Papst Franziskus „schockiert“ — Malta will Adoptionsrecht für Homosexuelle einführen

Malta Adoptionsrecht für Homosexuelle: Papst Franziskus "schockiert"(Val­let­ta) Befragt von der Times of Mal­ta, erklär­te Weih­bi­schof Charles Sci­clu­na von Mal­ta, Papst Fran­zis­kus über den Gesetz­ent­wurf infor­miert zu haben, der Homo­se­xu­el­len erlau­ben soll, Kin­der zu adop­tie­ren. Der Papst „ermu­tig­te mich, öffent­lich zur Ver­tei­di­gung der Kin­der Stel­lung zu neh­men“. Wäh­rend Bischof Sci­clu­na auf Mal­ta gegen die Homo-Agen­da Wider­stand lei­stet, wur­de Papst Fran­zis­kus von einer ame­ri­ka­ni­schen Homo-Zeit­schrift zum „Mann des Jah­res“ gewählt.

Bischof leistet Zeitgeist Widerstand — Kampf zum Schutz der Kinder

„Papst Fran­zis­kus war schockiert, als ich ihm vom Gesetz­ent­wurf berich­te­te, mit dem auf Mal­ta Homo­se­xu­el­len die Adop­ti­on von Kin­dern erlaubt wer­den soll“, dies sag­te der Weih­bi­schof von Mal­ta, Charles Sci­clu­na. Im Par­la­ment von Mal­ta scheint es eine Mehr­heit für den Gesetz­ent­wurf zu geben. Davor warnt Bischof Sci­clu­na, der seit 2012 Weih­bi­schof auf der Mit­tel­meer­in­sel ist. Zuvor wirk­te der Kir­chen­recht­ler vie­le Jah­re an der Apo­sto­li­schen Signa­tur in Rom, war „Anwalt der Gerech­tig­keit“ an der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on. Bischof Sci­clu­na mach­te sich einen Namen unter Papst Bene­dikt XVI. als er in des­sen Auf­trag gegen die pädo­phi­le Prie­ster ermit­tel­te. Ihm oblag auch die Unter­su­chung gegen den Grün­der der Legio­nä­re Chri­sti, Mar­cial Maciel. Sci­clu­nas Ermitt­lun­gen führ­ten zu den dra­sti­schen Stra­fen, mit denen der Mexi­ka­ner bis zu sei­nem Lebens­en­de belegt wur­de.

„Ich habe Papst Fran­zis­kus am 12. Dezem­ber getrof­fen“, so der Weih­bi­schof zur Times of Mal­ta. „Wir spra­chen über vie­le Din­ge und als ich das Gespräch auf die­ses The­ma brach­te, das mich als Bischof besorgt, ermu­tig­te er mich, öffent­lich dage­gen die Stim­me zu erhe­ben“, so Bischof Sci­clu­na, der in sei­ner Pre­digt am Christ­tag die Mög­lich­keit für Homo­se­xu­el­le Kin­der zu adop­tie­ren scharf ver­ur­teil­te.

Papst Franziskus „Mann des Jahres“

Wäh­rend Bischof Sci­clu­na auf Mal­ta der zeit­gei­sti­gen, inter­na­tio­na­len Homo-Agen­da einer poli­ti­schen Klas­se Wider­stand lei­stet, wur­de Papst Fran­zis­kus von der füh­ren­den ame­ri­ka­ni­schen Homo-Zeit­schrift The Advo­ca­te zum „Mann des Jah­res“ 2013 gekürt (sie­he eige­nen Bericht Homo-Zeit­schrift kürt Papst Fran­zis­kus zum „Mann des Jah­res“ – Erz­bi­schof spricht von „Pro­vo­ka­ti­on“). Aus­schlag­ge­bend für die Wahl des neu­en Pap­stes sei, so die Zeit­schrift, des­sen Aus­sa­ge gewe­sen: „Wenn ein Mensch homo­se­xu­ell ist und den Herrn sucht und guten Wil­len hat, wer bin ich über ihn zu urtei­len?“
Für den Erz­bi­schof von San Fran­cis­co, Sal­va­to­re Cor­di­leo­ne, wer­de die­ser Satz von Homo-Lob­by­isten miß­braucht.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: The Advocate/Malta for Fami­ly

28 Kommentare

  1. Was für eine Heu­che­lei! Es ist die Auf­ga­be des Pap­stes, öffent­lich für Got­tes ewi­ge Wahr­heit ein­zu­tre­ten. Doch die­ser „Papst“ bab­belt lie­ber ein­deu­tig Zwei­deu­ti­ges um sich anzu­bie­dern und Ver­wir­rung zu stif­ten, wäh­rend er den Bischof als vor­her­seh­ba­ren Prü­gel­kna­ben los­schickt, der zuerst all die Trit­te ein­stecken wird müs­sen, weil er stän­dig mit den glei­chen The­men nervt, um danach als zu „kon­ser­va­tiv“ und „tra­di­tio­nell“ gemaß­re­gelt zu wer­den.

