu geführt, dass man „täti­ge Teil­nah­me“ an der Hl. Mes­se der­ma­ßen über­trie­ben hat, dass wir heu­te nun den Novus ordo haben, der nicht nur nicht mehr anbe­ten kann, son­dern auch den Rosen­kranz ver­ges­sen hat.
          Wer SIE in Gege­satz zu Ihrem gött­li­chen Sohn bringt, kommt nie­mals über eine Ato­mi­sie­rung des Glau­bens­gu­tes hin­aus.

  18. Fort­set­zung:
    Oft genug habe ich die Theo­lo­gie Bene­dikt XVI. kri­ti­sie­ren müs­sen, wenn er als der Papst hoch­ge­ju­belt wird, der sich mit der Tra­di­ti­on im Ein­klang befin­det.
    Doch sein Motu pro­prio „Summorum Pon­ti­fi­cum“ hat viel­leicht die Tra­di­ti­on geret­tet. Weil die FSSPX vor allem lit­ur­gisch-theo­lo­gisch nicht in der Lage zu sein scheint, sich über eine dif­fu­se Volks­fröm­mig­keit, die hin­ter Pius X. zurück­fällt, auf ein lit­ur­gisch erfor­der­li­ches katho­li­sches Niveau zu erhe­ben.
    Die Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten fül­len die­se Lücke aus. Sie zie­hen vor allem jun­ge Katho­li­ken an, die mit der Mes­se Paul VI. nicht leben kön­nen und wol­len, denen aber eine dif­fu­se Fröm­mig­keit, nur auf Maria, die Hei­li­gen und die Engel bezo­gen, nicht aus­reicht.

    Jetzt ist nicht Zeit für Fati­ma. Auch nicht für Andach­ten zum Erz­engel Micha­el. Es ist die Zeit, sich in das Lei­den und Ster­ben unse­res Herrn, durch das wir erlöst wor­den sind, zu ver­tie­fen.

    Hoch­wür­di­ge Her­ren Patres von der FSSPX: Bit­te, wenn es Ihnen mög­lich ist und es Ihre Zeit erlaubt, schau­en Sie in katho­li­sche Gesang- und Gebet­bü­cher vor dem II. Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Wenn mög­lich, dann vor 1950. Sie wer­den eine reich­hal­ti­ge katho­li­sche Fröm­mig­keit fin­den, die sich nicht allein auf den Rosen­kranz bezieht.

    Wenn es Ihre Zeit erlaubt, bit­te, lesen sie die Bücher von und über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re! Er war nicht nur der Kämp­fer gegen die kon­zi­lia­ren Irr­tü­mer, son­dern ein Bischof mit einem rei­chen geist­li­chen Leben. In dem Jesus Chri­stus, unser Herr, im Zen­trum stand.

    Ent­schul­di­gen Sie bit­te, dass ich Sie dar­auf hin­wei­se. Aber ich glau­be, es ist not­wen­dig.

  19. Nach­trag:
    „St. Micha­el­s­an­dacht zum Schutz der Kin­der“ ist sicher gut im Sep­tem­ber. Aber doch nicht jetzt.
    Vor Pius X., dem Schutz­pa­tron der FSSPX, war die­ser katho­li­sche lit­ur­gi­sche Schlen­dri­an üblich.

