[3 Updates] Bischof Williamson besucht den „Widerstand“ in Deutschland

Bischof Richard Williamson
Bischof Richard Williamson

(Lon­don) Der wegen Unge­hor­sam aus der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. aus­ge­schlos­se­ne Weih­bi­schof Wil­liam­son will in den näch­sten Tagen Deutsch­land besu­chen. Er will Prie­ster und Lai­en der Pius­bru­der­schaft  tref­fen, um deren Spal­tung vor­an­zu­trei­ben. Geplant scheint unter ande­rem die Wei­he einer Kapel­le in einem klei­nen Klo­ster in Häu­sern. Ähn­lich wie bei den Kar­mel­schwe­stern von Bri­lon hat­te der ein­ge­setz­te Haus­spi­ri­tu­al die Tren­nung von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ein­ge­lei­tet, dies aber bereits vor Jah­ren, weil die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. den Sedis­va­kan­tis­mus ablehne.

williamsonBischof Wil­liam­son wird auch die Schwe­stern in Bri­lon Wald besu­chen, die sich vor kur­zem von der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. trenn­ten. Eine ande­re Sta­ti­on wird vor­aus­sicht­lich Wigratz­bad sein. Dort hat vor kur­zem ein Prie­ster im 25. Jahr sei­ner Wei­he eine sedis­va­kan­ti­sti­sche Gemein­de, ca. 50 Per­so­nen, über­nom­men. Zuvor betreu­te er für die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. Gläu­bi­ge in Über­lin­gen. In Kon­stanz grün­de­te er den Ver­ein Sankt Tho­mas von Aquin e. V., um auch dort Fuß zu fas­sen. Er ist seit Jah­ren mit dem Spi­ri­tu­al des Klo­sters in Häu­sern in engem Kon­takt und pre­digt dort den Schwe­stern regel­mä­ßig die Exer­zi­ti­en. Er ver­ließ schon ein­mal die Bru­der­schaft, kehr­te aber noch ein­mal zu ihr zurück. Seit eini­ger Zeit betet er in der Hei­li­gen Mes­se nicht mehr für den Papst, was von den Obe­ren und sei­nen Mit­brü­dern sehr kri­tisch gese­hen wurde.

Bischof Wil­liam­son wird zu einem Pri­vat­be­such [Update 24.4 8:25: 1. und 2. Mai] in [Update 25.4. 23:45 Ober-Ram­stadt  Brom­bach­tal] erwar­tet, wo er ein frisch ver­mähl­tes Ehe­paar besucht, das sich ursprüng­lich von ihm in einer Kapel­le der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. trau­en las­sen woll­te. Dies ver­bot der deut­sche Distrik­t­o­be­re der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., Pater Franz Schmid­ber­ger, wor­auf der Pri­or von Rhein­hau­sen das Paar ver­mähl­te. [Update 24.4 8:25: Aus dem pri­va­ten Tref­fen wird ver­sucht eine zwei­tä­ti­ge Tagung mit Vor­trä­gen und gemein­sa­men Spa­zier­gang mit Bischof Wil­liam­son zu orga­ni­sie­ren. Die Anmel­dun­gen schei­nen nicht so zahl­reich zu sein. Es wer­den bereits Fami­li­en ange­spro­chen die fest in der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ver­bun­den sind.]

Der Streit zwi­schen den Obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und dem Lager um Wil­liam­son eska­liert wei­ter. Eine Spal­tung oder Abtren­nung die­ser Grup­pe steht unmit­tel­bar bevor. Auf einer Hoch­zeit, die vor kur­zem statt­fand, kri­ti­sier­te ein deut­scher Pri­or offen den Gene­ral­obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft, Bischof Ber­nard Fel­lay als „Verä­ter“. Glei­ches wur­de bereits von einem Prie­ster wäh­rend der letzt­jäh­ri­gen Pfingst­wall­fahrt gesagt. Beob­ach­ter deu­ten dies auch als Droh­ku­lis­se, um den Obe­ren eine bestimm­teM­ei­nung auf­zu­zwin­gen, ohne selbst die Pius­bru­der­schaft ver­las­sen zu wollen.

Auf der erwähn­ten Hoch­zeit waren zahl­rei­che Prie­ster anwe­send, die bereits vor Jah­ren, weit vor den Gesprä­chen mit dem Vati­kan, die Prie­ster­bru­der­schaft ver­las­sen hat­ten und Prie­ster, die erst vor kur­zem die Bru­der­schaft ver­lie­ßen und offi­zi­ell den der­zei­ti­gen Kurs der Prie­ster­bru­der­schaft als „moder­ni­stisch“ brand­mar­ken. Eini­ge die­ser Prie­ster wand­ten sich nach dem Weg­gang zunächst erstaun­li­cher­wei­se dem Vati­kan näher­ste­hen­den Gemein­schaf­ten zu, ver­lie­ßen die­se aber wie­der schnell, um als „vagan­tes“ wei­ter zu suchen.

Lai­en, sie sich offen sedis­va­kan­ti­stisch posi­tio­nie­ren, erteilt der deut­sche Distrik­t­o­be­re Haus­ver­bot. Sie dür­fen in den kon­kre­te Fäl­len der­zeit noch die Sakra­men­te in den Kapel­len der Pius­bru­der­schaft emp­fan­gen, aber kei­ne Schrif­ten ver­tei­len und nicht zur Unru­he auf­sta­cheln. Sol­che Maß­nah­men sind nichts beson­de­res und wur­den von Distrik­t­o­be­ren seit der Grün­dung der Pius­bru­der­schaft immer wie­der verhängt.

Ein mit Haus­ver­bot beleg­ter Laie soll die Rei­se von Bischof Wil­liam­son mit­or­ga­ni­siert haben. Bischof Wil­liam­son wird mit der Rei­se offen­bar prü­fen, mit wie­viel und wel­cher Unter­stüt­zung er in Deutsch­land rech­nen kann.

Die mei­sten „Prie­ster im Wider­stand“ fie­len bereits seit Jah­ren wegen Unge­hor­sams und maß­lo­ser Kri­tik gegen­über Obe­ren auf. Ver­set­zun­gen und Zusam­men­set­zung von Prio­rats­ge­mein­schaf­ten waren häu­fig die Haupt­kri­tik­punk­te. Ob die „Wider­stand­sprie­ster“ sich einer Auto­ri­tät unter­stel­len oder ihre eige­nen Initia­ti­ven grün­den, bei denen sie sich selbst die ein­zi­ge Auto­ri­tät sind, bleibt abzuwarten.

Da sich die „theo­lo­gi­sche“ Begrün­dung des „Wider­stan­des“ auf dün­nem Eis bewegt und die Gesprä­che zwi­schen dem Vati­kan und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. falsch inter­pre­tiert zu wer­den schei­nen, sieht der der­zei­ti­ge Obe­re des deut­schen Distrikts, Pater Franz Schmid­ber­ger, den Kon­flikt eher auf per­sön­li­cher Ebe­ne: „Eigen­sinn, Recht­ha­be­rei, Bes­ser­wis­se­rei, Kri­tik­sucht, fal­sche Dia­lek­tik, Spott und Häme“, beschrieb er im Vor­wort des Mit­tei­lungs­blat­tes im April 2013 das Verhalten.

Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. erdul­det seit ihrer Grün­dung Angrif­fe auf die Obe­ren, einer­seits von pro­gres­si­sti­scher, auf der ande­ren von sedis­va­kan­ti­sti­scher Sei­te. Des­halb wer­den sei­tens der Prie­ster­bru­der­schaft regel­mä­ßig Arti­kel, wie Recht­mä­ßi­ger Unge­hor­sam gegen die Auto­ri­tät und Mgr. Lef­eb­v­re: Über die Ver­hand­lun­gen mit Rom veröffentlicht.

Bischof Wil­liam­son erwei­tert bereits seit Wochen in sei­nen regel­mä­ßig erschei­nen­den Elei­son-Kom­men­ta­re sei­ne Posi­ti­on Rich­tung Sediva­kan­tis­mus und beginnt sich von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re abzu­gren­zen. Ver­mut­lich ver­sucht er die von ihm gegrün­de­te St. Mar­cel Initia­ti­ve zum welt­wei­ten Zen­trum des Sedis­va­kan­tis­mus der Zukunft auszubauen.

Seit ihrer Grün­dung der Bru­der­schaft 1970 durch Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re ver­lie­ßen jedes Jahr zwei, drei Prie­ster je Distrikt die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., weil sie mit ihren Obe­ren unzu­frie­den waren, oder sie wur­den aus­ge­schlos­sen, weil sie sich wei­ger­ten, „dem recht­mä­ßi­gen Obe­ren den nöti­gen Respekt und Gehor­sam zu erweisen“.

Zur Pius­bru­der­schaft gehö­ren nach eige­nen Anga­ben von 2012 welt­weit 569 Prie­ster. Die Zahl der Gläu­bi­gen, die sich zu ihr ver­bun­den ist, soll nach Anga­ben von Kar­di­nal Darà­o Cas­tril­lón Hoyos von 2007 etwa 600.000 Per­so­nen umfas­sen, davon 100.000 in Frank­reich. Ande­re Quel­len nen­nen 150.000 Anhänger.

Blogs und Foren des „Wider­stan­des“ nen­nen der­zeit 22 Prie­ster, die welt­weit die­ser Rich­tung zuge­hö­rig sein sollen.

Bischof Wil­liam­son wur­de im Janu­ar vom Amts­ge­richt Regens­burg wegen Volks­ver­het­zung zu einer Geld­stra­fe von 1800 Euro ver­ur­teilt. Das Amts­ge­richt begrün­de­te die rela­tiv gerin­ge Geld­stra­fe damit, daß Wil­liam­son nach Ansicht des Gerichts der­zeit über kein Ein­kom­men ver­fü­ge. Gegen das Urteil leg­te Wil­liam­son Beru­fung ein.

[Update 17:06 Uhr: Der Besuch Wil­liam­son in Deutsch­land wird den Aus­söh­nungs­pro­zeß zwi­schen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und dem Vati­kan enorm erschwe­ren, wenn nicht sogar been­den, was ganz sicher sei­ne Absicht ist.

So schreibt er in sei­ner Kolum­ne vom 9. März „Tat­säch­lich brach­ten die freund­schaft­li­chen Kon­tak­te zwi­schen Rom und der Bru­der­schaft im Janu­ar 2009 einen sol­chen Pro­zeß in Gang. Nur ein gewis­ser Aus­bruch der schreck­lich­sten Häre­sie der Neu­zeit – des „Anti­se­mi­tis­mus“ – mit­ten aus der Bru­der­schaft lähm­te die­sen Pro­zeß. Doch ent­we­der ist eine katho­li­sche Ver­söh­nung mit dem Zwei­ten Vati­ka­num kein Pro­blem, oder aber die gött­li­che Vor­se­hung bewirk­te den erwähn­ten „Aus­bruch“, denn er ver­hin­der­te – wenig­stens für eine Wei­le – die fal­sche Ver­söh­nung.“ In dem am 9. Febru­ar ver­öf­fent­lich­ten Kolumm­ne schreibt er: „Und jede histo­ri­sche Wahr­heit basiert auf Bewei­sen, wovon die zuver­läs­sig­sten aus den mate­ri­el­len Über­re­sten der Ver­gan­gen­heit bestehen, weil sie prin­zi­pi­ell von mensch­li­chen Gefüh­len unab­hän­gig sind.“

Bischof Wil­liam­son war es nach sei­nen eige­nen Wor­ten egal, ob sei­ne Aus­sa­gen in Deutsch­land ver­brei­tet wer­den wür­den oder nicht, er ging sogar von einer Ver­öf­fent­li­chung sei­ner Wor­te aus, da er mit Hil­fe der Holo­caust­leug­nung ein ande­res Ziel ver­folg­te, näm­lich die Tor­pe­die­rung der Gesprä­che zwi­schen Rom und der Prie­ster­bru­der­schaft. Die­se Inten­ti­on dürf­te dem soge­nann­ten Dolus even­tua­lis ent­spre­chen, nach wel­chem der Täter den Tat­er­folg als Fol­ge sei­nes Han­delns ernst­haft für mög­lich hält und ihn zugleich bil­li­gend in Kauf nimmt und sich damit abfin­det. Anders aus­ge­drückt: Bischof Wil­liam­son hat eine Straf­tat bewußt als Pro­vo­ka­ti­on began­gen, um einen ande­ren Zweck, die Tor­pe­die­rung der der Gesprä­che zwi­schen Rom und der Bru­der­schaft zu erreichen.

Daß Bischof Wil­liam­son in die­sem Zusam­men­hang einer­seits auf die Offen­ba­rung gött­li­cher Wahr­hei­ten beruft, ande­rer­seits sein Han­deln als von der gött­li­chen Vor­se­hung inspi­riert ansieht, ist ein inter­es­san­ter Ein­blick über sei­nen Gei­stes­zu­stand.]

Text: Linus Schneider
Bild: Jens Falk

186 Kommentare

  1. Ich habe gedacht, für Holo­caust Leug­ner kön­ne ein Ein­rei­se­ver­bot ver­hängt wer­den; immer­hin leug­net Weih­bi­schof Wil­liam­son den Holo­caust nach wie vor…

    • Nas­sau­er, er hat dies aber in eng­li­scher Spra­che im schwe­di­schen Fern­se­hen getan. Daher kommt Volks­ver­het­zung hier­zu­lan­de nicht in Betracht. Außer­dem war es eher eine Teil­leug­nung als eine Kom­plett­leug­nung. Die Auf­er­ste­hung des Herrn hat er auch noch nicht geleug­net. Man soll­te ihm also eine Chan­ce geben.

  2. Vor mir liegt das Buch „Damit die Kir­che fort­be­stehe“, Unter­ti­tel „S.E. Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re der Ver­tei­di­ger des Glau­bens, der Kir­che und des Papst­tums“. Sein Brief an die künf­ti­gen Bischö­fe beginnt: (…) Lie­be Freun­de! Da der Stuhl Petri und die amt­li­chen Stel­len in Rom von anti­christ­li­chen Kräf­ten besetzt sind, schrei­tet die Zer­stö­rung der Herr­schaft Unse­res Herrn sogar inner­halb Sei­nes Mysti­schen Lei­bes auf Erden rasch vor­an, beson­ders durch die Zer­stö­rung der hei­li­gen Mes­se…“, S. 667. Damit kein fal­scher Ein­druck ent­steht , zitie­re ich einen ande­ren Halb­satz: „Ich beschwö­re Sie, dem Stuhl Petri und der römi­schen Kir­che, der „mater et magi­stra“ aller Kir­chen, fest ver­bun­den zu blei­ben, und zwar im inte­gra­len katho­li­schen Glau­ben…“ S. 668.
    Ich den­ke, die­se Zei­len zei­gen, unter wel­cher Span­nung die FSSPX steht, wel­che Grat­wan­de­rung sie zu voll­brin­gen hat.
    Umso bedau­er­li­che fin­de ich es, dass ein Kurs­wech­sel Rom gegen­über, den die Lei­tung vor­ge­nom­men hat, nicht nur nicht dis­ku­tiert wer­den darf, son­dern dass er gar nicht offi­zi­ell mit­ge­teilt wird. Den Kurs­wech­sel kann ich zusam­men­fas­sen: Erz­bi­schof Lef­eb­v­re war nicht bereit, mit dem ‚moder­ni­sti­schen Rom‘ ein prak­ti­sches Abkom­men abzu­schlie­ßen bei bestehen­den Dif­fe­ren­zen im Glauben.Nicht im letz­ten Abschnitt sei­nes Lebens!

    Die Fra­ge, wel­che Fol­gen eine Per­so­nal­prä­la­tur der FSSPX für die Gläu­bi­gen gehabt hät­te oder in Zukunft haben könn­te, gera­de auch im deut­schen Sprach­raum, wur­de bis­her mit kei­ner Sil­be gestellt. Ich kom­me aus der Mit­te der Kon­zils­kir­che, und ich kann nur sagen, das ist äußerst beunruhigend.
    Man muss kei­ne Anhän­ge­rin von Bischof Wiliam­son sein, um zu ver­ste­hen, dass die­se Situa­ti­on not­wen­dig zur Unru­he füh­ren muss.

    • Cup­pa, Sie wol­len es noch immer nicht wahr­ha­ben, dass die abge­schwäch­te Form einer Per­so­nal­prä­la­tur (eben­so die Prä­am­bel) erst im Schwan­ge war, als Bene­dikt bereits das Heft des Han­delns aus der Hand genom­men war. Hät­te es die­ses unsäg­li­che Inter­view von Wil­liam­son, indem er, wie er jetzt ganz unver­blümt zugibt, die Holo­cau­s­t­re­la­ti­vie­rung nur vor­ge­nom­men hat, um die Eini­gungs­be­mü­hun­gen zu tor­pe­die­ren, nicht gege­ben, wäre schon zu die­sem frü­hen Zeit­punkt eine Wie­der­ein­glie­de­rung der FFSPX in Form eines kuria­len Überr­schaungs­coups mög­lich gewe­sen. Alle Anzei­chen spre­chen dafür, dass eine Lösung für die gesam­te Tra­di­ti­on unter füh­ren­der Betei­li­gung der FSSPX dann — nach dem Vor­bild der rück­kehr­wil­li­gen Angli­ka­ner — ein eige­nes Per­so­nal­or­di­na­ri­at mit der Gewäh­rung von litu­gi­schen und kano­ni­schen Eigen­rech­ten gewe­sen wäre. Man hät­te damals noch genü­gend Zeit gehabt, sich unter dem Pon­ti­fi­kat Bene­dikts zu kon­so­li­die­ren und stün­de jetzt bestimm­ten Restau­ra­ti­ons­be­mü­hun­gen der Her­me­neu­ten des Bruchs nicht ein­fluss- und macht­los gegen­über. Aber genau das galt es zu ver­hin­dern. Und Wil­liam­son hat hier — womög­lich im Auf­trag vati­ka­ni­scher Krei­se und welt­li­cher Geheim­dien­ste — mit sei­nem ver­heu­chel­ten Inter­view gan­ze Arbeit für die Fein­de der Tra­di­ti­on gelei­stet. Man muss es sich auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen, bevor man es aus­spuckt, um sich nicht über­ge­ben zu müs­sen, in wel­chem Mass die­ser Mann nicht nur sei­ne Anhän­ger hin­ters Licht geführt hat (denn die Holo­cau­s­t­re­la­ti­vie­rung war für ihn ja nur Mit­tel zum Zweck), son­dern welch fun­da­men­ta­len Scha­den er der FSSPX, der gesam­ten Catho­li­ca und dem Pon­ti­fi­kat Ben­de­dikts berei­tet hat. Jeder Farb­beu­tel auf Kir­chen der FSSPX geht auf das Kon­to die­ses Man­nes. Wer an ihm immer noch als Ver­tei­di­ger der Tra­di­ti­on fest­hält, muss so naiv und leicht­gläu­big sein wie die Non­nen von Bri­lon. Die FSSPX tat gut dar­an, die­sen Maul­wurf aus ihren Rei­hen auszuschließen!

      • @hicesthodie:

        Sie soll­ten sich erst ein­mal über die Tat­sa­chen infor­mie­ren, ehe Sie zu sol­chen Din­gen äußern. Die Tat­sa­chen sind nun folgende:

        Das frag­li­che Inter­view fand eini­ge Mona­te VOR der päpst­li­chen Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­run­gen statt, es waren die schwe­di­schen Jour­nail­len, die um das Inter­view gebe­ten hat­ten, und in Sachen natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung spra­chen sie Bischof Wil­liam­son auf Aus­sa­gen an, die die­ser bereits vor Jah­ren geäu­ßert hat­te. Zu dem Zeit­punkt, als das Inter­view geführt wur­de, konn­te Bischof Wil­liam­son kaum etwas von der anste­hen­den Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­auf­he­bung wis­sen. Ihre Behaup­tung, Bischof Wil­liam­son habe mit dem Inter­view absicht­lich die Einin­gungs­be­mü­hun­gen tor­pe­diert, wird durch die­se Tat­sa­chen ad absur­dum geführt. Eben­so absurd ist Ihre Behaup­tung, Bischof Wil­liam­son hät­te eine bewuß­te Tor­pe­die­rung durch das Inter­view selbst zuge­ge­ben. Das konn­te er gar nicht ‑wie gezeigt- , und das sag­te er auch nicht. Lesen Sie künf­tig bit­te sorgfältig.

        Ihre Behaup­tung, Papst Bene­dikt XVI. habe zur Zeit der Prä­am­bel das Heft nicht mehr in der Hand gehabt, ist eben­so halt­lo­se Spe­ku­la­ti­on wie Ihre Behaup­tung, ohne die­ses Inter­view wäre die Pius­bru­der­schaft in die katho­li­sche Kir­che „wie­der­ein­ge­glie­dert“ wor­den. Schon die Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­run­gen sorg­te doch für eini­gen Wir­bel — bevor die schwe­di­schen Jour­nail­len das Inter­view mit Bischof Wil­liam­son veröffentlichten.

        Und wie man sich dazu ver­stei­gen kann, Bischof Wil­liam­son einen „Auf­trag vati­ka­ni­scher Krei­se und welt­li­cher Geheim­dien­ste“ zuzuschreiben …

        Wenn man schon unbe­dingt nach Geheim­tä­tig­kei­ten for­schen möch­te, wäre die Fra­ge weit­aus ange­brach­ter, was oder wer die schwe­di­schen Jour­nail­len dazu bewog, Bischof Wil­liam­son um jenes Inter­view zu bitten.

        Übri­gens: Wenn jemand ermor­det wird, geht das auf das Kon­to des Mör­ders. Und wenn Kir­chen der Pius­bru­der­schaft mit Farb­beu­teln bewor­fen wer­den, geht das auf das Kon­to der Farbbeutelwerfer.

        • Wer­ter See­feldt, hören Sie doch auf, den Empör­ten zu spie­len. Ich lese sorg­fäl­tig: „Nur ein gewis­ser Aus­bruch der schreck­lich­sten Häre­sie der Neu­zeit – des „Anti­se­mi­tis­mus“ – mit­ten aus der Bru­der­schaft lähm­te die­sen Pro­zeß.“ Wil­liam­son gibt es doch offen zu, dass er die­ses Holo­cau­s­t­re­la­ti­vie­rungs­in­ter­view bewusst gewährt und sel­bi­ges unter teuf­li­scher Kal­ku­la­ti­on der Fol­gen als Zeit­bom­be gegen die Aus­söh­nungs­be­mü­hun­gen mit Rom, von denen er natür­lich früh­zei­tig wuss­te, hin­ter­legt hat. Wer dann die­se Bom­be zün­de­te, drei­mal dür­fen Sie raten! Den Rest hat die media­le Empö­rungs­in­du­strie (deren sich bestimm­te kle­ri­ka­le Krei­se ja vor­züg­lich zu bedie­nen wis­sen, wenn es dar­um geht, ihre kir­chen­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen durch­zu­set­zen) und Frau Mer­kel mit ihrer unver­schämt anma­ßen­den öffent­li­chen Papst­ohr­fei­ge erle­digt. Damit waren im Grun­de die Plä­ne zur Errich­tung eines Per­so­nal­or­di­na­ria­tes für die Tra­di­ti­on nach dem Vor­bild der Angli­ka­ner geschei­tert. Das kön­nen Sie natür­lich als Spe­ku­la­ti­on zurück­wei­sen, dann müs­sen Sie mir aber erklä­ren, wes­halb ein Papst wie Bene­dikt einen erneu­ten, der­art umfas­sen­den und für ihn so heik­len Neu­start des Ver­söh­nungs­kur­ses unter­nahm, wenn am Ende nur die bereits geschei­ter­te Lösung von 1988 auf­ge­wärmt wer­den soll­te. Nein, das Wil­liam­son-Inter­view hat ursäch­lich zum Schei­tern des groß­zü­gi­gen bene­dik­ti­ni­schen Wie­der­ein­glie­de­rungs­kon­zep­tes für die Tra­di­ti­on und damit letzt­lich zum Schei­tern einer erfolg­rei­chen und so not­wen­di­gen Rela­ti­vie­rung des Kon­zils und der damit ein­her­ge­hen­den Kon­so­li­die­rung des Katho­li­schen bei­getra­gen. Was die Farb­beu­tel und die Schuld­fra­ge betrifft, so liegt hier ein „scan­dalum acti­vum indi­rec­tum“, zumin­dest aber ein „scan­dalum pus­il­lo­rum“ sei­tens des Bischofs vor.

          • Mit kei­ner Zei­le hat Bischof Wil­liam­son etwas davon gespro­chen, daß er „bewußt“ jenes Inter­view gewährt hätte.

            Zum Groß­teil ging es in die­sem Inter­view um reli­giö­se The­men, erst zum Schluß brach­ten die Jour­nail­len ‑eben nicht Bischof Wil­liam­son!- die Rede auf jenen Teil­aspekt des 2.Weltkrieges.

            Bischof Wil­liam­son konn­te zur Zeit des Inter­views gar nichts davon ahnen, daß die päpst­li­che Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­run­gen in eini­gen Mona­ten kom­men würde.

            Wäre es wirk­lich um die Tor­pe­die­rung der Eini­gung zwi­schen Rom und Eco­ne gegan­gen, wäre das Inter­view frü­her ver­öf­fent­licht wor­den — dann wäre es auch nicht zu der Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­er­klä­run­gen gekom­men, die eine zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für jene Eini­gungs­ge­sprä­che war. Das Inter­view wur­de aber erst NACH der Auf­he­bung jener Erklä­rung ver­öf­fent­lich, und damit wird auch der Zweck des Gan­zen klar: Es ging aus­schließ­lich dar­um, Papst, Kir­che, Bischof Wil­liam­son und die Pius­bru­der­schaft zu verteufeln.

            Die Eini­gung war Papst Bene­dikt ein Her­zens­an­lie­gen. So wie die­ser Papst die Annä­he­rung an die Ortho­do­xen such­te, so wie er jene Angli­ka­ner auf­nahm, so woll­te er auch die Pius­bru­der­schaft wie­der auf­neh­men können.

            Er — aber bei­lei­be nicht die gesam­te Kurie. In der Kurie kön­nen Sie DIE Ursa­che für das Schei­tern finden.

          • Noch­mals zur Ursa­che des Schei­terns: Der eigent­li­che Grund ist jene „Prä­am­bel“, die nicht ein­mal von dem Gene­ral­obe­ren der Pius­bru­der­schaft ange­nom­men wer­den konnte.

            Es bleibt ledig­lich zu fra­gen, war­um die Prä­am­bel als Bedin­gung vor­ge­legt wurde.

            Woll­te „Rom“ (nicht unbe­dingt der Papst!) damit bewußt eine Eini­gung unmög­lich machen, oder dach­ten die „Römer“, dem Gene­ral­obe­ren ein Schrift­stück auf­zwin­gen zu kön­nen, das der Pius­bru­der­schat jeg­li­chen theo­lo­gi­schen Boden ent­zo­gen und damit ihren siche­ren Unter­gang ein­ge­lei­tet hätte?

    • Das ist es.Und die­ses schö­ne und gross­ar­ti­ge ‚Buch ‘ Damit die Kir­che fort­be­stehe‘ ist seit eini­ger Zeit in den Schrif­ten­stän­den der Prio­ra­te und Kapel­len die­ser FSSPX kaum mehr aufzufinden.I n BASEL JEDENFALLS HABE ICH NIX mehr davon gesehen.Dafür aller­hand Zeugs,dass man auch in jedem „KONSERVATIFEN BUCHLADEN der sich noch katho­lisch nenn“ ZU FINDEN IST.Ende der Durchsage

  3. es ist wirk­lich unglaub­lich was im rech­ten rand der kir­che so abgeht!lauter spinner.das ist auch ein grund war­um die alte mes­se so schelcht ankommt.es ist weni­ger die mes­se an sich son­dern das umfeld,die gläu­bi­gen und der zank zwi­schen den ein­zel­nen gruppen.

    ich lei­be die alte mes­se aber das drum her­um-obwohl es sich bei der fssp eher um weni­ger schim­mes han­delt-beln­de ich ein­fach aus.ich las­se mich weder über­zeu­gen von war­nun­gen und komi­schen pri­va­tof­fen­ba­run­gen noch instrumentalisieren!

    ich fin­de es echt scha­de was im tra­di bereich so abgeht.das hat mit chri­sten­tum nur noch wenig zu tun!hier wird eine mes­se instru­men­ta­lie­si­ert und das ist verwerflich!
    aber es beru­higt mich zu sehen dass die tra­di­tio­na­li­sten nur eine klei­ne min­der­heit inner­halb der kir­che sind des­halb kann ich dar­über auch schmunzeln!

    • Ich hät­te auch kein Pro­blem damit, wenn Katho­li­ken ab und zu die alte Mes­se besu­chen, ich hat­te noch mei­ne Erst­kom­mu­ni­on in die­sem Ritus gefei­ert, aber ich habe Pro­ble­me damit, was die Tra­dis dar­aus machen und wel­che Leu­te die alte Mes­se besu­chen und wie das alles instru­men­ta­li­siert wird zu Het­ze und Hass.

    • Und auch eine oder meh­re­re Hoch­zei­ten. Ich ken­ne Paa­re, die ihre Eltern mit prie­ster­li­cher Assi­stenz von ihrer Hoch­zeit aus­lu­den, weil es den Eltern zuvor auf­ge­fal­len war, dass die klei­ne Braut in der Fami­lie des Bräu­ti­gams alles befeh­li­gen woll­te, zudem die Eltern mehr­fach nicht grüß­te, die Eltern des Soh­nes im eige­nen Haus laut­hals zurecht­wies und wei­te­re Unsäg­lich­kei­ten, rich­tig nach ’68-er Manier!!! Dar­aus wur­de eine Aus­la­dung der Eltern und eine Tra­di-Hoch­zeit mit der Assi­stenz eines oder meh­re­ren Prie­ster eines Tra­di-Ordens. Das jun­ge Paar sich unter gött­li­chem Segen wäh­nend lehnt jede Annä­he­rung der Eltern ab. Das alles mit Bezug­nah­me auf sein angeb­li­che allein hei­lig­ma­chen­de und über alles erha­be­ne Stel­lung in der Tra­di-Sze­ne. Es wand­te sich von den Eltern ab mit der Begrün­dung, die sei­en Sün­der und ange­sichts der Sün­de müs­se es so han­deln. Dar­über sagt St. Augu­stin: „Groß ist die Sün­de des Hoch­muts, und ist der Grund und der Ursprung aller Sünden.“

      • Hoch­mut kommt vor dem Fall! In den letz­ten Jah­ren konn­ten die Tra­dis unter den jun­gen Leu­ten ein paar Anhän­ger rekru­tie­ren, nach­dem es unter dem letz­ten Pon­ti­fi­kat plötz­lich „in“ war, tra­di­tio­na­li­stisch zu sein und alles, was mit dem Kon­zil zu tun hat­te, als vor­gest­rig erklärt wurde.

        Tra­di­tio­na­li­stisch galt plötz­lich als modern!

