Risiken improvisierter Papst-Ansprachen – Martinis unerwarteter Schatten über Papst Franziskus

Kardinäle Coccopalemerio und Martini, einst Weihbischof und Erzbischof von Mailand(Rom) Mit den Irri­ta­tio­nen, die in der Umge­bung von Papst Fran­zis­kus über die zahl­rei­chen „Rat­schlä­ge“ zur Kuri­en­re­form, die dem neu­en Kir­chen­ober­haupt unge­be­ten über die Medi­en aus­ge­rich­tet wer­den, beschäf­tig­te sich inzwi­schen auch San­dro Magi­ster, der wohl unab­hän­gig­ste und bril­lan­te­ste unter Ita­li­ens Vati­ka­ni­sten.

Die Irri­ta­tio­nen schreibt er vor allem den „Risi­ken völ­lig impro­vi­sier­ter Pre­dig­ten“ zu, die Papst Fran­zis­kus all­mor­gend­lich in der Kapel­le des vati­ka­ni­schen Gäste­hau­ses Domus Sanc­tae Mart­ae zu hal­ten pflegt. Die Risi­ken hät­ten vom ersten Tag an in der Luft gele­gen. Am 24. April haben sie sich erst­mals „ent­la­den“, als der Papst die Taste „Vati­kan­bank“ drück­te.

Die Popu­la­ri­tät des neu­en Pap­stes hängt zu einem Gut­teil mit sei­ner Art zu spre­chen zusam­men, sehr ein­fach, sehr ver­ständ­lich und sehr direkt. „Ihm wird alles ver­zie­hen, auch wenn er Din­ge sagt, für die ande­re mit Kri­tik über­zo­gen wür­den. Aber es kommt auch der erste Pro­test auf“, so Magi­ster.

Zufällige Nennung der Vatikanbank löste Spekulationssturm aus

Die aus­drück­li­che Nen­nung des IOR führ­te zu einer gan­zen Rei­he von Mut­ma­ßun­gen und Spe­ku­la­tio­nen, was der neue Papst mit der Vati­kan­bank vor­ha­be. Da war es ein klei­ner Schritt, in die Spe­ku­la­tio­nen gleich die gesam­te Römi­sche Kurie mit ein­zu­bau­en.

Der Papst hat­te am 24. April gesagt: „Wenn sich die Kir­che ihrer Grö­ße rüh­men will und Orga­ni­sa­tio­nen schafft, Ämter errich­tet und ein wenig büro­kra­tisch wird, ver­liert sie ihre wich­tig­ste Sub­stanz und läuft Gefahr, sich in eine NGO zu ver­wan­deln. Und die Kir­che ist kei­ne NGO! Sie ist eine Geschich­te der Lie­be!… Aber hier sind jene vom IOR… Ent­schul­digt mich, ja!… Alles ist not­wen­dig, die Ämter sind not­wen­dig…  nun gut! Sie sind aber not­wen­dig bis zu einem bestimm­ten Punkt: als Hil­fe für die­se Geschich­te der Lie­be. Wenn aber die Orga­ni­sa­ti­on den ersten Platz ein­nimmt, geht die Lie­be zurück und die Kir­che, die ärm­ste, wird zu einer NGO. Und das ist nicht der Weg“.

Die impro­vi­sier­ten Wor­te wer­den nie­der­ge­schrie­ben und weni­ge Stun­den spä­ter von Radio Vati­kan ver­brei­tet. Der Text wird noch am sel­ben Tag auch vom Osser­va­to­re Roma­no ver­brei­tet, aller­dings fehlt ein klei­ner Teil: „Aber hier sind jene vom IOR… Ent­schul­digt mich, ja!…“

Morgendliche Papst-Kurzpredigten bleiben geheim — Zwei getrennte Zusammenfassungen von Osservatore Romano und Radio Vatikan

„Die­ser Unter­schied zwi­schen Radio und Zei­tung des Hei­li­gen Stuhls ist ein Indiz für die Unsi­cher­heit, die noch im Vati­kan dar­über herrscht, wie man mit den täg­li­chen Kurz­pre­dig­ten des Pap­stes medi­al umge­hen soll“, so Magi­ster.

An den vom Papst zele­brier­ten Hei­li­gen Mes­sen nimmt ein aus­ge­wähl­tes Publi­kum teil, das sich täg­lich ändert. Am 24. April war gera­de eine grö­ße­re Zahl von IOR-Ange­stell­ten dar­un­ter. Die­ser Umstand und der Wunsch, die Anwe­sen­den per­sön­lich anzu­spre­chen, scheint den Papst zu sei­nem spon­ta­nen Ein­schub ver­an­laßt zu haben.

Im Gegen­satz zu den offi­zi­el­len Anspra­chen wer­den die Kurz­pre­dig­ten zwar im O‑Ton auf­ge­zeich­net, nicht aber nach­träg­lich voll­stän­dig nie­der­ge­schrie­ben. Der voll­stän­di­ge Text der Anspra­chen bleibt geheim. Bekannt­ge­ge­ben wer­den ledig­lich zwei kur­ze Zusam­men­fas­sun­gen, die unab­hän­gig von­ein­an­der von Radio Vati­kan und vom Osser­va­to­re Roma­no erstellt und ver­öf­fent­licht wer­den. Es ist nicht klar, ob die­se Dop­pel­glei­sig­keit dem Schutz des Pap­stes für den Fall eines impro­vi­sier­ten Aus­rut­schers dient und ob sie in die­ser Form bei­be­hal­ten wird. „Tat­sa­che ist, daß die­se halb­öf­fent­li­chen Kurz­pre­dig­ten inzwi­schen zu einem wich­ti­gen Bestand­teil der typi­schen Rede­kunst von Papst Fran­zis­kus gewor­den sind“, so Magi­ster, da sie als täg­li­cher Impuls medi­al in die gan­ze Welt getra­gen wer­den.

Kurienerzbischof Becciu fiel Aufgabe zu, offiziell beim Spekulationsdrang die Handbremse zu ziehen

Um jeden­falls dem offen­bar unbe­ab­sich­tigt los­ge­tre­te­nen Spe­ku­la­ti­ons­drang zur Reform von Kurie und Vati­kan­bank ein Ende zu berei­ten, wur­de im Vati­kan die Hand­brem­se gezo­gen. Am 1. Mai ver­öf­fent­lich­te der Osser­va­to­re Roma­no und im Anschluß dar­an auch das Pres­se­amt des Hei­li­gen Stuhls eine offi­zi­el­le Erklä­rung von Kuri­en­erz­bi­schof Ange­lo Becciu, dem Stell­ver­tre­ter von Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Tar­ci­sio Ber­to­ne.

Becciu erklär­te, daß der Papst „erstaunt“ ist, daß ihm zur Vati­kan­bank Sät­ze in den Mund gelegt wer­den, die er nie gesagt habe. Der Kuri­en­erz­bi­schof prä­zi­sier­te auch die Rol­le der acht von Papst Fran­zis­kus ernann­ten Kar­di­nä­le, dar­un­ter der Erz­bi­schof von Mün­chen-Frei­sing, Rein­hard Kar­di­nal Marx. Sie hät­ten den Papst zu bera­ten, aber nichts zu ent­schei­den.