    Mein Klick auf die „Abtei Maria­Wald“, deren Mön­che 2009 zum Alten Ritus zurück gekehrt sind, ergibt auf der Start-Sei­te: „Kreuz­weg in der Fasten­zeit (Sams­tag, den 29. 3. 2004). Die Gläu­bi­gen wer­den ein­ge­la­den, die­sen Weg mit­zu­ge­hen. Er führt durchs Freie, ein Kreuz wird vor­an­ge­tra­gen. Scha­de, dass ich nicht in der Nähe woh­ne. Ich kann mich zwar allein vor­be­rei­ten, aber in der Gemein­schaft ist es eine gute Gebets­er­fah­rung.
    Bene­dikt XVI. hat es ermög­licht. Aus allen Kon­zils- und Nach­kon­zil­späp­sten ragt er her­aus. Er woll­te und will wahr­schein­lich noch immer die Tra­di­ti­on an das II. Vati­ka­ni­sche Kon­zil anpas­sen.
    Doch indem er den Kreis erwei­tert hat, hat er wahr­schein­lich ihr Über­le­ben gesi­chert. Und das ist der erste Schritt: Sie muss über­le­ben. Jeder Weg ans Ziel beginnt mit dem ersten Schritt.

  20. Nach­trag II:
    Was ist mit dem deut­schen Distrikt der FSSPX. los, seit­dem H.H. Pater Schmid­ber­ger nicht mehr der Obe­re ist? Ich fand sei­ne Theo­lo­gie nüch­tern, klar, katho­lisch. Auf das Zen­trum gerich­tet, das Mess­op­fer. Von ihm habe ich jeden­falls gelernt, beson­ders wenn er über das Mess­op­fer sprach. Er wirk­te nicht auf mich, dass für ihn Pri­va­tof­fen­ba­run­gen im Zen­trum ste­hen, oder dass Kir­chen­jahr ver­wa­schen und unstruk­tu­riert gestal­tet wur­de.

    • zeit­los:

      In der FSSPX ist, den­ke ich, ein gewis­ser Umstruk­tu­rie­rungs­pro­zeß im Gan­ge, auch hin­sicht­lich der äuße­ren und inne­ren Home­page — Gestal­tung. Ich wür­de daher Ihre Kri­tik, daß die Bei­trä­ge u. a. zeit­mä­ßig nicht pas­sen nicht zu hoch bewer­ten.

      Nur soviel: In mei­ner FSSPX-Gemein­de gibt es jeden­falls sicher kei­ne Foku­sie­rung auf dif­fu­se Volks­fröm­mig­keit, ganz im Gegen­teil. Das muß wirk­lich gesagt wer­den, denn sonst wür­de ein ganz fal­scher Ein­druck erweckt wer­den, der zumin­dest für mei­ne Gemein­de SICHER nicht gilt.

      Außer­dem: Dem­nächst gibt es bei­spiels­wei­se einen Ein­kehr­nach­mit­tag mit dem Vor­trag: „Das bit­te­re Lei­den unse­res Herrn Jesus Chri­stus“ mit Kreuz­weg.

      Es müs­sen sich die FSSPX-Kir­chen bzw. Kapel­len je nach Pater doch sehr von­ein­an­der unter­schei­den, da die Bil­der sehr unter­schied­lich sind.
      Viel­leicht wol­len ande­re Poster auch ihre Erfah­run­gen schil­dern?