        • Ich den­ke auch, dass sich man­che mit Pro­fil­neu­ro­se die­sen kirch­li­chen Rand­grup­pen, die nach der Defi­ni­ti­on eines Wie­ner Theo­lo­gen und Psy­cho­lo­gen sogar sek­ten­haf­te Züge vor­wei­sen, ange­schlos­sen haben. Auf­fal­lend groß ist die Zahl der Neu­ka­the­ku­me­nen unter sol­chen „Gurus“. Es ist trau­rig zu sehen, wie die Spal­tung der deut­schen kath. Kir­che die Leu­te zum Spiel­ball von der Poli­tik, er Grup­pen und Sek­ten wer­den lässt. Da war ’68 sehr erfolg­reich. denn in Deutsch­land wir alles mili­tant gemacht.

    • Ent­schul­di­gung, das ist die Mes­se der einen, hei­li­gen, katho­li­schen und apo­sto­li­schen Kir­che — eigent­lich nicht­mal die ‚Mes­se von Tri­ent‘, denn auf die­sem Kon­zil wur­de sie nur, sozu­sa­gen, stan­dar­di­siert, ver­ein­heit­licht, und war da schon seit mehr als 1ooo Jah­ren DIE Mes­se, nee, ich wage zu sagen, da schon seit 15oo Jah­ren, in einer kon­ti­nu­ier­li­chen Ent­wick­lung! Das ist DIE Mes­se DER EINEN KIRCHE!!!

  4. Die Kri­ti­ker und Abweich­ler in der Pius­bru­der­schaft sind eine klei­ne und eigent­lich unbe­deu­ten­de Grup­pe, aber durch den Wir­bel, den sie ver­ur­sa­chen erzeu­gen sie bei man­chen eine Ver­un­si­che­rung, die der gerin­gen Zahl nicht gerecht wird.

    Vie­le von Ihnen erken­nen den Papst nicht als Papst an und sagen das­sel­be über den Vor­gän­ger Bene­dikt. Sie zei­gen somit kein kirch­li­ches Den­ken mehr und lösen sich auch von der Hal­tung von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re in der Fra­ge des Sedis­va­kan­tis­mus, des­sen Geist sie doch anson­sten heu­te in der Pius­bru­der­schaft so ver­ra­ten sehen und sich für des­sen wah­re Nach­fol­ger halten.

    Sie kön­nen außer ein paar ver­spreng­ten Prie­stern kei­ne flä­chen­decken­den Alter­na­ti­ve bie­ten und kein Prie­ster­se­mi­ni­ar. Sie sind zum Schei­tern ver­ur­teilt und lau­fen Gefahr als klei­ne Rand­grup­pe immer extre­mer und sek­tie­re­ri­scher zu werden.
    Sie ver­wen­den viel Ener­gie auf einen aus­sichts­lo­sen Kampf.

    Ich schät­ze die rela­ti­ve Aus­ge­wo­gen­heit der Pius­bru­der­schaft — die mir gera­de in die­sem Kampf klar wird — und deren kla­re Abgren­zung gegen­über Sedis­va­kan­ti­sten. Selbst­ver­ständ­lich ist nicht alles per­fekt in der Pius­bru­der­schaft, da auch sie aus erb­sünd­lich bela­ste­ten Men­schen mit Feh­lern besteht, aber unter allen Ange­bo­ten in der kath. Tra­di­ti­on bie­tet sie mir das beste Bild und die klüg­ste Hal­tung und Aus­rich­tung in der Kirchenkrise.

    Die Petrus­bru­der­schaft auf der ande­ren Sei­te der Kri­ti­kere z.B. kri­ti­siert die kras­sen Miß­stün­de in der kath. Kir­che kaum und geht vie­le fau­le Kom­pro­mis­se ein (die neue Mes­se wird zu wenig kri­ti­siert). Kri­tik ist aber ange­sichts der Lage eine Pflicht der Lie­be (selbst­ver­ständ­lich immer freund­lich und sachlich).

    • Sehr rich­tig, nur bit­te auch die Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten gerecht bewer­ten… Sie sind momen­tan in einem kir­chen­recht­li­chen Schwe­be­zu­stand. Ihr Sta­tus soll­te, so gehe ich stark davon aus, gemein­sam mit der FSSPX geklärt wer­den. Dazu ist es Dank die­ses Man­nes da oben nicht gekom­men. Anstatt nun über sie die Nase zu rümp­fen, soll­te man das Gute aner­ken­nen, dass sie viel­fach still im Ver­bor­ge­nen lei­sten und die Zusam­men­ar­beit mit ihnen suchen und sie im brü­der­li­chen Gespräch vor Ver­ein­nah­mun­gen von fal­scher Sei­te zu schüt­zen suchen. Denn dass die Her­me­neu­ti­ker des Bruchs mit Eifer dar­an arbei­ten, die Eccle­sia Dei Gemein­schaf­ten von Innen her­aus zu zer­stö­ren, des­sen bedarf es kei­ner Phan­ta­sie. Zusam­men­ar­beit mit allen Kräf­ten der wah­ren Catho­li­ca, dar­um soll­ten sich die Mit­glie­der der FSSPX jetzt bemü­hen, damit die zar­ten Knos­pen des bene­dik­ti­ni­schen Früh­lings den Eises­hauch des zurück­keh­ren­den Win­ters über­ste­hen und — gebe es Gott — irgend­wann für die gesam­te Kir­che Früch­te tragen.

  5. Es über­rascht schon längst nicht mehr, wie unsach­lich und bös­ar­tig über Geg­ner des Gene­ral­obe­ren geschrie­ben wird. Statt Sach­aus­sa­gen böse per­sön­li­che Her­ab­set­zun­gen — war­um wohl?

    Was nun den hier ange­spro­che­nen Gei­stes­zu­stand von Bischof Wil­liam­son betrifft: Bischof Wil­liam­son ist bei glas­kla­rem Ver­stan­de und hoch­in­tel­li­gent, intel­li­gen­ter jeden­falls als sei­ne Feinde.

    • Ich fin­de nur Sach­aus­sa­gen! Ich kann sehr vie­les selbst bezeu­gen. Ich ken­ne die ein­zel­nen Ver­hal­tens­wei­sen eben­so, wie die sedis­va­kan­ti­sti­sche Ten­den­zen der betei­lig­ten Prie­ster. Eine Her­ab­set­zung ist nicht zu fin­den, außer natür­lich man hat Pro­ble­me mit Tat­sa­chen und Wahrheit.

      • „Ich fin­de nur Sach­aus­sa­gen“ — soso.

        Na denn:

        *
        „Eine Spal­tung oder Abtren­nung die­ser Grup­pe steht unmit­tel­bar bevor“

        Das ist kei­ne Sach­aus­sa­ge, son­dern eine Vermutung.

        *
        „Beob­ach­ter deu­ten dies auch als Droh­ku­lis­se, um den Obe­ren eine bestimm­teM­ei­nung auf­zu­zwin­gen, ohne selbst die Pius­bru­der­schaft ver­las­sen zu wollen.“

        Auch das ist kei­ne Sach­aus­sa­ge, son­dern Unsinn. Wie soll dem Obe­ren eine Mei­nung auf­ge­zwun­gen werden?

        *
        “ Bischof Wil­liam­son wird mit der Rei­se offen­bar prü­fen, mit wie­viel und wel­cher Unter­stüt­zung er in Deutsch­land rech­nen kann.“

        Auch das ist kei­ne Sach­aus­sa­ge, son­dern blo­ße Spekulation.

        *
        „Die mei­sten „Prie­ster im Wider­stand“ fie­len bereits seit Jah­ren wegen Unge­hor­sams und maß­lo­ser Kri­tik gegen­über Obe­ren auf.“

        „Da sich die „theo­lo­gi­sche“ Begrün­dung des „Wider­stan­des“ auf dün­nem Eis bewegt“

        Das sind eben­falls kei­ne Sach­aus­sa­gen, son­dern bloß Wer­tun­gen, aus­ge­spro­chen zwei­fel­haf­te obendrein.

        *
        „sieht der der­zei­ti­ge Obe­re des deut­schen Distrikts, Pater Franz Schmid­ber­ger, den Kon­flikt eher auf per­sön­li­cher Ebe­ne: „Eigen­sinn, Recht­ha­be­rei, Bes­ser­wis­se­rei, Kri­tik­sucht, fal­sche Dia­lek­tik, Spott und Häme“

        Immer wie­der das­sel­be. Irgend­wo scheint da ein Sprung in der Plat­te zu sein. Sach­ge­halt: 0, Wahr­heits­ge­halt: eben­falls 0.

        *
        „Bischof Wil­liam­son erwei­tert bereits seit Wochen in sei­nen regel­mä­ßig erschei­nen­den Elei­son-Kom­men­ta­re sei­ne Posi­ti­on Rich­tung Sediva­kan­tis­mus und beginnt sich von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re abzugrenzen.“

        Gleich zwei Lügen in einem Satz. Bischof Wil­liam­son ist weder Sedis­va­kan­tist noch grenzt er sich von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ab, viel­mehr hält er dem Erz­bi­schof und des­sen Kurs die Treue, im Gegen­satz zum Generaloberen.

        *
        “ ist ein inter­es­san­ter Ein­blick über sei­nen Geisteszustand“

        Das ist nun eine bös­ar­ti­ge Belei­di­gung, abso­lut unzu­tref­fend oben­drein. Bei die­ser Gele­gen­heit sei an die Berg­pre­digt erin­nert, an das, was Chri­stus über jene sagt, die ande­re als Nar­ren beschimpfen.

        Und das sol­len dann „nur Sach­aus­sa­gen“ sein .

    • Da hier soviel von Pius­brü­dern die Rede ist, die die Bru­der­schaft ver­lie­ßen, aber über­haupt nicht von Pius­brü­dern, die aus der Bru­der­schaft aus­ge­sto­ßen wurden:

      Gibt es Sta­ti­sti­ken, wie­vie­le Pius­brü­der in den letz­ten Jah­ren aus­tra­ten und wie­vie­le aus­ge­sto­ßen wur­den? Wäre doch mal interessant …

      • Ich bin dabei. Wann und wo erstel­len wir die Statistik?

        Das inter­es­san­te dabei wird sein: den offi­zi­el­len Grund, den ange­ge­be­nen Grund der „Wider­ständ­ler“ und ihr heu­ti­ges tun aufzuzeigen.

        Die Sta­ti­stik wür­de im wesent­li­chen den Arti­kel bestä­ti­gen: Egal wel­cher Inhalt, es geht bei den mei­sten „Wider­ständ­lern“ um das per­sön­li­che Pro­blem der Auto­ri­täts­an­er­ken­nung, theo­lo­gi­sche Fra­gen wur­den eis­dünn vorgetragen.

        Fast alle Prie­ster die gegan­gen sind, oder aus­ge­schlos­sen wur­den sind mal da und dort gewe­sen, über­all das glei­che Pro­ble­me mit Autorität.

        Die Geschich­te wie­der­holt sich nur.

        • Die Sta­ti­stik kann nur erstel­len, wer die Daten dazu hat.

          Die theo­lo­gi­schen Grün­de der „Wider­ständ­ler“ sind kei­nes­wegs „dünn“, son­dern ent­spre­chen denen Erz­bi­schof Lefebvres.

          Zur For­mu­lie­rung „eis­dünn“: In Grön­land und der Ant­ark­tis ist das Eis meh­re­re Kilo­me­ter dick …

          Ihre Behaup­tung über das „Da- und Dort­sein“ der gegan­ge­nen oder aus­ge­schlos­se­nen Pius­brü­der ist auch wie­der ein­mal nur lee­res Stroh.

          In den letz­ten Mona­ten habe ich immer nur von Aus­sto­ßun­gen, aber nichts von Aus­trit­ten aus der Pius­bru­der­schaft gele­sen. In obi­gem Arti­kel wird aber aus­schließ­lich von Aus­ge­tre­te­nen geschrie­ben. Da wäre es schon inter­es­sant, wie sich das mit den Aus­trit­ten (?) und Aus­sto­ßun­gen wirk­lich verhält.

          • „Die theo­lo­gi­schen Grün­de der „Wider­ständ­ler“ sind kei­nes­wegs „dünn“, son­dern ent­spre­chen denen Erz­bi­schof Lef­eb­v­res.“ Nein! Ganz sicher nicht.

          • Wenn ich Erz­bi­schof Lef­eb­v­res Schrif­ten lese und bei­spiels­wei­se Schrif­ten von Bischof Wil­liam­son, kom­me ich nicht an der Fest­stel­lung vor­bei, daß die Schrif­ten von Erz­bi­schof und Bischof ein­an­der entsprechen.

            Ganz im Gegen­satz dazu bei­spiels­wei­se die „Dok­tri­nel­le Erklä­rung“, mit der der Gene­ral­obe­re am 11.VI.2012 nach Rom in der Hoff­nung rei­ste, mit ihr sich mit den Römern eini­gen zu kön­nen, von der er selbst öffent­lich sag­te, „sie kann mit dun­kel getön­ter oder mit rosa­ro­ter Bril­le gele­sen wer­den.“ So etwas hät­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re nie­mals los­ge­las­sen, so etwas steht in kras­sem Wider­spruch zu Leben und Werk des Erzbischofs.

            Man kann dem der­zei­ti­gen Gene­ral­obe­ren ja eini­ges vor­wer­fen, eines aber nicht: gänz­li­che Ler­nun­fä­hig­keit. Gera­de sei­ne „Dok­tri­nel­le Erklä­rung“ und sei­ne Beschrei­bung die­ser zei­gen, daß er durch­aus ler­nen kann — in die­sem Fal­le von Rom, von der kon­zi­lia­ren und nach­kon­zi­lia­ren Mehr­deu­tig­keit sei­ner Aus­sa­gen und Schrif­ten. Der Gerad­li­nig­keit Erz­bi­schof Lef­eb­v­res ent­spricht das frei­lich keineswegs.

  6. Und nun wird es bri­sant: Ober-Ram­stadt gilt als Hoch­burg der „Rosa Tra­di­ti­on“. Ich habe imme mehr die Erkennt­nis, daß wah­re Sedis­va­kan­ti­sten, die sich irgend einen „for­ma­len“ Anlaß suchen, eine Gele­gen­heit nut­zen wol­len, sich mit der FSSPX zu divi­die­ren. Und dann kommt natür­lich der Ver­dacht, daß es sich bei man­chen Sedis­va­kan­ti­sten um mora­lisch pro­ble­ma­ti­scher Wei­se ver­hal­ten, bes­ser gesagt, gegen die mora­li­sche Ord­nung der Kir­che aller Zei­ten sich syste­ma­tisch auflehnen.
    Es hilft nicht dort, ver­su­chen zu ver­söh­nen, wenn man syste­ma­tisch die Spal­tung sucht. Ich pro­phe­zeie Msrg. Wil­liam­son eine ähn­li­che Zukunft wie den „Palma­ri­ta­nern“. Ich fra­ge mich ernst­haft, war­um Wil­liam­son das macht, statt mit S. E. Fel­lay das Gespräch zu suchen, und eine recon­cil­lia­tio anzu­stre­ben, gera­de nach den letz­ten Äuße­run­gen im Rund­brief Nr. 30, der letzt­lich genau in der Linie von S. E. Tis­sier de Mal­lerais befin­det und nun wirk­lich die Tra­di­ti­on von Erz­bi­schof Mar­cel Lefebrve fortführt.
    Viel­leicht soll­te S. E. Fel­lay die Metho­de „Rat­ti“ benut­zen, ihn in Deutsch­land abfan­gen und zur Rede stel­len, viel­leicht in Hat­ters­heim oder Neu­stadt. Solan­ge es kein Gespräch gibt, gibt es kei­ne Ver­söh­nung. Ich weiß, daß man S. E. Fel­lay 2006 des­halb im Amt bestä­tigt wur­de, um die Gesprä­che mit Rom zu einem guten Ende zu füh­ren. Die­ses ist offen miß­lun­gen, die Schuld hat das hin­ter­häl­ti­ge Ver­hal­ten von Papst und Kurie in Rom.
    Aber: Wenn inner­halb der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. die Ein­heit zer­bricht, wie kann man dann eine Ein­heit mit Rom erwar­ten. Das wird nicht gelin­gen. S. E. Fel­lay soll­te eine letz­te Gele­gen­heit benut­zen, die FSSPX zu einen. Nur wenn es nichts mehr geht, soll­te man Wil­liam­son und sei­ne Leu­te zie­hen las­sen. Vor­her aber nicht!
    Aber Ober-Ram­stadt?! Wie steht denn der Orts­pfar­rer dazu, wie Kar­di­nal Leh­mann? Die hät­te ich ger­ne mal gehört. Roma, Roma, con­ver­te­re ad DOMINUM DEUM TUUM!

    • Anschei­nend lesen Sie die Elei­son-Kom­men­ta­re von Bischof Wil­liam­son nicht. Das soll­ten Sie aber, wenn Sie über ihn schrei­ben wol­len, denn dabei erfah­ren Sie, was Bischof Wil­liam­son denkt und was er beab­sich­tigt (er ist gera­de und auf­rich­tig, im Gegen­satz zum der­zei­ti­gen Generaloberen).

      Zunächst könn­ten Sie dort fest­stel­len, daß Bischof Wil­liam­son kein Sedis­va­kan­tist ist, und Sie könn­ten außer­dem fest­stel­len, daß er sich immer noch der Prie­ster­bru­der­schaft ver­bun­den fühlt — nicht aber dem Gene­ral­obe­ren, vor dem er unlängst warn­te, daß er wie die „Römer“ denkt (belegt natür­lich, und zwar mit jener „Dok­tri­nel­len Erklä­rung“, zu der der Gene­ral­obe­re öffent­lich bekann­te, sie kön­ne „mit dun­kel getön­ter oder mit rosa­ro­ter Bril­le gele­sen wer­den“, und mit der er am 11.VI.2006 die Eini­gung mit Rom erhoff­te. Bischof Wil­liam­son warnt sei­ne „Kame­ra­den“, gemeint sind alle Prie­ster der Bru­der­schaft, vor dem Gene­ral­obe­ren, vor des­sen „Denk­wei­se des Feindes“.

      Bischof Wil­liam­son soll­te zurück in die Prie­ster­bru­der­schaft, unbe­dingt ja, aber unter einem Gene­ral­obe­ren Fel­lay ist das für mich unvor­stell­bar — sowohl sei­tens des Gene­ral­obe­ren als auch sei­tens Bischof Williamson.

    • Sehr geehr­ter Herr Rhein, ich fürch­te, sie haben die Ant­wort schon vor­weg­ge­ge­ben: wer den Anlass sucht, sich von der FSSPX zu schei­den, der wird ihn nut­zen, Gesprä­che hin oder her. Die Unein­sich­tig­keit der Anhän­ger von Wil­liam­son ist offen­sicht­lich. Die­se Leu­te haben mitt­ler­wei­le bemerkt, dass sie die FSSPX als Gan­zes nicht in ihre sedis­va­kan­ti­sti­sche Rich­tung pres­sen kön­nen, also wol­len sie sie ver­las­sen und bei ihrem Ver­las­sen mög­lichst viel ver­brann­te Erde erzeu­gen. Allein dar­an erkennt man, wes­sen Werk sie tun. Die Tra­di­ti­on, die Wahr­heit des Glau­bens, das Werk Lef­eb­v­res ist ihnen pie­pe­gal. Mag sein, dass der eine oder ande­re aus wirk­lich tie­fer Sor­ge um den Glau­ben den Spal­tern zuneigt. Mit die­sen muss man reden. Aber anson­sten dient die kon­se­quen­te Tren­nung mehr der Ein­heit der FSSPX als die fort­wäh­ren­de Über­tün­chung die­ses Ris­ses. Da kann die Kon­zils­kir­che durch­aus als Lehr­ob­jekt die­nen. Deren jahr­zehn­te­lan­ges Bestre­ben, die Ein­heit zwi­schen den Lagern zu wah­ren, hat regel­mä­ssig den pro­vo­kant und medi­en­wirk­sam auf­tre­ten­den Her­me­neu­ten des Bruchs genützt und die bewah­ren­den Kräf­te ins Hin­ter­tref­fen gera­ten lassen.

      • Da Bischof Wil­liam­son kein Sedis­va­kan­tist ist, kann er auch nicht die Pius­bru­der­schaft in „sei­ne“ sedis­va­kan­ti­sti­sche Rich­tung pressen.

        Und wer Bischof Wil­liam­son unter­stellt, das Werk des Erz­bi­schofs sei ihm „pie­pe­gel“, ist ent­we­der ein tota­ler Igno­rant oder ein skru­pel­lo­ser Verleumder.

        Keh­ren Sie doch end­lich ein­mal zu den Tat­sa­chen zurück, hicesthodie!
        Und wenn Sie sich über Bischof Wil­liam­son infor­mie­ren wol­len, lesen Sie sei­ne Elei­son-Kom­men­ta­re — aber bit­te sorgfältig!

        • Rich­tig!!! Jeder soll­te die Kom­men­ta­re lesen, unbe­dingt! Herr See­feldt tat es sicher nicht! Jeden­falls sind ihm die Kom­men­ta­re, wo Wil­liam­son Lef­eb­v­re kri­ti­siert und sich von ihm abwen­det und die Kom­men­ta­re die sedis­va­kan­ti­stisch sind nicht bekannt.

          • Weder kri­ti­siert Bischof Wil­liam­son Erz­bi­schof Lef­eb­v­re noch wen­det er sich von dem Erz­bi­schof ab, und Sedis­va­kan­tis­mus ver­tritt Bischof Wil­liam­son eben­falls nicht.

            Mir ist nur ein ein­zi­ger Wider­spruch Bischof Wil­liam­sons gegen­über dem Erz­bi­schof bekannt: die Beur­tei­lung eines Buches, das der Erz­bi­schof für nicht gut hielt, Bischof Wil­liam­son aber für gut hält. Die­ser EINE Mei­nungs­un­ter­schied über EIN Buch ist aber weder Kri­tik an noch Abwen­dung von dem Erzbischof.

            Wer ande­rer Mei­nung ist, kann das ja mal ver­su­chen, hier zu bewei­sen, die Elei­son-Kom­men­ta­re sind frei zugäng­lich. Also zur Sache bit­te, kein lee­res Stroh dreschen!

  7. Das tücki­sche an der Sedis­va­kanz ist ja, dass sie schlei­chend kommt. Mit jedem Papst der Nach­kon­zils­zeit tritt ein neu­er Aspekt der Sedis­va­kanz in den Vor­der­grund und viel­leicht ein ande­rer Aspekt ein wenig in den Hin­ter­grund. Trend­mä­ßig läuft es aber auf eine Räu­mung des Stuh­les Petri über meh­re­re Pon­ti­fi­ka­te hin­aus. Wenn ein Papst wie Franz ganz offen zugibt, nicht mehr Papst sein zu wol­len, dürf­ten wir in die­sem Pro­zess schon recht weit gekom­men sein.

    • Lie­ber Arrow, ich den­ke der Hl. Vater möch­te durch­aus Papst sein. Er beweist dies durch sein Han­deln ein­deu­tig, so hat er schon kurz nach der Wahl offen­bar im Allein­gang die ersten Bischö­fe ernannt. Ausser­dem hat er ja gera­de vor dem ersten Segen am Tag der Wahl den „Bischof von Rom“ als Vor­ste­her der Kir­che bezeich­net. Über Füh­rungs­qua­li­tä­ten ist von ihm die Aus­sa­ge bekannt, er betrach­te es als Zei­chen von man­geln­der Auto­ri­tät, wenn man immer und über­all beto­nen müs­se, das man der Chef sei.
      Per­sön­lich schätz ich den Hl. Vater als weit­aus auto­ri­tä­rer ein als Papst Bene­dikt, der sich doch recht häu­fig auch vor gro­ssen Ent­schei­dun­gen zurück­schreck­te, und kann abge­se­hen sei­ner absicht­lich „demü­ti­gen“ (ob man jetzt das gut fin­det oder nicht) Wort­wahl kei­nen Hin­weis dar­auf fin­den, er wol­le nicht Papst sein.

    • Sehr rich­tig. Der Sedis­va­kan­tis­mus ist aber ganz gewiß der fal­sche Weg. Er führt nur in eine Sack­gas­se wie das Bei­spiel von Palmar de Troya zeigt. Ange­sichts des „Bischofs von Rom“ Fran­zis­kus. kann man sich schon fra­gen, ob der Stuhl Petri nicht doch de fac­to schon halb vakant ist. Die­se Wei­ge­rung sich als Papst zu sehen,
      zeigt eine Ten­denz die­ses „Petrus­amt“ wie es die Pro­gres­si­sten so ger­ne rela­ti­vie­rend nen­nen, immer mehr auf einen Vor­sitz in einem kol­lek­ti­ven Gre­mi­um von Kar­di­nä­len und Bischö­fen zu redu­zie­ren. Viel­leicht mit dem Zie­le das Papst­tum eines Tages durch einen öku­me­ni­sches Tri­um­vi­rat zu erset­zen. Die­se Gedan­ken schwirr­ten schon zu Zei­ten des fürch­ter­li­chen Paul VI. durch man­che Köp­fe. Was Wil­liam­son betrifft tut die FSSPX gut dar­an ihn rest­los kalt zustel­len. Man muß sei­ne gei­sti­ge Gesund­heit ernst­haft anzweifeln.

      • Was Bischof Wil­liam­son betrifft, täte die Prie­ster­bru­der­schaft sehr gut dar­an, ihn wie­der­auf­zu­neh­men — nicht umsonst weih­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ihn zum Bischof.

        Was Sie, „Reichs­rö­mer“, betrifft, täten Sie gut dar­an, sich mit Äuße­run­gen über die gei­sti­ge Gesund­heit ande­rer Men­schen zurück­zu­hal­ten, ins­be­son­de­re über Men­schen, die Sie per­sön­lich gar nicht näher ken­nen. Viel­leicht schau­en Sie sich ein­mal die Berg­pre­digt an …

  8. @ Boden­haf­tung behalten
    Wer hat jetzt Wir­bel ver­ur­sacht? Linus Schnei­der hat die­sen Arti­kel geschrie­ben, nie­mand vom „Wider­stand.“ Bischof Wil­liam­son möch­te wei­ter wir­ken, es besteht eine Nach­fra­ge. Leben wir schon in einer Gesinnungsdiktatur?
    Ich ken­ne ihn nicht, ich bin aber sicher. Lit­ur­gie­miss­bräu­che, die in der Kon­zils­kir­che kein Bischof ahn­det, wird es bei ihm nicht geben…

    • Komi­sche Ant­wort. Den Wir­bel ver­ur­sacht nicht der Autor, son­dern jene über die berich­tet wird. Fra­ge mich, ob sie ernst­haft mei­nen der Bericht hat etwas mit Gesin­nungs­dik­ta­tur zu tun. Übri­gens wer­den Sie auch bei den Petrus­brü­dern kein Lit­ur­gie­miss­brauch erle­ben. Aber sicher ein paar Abwei­chun­gen vom katho­li­schen Glau­ben, soll­te dort, wei gefor­dert, das 2. V. Kon­zil ohne wenn und aber akzep­tiert werden.

      • Cup­pa ant­wor­te­te nicht, son­dern stell­te Fra­gen, und zwar sehr gute und sehr berech­tig­te Fragen.

        Und den Wir­bel ver­ur­sacht der, der so Böses über Anders­den­ken­de schreibt.

          • Bischof Wil­liam­sons Elei­son-Kom­men­ta­re sind sach­lich und intel­li­gent — die unvor­ein­ge­nom­me­ne Lek­tü­re die­ser Kom­men­ta­re lohnt sich.

  9. War­um die Auf­re­gung? Ich den­ke der Bischof wur­de aus der Pius­bru­der­schaft aus­ge­schlos­sen und kann doch jetzt hin­rei­sen und besu­chen wen er will.

    Also wenn sei­ne Anwe­sen­heit in Deutsch­land soviel aus­lö­sen soll, dann scheint die Pius­bru­der­schaft offen­sicht­lich selbst nicht zu wis­sen was sie will?!

    Wir haben ja kei­ne ande­ren Pro­ble­me, oder viel­leicht doch (Rela­ti­vis­mus, Abtrei­bung, Handkommunion,…)?

    • Ich lese nichts von Aus­lö­sun­gen im Zusam­men­hang mit dem Besuch in Deutsch­land. Wie kom­men Sie zur Annah­me, dass die Prie­ster­bru­der­schaft nicht weiß was sie will?

      Nichts von dem kann dem Arti­kel ent­nom­men werden.

      • „Er will Prie­ster und Lai­en der Pius­bru­der­schaft tref­fen, um deren Spal­tung voranzutreiben.“

        „Der Streit zwi­schen den Obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und dem Lager um Wil­liam­son eska­liert weiter.“

        „Auf einer Hoch­zeit, die vor kur­zem statt­fand, kri­ti­sier­te ein deut­scher Pri­or offen den Gene­ral­obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft, Bischof Ber­nard Fel­lay als „Verä­ter“.“

        Also sol­che Äuße­run­gen kamen für mich schon so rüber, dass die Pius­bru­der­schaft in Deutsch­land wohl befürch­tet ein Besuch von Bischof Wil­liam­son könn­te Ver­wir­rung, Zustim­mung oder Spal­tung in Prie­ster­schaft und Gläu­bi­ge brin­gen. Wenn aber die Pius­bru­der­schaft einig und fest wäre, dann wür­de im obe­ren Text doch nichts von „eska­liert wei­ter“ etc. ste­hen, oder?

        Nun denn, wie auch immer, wir wer­den sehen was kommt. Bis dahin kön­nen wir ja auch um Got­tes Füh­rung und Erbar­men für Prie­ster und Gläu­bi­ge der Bru­der­schaft beten…

        Einen geseg­ne­ten Abend noch in die Runde.

      • ach ja, noch kurz der vollständigkeitshalber:
        „Der Besuch Wil­liam­son in Deutsch­land wird den Aus­söh­nungs­pro­zeß zwi­schen der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. und dem Vati­kan enorm erschwe­ren, wenn nicht sogar been­den, was ganz sicher sei­ne Absicht ist.“

        Viel­leicht wol­len Sie ver­su­chen mir zu erklä­ren wie die­ser Satz zu ver­ste­hen ist — wenn die Pius­bru­der­schaft doch eigent­lich einig ist.

        • Gern! Dies ist sicher in Zusam­men­hang zu sehen mit: „Bischof Wil­liam­son war es nach sei­nen eige­nen Wor­ten egal, ob sei­ne Aus­sa­gen in Deutsch­land ver­brei­tet wer­den wür­den oder nicht, er ging sogar von einer Ver­öf­fent­li­chung sei­ner Wor­te aus, da er mit Hil­fe der Holo­caust­leug­nung ein ande­res Ziel ver­folg­te, näm­lich die Tor­pe­die­rung der Gesprä­che zwi­schen Rom und der Priesterbruderschaft.“

          Sei­ne Rei­se durch Deutsch­land wird eine Medi­en­het­ze gegen die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. zur Fol­ge haben. Das pro­vo­ziert er, das möch­te er.

          • Ok, aber „Medi­en­het­ze“ als Fol­ge muss doch nicht die Gesprächs­be­reit­schaft der Pius­bru­der­schaft zu Rom beeinflussen.
            Und anders­rum: wenn Rom nur auf­grund von Medi­en­het­ze hin­sicht­lich eines aus­ge­schlos­se­nen Bischofs die Schot­ten dich macht — dann wür­de dies doch nur zei­gen dass die Ver­ant­wort­li­chen in Rom nicht gera­de ver­läss­lich sind, oder?