„Liest man zwi­schen den Zei­len“ von Becci­us Aus­sa­gen, „ist es leicht zu erah­nen, daß das Ziel der Klar­stel­lung nicht so sehr die Spe­ku­la­tio­nen der ‚Medi­en‘ sind, son­dern die mehr oder weni­ger gewag­ten Erklä­run­gen ver­schie­de­ner Kir­chen­ver­tre­ter inner­halb und außer­halb der Kurie“, so Magi­ster.

Martini-Bewunderer Kardinal Coccopalmerio gesprächigster „Reformer“

Einer der gesprä­chig­sten war Kuri­en­kar­di­nal Fran­ces­co Coc­co­pal­me­rio, der Prä­si­dent des Päpst­li­chen Rats für die Geset­zes­tex­te. 2007 wur­de der Lom­bar­de von Papst Bene­dikt XVI. als Nach­fol­ger von Juli­an Kar­di­nal Her­ranz in die­ses Amt beför­dert, sei „die­sem aber nach dem Urteil der füh­ren­den Kir­chen­recht­ler an Fach­kom­pe­tenz unter­le­gen“, so Magi­ster.

Vor sei­nem Ruf an die Römi­sche Kurie war Coc­co­pal­me­rio ab 1993 Weih­bi­schof von Mai­land unter dem von ihm bewun­der­ten Erz­bi­schof Car­lo Maria Kar­di­nal Mar­ti­ni, der ihn in die­ses Amt geho­ben hat­te.

Von ihm stammt die in den ver­gan­ge­nen Tagen in den Medi­en ver­brei­te­te Idee, an der Römi­schen Kurie die Rol­le eines „Mode­ra­tors“ ein­zu­füh­ren, „als wür­den der Staats­se­kre­tär und des­sen Stell­ver­tre­ter nicht schon rei­chen“, wie Magi­ster anmerk­te. Die­ser „Mode­ra­tor“ wur­de als Kern eines bereits fer­tig aus­ge­ar­bei­te­ten Reform­pro­jekts für die Römi­sche Kurie prä­sen­tiert.

„Was aber nur weni­ge“ über Coc­co­pal­me­rio und sei­ne Mode­ra­tor-Idee wis­sen, so Magi­ster: „Als er die­se Rol­le erfand und in Mai­land aus­üb­te, wuß­te der dama­li­ge Erz­bi­schof Car­lo Maria Mar­ti­ni, als des­sen Schü­ler und Bewun­de­rer er sich bezeich­net, sei­ne Lei­stun­gen kei­nes­wegs zu schät­zen, viel­mehr ver­such­te er sich sei­ner zu ent­le­di­gen, indem er ihm die Beför­de­rung an die Spit­ze einer klei­nen Diö­ze­se anbot“. Eine Beför­de­rung, die sein Weih­bi­schof jedoch ablehn­te.

Dafür gelang­te Coc­co­pal­me­rio eini­ge Jah­re spä­ter unter den Fit­ti­chen von Kar­di­nal Ber­to­ne bis nach Rom und zwar für eine weit höhe­re Auf­ga­be. Als Lei­ter eines Dikaste­ri­ums wur­de er von Papst Bene­dikt XVI. schließ­lich 2012 in das Kar­di­nals­kol­le­gi­um auf­ge­nom­men.

Coccopalmerios Konklave-Engagement Kardinal Scola zu verhindern und Kardinal Bergoglio zu befördern

Beim jüng­sten Kon­kla­ve leg­te der Kar­di­nal ein kaum über­seh­ba­res Enga­ge­ment an den Tag, um die Kan­di­da­tur von Ange­lo Kar­di­nal Sco­la, des Mar­ti­ni-Nach­fol­gers im Amt des Erz­bi­schofs von Mai­land, zu ver­hin­dern, und die Wahl von Jor­ge Mario Kar­di­nal Ber­go­glio zu för­dern. Kar­di­nal Coc­co­pal­me­rio hat, wie zahl­rei­che ande­re Mar­ti­ni-Anhän­ger, den Rich­tungs­wech­sel an der Spit­ze der Ambro­sia­ni­schen Kir­che nie wirk­lich akzep­tiert. Und er erin­ner­te sich offen­sicht­lich dar­an, daß Kar­di­nal Mar­ti­ni 2005 nach des­sen eige­ner aus­sichts­lo­ser Kan­di­da­tur den Argen­ti­ni­er Ber­go­glio gegen den Kar­di­nal­de­kan Joseph Ratz­in­ger unter­stütz­te, der zu Bene­dikt XVI. wur­de.

Kar­di­nal Coc­co­pal­me­ri­os Ver­such, mit sei­nem medi­al ver­mit­tel­ten Reform­pa­ket die päpst­li­che Auf­merk­sam­keit auf sich zie­hen, scheint geglückt. Ob die­se ganz im gewünsch­ten Sin­ne erfolg­te, läßt sich aus der generv­ten Stel­lung­nah­me von Kuri­en­erz­bi­schof Becciu nicht mit Sicher­heit able­sen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Diö­ze­se Benevent/Ungarische Bischofs­kon­fe­renz

55 Kommentare

  1. Es ist groß­ar­tig, dass Fran­zis­kus pre­di­gend „impro­vi­siert“, wie dies hier sehr abwer­tend genannt wird. Dabei heisst dies doch nur, dass er in eige­ner Ver­ant­wor­tung Got­tes Wort ver­kün­digt und nichts Frem­des abliest, was gar nicht von ihm selbst stammt. Fran­zis­kus ist ein wahr­haf­ter Glau­bens­zeu­ge, und das schliesst ihm die Her­zen der Welt in noch nie dage­we­se­ner Wei­se auf. Wenn einer es schafft, eine Renais­sance des Katho­li­schen ein­zu­lei­ten, dann die­ser Papst!

    • Ich schät­ze auch die täg­li­chen Pre­dig­ten des Pap­stes. Aber seit­dem ich unter­schied­li­che Über­set­zun­gen, täg­li­che Inter­pre­ta­tio­nen und Gegen­in­ter­pre­ta­tio­nen usw. quer durchs Inter­net lese, wäre es mir lie­ber, die­se inof­fi­zi­el­len Pre­dig­ten wür­den nicht ver­brei­tet wer­den.

      Es wird ein­fach zu viel spe­ku­liert über die näch­sten Schrit­te des Pap­stes, die Leu­te krie­gen sich in die Haa­re und das ganz all­täg­li­che Christ­sein vor Ort und im eige­nen Leben droht dar­über in Ver­ges­sen­heit zu gera­ten.

      Der Papst muss rea­li­sie­ren, dass jedes sei­ner Wor­te um die gan­ze Welt geht anders als zu sei­ner Zeit als erz­bi­schof von Bue­nos Aires. Und dass ein Papst­wort ein ganz ande­res, weil welt­wei­tes Gewicht hat als das eines Diö­ze­san­bi­schofs.