  2. Wenig­stens mal wie­der eine gute Nach­richt aus dem Vati­kan. Aller­dings soll­te es für Ber­go­glio ein Alarm­zei­chen sein, von einer Homo-Zeit­schrift zum Mann des Jah­res gekürt zu wer­den. Es wird Zeit, dass Ber­go­glio sei­ne Stim­me erhebt, die christ­li­chen Wer­te und Leh­ren ver­tei­digt und dabei kei­ne Kri­tik der welt­li­chen Medi­en scheut, den vor­bild­li­chen Orden der Fran­zis­ka­ner der Imma­ku­la­ta als Vor­bild für alle Orden her­vor­hebt und lobt und auf­hört, sich über Fröm­mig­keits­ge­sten von Katho­li­ken (Mini­strant an Aller­see­len) lustig zu machen. Außer­dem soll er klar­stel­len, dass er die Knie­beu­ge vor der Wand­lung zum hei­li­gen eucha­ri­sti­schen Leib und Blut Chri­sti aus gesund­heit­li­chen Grün­den unter­lässt und die Knie­beu­ge für alle ver­pflich­tet ist, die nicht gesund­heit­lich ein­ge­schränkt sind. Wenn er all dies bewäl­tigt und sich die welt­li­chen und kir­chen­feind­li­chen Medi­en zuneh­mend von ihm distan­zie­ren und kri­ti­sie­ren, dann ste­he ich voll und ganz hin­ter ihm; dann wird aus Herrn Ber­go­glio ein wah­rer Papst; ein wah­rer Fran­zis­kus.
    Per Mari­am ad Chri­stum

  3. So einen Chef hat­te ich auch mal: er ermu­tig­te immer, ande­re zu ver­pfei­fen, für dies und jenes tap­fer ein­zu­tre­ten. Wenn es aller­dings dar­um ging, dass er sich dahin­ter stellt, und zwar öffent­lich, hat man nichts mehr von ihm gehört. Und wenn man Pech hat­te, fiel er einem in den Rücken, wenn man tap­fer das tat, wozu er ermu­tigt hat­te. Wenn das, was man tap­fer ver­tre­ten hat­te dann gut ankam, riss er es sich unter den Nagel und ließ sich inter­view­en für die gro­ße Tat, die er sich selbst zuschrieb. War es dage­gen nicht oppor­tun, konn­te es einem pas­sie­ren, dass er einem eine Abmah­nung androh­te, weil man „ohne Abspra­che mit ihm“ im Namen der Ein­rich­tung „eigen­mäch­tig und zum Scha­den des Gan­zen“ eine Pri­vat­mei­nung ver­te­ten habe…

    Ihr kennt das alle? Dacht ich mir.
    Also ver­gesst F., das ist doch ein Heuch­ler, Lei­se­tre­ter und zugleich ein übler Het­zer.
    Brrrr.

    • Den Chef ken­ne ich auch. In die­ser Denk­art ist wohl auch Ber­doglio groß gewor­den und hat so Kar­rie­re gemacht. Lei­der kann man Ber­doglio nicht ein­fach „´ver­ges­sen“, das wäre zu schön.

  4. War­um ist der denn schockiert?
    Hat er nicht erklärt dass er sich im Fal­le von Homo­se­xua­li­tät nicht geru­fen füh­le zu rich­ten?

  5. Ist ja echt trau­rig, wenn sogar Athe­isten erken­nen, was Fran­zis­kus alles in der kur­zen Zeit in der als Bischof von Rom wütet, ange­stellt hat https://www.katholisches.info/2013/12/30/papst-franziskus-hat-faktisch-die-suende-abgeschafft-scalfaris-neues-christentum-das-gott-durch-das-ich-ersetzt/ und daher ist die­ser Arti­kel ja nur ein Ver­such zu tar­nen und zu täu­schen. Denn wenn es Fran­zis­kus wahr­lich ernst mei­nen Wür­de, so wür­de er hier ener­gi­scher reagie­ren, und in aller Öffent­lich­keit über die­se Ange­le­gen­heit reden.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen

