Mariä Verkündigung — Angelpunkt der ganzen Menschheitsgeschichte

Maria Verkündigung Fra AngelicoDas heu­ti­ge Fest­ge­heim­nis — die Mensch­wer­dung der zwei­ten gött­li­chen Per­son im Scho­ße der aller­se­lig­sten Jung­frau — bil­det den Angel­punkt der gan­zen Mensch­heits­ge­schich­te: die Fül­le der Zeit ist da. Was einst Adam durch stol­ze Selbst­über­he­bung gefre­velt, im Wun­sche, Gott gleich zu sein, wird jetzt wie­der gut­ge­macht, indem der ewi­ge Got­tes­sohn als neu­er Adam den Men­schen gleich wird. Die Men­schen, durch den Unge­hor­sam Evas dem Tode ver­fal­len, erhal­ten durch die demü­ti­ge Hin­ga­be Mari­ens an Got­tes Wil­len, eine neue Mut­ter des Lebens.

Das Fest läßt sich im Mor­gen­land schon im 5. Jahr­hun­dert nach­wei­sen, im Abend­land vor Gre­gor dem Gro­ßen.

Text: Schott 1954
Bild: Fra Ange­li­co

2 Kommentare

  1. Ist fol­gen­de Infor­ma­ti­on bekannt ?

    Dass — sel­ten aber doch — Kar­frei­tag und Maria Ver­kün­di­gung „zusam­men fal­len“ kön­nen ?
    (2016 wie­der … näch­stes Mal erst wie­der: 2157 — davor 2005: dem­To­des­jahr Johan­nes Paul II)

    „DIE WIEDERKUNFT JESU CHRISTI ist in ein Jahr, in dem Kar­frei­tag und Maria Ver­kün­di­gung zusam­men fal­len“

    Eine uralte Pro­phe­tie ! (ohne dezi­tier­te Quel­len­an­ga­be — wenn’s jemand weiss, ich bit­te dar­um! … mei­ne „grau­en Zel­len“ sagen: aus Köln ?)

    Dies­bzgl. fün­dig gewor­den bin ich in der Magi­ster­ar­beit:
    „End­zeit­er­war­tun­gen im Umfeld Otto III.“ (Elke Tim­me)

    Online:
    http://books.google.at/books?id=2rmrMQ94SzAC&pg=PA12&lpg=PA12&dq=abbo+von+fleury+apologeticus+472+annuntiatio&source=bl&ots=BRzkxCwgzT&sig=Z8QVFFhj90IFy-4WjIMNT9j5NRc&hl=de&sa=X&ei=mHIDUpL-KeOp4gTXxYCwBA&ved=0CC4Q6AEwAA#v=onepage&q=abbo%20von%20fleury%20apologeticus%20472%20annuntiatio&f=false

    Dazu passt Man­duria — 25. März 2002
    Debo­ra: Unse­re Lie­be Frau, wird der Hei­li­ge Vater (Johan­nes Paul) bald zu dir zurück­keh­ren?
    Maria: Nicht die­ses Jahr und auch nicht das näch­ste.
    Debo­ra: Dann im dar­auf­fol­gen­den Jahr?
    Maria: Nein, wenn die Mensch­heit beginnt, ernst­haft gewarnt zu wer­den durch das gleich­zei­ti­ge Auf­tre­ten einer Ver­schie­bung der Erd­ach­se, kannst du begin­nen, sei­ne Tage zu zäh­len. Ich wer­de ihn in dem Jahr heim­ho­len, in dem der 25. März auf den Kar­frei­tag fällt.
    http://kath-zdw.ch/maria/manduria.html

    für Johan­nes Paul II traf es im Jahr 2005 zu — für Bene­dikt XVI 2016 ?)

    Nun — ADD: Maria Ver­kün­di­gung:
    „Ver­legt wird das Fest kei­nes­falls, son­dern es gibt spe­zi­el­le Ver­ei­ni­gungs­lit­ur­gien für jeden der beweg­li­chen Fei­er­ta­ge, der mit der Ver­kün­di­gung zusam­men­fal­len kann. Sogar am Kar­frei­tag wird in die­sem Fall die ent­spre­chen­de Lit­ur­gie mit Eucha­ri­stie gefei­ert.“

    Im Kalen­der sind gleich 2 Gedächt­nis­ta­ge des hei­li­gen Dis­mas (rech­ter Schä­cher) ein­ge­tra­gen: es sind fol­gen­de bei­den beson­de­ren Tage:
    der 25. März als auch der Hl. Kar­frei­tag!

    Auch Micha­el Hese­mann geht in sei­nem Buch „Jesus von Naza­reth“ auf die­se Mög­lich­keit ein, dass der Geburts­tag Jesu gleich­zei­tig auch sein Ster­be­tag war.

    Vor­aus­ge­setzt — man will die­ser Theo­rie glau­ben, dass der 25.3. der Geburts­tag Jesu war — dann wür­de Maria-Ver­kün­di­gung auf den 25.6. fal­len
    … der­zeit Joh.d.Täufer.
    UND — am 2. Juli wird unter „Heim­su­chung Maria“ der Besuch bei der Base Eli­sa­beth gedacht, was auch FÜR die Theo­rie: 25.3. ist der Geburts­tag Jesu, spricht.

  2. Jesus ist an einem 14. Nisan ans Kreuz geschla­gen wor­den. Das steht zwei­fels­frei fest.
    Micha­el Hese­mann schreibt, daß nicht der 25. März (nach unse­rem Kalen­der), son­dern der 7. April des Jah­res 30 der histo­ri­sche Kar­frei­tag sei. Und das unter­mau­ert er mit sehr plau­si­blen Argu­men­ten. Die Ortho­do­xen hal­ten an dem älte­ren Datum fest und fei­ern nicht umsonst ent­spre­chend Weih­nach­ten am 6./7. Janu­ar.
    Nach Hese­mann hat der Römer Ter­tul­li­an aber das Todes­jahr Jesus aber auf das Jahr 29 ver­legt und da war der 14. Nisan ein 25. März.

    Hese­mann stellt aber auch fest, daß der eigent­li­che Geburts­ter­min Jesu im März war, im Zeit­raum vom 9. bis etwa 15./20. März des Jah­res 5 v. Chr. Das ist sehr plau­si­bel zum einen wg des Auf­tre­tens des sehr hel­len Sterns (den ab die­sem Zeit­punkt auch die per­si­schen Mager sahen) und auch wg der stren­gen Tal­mud­vor­schrift, daß erst ab dem Monat Nisan die Her­den wie­der nach drau­ßen durf­ten („in der­sel­ben Gegend lager­ten Hir­ten auf frei­em Fel­de, die Nacht­wa­che hiel­ten bei ihrer Her­de“), denn von Anfang Novem­ber bis Anfang März waren bzw. muß­ten die Her­den in den Stäl­len sein.

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