            Mit ande­ren Wor­ten: Wenn es der Pius­bru­der­schaft nur um die Medi­en­het­ze geht, dann könn­te sie mei­ner Ansicht nach eigent­lich recht ent­spannt bzgl. eines Besuchs von Bischof Willam­son in Deutsch­land sein.

            Soll­te sie aber befürch­ten, dass es in ihren Rei­hen mehr Zustim­mung zu Bischof Wil­liam­son gibt als ihr lieb ist, dann ver­ste­he ich die im obi­gen Text ange­deu­te­te Auf­re­gung im deut­schen Distrikt („Aus­söh­nungs­pro­zess… erschwe­ren“, „Spal­tung voranzutreiben“, …).

            Ihre Argu­men­te über­zeu­gen mich nicht. Neh­men Sie es bit­te nicht persönlich.

            Bis die Tage und gute Nacht.

          • Ent­schul­di­gung, aber ihre Argu­men­te über­zeu­gen mich eben­so­we­nig. Es ist doch offen­sicht­lich, dass es Willam­son um Pro­vo­ka­ti­on zu tun ist, die­se scha­det in jedem Fal­le der FSSPX, wird sie doch imm öffent­li­chen Raum Dank des unver­ant­wort­li­chen Heu­che­l­in­ter­views die­ses Man­nes stets und stän­dig mit Rechts­ra­di­ka­lis­mus in Ver­bin­dung gebracht. Die Gläu­bi­gen vor Ort müs­sen dann auf ihrem Rücken aus­tra­gen, was die­ser Mann mit sei­nen Pro­vo­ka­tio­nen ohne Not heraufbeschwört.

          • Gut, viel­leicht ist der Besuch eine Pro­vo­ka­ti­on. Und viel­leicht nicht.

            Es gibt wichtigeres.

            Und die Gläu­bi­gen der Pius­bru­der­schaft haben sicher­lich schon ganz ande­res aus­ge­stan­den als einen mög­li­chen Besuch die­ses aus­ge­schlos­se­nen Bischofs.

  10. @umilitateusw

    Ja, ja sol­che Schau­er­ge­schich­ten ken­ne ich auch, frei­lich in der voll­stän­di­gen Ver­si­on, wo es das Braut­paar im Vor­feld schon hef­tig mit ver­kon­ku­bi­nier­ten Ange­hö­ri­gIn­nen, bi-oder tri­ga­mi­sti­schen Eltern, durch­ge­knall­ten Lai­en­funk­tio­nä­rIn­nen aus der Moder­ni­stIn­nen­ver­wand­schaft zu tun hat­te, die unbe­dingt irgend­wel­che gut­men­schi­gen Well­ness­ele­men­te in die ehr­wür­di­ge Lit­ur­gie ein­bau­en wol­len („damit alles hübsch gerecht zugeht und wir auch unse­ren Senf dazu­ge­ben können“).

    Ja, die­se bösen Braut­paa­re, die noch von der tra­di­tio­nel­len Vor­stel­lung aus­ge­hen, daß Mann und Frau allein ( d.h. ohne die dazu­ge­hö­ri­gen Eltern­paa­re) ein Fleisch wer­den und daß die die Ehe zwi­schen Mann und Frau ein Sakra­ment ist, nicht aber das natür­li­che Kinds- oder Elternverhältnis.

    Auch heu­te trifft man immer wie­der auf neu­ro­ti­sche Alte, die aus höchst irra­tio­na­len Moti­ven ihre Kin­der ein­fach nicht los­las­sen kön­nen — ob in eine ordent­li­che Ehe oder gar in den geist­li­chen Stand (oh, da wird plötz­lich die eif­rig­ste Kom­mu­ni­on­hel­fe­rIn zur Hyä­ne). Wenn Leu­te der aber­wit­zi­gen Auf­fas­sung sind, daß ihre Kin­der lebens­lang ihr Pri­vat­ei­gen­tum sind, kommt es zu über kurz oder lang zu unschö­nen Szenen.

    Im schlimm­sten Fall wer­den Beru­fun­gen zer­stört, Ehen zer­schred­dert bzw. vor­sätz­lich vereitelt.

    Das hat mit Tra­di­ti­on nichts zu tun, wohl aber mit mensch­li­cher Niedertracht.

  11. Zum Update 17.06 Uhr: Das ver­ste­he, wer will. Seit wann kann jemand, der aus­ge­schlos­sen ist, einen Aus­söh­nungs­vor­gang erschwe­ren oder verhindern?
    Eine sol­che Dämo­ni­sie­rung wirkt nur noch trau­rig-lächer­lich. Schlim­mer noch: völ­lig irre­al. Lang­sam wird mir das unheim­lich. Das Kli­ma ist völ­lig vergiftet.
    Und dann schon wie­der die­ser fast sinn­li­che, ich muss mich so aus­drücken, Drang nach der Aus­söh­nung. Wie eine Lei­den­schaft, die nicht erhört wird, und das gan­ze Sin­nen und Trach­ten ausfüllt.
    Rom ver­wei­gert sich, und jetzt liegt’s am aus­ge­schlos­se­nen Bf. Wil­liam­son, dass es nicht zur Hoch­zeit kommt…

    • Man kann eigent­lich nicht sagen, daß Rom sich ver­wei­gert habe. Es woll­te durch­aus eine Eini­gung — aber eine Eini­gung nach eige­nen Vorstellungen.

      „Das Kli­ma ist völ­lig ver­gif­tet“ — eine abso­lut zutref­fen­de Beob­ach­tung! Das Gift geht aller­dings von jenen aus, die ande­re Mei­nun­gen ver­teu­feln, Anders­den­ken­de aus der Prie­ster­bru­der­schaft aus­schlie­ßen oder anders­den­ken­de Fori­sten beschimp­fen und beleidigen.

  12. Ich den­ke, Katho­li­ken soll­ten auf­hö­ren, ein­an­der „Sedis­va­kan­tis­mus“, „Semi-Kon­ser­va­ti­vis­mus“ usw. vor­zu­wer­fen oder ande­re ober­fläch­li­chen (Tot)schlagwörter zur Ideo­lo­gie­bil­dung zu missbrauchen.

    Dahin­ter ste­hen Sach­fra­gen, und die soll­ten gelöst und dis­ku­tiert werden.
    Nur so wird die Kir­che eins blei­ben. Bestimm­te Fra­gen, die vom Lehr­amt noch nicht beant­wor­tet sind, soll­ten auch unter Katho­li­ken offen dis­ku­tiert wer­den kön­nen und dür­fen, zumal in einem sol­chen Wirr­war im Hin­blick auf die Auto­ri­tä­ten, den wir heu­te erleben.

    Da sind doch nicht die Gläu­bi­gen oder die ein­zel­nen Geist­li­chen in ihrer Gewis­sens­not schul­dig, wenn sie nach trag­fä­hi­gen Ant­wor­ten suchen, son­dern frag­wür­di­ge Auto­ri­täts­per­so­nen selbst!
    War­um lässt man in der Prie­ster­bru­der­schaft hier nicht eine freie Mei­nungs­bil­dung zu? 

    • Wer als Bischof was von „angeb­li­chen Ver­bre­chen des Drit­ten Rei­ches“ faselt, im Rah­men des Holo­caust was von „den gefühl­ten Bedürf­nis­sen einer Reli­gi­on“ redet, den Holo­caust mit Ver­wei­sen auf „mate­ri­el­le Über­re­sten der Ver­gan­gen­heit“ leug­net, „weil sie prin­zi­pi­ell von mensch­li­chen Gefüh­len unab­hän­gig sind“, und das gan­ze noch mit Johan­nes 18,37, „Ich bin dazu gebo­ren und dazu in die Welt gekom­men, daß ich Zeug­nis gebe für die Wahr­heit“ gar­niert, der ist ein anti­sem­ti­scher Rechtsradikaler.

      Ja, und er begeht eine Straf­tat nach dem Straf­ge­setz­buch, da braucht man nichts zu dämo­ni­sie­ren, das erle­digt Weih­bi­schof Wil­liam­son selber.

      • Nas­sau­er, mir scheint, Sie nei­gen zu Über­trei­bun­gen. Wenn jemand von angeb­li­chen Ver­bre­chen eines Mör­ders spricht, sagt er ja noch nicht, dass die­ser kein Mör­der sei. Ich den­ke Wil­liam­son geht es bei die­sem The­ma dar­um, die Dog­ma­ti­sie­rung der Geschich­te und das damit ver­bun­de­ne Pha­ri­sä­er­tum zu zer­schmet­tern. Es ist sehr zum Scha­den unse­rer See­len, wenn wir uns beharr­lich ein­re­den bes­se­re Leu­te zu sein als die damals. Es wür­de mich nicht über­ra­schen, wenn die Mensch­heit heu­te noch tie­fer im Sün­den­pfuhl steck­te als vor 70 Jahren.

      • Ich nei­ge mit­nich­ten zu Übertreibungen.

        Fest steht, dass Weih­bi­schof Wil­liam­son anzwei­felt, dass es im Drit­ten Reich Ver­bre­chen gege­ben hat, fest steht, dass er nach wie vor der Ansicht ist, dass auf­grund der mate­ri­el­le Über­re­sten der Ver­gan­gen­heit unmög­lich meh­re­re Mil­lio­nen Juden umge­bracht wor­den sein kön­nen. Das kön­nen Sie alles in sei­nen im Inter­net für jeder­mann ein­seh­ba­ren Kom­men­ta­ren nachlesen.

        Und in kei­nem sei­ner Kom­men­ta­re lese ich die von Ihnen Weih­bi­schof Wil­liam­son unter­stell­te Inten­ti­on. Anders aus­ge­drückt: ich über­trei­be nicht, Sie ver­harm­lo­sen den Ver­such die­ses Man­nes, uns alle in eine rechts­ex­tre­me Ecke zu drän­geln. Sein Inter­view mit der rechts­ex­tre­men Postil­le Zuerst! habe ich übri­gens auch nicht vergessen.

        Und dage­gen weh­re ich mich, weil ich in die­sem Zusam­men­hang mit Herrn Dr. Barth einer Mei­nung bin: die katho­li­sche Tra­di­ti­on hat nichts, rein gar nichts mit irgend­wel­chem rechts­ex­tre­men Gedan­ken­gut gemeinsam.

        • Erstens: Nicht alle Revi­sio­ni­sten sind Rechts­ex­tre­mi­sten oder Anti­se­mi­ten, wie man an S.E. sieht.
          Zwei­tens ist es falsch, wenn Sie ihm eine Kom­plett­leug­nung vorwerfen.
          Drit­tens erfährt man etwas mehr über sei­ne gei­sti­gen Moti­ve gegen eine Geschichts­dog­ma­ti­sie­rung zu kämp­fen, in sei­nen youtube-Auftritten.
          Vier­tens hat er immer noch nicht die Auf­er­ste­hung des Herrn geleugnet.

        • Wie man bei Weih­bi­schof Wil­liam­son sehen kann, kann ein Revi­so­nist ein Rechts­ex­tre­mist sein (sicher, es gibt auch links­ex­tre­mi­sti­sche Revi­sio­ni­sten, die Sta­lin ganz toll finden).

          Weih­bi­schof Wil­liam­son ist aller­dings ein ganz übler Rechts­ex­tre­mist, und wis­sen Sie war­um? Weil er sein geist­li­ches Amt dazu miss­braucht, sein rechts­ex­tre­mes Gedan­ken­gut zu verbreiten.

          Dar­über hin­aus wer­fe ich ihm sehr wohl eine Kom­plett­leu­gung vor, und zwar zu Recht, oder kön­nen Sie mir erklä­ren, war­um er von den „angeb­li­chen Ver­bre­chen des Drit­ten Rei­ches“ spricht? Hat es nach sei­ner Ansicht mög­li­cher­wei­se gar kei­ne Ver­bre­chen gege­ben? Waren also die Prie­ster, die ìn Dach­au ein­ge­sperrt wur­den, nach sei­ner Ansicht mög­li­cher­wei­se sel­ber schuld?

          Ja, die­ser Mann leug­net kom­plett den Holo­caust, bei der Dis­kus­si­on um die Höhe der Todeop­fer geht es ihm näm­lich nicht um die histo­ri­sche Wahr­heit, son­dern um die alte anti­se­mi­ti­sche Lei­er, dass die Juden an unse­rem Elend Schuld sind; dies­mal, und das ist die argu­men­ta­ti­ve Varia­ti­on, nicht durch eine Welt­ver­schwö­rung, son­dern durch das Pochen auf den Holocaust.

          Das ist ein klas­si­sches rechts­ex­tre­mes, anti­se­mi­ti­sches Argu­men­ta­ti­ons­mu­ster, das bei jedem Lan­des­par­tei­tag der NPD zu Applaus füh­ren wür­de. Wenn Sie das bestrei­ten, dann kann ich Ihnen lei­der nicht weiterhelfen…

          • Nas­saur, nichts von dem, was Sie schrei­ben, ist rich­tig. Sie behaup­ten ledig­lich irgend­wel­che Vor­wür­fe des Anti­se­mi­tis­mus und des Rechts­ex­tre­mis­mus ohne dass man bei Wil­liam­son auch nur im ent­fern­te­sten ras­si­sti­sche Argu­men­ta­ti­ons­mu­ster erkennt! Wil­liam­sons Kern­satz ist: Histo­ri­cal truth goes by evi­dence not by emo­ti­on. Wenn das rechts­ra­di­ka­les Gedan­ken­gut ist, hof­fe ich, dass Sie und ich auch Rechts­ra­di­ka­le sind! Andern­falls wären wir bei­de verrückt!

          • Ich habe Weih­bi­schof Wil­liam­son zitiert, was Sie, genau so wenig wie See­feldt, übri­gens so gut wie nie tun. Glau­ben Sie im Ernst, dass mir das nicht auf­fällt? Glau­ben Sie, dass mir nicht auf­fällt, dass Sie mir auf mei­ne Fra­gen kei­ne Ant­wort geben, Arrow?

            Gut, ich gebe Ihnen ger­ne noch mal eine Chance:

            Kön­nen Sie mir erklä­ren, war­um Weih­bi­schof Wil­liam­son von den „angeb­li­chen Ver­bre­chen des Drit­ten Rei­ches“ spricht? Hat es nach sei­ner Ansicht mög­li­cher­wei­se gar kei­ne Ver­bre­chen gege­ben? Waren also die Prie­ster, die ìn Dach­au ein­ge­sperrt wur­den, nach sei­ner Ansicht mög­li­cher­wei­se sel­ber schuld?

          • Nas­sau­er, dar­auf hat­te ich schon geant­wor­tet. Nach Sei­ner Exzel­lenz Ansicht gibt es eben tat­säch­li­che und (!) angeb­li­che Ver­bre­chen des Drit­ten Rei­ches. Das ist eine ganz nor­ma­le Mei­nung und hat mit Rechts­ex­tre­mis­mus nichts zu tun. Sol­sche­nitzin geht von 70 Mio. Gulag­to­ten aus. Ande­re For­scher von 25 Mio. Für die­se ande­ren For­scher sind also 45 Mio. Tote angeb­li­che Opfer. Bit­te benut­zen Sie den Vor­wurf des Rechts­ra­di­ka­lis­mus vorsichtiger!

          • Noch etwas Nas­saur, auf pi-news wur­de heu­te berich­tet, dass das Erz­bis­tum Mün­chen sich von jedem Geden­ken an den Arme­nier­ge­no­zid distan­ziert. Ist das nicht sehr revi­sio­ni­stisch vom Erzbistum?

          • Um ein­mal etwas iro­nisch zu werden:

            Jene über eine Mil­li­on ermor­de­ten Arme­ni­er waren eben nur Arme­ni­er, und jene über 6 Mil­lio­nen Ukrai­ner, die Sta­lin wäh­rend des eini­ge Mona­te dau­ern­den Holo­do­mor umbrin­gen ließ, waren eben nur Ukrai­ner — des­we­gen ist die Leug­nung ihrer Ermor­dung auch kein Revi­sio­nis­mus. So ein­fach ist das!

            * Iro­nie aus *

        • Dan­ke Nas­sau­er, für die­se Klar­stel­lung! Die­ser Mann hat mit sei­nen fahr­läs­si­gen Äusse­run­gen, ins­be­son­de­re mit sei­nem Heu­chel-Inter­view, bei dem er nach eige­nen Wor­ten bewusst und eis­kalt berech­nend die Rela­ti­vie­rung des Holo­caust ledig­lich als Mit­tel ein­setz­te, um die Eini­gungs­be­mü­hun­gen zu hin­ter­trei­ben, das Nega­tiv­image der FSSPX und die inne­ren Unru­hen her­auf­be­schwo­ren. Jeder tra­di­tio­nell Gläu­bi­ge, jeder Prie­ster vor Ort, muss sich dadurch gefal­len las­sen, in die rech­te Ecke gestellt zu wer­den und ist bestän­dig in der pein­vol­len Lage, sich ob sei­nes Glau­bens recht­fer­ti­gen zu müs­sen. So han­delt kein Bischof, so han­delt einer, der in den Schaf­stall ein­ge­bro­chen ist, um die Her­de zu zerstreuen.

    • „War­um lässt man in der Prie­ster­bru­der­schaft hier nicht eine freie Mei­nungs­bil­dung zu? “

      Das wäre drin­gend nötig. Denn über­all, wo Denk­ver­bo­te erlas­sen wer­den, kommt zwangs­wei­se Erstar­rung und damit der Nie­der­gang. Denn nur frei­es Den­ken ermög­licht frei­en Gedan­ken­aus­tausch und damit auch Erkenntniserweiterung.

    • Da stim­me ich ganz mit Ihnen über­ein: Auch wenn ich per­sön­lich die Ansich­ten der Pisub­ru­der­schaft nicht tei­le sind es kei­nes­wegs dum­me Ansich­ten, ihre Kri­tik die sie an der Kir­che anbrin­gen oft sogar fun­dier­ter als die Kri­tik der Geg­ner der Pius­bru­der­schaft. Ich den­ke aber dass es hier nicht ein­fach um freie Mei­nungs­bil­dung geht son­dern um die Fra­ge, inwie­weit die Tex­te die­ses Pasto­ral­kon­zils als unfehl­bar wahr ange­nom­men wer­den müs­sen, und in wie weit eine „Ver­schlim­bes­se­rung“ der Hl. Mes­se kri­tik­los gebil­ligt wer­den muss.

      • Das Pasto­ral­kon­zil nann­te sich eben „Pasto­ral­kon­zil“ und bean­spruch­te nie, irgend­wel­che dog­ma­ti­sche, unfehl­ba­re Aus­sa­gen zu tref­fen. Die­se Unfehl­bar­keit wird erst nach dem Kon­zil von eini­gen Pro­gres­si­sten beansprucht.

  13. Ich muss dif­fe­ren­zier­ter auf das „ver­gif­te­te Kli­ma“ ein­ge­hen, denn ich sehe hier eine wirk­li­che Gefahr. Mit Sicher­heit war ich auf der Hoch­zeit nicht zuge­gen, ich weiß garan­tiert nicht, wel­cher Pri­or den Gen­ral­obe­ren als „Ver­rä­ter“ bezeich­net hat.
    Ich hal­te aber fest: Die Äuße­rung ist im pri­va­ten Kreis gefal­len. Und das ist sehr wich­tig. Denn dann han­delt es sich um Denun­zia­ti­on, so etwas an Obe­re zu mel­den. Prie­ster sind doch kei­ne Auto­ma­ten, Gläu­bi­ge auch nicht. Und sie kön­nen mit Sor­ge, ja, auch mit Angst, die­se Eini­gungs­ver­hand­lun­gen beglei­ten. Und auch mit­ein­an­der dar­über im ver­trau­ten Kreis sprechen.
    Eine völ­lig ande­re Situa­ti­on wäre es, wenn die­ser Pri­or öffent­lich vor allen Gläu­bi­gen oder vor einem unbe­tei­lig­ten Kreis von Gläu­bi­gen in die­ser Form spre­chen wür­de, Gläu­bi­ge auf­wie­geln wür­de. Er dürf­te es sei­nem Obe­ren gegen­über nicht und auch nicht den Gäu­bi­gen gegen­über, die er beun­ru­hi­gen, auf­re­gen, ver­un­si­chern wür­de. Er wür­de als Seel­sor­ger unver­ant­wort­lich han­deln. So etwas kann man den Obe­ren mel­den, dar­auf besteht ein Recht. Doch das ist kei­nes­falls gesche­hen, wie ich es hier lese.
    Doch es besteht kein Recht, aus Gesprä­chen im klei­nen Kreis etwas her­aus­zu­tra­gen und an die Obe­ren zu mel­den. Der­je­ni­ge, der das getan hat, hät­te dem Pri­or direkt wider­spre­chen sol­len, anstatt ihn bei den Obe­ren anzuschwärzen.
    So etwas zer­stört das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen den Patres und den Gläu­bi­gen. Immer, auch in der vor­kon­zi­lia­ren Kir­che, haben Prie­ster im klei­nen Kreis mit Gläu­bi­gen ver­trau­lich gespro­chen, z.B. kri­tisch über ihren Bischof. Ich erin­ne­re mich an mein Elternhaus…
    Ich habe eige­ne Erfah­run­gen mit Prie­stern in der Kon­zils­kir­che. Die sehr wohl zu unter­schei­den wuss­ten, was kann im klei­nen Kreis gesagt wer­den, und was in der Gemein­de. So viel mensch­li­che Rei­fe, so viel Kom­pe­tenz als Seel­sor­ger, soll­te man einem Pri­or zugestehen.
    Wenn man schon fürch­ten muss, aus pri­va­ten Gesprä­chen wird etwas her­aus­ge­tra­gen, dann ent­steht ein Kli­ma des Misstrauens.

  14. Fort­set­zung:
    Das wür­de gera­de noch feh­len: Patres ant­wor­ten in pri­va­ten Gesprä­chen, auf pri­va­te Fra­gen, nur noch wie „Gehor­sams­pa­pa­gei­en“, die plap­pern, was die Obe­ren ihnen sagen, egal, wie sie wirk­lich den­ken. Sie müs­sen nicht alles sagen, was sie den­ken, dar­auf habe ich als Gläu­bi­ge auch kein Recht, das ist zu respek­tie­ren. Aber nicht, wenn in einem Kli­ma des Miss­trau­ens, der Furcht, ein offe­nes Gespräch von vorn­her­ein nicht mehr mög­lich ist.
    Eine Hor­ror­vor­stel­lung, die erwach­se­nen Men­schen nicht wür­dig ist.

    • Das ist, offen gesagt, barer Unsinn was Sie behaup­ten, cup­pa. Wenn ein Pri­or auf einer Hoch­zeit das Wort ergreift, dann selbst­ver­ständ­lich in sei­ner Funk­ti­on als Pri­or und Mit­glied der Bru­der­schaft, und wohl kaum als Pri­vat­per­son. Und wenn dann die­ser Pri­or bei einer sol­chen Ver­an­stal­tung, bei der Gläu­bi­ge zuge­gen sind, sei­nen Gefüh­len und Gedan­ken frei­en Lauf lässt, ist dies sicher­lich mensch­lich nach­voll­zieh­bar, irgend­wann muss der Pri­or auch mal Dampf ablas­sen, aber dies ist den­noch nicht in Ordnung.

      Denn eine Hoch­zeit ist zwar eine pri­va­te Ver­an­stal­tung, die jedoch öffent­lich­keits­wirk­sam ist.

      Das gilt auch übri­gens für jeden nor­ma­len Arbeit­neh­mer. Man kann nicht auf einer Hoch­zeits­fei­er das Wort ergrei­fen und die eige­ne Fir­ma bzw. die Vor­ge­setz­ten beschimp­fen, das ist ein Grund für eine Abmahnung!

      • Ich war bei der Hoch­zeit nicht dabei, Nas­sau­er. Waren Sie dabei? Wis­sen Sie, wie groß der Kreis war, vor dem der Pri­or sich geäu­ßert hat? Hat er das in einer Pre­digt gesagt, oder hin­ter­her in einem klei­ne­ren Kreis. War die­se Hoch­zeits­ge­sell­schaft von vorn­her­ein eine so geschlos­se­ne Grup­pe, dass unbe­tei­lig­te Gläu­bi­ge gar nicht oder kaum ver­un­si­chert wer­den konn­ten? Das soll­te alles geklärt wer­den, ehe Beschul­di­gun­gen erho­ben werden.
        Aber ich möch­te grund­sätz­lich noch wei­ter dif­fe­ren­zie­ren. Über rein bru­der­schafts­in­ter­ne The­men soll­te auch nicht im klei­nen Kreis gere­det wer­den. Doch bei die­sem The­ma han­delt es sich um alles ande­re, als um ein rein bru­der­schafts­in­ter­nes The­ma. Es betrifft uns Gläu­bi­ge exi­sten­zi­ell in unse­rem Glau­ben, ob die FSSPX als offi­zi­ell aner­kann­te Per­so­nal­prä­la­tur ein Teil der gegen­wär­ti­gen Kon­zils­kir­che wird. Denn das wird sie unwei­ger­lich, wenn auf die­ser Basis eine kir­chen­recht­li­che Regu­lie­rung erfolgt. Die Fol­gen, die das für die Seel­sor­ge hat, wur­den offen­sicht­lich von der Lei­tung der FSSPX nicht bedacht. Dann sind unse­re Patres die ‚kon­ser­va­tiv­sten Prie­ster‘ der Kon­zil­sprie­ster, aber sie sind Prie­ster der Kon­zils­kir­che. Die nach wie vor das röm.-kath. Prie­ster­tum in sei­nem Kern, in sei­ner Mitt­ler-Funk­ti­on zwi­schen Gott und den Gläu­bi­gen, weit­ge­hend zer­stört. Die Gläu­bi­gen sind dann auf län­ge­re Sicht der Pro­te­stan­ti­sie­rung aus­ge­setzt, die in der Kon­zils­kir­che seit über 40 Jah­ren im Gan­ge ist. Wir haben kei­ne Lai­en-Räte, und das ist gut so. Wir haben aber das Recht, uns an unse­re Seel­sor­ger zu wen­den mit unse­ren Befürch­tun­gen. Und das nicht in einem Kli­ma der Furcht, son­dern des Vertrauens.

      • quod erat demon­stran­dum, cup­pa. Der Pri­or hat sich soweit geäu­ßert, als dass die­se Äuße­run­gen Linus Schnei­der von katholisches.info zu Ohren gekom­men sind.

        Damit hat er im Rah­men einer pri­va­ten Ver­an­stal­tung öffent­lich­wirk­sam gespro­chen. Punkt.

        Übri­gens kön­nen Sie sich mit ihren Befürch­tun­gen an ihren Seel­sor­ger wen­den, und das in einem Kli­ma des Ver­trau­ens, und nicht in einem Kli­ma der Furcht, nur, und das ist der ent­schei­den­de Punkt, von einem Pri­or der Prie­ster­bru­der­schaft ver­lan­ge ich, dass er nicht sei­ne Posi­tio­nen, son­dern die der Prie­ster­bru­der­schaft ver­tritt. Wenn dies der besag­te Pri­or sub­jek­tiv nicht kann, dann soll er sein Amt nie­der­le­gen, aber nicht sein Amt dazu benut­zen, Gläu­bi­gen sei­ne eige­ne Mei­nung einzureiben.

        So funk­tio­niert das nun mal: man kann pri­vat mit der off­zi­el­len Linie sei­nes Arbeit­ge­bers nicht ein­ver­stan­den sein, man kann haus­in­tern Kri­tik üben, Argu­men­te für sei­ne Kri­tik vor­brin­gen, aber nach Außen hin ver­tritt man die Linie des Arbeit­ge­bers oder man zieht für sich die Kon­se­quen­zen. Das gilt für einen Pri­or der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X., das gilt für mich als Mit­ar­bei­ter eines gro­ßen Kon­zerns, das gilt für den Tor­hü­ter einer Profimannschaft.

        Und wenn Gläu­bi­ge Schwie­rig­kei­ten mit dem theo­lo­gi­schen Kurs der Prie­ster­bru­der­schaft haben, ja dann soll­ten die­se auch die per­sön­li­chen Kon­se­quen­zen zie­hen. Ich jeden­falls habe dies für mei­nen Teil getan: ich neh­me das pasto­ra­le Ange­bot mei­ner (amts­kirch­li­chen) Hei­mat­ge­mein­de nicht an, und soll­te Weih­bi­schof Wil­liam­son es tat­säch­lich schaf­fen, die Kapel­le, zu deren hl. Mes­se ich gehe, in sei­nem Sin­ne umzu­dre­hen, wür­de ich wie­der­um die Kon­se­quen­zen ziehen.

        • Also erst ein­mal: Wenn ich in pri­va­tem Krei­se etwas sage und irgend­ein Block­wart das an irgend­ei­ne Stel­le wei­ter­gibt, habe ich immer noch in pri­va­tem Krei­se gesprochen.

          Und genau in Rich­tung Block­war­t­un­we­sen geht es lei­der der­zeit auch in der Pius­bru­der­schaft — auch pri­vat Geäu­ßer­tes wird so dann und wann an nicht vor­ge­se­he­ne Stel­len wei­ter­ge­lei­tet. Die­ses Block­war­t­un­we­sen hat aber immer und über­all die­sel­be Fol­ge: die betrof­fe­ne Gesell­schaft erstickt.

          Was nun die Sache mit dem Arbeit­ge­ber betrifft: Wer soll denn bit­te der Arbeit­ge­ber der Pius­bru­der­schaft sein? Etwa der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re? Den wür­de ich doch eher als „lei­ten­den Ange­stell­ten“ bezeich­nen — wobei aber zuge­stan­den wer­den muß, daß der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re sich mit­un­ter tat­säch­lich wie ein Boß ver­hält. Genau das soll­te er aber nicht tun, und genau damit (und mit eini­gen ande­ren Feh­lern) läuft er der­zeit Gefahr, die Prie­ster­bru­der­schaft an die Wand zu fahren.

        • „Und genau in Rich­tung Block­war­t­un­we­sen geht es lei­der der­zeit auch in der Piusbruderschaft“

          Ja, nach Ihrer Sprach­wei­se bin ich ein Block­wart, ja ich habe schon unse­rem Prie­ster mit­ge­teilt, dass ein Gläu­bi­ger in unse­rer Kapel­le nach der hl. Mes­se mich ange­spro­chen und sich dabei sehr nega­tiv über den Distrik­t­o­be­ren geäu­ßert hat; ja, ich habe schon unse­rem Prie­ster mit­ge­teilt, dass eher unre­gel­mä­ßig ein Gläu­bi­ger mit einer Pla­stik­tü­te zur hl. Mes­se kommt und mich in ein Gespräch über den Holo­caust gedrängt und in die­sem Gespräch ein­schlä­gi­ge Lek­tü­re aus Bastei-Lüb­be-Heft­chen aus sei­ner Pla­stik­tü­te gezo­gen hat.

          Ja, dies habe ich gemel­det, und dies wer­de ich auch in Zukunft melden.

          Und war­um? Weil ich schlicht nicht möch­te, mit irgend­wel­chen Rechts­ex­tre­mi­sten, Holo­caust­leug­nern, Nos­tradamus­ent­schlüss­lern & Neu­schwa­ben­län­dern in Ver­bin­dung gebracht zu wer­den, nur weil ich zur Pius­bru­der­schaft in die hl. Mes­se gehe.