  6. Die unver­än­der­li­che Leh­re der Kir­che:
    KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE:
    „ERWÄGUNGEN ZU DEN ENTWÜRFEN EINER RECHTLICHEN ANERKENNUNG DER LEBENSGEMEINSCHAFTEN“
    -
    „Es gibt kei­ner­lei Fun­da­ment dafür,
    zwi­schen den homo­se­xu­el­len Lebens­ge­mein­schaf­ten
    und dem Plan Got­tes über Ehe und Fami­lie Ana­lo­gien her­zu­stel­len,
    auch nicht in einem wei­te­ren Sinn.
    Die Ehe ist hei­lig,
    wäh­rend die homo­se­xu­el­len Bezie­hun­gen gegen das natür­li­che Sit­ten­ge­setz ver­sto­ßen.
    Denn bei den homo­se­xu­el­len Hand­lun­gen bleibt « die Wei­ter­ga­be des Lebens […] beim Geschlechts­akt aus­ge­schlos­sen. Sie ent­sprin­gen nicht einer wah­ren affek­ti­ven und geschlecht­li­chen Ergän­zungs­be­dürf­tig­keit.
    Sie sind in kei­nem Fall zu bil­li­gen».
    [….]
    „Wie die Erfah­rung zeigt, schafft das Feh­len der geschlecht­li­chen Bipo­la­ri­tät Hin­der­nis­se für die nor­ma­le Ent­wick­lung der Kin­der,
    die even­tu­ell in sol­che Lebens­ge­mein­schaf­ten ein­ge­fügt wer­den.
    Ihnen fehlt die Erfah­rung der Mut­ter­schaft der der Vater­schaft.
    Das Ein­fü­gen von Kin­dern in homo­se­xu­el­le Lebens­ge­mein­schaf­ten durch die Adop­ti­on bedeu­tet fak­tisch, die­sen Kin­dern Gewalt anzu­tun
    in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürf­tig­keit aus­nützt, um sie in ein Umfeld ein­zu­füh­ren, das ihrer vol­len mensch­li­chen Ent­wick­lung nicht för­der­lich ist.
    Eine sol­che Vor­gangs­wei­se wäre gewiss schwer­wie­gend unsittlich.und wür­de offen einem Grund­satz wider­spre­chen, der auch von der inter­na­tio­na­len Kon­ven­ti­on der UNO über die Rech­te der Kin­der aner­kannt ist. Dem­ge­mäß ist das ober­ste zu schüt­zen­de Inter­es­se in jedem Fall das Inter­es­se des Kin­des, das den schwä­che­ren und schutz­lo­sen Teil aus­macht.“
    -

  7. Fran­zis­kus soll sich äußern. er geht doch sonst kei­nem Mikro­fon aus dem Weg. Auch wenn er bei BAP-Sän­gern Sym­pha­ti­en ver­liert, er soll sei­ne Stim­me erhe­ben, wie es sei­ne Pflicht ist. Was ist, wenn der Papst sein Amt nicht aus­übt, wenn es unbe­quem für ihn wird, der ja als Mann des Jah­res von allen geliebt wer­den will, wie Lucre­zia Rogo ihm geschrie­ben hat.

  8. Mich sticht der sati­ri­sche Hafer bei die­sem Blöd­sinn, es ist all­mäh­lich schwer, ernst zu blei­ben!
    Und nicht ver­ges­sen: 100 Jah­re Psy­cho haben ja eine aus­ge­feil­te „Betrof­fen­heits­kul­tur“ ent­wickelt. War­um soll­te nicht auch Pope Fran­cis be shocked. Be pre­pa­red! Jeden Tag ne gute Tat: be shocked once a day! Today I am shocked about … help me… O thank you: alors, aujor­d’hui bin isch geschockt über Omo-Ehe-Geseeeetz in Mal­ta.
    O what a won­der­ful world. O what a wun­der­ful Touch-Soul-Per­for­mance. Let’s touchsoul, yeah yeah.
    Ach tat­säch­lich, das wusst ich gar nicht, das mit den Homos in Mal­ta, das ist ja schockie­rend (sprich das mit über­schla­gen­der Stim­me) It’s depres­sing! O yes, und ich bin ganz bei Ihnen. Oder soll ich sagen: ich bin ganz d’ac­cord mit Ihnen. Sogn ma d’ac­cord, dös is fee­escher. Das darf in Deutsch­land nie wie­der pas­sie­ren. O my God, we are so deeply depres­sed. And shocked. Never never never dar das pas­sie­ren. Stimmt, das macht Sinn…makes sen­se. Das hat auch mein Vater in 1966 schon gesagt. Oder war es in 1968.
    Lasst uns demon­strie­ren für die Rech­te der Homos und gegen die Homo­ehe.
    Und nun kommt der Ober­schocker: heu­te mor­gen in der Dusche sah ich an mir run­ter und stell­te fest, dass ich weib­li­che Geschlechts­merk­ma­le habe. I was so deeply shocked! War­um hat mir das nie einer gesagt! Jetzt kapier ich auch, wie es sein konn­te, dass ich Mut­ter wur­de.
    Du Mama, der Franzl aus Rom hot gsogt…er hat nicht gewusst, dass euro­pa­weit die Homo­ehe dis­ku­tiert und ein­ge­führt wird.
    Ja, mei, is des meg­lich? Hot der koa­ne Infor­man­tIn­nen?
    Na, dem sogns nix da her­un­ten, den las­sens rat­schen.
    I’m so sor­ry. Excu­sez moi. Ver­zei­hung. Veni­am rogo.

