Attentat auf Apostolische Nuntiatur in Damaskus — Nuntius unversehrt

Apostolischer Nuntius für Syrien entgeht knapp Attentat.(Damas­kus) Eine Gra­na­te schlug heu­te mor­gen in die Apo­sto­li­sche Nun­tia­tur in Damas­kus ein. Sie zer­stör­te einen Teil des Daches und des drit­ten Stock­werks. Genau dar­un­ter befin­den sich der Wohn­be­reich und das Schlaf­zim­mer des Apo­sto­li­schen Nun­ti­us. „Gott sei Dank wur­de nie­mand ver­letzt“, wie der Nun­tia­tur­se­kre­tär mit­teil­te. Die Arbeit gehe wei­ter: „Wir wer­den nur eini­ge zusätz­li­che Vor­keh­run­gen tref­fen“.

In der diplo­ma­ti­schen Ver­tre­tung des Vati­kans geht man von einem geziel­ten Anschlag aus, der dem Nun­ti­us galt. Im zer­stör­ten Teil der Nun­tia­tur lie­gen neben dem Schlaf­zim­mer von Nun­ti­us Mario Zena­ri auch jene des Nun­tia­tur­se­kre­tärs und jene der Ordens­frau­en, die an der Nun­tia­tur tätig sind. „Wir sind Früh­auf­ste­her, das hat uns das Leben geret­tet“, so der Sekre­tär. Der Angriff erfolg­te um 6.35 Uhr. Um die­se Zeit bete­te der Nun­ti­us bereits die Lau­des, das Mor­gen­lob. „Ich habe mei­nem Schutz­en­gel zu dan­ken“, so der Nun­ti­us.

Die Bot­schaft wird weder geschlos­sen noch ver­legt. Die diplo­ma­ti­sche Ver­tre­tung wer­de ihre Arbeit regu­lär fort­set­zen, ließ der Nun­ti­us wis­sen. Msgr. Zena­ri ist einer der weni­gen Diplo­ma­ten, die in Damas­kus aus­har­ren. Die mei­sten Staa­ten haben nach Aus­bruch des Bür­ger­krie­ges ihre Bot­schaf­ter abbe­ru­fen und die diplo­ma­ti­schen Ver­tre­tun­gen redu­ziert oder geschlos­sen. Der Nun­ti­us ist im Auf­trag des Vati­kans inten­siv am Zustan­de­kom­men einer Frie­dens­kon­fe­renz zu Syri­en aktiv. Da es zu Details der Kon­fe­renz Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen der Regie­rung Assad und den Rebel­len­mi­li­zen gibt, kommt dem Nun­ti­us die Rol­le eines neu­tra­len Ver­mitt­lers zu. Die Rebel­len wol­len einer Kon­fe­renz nur zustim­men, wenn der Staats­prä­si­dent vor­her zurück­tritt. Der Nun­ti­us drängt auf eine Kon­fe­renz ohne ein vor­he­ri­ges Ulti­ma­tum oder Veto irgend­ei­ner Sei­te.

Die Nun­tia­tur äußert sich nicht über die mög­li­che Urhe­ber­schaft des Atten­tats. Da nur die­se eine Gra­na­te abge­feu­ert wur­de, macht man sich jedoch kei­ne Illu­sio­nen. Der Anschlag galt der Nun­tia­tur und den kirch­li­chen Bestre­bun­gen, eine inter­na­tio­na­le Frie­dens­kon­fe­renz zustan­de­zu­brin­gen. Seit Aus­bruch des bewaff­ne­ten Kon­flik­tes schlu­gen bereits sie­ben Rake­ten in der Nähe der Nun­tia­tur ein. Die Gra­na­te des heu­ti­gen Mor­gens ist jedoch der erste geziel­te Angriff auf die Ver­tre­tung des Vati­kans.

Text: Asianews/Giuseppe Nar­di
Bild: Asia­news

1 Kommentar

  1. neutral?neutral wäre eine Bud­dhist oder ein hin­du aber kein Katholik.er ist wohl auf der sei­te von assad der den chri­sten eine gewis­sen Tole­ranz ent­ge­gen­brach­te solan­ge sie loy­al zu ihm waren.sie wur­den im End­ef­fekt erpresst-ihr wollt Tole­ranz die kriegt ihr aber nur wenn ihr nix gegen mich sagt.nun wer­den in syri­en die flag­gen des Dschi­had gehisst und das christ­li­che Abend­land schaut ein­fach regungs­los zu.

    die dschi­ha­di­sten sind die armee satans der die chri­sten ver­nich­ten will.ja es ist nicht DER Islam aber sei­ne reich­ste und mäch­tig­ste grup­pe-die Sau­dis!

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