          Wenn Sie mich dafür einen Block­wart schimp­fen, neh­me ich die­ses ger­ne als Kom­pli­ment, Seefeldt!

          • Block­war­te brau­che ich nicht zu beschimp­fen, sie beschimp­fen sich mit ihren Unta­ten schon selbst.

  15. Bischof Wil­liam­son ist die Stra­fe Got­tes für den Unge­hor­sam, den Erz­bi­schof Lef­eb­v­re durch die uner­laub­ten Bischofs­wei­hen ohne päpst­li­ches Man­dat began­gen hat. Wohin die­ser Unge­hor­sam, die­ses Los­sa­gen von der römi­schen Auto­ri­tät führt, sehen wir jetzt unter den Prie­stern und Gläu­bi­gen der FSSPX.

    Selbst wenn ich allen Glau­ben hät­te (und ganz sicher eini­ge Kri­tik an dem Kurs der Kir­che berech­tigt ist), so dass ich Ber­ge ver­set­zen könn­te, habe aber die Lie­be nicht, so nütz­te mir all der Glau­ben nichts. Und zur Lie­be gehört eben auch der Gehor­sam ggb. dem Papst. Denn selbst wenn wir einen schlech­ten Papst hät­ten — was noch kei­nes­falls erwie­sen ist; abge­se­hen davon, steht uns ein Urteil nicht zu — so gilt immer noch Got­tes Wort: Die Kir­che wird nicht unter­ge­hen. Und Kir­che ist da, wo Petrus ist.

    Scha­de, dass unter Papst Bene­dikt nicht die Chan­ce genutzt wur­de, um zu einer Aus­söh­nung zu kom­men. Auch wenn die Prä­am­bel aus Sicht der FSSPX nicht lupen­rein war, hät­te sie sie unter­zeich­nen sol­len. Denn es gibt ein höhe­res Gut als theo­lo­gi­sche Recht­ha­be­rei oder Spitz­fin­dig­kei­ten in der For­mu­lie­rung: Die Einig­keit mit dem römi­schen Stuhl.

    • „Und Kir­che ist da, wo Petrus ist.“ — Tja, und wo ist denn der Petrus bloß? Der Petrus war­tet mit dem Schlüs­sel an der Him­mels­pfor­te. Und sein Nach­fol­ger kann sich ein­fach nicht dazu auf­raf­fen, sein Nach­fol­ger sein zu wol­len, und so haben wir zur Zeit nur einen Bischof von Rom. Und die Sache mit der römi­schen Auto­ri­tät wird sogar von den Kar­di­nä­len nicht so eng gese­hen, wie Sie sich beim Lesen die­ses Arti­kels über­zeu­gen kön­nen: https://www.katholisches.info/2013/04/22/beichtnetzwerk-im-deutschen-sprachraum-neue-initiative-wendet-sich-an-alle-priester/

    • Wenn Bischof Wil­liam­son die Stra­fe Got­tes ist, so ist Küng, Dre­wer­mann, David Ber­ger, usw usf die Stra­fe Got­tes für andere.

      Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. steht für die wah­re Kir­che und das wah­re Papst­tum. Sie macht nicht den Feh­ler und ändert Glau­bens­in­hal­te und wesent­li­che theo­lo­gi­sche Fra­gen bei der Neu­be­set­zung des Papst­stuh­les, wie aktu­ell Zollitsch. https://www.katholisches.info/2013/04/22/erzbischof-zollitsch-nun-ist-es-wieder-interessant-katholisch-zu-sein/

      Die Pius­bru­der­schaft sieht eine Ein­heit aller Päp­ste und ver­irrt sich nicht in Per­so­nen­kult. Sie bleibt der päpst­li­chen Leh­re treu. Es gibt nicht ein Dog­ma was geleug­net wird. Nicht ein Glaubenssatz.

      Sie soll­ten prü­fen, ob Sie nicht Per­so­nen­kult mit katho­li­schen Glau­ben verwechseln.

      • „Es gibt nicht ein Dog­ma was geleug­net wird. Nicht ein Glaubenssatz.“

        Wun­der­bar! Even­tu­ell gilt dies aber auch noch für ande­re Gemein­schaf­ten und Gläu­bi­ge als die der Piusbruderschaft ;-)!!…

      • Sie haben sehr recht, auchkein­na­me. Bei allen was Wil­liam­son mit sei­nen Äuße­run­gen ver­bro­chen hat, aber die Häre­si­en eines Küng und Dre­wer­mann und Kon­sor­ten haben der Kir­che viel grö­ße­ren Scha­den zuge­fügt als die dum­men Sprü­che die­ses ehe­ma­li­gen Weih­bi­schofs der FSSPX. Wil­liam­son scha­det mit sei­nen Quer­schüs­sen der FSSPX nach wie vor, und er wird auch immer noch, trotz sei­nes Aus­schlus­ses eng mit der Prie­ster­bru­der­schaft, vor­al­lem von gewis­sen Medi­en, in Ver­bin­dung gebracht. Die Prie­ster­bru­der­schaft soll­te sich noch radi­ka­ler von ihm distanzieren.

        • Eini­ge Obe­re der Pius­bru­der­schaft, dar­un­ter auch der Gene­ral­obe­re, haben sich doch bru­talst­mög­lich radi­kal von Bischof Wil­liam­son distan­ziert — gehol­fen hat es nichts. Es konn­te auch gar nichts hel­fen, denn den Fein­den der Pius­bru­der­schaft geht es nicht um Bischof Wil­liam­son, son­dern um die Prie­ster­bru­der­schaft selbst.

    • De fac­to hat Papst Bene­dikt XVI. der Prie­ster­bru­der­schaft schluss­end­lich inhalt­lich das glei­che Doku­ment vor­ge­legt wie Kar­di­nal Ratz­in­ger Erz­bi­schof Lef­eb­v­re im Jahr 1988. Den Inhalt des 88er-Doku­men­tes kann man in dem Buch „Damit die Kir­che fort­be­stehe“ nachlesen.

      Mir ist schlei­er­haft, wie Papst Bene­dikt XVI. allen Ern­stes davon aus­ge­hen konn­te, dass ein im Jahr 1988 geschei­ter­ter Ver­such einer Eini­gung im Jahr 2012 auf ein­mal klap­pen soll­te. Und mir ist noch schlei­er­haf­ter, wie man­che Kom­men­ta­to­ren das „Ange­bot“ von Papst Bene­dikt XVI. der­art abfei­ern, als ob die­ses was wirk­lich außer­ge­wöhn­lich Neu­es gewe­sen wäre.

      Dar­aus der Prie­ster­bru­der­schaft einen „Strick“ zu dre­hen, sie habe das „groß­zü­gi­ge“ Ange­bot des Pap­stes aus­ge­schla­gen, hal­te ich ange­sichts der Vor­ge­schich­te des Ver­hält­nis­ses zwi­schen Eco­ne und Rom für absurd.

      Man hat aller­dings durch das ohne jede Not vor­ge­nom­me­ne Ulti­ma­tum leicht­fer­tig die Mög­lich­keit einer Ver­söh­nung der Kir­che mit der Tra­di­ti­on ver­tan; man hat sei­tens von Rom durch das Behar­ren auf einer Prä­am­bel, bei der man hät­te wis­sen müs­sen, dass die­se für die Prie­ster­bru­der­schaft unan­nehm­bar ist, die Tra­di­ti­on unnö­tig als stör­risch und unbe­lehr­bar dar­ge­stellt, und damit, aus mei­ner Sicht, das gegen­sei­ti­ge Ver­trau­en geschwächt.

      Und, was noch schwer­wie­gen­der ist, man hat die radi­ka­len Ele­men­te auf bei­den Sei­ten, Weih­bi­schof Wil­liam­son ist einer davon, durch die­ses Manö­ver gestärkt.

  16. 1. Bischof Wil­liam­son hat sich immer klar gegen den Sedis­va­kan­tis­mus gestellt

    Einer der jün­ge­ren Stel­lung­nah­men gegen den Sedis­va­kan­tis­mus fand in sei­nem Elei­son-Kom­men­tar vom 17. Novem­ber 2012 statt: „Vie­le Katho­li­ken begrei­fen die Schwe­re des Pro­blems nicht, wel­ches die kon­zi­lia­re Revo­lu­ti­on des Zwei­ten Vati­ka­num (1962–1965) für die katho­li­sche Kir­che bedeu­tet. Kenn­ten sie bes­ser die Kir­chen­ge­schich­te, so wären sie nicht so sehr ver­sucht, einer­seits dem Gedan­ken­gang des Libe­ra­lis­mus anzu­hän­gen, wel­cher vor­gibt, daß das Kon­zil nicht so schlimm gewe­sen sei, oder ande­rer­seits die Idee des ‚Sedis­va­kan­tis­mus‘ zu umar­men, wel­che meint, daß die Kir­chen­au­to­ri­tä­ten über­haupt kei­ne Auto­ri­tä­ten mehr sei­en. Hat etwa unser Herr Jesus Chri­stus die reli­giö­se Auto­ri­tät des Kai­phas oder die bür­ger­li­che Auto­ri­tät des Pon­ti­us Pila­tus ange­zwei­felt? […] Selig sind jene Katho­li­ken, wel­che die Irr­tü­mer die­ser Kir­chen­au­to­ri­tä­ten ver­ab­scheu­en und trotz­dem deren Amt in Ehren hal­ten.“ (http://eleisonkommentar.blogspot.de/201 … oblem.html)

    Auch 2011 wand­te er sich mit zwei Elei­son-Kom­men­ta­ren gegen den Sedisvakantismus:

    2. Bischof Wil­liam­son stellt sich klar hin­ter Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und sei­ne Haltung

    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re unter­zeich­ne­te am 5. Mai 1988 mit Rom ein prak­ti­sches Abkom­men, wel­ches er am Vor­tag zusam­men mit Kar­di­nal Ratz­in­ger aus­ge­ar­bei­tet hat­te und am Tag nach der Unter­zeich­nung wie­der ver­warf, da der Erz­bi­schof ein­sah, dass es ein Feh­ler war.

    Denn – so Erz­bi­schof Lef­eb­v­re – „wir haben nicht die glei­che Auf­fas­sung von der Wie­der­ver­söh­nung. Kar­di­nal Ratz­in­ger sieht sie in dem Sin­ne, daß er uns unter­wer­fen und zur Aner­ken­nung des II. Vati­ka­nums brin­gen will. Wir sehen sie als eine Rück­kehr Roms zur Tra­di­ti­on. Wir ver­ste­hen uns nicht; wir reden anein­an­der vor­bei“ (Mgr. Lef­eb­v­re, Fide­li­ter Sept.-Okt. 1988).

    Wei­ter erläu­ter­te der Erz­bi­schof: „Vor einer even­tu­el­len Wie­der­auf­nah­me der Gesprä­che mit Rom wer­de ich mei­ne Bedin­gun­gen stel­len. […] Eine Situa­ti­on wie bei den dama­li­gen Gesprä­chen wer­de ich nicht mehr hin­neh­men. Das ist vor­bei! Ich wer­de die Fra­ge auf lehr­mä­ßi­ger Ebe­ne stel­len: ‚Sind Sie ein­ver­stan­den mit den gro­ßen Enzy­kli­ken aller Ihrer päpst­li­chen Vor­gän­ger? Sind Sie ein­ver­stan­den mit Quan­ta Cura von Pius IX., mit Immor­ta­le Dei und Liber­tas von Leo XIII., mit Pas­cen­di von Pius X., mit Quas Pri­mas von Pius XI. und mit Huma­ni gene­ris von Pius XII.? Stim­men Sie mit die­sen Päp­sten und ihren Aus­sa­gen voll­kom­men über­ein? Bil­li­gen Sie den Anti­mo­der­ni­sten­eid noch? Tre­ten Sie für das sozia­le König­tum Unse­res Herrn Jesus Chri­stus ein? Wenn Sie die Leh­re Ihrer Vor­gän­ger nicht anneh­men, hat es kei­nen Sinn, mit­ein­an­der zu reden. Solan­ge Sie nicht bereit sind, das Kon­zil unter Bezug auf die Leh­re Ihrer päpst­li­chen Vor­gän­ger zu refor­mie­ren, ist ein Dia­log weder mög­lich noch nütz­lich.‘ Die Stand­punk­te wären auf die­se Wei­se klarer.“

    1987 erklär­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re Kar­di­nal Ratz­in­ger: „Emi­nenz, selbst wenn Sie uns alles zuge­ste­hen: einen Bischof, eine gewis­se Unab­hän­gig­keit in Bezug auf die Orts­bi­schö­fe, die Lit­ur­gie von 1962, die Wei­ter­füh­rung unse­rer Semi­na­re … so kön­nen wir doch nicht zusam­men­ar­bei­ten, weil wir nach zwei ver­schie­de­nen Rich­tun­gen hin wir­ken: Sie arbei­ten auf die Ent­christ­li­chung der Gesell­schaft, der Kir­che hin, wir dage­gen arbei­ten an ihrer Ver­christ­li­chung. Für uns ist unser Herr Jesus Chri­stus alles, er ist unser Leben. Die Kir­che, das ist unser Herr Jesus Chri­stus; der Prie­ster ist ein zwei­ter Chri­stus; die Mes­se, das ist der Sieg Jesu Chri­sti durch das Kreuz; in unse­rem Semi­nar sind wir ganz und gar aus­ge­rich­tet auf die Herr­schaft unse­res Herrn Jesus Chri­stus. Und Sie, Sie tun das Gegen­teil: Sie woll­ten mir eben weis­ma­chen, dass unser Herr Jesus Chri­stus in der Gesell­schaft nicht herr­schen kann und nicht herr­schen darf.“

    Es stimmt aber, dass Erz­bi­schof Lef­eb­v­re bis 1988 ein prak­ti­sches Abkom­men mit Rom kei­nes­wegs strikt ablehn­te. Doch von 1988 bis zu sei­nem Tod im Jah­re 1991 warn­te er aus­drück­lich davor: „Sie sehen ja, daß er uns in die Kon­zils­kir­che zurück­füh­ren wollte…sie wol­len uns die­se Neue­run­gen auf­zwin­gen, um der Tra­di­ti­on ein Ende zu berei­ten. Sie gewäh­ren etwas nicht des­halb, weil sie die tra­di­tio­nel­le Lit­ur­gie schät­zen, son­dern weil sie jene täu­schen wol­len, denen sie es gewäh­ren, weil sie unse­ren Wider­stand schwä­chen wol­len, weil sie eine Bre­sche in den Block der Tra­di­ti­on schla­gen wol­len, um ihn zu ver­nich­ten. Das ist ihre Poli­tik, ihre Tak­tik…“ (Ecône, 9- 9–1988).

    Bene­dikt XVI. hat die katho­li­sche Lit­ur­gie mit sei­nem Motu pro­prio von 2007 erneut gede­mü­tigt, indem er fest­stell­te, dass die kon­zi­lia­re Mes­se nun die ordent­li­che Form sei, hin­ge­gen die katho­li­sche Mes­se als außer­or­dent­li­che Form nie abge­schafft war und dass sie jeder Prie­ster lesen darf, wenn kein Gläu­bi­ger anwe­send ist und mit geson­der­ter Geneh­mi­gung vom Apo­sto­li­schen Stuhl oder vom Orts­bi­schof auch dann, wenn Gläu­bi­ge anwe­send sind. Bene­dikt XVI. hat die katho­li­sche Dok­trin erneut gede­mü­tigt, indem er das Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­de­kret gegen ihre Ver­tei­di­ger, die vier FSSPX-Bischö­fe, aus Barm­her­zig­keit auf­ge­ho­ben hat, anstatt, dass er es aus Gerech­tig­keit zurück­ge­nom­men hät­te. Damit gab er zu ver­ste­hen, dass die Exkom­mu­ni­ka­ti­on sei­ner Ansicht nach gerecht­fer­tigt und gül­tig gewe­sen sei.

    Bischof Tis­sier erklär­te in sei­ner Pre­digt bei der Ful­da-Wall­fahrt 2012, dass der Herr Bene­dikt XVI. fra­gen wür­de: „Bist du nur Pri­vat­do­zent dei­nes per­sön­li­chen Den­kens und nicht der Leh­rer der öffent­li­chen gött­li­chen Geset­ze mei­ner gan­zen Kir­che?“ Und wei­ter erläu­tert Bischof Tis­sier: „Nein, lie­be Gläu­bi­ge, es scheint sehr schwie­rig, sich vor­zu­stel­len, dass für das Wohl der Kir­che, für die Wei­ter­ga­be des katho­li­schen Prie­ster­tums die Pius­bru­der­schaft ein Bünd­nis mit den Zer­stö­rern schließt. Wel­cher Bund besteht zwi­schen den Bau­leu­ten und den Glie­dern der Gemein­schaft der Unhei­li­gen, die Stück für Stück, Stein um Stein das Haus Got­tes abbauen?“

    Die katho­li­sche FSSPX kann sich unmög­lich der moder­ni­sti­schen Kon­zils­kir­che unter­wer­fen. Erst wenn Ein­heit in der Leh­re besteht, kann sie auch in der Pra­xis bestehen. Erst wenn sich die Kon­zils­kir­che zum Katho­li­zis­mus bekehrt, kann man auch mit ihr ein Abkom­men schlie­ßen. Der sel. Pius IX. und der hl. Pius X. nann­ten die Moder­ni­sten und Libe­ra­len die schlimm­sten Fein­de der Kir­che. Sol­len wir also ein Abkom­men mit den schlimm­sten Fein­den der Kir­che schließen?

    3. Bischof Fel­lay hat ein­deu­tig einen Ver­rat begangen

    Das II. Vati­ka­num ist mit der vor­kon­zi­lia­ren Leh­re ein­deu­tig unver­ein­bar. Auf die­se Wahr­heit wies die FSSPX stän­dig hin. Bene­dikt XVI. dage­gen ver­kün­de­te die „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“, die besagt, dass man das II. Vati­ka­num in Ein­klang mit der vor­kon­zi­lia­ren Leh­re aus­le­gen kann und muss. Das führt dann dazu, dass man ver­sucht, die vor­kon­zi­lia­re Leh­re ent­spre­chend zu ver­dre­hen, damit sie mit dem II. Vati­ka­num in Ein­klang gebracht wer­den kann.

    Nun hat Bischof Fel­lay am 15. April 2012 eine Dok­tri­nel­le Erklä­rung gegen­über Rom abge­ge­ben. Auf Grund­la­ge die­ser Erklä­rung soll­te die FSSPX einen kano­ni­schen Sta­tus erhal­ten. In die­ser Erklä­rung heißt es, dass jene Kon­zils­aus­sa­gen, wel­che nur schwer mit den frü­he­ren kirch­li­chen Lehr­aus­sa­gen zu ver­ein­ba­ren sind, „so im Lich­te der voll­stän­di­gen und unun­ter­bro­che­nen Tra­di­ti­on ver­stan­den wer­den müs­sen, daß sie im Ein­klang mit den vom frü­he­ren Lehr­amt ver­kün­de­ten Wahr­hei­ten ste­hen, doch ohne eine Deu­tung die­ser Aus­sa­gen zu akzep­tie­ren, wel­che dazu füh­ren könn­te, daß die katho­li­sche Leh­re in eine Gegen­po­si­ti­on oder in einen Bruch zur Tra­di­ti­on und jenem Lehr­amt gera­te.“ Das ist genau jener Irr­tum, den Bene­dikt XVI. ver­kün­de­te und den Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und die FSSPX uner­müd­lich bekämpf­ten. Damit hat das FSSPX-Gene­ral­haus die­sen Irr­tum angenommen.

    Rom hat die Dok­tri­nel­le Erklä­rung wohl des­halb nicht ange­nom­men, weil am 7. April die drei FSSPX-Bischö­fe an den Gene­ral­obe­ren einen Brief schrie­ben, in wel­chem sie zu ver­ste­hen gaben, dass sie kein rein prak­ti­sches Abkom­men unter­stüt­zen wer­den. Rom sah, dass Bischof Fel­lay die FSSPX nicht in die Kon­zils­kir­che zu füh­ren ver­mag und woll­te kei­ne neu­en Spal­tun­gen, wodurch alles nur wie­der von vorn begin­nen würde.

    4. Bischof Wil­liam­son hat die Aus­sa­gen über den Holo­caust nicht gemacht, um eine Eini­gung mit Rom zu verhindern

    Bischof Wil­liam­son hat schon eini­ge Jah­re zuvor in Kana­da das­sel­be über den Holo­caust gesagt, wie 2008 in Zaitz­ko­fen. Dar­auf wur­de er von den schwe­di­schen Jour­na­li­sten ange­spro­chen und so hat er ganz ein­fach geant­wor­tet. Da aber — wie jeder Katho­lik weiß — alles, was geschieht, sei­nen tie­fen Sinn hat, weil es Gott ent­we­der selbst tut oder zulässt, wird auch das sei­nen tie­fen Sinn gehabt haben. Nichts ande­res behaup­tet Bischof Williamson.

  17. Wil­liam­son ist ein Wirr­kopf und ein Spin­ner, den selbst bei der Pius­bru­der­schaft kaum jemand ernst nimmt. Völ­lig unnö­tig, dem hier eine Büh­ne zu geben. Und dann noch 62 Kom­men­ta­re? Kaum zu fassen.
    Genau­so wie bei der Mel­dung über die Schu­he des Pap­stes. Über 100 Kom­men­ta­re. Gehts eigent­lich noch?

    • Sie soll­ten sich mit der Beur­tei­lung Anders­den­ken­der doch zurück­hal­ten, viel­leicht in die­ser Sache ein­mal in der Berg­pre­digt nach­schau­en, was Jesus Chri­stus von Men­schen hält, die ande­re als „Nar­ren“ usw. bezeichnen.

      Wären Sie objek­tiv, wür­den Sie Bischof Wil­liam­son eine hohe Intel­li­genz aner­ken­nen — was ja Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten kei­nes­wegs ausschließt.

      Denn mer­ken Sie sich: Wenn jemand ande­rer Mei­nung als Sie ist, heißt das noch lan­ge nicht, daß er düm­mer als Sie oder ein „Wirr­kopf und ein Spin­ner“ ist. Er könn­te viel­leicht sogar viel intel­li­gen­ter als Sie sein.

      • Es ist scha­de um Bischof Wil­liam­son. Er war ein her­vor­ra­gen­der Bischof und es ist fatal, daß er im Novem­ber 2008 die­sen Jour­na­li­sten auf dem Leim ging. Ob es damals schon im Rau­me stand, daß die Auf­he­bung der Exkom­mu­ni­ka­ti­on bevor­stand weiß ich nicht, doch wäre es mög­lich, da sie ja gut zwei Mona­te nach dem Inter­view erfolg­te. Ein Wirr­kopf und Spin­ner ist Wil­liam­son gewiß nicht, doch hat die­ses all­zu offe­ne Inter­view ihm und der Prie­ster­bru­der­schaft, der ich übri­gens seit 35 Jah­ren treu ver­bun­den bin, zutiefst geschadet.

        • Daß das Inter­view der Pius­bru­der­schaft scha­de­te, strei­te ich nicht ab, Bischof Wil­liam­son ja auch nicht.

          Mei­ner Mei­nung nach haben aber eini­ge Obe­re der Pius­bru­der­schaft den Scha­den durch ihr eige­nes Ver­hal­ten noch ver­schlim­mert. Denn Feig­heit lädt oft zum Nach­tre­ten ein.

          Bischof Wil­liam­son ist übri­gens immer noch ein her­vor­ra­gen­der Bischof.

          • Sicher ist er noch Bischof. Es ist den Obe­ren der Pius­bru­der­schaft sicher nicht leicht gefal­len sich von Wil­liam­son zu distan­zie­ren, aber es blieb ihnen nichts ande­res übrig in der Situa­ti­on. Mora­lisch gese­hen ist es eine sehr frag­wür­di­ge Sache, schon auf­grund sei­ner Ver­dien­ste für die FSSPX.

    • @Robert. Befas­sen Sie Sie mal mit dem Schwei­zer Katho­li­zis­mus, die­sem neo-pro­te­stan­ti­schen Ver­ein, und lesen Sie mal im Pfaf­fen­blatt Kir­che Heu­te Aktu­ell. Früh­ling wird es auch in der Kir­che. In der Hei­lig­geist­kir­che in BASEL spra­chen die femi­ni­sti­sche, abtrün­ni­ge US-ame­ri­ka­ni­sche Non­ne Pat Far­rell. Gespon­sert und pro­pa­giert von der sog.„Offenen“ Kir­che Eli­sa­be­then. Und die­se Ober-Pro­pa­gan­di­stin im Dien­ste des Bis­tums Basel lie­fert freie Bahn für die obsku­ren The­sen der dei­sten Häre­ti­ke­rin Pat Frrell. The­men: Abtrei­bung, Lebens­schutz, Ster­be­hil­fe, Frau­en­wei­he, radi­ka­ler Femi­nis­mus und Homo­se­xua­li­tät. Sie bekam den Preis der HERBERT-HAAG STIFTUNG… Und dies alles wird tole­riert vom Kra­wat­ten­bi­schof Felix Gmür. UND WEITER: Bischöf­li­che Dele­ga­ti­on trifft dia­log­be­rei­te Mus­li­me. Arbeits­grup­pe Islam der SBK besuch­te Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na. Hier wäre doch Ihr geht’s noch ange­bracht! Oder gefällt Ihnen das? Schwei­zer SBK und Schwei­zer Kir­che, da sind eini­ge wah­re Spin­ner und Wirrköpfe!

  18. Da lese ich, daß ein Ehe­paar wünsch­te, von Bischof Wil­liam­son getraut zu wer­den, der der­zei­ti­ge Obe­re des deut­schen Distrikts das aber verbot.

    Dazu fol­gen­des:

    Der deut­sche Distrikt fei­ert jedes Jahr eine Wall­fahrt nach Ful­da, an der auch ich immer wie­der teil­nahm. Das sonn­täg­li­che Hoch­amt wird in einem Hotel nahe des Domes gefei­ert, und immer wie­der klag­te der Distrik­t­o­be­re dar­über, daß man das Hoch­amt in einem Hotel fei­ern müs­se, nicht im nahe­ge­le­ge­nen Dom fei­ern dür­fe, weil der böse dor­ti­ge Bischof das nicht erlaubte.

    Und der­sel­be Distrik­t­o­be­re ver­bot nun einem Ehe­paar, sich von einem gül­tig geweih­ten Bischof trau­en zu lassen.

    Was für eine elen­de Doppelmoral!

    Eine Bemer­kung noch zum Dom von Ful­da: Bei mei­nen Ful­da­wall­fahr­ten besuch­te ich natür­lich auch immer das Grab des hei­li­gen Boni­fa­ti­us und ken­ne von daher auch die sonn­täg­li­che Got­tes­dienst­ord­nung des Domes zu Ful­da. Vom frü­hen Mor­gen bis zum spä­ten Vor­mit­tag wer­den dort Got­tes­dien­ste gefei­ert. Selbst wenn der dor­ti­ge Bischof gut­wil­li­ger zur Pius­bru­der­schaft wäre, hät­te er es doch sehr schwer, der Prie­ster­bru­der­schaft Zeit für ein Hoch­amt im Dom ein­zu­räu­men, ohne die Got­tes­dienst­ord­nung der eige­nen Gemein­de gra­vie­rend ändern zu müs­sen. Dage­gen wäre es zwei­fel­los viel leich­ter gewe­sen, einen Ter­min für eine von Bischof Wil­liam­son gelei­te­te Hoch­zeit in einer Pius­ka­pel­le zu finden …

    • Jetzt wirds nur noch pein­lich. Sie sind dabei sich eine Ideo­lo­gie zu basteln, Wil­liam­son machen sie zum Führer.

      Sie kön­nen mit ihrer ideo­lo­gi­schen Bril­le, weder ande­re Mei­nun­gen zulas­sen, noch (was viel schlim­mer ist) Tat­sa­chen erken­nen und/ oder zulassen.

      Eine sach­li­che Dis­kus­si­on füh­ren Sie nicht, Sie agie­ren in mar­xi­sti­scher Dialektik.

      Näch­sten­lie­be, bibli­sche Ver­hal­tens­wei­sen for­dern Sie von ande­ren, neh­men sich aber das Recht her­aus stän­dig ande­re auf übel­ste zu beschimpfen.

      • Pein­lich sind doch nur Sie.

        Weder baste­le ich eine eige­ne Ideo­lo­gie, noch mache ich Bischof Wil­liam­son zum Führer.

        Im Gegen­satz zu Ihnen ver­bie­te ich kei­ne ande­ren Mei­nun­gen und hei­ße es auch nicht gut, ande­re Mei­nun­gen zu verbieten.

        Wie­der­um im Gegen­satz zu Ihnen habe ich auch kei­ne Pro­ble­me, Tat­sa­chen zu erkennen.

        Und auf den Gedan­ken, Tat­sa­chen nicht „zuzu­las­sen“, kann auch nur jemand wie Sie kommen.

        Und wenn ein Distrik­t­o­be­rer sich über einen Diö­ze­san­bi­schof beklagt, weil die­ser der Pius­bru­der­schaft für deren Distrikt­wall­fahrt nicht den Dom über­läßt (obwohl die Got­tes­dienst­ord­nung die­ses Domes kaum Zeit für einen Son­der­got­tes­dienst der Prie­ster­bru­der­schaft übri­glie­ße), selbst aber einem Ehe­paar ver­bie­tet, sich von einem gül­tig geweih­ten Bischof, der nie gegen ein katho­li­sches Dog­ma ver­sto­ßen hat, in einer Pius­ka­pel­le das Ehe­sa­kra­ment spen­den zu las­sen, dann ist und bleibt das eine elen­de, schänd­li­che Dop­pel­mo­ral. Dies fest­zu­stel­len, hat nichts mit Beschimp­fung „aufs übel­ste“ zu tun, mit sol­chen Aktio­nen beschimpft sich der besag­te Distrik­t­o­be­re selbst.