  9. Wer etwas Nega­ti­ves fin­den will, fin­det es — auch wenn es ganz anders gemeint ist. Ihr wer­det euch der­einst für eure Ver­leum­dun­gen von Papst Fran­zis­kus vor Gott ver­ant­wor­ten müs­sen — für eure Lieb­lo­sig­keit!

    • Ach ja — wie ist denn das, was offen­sicht­lich gesagt wird, dann gemeint? Wir hören ein­fach nur ganz genau zu und lesen weder etwas rein noch etwas raus aus dem Gesag­ten, son­dern neh­men es für bare Mün­ze…
      Ich weiß, dass 50 Jah­re Schulz-von-Thun Euch die Fähig­keit, gesag­tes vom Sach­in­halt her zu ver­ste­hen, völ­lig abtrai­niert haben.
      Hier wären Sprach-Anfän­ger-Kur­se ange­bracht und für Kle­ri­ker, v.a. wenn sie höre­re Ämter beset­zen, so etwas wie der gewöhn­li­che Stan­dard frü­he­rer Zei­ten. Die tra­di­tio­nel­len uni­ver­si­tä­ren Basics feh­len: logi­sches Schlie­ßen, Wider­spruchs­frei­heit in der Argu­men­ta­ti­on, Sach­wis­sen um sich nicht stän­dig zu ver­ga­lop­pie­ren etc.
      Sind wir hier eigent­lich im Kin­der­gar­ten, Mim?
      Wenn der Papst Blöd­sinn redet, muss sich doch nicht der, der das fest­stellt ver­ant­wor­ten dafür, son­dern der Papst selbst! Hal­lo? Der mann soll die Kir­che füh­ren? das ist hier kei­ne Schnit­zel­jagd im Pfad­fin­der­la­ger, ist Ihnen das klar? Die gan­ze Welt hört zu und das kla­re Evan­ge­li­um wird durch die­se Vul­ga­ri­tät total ein­ge­trübt!
      Und mit Lie­be hat das alles erst gar nichts zu tun!
      Denn es gibt kei­ne Lie­be ohne Wahr­heit.
      Ja, auch das ist nach einem Jahr­hun­dert Psy­cho dem Nor­ma­lot­to offen­bar nicht mehr geläu­fig…

      • aus den Richt­li­ni­en für Leser­mei­nun­gen:

        - Eben­so­we­nig wer­den Bei­trä­ge ver­öf­fent­licht, die den Grund­reg­lun­gen der Recht­schrei­bung nicht ent­spre­chen. Ins­be­son­de­re wer­den Kom­men­ta­re nicht ver­öf­fent­licht, bei denen die Grund­re­geln der Groß- und Klein­schrei­bung nicht ange­wen­det wur­den.
        — Ver­öf­fent­licht wer­den nur Bei­trä­ge, die auf den jewei­li­gen Arti­kel und sein The­ma seri­ös und sach­be­zo­gen ein­ge­hen. Links- und rechts­ra­di­ka­le, por­no­gra­phi­sche, ras­si­sti­sche, belei­di­gen­de, ver­leum­de­ri­sche sowie ruf- und geschäfts­schä­di­gen­de Inhal­te kön­nen nicht berück­sich­tigt wer­den, eben­so wenig sach­lich fal­sche oder in ange­mes­se­ner Zeit nicht nach­prüf­ba­re Behaup­tun­gen.