  2. Ich habe mit frei­en Pre­dig­ten auch kein Pro­blem. In des Pap­stes Pre­digt­band, der jüngst auf deutsch erschie­nen ist, fin­den sich aber auch vie­le schö­ne Stel­len — wenn er ziti­tiert, dann greift er erfreu­lich oft auf Paul VI. und Evan­ge­lii nun­ti­an­di zurück.

  3. Impro­vi­sa­ti­on ist eine hohe Kunst. Es ist die Kunst, mit „vol­len Taschen“ an Wis­sen, Kön­nen, Refle­xi­on, Gespür für Situa­tio­nen und soli­der hand­werk­li­cher Tech­nik im Moment zu schaf­fen. Ein Schaf­fen, das gro­ße Gna­den, ech­te Demut und tie­fe Rei­fe vor­aus­setzt.

    Es sind oft Dilet­tan­ten, die mei­nen, „jeder“ kön­ne impro­vi­sie­ren. Im Gegen­teil: Impro­vi­sie­ren ist viel viel anspruchs­vol­ler als das Aus­ar­bei­ten und vor­be­rei­te­te Vor­tra­gen.

    Wer glaubt, er kön­ne „ein­fach so“ impro­vi­sie­ren, rich­tet aus die­sen genann­ten Grün­den unwei­ger­lich ein infer­na­li­sches Cha­os an.

    Letz­te­res scheint mir hier eher zuzu­tref­fen.

    Ich bin mir aber nicht sicher, ob die­se dilet­tan­ti­sche Impro­vi­sie­rei nicht eine Form des Zurück­wei­chens, wenn nicht gar eine Ver­wei­ge­rung vor dem Amt ist — genau­so wie das Abstrei­fen der roten Klei­dungs­stücke, die für die Nach­fol­ge bis zum Tod ste­hen. Die­ser Ein­druck ver­tieft sich auch durch das Zurück­ru­dern in das Amt des „Bischofs von Rom“ (wie: mit dem Rücken zur Wand) ganz so, als sei das Papst­amt neben­säch­lich. Genau in die­sel­be Rich­tung weist uns die Wei­ge­rung, die päpst­li­che Woh­nung zu bezie­hen und statt des­sen, „Gast“ zu blei­ben — wäh­rend BXVI. zurück­kehrt in den Vati­kan und sich dort gewis­ser­ma­ßen „leben­dig begra­ben“ lässt.

    Wenn das so ist, muss man sich fra­gen, war­um F. in die­ser Wei­se zurück­weicht.

    • Klar muß man sich das fra­gen, die Wei­ge­rung, die roten Slip­per über­zu­strei­fen und in die „päpst­li­che Woh­nung“ ein­zu­zie­hen, in der nach Aus­sa­ge des Pap­stes immer­hin 300 Men­schen Platz hät­ten, zeugt ja auf gan­zer Linie davon, daß die­ser „Papst“ sein Amt nicht annimmt.
      Wie man auch bei Bene­dikt XVI. fra­gen muß­te, war­um der immer „Fan­ta“ trank und die­ses Sym­bol­ge­tränk des ultra­li­be­ra­len US-Kapi­ta­lis­mus als sein Lieb­lings­ge­tränk bezeich­ne­te. Auch dar­in drück­te sich eine erschrecken­de Anpas­sung an den Zeit­geist und ein Zurück­wei­chen vor sei­nem Amt aus. 🙂

  4. „Got­tes Gebot steht höher als mensch­li­che Über­lie­fe­rung“
    Die Berg­pre­digt :
    Und es begab sich, da der Naza­re­ner die­se Rede voll­endet hat­te, ent­setz­te sich das Volk über sei­ne Leh­re. Denn er pre­dig­te gewal­tig und nicht wie die Schrift­ge­lehr­ten.

  5. Wenn jemand die außer­ge­wöhn­li­che Gabe hat­te, druck­reif zu impro­vi­sie­ren, also aus dem Steh­greif so zu spre­chen, dass dar­aus kla­re theo­lo­gi­sche Aus­sa­gen ent­ste­hen und kein chao­ti­sches Geblub­ber, für das man sei­ne Hand nicht ins Feu­er legen möch­te, das hun­dert­fäl­tig inter­pre­tier­bar, also hoch­gra­dig miss­ver­ständ­lich und folg­lich irri­tie­rend und gefähr­lich ist, dann war das Bene­dikt XVI. Fran­zis­kus kann das offen­sicht­lich nicht und tut es doch. Ich fra­ge mich dar­über hin­aus, wie er von sei­nem Hotel aus die hoch­sen­si­blen Geschicke der Welt­kir­che len­ken kann. Wenn man sich ein­mal vor Augen führt, dass Papst Bene­dikt selbst im Apo­sto­li­schen Palast wich­tig­ste und geheim­ste Doku­men­te unter der Hand weg­ge­stoh­len wer­den konn­ten, wie muss es dann erst leicht mög­lich sein, sich im Domus Sanc­tae Mart­ae ent­spre­chen­de Infor­ma­tio­nen zu beschaf­fen. Ist das Hotel, sind die Tele­fo­ne dort eigent­lich abhör­si­cher? Wird der Zugang kon­trol­liert? Kann man es dem Papst eigent­lich guten Gewis­sens gestat­ten, sei­ne „Expe­ri­men­tier­pha­se“ noch wei­ter aus­zu­deh­nen? Die Geheim­dien­ste dürf­ten ihre Freu­de dar­an haben. Oder ist das Papst­amt mitt­ler­wei­le schon so bana­li­siert bzw. auf Linie gebracht, dass eine „Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung“ durch Dun­kel­män­ner gar nicht mehr erfor­der­lich ist?

    • Ich fürch­te, Sie haben recht. Wie sehr bin ich inzwi­schen geschol­ten wor­den, weil ich die „Spon­tan-Pre­dig­ten“ des jet­zi­gen Pap­stes kri­ti­siert habe. Gefäl­lig und risi­ko­reich und — jeden­falls für mich — ohne Tief­gang.

      • Inter­es­sant, dass jene, solan­ge der intel­lek­tu­el­le „Pro­fes­sor Papst“ Bene­dikt XVI. Papst war, die „Intel­lek­tu­el­len“ (=Uni­ver­si­täts­theo­lo­gen“) stets ver­däch­tig­ten, die rei­ne, kla­re, gesun­de Leh­re durch ihre spitz­fin­di­gen Tief­sin­nig­kei­ten zu ver­wäs­sern und zu zer­stö­ren, jetzt plötz­lich, wo ein ande­rer Papst in kla­ren, ein­fa­chen, auch für „Nicht­in­tel­lek­tu­el­le“ ver­ständ­li­chen Sät­zen das Evan­ge­li­um ver­kün­det, die­sem man­geln­den „Tief­gang“ und feh­len­de Intel­lek­tua­li­tät vor­wer­fen.
        Ein Indiz mehr, wie gut Fran­zis­kus sei­ne Sache macht! 🙂

        • @Dunkelkatholik.Was mei­nen Sie mit „klaren,einfachen,auch für Nicht­in­tel­lek­tu­el­le ver­ständ­li­che Sätze…?.bla,bla,blah-Ja,verständlich mit sei­nen bur­schi­ko­sen Aus­fäl­len wie: Die Zei­ten des Kar­ne­val sind vorbei.Nein,diese Schu­he trag ich nicht,nein das Päs­t­li­che Brust­kreuz will ich nicht,.Ich will wei­ter im Gäste­haus woh­nen. Wor­te wie: Hals­star­ri­ge die hin­ter das Kon­zil zurückwollen.Nein ‑Ja.? Aber hier wird er dann deut­lich: Füsse­wa­schen von Hinz und Kunz,Demut und Zärtlichkeit,und Demut,Demut blah,blah ‚blah.Aber dann droht er wie­der-der Herr Papst.Er droht mit Höl­le und dem Himmel,der hl Geist,Demut,Zärtlichkeit …Der Teufel..Gähn,gähn.….….