  19. Was voll­kom­men unver­ständ­lich ist: Die Dro­hung gegen Gläu­bi­ge, die den Kurs des Gene­ral­obe­ren nicht mit­tra­gen kön­nen, mit der Exkommunikation.
    Es ist klar: Der Distrik­t­o­be­re hat das Recht, das Ver­tei­len von Schrif­ten in oder vor den Kapel­len zu ver­bie­ten. Dar­über muss man kei­ne Wor­te ver­lie­ren. Ob es „Hetz­schrif­ten“ waren, weiß ich nicht, ich habe kei­ne gesehen.
    Aber ich lese, dass es mög­li­cher­wei­se auch um Exkom­mu­ni­ka­ti­on als Stra­fe geht. Ich hof­fe, ich habe den Arti­kel falsch ver­stan­den. Denn das wäre unge­heu­er­lich. Die Ver­knüp­fung des Unge­hor­sams gegen den Gene­ral­obe­ren mit dem See­len­heil, denn dar­um geht es.
    Der Gene­ral­obe­re hat sich nie die Mühe gemacht, uns Gläu­bi­gen sei­nen Kurs­wech­sel zu erklä­ren. Alle Ver­hand­lun­gen mit Rom sind geheim. Die theo­lo­gi­schen Gesprä­che zwi­schen den vati­ka­ni­schen und den FSSPX-Theo­lo­gen sind geheim, Katho­li­ken nicht zugäng­lich. Wir wis­sen nur, dass die Dif­fe­ren­zen nicht zu berei­ni­gen waren. Trotz­dem wur­de die „dok­tri­nel­le Prä­am­bel“ über­reicht, wur­den Gesprä­che zur kano­ni­schen Regu­lie­rung geführt, as ob es die Dif­fe­ren­zen im Glau­ben nicht geben würde.
    Ich habe nur Bücher über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, kei­ne eige­nen Erin­ne­run­gen, aber ich kann so ein Vor­ge­hen nicht erken­nen. Die­ser Erz­bi­schof, der gewiss nicht die ‚onto­lo­gi­sche Dif­fe­renz‘ zwi­schen Prie­stern und Lai­en ver­wischt hat, dem so etwas völ­lig fremd gewe­sen wäre, hat den­noch die Gläu­bi­gen mit gro­ßem Respekt behan­delt, ich wür­de sagen, mit einer ech­ten Lie­be des Hir­ten, dem das See­len­heil der Gläu­bi­gen ein wesent­li­ches Anlie­gen war. Der die Gläu­bi­gen den­noch nie wie Scha­fe ohne Ver­stand behan­delt hat. Alle sei­ne Ent­schei­dun­gen hat er den Gläu­bi­gen erklärt.
    Bischof Fel­lay hält das nicht für nötig. Den­noch wird den­je­ni­gen mit Exkom­mu­ni­ka­ti­on gedroht, das ent­neh­me ich dem Arti­kel, die die­sen Kurs auch aus Treue zum Grün­der nicht mit­ge­hen kön­nen. Ja, die FSSPX ist in einer schwe­ren Kri­se. Alles ande­re Ist Illusion.

    • Von einem Bekann­ten weiß ich, daß der der­zei­ti­ge Obe­re des deut­schen Distrikts einem Gläu­bi­gen Haus­ver­bot erteil­te, aber „noch“ den Emp­fang von Sakra­men­ten gestat­te­te — ver­bun­den aber mit der Dro­hung, bei wei­te­rem „Fehl­ver­hal­ten“ auch den Emp­fang der Sakra­men­te zu ver­bie­ten. Die­ses Ver­bot kann frei­lich nur für die Kapel­len der Pius­bru­der­schaft (des deut­schen Distrikts?) gel­ten, aber immerhin.

      Nun, der deut­sche Distrikt erhält ja bald einen neu­en Obe­ren — viel­leicht ein Segen für den Distrikt. Umso grö­ße­re Sor­ge berei­tet frei­lich die künf­ti­ge Lei­tung von Zaitzkofen.

      • Das ist unge­heu­er­lich. Damit hat der deut­sche Distrikt den Anspruch auf­ge­ge­ben, den inte­gra­len Glau­ben der röm.-kath. Kir­che zu bewah­ren und bewegt sich auf den Weg einer Sek­te zu.
        Denn kein röm.-kath. Prie­ster hat das Recht, einen neu­en Tat­be­stand ein­zu­füh­ren, der zur schwer­sten Kir­chen­stra­fe führt, der Exkom­mu­ni­ka­ti­on. Pater Schmid­ber­ger ist ein Prie­ster, mehr nicht. Und Msgr. Fel­lay ver­fügt nicht über eine per­sön­li­che Unfehl­bar­keit, so dass Kri­tik an sei­nem Kurs zur Exkom­mu­ni­ka­ti­on füh­ren kann.
        Und jetzt kommt das ver­gif­te­te „Angst­kli­ma.“ Hät­te ich die Adres­se von P. Gaudron FSSPX, wür­de ich, bevor ich solch einen Kom­men­tar schrei­be, ihn bit­ten, mich auf­zu­klä­ren, ob ich mich nicht doch irre. Nur, wenn ich sie hät­te, ich wür­de es nicht mehr wagen. Der aner­kann­te Dog­ma­ti­ker der FSSPX steht selbst unter der Gehor­sams­pflicht. Wür­de er, wenn er dog­ma­tisch kor­rekt ant­wor­tet, selbst dem „Wider­stand“ zuge­rech­net? Muss er befürch­ten, weil er mich per­sön­lich nicht kennt, ich sei ein „Spit­zel“, ich locke ihn auf’s Glatt­eis und brin­ge ihn in Kon­flikt mit der Lei­tung der FSSPX? Oder ist er so lini­en­treu erge­ben, dass er mich nach Stutt­gart mel­det, und ich selbst vor der Exkom­mu­ni­ka­ti­on ste­he? Und womög­lich gezwun­gen bin,entweder wie­der an der Mes­se Paul VI. teil­zu­neh­men oder mein kirch­li­ches Leben einzustellen?
        Na ja,es blie­be noch eine erreich­ba­re Eccle­sia-Dei-Gemein­schaft. Dem Prie­ster hät­te ich zu beich­ten, dass ich grund­sätz­lich sei­ne Ein­stel­lung nicht tei­le, dass ich eine „Pius-Ver­trie­be­ne“ bin…Eiine ver­lo­re­ne Lefebvreanerin…

        Im übri­gen set­ze ich nicht mei­ne Hoff­nung auf Pater Udres­sy. Er wäre nicht beför­dert wor­den, wenn er nicht die der­zei­ti­ge Linie Men­zin­gen — Stutt­gart ver­tre­ten wür­de. Bis die Amts­zeit von Bischof Fel­lay abge­lau­fen ist, wird das Gene­ral­ka­pi­tel so zusam­men­ge­setzt sein, dass die Eini­gung mit Rom kommt, egal, unter wel­chen Bedin­gun­gen. Alles ande­re wäre ein Wunder.

        • Ich fin­de Sie soll­ten sich jemand ins Haus holen und zusam­men­le­ben, der Sie stän­dig belei­digt, Ihnen stän­dig Lüge, Ver­rat Täu­schung vor­wirft, der Ihre Fami­lie gegen Sie auf­hetzt usw.

          Wenn dies für Sie dann wah­re Näch­sten­lie­be ist, soll­te dies nicht Ihre For­de­rung an ande­re sein.

          Übri­gens beant­wor­tet Ihre bana­le Fra­ge jeder Prie­ster, dazu bedarf es nicht den Geist eines Dogmatikers.

        • Sie kön­ne P. Gaudron direkt in Wangs in der Schweiz einen Brief schrei­ben: Adres­se sie­he Internet!

        • Cup­pa hat dem Distrik­t­o­be­ren das Recht zuge­stan­den, lästi­gen Zeit­ge­nos­sen Haus­ver­bot zu ertei­len. Dar­um geht es hier aber nicht.

          Es geht um die tat­säch­li­che Unge­heu­er­lich­keit, ledig­lich auf­grund ande­rer Mei­nung zu ver­bie­ten, daß katho­li­schen, wohl­be­merkt gläu­bi­gen Chri­sten die Sakra­men­te gespen­det wer­den. Das ist Amts­miß­brauch übel­ster Sorte.

          Haus­ver­bo­te und Sakra­ment­spen­dungs­ver­bo­te sind nun ein­mal gänz­lich unter­schied­li­cher Natur.

      • Das Haus­ver­bot ist völ­lig klar, rich­tig und not­wen­dig! Auch Jesus hat die Händ­ler und Markt­schrei­er usw. aus dem Tem­pel vertrieben.

        Die Schrif­ten unse­res gemein­sa­men Bekann­ten sind Schrif­ten die die Kir­che und den Glau­ben angrei­fen. Sie grei­fen die gött­li­che Ord­nung und kirch­li­che Hier­ar­chien an. Unter dem Deck­man­tel man muss Gott mehr gehor­chen als der Hier­ar­chie ver­kauft unser gemein­sa­mer Bekann­ter sei­ne Ideo­lo­gie wie sie. Und wie bei allen Ideo­lo­gien „hei­ligt“ der Zweck die Sache.

        • Das ist mir neu, dass wir einen „gemein­sa­men Bekann­ten“ haben. Ich glau­be, Sie täu­schen sich sehr.
          Im übri­gen hät­te Bischof Fel­lay jede Mög­lich­keit, auf Angrif­fe oder Belei­di­gun­gen zu ant­wor­ten. Er braucht sie sich wirk­lich nicht gefal­len zu las­sen. Nur er schweigt, oder alle Argu­men­te, die von Abkom­mens­skep­ti­kern vor­ge­bracht wer­den, wer­den als per­sön­li­che Belei­di­gun­gen auf­ge­fasst. Und scharf geahndet.
          Dazu die Geheim­hal­tung, als gin­ge es uns nichts an, dass wir Teil der Kon­zils­kir­che wer­den sollen.
          Dann die Dro­hung mit der Exkommunikation…
          Na ja, Papst Alex­an­der VI.bedrohte sei­ne Kon­ku­bi­ne mit der Exkom­mu­ni­ka­ti­on, als sie den sün­di­gen Lebens­wan­del auf­ge­ben woll­te, die DBK exkom­mu­ni­ziert, wenn Katho­li­ken selbst bestim­men wol­len, wie ihre Kir­chen­steu­er ver­wen­det wird, und der deut­sche Distrikt der FSSPX droht nun damit, einen wider­spen­sti­gen Gläu­bi­gen zu exkommunizieren…
          Die vor­kon­zi­lia­re Kir­che mei­ner Kind­heit und Jugend kommt mir fast wie ein Para­dies vor.…

          • “ dazu die Dro­hung mit der Exkom­mu­ni­ka­ti­on“ bit­te wo sehen Sie das im obi­gen Arti­kel. Ich habe ihn mehr­fach durch­ge­le­sen. Mei­nes beschei­de­nen Wis­sens aus dem Kir­chen­recht kann nur ein Diö­ze­san­bi­schof oder der apo­sto­li­sche Stuhl eine sol­che Kir­chen­stra­fe ver­hän­gen! vgl. CIC can.

            Was der Obe­re hier wohl meint ist, dass es zu einem Ver­bot kom­men kann, in einer Kapel­le der FSSPX die Sakra­men­te zu emp­fan­gen. Das ist aber noch kei­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­fe, son­dern herer mit dem Haus­recht begrün­det, denn die­se Gläu­bi­gen kön­nen in jeder ande­ren tra­di­tio­nel­len Gemein­de die Sakra­men­te voll­gül­tig emp­fan­gen. Exkom­mu­ni­ka­ti­on bedeu­tet unter schwe­rer Sün­de ver­pflich­tend recht­lich dar­an gehin­dert zu sein jed­we­des sakra­ment zu spen­den oder zu emp­fan­gen. Eine sol­che Stra­fe tritt ent­we­der selbst ein oder wenn sie ver­hängt wur­de, muss Sie von der zustän­di­gen Auto­ri­tät per Dekret auf­ge­ho­ben werden.
            Das dürf­te einem Pius­pa­ter wohl schwer­lich mög­lich sein.
            Aber dar­an sehen Sie auch die Blöd­sin­nig­keit der Argu­men­ta­ti­ons­wei­se der­je­ni­gen, die heir gegen die Pri­bru offen agie­ren, zum Scha­den für das Werk des Erzbischofs.
            Noch­mals lie­be cup­pa. Sie sind eine fähi­ge Katho­li­kin, las­sen Sie sich doch nicht auf so ein Niveau her­ab­zie­hen und ver­un­si­chern. Ich ver­traue fest dar­auf, dass Sie es gut meinen

            mario­kin aus Dresden

          • Sor­ry hab die Cano­nes vergessen: 😉

            CIC 1983 can 1331 Rechts­fol­gen einer Exkommunikation

            CIC 1983 can 1367 — 1388 Vor­be­halt des apo­sto­li­schen Stuhles

            can 1425 §1 n2. gericht­li­che fest­stel­lung bzw. Verhängung

            can 1315 bis 1320 wei­sen aus wer dies­be­züg­lich Rechts­ge­walt besitzt.

            Da die Prie­ster­bru­der­schaft kei­ne gesetz­ge­ben­de Gewalt im Sin­ne des CIC besitzt und sich auch nicht im Besitz einer ordent­li­chen Juris­dik­ti­on nach vati­ka­ni­schem Ver­ständ­nis befin­det, kann sie auch kei­ne Geset­ze für tat­stra­fen auf­stel­len oder gar Spruch­stra­fen verhängen.
            Wohl aber kann der Ordens­obe­re über die ihm Unter­ge­be­nen Kle­ri­ker Stra­fen ver­hän­gen, z.B. Sus­pen­die­rung von Ämtern oder Aus­schluss aus einer Gemein­schaft, wie im Fall von Bischof Wil­liam­son und immer wie­der im Lau­fe der letz­ten Jahr­zehn­te auch unter dem Erz­bi­schof schon an ehem. Prie­stern geschehen.

  20. Nur für See­feldt, der ja steif und fest behaup­tet, zwi­schen Erz­bi­schof Lef­eb­v­re und Weih­bi­schof Wil­liam­son pas­se kein Blatt, ein Aus­zug aus den Elei­son Kommentaren:

    „Nun hat Erz­bi­schof Lef­eb­v­re frei­lich sei­ne Schwä­chen gehabt. Die­se spie­geln, so darf man mei­nen, in den heu­ti­gen Schwie­rig­kei­ten der Bru­der­schaft sich wider. Bege­hen wir also nicht den Feh­ler, ihn zu ver­göt­zen. Doch gewiß war er damals in den 1950er-Jah­ren ein Bischof, der sowohl ein katho­li­sches Erschei­nungs­bild aus­strahl­te, als auch tief im Innern die Sub­stanz des Katho­li­zis­mus besaß, wie die rei­chen Früch­te sei­ner apo­sto­li­schen Afri­ka­mis­si­on bewie­sen. Aus die­sem Grund gelang ihm fast im Allein­gang die Wie­der­errich­tung eines vor­kon­zi­lia­ren Semi­nars und einer Kon­gre­ga­ti­on, wäh­rend das Zwei­te Vati­ka­num die aller­mei­sten sei­ner Bischofs­kol­le­gen erfolg­reich stark gei­stig beschä­dig­te und lähm­te. Vie­le gute jun­ge Män­ner waren vom Anblick der katho­li­schen Oase des Erz­bi­schofs inmit­ten der kon­zi­lia­ren Wüste wie geblen­det. Außer­dem zog das Cha­ris­ma des Erz­bi­schof auch Beru­fun­gen an. Doch zehn bis zwan­zig Jah­re nach sei­nem Tode im Jah­re 1991 scheint das Erbe des Erz­bi­schof immer schwe­rer zu stem­men sein gegen den noch stär­ker gewor­de­nen Strom der moder­nen Welt.“

    Also los, wel­che Schwä­chen hat der Erz­bi­schof gehabt, die sich in den heu­ti­gen Schwie­rig­kei­ten der Bru­der­schaft widerspiegeln?

    • @Nassauer:

      Da hängt er sich also an dem ersten Satz auf. Doch wel­cher Mensch hat kei­ne Schwä­chen. Und man soll­te nun wirk­lich kei­nen Men­schen vergötzen.

      Doch was schreibt Bischof Wil­liam­son dann über den Erzbischof?
      Er strahl­te ein katho­li­sches Erschei­nungs­bild aus, besaß tief im Innern die Sub­stanz des Katho­li­ken­tums, was sei­ne Mis­si­ons­er­fol­ge in Afri­ka bewei­sen, ihm gelang des­we­gen auch im Allein­gang die Wie­der­errich­tung eines wirk­lich katho­li­schen Semi­nars und einer ent­spre­chen­den Kon­gre­ga­ti­on, er zog vie­le gute jun­ge Män­ner und Beru­fun­gen an, auch mit sei­nem Charisma.
      Das ist doch ein Hohes Lied auf den Erzbischof.
      Den letz­ten Absatz zitie­re ich wörtlich:
      „Doch zehn bis zwan­zig Jah­re nach sei­nem Tode im Jah­re 1991 scheint das Erbe des Erz­bi­schof immer schwe­rer zu stem­men sein gegen den noch stär­ker gewor­de­nen Strom der moder­nen Welt.“
      Wie wahr! Und dar­in kei­ner­lei Kri­tik an dem Erzbischof.
      Übri­gens: Die Elei­son-Kom­men­ta­re sind datiert und nume­riert. Es wäre anstän­dig gewe­sen, Num­mer oder Datum anzu­ge­ben. Dann könn­te man näm­lich sofort selbst nach­schau­en, nicht zuletzt sich auch ein­mal den Gesamt­zu­sam­men­hang ansehen.

      • Sie ant­wor­ten nicht, See­feldt, wie so oft. Auf mei­ne Fra­ge, wel­che Schwä­chen der Erz­bi­schof gehabt hat, die sich in den heu­ti­gen Schwie­rig­kei­ten der Bru­der­schaft wider­spie­geln, erhal­te ich kei­ne Antwort.

        War­um? Weil Sie es schlicht nicht wis­sen. War­um? Weil Weih­bi­schof Wil­liam­son etwas andeu­tet, aber nicht wei­ter aus­führt. War­um scheint Sie dies nicht zu interessieren?

        Mich hät­te es näm­lich schon inter­es­siert, was denn die Schwä­che des Erz­bi­schofs war. Sei­ne Anhäng­lich­keit an Rom? Jeden­falls eine Schwä­che, unter der Weih­bi­schof Wil­liam­son wohl nicht leidet.

        Unter einer Absetz­be­we­gung ver­steht man übri­gens See­feldt nicht eine Total­kri­tik, kein Ver­wer­fen in Bausch und Bogen, son­dern ein lang­sa­mes Abrücken.

        Aber, ich stel­le Ihnen ger­ne noch eine wei­te­re Fra­ge: wer ver­götzt denn den Erz­bi­schof? Wel­che Per­so­nen­grup­pe möch­te denn Weih­bi­schof Wil­liam­son davor war­nen? Soll­te ich das Gebet für die Hei­lig­spre­chung des Erz­bi­schofs, wel­ches am Ende des Buches „Damit die Kir­che fort­be­stehe“ abge­druckt ist, einstellen?

        • Sie haben eine weit­aus wich­ti­ge­re Fra­ge nicht beant­wor­tet: Aus wel­chem Elei­son-Kom­men­tar haben Sie zitiert (wenn Sie über­haupt aus einem sol­chen zitiert haben)?

        • Noch etwas: Es ist kei­nes­wegs mei­ne Art, Fra­gen an mich unbe­ant­wor­tet zu las­sen. Aber in die­sem Fal­le bestehe ich dar­auf, erst ein­mal zu erfah­ren, aus wel­chem Elei­son-Kom­men­tar das Zitat sein soll. Denn ich möch­te, bevor ich zu die­sem Zitat wei­te­re Stel­lung neh­me, erst ein­mal selbst das Ori­gi­nal­zi­tat lesen, und ich habe kei­ne Lust, nach dem Kom­men­tar zu suchen, bloß weil Sie nicht den Anstand haben, die Quel­le zu nennen.

          Daß Sie zu mei­ner Fest­stel­lung, daß in dem Elei­son-Kom­men­tar Erz­bi­schof Lef­eb­v­re in hohen Tönen gelobt wird, über­haupt nichts äußern, besagt ja auch schon eine gan­ze Men­ge, näm­lich über Ihre Unredlichkeit.

        • Ich dach­te See­feldt, Sie ken­nen die Elei­son Kom­men­ta­re. Mein Zitat, stammt aus: „EC 287: Rück­kehr des Fün­zi­ger-ismus“ vom Sams­tag, 12. Janu­ar 2013.

          Erhal­te ich nun mei­ne Ant­wor­ten oder ver­su­chen Sie sich wie­der raus­zu­re­den? Falls ja, las­sen Sie es einfach!

          • Es ist jetzt spät, ich gehe jetzt zu Bett.

            Mor­gen wer­de ich mir den Kom­men­tar aber anschau­en und dann auch dazu Stel­lung nehmen.

            Neh­men Sie aber irgend­wann aber auch ein­mal Stel­lung zu den posi­ti­ven Aus­sa­gen Bischof Wil­liam­sons über Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, in eben den von Ihnen zitier­ten Eleison-Kommentar?

            Übri­gens, ich lese durch­aus die Elei­son-Kom­men­ta­re. Nur kön­nen Sie nicht von mir erwar­ten, daß ich jeden Kom­men­tar aus­wen­dig kenne.

          • Dan­ke für den wenn auch spä­ten Hin­weis. Den Elei­son-Kom­men­tar habe ich jetzt vor mir, und ich möch­te gleich die ersten bei­den Sät­ze zitieren:

            „War­um nur suchen die Obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. nun die Gunst der Neu­kir­che, um sich ihr anzu­schlie­ßen, wo doch Erz­bi­schof Lef­eb­v­re die­se Bru­der­schaft eigens dafür gegrün­det hat­te, der Neu­kir­che zu wider­ste­hen? Eine Ant­wort auf die­se bren­nen­de Fra­ge lau­tet, daß die­se Obe­ren den Erz­bi­schof nie rich­tig ver­stan­den haben.“

            Hier stellt Bischof Wil­liam­son sich son­nen­klar an die Sei­te des Erzbischofs.

            Doch schrieb Bischof Wil­liam­son in eben jenem Kom­men­tar auch von Schwä­chen des Erz­bi­schofs, die sich in den heu­ti­gen Schwie­rig­kei­ten der Pius­bru­der­schaft wie­der­spie­geln. Lei­der beschrieb Bischof Wil­liam­son die­se Schwä­chen nicht näher, und daher bin ich außer­stan­de, hier dar­zu­le­gen, wel­che Schwä­chen Bischof Willam­son selbst mein­te. Ich kann aller­dings eine Ver­mu­tung äußern, eine Ver­mu­tung, die sowohl zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung (Janu­ar 2013) als zu BEIDEN frag­li­chen Aus­sa­gen (Schwä­chen des Erz­bi­schofs und Schwie­rig­kei­ten der Pius­bru­der­schaft) pas­sen und oben­drein erklä­ren wür­de, war­um der Bischof hier ein­mal nicht Klar­text spricht: Daß näm­lich Erz­bi­schof Lef­eb­v­re Fel­lay zum Bischof weih­te. Wenn Bischof Wil­liam­son die­se Bischofs­wei­he als Feh­ler ansieht, kann er das auch Schwä­chen des Erz­bi­schofs zuschrei­ben und in der Miß­wirt­schaft des der­zei­ti­gen Gene­ral­obe­ren ein Wider­spie­geln jener erz­bi­schöf­li­chen Schwä­chen sehen.

            Es sei hier noch­mals betont: Das ist nun eine mög­li­che Erklä­rung, für deren Zutref­fen ich nicht garan­tie­ren kann.

            Soll­te sie aller­dings zutref­fen, muß ich hier Bischof Wil­liam­son wider­spre­chen: Den Feh­ler beging nicht der Erz­bi­schof mit der Bischof­wei­he Fel­lays, den Feh­ler begin­gen jene, die in den letz­ten Gene­ral­ka­pi­teln die­sen Gene­ral­obe­ren wählten.

            *
            Nun habe ich hier (mög­li­cher­wei­se) Bischof Wil­liam­son wider­spro­chen — aber des­we­gen wen­de ich mich nicht von die­sem Bischof ab.

          • Sehr dünn, sehr dünn. Wie alle Argu­men­te des “Wider­stan­des“. Wil­liam­son spielt: mal pen­delt er Rtg. Lef­eb­v­re, mal wie­der von ihm ab. Kei­ne kla­re Aus­sa­gen. So wie wir das zum Bei­spiel von „Kon­zils­theo­lo­gen“ ken­nen. Bischof Wil­liam­son geht es nicht dar­um etwas auf­zu­bau­en, es geht ihm um Sabo­ta­ge und Zer­stö­rung. Anders kann ich mir sei­ne sub­ver­si­ven Aktio­nen „Auf­bau von Wider­stand­ne­stern“ nicht erklä­ren. Wenn ihm die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. nicht mehr passt, so soll er sie ein­fach in Ruhe las­sen. War­um grün­det er nicht Prio­ra­te, Schu­len usw. und wirkt durch posi­ti­ve, statt nega­ti­ve Handlungen.

          • Dünn ist nur das Zeug von „auchkein­na­me“, falsch obendrein.

            Bischof Wil­liam­son hat sich an kei­ner Stel­le von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re abgewandt.

            Was Ähn­lich­kei­ten mit „Kon­zils­theo­lo­gen“ betrifft: Ein Muster­bei­spiel dafür ist die Dok­tri­nel­le Erklä­rung des Generaloberen.

            Wer Bischof Wil­liam­sons Stel­lung­nah­men hört oder liest, merkt schnell, daß ihm die Prie­ster­bru­der­schaft immer noch am Her­zen liegt. Er will nicht die Prie­ster­bru­der­schaft spal­ten, ihm liegt die Bewah­rung der Prie­ster­bru­der­schaft am Her­zen — Bewah­rung im Sin­ne ihres Grün­ders Erz­bi­schof Lef­eb­v­res natür­lich, nicht im Sin­ne des der­zei­ti­gen Gene­ral­obe­ren, der dem Sin­ne Lef­eb­v­res dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt ist.

          • Gera­de ist ein neu­er Elei­son-Kom­men­tar erschie­nen. Dar­in schreibt Bischof Wil­liam­son unter ande­rem über einen bra­si­lia­ni­schen Prie­ster und des­sen „treu­es Fest­hal­ten an der Tra­di­ti­on, so wie Erz­bi­schof Lef­eb­v­re die­se verstand.“

            Auch die­ses Zitat zeigt, daß Bischof Wil­liam­son Erz­bi­schof Lef­eb­v­re treu ist.

  21. Die Mög­lich­keit eines Amts­ver­lu­stes oder einer Sedis­va­kanz wegen Glau­bens­ab­wei­chung wur­de prak­tisch von allen Päp­sten, Kon­zi­li­en und von den Theo­lo­gen der 2000-jäh­ri­gen Kir­chen­ge­schich­te, die sich mit die­ser Fra­ge befasst haben, angenommen.

    Sind die­se Päp­ste, Kon­zi­li­en, Theo­lo­gen des­halb als „Sedis­va­kan­ti­sten“ zu verurteilen?

    Die Pius­bru­der­schaft scheint völ­lig allein in der gan­zen Kir­chen­ge­schich­te zu ste­hen, wenn sie davon aus­geht, dass „Amts­in­ha­ber“, die sich per­sön­lich gegen den Glau­ben der Kir­che stel­len und somit das Amt auch nicht im Sin­ne Chri­sti aus­übern, von den Gläu­bi­gen zwin­gend als recht­mä­ßi­ge Amts­in­ha­ber ange­se­hen wer­den müssen!

    Die Lei­tung der Pius­bru­der­schaft muss sich viel mehr argu­men­ta­tiv als auto­ri­ti­är mit die­ser Fra­ge aus­ein­an­der­set­zen und auch in Rom deut­lich machen, dass Hir­ten nur dann von den Gläu­bi­gen als sol­che (an)erkannt wer­den kön­nen, wenn sie wirk­lich die Stel­le Chri­sti vertreten!

    • Die Bru­der­schaft wird ihre Zwit­ter­leh­re, wonach der Papst, obschon ein Häre­ti­ker, der Papst ist, nicht mehr lan­ge ver­tei­di­gen kön­nen. Die­ser Kurs wird von Monat zu Monat irr­si­ni­ger und es scheint, als hät­te es wie­der mal Wil­liam­son am schnell­sten von allen begriffen.

      • Lei­der wirkt Bf. Wil­liam­son so exzen­trisch. Ich schrei­be bewusst wirkt, weil ich sei­ne Schrif­ten nicht kenne.
        Aber die Zita­te, die Nas­sau­er bringt, kann ich nicht tei­len. Davon müss­te ich mich distanzieren.
        Ich gehe davon aus, dass Bischof Fel­lay alles tun wird, damit es zu einer Eini­gung mit Rom kommt, egal, unter wel­chen Bedin­gun­gen. Er kann über sei­ne Amts­zeit hin­aus das Gene­ral­ka­pi­tel so zusam­men­set­zen, dass es bei der näch­sten Gele­gen­heit, viel­leicht nach dem Pon­ti­fi­kat von P. Fran­zis­kus, zur heiß ersehn­ten Regu­lie­rung kommt. Er selbst bleibt als Bischof und ehe­ma­li­ger GO mäch­tig, er kann die Strip­pen ziehen.
        Mei­ne ein­zi­ge Hoff­nung ist Bischof Tis­sier de Mal­lerais. Dass er eher neue Bischö­fe weiht, als dass das Werk von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re zugrun­de geht.

        • Ich wüss­te sehr gern, woher Sie, lie­be cup­pa, ihre Infor­ma­tio­nen über Bischof Fel­lay haben. Mei­ne sind näm­lich ganz ande­re und wir sind hier in dres­den wirk­lich Bru­der­schafts­treu, das kön­nen Sie mir glauben.

          An dem Klein­krieg eini­ger weni­ger, die Gläu­bi­ge in ganz Deutsch­land beun­ru­hi­gen, haben wir kein Inter­es­se. Ich muss es Ihnen so deut­lich schrei­ben: wenn Sie kei­ne stich­hal­ti­gen Bewei­se für ihre Ver­mu­tun­gen vor­le­gen kön­nen, dann soll­ten Sie alles, aber auch wirk­lich alles tun, um dem Zusam­men­halt in der Prie­ster­bru­der­schaft dadurch zu ver­hel­fen indem Sie den latei­ni­schen Rechts­grund­satz beher­zi­gen: in dubio pro reo! Im Zwei­fel für den Angeklagten.
          Und es geht ja längst nicht m,ehr nur um Bischof Fel­lay, jetzt ist sogar P. Schmid­ber­ger dran, den ich jah­re­lang ken­ne und des­sen eif­ri­ger Ein­satz für das Werk des Erz­bi­schofs Lef­eb­v­re uns allen hier in dres­den und wir sind erst seit 2006 eine Pius­ge­mein­de wohl­be­kannt und ver­traut ist. Ich ken­ne ihn bereits als Regens in Zaitz­ko­fen, Herr See­feld, das ist ein­fach wirk­lich nicht mehr tragbar.
          Also bit­te beten und mit­ar­bei­ten mit dem Herrn.
          Lesen Sie den Rund­brief auf pius .info vom März, er erklärt soviel wie uns Gläu­bi­gen not­wen­dig ist.
          Bischof fel­lay und der Gene­ral­rat haben das Ver­trau­en und den Rück­halt des Gene­ral­ka­pi­tels, also der Obe­ren auf dem Erdkreis.

          Nie­mand, ich sage es deut­lich, nie­mand wird auf Bie­gen und Bre­chen jetzt ein Abkom­men unterzeichen.
          Das sind alles Hirn­ge­spin­ste, die jeder Rea­li­tät ent­beh­ren. Was Bischof Fel­lays ein­zi­ger Feh­ler war, das er viell. zu gut­gläu­big auf Stim­men aus Rom ver­traut hat und dann im Juli 2012 die Wahr­heit erfah­ren musste.
          Wenn durch­rei­sen­de Patres uns fra­gen, ob es bei uns auch streit gibt, dann muss ich sagen, das es Leu­te um Bischof Wil­liam­son weit gebracht haben.
          Sie sind es näm­lich, die als Spalt­pil­ze wir­ken und nicht unse­re Oberen.

          Ich hal­te Sie für einen fähi­gen Katho­li­ken, lie­be cup­pa, des­halb, wie schon oft­mals mei­ne bis­her erfolg­lo­se Bit­te: Sie sind neu hier

        • las­sen Sie sich, lie­be cup­pa von erfah­re­nen Seel­sor­gern und alt­ein­ge­ses­se­nen Gläu­bi­gen, die den Erz­bi­schof, p. Schmid­ber­ger und Bischof fel­lay genau ken­nen bera­ten. Fra­gen Sie dort, tra­gen Sie dort ihre Äng­ste vor und Ihnen wird gehol­fen werden.