      • Papst Fran­zis­kus hat nur gesagt, dass er kei­nen Homo­se­xu­el­len ver­ur­teilt, der auf der Suche nach Gott ist. Homo­se­xu­el­len wohl­ge­merkt, Men­schen, die homo­se­xu­ell ver­an­lagt sind. Er hat nichts davon gesagt, dass er homo­se­xu­el­le Hand­lun­gen bil­ligt. Wenn ihr mal ujn­ter­schei­den wür­det zwi­schen Ver­an­la­gung (für die kein Mensch was kann) und Taten, wäre es mal ganz gut. Und lest die Tex­te auf­merk­sa­mer und pickt nicht Din­ge raus, die weder so gesagt noch so gemeint sind.
        Den Sün­der lie­ben und die Sün­de has­sen — das hat mal ein sehr tra­di­tio­nel­ler Prie­ster gesagt. Und dar­an hal­te ich mich.
        Apro­pos, wenn ich mir die Mühe mach­te, die sehr für Theo­lo­gen geschrie­be­nen Schrif­ten eines Kar­di­nal Ratzinger/Papst Bene­dikt XVI zu lesen, bin ich sicher, dass ich auch dort sehr Miss­ver­ständ­li­ches fin­den wür­de.

        Aber ich fin­de es erschreckend, wie hier ein Seel­sor­ger dif­fa­miert wird, nur weil der nicht ins tra­di­tio­nel­le Kon­zept der Pius­brü­der passt. Und das ist eine Tod­sün­de — eine Sün­de wider die Lie­be.

        • 1. F. hat nicht dif­fe­ren­ziert zwi­schen „Homo­se­xu­el­len wohl­ge­merkt, Men­schen, die homo­se­xu­ell ver­an­lagt sind“ und denen, die danach han­deln. Sie lesen nicht genau… Und F. drückt sich stets unklar aus. das ist ja das Pro­blem mit ihm.
          2. Es ist umstrit­ten, ob es eine homo­se­xu­el­le Ver­an­la­gung über­haupt gibt. Es gibt zu dem The­ma kei­ne seriö­se Wis­sen­schaft. Die Mensch­heit war aber bis vor weni­gen Jahr­zehn­ten davon ethisch über­zeugt (kul­tur­über­grei­fend), dass das kei­ne Ver­an­la­gung, son­dern ein erwor­be­nes Emp­fin­den ist.
          3. Begeh­ren ist, wenn man es pflegt, nach der Leh­re immer Sün­de — auch das hete­ro­se­xu­el­le…
          4. F.s Rede, er wol­le kei­nen ver­ur­tei­len, der homo­se­xu­ell ist — neh­men wir mal an, er mein­te damit einen Nicht­prak­ti­zie­ren­den Homo­se­xu­el­len (wobei ich nicht weiß, was das sein soll???), dann ist dazu zu sagen, dass ich nie­man­den ken­ne, der Leu­te, die ihre Trie­be beherr­schen, ver­ur­tei­len. F. hät­te, wenn er das gemeint hät­te, ein sehr leicht­fer­ti­ges Ver­hält­nis zur Wahr­heit: „Tra­di­tio­na­li­sten“ ver­utei­len nur das Ver­hal­ten als Sün­de, das schon immer als Sün­de betrach­tet wur­de. Wenn einer sich nicht homo­se­xu­ell ver­hält, wer könn­te ihn dann ver­ur­tei­len und für was vor allem?
          5. Ja, dann tun Sie das und lesen mal Ratz­in­ger. Das wird man­ches klä­ren. Und Sie wer­den ler­nen, was kla­re Spra­che ist, was kla­re Gedan­ken­gän­ge sind. Und dann, wenn Sie was gele­sen haben und die erwar­te­ten Miss­ver­ständ­nis­se antref­fen, tei­len Sie sie uns doch bit­te gleich mit — das will ich dann genau und nicht bloß eine Behaup­tung in die Luft abge­las­sen wis­sen…
          6. Der „Seel­sor­ger“ wird nicht ver­ur­teilt, weil er nicht ins Kon­zept der Pius­brü­der passt, wie Sie so pro­pa­gan­di­stisch schrei­ben, son­dern auf­grund for­mu­lier­ter Argu­men­te, die Sie offen­bar ent­we­der nicht gele­sen oder — was noch schlim­mer wäre — nicht begrif­fen haben. Sie müs­sen die­se Argu­men­te nicht tei­len, aber ver­ste­hen soll­ten Sie sie schon, wenn Sie dage­gen argu­men­tie­ren wol­len. Es ist schlicht vul­gär, die sach­li­chen Beden­ken gegen F.s täg­li­ches Gere­de als per­sön­li­che Ani­mo­si­tät zu dif­fa­mie­ren. Es soll­te immer ad rem gehen, Mim, nicht ad per­so­nam.
          7. Tod­sün­den — ja, da lesen Sie am besten noch mal im Kate­chis­mus nach, was das ist. Okay?