          • „Füße­wa­schen von Hinz und Kunz“: mit die­ser demas­kie­ren­den For­mu­le­rung wird für jeder­mann deut­lich, wes Gei­stes Kind die papst­ver­het­zen­den Schrei­ber­lin­ge hier sind. Und wie froh man sein muß, daß die­se men­schen­ver­ach­ten­de „Gei­stes­hal­tung“, die sich sogar noch dreist als „intel­lek­tu­ell“ insze­niert — in der katho­li­schen Kir­che längst eine Rand­grup­pe am aller­äu­ßer­sten rech­ten Ecke dar­stellt, die nie­mand mehr ernt nimmt außer sie sich selbst.

          • Lie­ber Dun­kel­ka­tho­lik, ich kann jedes Ihrer Wor­te nur bestä­ti­gen! Nur dass die­se Leu­te vom rech­ten Rand im Inter­net so laut­stark auf­tre­ten, dass sie einen völ­lig fal­schen Ein­druck von der katho­li­schen Kir­che ver­mit­teln.

            Wo so viel Hass ist, ist nie­mals Gott am Werk.

          • Wenn Sie schon die Chuz­pe haben, den Kom­men­ta­to­ren auf die­ser Sei­te pau­schal (Papst-)Hass zu unter­stel­len und sel­bi­ge dann auch noch pau­schal dem „rech­ten Rand“ der Kir­che zuord­nen, wie sieht es denn mit dem „Hass“ am „lin­ken Rand“ der Kir­che aus? Hier freut sich bei­spiels­wei­se ein ver­mut­lich jesui­ti­scher „Dun­kel­ka­tho­lik“ die­bisch, dass Bene­dikt phy­sisch und psy­chisch nicht mehr in der Lage ist, wen oder was auch immer „ein­zu­n­or­den“, da unter­stellt die­ser Bugni­ni-Mari­ni in hämi­scher Wei­se, Bene­dikt sei für die mie­fi­ge-schwü­le Luft der Skan­da­le ver­ant­wort­lich, die in Wahr­heit des­sen Fein­de unte­nom­men und los­ge­tre­ten haben, um sein Pon­ti­fi­kat zu des­avou­ie­ren, da rächt sich ein füh­ren­der Welt­bild­bi­schof öffent­lich, indem er nach­tre­tend zynisch säu­selt, es sei nun end­lich wie­der inter­es­sant, katho­lisch zu sein. Stimmt. Solch abgrund­tie­fer Hass ist wahr­lich des Teu­fels Bei­trag zu Got­tes Werk.

          • Lie­ber GW, lie­ber Hic est hodie — bit­te ver­gesst die­se unsäg­li­chen Postings gewis­ser dunk­ler Gestal­ten hier…

            Die­se Dun­kel­ge­stal­ten selbst füh­ren stän­dig ihre Rechts-LInks-Sche­ma­ta ein, sie selbst wer­den per­sön­lich und hämisch. Und sie ertra­gen nicht, dass einer anders denkt und das auch noch bril­lant begrün­den kann. Bril­lanz wird kri­mi­na­li­siert als „Het­ze“ etc etc

            Wis­sen wir nicht, in wel­cher Tra­di­ti­on sol­che Postings ste­hen? Am besten gar nicht mehr ant­wor­ten, es ist unter Niveau.

          • Natür­lich gibt es Recht und Links auch in der Kir­che — weil es auch in der Kir­che Macht gibt. Sie ist ja auch gesell­schaft­lich ver­fasst.

          • „Hinz und Kunz“ wäre ja für eine Fuss­wa­schung fast noch akzep­ta­bel, aber rechts­staat­lich ver­ur­teil­ten jugend­li­chen Straf­tä­tern lit­ur­gisch die Rol­le der Jün­ger Jesu zuzu­schrei­ben, ist wirk­lich aller Kri­tik wert. Die­se Kri­tik ver­su­chen Sie agi­ta­to­risch mit Begrif­fen wie „Het­ze“ und „men­schen­ver­ach­tend“ zu über­zie­hen und damit zu kri­mi­na­li­sie­ren. Offen­sicht­lich wün­schen Sie sich die Kir­che unter Fran­zis­kus als eine Art Gesin­nungs­dik­ta­tur.

          • Ich hof­fe, Sie haben nicht ver­ges­sen, dass Jesus sich die Füße hat von einer Pro­sti­tu­ier­ten sal­ben las­sen.
            Auch ver­ur­teil­te Straf­tä­ter sind BERECHTIGT, Sakra­men­te und Sakra­men­ta­li­en zu emp­fan­gen.

          • Was’n Quatsch — Maria von Betha­ni­en war kei­ne ‚Pro­sti­tu­ier­te‘, wo steht DAS denn??? — Und KEIN MENSCH bestrei­tet, daß auch „ver­ur­teil­te Straf­tä­ter etc. pp.“, dar­um geht’s doch gar nicht!!! Ziem­lich üble Masche im Übri­gen, die­se per­ma­nen­ten, sug­ge­sti­ven, pseu­do-raf­fi­nier­ten UNTERSTELLUNGEN …!

          • Lie­ber GW,

            ich habe auch nicht von Maria von Beta­ni­en geschrie­ben, son­dern von der Sün­de­rin in Lk 7,36–50. Die­se wur­de und wird als Dir­ne ange­se­hen. Die Gleich­set­zung die­ser Dir­ne mit Maria von Mag­da­la stammt übri­gens von Papst Gre­gor I. dem Gro­ßen.
            Nun, hicest­ho­die empört sich dar­über, dass Straf­tä­ter Sakra­men­ta­li­en und Sakra­men­te emp­fan­gen. Ich fin­de, wie Sie ja auch, dass das kein Pro­blem sein soll­te. Was dar­an eine üble Masche ist, wo ich doch Ihrer Mei­nung bin, weiß ich nicht.

          • SALBEN — so schrie­ben Sie!!! Maria von Betha­ni­en SALBTE die Füße des Herrn mit sehr kost­ba­rem Öl …
            … ist mir aber mitt­ler­wei­le all­zu albern & bringt über­haupt nix, die­se Tetra­pi­lo­to­mie (kann man sich aus­su­chen, ein­mal längs, ein­mal quer zur Ach­se 😀 ) …

          • Ja, und Jesus war sich nicht zu scha­de, ihr ihre Sün­den zu ver­ge­ben. Ich weiß nicht, was an der Bibel haar­spal­te­risch ist.