          Hören Sie nicht auf Men­schen, die sich in ihrer Enge in klein­ge­druck­tem verrennen.
          Sie stu­die­ren eif­rig die Bücher des Erz­bi­schofs. Klas­se: dann las­sen Sie sich aber auch von sei­ner Treue zu Rom und sei­nem mis­si­ons­ei­fer, sei­ner Beschei­den­heit und Demut inspi­rie­ren. Auch dazu gab es in die­sem Monat bereits sehr gute Zita­te auf pius.info, denn nicht alles ist in Büchern zugänglich.

          Ich möch­te Sie nicht an eine Grup­pe ver­lie­ren, die bar jeder Juris­dik­ti­on zwi­schen seich­ter Sedis­va­kanz und Bes­ser­wis­ser­tum agiert und dadurch dem Werk Lef­eb­v­res ernst­haf­ten Scha­den zufügt.

          Mein per­sön­li­cher Ein­druck ist, das Bischof Fel­lay noch gar nicht ein­mal gemerkt hat mit welch gefähr­li­chem Geg­ner er es hier wirk­lich zu tun bekommt und das man in Men­zin­gen, weil es eben nur ver­ein­zel­te Prie­ster und Lai­en sind, die aber durch ihr lau­tes Getö­se ver­un­si­chern, die Gefahr unter­schätzt hat und nun zu spät ver­sucht Ruhe hereinzubekommen.

          Und noch etwas, nach­dem, was wir die­ser Tage über die Ein­stel­lung von Bischof Wil­liam­sons erfah­ren muss­ten, kön­nen Sie mir glau­ben, dass es auch Bischof Tis­sier de Male­rais und Alfon­so de Galeret­ta leid sind, ihm auf den Kar­ren gesprun­gen zu sein. Auch die­se Infos habe ich von einem guten bekann­ten Prie­ster der FSSPX aus Graz erhalten.

          Wie glaub­wür­dig kann ein Bischof noch sein, der bewusst eine Hollo­caust­leug­nung insze­niert, um den Image Scha­den eines groß­ar­ti­gen Wer­kes in Kauf neh­mend, theo­lo­gi­sche Gesprä­che (2009), die völ­lig berech­tigt und im Beschluss des Gene­ral­ka­pi­tels von 2006 lagen zu torpedieren?

  22. @kleine Mü
    und Ihres­glei­chen! Noch­mals zu den fami­li­en­zer­stö­ren­den Paa­ren. Ach da liegt des Pudels wah­rer Kern: also die­se Fami­li­en­zer­stö­run­gen sei­tens der jun­gen Paa­re, die so schnell es geht , wie es so schön heißt: „ein Fleisch wer­den wol­len“, also mit ande­ren Wor­ten Ihren Geschlechts­trieb nicht bän­di­gen kön­nen und die­sem Trieb lie­ber den Fami­li­en­frie­den und die wah­re katho­li­sche Bot­schaft („Von allen Gebo­ten die Größ­te ist die Lie­be“, wohl­ge­merkt : die Cari­tas, nicht das Eros!) auf­op­fern, also die­se Paa­re machen die Fami­l­ein­zer­sö­rung mit System und mit Bedacht. Manch einer hat­te bereits den Ein­druck, dass dem so ist. Dan­ke für die Bestä­ti­gung. Nur lei­der ist es so, dass vor Gott das eine Sakra­ment nicht gegen das ande­re aus­ge­spielt wer­den kann: und somit für das Sakra­ment der Ehe nicht die rei­ne Beich­te und die wür­di­ge hei­li­ge Kom­mu­ni­on auf­ge­op­fert wer­den kön­nen. Das Sakra­ment der Ehe hat viel­mehr in sich, als eine unge­bän­dig­te Wol­lust . Das Sakra­ment der Ehe heißt, der Frau wird der Kopf mit Kopf­tuch bedeckt, in vie­len Kul­tu­ren heu­te noch, wie den Ordens­frau­en und die­ses Tuch heißt Ver­ant­wor­tung, und zwar Ver­ant­wor­tung für die wer­den­de und für die bestehen­de Fami­lie: für Jung und Alt! Nur die, die in der ’68-er Atmo­sphä­re sozia­li­siert wur­den, und die hype Tra­di-Sze­ne als ein Tüp­fel­chen auf dem „i“ für sich ent­deckt haben, haben kei­ne Ahnung von der wah­ren Demut, die die Mensch­heits­ge­schich­te mit­ge­tra­gen hat in Gestalt vie­ler arbeit­sa­men und demü­ti­gen Müt­tern, Töch­tern und Schwie­ger­töch­tern. Vor­sicht, klei­ne agres­si­ven ’68-er Tra­dis, der Teu­fel ist ein Maßschneider!

  23. Von Herrn See­feldt: „Um ein­mal etwas iro­nisch zu wer­den: Jene über eine Mil­li­on ermor­de­ten Arme­ni­er waren eben nur Arme­ni­er, und jene über 6 Mil­lio­nen Ukrai­ner, die Sta­lin wäh­rend des eini­ge Mona­te dau­ern­den Holo­do­mor umbrin­gen ließ, waren eben nur Ukrai­ner – des­we­gen ist die Leug­nung ihrer Ermor­dung auch kein Revi­sio­nis­mus. So ein­fach ist das! * Iro­nie aus *“

    See­feldt, das war nicht iro­nisch, das war ein­fach nur unter­ste Schub­la­de. Man rech­net Tote nicht gegen­ein­an­der auf! Ich hat­te übri­gens dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es auch einen links­ex­tre­mi­sti­schen Revi­sio­nis­mus gibt, und wenn schon, was hat das denn bit­te schön damit zu tun, dass der nach Ihrer Ansicht hoch­in­tel­li­gen­te (liegt Ihnen eigent­lich das Ergeb­nis sei­nes IQ-Tests vor, oder ent­neh­men Sie die­sen Umstand aus Ihrer anschei­nend unfehl­ba­ren Men­schen­kennt­nis?) Weih­bi­schof Wil­liam­son die syste­ma­ti­sche Ermor­dung der Juden durch die Natio­nal­so­zia­li­sten relativiert?

    Um es klar zu sagen: jeder, der Opfer eines Gewalt­ver­bre­chens wird, egal durch wen, egal aus wel­chem auch noch so heh­ren Motiv, ver­dient in aller erster Linie unser Gebet, und nicht Ihre Iro­nie, und auch nicht, dass des­sen Schick­sal von jeman­den dazu miss­braucht wird, ein aus Sicht die­ser Per­son erstre­bens­wer­tes Ziel (Ver­hin­de­rung der Eini­gungs­ge­sprä­che) zu errei­chen. Der Zweck hei­ligt nicht die Mittel!

    • Nas­sau­er, Wil­liam­son hat nichts rela­ti­viert. Er hat nur gesagt, er glaubt bestimm­ten Opfer­zah­len und Ermor­dungs­tech­ni­ken nicht. Das ist bei den ver­schie­den­sten Mord­hand­lun­gen geno­zi­da­len Aus­ma­ßes immer wie­der total üblich, dass man sich dies­be­züg­lich nicht eini­gen kann. Den­ken Sie nur an den Gulag: 25–70 Mio. Opfer. Den­ken Sie nur an Dres­den 18000–600000 Opfer. Das bedeu­tet doch nicht, dass man die Opfer ver­ach­tet! Das tut auch Wil­liam­son nicht.

      • Klar, Weih­bi­schof Wil­liam­son möch­te als Hob­by-Histo­ri­ker nur die histo­ri­sche Wahr­heit ergünden.

        Nur eigen­ar­tig, dass er nach sei­ner Aus­wei­sung aus Argen­ti­ni­en am 24. Febru­ar 2009 von Michèle Renouf emp­fan­gen wur­de, die im Juli 2011 mit ver­schie­de­nen Kory­phä­en aus der Gil­de der Holo­caust­leug­ner wie Syl­via Stol­zen, Rolf Wink­ler und Gerd Walt­her die Beru­fungs­ver­hand­lung am Land­ge­richt Regens­burg besuchte.

        Für die­je­ni­gen, die Frau Renouf nicht ken­nen, ein Zitat aus Ihrer Rede auf der sog. Holo­caust-Kon­fe­renz am 11. und 12. Dezem­ber 2006 in Tehe­ran: „Wir reden immer nur über Holo­caust und Zio­nis­mus und ver­ges­sen dabei die Wur­zel des Übels: Den Juda­is­mus. Mit ihrem Glau­ben, sie sei­en allen ande­ren Men­schen über­le­gen, kor­rum­pie­ren die Juden unse­re Kultur.“

        Gab es sei­tens von Weih­bi­schof auch nur ein Wort der Distan­zie­rung von Frau Renouf? Ein Wort, dass er nicht mit in einen Topf die­ser brau­nen Trup­pe gewor­fen wer­den möchte?

        • Ach, sind Sie denn Histo­ri­ker, nas­sau­er? Oder auch nur „Hob­by-Histo­ri­ker“?

          Wenn nicht, soll­ten Sie es unter­las­sen, die geschichts­wis­sen­schaft­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on ande­rer herabzusetzen.

          Die von Ihnen zitier­ten Aus­sa­gen von Frau Renouf fin­de ich häß­lich und falsch — sie besa­gen aber nichts über Wert oder Unwert ihrer (mir übri­gens unbe­kann­ten) Aus­sa­gen zur natio­nal­so­zia­li­sti­schen Judenverfolgung.

          Denn wenn Sie der Frau Renouf wegen ihren Juden­feind­schaft Falsch­aus­sa­gen über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung unter­stel­len, könn­te man das Glei­che aus ent­ge­gen­ge­setz­tem Grun­de jüdi­schen Geschichts­schrei­bern unterstellen.

          Stich­wort jüdi­sche Geschichts­schrei­ber: Ken­nen Sie Nor­man Fin­kel­steins Buch über die „Holo­cau­st­in­du­strie“? Ist die­ser Jude Ihrer Mei­nung nach auch ein „Anti­se­mit“ oder ein „Holo­caust­leug­ner“?

          *
          Und auch wenn es Ihnen unend­lich schwer­fällt: Ver­su­chen Sie doch wenig­stens die Erwä­gung, daß Bischof Willam­son es tat­säch­lich mit der Wahr­heit ernst meint.

    • „jeder, der Opfer eines Gewalt­ver­bre­chens wird, egal durch wen, egal aus wel­chem auch noch so heh­ren Motiv, ver­dient in aller erster Linie unser Gebet“

      Das unter­schrei­be ich ohne Einschränkung.

      Ich füge hin­zu: Jeder Ermor­de­te ist ein Ermor­de­ter zu viel, egal wer den Mord an wem begeht (jedes übri­ge Ver­bre­chens­op­fer natür­lich auch).

      Nur, Nas­sau­er, wenn Sie schon so heh­re Sät­ze los­las­sen, dann soll­ten Sie sich schon selbst dar­an hal­ten, und hier nicht so auf einer ein­zi­gen Opfer­grup­pe herumreiten.

      Mei­ne Iro­nie war zwar bit­ter, aber mei­ner Mei­nung nach durch­aus ange­bracht, denn tat­säch­lich gibt es lei­der in die­sem Lan­de star­ke Ten­den­zen, Ver­bre­chens­op­fer ent­spre­chend ihrer Volks­zu­ge­hö­rig­keit unter­schied­lich zu bewer­ten, und ich kann mich lei­der nicht des Ein­drucks ent­zie­hen, daß das auch für Sie gilt (unge­ach­tet Ihres so heh­ren Sat­zes von heu­te abend).

      Ich maße mir kei­nes­wegs „unfehl­ba­re Men­schen­kennt­nis“ an, aber die mei­sten Men­schen mer­ken doch in etwa, wie intel­li­gent ein Mensch ist. Und wenn Sie ehr­lich und unvor­ein­ge­nom­men wären, dann wür­den auch Sie Bischof Wil­liam­son eine hohe Intel­li­genz zuge­ste­hen. Sie wür­den ihm fer­ner Gerad­heit und Ehr­lich­keit zuge­ste­hen. Denn auch die­se bei­den Eigen­schaf­ten sind bei Bischof Wil­liam­son deut­lich wahrzunehmen.

  24. Lie­ber mariokin,

    Sie haben sich viel Mühe gemacht, dan­ke. Und red­li­che Moti­ve zuge­ord­net, das ist viel wert.
    Doch ich kom­me aus der Kon­zils­kir­che, mit Krei­sen um Bf. Wil­liam­son habe ich nichts zu tun, weil ich sie gar nicht kenne.
    Ich tei­le jedoch die grund­sätz­li­chen Beden­ken gegen einen Kurs, der trotz theo­lo­gi­scher Dif­fe­ren­zen ein prak­ti­sches Abkom­men mit Rom für mög­lich hält im äußerst ver­letz­li­chen Rah­men einer Personalprälatur.
    Ich kann davor nur von mei­nen Erfah­run­gen her war­nen. Und bit­ten, die War­nun­gen von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re vor einer Ansteckung ernst zu neh­men. Die Gefahr, den INTEGRALEN GLAUBEN zu ver­lie­ren, ist zu groß. Lei­der spre­che ich aus Erfahrung.
    Wenn der Kir­che wie­der ein Papst geschenkt wird, der den inte­gra­len katho­li­schen Glau­ben der Vor­kon­zil­späp­ste hat, der das weit­ge­hend zer­stör­te röm.-kath. Prie­ster­tum wie­der­auf­zu­rich­ten wünscht, dann muss die FSSPX sei­nem Ruf fol­gen, auch wenn noch genug Schwie­rig­kei­ten zu über­win­den sind.
    Vor­her wür­de die FSSPX auf­ge­rie­ben wer­den. Der Ver­lust wäre zu hoch. Das sind mei­ne Befürchtungen.

    • Dies kann ich auch voll und ganz unter­schrei­ben lie­be cup­pa. Auch ich habe bei einer Prä­la­tur Bauch­schmer­zen, da sie den Orts­or­di­na­ri­en unter­steht. Man sieht ja an der FSSP wie das bis­her gelau­fen ist. Soll­te Bischof Fel­lay Bes­se­res erhofft haben, wur­de er ja im Juli 2012 gründ­lich auf die Rea­li­tät in Rom zurück­ge­holt. Wobei ich immer noch glau­be, dass der Papst bezüg­lich der Prä­am­bel und der nach­ge­for­der­ten Bedin­gun­gen schon nicht mehr hand­lungs­frei war. Das das so nichts wird, wäre doch einem so hoch­in­tel­le­gen­ten Mann wie Bene­dikt von sei­nen Ver­hand­lun­gen 1988 her sicher vor­her klar gewesen.
      Und heu­te applau­die­ren die fal­schen. Von Bene­dikts Reform­ver­su­chen wird bald nichts mehr zu hören sein. Sein Pon­ti­fi­kat scheint ja jetzt schon im Schwei­gen ver­sun­ken zu sein. Wo sind die jun­gen Kei­me und Pflänz­chen, die unter ihm wuch­sen. Von der Bild­flä­che ver­schwun­den. In Rom weht lit­ur­gisch jetzt wie­der ein ande­rer Wind. Der „Geist“ des Kon­zils u der Frei­heit wird erneut beschwo­ren, auch wenn theo­lo­gisch gegen die bis­he­ri­gen Pre­dig­ten von Fran­zis­kus nichts ein­zu­wen­den wäre.
      Wie sag­te Jesus selbst über die recht­mä­ßi­ge reli­giö­se Auto­ri­tät sei­ner Zeit: den rech­ten Wor­ten fol­gen, sich aber nicht nach ihrem Tun richten.

      Der Gedan­ke sich an Pater Gaudron zu wen­den ist von Ihnen wirk­lich pri­ma. Er ist ein guter Theo­lo­ge und trotz­dem nüch­tern sach­lich und ein­fach ver­ständ­lich. Er war auch 2 Jah­re bei uns in Dres­den und hat mein gan­zes Ver­trau­en. An ihn dür­fen sie sich ruhig wen­den. Er gibt Unter­richt am Insti­tut Sanc­ta Maria in Wangs. Das ist eine Jun­gen­in­ter­nats­schu­le der FSSPX. Die genaue Adres­se fin­den sie auf der Home­page pius.info unter der Rubrik Schulen.

      Einen schö­nen Abend aus Dres­den wünscht mariokin

      • Ich sehe kei­nen Wider­spruch zwi­schen Rede und Tat von Papst Fran­cis­cus. Es gibt näm­lich auch kei­nen. Also soll­ten wir ihm gehor­sam folgen.

        • Inno­zenz III. hat mal geschrie­ben, dass der Papst zwar noch nicht Gott, aber höher als der Mensch sei. Sie müs­sen schon selbst ent­schei­den, ob Sie Gott und dem Papst fol­gen oder nicht 😉

          • Falsch, es besteht immer noch die Mög­lich­keit, zwi­schen Gott und dem Papst ent­schei­den zu müssen.

            Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ent­schied sich für Gott.

    • Cup­pa, in allem, was die Sor­ge um den Bestand der FSSPX angeht, bin ich mit Ihnen einer Mei­nung. Nichts darf gesche­hen, was die­sen gefähr­den könn­te. Des­halb sehe ich auch Bischof Wil­liam­sons Hand­lungs­wei­se so kri­tisch. Eben­so stim­me ich mit Ihnen über­ein, dass eine Per­so­nal­pä­la­tur ohne die Errich­tung eines Per­so­nal­or­di­na­ria­tes der Tra­di­ti­on (es wäre ja auch vor­stell­bar gewe­sen, die FSSPX hät­te inner­halb eines sol­chen Ordi­na­ria­tes als Per­so­nal­prä­la­tur errich­tet wer­den sol­len) inak­zep­ta­bel ist. Ohne­hin sehe ich im jet­zi­gen Pon­ti­fi­kat nicht nur kei­ne reel­le Chan­ce, son­dern über­haupt kei­nen Sinn für wei­te­re Ver­hand­lun­gen, da Bene­dikts Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät als Grund­la­ge oder Mini­mal­kon­sens für sel­bi­ge von den jet­zi­gen Macht­ha­bern im Vati­kan ganz offen­sicht­lich abge­lehnt wird. Was mich an Ihnen jedoch irri­tiert, ist Ihre har­te Kri­tik an und Ihr Miss­trau­en gegen­über Exzel­lenz Fel­lay. Auch sol­ches gefähr­det in mei­nen Augen den Bestand und die Ein­heit der FSSPX. Dank des­halb an @MarioKin für sei­ne Kom­men­ta­re. Ich wer­de nicht umhin kön­nen, ihm brü­der­lich die Hand zu schüt­teln, wenn ich ein­mal wie­der Gele­gen­heit habe, im wun­der­schö­nen Dres­den der Mes­se in der Kapel­le der Bru­der­schaft bei­woh­nen zu können.

  25. mario­kin, zunächst will ich beto­nen, dass ich zwar Pater Gaudron sehr schät­ze, weil er sich einer­seits sehr prä­zi­se als Theo­lo­ge aus­drückt, ande­rer­seits leicht ver­ständ­lich bleibt, ohne theo­lo­gi­sche Sach­ver­hal­te zu ver­ein­fa­chen, dass ich mich aber mit mei­nen Fra­gen pro­blem­los an die Patres im Prio­rat wen­den kann.
    Kom­men­ta­re ent­wickeln eine Eigen­dy­na­mik, schau­keln sich nicht sel­ten hoch. Pater Gaudron erwähn­te ich im Fal­le des Gläu­bi­gen, der Haus­ver­bot erhal­ten hat. Die­ses Haus­ver­bot emp­fin­de ich als theo­lo­gisch kom­pli­ziert, von der mensch­li­chen Sei­te jetzt abge­se­hen. Einer­seits ist die FSSPX eine Prie­ster­bru­der­schaft, die natür­lich Haus­ver­bo­te ertei­len kann. Ande­rer­seits ver­tritt sie den Glau­ben der Kir­che voll­um­fäng­lich, was man lei­der von der Kon­zils­kir­che oder ande­ren Grup­pie­run­gen nur mit Beden­ken sagen kann. Ein Haus­ver­bot betrifft den Besuch der hl. Mes­se, das Auf­su­chen des Beicht­stuhls. Und das fin­de ich bedenk­lich, zu hart. Wobei das Ver­bot des Ver­tei­lens von „Kampf­blät­tern“ zu unter­schei­den ist.

    Ich gehe eben­falls davon aus, dass Bene­dikt XVI. so unter Druck stand, dass er nicht mehr hand­lungs­fä­hig war. Sein Vor­ge­hen ist anders nicht zu erklä­ren. Für mensch­lich inte­ger, ver­trau­ens­wür­dig, habe ich ihn immer gehal­ten. Theo­lo­gisch fand ich ihn wider­sprüch­lich, was aber nicht ver­wun­dern kann, bei einem gemä­ßig­ten Moder­ni­sten mit konservativ-traditionellen
    Anteilen.
    Davon bin ich über­zeugt: Die­se Kir­chen- und Glau­bens­kri­se ist mit vor­sich­ti­gen Refor­men nicht mehr zu über­win­den. Es wird grö­ße­re Trüm­mer geben, bevor sich neu­es Leben ent­fal­ten kann.
    Cup­pa kann es nicht las­sen, mario­kin, sie muss war­nen: Ehe die Trüm­mer die FSSPX zer­schla­gen, soll­te sie sich in siche­rem Abstand hal­ten. Denn sie wird drin­gend gebraucht für den Wiederaufbau..
    Einen guten Abend nach Dresden!

  26. @hicesthodie
    Eigent­lich habe ich das The­ma als been­det betrachtet.
    Mich macht das nur noch müde, und ich bin es leid, dass stän­dig die Ebe­nen ver­wech­selt wer­den. Ich habe per­sön­lich über­haupt nichts gegen Bischof Fel­lay und ich beto­ne das: Ich habe weder an sei­ner Fröm­mig­keit, an sei­nem guten Wil­len, an sei­ner Red­lich­keit gezwei­felt. Ich habe mich nicht nega­tiv über sei­ne Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten geäu­ßert. Wie käme ich dazu, ich ken­ne ihn nicht per­sön­lich, und er hat mir auch nichts zulei­de getan. Bischof Wil­liam­son ken­ne ich über­haupt nicht, ich bin emo­tio­nal über­haupt nicht betei­ligt an Kon­flik­ten zwi­schen Bischöfen.
    AUF GRUND MEINER ERFAHRUNGEN IN DER KONZILSKIRCHE WÄRE FÜR MICH EIN ABKOMMEN JETZT EIN ALPTRAUM! Nicht für mich per­sön­lich, aber wenn ich an die Kir­che und an die Gläu­bi­gen den­ke. Ich hät­te es als Selbst­mord ange­se­hen, wenn es zustan­de gekom­men wäre. Inso­fern habe ich mich ver­pflich­tet gefühlt, die­sen Annä­he­rungs­kurs zu kri­ti­sie­ren. Dafür steht Bischof Fel­lay. Des­we­gen hat sich mei­ne Kri­tik IN DIESER WICHTIGEN FRAGE an ihm fest­ge­macht. Ich wei­se aber klar von mir, etwas mit Beschimp­fun­gen, die auf ande­ren Blogs zu lesen sind, zu tun zu haben, mich anzuschließen.
    Im übri­gen wis­sen Sie mehr als ich. Ich habe nie etwas von einem Per­so­nal­or­di­na­ri­at der Tra­di­ti­on gehört, in dem die FSSPX eine Per­so­nal­prä­la­tur gewor­den wäre. Ich hielt das bis­her für Ihre Lieb­lings­idee, aber Sie behar­ren dar­auf, als wäre es eine Realität.
    Ich weiß nur, dass Bene­dikt XVI. in sei­nen For­de­run­gen an die FSSPX so weit gegan­gen ist wie die Vor­gän­ger­päp­ste. Er ist ihr schluss­end­lich in kei­ner Wei­se entgegengekommen.
    Aber Sie wis­sen mehr. Dann kann ich zusätz­lich die Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on bekla­gen, die ich wirk­lich nicht glück­lich fin­den kann. Denn wenn so etwas geplant war, war­um dür­fen wir ande­ren das nicht wissen?

  27. @hicesthodie
    Fortsetzung
    Sie hal­ten mir vor, mein Miss­trau­en gegen Bischof Fel­lay gefähr­de den Bestand und die Ein­heit der FSSPX. Mei­ne Ant­wort dar­auf: Ich habe bis­her mit kei­nem Gläu­bi­gen, mit kei­ner Gläu­bi­gen per­sön­lich auch nur ein Wort über die­ses The­ma ver­lo­ren, und ich habe auch nicht vor, es in Zukunft zu tun.
    Hier wird öffent­lich dis­ku­tiert, Grund­la­ge war der Arti­kel von Linus Schneider.
    Mir per­sön­lich ging es alles in allem in der Kon­zils­kir­che mensch­lich sehr gut. Ich wäre geblie­ben, wenn mir nicht bewusst gewor­den wäre, wie gefähr­det der katho­li­sche Glau­be in die­ser Kir­che ist.
    Wenn ich Bischof Fel­lays Eini­gungs­wün­sche auch wei­ter­hin mit Miss­trau­en betrach­te, dann, weil ich über­zeugt bin, dass eine Eini­gung ohne eine ‚Bekeh­rung Roms‘ den Bestand der FSSPX wirk­lich gefähr­det. Das wer­de ich im Inter­net wei­ter sagen, wenn die Gele­gen­heit sich bie­tet. Weil ich über­zeugt bin, dass die Kir­che die FSSPX braucht. Ich weiß nicht, wer sie erset­zen kann…

    • Lie­be Cuppa

      Wenn Sie, wie Sie ja schrei­ben nicht an Bischof Fel­lays Auf­rich­tig­keit und Fröm­mig­keit zwei­feln, ja ihn gar nicht per­sön­lich ken­nen, dann bit­te ich Sie jenen zu ver­trau­en, die ihn kennen.
      Das Bischof Fel­lay sich um eine Ver­stän­di­gung müht, ja mühen muss, liegt in der Natur sei­nes Amtes und was noch viel wich­ti­ger ist, im Wil­len Christi:

      „Sie sol­len eins sein, wie du Vater und ich eins sind, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“
      „Du bist Petrus der Fels und auf die­sen Fel­sen wer­de ich mei­ne Kir­che bauen!“

      Dar­aus hat die Kir­che zwei ver­bind­li­che Glau­bens­sät­ze dog­ma­ti­scher Natur abgeleitet:
      „Ubi Petrus eccle­sia est — Wo Petrus ist, da ist die Kir­che!“ Und „Extra Eccle­sia nul­la salus! — außer­halb der Kir­che kein Heil“

      Zur Ein­heit der Kir­che zäh­len drei Ban­de: 1. in den Sakra­men­ten 2. in der Leh­re und 3. in der hier­ar­chi­schen Unter­ord­nung und Leitung

      die­ses 3. Band ist zumin­dest nach außen hin beschä­digt, die FSSPX beruft sich auf eine Kri­se im 2. ver­bin­den­den Band.

      Der Wil­le Chri­sti ist jedoch die Ein­heit sei­ner Kir­che, also muss jeder auf­rech­te Katho­lik vom innig­sten Wunsch beseelt sein, die­se Ein­heit zu erreichen.

      natür­lich nicht um jeden Preis! Und das ist der Streit­punkt im hier Forum. es gibt Leu­te, die Stun­den­lang die Bolgs durch­for­sten. da sind jun­ge Leu­te die gestan­de­nen Prie­stern ins Gesicht schrei­ben, sie sei­en Ver­rä­ter. Und alles auf­grund von Mut­ma­ßun­gen, Kampf­schrif­ten im Netz. Statt zu ver­trau­en und zu beten.
      Ich möch­te Sie lie­be cup­pa gera­de wegen ihrer per­sön­li­chen Vor­ge­schich­te davor schüt­zen, sich auf­grund von Arti­keln und sei­en sie auch auf katholisches.info, ein fal­sches Bild von den FSSPX Obe­ren zu machen.
      Las­sen sie sich von erfah­re­nen Leu­ten und Postern sagen, wie die Patres wirk­lich sind, oder noch bes­ser, spre­chen Sie im Ver­trau­en selbst mit ihnen.

      Gera­de um der von ihnen oben genann­ten Kir­che wil­len, die die FSSPX braucht.
      Der Obe­re weiß, was er tut und auch nicht. Er ist wirk­lich besonnen.

    • Ich will damit sagen das auch der beste Redak­teur nicht alles wis­sen kann und ich schät­ze katho­li­sches. info sehr als treu katho­li­sches Forum.
      Auch bin ich sei­ner Excel­lenz Fel­lay als dama­li­ger Kon­zils Semi­na­rist der sich der FSSPX annä­her­te per­sön­lich begeg­net und ich kann Ihnen lie­be cup­pa aufs beste ver­si­chern dass Msgr. Fel­lay ein ehr­li­cher, ehr­ba­rer, wirk­lich teu sor­gen­der Hir­te der Sei­nen ist mit einer wahr­haf­ti­gen Lie­be zur Kirche.
      Sicher, er lässt sich nicht in alle Kar­ten schau­en, aber das ist bei der Bri­sans des Ver­hand­lungs­ge­gen­stan­des wg der Moder­ni­sten und frei­mau­rer wirk­lich nicht ver­wun­der­lich. Stel­len Sie sich vor eine öffent­li­che Debat­te über den Prä­am­bel­in­halt. Null Chan­ce für bei­de Sei­ten einen wirk­lich trag­fä­hi­gen mini­mal­kon­sens zu erreichen.

      Das sich Rom erst bekehrt hat es so in der Kir­chen­ge­schich­te nie gege­ben, kann also gar kei­ne Vor­be­din­gung sein. Was sein muss ist eine Exi­stenz­ga­ran­tie für die FSSPX im offi­zi­el­len kirchl. Rahmen.
      Dar­über wird auch Bischof Fel­lay nicht ver­han­deln, son­dern bestehen, wie wir ja im letz­ten Som­mer gese­hen haben. Er wird kein Selbst­mord­kom­man­do fah­ren nur um einen Ver­trag zu errei­chen. Genau des­halb hat er ja die Bedin­gun­gen Roms zur Prä­am­bel und die­se sogar selbst als untrag­bar zurückgewiesen!

      Nein, Bischof Fel­lay ist kein Kurz­schluss­ak­teur. Er macht die Sache rich­tig. Dar­auf ver­traue ich fest, das lehrt mich mei­ne per­sön­li­che Erfah­rung mit ihm. Ich habe ihn erlebt, pre­di­gen hören und selbst ein­mal per­sön­lich gespro­chen und weiß, was ich von sei­nen unbot­mä­ßi­gen Kri­ti­kern, zu denen ich Sie lieb besorg­te cup­pa nicht zäh­le, zu hal­ten habe.
      Für die­se muss man instän­dig beten.