    • @Mim: Sagen Sie das doch bes­ser dem­je­ni­gen, dem auf­ge­tra­gen ist: „WEIDE mei­ne Läm­mer !“; und nicht „ver­wir­re sie“ !

      @Zeitschnur: Vie­len Dank !

  10. @Mim, wir brau­chen einen Papst der Klar­text redet, der der Welt unver­fälscht und kom­pro­miss­los den wah­ren Glau­ben ver­kün­det, selbst wenn sich die gan­ze Welt auf­lehnt. Ich den­ke dass hat nichts mit Lieb­lo­sig­keit zu tun; dies zu sagen ist Pflicht eines jeden Katho­li­ken.

  11. Dan­ke Mim für dei­nen Kom­men­tar. Lei­der muss ich mich im neu­en Jahr von die­ser Web­site distan­zie­ren. Wer­de euch löschen von mei­nen Favo­rits. Eine sehr ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung die mehr Hass als Frie­den schürt. Eigent­lich Scha­de, denn noch vor zwei Jah­ren hat­tet ihr sehr gute und fun­dier­te Bericht. Doch seit Papst Fran­zis­kus unser recht­mä­ssi­ges Ober­haupt ist, wird hier stän­dig dage­gen­ge­ar­bei­tet. Dies auch von den Teils sehr gehäs­si­gen Kom­men­ta­re. Scha­de. Der Geist des christ­li­chen und auch des katho­li­schen ist da nicht mehr zu spü­ren.
    Am Schluss kom­men dann Kom­men­ta­re wie, wah­rer Glau­ben ver­kün­den… Pflicht des Katho­li­ken… — naja der lie­be Bal­ken vor dem eige­nen Auge — ?!?
    Und es erstaunt mich, dass ihr ja eigent­lich das­sel­be macht, wie die Medi­en z.B. mit Papst Bene­dikt gemacht haben bei der Regens­bur­ger­re­de. Einen Satz aus dem Zusam­men­hang rei­ssen und ihn dann allei­ne als Aus­sa­ge pro­pa­gie­ren. So geschieht es nun auch mit der Aus­sa­ge über Homo­se­xu­el­le von Papst Fran­zis­kus.
    Lei­der sind die Pha­ri­sä­er wie schon zur Zeit Jesu in den eige­nen Rei­hen zu fin­den.
    Kri­tisch sein, fin­de ich schon gut. Aber in einem gesun­den Mass und hört auf mit die­sen Spitz­fin­dig­kei­ten. In allem irgend­was noch her­aus­zu­hö­ren was gar nicht gemeint ist.

    Auf jeden­fall lie­be ich unse­re Kir­che und unser lie­ben Papst Fran­zis­kus. Ein­fach ein wun­der­ba­rer Mensch wie schon sei­ne bei­den Vor­gän­ger! Und ich glau­be er ist genau der rich­ti­ge für unse­re Kir­che in der heu­ti­ge Welt.

    So wün­sche ich euch trotz allem ein geseg­ne­tes Neu­es Jahr, möge die Mut­ter Got­tes euch alle beglei­ten, Jesus Chri­stus unser Herr euch hei­li­gen, der Hei­li­ge Geist euch füh­ren in eurem Wir­ken und Got­tes Hand euch beschüt­zen.

    • „Doch seit Papst Fran­zis­kus unser recht­mä­ssi­ges Ober­haupt ist, wird hier stän­dig dage­gen­ge­ar­bei­tet. Dies auch von den teils sehr gehäs­si­gen Kom­men­ta­ren. Scha­de. Der Geist des christ­li­chen und auch des katho­li­schen ist da nicht mehr zu spü­ren.“
      Das liegt an unse­rem neu­en Papst, der unser Gewis­sen als gro­ßen Glau­bens­fak­tor ins Spiel gebracht hat. Also neh­men sie das nicht so tra­gisch, es ist das Gewis­sen, was die Leu­te antreibt, hier zu schrei­ben. Beschwe­ren sich bei dem, der es los­ge­las­sen hat.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. Lie­ber @Franziskus, wis­sen sie genau was „gemeint ist“, wenn Papst Fran­zis­kus sich äußert ? Ich glau­be nicht, dass man alle als Pha­ri­sä­er bezeich­nen soll, die sich kri­tisch wegen eini­gen Äuße­run­gen des Pap­stes zu Wor­te mel­den. Sie selbst sagen ja „Kri­tisch sein, fin­de ich schon gut“. Auch ich lie­be mei­ne Kir­che. Auch glau­be ich, kei­nen „Bal­ken vor dem eige­nen Auge“ zu haben, nur weil ich man­ches kri­ti­sie­re was Papst Fran­zis­kus sagt. War­um soll bei einer Kri­tik „Der Geist des christ­li­chen und auch des katho­li­schen nicht mehr zu spü­ren sein“? Auch ich wün­sche Ihnen von Her­zen ein geseg­ne­tes neu­es Jahr 2014.
    „Quan­tum potes, tan­tum aude“.
    Was du kannst, das sollst du wagen(Hl. Tho­mas von Aquin)

