Islamische Verteidigungsfront erzwingt Ende eines protestantischen Gottesdienstes

Protestantische Kirche in Indonesien(Jakar­ta) Isla­mi­sten der Isla­mi­schen Ver­tei­di­gungs­front (FPI) haben einen Sonn­tags­got­tes­dienst der pro­te­stan­ti­schen Gemein­schaft Huria Kri­sten Batak Pro­te­stant (HKBP) ange­grif­fen. Der Vor­fall ereig­ne­te sich in Tan­dem, einem Stadt­teil von Bin­jai in der indo­ne­si­schen Pro­vinz Nord-Suma­tra.

Meh­re­re Hun­dert Chri­sten muß­ten auf Anwei­sung der Poli­zei ihre Kir­che vor­zei­tig ver­las­sen und wur­den zu ihrem Schutz von Son­der­ein­hei­ten zu ihren Häu­sern beglei­tet. Die pro­te­stan­ti­sche Gemein­schaft ist offi­zi­ell beim Staat regi­striert und aner­kannt.

Der Angriff ging von der Isla­mi­schen Ver­tei­di­gungs­front aus. Sie hat­te ihre Anhän­ger auf­ge­ru­fen mit der Behaup­tung, daß die Kir­che „ille­gal“ errich­tet wor­den sei. Die Akti­on fällt mit der Ent­schei­dung der ört­li­chen Behör­den zusam­men, die auf­grund eines Geset­zes, unab­hän­gig von frü­he­ren Ent­schei­dun­gen, dar­über zu befin­den haben, wel­ches christ­li­che Got­tes­haus die behörd­li­chen Auf­la­gen erfüllt, um behörd­lich aner­kannt zu sein. Die­se anti­christ­li­che Schi­ka­ne ver­su­chen die Isla­mi­sten aus­zu­nüt­zen, um Druck auf die Behör­den aus­zu­üben und auch geneh­mig­te Got­tes­häu­ser regi­strier­ter christ­li­cher Gemein­den zu schlie­ßen.

Christen behördlicher Schikane und islamistischem Druck ausgesetzt

Ahmad Nasir, Spre­cher der Isla­mi­schen Ver­tei­di­gungs­front (FPI) erklär­te, daß hin­ter der Unter­bre­chung des christ­li­chen Got­tes­dien­stes nicht die FPI, son­dern die ört­li­chen Behör­den stün­den, wie es der FPI bereits am 27. Novem­ber ange­kün­digt wor­den war. Die FPI behaup­tet die Ille­ga­li­tät der Kir­che, weil das neue Über­prü­fungs­ver­fah­ren noch anhän­gig ist. Zudem wer­de die Kir­che von der Bevöl­ke­rung abge­lehnt.

Zain­nu­din Pur­ba, Abge­ord­ne­ter von Bin­jai wirft hin­ge­gen den Behör­den vor, in fünf Jah­ren noch kei­ne Ent­schei­dung getrof­fen zu haben und damit mit­ver­ant­wort­lich an den Aus­schrei­tun­gen zu sein.

Indo­ne­si­en ist das bevöl­ke­rungs­reich­ste isla­mi­sche Land der Welt. Rund 86 Pro­zent der Bewoh­ner sind Mos­lems. Obwohl die Ver­fas­sung die Grund­rech­te, dar­un­ter auch die Kult­frei­heit garan­tiert, wird das Land immer häu­fi­ger Schau­platz anti­christ­li­cher Aggres­si­on. Etwa sechs Pro­zent der Bewoh­ner sind Chri­sten, davon etwa 55 Pro­zent Katho­li­ken. 1,8 Pro­zent beken­nen sich zum Hin­du­is­mus und 3,4 Pro­zent zu ande­ren Reli­gio­nen. In der Pro­vinz Aceh gilt offi­zi­ell die Scha­ria. In wei­te­ren Pro­vin­zen bestim­men zuneh­mend isla­mi­sti­sche Kräf­te die mos­le­mi­sche Gemein­schaft. Die Fol­ge ist, daß das täg­li­che Leben aller Men­schen immer stär­ker vom Islam bestimmt wird.

1998 gegründete Islamische Verteidigungsfront gewinnt an Einfluß

Die Isla­mi­sche Ver­tei­di­gungs­front spielt in der Isla­mi­sie­rung Indo­ne­si­ens eine zen­tra­le Rol­le. FPI-Füh­rer dik­tie­ren in ver­schie­de­nen Lan­des­tei­len die Geset­ze, die sie an der Scha­ria aus­rich­ten. Die 1998 gegrün­de­te Isla­mi­sten­or­ga­ni­sa­ti­on ver­sucht seit dem Jahr 2000 den Bau von Kir­chen zu ver­hin­dern oder bestehen­de abzu­bre­chen. Aus ihren Rei­hen kom­men auch die Atten­tä­ter, die vor allem wäh­rend des Rama­dan Angrif­fe auf die US-Bot­schaft, auf Nacht­lo­ka­le, Gast­stät­ten mit Alko­hol­aus­schank und ande­re Orte ver­üb­ten. Der Kampf der Isla­mi­sten gilt nicht nur den Chri­sten und ande­ren reli­giö­sen Min­der­hei­ten, son­dern auch nicht-sun­ni­ti­schen Mos­lems wie den Schii­ten und Ahma­dis. Angrif­fe der FPI erfolg­ten eben­so gegen die kom­mu­ni­sti­sche Par­tei und Homo-Akti­vi­sten.

Text: Asianews/Giuseppe Nar­di
Bild: Asia­news

2 Kommentare

  1. Alle ter­ro­ri­sti­schen Isla­mi­sten welt­weit wer­den aus Sau­di- Ara­bi­en mit Mil­li­ar­den­gel­dern unter­stützt. Sau­dis geben nie Geld für Sozi­al­lei­stun­gen in ande­ren Län­dern.
    Sau­di- Ara­bi­en erhält von der BRD Waf­fen in Mil­li­ar­den­hö­he.
    Frau Mer­kel meint, SA ( Sau­di- Ara­bi­en ) sei ein Sta­bi­li­täts­an­ker im Nahen Osten.
    Fol­ge­rich­tig schweigt Mut­ti zu allen Mord­ak­tio­nen an Chri­sten welt­weit.
    Isla­mi­sie­rung Deutsch­lands wird vom Polit­p­re­ka­ri­at dage­gen aktiv und freu­dig unter­stützt, gefei­ert und beju­belt und ist im vol­lem Gan­ge: Die­se Leu­te wol­len den Bür­ger­krieg und wer­den ihn auch bekom­men.

  2. Der inter­re­li­giö­se Kla­mauk in Assi­si hat den Islam kei­nes­wegs besänf­tigt. Es scheint das es ihn erst rich­tig wild gemacht hat. Als Sah­ne­häub­chen dann auch noch der Koran­kuß. Was soll ein gläu­bi­ger Mos­lem damit anfan­gen? Eine der­ar­ti­ge Bestä­ti­gung des Korans wirkt wie ein Angriffs­be­fehl. Chri­stus ste­he uns bei.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

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