          • Die Fra­ge, ob ich fin­de, daß ‚die Bibel haar­spal­te­rig sei‘ ist ein Bei­speil für die­se von mir genann­ten rhe­to­ri­schen Unter­stel­lun­gen und Ver­dre­hun­gen, Mani­pu­la­tio­nen. Das ist nicht gut! — Auch das mit den Sakra­men­ta­li­en nicht, es geht nicht um die Spen­dung von Sakra­men­ta­li­en *an sich* — und ich bin mir sicher, das ist Ihnen auch bewußt! — Die­se Art mein­te ich … — so, aber nun ist wirk­lich gut, denn das bringt ja echt gar­nix .….

          • bezie­hungs­wei­se: NICHT die Bibel emp­fin­de ich als ‚tetra­pi­lo­to­misch‘, das habe ich IHR auch gar nicht unter­stellt! 🙂 So, Schluß jetzt, ’n Abend @ omni­bus!

          • Och nööö … oK, noch ein kl. Bei­spiel­chen: „hicest­ho­die empört sich dar­über, dass Straf­tä­ter Sakra­men-tali­en und Sakra- men­te emp­fan­gen“ — tut er ja gera­de nicht, das mein­te er ja nu nich; ihm das zu unter­stel­len, ist unfair; (auch) sowas mein­te ich halt; aber … bit­te den (jedenfs. mal noch) 2.-untersten Komm. a.d. Sei­te (von mir) beach­ten!^^

          • Unglaub­lich — das ist drei­ste, wenn nicht bos­haf­te Unter­stel­lung; Anma­ßung, bil­lig­ster Popu­lis­mus bei wei­test­ge­hen­dem Feh­len jeg­li­chen Sach­ar­gu­ments, mas­si­ve Dis­kri­mi­nie­rung; Ver­un­glimp­fung von Min­der­hei­ten-Mei­nun­gen (bloß weil sie einem nicht „genehm“ sind), aggres­si­ver Anti­in­tel­lek­tua­lis­mus, hoch­mü­tig-anma­ßen­der Allein­ver­tre­tungs­an­spruch („[Nur] WIR sind Kir­che!“) und kras­se­ste Into­le­ranz. Und sonst gar nichts!

          • Jeden­falls — auf so einem Niveau — sicher­lich kein offe­ner, um die Wahr­heit rin­gen­der Dia­log in ech­tem, per­sön­li­chen Respekt & auf glei­cher Augen­hö­he …

          • Aus Ihrem Mund das Wort „Dia­log“??? Der Witz des Tages. Das ist etwa so wie wenn Bene­dikt XVI. sei­ne Kon­ver­si­on zum pro­te­stan­tis­mus erklä­ren wür­de. 🙂

    • schlie­ße mich wie immer voll die­ser Mei­nung an. Wenn man dann noch an die Anspra­che Papst Franz. zum 2. Vati­ka­num denkt, wird einem schum­me­rig. Haben Sie viel­leicht schon ein­mal in den Blog von Pater Hagen­kord, Radio Vati­kan hin­ein­ge­schaut. Es ist unbe­greif­lich, was der Pater dort als „drit­te Ein­schät­zung des Pon­ti­fi­ka­tes von P.F“ geschrie­ben hat.
      Ori­gi­nal­ton Pater H.: „Der Papst lässt sich nicht ein­fach kate­go­ri­sie­ren und ver­stau­en: Bene­dikt XVI. war gestern, der moder­ne, direk­te, mensch­li­che Papst ist heu­te. Min­de­stens das Spre­chen vom Teu­fel – aber ich bin mir sicher in eini­gen Tagen und Mona­ten auch ande­re Din­ge – zei­gen und, dass der Papst doch sehr anders ist, als wir uns das Vor­stel­len.“
      Manch­mal fra­ge ich mich, war­um ich mich über­haupt noch infor­mie­re, und nicht ein­fach vor Ort in mei­ne Kir­che gehe, bete, mich auf den dem­näch­sti­gen Eucha­ri­sti­schen Kon­gress hier freue?

      • Ja, die­ses Bla­bla steht auch in unse­rem Pfarr­brief: „Er ist ein Papst, der bereit ist für sein The­ma, die Armut, mit Tra­di­tio­nen zu bre­chen. So spen­de­te er 50 000 Dol­lar an die Opfer einer Umwelt­ka­ta­stro­phe in Argen­ti­ni­en: Er wol­le nicht nur beten (…) Wir dür­fen gespannt sein, wel­che Akzen­te Papst F. als näch­stes set­zen wird, wie er sei­nen Stil wei­ter klar­ma­chen wird und wel­che prak­ti­schen Kon­se­quen­zen er aus sei­ner Fröm­mig­keit zie­hen möch­te. Fürs Erste, tut die­ser Papst gut!“

        Was wohl das Bre­chen mit Tra­di­tio­nen mit dem Spen­den von Sum­men zu tun hat, die den armen und demü­ti­gen Herrn Ber­go­glio ein­deu­tig als rei­chen Jüng­ling qua­li­fi­zie­ren? So viel Koh­le kann ich nicht auf die hohe Kan­te legen. Ich muss dann wohl doch „bloß beten“.

        Das Geschreib­sel von Hagen­kord ist ver­gleich­bar. F. bie­tet eine lee­re Spie­gel­flä­che für Hohl­köp­fe. Es ist ein­fach unver­schämt und trau­rig, wie Bxvi. die­ses vie­le Gift hin­ter­her­ge­spi­ien wird! Dem, der viel gege­ben hat, dankt man es nicht und dem, der noch nichts bewie­sen hat, ver­traut man sich unbe­se­hen an — welch ein Ungeist! Dass F. erst mal das in die­sen Gläu­bi­gen aus­löst — allein das müss­te uns eigent­lich hell­hö­rig machen.

        Ja, beten, Frau Schwarz, ist das ein­zi­ge, was uns nie­mand neh­men kann und die Eucha­ri­stie — aller­dings wur­de uns heu­te in der Mes­se wie­der mal erklärt, dass der „Him­mel“, in den Jesus auf­ge­fah­ren ist, bei uns ist und nicht etwa anders­wo „bei Gott“, der anders sein könn­te als wir. Nein: Gott ist über­all da, „wo es mir gut geht“. Aha. Und wenn es mir wo nicht gut geht? Ist er dann nicht mehr bei mir? Und das Zur-Rech­ten-Got­tes-Sit­zen — ist das etwa auch hier mit­ten unter uns? Das „Von-dort-kom­men“ wäre also ein Hier-blei­ben? Das „Brot des Lebens“ ist in die­ser Logik ein­fach nur unser eige­ner Leib.
        Wie lan­ge wird man uns die „tra­di­tio­na­li­sti­sche“ Gewohn­heit der Wand­lung und des Emp­fangs des hei­li­gen Lei­bes Chri­sti als des „ganz ande­ren“ noch las­sen?