    • der Bal­ken vor dem Auge ist auch nicht das Pro­blem, aber der Split­ter im Auge (der all­mäh­lich blind macht)

      • Lie­ber @christian radolf, wenn Sie vom „Split­ter im Auge“ spre­chen „der all­mäh­lich blind macht“, dann soll­ten Sie sich schon kla­rer aus­drücken!

      • Wie?
        Haben Sie das Split­ter-und-Bal­ken-Gleich­nis rich­tig .… sagen wir vor­sich­tig … äh …v o r Augen?
        Den­ken Sie noch mal nach: wer hat den Split­ter und wer den Bal­ken vorm Auge und was will uns das Gleich­nis sagen?
        Das ist ver­track­ter als es aus­sieht!
        Viel Spaß beim Tüf­teln!

      • hab eigent­lich nur das Pro­blem benannnt und nicht die Ant­wort gege­ben!
        Bei even­tu­el­len Unklar­hei­ten sich bit­te direkt beim Autor zu beschwe­ren (vgl Mat 7,1–5) 🙂

  13. @ Fran­zis­kus
    Katholisches.info ist die ein­zi­ge Web­site, die es noch wagt, nicht vom Anse­hen der Per­son, son­dern von den sach­li­chen Vor­gän­gen her Bericht zu erstat­ten.
    Ist es „Unfrie­den schü­ren“, wenn man das sagt, was Tat­sa­che, viel­leicht aber nicht oppor­tun ist?
    Ihre Sät­ze atmen den Geist des „Nest­be­schmut­zer-Vor­wurfs“. Man sagt nichts gegen die eige­nen Leu­te…
    Sie müs­sen sich ent­schei­den, wem Sie gehö­ren wol­len: dem Main­stream, der F. alles nach­sieht, weil er der Papst ist und außer­dem immer im Strom schwimmt, dem Main­stream, der media­len Trug­bil­dern folgt und die Wahr­heit hasst. Oder dem, was schlicht und ein­fach nach sorg­fäl­ti­ger Prü­fung wahr ist.
    Nie­mand zerrt bei F. ein­fach nur Sät­ze aus dem Zusam­men­hang. Sie ver­ges­sen, dass es die z.T. Besten und Klüg­sten sind, die ihn kri­ti­sie­ren für die­se Äuße­run­gen.
    Ich wer­de nie­mals bereit sein, das dif­fen­ren­zier­te Den­ken zugun­sten eines schwa­chen oder sogar fal­schen Pap­stes auf­zu­ge­ben. War­um? Weil Gott von mir Red­lich­keit und Auf­rich­tig­keit ver­langt und nicht das Abrut­schen in die Unwahr­haf­tig­keit aus angeb­li­cher „Lie­be“.
    Es gibt kei­ne Lie­be ohne Wahr­heit.
    Sie plä­die­ren für Lie­be t r o t z der Wahr­heit.
    In weni­gen Mona­ten oder Jah­ren wer­den Sie erken­nen müs­sen, dass Sie sich und ande­re damit irre geführt haben.
    Es ist nicht Schuld derer, die mit­den­ken und klar sehen, wenn F. täg­lich unsäg­li­che Bana­li­tä­ten, Fal­sches, Häre­ti­sches und Vul­gä­res von sich gibt.
    Legen Sie an F. den Maß­stab an, den Sie auch sonst an einen Men­schen legen:
    Unmiss­ver­ständ­lich­keit, Wahr­haf­tig­keit, Demut (man muss nicht über alles im Allein­gang reden, wenn man nicht kom­pe­tent ist).
    Die­ser Papst aber wird von aller Welt ange­schaut, und auf sei­ne zwei­fel­haf­ten Äuße­run­gen bezie­hen sich Leu­te, die ganz sicher nichts Christ­li­ches mehr wol­len. Haben Sie das alles nicht mit­be­kom­men?
    Ob er ein wun­der­ba­rer Mensch ist — woher wis­sen Sie das? Weil es auf kath.net steht oder in der welt­li­chen Pres­se?
    O sanc­ta sim­pli­ci­tas!
    Ich wün­sche Ihnen, dass Sie einen unab­hän­gi­gen und frei­en Geist haben kön­nen und nie­mand Sie ver­füh­ren darf. Das wün­sche ich auch mir selbst und allen ande­ren für das Jahr 2014. Denn wir ste­hen alle in größ­ter Gefahr!