      • Austria:
        Aus­drück­lich habe ich mich auf pius-info bezo­gen. Und hier wie­der­um auf das Prio­rat Essen. Es war in der katho­li­schen Kir­che nicht üblich, dass in der Fasten­zeit, und dann noch zum Pas­si­ons­sonn­tag, eine Andacht statt­fin­det zum „Erz­engel Michal zum Schutz der Kin­der.“ Die gehört in den Sep­tem­ber. Und pius-info. hebt die­se Andacht auch noch her­vor.
        Es erschreckt mich: Es gibt in der Pius­bru­der­schaft über­haupt kei­ne Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung ohne den Rosen­kranz. Das heißt, es gibt über­haupt kei­ne Eucha­ri­sti­sche Anbe­tung. Es gibt die Aus­set­zung des Aller­hei­lig­sten Altars­sa­kra­men­tes, und statt unsern Herrn im Sakra­ment anzu­be­ten, wird der Rosen­kranz gebe­tet.
        Das Aller­hei­lig­ste ist aus­ge­setzt, und es wird u.a. gebetet.…„der dich o Jung­frau im Him­mel gekrönt hat…“ Hat Jesus Chri­stus, der sich mit Gott­heit und Mensch­heit in der kon­se­krier­ten Hostie ver­birgt, nicht eine eige­ne Andacht ver­dient? Sind die groß­ar­ti­gen eucha­ri­sti­schen Hym­nen des hl. Tho­mas von Aquin nur für Fron­leich­nam vor­ge­se­hen?
        Austria, ich begrei­fe das nicht. Ich bete zur Got­tes­mut­ter, aber nicht, wenn Jesus Chri­stus im Aller­hei­lig­sten Sakra­ment des Alta­res aus­ge­setzt ist. Dann steht Er im Mit­tel­punkt des Gebe­tes. Nicht in der Pius­bru­der­schaft. Sie kennt fast nur noch den Rosen­kranz. Und das grenzt an Sek­te, an Häre­sie.
        Es tut mir leid.
        Doch es gibt regio­na­le Unter­schie­de. Und das, was pius-info bis­her zur Fasten­zeit bie­tet, fin­de ich arm­se­lig. Es tut mir leid, wie­der­ho­le ich. Gera­de weil ich weiß: pius-info kann sich mühe­los auf ein höhe­res lit­ur­gi­sches Niveau heben.

        Ich bezie­he mich nicht auf die Kapel­le, die ich besu­che. Doch ich fürch­te, es wächst in der Pius­bru­der­schaft eine Jugend her­an, die kei­ne ande­re Gebets­form mehr kennt. Und das ist eine Ein­sei­tig­keit, die es in der katho­li­schen Kir­che nie gege­ben hat. Des­we­gen wei­se ich doch auf die Gebet- und Gesang­bü­cher hin. Doch nicht, weil es um mei­ne Vor­lie­ben geht. Es war in der katho­li­schen Kir­che nicht vor­ge­se­hen, dass das Aller­hei­lig­ste Altars­sa­kra­ment aus­ge­setzt und dazu der Rosen­kranz gebe­tet wird. Es gibt Rosen­kran­z­an­dach­ten, an deren Ende die Aus­set­zung erfolgt mit sakra­men­ta­lem Segen. Dann wird aber das Altars­sa­kra­ment geehrt und ange­be­tet. So war es in der katho­li­schen Kir­che üblich, und so ist es auch noch in der „Kon­zils­kir­che.“ Die hier rich­ti­ger liegt, als die Pius­bru­der­schaft.

        • Zeit­los:
          Da wer­den Sie schon Recht haben, daß die Gebets­for­men ein­sei­tig sind. Nur kann ich das hier bei mir in Öster­reich nicht fest­stel­len. Aber denn och wächst bei FSSPX im Ver­gleich zu ande­rem eine sehr gefe­stig­te katho­li­sche Jugend her­an. Sicher gibt es die eine oder ande­re Kri­tik, aber in mei­ner Hei­mat­ge­mein­de in der Kon­zils­kir­che gibt es nur noch eine vom Glau­ben abge­fal­le­ne Jugend — weit­aus die Mehr­heit — und eine ganz klei­ne Min­der­heit, die ist pro­te­stan­ti­sie­rend und moder­ni­stisch und schreckt die mei­sten ande­ren Jugend­li­chen durch ihre rel. Ober­fläch­lich­keit und schein­hei­lig­keit ab. So den­ke ich, daß das Werk von FSSPX in Ord­nung ist bei aller berech­tig­ten Kri­tik, da es wahr­haft katho­lisch ist. Man sieht auch die Früch­te — gera­de bei der Jugend, bei der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che gibt es fast über­haupt kei­ne Früch­te mehr und wenn es sie gibt sind sie zumeist faul. Ich bin mir des­sen bewußt, daß in eini­gen Fra­gen es sehr schwer ist für die Bru­der­schaft gera­de in ihrer Lage an der Linie des Erz­bi­schofs fest­zu­hal­ten — es gelingt mal bes­ser — mal schlech­ter. Trotz­dem ist sie bis heu­te frucht­brin­gend. Und sie hat eine über­aus wich­ti­ge Rol­le in die­ser Zeit der Kir­chen­kri­se. Ich für mei­ne Per­son bin für die wei­te­re Ent­wick­lung opti­mi­stisch, denn ich den­ke, daß vie­le Miß­stän­de, die zur Zeit vor­herr­schen auf dem Füh­rungs­wech­sel größ­ten­teils basie­ren und sich eigent­lich ein­ren­ken müß­ten.

