[Update] Alte Messe bei Eucharistischem Kongreß — Mehr als 900 Gläubige in St. Kunibert

Köln St. Kunibert Alte Messe 2013 Eucharistischer Kongreß(Köln) Auf Initia­ti­ve der Lai­en­ver­ei­ni­gung Pro Mis­sa Triden­ti­na und in Zusam­men­ar­beit mit den Eccle­sia Dei-Gemein­schaf­ten wur­de als Bei­trag zum deut­schen Eucha­ri­sti­schen Kon­greß ver­gan­ge­nen Sams­tag in der roma­ni­schen Basi­li­ka St. Kuni­bert in Köln ein Pon­ti­fi­kal­amt in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus zele­briert. Am hei­li­gen Meß­op­fer nah­men mehr als 900 Gläu­bi­ge teil. Mit dem Eucha­ri­sti­schen Kon­greß fiel auch die Jah­res­haupt­ver­samm­lung von Pro Mis­sa Triden­ti­na zusam­men, der Lai­en­ver­ei­ni­gung unter dem Vor­sitz von Moni­ka Rhein­sch­mitt, die sich beson­ders um die Pfle­ge des über­lie­fer­ten Ritus Ver­dien­ste erwor­ben hat.

Das Pon­ti­fi­kal­amt zele­brier­te der eme­ri­tier­te Weih­bi­schof von Köln, Msgr. Klaus Dick. Es sang die Cho­ral­scho­la aus Mün­ster und Bie­le­feld unter der Lei­tung von Micha­el Grei­ner. An der Orgel spiel­te Flo­ri­an Moskopf aus Ham­burg.

Am Nach­mit­tag hielt der Luga­ner Theo­lo­gie­pro­fes­sor Man­fred Hau­ke in einem über­füll­ten Kon­greß­saal einen Vor­trag zum The­ma: „Die eucha­ri­sti­sche Anbe­tung: ihre theo­lo­gi­sche Begrün­dung und pasto­ra­le Bedeu­tung“. Mit anschau­li­chen Bei­spie­len ver­deut­lich­te der Dog­ma­ti­ker, wie wich­tig die Über­ein­stim­mung von Glau­bens­in­hal­ten und geleb­ter Pra­xis ist. Beson­ders Kin­der, aber auch alle erwach­se­nen Gläu­bi­gen, benö­ti­gen äuße­re Zei­chen, wie die Knie­beu­ge vor dem Taber­na­kel, sonn­täg­li­che Klei­dung bei der Mess­fei­er, Weih­rauch und her­vor­ge­ho­be­ne Musik. Der Glau­be an die Gegen­wart des Soh­nes Got­tes muss sich in den Riten der Got­tes­dien­ste, aber auch in der Archi­tek­tur unse­rer Kir­chen wie­der­fin­den las­sen, damit „der Gött­li­chen Maje­stät ein wür­di­ger Kult dar­ge­bracht wer­de“, wie Papst Bene­dikt XVI. es in sei­nem Motu pro­prio Summorum pon­ti­fi­cum von 2007 for­der­te.

[Update: Im Arti­kel stand zunächst, daß am Sonn­tag ein Pon­ti­fi­kal­amt in der außer­or­dent­li­chen Form des Römi­schen Ritus zele­briert wur­de. Das Amt fand am Sams­tag statt. Die Sän­ger der Cho­ral­scho­la kamen aus Mün­ster und Bie­le­feld, im Arti­kel wur­de zunächst nur Mün­ster genannt.

Der Arti­kel wur­de ent­spre­chend berich­tigt.]

Text: Pro Mis­sa Tridentina/Giuseppe Nar­di
Bild: Wiki­com­mons

5 Kommentare

  1. Dan­ke Bischof Leh­mann !
    Was sind schon 900 Gläu­bi­ge in einer Kir­che !
    Ein Nichts!
    Genau wie Ihr ari­an­sches Öku­me­ne Gere­de!