  14. @mim und @Franziskus
    Vor­ab gilt es bei der Kri­tik zwei­er­lei zu unter­schei­den: die Per­son des Pap­stes und das Amt des Pap­stes als dem Nach­fol­gers Petri, dem Stell­ver­tre­ters Chri­sti und dem Bischof von Rom. Das Amt als sol­ches hat bis­her — soweit ich die Dis­kus­sio­nen ver­folgt habe — nie­mand ange­grif­fen. Es herrscht Einig­keit in dem Forum, was den Respekt vor dem Amt und sei­ner Lehr­tra­di­ti­on angeht. Die Per­son des Amts­trä­gers aber ist anders zu beur­tei­len. Der jesui­ti­sche Kir­chen­leh­rer, Robert Bel­l­ar­min hat sich sehr ein­ge­hend mit der Mög­lich­keit des Papa hae­re­ti­kus beschäf­tigt. Er kommt dabei zu ande­ren Ergeb­nis­sen wie Sie. Kurz zusam­men­ge­fasst: Kri­tik an der Per­son des Pap­stes kann durch­aus erlaubt sein.
    Hier möch­te ich nun mei­ne eige­ne Posi­ti­on wie­der­ge­ben: Seit Mit­te der 70er Jah­re lese ich päpst­li­che Reden, Rund­schrei­ben etc. mit dem Ziel die­se fun­diert ver­tei­di­gen zu kön­nen. Alle Päp­ste von Paul VI bis Bene­dikt XVI habe ich ver­stan­den und mich über den glei­chen Schreib­stil bei so unter­schied­li­chen Per­sön­lich­kei­ten gewun­dert. Seit dem 13.03.2013 ver­ste­he ich nichts mehr. Es ist für mich — und ich glau­be für vie­le mit mir hier in die­sem Forum — ein Bruch ein­ge­tre­ten. Wir erken­nen einen Papst, der nicht mehr zu den gro­ßen mora­li­schen Defi­zi­ten Stel­lung der Welt neh­men will und dar­auf ver­zich­tet das mora­li­sche Gewis­sen der Chri­sten­heit und der Welt zu sein. Er ent­hält damit der Welt das vor, was die Kir­che als Wer­ke der gei­sti­gen Barm­her­zig­keit gelehrt hat. Er ver­wäscht in sei­nen Reden die Klar­heit der Defi­ni­tio­nen und bedient so den Unglau­ben. Er beugt sei­ne Knie nicht vor Gott, wenn es lit­ur­gisch vor­ge­se­hen ist. Er badet in der Men­ge, aber der Segen durch das Kreuz lässt sich nicht erken­nen. Zusam­men­ge­fasst Im Gegen­satz zu sei­nen Vor­gän­gern kann ich ihn nicht mehr ver­ste­hen. Ich habe aber seit dem 13.03. 2013 gelernt, dass die Lüge nicht die Anti­the­se, son­dern das Zerr­bild der Wahr­heit ist. Unter die­sen Umstän­den, die ich als sehr betrüb­lich emp­fin­de, bit­te ich um Ihr Ver­ständ­nis.

    • ja ich habe mich auch immer durch alle päpst­li­chen Erklä­run­gen seit JPII gele­sen.
      So sehr die­se sich im Stil von denen Bene­dikts XVI unter­schei­den, so ist auch bei JPII der Wil­le und die Idee einer abso­lu­ten Wahr­heit, die Gut und Böse defi­niert und das aus Lie­be abso­lut klar.
      Den glei­chen Geist atmen auch älter Enzy­kli­ken ande­rer Päp­ste, so unter­schied­lich deren Stil auch ist.
      Nur, davon mal abge­se­hen, dass Papst Fran­zis­kus noch kei­ne (eige­nen) Enzy­kli­ka ver­öf­fent­licht hat, die­ses Gerüst (oder wie immer man das nen­nen will) einer Wahr­heit, die Garant und Lebens­odem der Kir­che ist, und die eben von Gott kommt, das muss man bei den Reden des Pap­stes Fran­zis­kus hin­ein­in­ter­pre­tie­ren.

      Manch­mal sagt der Papst Sachen die durch­aus gut und ortho­dox sind, auch wenn er vom Teu­fel redet, das hat sich schon lan­ge kein Papst mehr so deut­lich getraut, nur hat man den Ein­druck, er defi­niert gut und böse aus­schließ­lich als gut und böse für die Armen und das ist eben ver­kehrt.

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