  28. „Auf der erwähn­ten Hoch­zeit waren zahl­rei­che Prie­ster anwe­send, die bereits vor Jah­ren […] die Prie­ster­bru­der­schaft ver­las­sen hat­ten und Prie­ster, die erst vor kur­zem die Bru­der­schaft ver­lie­ßen und offi­zi­ell den der­zei­ti­gen Kurs der Prie­ster­bru­der­schaft als ‚moder­ni­stisch‘ brand­mar­ken. Eini­ge die­ser Prie­ster wand­ten sich nach dem Weg­gang zunächst erstaun­li­cher­wei­se dem Vati­kan näher­ste­hen­den Gemein­schaf­ten zu, ver­lie­ßen die­se aber wie­der schnell, um als „vagan­tes“ wei­ter zu suchen.“

    Eine schö­ne Hoch­zeits­ge­sell­schaft, die sich da ein Stell­dich­ein gab ! Anson­sten wün­sche ich den Herr­schaf­ten schon heu­te einen schö­nen „Spa­zier­gang“ mit Mgr. Wil­liam­son — wobei: die­se Unge­hor­sa­men und Abge­fal­le­nen dürf­ten sich unter ihres­glei­chen kaum auf eine gemein­sa­me Rou­te für einen sol­chen eini­gen können.

  29. Viel­leicht ereig­net sich hier tat­säch­lich eine Tra­gö­die. Ich ken­ne die Oxfor­der Scho­la­stik in bei­den Rich­tun­gen, sowohl die athe­isti­sche nach J. Corn­ford wie auch die the­isti­sche nach j. Tay­lor. Es ist rich­tig, daß sich die Angli­ka­ner eher nach der the­isti­schen Scho­la­stik gerich­tet haben. Aber: In der gesam­ten angel­säch­si­schen Phi­lo­so­phie neigt man ent­we­der dazu, sich ganz der scho­la­sti­schen Metho­de zu bedie­nen oder zu einem radi­ka­len Nomi­na­lis­mus (Daw­kins, Haw­kins) zu ten­die­ren. Richard Wil­liam­son stammt aus der the­isti­schen Oxfor­der Schu­le (übri­gens auch Swinbur­ne). Daß Wil­liam­son dann aber gemerkt hat, daß die Angli­ka­ner die Scho­la­stik gleich­sam usur­piert haben, ließ ihn an die Kon­ver­si­on zur Katho­li­schen Kir­che den­ken. Und nun war Groß­bri­tan­ni­en im Den­ken damals ein recht iso­lier­tes Land. Die Oxfor­der „Sple­ndid Iso­la­ti­on“ und der dazu­ge­hö­ri­ge Eli­ta­ris­mus haben ein Blick über den Tel­ler­rand sowohl in histo­ri­scher wie auch phi­lo­so­phi­scher Sicht erschwert.
    Richard Wil­liam­son hat daher immer wie­der die radi­ka­le Metho­de scho­la­sti­schen Den­kens ange­wandt, zumeist rich­tig, aber ohne den Blick für die Prak­ti­ka­bi­li­tät. Es ist in die­sem Fal­le beson­ders wich­tig, auf den fran­zö­si­schen Ursprung der FSSPX hin­zu­wei­sen. Und im fran­zö­si­schen Den­ken gibt es die faci­li­te, die Leich­tig­keit der Prin­zi­pi­en­fe­stig­keit. Der Nomi­na­lis­mus angel­säch­si­scher Prä­gung ist immer ein Fremd­kör­per geblie­ben, daher haben Den­ker wie Hei­deg­ger und Gada­mer eben in Frank­reich kei­nen guten Stand. Die Bruch­li­nie ver­läuft zwi­schen Lai­zis­mus und Got­tes­gna­den­tum, in den Län­dern der Refor­ma­ti­on zwi­schen Nomi­na­lis­mus und Rea­lis­mus. Von der phi­lo­so­phi­schen Denk­art blieb Richard Wil­liam­son trotz oder gera­de wegen sei­nes Eifers, dem Erz­bi­schof auf Wort zu fol­gen, ein Fremd­kör­per, instal­liert von dem Deut­schen Gene­ral­obe­ren F. Schmid­ber­ger. Gera­de sein Eifer war es aber, der ihn zuwei­len fal­sche Freun­de hat auf­su­chen las­sen, wie etwa David Irving.

  30. Und so ver­sucht Richard Wil­liam­son, Grup­pen zu inte­grie­ren, die für ande­re aus der FSSPX ein Dorn im Auge sind, Sedis­va­kan­ti­sten, die Chri­sti­an Iden­ti­ty Peop­le, Old Tra­di­tio­nal Catho­lics, also tra­di­tio­na­li­sti­sche Natio­nal­ka­tho­li­ken, alles unter den scho­la­sti­schen Prin­zi­pi­en von Sub­stanz (Katho­li­zi­tät) und Akzi­denz. Es kommt ihm auf das Wesen an, DAß jemand Katho­li­sche ist, also die REINE LEHRE hat. Hier besteht dann die Gefahr des Jan­sen­sis­mus auf der einen Sei­te; die Rei­ne Leh­re aber muß natür­lich auf die ästhe­tisch­ste Wei­se aus­ge­drückt wer­den und daher die Suche nach lit­ur­gi­scher Pracht, dem (nach Johan­nes Duns Sco­tus) scho­la­sit­schen Prin­zip der Schön­heit. Und genau da liegt eine ande­re Gefahr: Man ver­sucht sei­ne Dis­kre­panz zwi­schen der Rei­nen Leh­re und sei­nem Leben durch beson­de­re lit­ur­gi­sche Pracht­ent­fal­tung zu über­decken („Hei­li­ger Schein“) Auch hier haben sich Leu­te an Richard Wil­liam­son ange­schlos­sen und sei­nen durch­aus weich­her­zi­gen , ja ängst­lich-skru­pu­lö­sen Cha­rak­ter aus­ge­nutzt. Richard Wil­liam­son ist so in der Prie­ster­bru­der­schaft St. Oius X. immer ein Fremd­kör­per geblie­ben, jemand der von außen kommt, die kon­zi­lia­ren Ver­wer­fun­gen nicht haut­nah mit­er­lebt hat und an dem Kampf der ersten Stun­den in Frank­reich eben nicht teil­ge­nom­men hat. Es gibt Leu­te in der FSSPX, die ihm vor­wer­fen, geern­tet zu haben, ohne, daß er gesät hat, dazu gehö­ren die Pflu­ger-Brü­der und Abbe Glei­ze. Ich fra­ge mich: War­um hat P. Schmid­ber­ger nicht ein­mal den Ver­uch gemacht, zwi­schen S. E. Richard Wil­liam­son und S. E. Fel­lay zu ver­mit­teln? Wer. wenn nicht er wäre dazu in der Lage gewe­sen? Richard Wil­liam­son muß­te in die Iso­la­ti­on gehen, um sich zu schüt­zen. Daß er nun wie (ver­zei­hen Sie bit­te die­se Iro­nie, sie trifft die Sache aber!) ein Bri­tish Bull­dog zubeißt und jeden, der ihn angreift oder in sei­ne ver­meint­li­che Nähe kommt angreift, ist die Fol­ge jahr­zehn­te­lan­ger Iso­la­ti­on. Vil­l­eicht wäre es rich­tig von S. E. Fel­lay gewe­sen, 1994 R. W. zu sagen: Für Sich ist hier kein Platz!“

    • Da haben Sie nun so viel, so vie­le so lan­ge Bei­trä­ge geschrie­ben und über­se­hen dabei so eini­ge Klei­nig­kei­ten, die gar kei­ne Klei­nig­kei­ten sind.

      Hier sei zunächst dar­an erin­nert, daß Erz­bi­schof Lef­eb­v­re Richard Wil­liam­son zum Bischof weih­te und 1991 n.Chr. starb. Hät­te der 1994 frisch gewähl­te Gene­ral­obe­re gleich­sam zu sei­nem Amts­an­tritt Bischof Wil­liam­son aus der Pius­bru­der­schaft aus­ge­schlos­sen, wäre das eine gro­be Miß­ach­tung des Erz­bi­schofs gewe­sen. Es ist doch nun wirk­lich schlimm genug, wie die­ser Gene­ral­obe­re den Erz­bi­schof und des­sen Werk der­zeit mißachtet.

      Und dann Ihre Begrün­dung — Bischof Wil­liam­son sei ein Außen­sei­ter gewe­sen, hät­te nicht zur Prie­ster­bru­der­schaft gehört! Ange­sichts sol­cher Zei­len könn­te man Sie gera­de­zu fra­gen, ob Sie von der Natur und den Anfän­gen des Chri­sten­tums auch nur die lei­se­ste Ahnung haben.

      Begin­nen wir mit Erz­bi­schof Lef­eb­v­re: Hät­te er in Frank­reich blei­ben sol­len mit der Begrün­dung, was soll ich in Afri­ka, die gehö­ren doch nicht zu uns? Und hät­ten die dor­ti­gen Afri­ka­ner sagen sol­len, was soll die­ser Fran­zo­se da, der gehört doch nicht zu uns? Um zeit­lich etwas zurück­zu­ge­hen: Hät­te der hei­li­ge Pau­lus Grie­chen­land mei­den sol­len mit der Begrün­dung, die­se Göt­zen­an­be­ter gehö­ren doch nicht zu uns? Und hät­ten die Grie­chen dort sagen sol­len, was will der denn da, der gehört doch nicht zu uns?

      Es lie­ßen sich noch belie­big vie­le ande­re Bei­spie­le hin­zu­fü­gen. Das Chri­sten­tum wur­de zur Welt­re­li­gi­on nicht zuletzt dadurch, daß es sich immer wie­der auf Men­schen ein­ließ, die „nicht zu uns gehören“.

      Eine Gesell­schaft, und erst recht eine christ­li­che Gesell­schaft, die nicht mit leicht exzen­tri­schen Men­schen leben kann, scheint mir eine ziem­lich arm­se­li­ge Gesell­schaft zu sein.

    • Und wenn die­ser leicht exzen­tri­sche Mensch soviel ein­brin­gen kann und ein­brach­te wie Bischof Wil­liam­son in die Pius­bru­der­schaft (Sie selbst schrie­ben von „rasier­mes­ser­schar­fen“ Ana­ly­sen Bischof Wil­liam­sons, die die Prie­ster­bru­der­schaft brauch­te und die nur Bischof Wil­liam­son erstel­len konn­te), dann ist es gera­de­zu unver­ant­wort­lich, einen sol­chen Men­schen aus die­ser Gesell­schaft auszuschließen.

      Auf Ihre Fra­ge, war­um der der­zei­ti­ge Obe­re des deut­schen Distrikts nicht ver­such­te, zwi­schen Bischof Wil­liam­son und dem Gene­ral­obe­ren zu ver­mit­teln: Sie kön­nen doch deut­lich sehen, daß die­ser Noch-Distrik­t­o­be­re so ziem­lich aus dem glei­chen Holz geschnitzt ist wie der Gene­ral­obe­re. Wie kön­nen Sie da einen Ver­mitt­lungs­ver­such erwarten?

      Ihr Bild von dem Bri­tish Bull­dog ist völ­lig dane­ben, denn kei­nes­wegs beißt Bischof Wil­liam­sonn wie wild um sich. Er kri­ti­siert Miß­stän­de in Kir­che und Pius­bru­der­schaft „rasier­mes­ser­scharf“ (um Sie hier zu zitie­ren), „scharf“ hier vor allem im Sin­ne von „scharf­sich­tig“ zu verstehen.

  31. Dann hät­te sich Richard Wil­liam­son noch recht­zei­tig um eine Grup­pie­rung bemü­hen kön­nen. Aber, daß man S. E. Richard Wil­liam­son so lan­ge im Glau­ben gewo­gen hat, in der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. will­kom­men zu sein, hin­ter­läßt einen scha­len Nach­ge­schmack. Es ist nicht gera­de ein zei­chen brü­der­li­cher Lie­be, zu der der Gro­ße Erz­bi­schof sei­ne vier Bischö­fe in der Nach­fol­ge der Apo­stel ver­pflich­tet hat, als er sich von ihnen in sei­nem geist­li­chen Testa­ment ver­ab­schie­det hat. Aber ich glau­be, daß man die Ana­ly­sen, die oft rasier­mes­ser­scharf von Richard Wil­liam­son zur Lage der Kir­che und der Tra­di­ti­on gekom­men waren gebraucht hat, weil man selbst dazu nicht in der Lage gewe­sen ist. DDr. Gre­go­ri­us Hes­se hat sich ja schon früh­zei­tig von ihm distan­ziert, sei­ne Ana­ly­sen aber über­nom­men. Und so haben es auch ande­re (bis auf S. E. Tis­sier de Mal­lerais) getan. Wie kann man nun die­sen Scher­ben­hau­fen weg­keh­ren, ohne, daß man damit Staub auf­wir­belt und die Kon­zil­streu­en sagen: „Ach seht ein­mal, in der Pius­bru­der­schaft kracht es ja eben gera­de so schön! Das müs­sen wir aus­nut­zen!“? Roma, Roma, con­ver­te­re ad DOMINUM DEUM TUUM!

  32. mario­kin, ich zweif­le nicht am guten Wil­len, noch an der Fröm­mig­keit von Bischof Fel­lay. Weil ich dazu kein Recht habe, denn ich ken­ne ihn nicht. Doch in der Fra­ge der Rück­kehr ver­tre­te ich die Posi­ti­on von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re. Er sprach davon, dass Rom sich bekeh­ren müs­se, doch nicht ich. War­um soll man nicht die Hoff­nung haben, dass Rom sich wie­der bekehrt? Ist es so tief gefal­len, dass das nicht mehr mög­lich ist? Das kann nicht sein.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hat uner­laubt gegen den aus­drück­li­chen Wil­len des Pap­stes vier Bischö­fe geweiht. Nor­mal durf­te er das nicht, nor­mal durf­ten auch die Wei­he­kan­di­da­ten sich nicht wei­hen lassen.
    Erz­bi­schof Lef­eb­v­re berief sich auf eine Not­si­tua­ti­on in Bezug auf Rom. Die von ihm geweih­ten Bischö­fe ebenfalls.
    War­um fah­re ich sonn­tags in eine Kapel­le der Pius­bru­der­schaft, neh­me an der hl. Mes­se teil, obwohl die Patres sus­pen­diert, nicht aner­kannt sind. Auf mei­nem Weg befin­den sich genug katho­li­sche Kir­chen. Für die­se unge­wöhn­li­che, unhalt­ba­re Situa­ti­on beru­fe ich mich auf den Not­stand. Einen ande­ren Grund habe ich nicht. Ich kann nicht erken­nen, dass der Not­stand, auf den sich Erz­bi­schof Lef­eb­v­re berief, zu Ende ist. Und des­we­gen kann ich auch nicht erken­nen, war­um ein Abkom­men abge­schlos­sen wer­den soll, obwohl der Not­stand wei­ter besteht. Denn er könn­te dann nicht mehr bekämpft, nicht mehr benannt, son­dern müss­te als been­det ange­se­hen werden.
    Ich habe nicht gern einen inne­ren Kon­flikt mit dem Gene­ral­obe­ren der FSSPX. Aber noch weni­ger gern habe ich einen inne­ren Kon­flikt mit ihrem Grün­der. Ich muss mich ent­schei­den. Und ich habe mich für Erz­bi­schof Lef­eb­v­re ent­schie­den. Weil er die Kon­zils­kir­che so beschrie­ben hat, wie ich sie erfah­ren habe. Er wuss­te, wie gefähr­lich sie für den Glau­ben ist. Er wuss­te, dass er mit senem Werk unter­geht, wenn nicht der Papst hin­ter ihm steht. Wenn nicht das Kon­zil auf den Prüf­stand kommt und alles ver­wor­fen wird, was dem über­lie­fer­ten Glau­ben widerspricht.

  33. Wenn eine Unter­schrift unter ein Abkom­men gesetzt ist, wenn die FSSPX sich einem moder­ni­sti­schen, kon­zils­fi­xier­ten Papst unter­stellt, dann erkennt sie die Kon­zils­kir­che an. Dann ist der Bruch mit dem über­lie­fer­ten Glau­ben voll­zo­gen. was dann noch kri­ti­siert wer­den darf, ist Kos­me­tik. Und dann ist Erz­bi­schof Lef­eb­v­re kor­ri­giert: Die Ein­heit mit dem Papst ist wich­ti­ger als die Wahrheit.
    Ich kann dem nicht zustim­men, mariokin.

    • Nicht nur ich kann dem nicht zustimmen,mariokin. Und des­we­gen fürch­te ich, dass es, wenn die Lei­tung der FSSPX die­sen Kurs nicht kor­ri­giert, zur Spal­tung kom­men wird.
      Denn man kann nicht gegen die Wahr­heit tak­tie­ren. Auch nicht aus berech­tigt schei­nen­den prag­ma­ti­schen Grün­den:“ Wir müs­sen end­lich aus dem Get­to raus, wir müs­sen neue Krei­se anspre­chen, dür­fen uns nicht in uns selbst abkapseln.“
      Ich kann die­se Grün­de von Bischof Fel­lay nach­voll­zie­hen, des­halb spre­che ich ihm grund­sätz­lich sei­nen guten Wil­len, sei­ne Sor­ge um die FSSPX nicht ab.
      Aber es ist nach mei­ner Über­zeu­gung ein töd­li­cher Irr­weg: Es gibt kei­ne prag­ma­ti­schen Grün­de, die es erlau­ben, gegen die Wahr­heit zu handeln.
      Es geht auch prag­ma­tisch nicht. Die Ent­schei­dung der Päp­ste seit Johan­nes XXIII., nur noch den Glau­ben dar­zu­le­gen und die Irr­tü­mer nicht mehr zu bekämp­fen, hat die katho­li­sche Kir­che zu einem „ver­wü­ste­ten Wein­berg“ gemacht, in dem die Häre­si­en die Glau­bens­wahr­hei­ten ersticken.
      Wenn die FSSPX ihren Kampf gegen die Irr­tü­mer Roms auf­gibt, weil er der erwünsch­ten Eini­gung im Wege steht, wird auch sie zum „ver­wü­ste­ten Wein­berg.“ Sie hat es dann auch nicht mehr ver­dient, sich auf ihren Schutz­pa­tron Pius X. zu beru­fen, auf alle vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste, die nie die Ver­kün­di­gung des Glau­bens und sei­ne Ver­tei­di­gung gegen Irr­tü­mer getrennt haben, wie die Päp­ste ab Johan­nes XXIII.
      Und so wer­den die „Irr­tü­mer Roms“ in die FSSPX ein­drin­gen. Die teils häre­ti­sche Theo­lo­gie Joseph Ratz­in­gers wur­de schon als völ­lig ortho­dox wahr­ge­nom­men, obwohl Erz­bi­schof Lef­eb­v­re mit ihr im Streit lag und dabei völ­lig recht hatte.
      Es ist gro­tesk, mir vor­zu­wer­fen, wie @ hicest­ho­die es getan hat, ich wür­de die FSSPX spal­ten. Eine ein­fa­che Gläu­bi­ge, eine unbe­deu­ten­de Person…
      Für die mög­li­che Spal­tung trägt die Lei­tung die Ver­ant­wor­tung, nicht eine ein­fa­che Per­son, die ledig­lich AUF DIE GEFAHR HINWEIST! Und das nun wirk­lich nicht allein, der Wider­stand exi­stiert doch längst, ob es ‚cup­pa‘ gibt oder nicht.

      • lie­be cuppa

        ja es exi­stiert ein Wider­stand, gering an der Zahl eine hand­voll ehe­ma­li­ger FSSPX Prie­ster, eini­ge Gläu­bi­ge und ein aus­ge­schlos­se­ner Weih­bi­schof, der sich für die Vor­se­hung Got­tes hält und nun meint, er müs­se die ver­blie­be­nen treu­en See­len ein­sam­meln und die wah­re FSSPX auf­recht­erhal­ten, wäh­rend wir ande­ren lang­sam zur Kon­zils­kir­che abfallen…

        Ich habe es jetzt bewusst gerafft und spitz for­mu­liert. Ich weiß aus ihren Postings, das von Ihnen zu die­sen Krei­sen kein Kon­takt besteht, dass Sie sich aber auch scheu­en mit den Prie­stern oder Gläu­bi­gen vor Ort oder die ich Ihnen emp­foh­len habe, weil ich sie per­sön­lich ken­ne, auszutauschen.

        Was bleibt mir zu tun? Ich möch­te Ihnen Ihnen drin­gend einen guten Rat geben, hören Sie auf sich allein da durch­kämp­fen zu wollen.

        Ich stim­me Ihnen völ­lig über­ein, dass ein sol­ches Abkom­men trü­ge­risch und falsch wäre. Der ein­zi­ge Unter­schied besteht nur dar­in, das Sie nicht glau­ben wol­len, das Bischof Fel­lay und unse­re Obe­ren voll und ganz auf der Linie des erz­bi­schofs stehen!

        Und war­um, weil Sie unbe­wusst den oben genann­ten Krei­sen auf­ge­ses­sen sind, die als Tat­sa­che behaup­ten, was kei­ner Rea­li­tät enspricht. Bischof Fel­lay woll­te nie und wird nie ein nur rein prak­ti­sches abkom­men wol­len. Was er wil­list das was Sie auch wün­schen, dass die FSSPX frucht­bar in die Kir­che hin­ein­wir­ken kann.

        Über den Zeit­punkt mag er sich getäuscht haben, aber die Prin­zi­pi­en hat er nie verraten.
        Das ist der Vor­wurf der Wider­ständ­ler. Sie lesen zwar des Erz­bi­schofs Bücher, doch woher wis­sen Sie, was die Lei­tung tut und denkt. Sie müs­sen es sich aus den Bei­trä­gen und Arti­keln, Kom­men­ta­ren etc. zusam­men­ge­reimt haben.
        Weder Sie noch ich haben je Inhal­te der Gesprä­che oder den genau­en Text gese­hen. Alles was sicher bekannt ist ist, das der Bischof Fel­lay die Reiß­lei­ne gezo­gen hat und auf dem nach­fol­gen­den Kapi­tel für die Zukunft Ver­fah­rens­re­geln zum Schutz auf­ge­stellt wur­den, an der er sich gebun­den weiß.
        Alles ande­re ist an jeder Rea­li­tät vorbei.

      • Wenn Sie Befürch­tun­gen haben und die­se äußern wol­len um der FSSPX zu hel­fen ger­ne, aber bit­te dann im Kon­junk­tiv und nicht so als ob ein Ver­rat bereits statt­ge­fun­den hat. Dar­über zu urtei­len steht Ihnen nicht zu, weil Sie über die genau­en Vor­gän­ge nichts wissen!

        Und genau das unter­schei­det uns, obwohl wir im Anlie­gen und Wol­len das Glei­che Ziel haben.

      • Lie­be Cup­pa, ich stim­me Ihnen voll zu. Lei­der befin­det sich die FSSPX in einer Art Schock­star­re nach dem letz­ten Kon­kla­ve. Es fällt ihr auf­grund der Medi­en­het­ze der letz­ten Jah­re auch schwer neue Krei­se anzu­spre­chen und die Tra­di­ti­on attrak­ti­ver zu machen. Bei allen Zuge­ständ­nis­sen an die Tra­di­ti­on hat Bene­dikt XVI. doch im Prin­zip das glei­che getan wie 1988 vor den Bischofs­wei­hen und immer auf die vol­le Aner­ken­nung des II. Vat. bestan­den. Es war des­halb nicht annehm­bar die­se Prä­am­bel zu unter­zeich­nen. Auch in der FSSPX wird sich nun die Spreu vom Wei­zen tren­nen. Aber ich bin sicher, daß die Obe­ren auf­grund der zu erwar­ten­den Repres­sa­li­en die aus Rom kom­men wer­den, zur Linie des Grün­ders Erz­bi­schof Lef­eb­v­re zurück­keh­ren. Man war schon zu sehr bereit fau­le Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen. Ich bin mir sicher, daß unser Hei­land Jesus Chri­stus sei­ne schüt­zen­de Hand über die FSSPX hält. Sie wird nicht unter­ge­hen. Jetzt ist sie ja auch dem hl.Joseph geweiht dem Schutz­pa­tron der Kir­che. Ver­trau­en wir auf Gott, er wird die Pro­gres­si­sten in Rom zu Fall bringen.

        • @mariokin, cup­pa, Reichsrömer:

          Es geht im Wesent­li­chen gar nicht um die Fra­ge eines Abkom­mens ohne dok­tri­nel­le Eini­gung, son­dern die­se und die Umstän­de dazu (in den letz­ten Mona­ten) hat nur ein viel tie­fer lie­gen­des Pro­blem deut­li­che gemacht:

          Die Obe­ren sind bezüg­lich des 2. Vat. und des­sen Refor­men sehr weich und nach­gie­big gewor­den und mach­ten sich auch bezügl. Rom nai­ve Illu­sio­nen, wie das nun selbst zuge­ge­ben wird (s. neu­sten Rund­brief!! Oder New Ham­burg — Vortrag!)
          Und wenn Sie, mario­kin, nun ein­wen­den woll­ten, das sei­en nur Gerüch­te oder Unter­stel­lun­gen, dann ist das eben falsch, weil es alles offen doku­men­tiert ist.

          (1) Man brau­che sich nur ein­mal das CNS-Inter­view von Bf. Fel­lay anschau­en, um zu sehen, dass er libe­ral gewor­den ist.
          Hier abruf­bar, man beach­te ins­bes. 1:05–1:21 u. 1:35–2:00
          https://www.youtube.com/watch?v=DdnJigNzTuY

          Wenn das nicht EINDEUTIG moder­ni­sitsch bzw. libe­ral gefärbt ist — zumin­dest den Libe­ra­len und Moder­ni­sten nach­gibt — dann weiß ich auch nicht, was noch gesche­hen muss!

          2Oder die Prä­am­bel, die von Fel­lay unter­schrie­ben wurde:
          http://www.therecusant.com/doctrinalpreamble-15apr2012

          Wie­der ein­deu­tig unan­nehm­bar (und nein, es ist nicht exakt das Glei­che, was der Erz­bi­schof unter­schrie­ben hat)

          (3) Oder der Brief der Drei aus Men­zin­gen an die drei Bischöfe.

          (4) Und das sich abhän­gig Machen von den Bischö­fen in einer Per­so­nal­prä­la­tur und das nai­ve Ver­trau­en, der Papst wer­de das dann alles schon rich­ten (soso, wür­de ich bei Franz ger­ne mal sehen wie er das rich­tet..!) (vgl. DICI-Inter­view 2012 und New Ham­burg- Vor­trag)

          Das sind nun 4 ein­deu­ti­ge Fak­ten, die das libe­ra­ler (u/o völ­lig nai­ve-blau­äu­gig) Wer­den der Obe­ren belegen.

          Bit­te nur auf­grund die­ser u. ande­rer Fak­ten weiterdiskutieren.

          • das kann in kei­nem Fall der Ori­gi­nal­text sein den Bischof Fel­lay geschickt hat, allen­falls der gefor­der­te aus Rom. Sowas wür­de und hat Bischof Fel­lay bis­her nicht akzep­tiert. Und wenn es ein Ori­gi­nal­text­vor­schalg ist ange­nom­men, dann musss ein Obe­rer Ver­at began­gen und ihn der Pres­se zuge­spielt haben, denn der Ori­gi­nal­text ist bis zur Stun­de nicht bekannt. Und dann, wie kom­men Sie oder der Blog­ger zu die­sem Fasikel?

            Ganz schön dün­nes Eis…

          • @mariokin:

            Der Text IST ori­gi­nal, defi­ni­tiv. Er wur­de an meh­re­ren Stel­len doku­men­tiert und auch schon von (min­de­stens) einem Prie­ster der Prie­ster­bru­der­schaft kri­tisch kom­men­tiert. Im übri­gen haben Sie doch auch das CNS-Interview.

            Der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re der Prie­ster­bru­der­schaft hat genau das began­gen, was hier doku­men­tiert wurde.

            Was nun die von Ihnen geschol­te­ne Ver­öf­fent­li­chung der Dok­tri­nel­len Erklä­rung betrifft: Sie wis­sen doch, wie das der­zeit in der Prie­ster­bru­der­schaft läuft, daß es dort Block­war­te gibt, die Inhal­te aus Pri­vat­ge­sprä­chen an Obe­re wei­ter­lei­ten. Nun ist mög­li­cher­wei­se der Gene­ral­obe­re selbst von der­ar­ti­gem betrof­fen. Wie heißt es im Deut­schen doch so schön: Wer andern eine Gru­be gräbt, … Und: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch kei­nem andern zu.

            Aber mal grund­sätz­lich: Schlüs­sel­do­ku­men­te wie die römi­sche Prä­am­bel und eben auch die­se Dok­tri­nel­le Erklä­rung des der­zei­ti­gen Gene­ral­obe­ren gehö­ren ver­öf­fent­licht, ohne Wenn und Aber. 

          • Also ich kann in die­sen Tex­ten beim besten Wil­len kei­nen Ver­rat erken­nen. Dass man der Kir­che Roms nicht ernst­haft die Gül­tig­keit ihrer Lit­ur­gie und die Recht­mä­ssig­keit ihres kirch­li­chen Gesetz­bu­ches abspre­chen kann, ist doch son­nen­klar. Wich­tig hin­ge­gen: es ist vom Eigen­recht der FSSPX die Rede, das der Tra­di­ti­on gewährt wer­den soll­te. Und auf die­ses Eigen­recht (wie weit es rei­chen soll­te, ist lei­der nicht bekannt) hät­te man sich jeder­zeit beru­fen kön­nen, auch gegen einen Ber­go­glio-Papst. Und in die­sem Eigen­recht, wäre auch die Recht­mä­ssig­keit der For­de­run­gen Lef­eb­v­res von der Kir­che offi­zi­ell aner­kannt wor­den. So kann man das auch mal sehen, mei­ne Her­ren und Damen!

          • Dann lesen Sie doch bei­spiels­wei­se, was Erz­bi­schof Lef­eb­v­re über den NOM sag­te und was der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re in der Dok­tri­nel­len Erklä­rung über eben die­sen NOM schrieb.

            Nur mal so als ein Beispiel …

          • @ mario­kin — lie­be® mariokin,

            ich kann Ihre Reak­ti­on gut ver­ste­hen. Auch ich glaub­te mei­nen Augen nicht trau­en zu kön­nen, als ich das las.

            Ähn­lich ging es mir ja auch, als ich zum ersten mal das CNS-Inter­view Bf. Fel­lays sah.
            Und eben auch P. Gaudron (wie unten von mir beschrie­ben, s. dort), als ich ihm vom CNS-Inter­view Bf. Fel­lays berichtete.
            Er woll­te, konn­te nicht glau­ben, dass Bf. Fel­lay so etwas gesagt haben soll.
            Unmöglich.

            Bis ich ihm das Video zuschick­te und er sodann ein­ge­ste­hen muss­te, dass dies wirk­lich kri­tik­wür­dig sei (und offen­kun­dig doch von Fel­lay so geäußert).

            Und so auch mit der Prä­am­bel. Es ist kein „dün­nes Eis“ und sie ist auch authentisch.
            Zuerst hat­te schon P. Pflu­ger einen Teil der Prä­am­bel in einem Vor­trag ent­hüllt (ob mit oder ohne Ein­ver­ständ­nis Bf. Fel­lays weiß ich nicht; exak­te Bele­ge u. Datum lie­fe­re ich ger­ne nach) ; sodann wur­de die gesam­te Prä­am­bel im Int­zer­net geleaked.
            Dar­auf­hin wur­de sie im letz­ten COR UNUM, das inter­ne Mit­tei­lungs­blatt der Bru­der­schaft, von den Obe­ren mit Kom­men­ta­ren ver­se­hen ver­öf­fent­licht. Sie ist also nun von den Obe­ren selbst ver­öf­fent­licht, wenn auch nur im inter­nen Mitglieder-Magazin.