  2. Ich ver­ste­he nicht recht, war­um die FSSPX und deren Gläu­bi­ge bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen nicht offi­zi­ell zuge­gen sind. Die Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Bischö­fe ist schließ­lich auf­ge­ho­ben, lehr­amt­li­che Diver­gen­zen bestehen zwi­schen die­sen Grup­pen nicht, die FSSPX begreift sich zudem nach wie vor als Teil der katho­li­schen Kir­che. Wie­so soll­te also eine Zusam­men­ar­beit nicht mög­lich sein, wo doch die Katho­li­sche Kir­che im Zuge der Öku­me­ne und des inter­re­li­giö­sen Dia­logs die Gemein­sam­kei­ten mit allen mög­li­chen Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen sucht. War­um scheut man hier Berüh­run­gen, wäh­rend man mit Nicht­ka­tho­li­ken die Zusam­men­ar­beit sucht?

    • Ihre Auf­assung trifft nicht zu! Die Pius-Brü­der leh­nen die Jon­zils­de­kre­te über Öku­me­ne und reli­gi­ons­frei­heit ab!

      Mit dem Auf­hub der Ekom­mu­ni­uka­ti­on ist die Ange­le­genbheit eben nicht erle­digt! Die Pius-Bischö­fe sind viel­mehr wei­ter­hin sus­pen­diert, so daß sie nicht zele­brie­ren dür­fen. Dar­über, daß sie trotz­dem zele­brie­ren und das Wei­he­sa­kra­ment spen­den, sieht Rom groß­zü­gig hin­weg.

      Sie ver­wei­sen zu Unrecht auf die Öku­me­ne, denn die­se wird von den Pius-Brü­dern ja gera­de abge­lehnt. So fehlt zwi­schen Rom und Eco­ne eine gemein­sa­me Gesprächs­grund­la­ge.

      • Dan­ke für die Auf­klä­rung! Die Pro­te­stan­ten bspw. leh­nen das Papst­amt, zen­tra­le Dog­men der Kir­che, die Sakra­men­te ect. pp. ab, und trotz­dem kommt mitt­ler­wei­le kei­ne kirch­li­che Groß- oder Klein­ver­an­stal­tung ohne die Betei­li­gung und Hofie­rung die­ser Leu­te aus, nur die FSSPX ist schein­bar der Teu­fel in Per­son, die man mei­det, wie jener das Weih­was­ser. Das ist doch der Wider­sinn pur, oder nicht? Nach ihrer Defi­ni­ti­on sind also Kon­zils­de­kre­te und Öku­me­ne die neu­en Glau­bens­be­kennt­nis­se der Kir­che, an denen sich ent­schei­det, wer drin ist und wer drau­ssen, mit wem man Kon­takt pfle­gen darf oder nicht, wen man sei­ne Kir­chen öff­net und wem nicht. Aha, dann weiss ich jetzt auch, war­um es mög­lich ist, dass bspw. Frau Käß­mann unge­straft im Münch­ner Lieb­frau­en­dom die Pil­le als Got­tes­ge­schenk prei­sen konn­te, wäh­rend der FSSPX alle Kir­chen­tü­ren und Eucha­ri­sti­sche Kon­gres­se der Welt ver­schlos­sen blei­ben. Einer sol­chen unbrü­der­li­chen (unge­schwi­ster­li­chen) „(Un-)Heilsgemeinschaft“ mit ihren neu­en Göt­tern Kon­zil und Öku­me­ne kann ich mich dann aber auch nicht mehr zuge­hö­rig füh­len. Tut mir leid.

        • @hicesthodie,
          da kann ich Ihnen nur leb­haft zustim­men.
          Schau­en Sie sich nur mal die Beset­zung des Lei­ters der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on in Rom an ?
          Der Mann läßt kei­ne Gele­gen­heit aus, die Tra­di­ti­on zu ver­fe­men und die FSSPX als Unmen­schen dar­zu­stel­len.
          Momen­tan gibt es mit die­sen Moder­ni­sten dort lei­der über­haupt kei­ne Gesprächs­grund­la­ge, denn sie hän­gen noch voll am Kon­zil und der Lit­ur­gie­zer­stö­rung, genannt „Reform.“
          Aber ich bin sicher, kommt Zeit, kommt Tra­di­ti­on !

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