        • Tra­di­tio­nen kön­nen ein­fach auch leer sein. Erst wenn Tra­di­tio­nen, die von Leben und inne­rem Bezug zu Gott erfüllt sind, vom Papst gebro­chen wür­den, gäbe es Pro­ble­me. Ich sehe so etwas nicht. Barocke Folk­lo­re ist Papst Franc­si­cus halt fremd. Er kann sich von so etwas distan­zie­ren, wenn er dadurch authen­tisch bleibt. Das ist über­haupt kein Pro­blem.

    • So wie es aus­sieht, Hic est hodie, wird wohl letz­te­res zutref­fen… Nur so ver­ste­he ich, dass F. gar kei­ne Anstal­ten mehr macht, über­haupt Papst zu sein. Mit dem Rück­tritt Bene­dikts xvi. ist offen­bar das Papst­amt in sei­ner bis­he­ri­gen Form auf­ge­löst wor­den.

      Dahin­ter steht ein Dra­ma, das wir aber nicht wirk­lich ver­ste­hen kön­nen. Ich kann nur Gesten beob­ach­ten: Bxvi. lässt sich als Bruch­stück des „Fel­sens“ nun leben­dig im Vati­kan begra­ben — so als ob das der ein­zi­ge Weg gewe­sen wäre, das Papst­amt zu ret­ten. Eine Art Papst-Kata­kom­be.

      Anders kann ich mir das alles nicht erklä­ren. F. hat ja ganz offen­sicht­lich über­haupt nichts zu sagen. Alles macht nur noch „der Vati­kan“, wenn man die Nach­rich­ten ver­folgt. Das ein­zi­ge was F. machen darf, ist das Ver­brei­ten völ­lig leer­lau­fen­der „Pre­dig­ten“. Die blin­den Men­schen, denen es genügt, gewis­se sen­ti­men­ta­le Knöp­fe gedrückt zu bekom­men („Armut“, „Demut“), erken­nen das Dra­ma nicht, das sich hier vor unse­ren Augen abspielt. Sie set­zen auf eine völ­lig hoff­nungs­lo­se Per­son. So wie unser Bischof Robert — aber was will man von einem Hir­ten erwar­ten, der den Süh­ne­tod Chri­sti leug­net? Ich habe den star­ken Ein­druck, dass jetzt der Moment ist, nur noch auf den Herrn selbst zu set­zen. IHN, der von Maria emp­fan­gen und gebo­ren wur­de, in aller Erge­ben­heit und aller tie­fen Refle­xi­on (Maria ist der Gerech­te des Psalm 1, der Tag und Nacht über der Wei­sung mur­melt, sie beweg­te alles in ihrem Her­zen — intel­lek­tu­ell und ver­nünf­tig natür­lich, aber offen für alles, was Gott ihr sag­te)

      Wenn ich nicht fest glau­ben wür­de, dass Jesus nicht ein zwei­tes Mal geop­fert wer­den kann, könn­te ich ver­zwei­feln. So aber war­te ich, dass er kommt, wie Maria ihn damals erwar­tet hat. Sie hat ihn nicht zu Hau­se, son­dern außer­halb ihres Hau­ses, in der Fer­ne und doch an hei­li­gem Ort gebo­ren. Neh­men wir die Offen­ba­rung ernst, wird es wie­der so sein: Maria wird in die Wüste geführt wer­den mit den­je­ni­gen ihrer Kin­der, die an Jesus fest­hal­ten.

      • Ehe Sie die Häre­sie­keu­le gegen H.H. Zollitsch schwin­gen:

        1) Sind Sie Laie, ggf. Frau?
        2) Haben Sie even­tu­ell auch in Erwä­gung gezo­gen, dass der Ein­druck, H.H. Erz­bi­schof leh­ne den Sühn­tod Chri­sti ab, viel­leicht dadurch ent­stan­den sein könn­te, dass Sie die Aus­füh­run­gen des H.H. Erz­bi­schof nicht ver­stan­den haben? Schon der Hei­li­ge Tho­mas lehrt ja: Quid­quid reci­pi­tur, ad modum reci­pi­en­tis reci­pi­tur.

        • Ehe Sie irgend­wel­che ande­re Keu­len gegen mich schwin­gen und wie­der mal ver­su­chen, mich per­sön­lich anzu­ma­chen, hier etwas zum Nach­le­sen:

          https://www.katholisches.info/2009/05/05/suhnetod-christus-gestorben-mit-oder-fur-uns-katholische-laien-und-priester-pfeiffen-zollitsch-zuruck/

          Was soll übri­gens 1.)? Wol­len Sie etwa Frau­en und Lai­en dis­kri­mi­nie­ren — Mot­to: es zählt nicht, ob das Gesag­te wahr ist, son­dern es zählt, wer es sagt — „Anse­hen der Per­son“ — das zählt in der wah­ren Kir­che übri­gens nicht, da soll­ten Sie sich mal mit Jesus beschäf­ti­gen, back to the roots.

          Aber was soll man auch erwar­ten von jeman­dem, der fast immer an den Sachen vor­bei argu­men­tiert, weil er ein­fach nicht viel Kennt­nis hat?

          • Zum einen heißt es schon bei Pau­lus, dass die Frau in der Kirch demü­tig hören, aber nicht leh­ren soll, zum ande­ren: Zollitsch hat ledig­lich gesagt, dass Jesus kein Sün­den­bock war. So ein­fach ist die Süh­ne­theo­lo­gie der Kir­che auch nicht, dass ein­fach ein biss­chen gequält wird und Blut fließt, und schwups, ist der Vater ver­söhnt. Die­ses Miss­ver­ständ­nis ist den­noch ver­brei­tet und davon hat sich H.H. Erz­bi­schof distan­ziert. Übri­gens: Natür­lich hat ein Bischof eine theo­lo­gi­sche Qua­li­fi­ka­ti­on durch die Wei­hegna­de erhal­ten, die ein Laie nie haben wird. Daher zählt in der Kir­che selbst­re­dend nicht nur die Qua­li­tät des Argu­ments, son­dern auch die amt­li­che Befug­nis des Argu­men­tie­ren­den. Dass ein Bischof Recht hat in theo­lo­gi­cis, ist prin­zi­pi­ell eher anzu­neh­men als dies bei einem Lai­en anzu­neh­men,