            Sie kön­nen ja ein­fach einen ihrer Seel­sor­ger mal fra­gen, um dies zu veri­fi­zie­ren. Sie bekom­men ja alle das COR UNUM!

            Glau­ben sie mir, mir wäre es auch lie­ber, wenn die­se Fak­ten nicht stimm­ten und ich Fel­lay rein waschen könnte.

            Ich war ja lan­ge Zeit auch für ein Abkom­men — wie ich hier schon wie­der­holt bezeug­te — und durch­aus kein „hard­li­ner“.
            Ich war auch kein „Wil­liam­son-Fan“ und hat­te Ver­trau­en zu den Obe­ren der fsspx.

            Bis ich ein Fak­tum nach dem ande­ren zur Kennt­nis neh­men muss­te, dass dies unter­gra­ben musste.

            Und ich urteil­te eben nicht nach nur einem Fak­tum. einem „Aus­rut­scher“ der Oberen.

            Es zeig­ten sich immer mehr. Und mehr. Und mehr.
            Es sind Fak­ten, die nach­les­bar sind, nachschaubar.

            Nur daher habe ich mei­ne Ansicht geän­dert — und sach­lich Kri­tik geübt.

          • @ mario­kin (Forts.)

            Was aber das noch Erschüt­tern­de­re war u mir völ­lig jede Illu­si­on nahm: auf sach­li­che Kri­tik, sei es von mei­ner Sei­te o ande­re, wur­de nicht sach­lich reagiert, es wur­de völ­lig unsach­lich etc. erwidert.

            Ich habe mit vie­len Leu­ten gespro­chen, die an sich sonst nichts gegen P. Schmid­ber­ger sagen wol­len, sich aus dem aktu­el­len Streit raus­hal­ten wol­len o sogar prin­zi­pi­ell auf sei­ner Sei­te stehen.
            Aber selbst die­se muss­ten mir zuge­ben, dass dies Vor­wort abso­lut lieb­los und daher unver­ständ­lich ist, ja „unter aller Kanone“.

            Und wer es unvor­ein­ge­nom­men liest, wird dies nur bestä­ti­gen kön­nen — statt einer sach­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­ge o auch eines kur­zen Danks an die SChwe­stern, ver­bun­den mit dem Bedau­ern und (von mir aus auch) einer Kri­tik dar­an nur eine Hass- bzw. Schimpf­ka­no­na­de, von oben her­ab, schärf­ste Vor­wür­fe fah­rend, von Näch­sten­lie­be, ja nur von gewöhn­li­cher Mensch­lich­keit und Anstand nicht die gering­ste Spur
            (vgl. dazu auch den Offe­nen Brief https://www.katholisches.info/2013/04/13/gibt-es-eine-existenzielle-krise-in-der-piusbruderschaft-oder-sind-es-eher-personliche-krisen-von-ein-paar-personen/).

            Geschwei­ge denn eben von sach­li­chen Argu­men­ten (u der Wahrheit)

            Ich habe so lan­ge wie es irgend ging den Obe­ren die Stan­ge gehal­ten, war wie gesagt auch für ein Abkom­men, habe den Obe­ren vertraut.

            Und habe gelitten.

            Aber ich kann nicht die Hal­tung der 3 Affen ein­neh­men (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen) o die Vogel-Strauß-Poli­tik, wenn die Fak­ten zum Him­mel schrei­en und offen­bar sind.

            Dazu war ich noch nie der Typ — u hof­fe es auch nie zu werden.
            Ich hät­te auch ger­ne die Wirk­lich­keit anders, möch­te die Tat­sa­chen weg­wün­schen ‑aber das geht nicht. Sie sind wie sie sind u mit die­sen müs­sen wir uns auseinandersetzen

            Das Leben ist lei­der so

          • @dspecht:

            Da Sie ja offen­sicht­lich sehr gut infor­miert sind: Gibt es auch einen Netz­ver­weis auf den von Ihnen unter (3) erwähn­ten „Brief der Drei aus Men­zin­gen an die drei Bischö­fe“ und umge­kehrt das Schrei­ben der drei Bischö­fe, das mög­li­cher­wei­se die Aus­lie­fe­rung der Pius­bru­der­schaft an Rom verhinderte?

          • Wer Fran­zö­sisch kann: Bit­te die fran­zö­si­schen Ori­gi­na­le lesen! Die eng­li­schen Über­set­zun­gen sind gekürzt!

      • Der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re der Pius­bru­der­schaft steht defi­ni­tiv nicht auf der Linie Erz­bi­schof Lefebvres.

        Erz­bi­schof Lef­eb­v­re weih­te Richard Wil­liam­son zum Bischof, der der­zei­ti­ge Gene­ral­obe­re stieß die­sen von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re geweih­ten Bischof aus der Pius­bru­der­schaft aus. Das ist schon ein­mal eine gro­be Miß­ach­tung des Erzbischofs.

        Die Annä­he­rungs­ver­su­che des Gene­ral­obe­ren an Rom lie­fen zuletzt auf ein Abkom­men ohne dok­tri­nel­le Eini­gung hin­aus. Auch das ist Miß­ach­tung des Erz­bi­schofs. Kommt noch hin­zu, daß der Gene­ral­obe­re in sei­ner Rom vor­ge­leg­ten „Dok­tri­nel­len Erklä­rung“ die römi­sche Rede­wei­se, die „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“ Papst Bene­dikts XVI. gera­de­zu wort­wört­lich über­nahm und auch damit den Erz­bi­schof mißachtete.

        Der Wider­stand gegen den Gene­ral­obe­ren beschränkt sich übri­gens kei­nes­wegs auf Krei­se außer­halb der Pius­bru­der­schaft. Es gibt immer noch Brü­der inner­halb der Pius­bru­der­schaft, die nicht der Mei­nung des Gene­ral­obe­ren sind. Nicht zuletzt trifft das wohl auch für die bei­den übri­gen Bischö­fe zu. Es ist ja gera­de ein Schrei­ben die­ser bei­den Bischö­fe und Bischof Wil­liam­sons, das viel­leicht doch im ver­gan­ge­nen Som­mer eine Aus­lie­fe­rung der Pius­bru­der­schaft an Rom durch den Gene­ral­obe­ren verhinderte.

  34. @ mario­kin (u. cuppa)

    Ich habe oben auf das CNS- Inter­view hin­ge­wie­sen (Punkt (1)).

    Was ist die Stel­le 1::05 ff denn ande­res als ein völ­li­ges Abwei­chen vom bis­he­ri­gen Kurs der Bru­der­schaft und ein Ein­knicken vor den Moder­ni­sten (in Rom und sonstwo)??

    Ich habe übri­gens P. Gaudron zu die­sen Stel­len befragt: er woll­te zuerst gar nicht glau­ben und wahr­ha­ben, dass Fel­lay so etwas gesagt haben könnte.
    Schließ­lich mit den Vide­os kon­fron­tiert muss­te er mir Recht geben, dass die­se Stel­len kri­tik­wür­dig sind.

    Das sind Fakten.

      • Wenn nur nicht Pater Gaudron jetzt ähn­lich aus­ge­schal­tet wird wie bereits ein Bischof und etli­che Patres der Priesterbruderschaft …

        Wag­te es die­ser Pater doch tat­säch­lich, Äuße­run­gen des Gene­ral­obe­ren als „kri­tik­wür­dig“ zu bezeich­nen. So etwas aber auch …

        Du lie­ber Specht, was haben Sie da bloß ange­rich­tet, möglicherweise …

    • Die Patres der Prie­ster­bru­der­schaft sind ja inzwi­schen durch COR UNUM über die Dok­tri­nel­le Dekla­ra­ti­on des Gene­ral­obe­ren infor­miert (was wohl in den Kom­men­ta­ren von COR UNUM dazu steht?).

      Nun soll­ten aber auch die Gläu­bi­gen, mög­lichst ALLE Gläu­bi­gen infor­miert wer­den, nicht zuletzt über die Gut­hei­ßung des NOM durch den Generaloberen.

      Wenn ich dar­an den­ke … War es doch gera­de die Hei­li­ge Mes­se PiusV., die dem Erz­bi­schof so am Her­zen lag, deren Bewah­rung wohl sogar der Haupt­grund für die Grün­dung der Prie­ster­bru­der­schaft war! Und für die Gläu­bi­gen ist doch wohl gera­de die Hei­li­ge Mes­se Pius V. ein wich­ti­ger, wenn nicht der Haupt­grund, mit­un­ter wei­te Wege zu den Pius­ka­pel­len auf sich zu neh­men (auch ich habe einen ziem­lich wei­ten Weg zur näch­sten Pius­ka­pel­le, glück­li­cher­wei­se aber auch ein recht spar­sa­mes Auto).

      Eigent­lich müß­te doch jetzt ein Auf­schrei durch die gan­ze Prie­ster­bru­der­schaft und ihre Gläu­bi­gen gehen.

  35. Zu der Aus­sa­ge des Artikels:
    „Auf der erwähn­ten Hoch­zeit waren zahl­rei­che Prie­ster anwe­send, die bereits vor Jah­ren, weit vor den Gesprä­chen mit dem Vati­kan, die Prie­ster­bru­der­schaft ver­las­sen hat­ten und Prie­ster, die erst vor kur­zem die Bru­der­schaft ver­lie­ßen und offi­zi­ell den der­zei­ti­gen Kurs der Prie­ster­bru­der­schaft als „moder­ni­stisch“ brandmarken.“

    - Ich war selbst auf der Hoch­zeit und kann bezeu­gen, dass dies FALSCH ist.

    Es war nur ein ein­zi­ger Prie­ster da, der „vor kur­zem“ die Bru­der­schaft ver­las­sen hat­te, und nur ein wei­te­rer, der „bereits vor Jah­ren“ die Bru­der­schaft „ver­las­sen“ hat­te — bzw. nicht ein­mal dies stimmt, denn die­ser hat die Bru­der­schaft nicht ver­las­sen, son­dern wur­de von der Bru­der­schaft gegen sei­nen Wil­len raus­ge­wor­fen, weil er ein Schrei­ben von Rom unter­zeich­net hat, das weit weni­ger ver­lang­te, als der­zeit die Bru­der­schaft bereit war und ist zu unterzeichnen.

    Also „zahl­rei­che“ ist völ­lig falsch, es war nur einer. „Ver­las­sen“ ist falsch, er wur­de rausgeworfen.

    Und dann noch: „Eini­ge die­ser Prie­ster wand­ten sich nach dem Weg­gang zunächst erstaun­li­cher­wei­se dem Vati­kan näher­ste­hen­den Gemein­schaf­ten zu, ver­lie­ßen die­se aber wie­der schnell, um als „vagan­tes“ wei­ter zu suchen.“

    - auch dies ist falsch, der eine, den es nur gab, ist nicht vagus, son­dern ganz Ord­nungs­ge­mäß in einer Diö­ze­se inkardiniert.

    Und wenn der Laie der Haus­ver­bot erteilt bekam der sel­be ist, den ich ken­ne, dann ver­tritt die­ser nicht offen sedis­va­kan­ti­sti­sche Posi­tio­nen. Auch das wäre dann falsch.

    • Der Inhalt des Doku­ments, das besag­te Prie­ster, der gegen „sei­nen Wil­len“ aus­ge­schlos­sen wur­de, in Rom unter­schrieb ist nicht bekannt. Dem Ger­ne­ral­obe­ren wur­de damals nur ein Teil des Doku­men­tes, wel­ches teil­wei­se geschwärzt wur­de vor­ge­legt. Dem Prie­ster sind die Fol­gen, da er die Sta­tu­ten genau kennt bewußt gwe­sen. Es ist somit falsch zu sagen es sei „gegen sei­nen Wil­len“ geschehen.

      Was die Prie­ster­bru­der­schaft unter­zeich­nen bereit ist und war, ist zum der­zei­ti­gen Zeit­punkt rei­ne Spe­ku­la­ti­on. Weder das Doku­ment, wel­ches besag­ter Prie­ster unter­schrieb noch Inhal­te der Gesprä­che zwi­schen dem Vati­kan und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. sind voll­stän­dig bekannt. Es ist kaum mög­lich auf die­ser Basis zu einer rea­li­sti­schen Ein­schät­zung zu kommen.

      Über die ein­zel­nen Sta­tio­nen des Prie­sters und die wei­te­ren Din­ge die zum Aus­schluß führ­ten, möch­te ich mich nicht wei­ter aus­las­sen. Es soll­te nur dar­ge­stellt wer­den, daß Kri­tik­sucht und Unge­hor­sam Eini­ger ein stän­di­ger Stör­fak­tor inner­halb der Pius­bru­der­schaft seit bestehen ist. Die der­zei­ti­ge Situa­ti­on um die 22 Prie­ster des „Wider­stan­des“, die Äuße­rung des Pri­ors, das Ver­hal­ten von Bischof Wil­liam­son reiht sich da naht­los ein.

      Es ist Ihre per­sön­li­che Ansicht, die ich nicht tei­le, bezüg­lich der sedis­va­kan­ti­sti­sche Posi­tio­nen des mit einem Haus­ver­bot beleg­ten Lai­en. Die Schrif­ten, Aus­sa­gen und Dis­kus­si­on­bei­trä­ge die mir bekannt sind lie­ßen nur die im Arti­kel genann­te Ein­schät­zung zu.

      • Wenn ein Prie­ster gegen sei­nen Wil­len aus der Prie­ster­bru­der­schaft aus­ge­sto­ßen wird, dann ist das gegen sei­nen Wil­len, unab­hän­gig davon, ob er die Sta­tu­ten kennt oder nicht. Bezüg­lich der Sta­tu­ten sei hier noch auf den Sta­tu­ten­bruch hin­ge­wie­sen, den der Gene­ral­obe­re mit der Aus­la­dung Bischof Wil­liam­sons vom Gene­ral­ka­pi­tel 2012 beging, denn laut Sta­tu­ten sind die Bischö­fe der Prie­ster­bru­der­schaft zu den Gene­ral­ka­pi­teln einzuladen.

        Was der Gene­ral­obe­re unter­zeich­ne­te, ist doku­men­tiert, näm­lich sei­ne eige­ne Dok­tri­nel­le Erklärung.

        Von „Kri­tik­sucht“ und „Unge­hor­sam“ kann kaum eine Rede sein, wenn man sich dage­gen wehrt, daß der Gene­ral­obe­re den Grün­der der Prie­ster­bru­der­schaft und des­sen Werk ver­rät. Und genau das hat er mit oben erwähn­ter Dok­tri­nel­ler Erklä­rung began­gen. Bei die­ser Gele­gen­heit möch­te ich erwäh­nen, daß man letzt­end­lich jedem Pius­bru­der „Kri­tik­sucht“ und „Unge­hor­sam“ unter­stel­len könn­te, näm­lich gegen­über dem Papst. Läuft das etwa dar­auf hin­aus, daß „Kri­tik­sucht“ und „Unge­hor­sam“ gegen­über dem Papst in der Pius­bru­der­schaft so all­mäh­lich unter­bun­den wer­den sollen?

        Zu die­ser noto­ri­schen Abstem­pe­lung von „Abweich­lern“ als „Sedis­va­kan­ti­sten“ hier auch mal etwas: Hier­zu­lan­de wer­den lei­der oft Men­schen als „Nazis“ oder „Faschi­sten“ usw. ver­teu­felt, die gar kei­ne Nazis oder Faschi­sten usw. sind.

        Und ähn­lich ver­läuft es inzwi­schen auch in der Pius­bru­der­schaft. Wer sich dage­gen wehrt, daß der Erz­bi­schof und sein Werk ver­ra­ten wer­den, der wird als „Sedis­va­kan­tist“ ver­teu­felt, auch wenn er gar kein Sedis­va­kan­tist ist. Auch das Block­war­t­un­we­sen unse­li­ger Zei­ten ist in die Pius­bru­der­schaft ein­ge­kehrt. Die Prie­ster­bru­der­schaft benö­tigt unbe­dingt eine neue Füh­rung, die die­sen Unsit­ten ein Ende bereitet.

  36. Vie­len Dank an cup­pa, See­feldt, dspecht für die sach­li­chen und wert­vol­len Kommentare.

    Es wird in näch­ster Zeit in der Bru­der­schaft zu einer Rich­tungs­ent­schei­dung kom­men müs­sen, da zu vie­le Aus­sa­gen der Obe­ren ver­wir­rend sind und mei­ner Mei­nung nach einen Bruch mit der Linie des Erz­bi­schof Lef­eb­v­res darstellen.

    Ich kann nicht damit leben, dass
    1) 95 Pro­zent des Kon­zils in Ord­nung sind (Aus­sa­ge des Gene­ral­obe­ren und auch von ande­ren Prie­stern schon übernommen).
    2) die Neue Mes­se gül­tig und legi­tim(!) ist (der GO in sei­ner Erklä­rung vom 15. April 2012 — http://mitderimmaculata.blogspot.co.at/2013/04/bischof-fellays-doktrinelle-praambel.html)
    usw. (z.B. Aner­ken­nung des neu­es Kirchenrechts)

    Wenn wir den obi­gen Aus­sa­gen zustim­men, dann war der Kampf in den letz­ten 40 Jah­ren umsonst und wir hät­ten alle zuhau­se in die Kir­che gehen kön­nen, da die Situa­ti­on nicht so ernst ist. Wenn die Bru­der­schaft von kei­nem Not­stand mehr spricht, dann hat sie auch kein Recht, die Sakra­men­te zu spen­den, dann muss sie sich auf­lö­sen und sich bdin­gungs­los Rom anschlie­ßen. Im neu­en Kir­chen­recht kommt mei­nes Wis­sens die­ser Not­stand gar nicht mehr vor.
    Für mich bleibt die Ent­schei­dung, mich einem halb­wegs from­men Pfar­rer anzu­schlie­ßen („dort, wo der Papst ist, ist die Kir­che“), oder zur Resi­stance zu wech­seln („Rom ist vol­ler Irr­tü­mer und muss sich bekehren“).

    Ich war in letz­ter Zeit außer Gefecht, da ich von einem „Block­wart“ zurecht­ge­wie­sen und ermahnt wur­de. Mehr will ich dazu nicht sagen.

    • Dan­ke, Reno­va­tio, für die Info am Schluss, denn ich habe mich immer wie­der gefragt, wo Sie sind. Weil ich Ihre Kom­men­ta­re sehr gern lese und sie ver­misst habe. Der Anlass Ihres Schwei­gens war zwar sehr bedrückend, aber ich hät­te es noch mehr bedau­ert, wenn Sie sich frei­wil­lig zurück­ge­zo­gen hätten.
      Ich ver­mis­se noch jeman­den, aber ich nen­ne kei­nen Namen…

  37. Die FSSPX wird voll auf die Linie vor den Gesprä­chen mit Rom zurück­keh­ren müs­sen, da sie sonst einen tota­len Bruch mit dem Werk Mon­sei­gneur Lef­eb­v­res voll­zieht, und ihre Daseins­be­rech­ti­gung völ­lig ver­liert. Wir wis­sen auch nicht, wie Erz­bi­schof Lef­eb­v­re in der Cau­sa Wil­liam­son gehan­delt hät­te, in der Situa­ti­on 2008/2009. Doch wahr­schein­lich hät­te auch er Bischof Wil­liam­son schwe­ren Her­zens aus­schlie­ßen müssen.

    • Da ken­nen Sie Erz­bi­schof Lef­eb­v­re aber schlecht. Das war ein muti­ger und treu­er Mann, der hät­te sei­nen Bischof nicht so schnö­de im Stich gelas­sen, der hät­te bei­spiels­wei­se Bischof Wil­liam­son nicht aus La Reja ent­las­sen, bevor die argen­ti­ni­sche Regie­rung die­sen Bischof aus dem Lan­de ver­wies (danach hät­te er es frei­lich tun müs­sen, aber dage­gen wäre dann ja nichts ein­zu­wen­den gewe­sen). Und Erz­bi­schof Lef­eb­v­re hät­te Bischof Wil­liam­son auch nicht so schä­big kalt­ge­stellt, wie es dann lei­der geschah. Und den Sta­tu­ten­bruch, Bischof Wil­liam­son vom Gene­ral­ka­pi­tel 2012 aus­zu­la­den, hät­te Erz­bi­schof Lef­eb­v­re natür­lich auch nicht begangen.

  38. (…)„da sie sonst einen tota­len Bruch mit dem Werk Mon­sei­gneur Lef­eb­v­res voll­zieht, und ihre Daseins­be­rech­ti­gung völ­lig verliert.“
    Sie brin­gen es auf den Punkt, nach mei­ner Überzeugung.
    Dem Ver­lust der Daseins­be­rech­ti­gung geht der Ver­lust der Glaub­wür­dig­keit vor­aus. Es ist unmög­lich, den hl. Pius X. im Namen zu tra­gen und gleich­zei­tig ein Abkom­men mit einem Papst zu schlie­ßen, der die­sen hei­li­gen. Papst und alle Päp­ste bis zu Pius XII. als über­wun­den betrach­tet. Einer Ver­gan­gen­heit zuge­hö­rig, die als Epo­che über­wun­den wer­den muss­te und als über­wun­den gilt. Die Glaub­wür­dig­keit steht dann der Petrus­bru­der­schaft zu: Sie hat sich an den jeweils regie­ren­den Papst gebun­den, sie ist aktu­ell und glaub­wür­dig. Sie hat nicht den Maß­stab, den Mon­sei­gneur Lef­eb­v­re so uner­bitt­lich anleg­te: Den Maß­stab der vor­kon­zi­lia­ren Päpste.
    Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ist dann schon von ihrem Namen her ein Relikt der Ver­gan­gen­heit, ein Zuge­ständ­nis an nost­al­gi­sche Naturen…ohne wirk­li­che Daseinsberechtigung…

    • Ja, dem schlie­ße ich mich an.

      Dann hat die Petrus­bru­der­schaft rich­tig gehan­delt, indem sie sich dem regie­ren­den Papst unter­ord­net und ihm in allem gehorcht.
      Wenn ich aber an das Kon­zil glau­be und die Neue Mes­se für legi­tim erklä­re, dann brau­che ich nicht für die Alte Mes­se kämp­fen und damit unnö­tig Span­nun­gen erzeu­gen. Es steht ein­fach nicht dafür. Ernst genom­men wer­den sie ja von den Orts­bi­schö­fen sowie­so nicht.

      Ent­we­der Rom ist im Irr­tum und muss sich bekeh­ren oder Rom ist katho­lisch (außer ein paar klei­nen per­sön­li­chen Din­gen) und wir müs­sen uns ohne Wenn und Aber unter­ord­nen. Das ist ein Ent­we­der-oder, ein „Dazwi­schen“ kann es nicht geben.

      • Ein „Dazwi­schen“ gibt es eben doch, wie ich hier schon öfter dar­zu­le­gen ver­sucht habe, näm­lich die Inter­pre­ta­ti­on des Kon­zils im Sin­ne der Tra­di­ti­on. Dar­in liegt die ein­zi­ge Lösung des Pro­blems. Ja zum (rich­tig ver­stan­de­nen) Kon­zil und ja zur alten Mes­se (die von eben­die­sem Kon­zil nicht ver­bo­ten wur­de). Basta!

        • Die­ses „Dazwi­schen“ gibt es kei­nes­wegs. Man kann einen Flie­gen­pilz nicht zum Stein­pilz interpretieren.

        • Wenn der Papst Papst ist muss man eine for­ma­le Eini­gung suchen solan­ge die­se nicht besteht! Aber natür­lich unter der Vor­aus­set­zung dass er zu kei­ner Hand­lung zwingt die eine Sün­de ist.

          Kon­kret im Sin­ne der FSSPX:
          Wenn Papst Bene­dikt die FSSPX gezwun­gen hät­te auch die Neue Mes­se zu fei­ern, dann nicht unterschreiben.
          Wenn (der libe­ra­le­re) Papst Fran­zis­kus der FSSPX Frei­heit gewährt und zu kei­nen Neue­run­gen zwingt und Kri­tik am Kon­zil nicht ver­bie­ten wür­de, dann: unterschreiben!

          Ande­res Bsp.: Wenn ein christ­li­cher Arzt nur dann Arzt sein kann, wenn er auch Abtrei­bun­gen vor­nimmt, muss er sich einen ande­ren Job suchen. Wenn er aber zu kei­ner Abtrei­bung gezwun­gen wird und Abtrei­bun­gen kri­ti­sie­ren darf, darf er auch einer Ärz­te­kam­mer ange­hö­ren die selbst Ärz­te hat, auch in den Füh­rungs­eta­gen, die Abtrei­bung gut­hei­ßen und prak­ti­zie­ren — um sei­ne Beru­fung aus­zu­üben und den Men­schen zu helfen.

          Ich den­ke so soll­te die FSSPX gesinnt sein, katho­lisch eben.

          Unab­hän­gig von inter­nen Pro­ble­men, Ver­wir­run­gen und dem Rin­gen um den rich­ti­gen Kurs nach innen.

          • Es gab da ein­mal in Ägyp­ten einen Bischof grie­chi­scher Her­kunft namens Atha­na­si­os (lati­ni­siert Atha­na­si­us). Der hat­te es eine zeit­lang mit einem Papst zu tun, der dem Aria­nis­mus anhing.

            Die­ser Bischof hör­te trotz schwe­rer Ver­fol­gung nicht auf, jenem Papst „unge­hor­sam“ zu sein und ihm zu wider­spre­chen, eine for­ma­le Eini­gung mit dem Papst kam für ihn nicht infrage.

            Inzwi­schen wur­de die­ser tap­fe­re Bischof wegen sei­nes dama­li­gen „Unge­hor­sams“ und Wider­spruchs gegen den dama­li­gen Papst hei­lig­ge­spro­chen — eben der hei­li­ge Atha­na­si­us, des­sen Gedenk­tag die Kir­che übri­gens am kom­men­den Don­ners­tag feiert.

  39. Soeben habe ich die neue­sten Aus­ga­ben von „Mit der Imma­cu­la­ta“ gele­sen. Ich neh­me aus­drück­lich zurück, dass ich Msgr. Fel­lay bis­her guten Wil­len unter­stellt habe.
    Ich neh­me es aus­drück­lich und in aller Form zurück!
    Es müss­te ein Rosen­kranz­kreuz­zug aus­ge­ru­fen wer­den für die Bekeh­rung Men­zin­gens und für die Stär­kung des Widerstands!
    Cuppa.

    • Las­sen Sie die Prie­ster­bru­der­schaft mit Ihrem «Eigen­sinn, Recht­ha­be­rei, Bes­ser­wis­se­rei, Kri­tik­sucht, fal­sche Dia­lek­tik, Spott und Häme» (P. Schmid­ber­ger) doch end­lich in Ruhe. Die­se bzw. ihr Gene­ral­obe­rer ist auf Ihre guten oder bösen Unter­stel­lun­gen bestimmt nicht ange­wie­sen — oder sind Sie dort irgend­wie Mit­glied? Mel­den Sie sich statt­des­sen doch zum Spa­zier­gang mit Bischof Wil­liam­son an; jener getauf­te Angli­ka­ner hat größ­te Erfah­rung mit öffent­li­chen Auf­ru­fen udgl.

      • Car­lo, wenn Sie zu den Gläu­bi­gen der FSSPX zäh­len, fra­ge ich Sie:
        Sind Sie auch der Mei­nung, dass die Neue Mes­se gül­tig und recht­mä­ßig(!) ein­ge­führt wor­den ist?
        Aner­ken­nen Sie auch das neue Kir­chen­recht von 1983, das Erz­bi­schof Lef­eb­v­re immer vehe­ment abge­lehnt hat?
        Bischof Fel­lay glaubt auf jeden Fall dar­an. Das ist u.a. nach­zu­le­sen in sei­ner Erklä­rung vom 15. April 2012, die Sie im Inter­net nach­le­sen kön­nen bzw. die die Prie­ster im letz­ten Cor Unum bekom­men haben.
        Mei­ner Mei­nung nach ist das ein Bruch mit dem Grün­der und führt die „Akti­on Über­le­ben“ der letz­ten Jahr­zehn­te ad absurdum.

        • Gehör­te ich zu den — frei­wil­li­gen ! — „Gläu­bi­gen“ der Prie­ster­bru­der­schaft, beste/r Reno­va­tio, wür­de ich den recht­mä­ßi­gen Obe­ren in der Nach­fol­ge Mgr. Lef­eb­v­res VERTRAUEN und mir nicht anma­ßen wol­len, bes­ser als sie zu wis­sen, wie des Erz­bi­schofs wei­ter­ge­ge­be­nen Prin­zi­pi­en in der heu­ti­gen Zeit anzu­wen­den sind. Die Fra­ge der Bezie­hun­gen mit Rom leg­te er AUSDRÜCKLICH in die Hän­de des Gene­ral­obe­ren mit der ent­spre­chen­den Standesgnade.

          We should NOT feel enti­t­led to know things which is not our busi­ness to know !

          The idea that ever­ything ought to be trans­pa­rent to ever­yo­ne is a secu­lar one & not catho­lic. GOD KNOWS THE HEARTS & MINDS OF MEN & NOTHING IS SECRET TO HIM !

  40. Der stän­di­ge Kon­takt mit den schmei­cheln­den Römern hat die Obe­ren ver­blen­det, die Umar­mung ist „töd­lich“ ver­lau­fen. Mei­ner Mei­nung nach wur­de Bischof Fel­lay einer Art Gehirn­wä­sche unter­zo­gen. Sol­che Aus­sa­gen, wie sie die Erklä­rung vom 15. April 2012 ent­hält, hät­te er vor Jah­ren nie gemacht.
    Die Obe­ren for­men die Unter­ge­be­nen, aber ver­for­men will ich mich nicht las­sen. Ent­we­der hat­te der Grün­der recht oder die Sache war umsonst und muss been­det werden.

  41. Mir stellt sich auch die Fra­ge des kirch­li­chen Not­stan­des. Die FSSPX-Prie­ster haben sich immer auf die­sen beru­fen, um die Sakra­men­te erlaubt spen­den zu kön­nen. Wenn es die­sen aber nicht mehr gibt, da nach dem Ver­hal­ten der Obe­ren Rom ja wie­der katho­lisch ist, dann dür­fen die Prie­ster kei­ne Sakra­men­te spen­den, da sie offi­zi­ell supen­diert sind. Im neu­en Kir­chen­recht kommt die­ser Not­stand gar nicht mehr vor, ver­wir­rend, Fra­gen über Fragen…
    Wer­te Leser, fra­gen sie ihren Prie­ster, wie er dazu steht.

  42. Es ist mein Anlie­gen, dass die Bru­der­schaft einig und gestärkt aus die­ser Aus­ein­an­der­set­zung her­aus­geht. Es gibt lei­der kei­ne Garan­tie und kei­ne Pro­phe­zei­ung, die das Über­le­ben der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. bis zum Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zen Mariä gewähr­lei­stet. In Qui­to, bei den Erschei­nun­gen Unse­rer lie­ben Frau vom guten Erfolg, wird nur von einem Prä­la­ten gespro­chen, wobei ich da an den Erz­bi­schof denke.

Kommentare sind deaktiviert.