          • @Zeitlos (oder cup­pa?) & Austria:

            „Vie­le See­len glau­ben sich näm­lich in Sicher­heit, son­nen sich in ihren Tugen­den, wäh­rend der Stolz und die Selbst­ge­rech­tig­keit ihr Herz längst umstrickt haben. Eigen­sinn, Recht­ha­be­rei, Bes­ser­wis­se­rei, Kri­tik­sucht, fal­sche Dia­lek­tik, Spott und Häme sind nicht die sie­ben Gaben des Hei­li­gen Gei­stes, son­dern Merk­ma­le des Wider­sa­chers Got­tes.“ (Zitat P. Schmid­ber­ger).

            Hat nichts an Aktua­li­tät ver­lo­ren.

  21. Ich kann nicht erken­nen, dass Russ­land sich bekehrt habe. Gewiss, die Allein­herr­schaft der kom­mu­ni­sti­schen Par­tei wur­de auf­ge­ho­ben, der Kir­che eine gewis­se Frei­heit gewährt. In Russ­land ist der rote Dra­che zeit­wei­lig in Deckung gegan­gen, in der Welt­macht Chi­na regiert er unge­bro­chen. Auf einem sehr hohen Niveau der glo­ba­len poli­ti­schen Klas­se wer­den die Geschicke der Völ­ker nach lang­fri­sti­gen Plä­nen gesteu­ert. Schon bei der Wen­de warn­ten weit­sich­ti­ge Beob­ach­ter, dass es sich dabei um ein tak­ti­sches Manö­ver zur Errei­chung des alten stra­te­gi­schen Ziels, der kom­mu­ni­sti­schen Welt­re­vo­lu­ti­on, mit andern Mit­teln han­de­le. Die poli­ti­sche Wen­de in Russ­land und dem gan­zen Ost­block 1989–90 erin­nert an die „NEP“, die „Neue Öko­no­mi­sche Poli­tik“ (1921–1927), die Lenin auf dem 10. Par­tei­tag der KPdSU durch­setz­te, nur dass ihr eine noch radi­ka­le­re Idee zugrun­de liegt. Der lan­gen Rede kur­zer Sinn: der athe­isti­sche Kom­mu­nis­mus ist nichts weni­ger als besiegt und tot. Sein eigent­li­cher Tri­umph steht erst bevor, auch wenn er nur von kur­zer Dau­er sein wird.

    • @Mercator
      „Der lan­gen Rede kur­zer Sinn: der athe­isti­sche Kom­mu­nis­mus ist nichts weni­ger als besiegt und tot. Sein eigent­li­cher Tri­umph steht erst bevor, auch wenn er nur von kur­zer Dau­er sein wird.“
      Ja. In die­sem Satz ist die Wahr­heit kom­pakt zusam­men­ge­fasst. Der athe­isti­sche Kom­mu­nis­mus hat sich nur ein far­ben­fro­he­res Gewand über­zo­gen. Oder die Schlan­ge hat sich gehäu­tet.
      „Auf einem sehr hohen Niveau der glo­ba­len poli­ti­schen Klas­se wer­den die Geschicke der Völ­ker nach lang­fri­sti­gen Plä­nen gesteu­ert.“
      Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

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