          • Nicht auf­re­gen, lie­be zeit­schnur 😉 bringt nix, wie Sie schon sag­ten — am Besten igno­rie­ren … — Und die o.g. Fra­gen an Sie emp­fin­de ich aller­dings schon fast als unver­schämt. Er „argu­men­tiert“ nicht, son­dern sug­ge­riert, mani­pu­liert, „miß­ver­steht“, ver­dreht und lenkt geschickt vom The­ma ab, wenn’s all­zu „brenz­lig“ wird. Er pickt sich aus einer Argu­men­ta­ti­on gezielt ein­zel­ne Punk­te her­aus, wo er „auf der siche­ren Sei­te ist“ (oft genug aber nur ver­meint­lich), statt auf die gan­ze Argu­men­ta­ti­on ein­zu­ge­hen. Er ver­quickt raf­fi­niert ein Biß­chen Wah­res, Frag­men­te von Wahr­heit, Unwah­res und viel Halb­wah­res & Miß­ver­stan­de­nes mit ein­an­der; er beschränkt sich auf (oft unwe­sent­li­che) Détails — mit der gro­ßen Gefahr, so das Gan­ze aus dem Auge zu ver­lie­ren; rabu­li­sti­sche Rhe­to­rik, gleis­ne­ri­sches Blen­den mit Détailwissen, außer­we­sent­li­che Spitz­fin­de­lei­en, so kommt mir das jeden­falls vor. -
            Ich fin­de, daß Sie, lie­be zeit­schnur, wie auch die ande­ren Frau­en hier, die sich inten­si­ve Gedan­ken über alles machen, mit viel Scharf­sinn, Lei­den­schaft und Lie­be zur Wahr­heit & zu der einen Kir­che, nur in der besten Tra­di­ti­on einer hl. Kir­chen­leh­re­rin Hil­de­gard von Bin­gen oder einer hl. Katha­ri­na von Sie­na ste­hen. — Den Völ­ker­apo­stel her­zu­neh­men, um Ihnen gleich­sam … „den Mund zu ver­bie­ten“, ist schon … krass (mal sehr dezent for­mu­liert!). — Ich lese Ihre lan­gen, rich­tig schö­nen, aus­führ­li­chen und wohl­be­grün­de­ten Bei­trä­ge mit gro­ßem Inter­es­se und emp­fin­de sie als eine gro­ße Berei­che­rung für die­ses Forum, die mich immer zum wei­te­ren Nach­den­ken inspi­rie­ren! Sie beschrän­ken sich eben nicht dar­auf, nur immer ande­re in … bis­wei­len her­ab­las­sen­der Wei­se durch Her­aus­klau­ben ein­zel­ner Frag­men­te eines state­ments zu kri­ti­sie­ren und zu zens(ur)ieren, son­dern haben den Mut, durch aus­führ­li­che Dar­le­gung Ihres Gedan­ken­gangs zu argu­men­tie­ren — wodurch man aller­dings auch „angreifbar(er)“ wird; wes­halb man­che sich wohl genau davor scheu­en & sich auf das (meist nega­ti­ve) Zen­sie­ren ande­rer beschrän­ken …

          • PS: Dies aber nur mein ganz per­sön­li­cher Ein­druck.
            PPS: LG @ Medi­en­lieb­ling — whe­re are You?!?? 😉

          • PPPS: Ein Satz wie z.B. „Natür­lich hat ein Bischof eine theo­lo­gi­sche Qua­li­fi­ka­ti­on durch die Wei­hegna­de erhal­ten“, so undif­fe­ren­ziert, wie er da steht und in dem, was er aus­sa­gen will, ist selbst­ver­ständ­lich ziem­li­cher … Quatsch; ein Ver­weis auf sicher­lich dut­zen­de, wenn nicht hun­der­te häre­ti­sche Bischö­fe in der gesam­ten Kir­chen­ge­schich­te zeigt dies deut­lich.

          • Sie wer­den hof­fent­lich nicht die Leh­re der Kir­che vom ordent­li­chen Lehr­amt nicht ableh­nen. Natür­lich haben nach katho­li­scher Leh­re Bischö­fe einen theo­lo­gi­schen Kom­pe­tenz­vor­sprung. Sie leh­ren ja AMTLICH. Den hun­der­ten häre­ti­schen Bischofen steht ja auch gott­lob die sani­or par der zehn­tau­sen­den recht­gläu­bi­gen Bischö­fen gegen­über.

          • Dar­über lie­ße sich jetzt treff­lich strei­ten, wor­auf der beruht, in wie­fern qua Aus­bil­dung, in wie­fern qua Wei­he; durch die Wei­he wird mal sicher kein ‚Zusatz-Wis­sen‘ ver­mit­telt, was dann „durch die kon­se­kra­to­ri­schen Hän­de ins kon­se­krier­te Hirn strömt“, flap­sig gesagt; und: ‚Kom­pe­tenz‘ — was ist das genau? etc. pp., aber … hab grad ma kei­ne Lust dazu 😉

          • PS: Ich mein‘, sol­che ‚Ein­zel­fra­gen‘ brin­gen uns ja auch nicht wirk­lich wei­ter (so inter­es­sant sie durch­aus sind!), es geht aber doch egtl. um … wesent­lich mehr, denk ich .….

          • Offen­kun­dig wol­len Sie mei­nen Argu­men­ten kei­ne Gegen­ar­gu­men­te ent­ge­gen­set­zen (sol­che gäbe es). Statt­des­sen ver­le­gen Sie sich aufs Per­sön­li­che. Das neh­me ich hin und bedau­re es.

            Zu Ihrer Mono­the­is­mus­an­fra­ge: „Wenn Sie behaup­ten, dass Chri­sten, Juden und Mos­lems zum sel­ben Gott beten, wie ste­hen Sie dann zur Gott­heit Jesu Christi?
Beten also Juden und Mos­lem auch zu Jesus, wenn Ja, dann haben Sie recht. Aber mei­nes Wis­sens ist für die Mos­lem Jesus nur ein Pro­phet und steht nied­ri­ger als der Pro­phet Moham­med und die Juden haben Jesus nicht als Mes­si­as und Sohn Got­tes anerkannt.
Wie sehen Sie die Aus­sa­ge Jesu: „Nie­mand kommt zum Vater, denn durch Mich“ und „Ich und der Vater sind Eins“?
Wenn aller­dings Juden und Mos­lem die Gott­heit Jesu aner­ken­nen und IHN als den Erlö­ser und Hei­land anbe­ten, haben Sie Recht, mit der Aus­sa­ge, dass Chri­sten, Juden und Mos­lems zum glei­chen Gott beten. Nach­dem mir aber kein jüdi­scher oder mos­le­mi­scher Gläu­bi­ger bekannt ist, der Jesus Chri­stus als Gott und Mensch anbe­tet, ist Ihre Aus­sa­ge nicht rich­tig. Außer, Sie woll­ten sagen, dass Chri­sten, Juden und Mos­lem nur einen Gott anbe­ten… das wäre evtl. grob gese­hen noch tole­rier­bar.“

            Natür­lich beten alle drei Welt­re­li­gio­nen zu ein und dem­sel­ben Gott. Ich weiß nicht, inwie­fern dadurch die Gott­heit Jesu Chri­sti infra­ge­ge­stellt wür­de. Denn Juden und Mus­li­me beten selbst­re­dend dadurch, dass sie den einen Gott anbe­ten, auch die zwei­te Hypo­sta­se der Tri­ni­tät an. Wesen und Ver­wirk­li­chungs­wei­se kön­nen in Gott nach Tho­mas ja nicht getrennt wer­den (per­so­na signi­fi­cat rela­tio­nem ut sub­si­sten­tem in divina natu­ra), auch wenn sie das nicht wis­sen. Daher kön­nen sie ja auch zum Heil kom­men, wenn Gott sie begna­det. Die Unwis­sen­heit stört Gott da nicht – denn Gott ist grö­ßer, als das ihn ein Mensch begrei­fen könn­te. Das gilt für Chri­sten, Mus­li­me und Juden.
            Übri­gens, es hat schon mal jemand behaup­tet, die Juden bete­ten einen ande­ren Gott an als die Chri­sten: Mar­ki­on!

          • Quatsch, nich dafür 😀 — aber ist ja ’ne inter­es­san­te Fra­ge, ob man z.B. in Koran-Tex­ten ‚Allah‘ ste­hen las­sen oder mit ‚Gott‘ über­set­zen soll­te; werd mir ihren Kom­men­tar (oben, den län­ge­ren^^) mal in Ruhe durch­le­sen. LG, GW.

          • Ach, vie­len Dank, lie­ber GW! Das Vin­cen­ti­us-Gepo­ste ist anstren­gend aus den Grün­den, die Sie nen­nen. Das mit Pau­lus — Pau­lus hat­te kein Pro­blem mit Frau­en, die pro­phe­tisch reden, beten, auch in phi­lo­so­phi­scher Art (also vom Sti­le her eher „leh­rend“). Es ging ihm um das for­mel­le Apo­stel­amt. Und die Kir­che hat ja ihre Leh­re­rin­nen und Pro­phe­tin­nen bis in die jüng­sten Tage reich­lich aner­kannt und rezi­piert. Gro­ßes, leuch­ten­des Bei­spiel ist unse­re Mut­ter Maria, die Tag und Nacht nach­sann über Sei­ne Wei­sun­gen als der Gerech­te des Psalm 1! Es ist ihr Apo­sto­lat, dem ich fol­gen will, und dies hat die Kir­che immer bejaht und geför­dert. Und sie ist die Köni­gin der Apo­stel!
            Wenn ich ehr­lich sein soll — ein armer Kerl ist es, der es nötig hat, mir so zu kom­men…

            Sie ver­ste­hen mich wahr­schein­lich: ich lie­be die Kir­che, ich lie­be ihren Herrn und ich muss mich SEINEM Opfer hin­ge­ben mit allem, was ich an Talen­ten habe und alles ande­re ist zweit­ran­gig. Man möge mich sach­hal­tig kri­ti­sie­ren, wenn es not­wen­dig erscheint, aber mit Respekt, wie das auch in der säku­la­ren Welt üblich ist — so jeden­falls bin ich es von mei­nem eige­nen aka­de­mi­schen Weg her gewohnt.
            Am Ende muss ich mich vor IHM ver­ant­wor­ten. Nicht vor Vin­cen­ti­us und Co.

            Ja — Medi­en­lieb­ling, wo siend Sie?

          • Ja, ich versteh’s, auch den Ein­satz der Talen­te / Fähig­kei­ten letzt­lich ja für den, von dem sie kom­men; ist ja, denk ich, auch ein Gebot der Dank­bar­keit, sie in Sei­nem Sin­ne ein­zu­set­zen, zu ver­su­chen, das Beste dar­aus zu machen, nicht sie zu miß­brau­chen oder NUR ‚für sich selbst‘, nur für sowas wie Geld, ‚Macht‘, Anse­hen, die eige­ne Kar­rie­re und so ein­zu­set­zen. — Und es tut regel­recht weh, die Kir­che … in gro­ßen Tei­len in so einem Zustand wie in jener Visi­on der hl. Hil­de­gard zu sehen, mit „beschmut­zen Schu­hen und zer­ris­se­nem Kleid“, hohl, leer & unglaub­wür­dig gemacht von innen her­aus, und von außen ver­spot­tet, ange­fein­det und bekämpft wo’s nur geht … — da isses doch eine Pflicht, zu kämp­fen, (wenig­stens) zu ver­su­chen, sei­nen (wenn auch noch so klei­nen) Bei­trag zu lei­sten … wo’s nur geht …

          • Woll­te noch was zu die­sem blan­ken Haß sagen, über den Sie oben schrie­ben; das fällt mir auch auf (dies gilt jetzt nicht irgend­ei­nem der ‚Mit­strei­ter‘ hier, son­dern ich sag’s ganz all­ge­mein, auch nach dem Lesen vie­ler Arti­kel hier & anders­wo, Bericht­erstat­tung & Kom­men­ta­re in den msm etc.): es ist schon unheim­lich zu sehen, wie es nicht nur um eine ‚ratio­na­le‘, auf Argu­men­te gestütz­te Ableh­nung der Kir­che ‚in die­ser Zeit‘ geht, son­dern daß hier, zumin­dest teil­wei­se & unter der Ober­flä­che, auch ein regel­recht lei­den­schaft­li­cher, abgrund­tie­fer Haß auf die Kir­che und alles, was sie — zu allen Zei­ten — aus­ge­macht hat & aus­macht, eine Rol­le spielt; und nicht nur von außen, son­dern aus ihrem Innern her­aus — Selbst­ver­ach­tung, Selbst­haß; völ­lig über­zo­ge­ne Selbst­an­kla­ge ‚vor der Welt‘, sich selbst schlecht­ma­chen wo’s nur geht, auf kei­nen Fall auch mal über all das Gute reden, son­dern NUR Kri­tik, fast schon eine bereit­wil­li­ge Selbst­auf­lö­sung „in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam (‚der Welt‘ gegen­über)“; ich glau­be, das ist eine Situa­ti­on, wie sie — in die­ser Form — bis jetzt ein­ma­lig in der Kir­chen­ge­schich­te (und die­ses Kon­ti­nents) ist; die­se Geschich­te — mit allen Höhen und Tie­fen -, und die tra­di­tio der Kir­che, schei­nen ein­fach nur noch regel­recht ge- & ver­haßt zu sein, bei (all­zu) vie­len. Da fragt man sich doch, „cui bono?“ — ja, ich emp­fin­de das in die­sem (schon irra­tio­na­len) Aus­maß tat­säch­lich schon unheim­lich, teuf­lisch .….

          • ‚Gau­det Mater Eccle­sia‘ [BJXXIII] — (es ist noch viel zu früh [1], aber) heut ist Chri­sti Him­mel­fahrt (mal ganz unent­my­tho-logi­siert^^) — wün­sche allen[!]-[kann man doch auch als (gänz­lich unkon­se­krier­ter) Laie sagen, oder?]: Pax vobis omni­bus!
            ________
            [Anm. 1: meh­re­re Zent­ner diver­ser Vogel­sor­ten machen hier schon ’nen ohren­be­täu­ben­den Radau — allein, WAS ver­spre­chen sie sich davon? ner­ven die mit Absicht so ‚rum???…? die stür­zen mich noch in’ne tie­fe … Sinn­kri­se .…. 😀 😉 !]

      • Sie sagen es „Zeit­schnur“,
        es gibt nur die zwei Wege,
        den schma­len, beschwer­li­chen zum Licht in die Ewig­keit
        und den brei­ten, leich­ten in die Fin­ster­nis.
        Jeder muss sich ent­schei­den:
        für den Herrn und sei­ne aller­se­lig­ste Mut­ter
        oder für die Mäch­te der Fin­ster­nis und die Freun­de die­ser Welt.
        Dane­ben gibt es kei­ne Alter­na­ti­ve !

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