Fatima und das Dritte Geheimnis — Warum läßt Papst Franziskus 97jährigen Sekretär von Johannes XXIII. nach Rom kommen?

Papst Franziskus und das Dritte Geheimnis von Fatima(Rom) Gibt es eine maria­ni­sche Les­art der jüng­sten kirch­li­chen Ereig­nis­se? Mit die­ser Fra­ge beschäf­tigt sich Anto­nio Soc­ci in der Tages­zei­tung Libe­ro (14. April). Papst Bene­dikt XVI., der sei­ne Kräf­te schwin­den sieht und sich nicht mehr stark genug fühlt, sich den Her­aus­for­de­run­gen der Zeit zu stel­len, gibt am 11. Febru­ar, dem Fest der Got­tes­mut­ter von Lour­des sei­nen Amts­ver­zicht bekannt.

Sein Nach­fol­ger Fran­zis­kus wird am 13. März gewählt, ein Datum, das an die Mari­en­er­schei­nun­gen von Fati­ma erin­nert. In dem klei­nen por­tu­gie­si­schen Ort war die Got­tes­mut­ter zwi­schen dem 13. Mai und dem 13. Okto­ber an jedem 13. des Monats drei Kin­dern erschie­nen. Der 13. Tag eines jeden Monats gilt in der katho­li­schen Fröm­mig­keit als Fati­ma­tag und damit als maria­ni­sches Datum.

Schwe­ster Lucia vom Unbe­fleck­ten Her­zen, wie der Ordens­na­me des Kin­des lau­te­te, schrieb das Drit­te Geheim­nis von Fati­ma erst 1944 nach hef­ti­gem Wider­stre­ben nie­der. Erst als sie von ihrem Bischof schrift­lich aus­drück­lich dazu ange­hal­ten wur­de, kam sie der Auf­for­de­rung nach. Die Nie­der­schrift wur­de vom Bischof von Lei­ra auf­be­wahrt, seit 1957 befin­det sie sich im Archiv der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on in Rom. Jeder neu­ge­wähl­te Papst wird nach sei­ner Amts­ein­füh­rung über den Inhalt des Drit­ten Geheim­nis­ses unter­rich­tet. Erst 2000 gab Papst Johan­nes Paul II. den Auf­trag das Geheim­nis zu ver­öf­fent­li­chen, um Spe­ku­la­tio­nen über ein nahes Welt­ende oder einen drit­ten Welt­krieg entgegenzuwirken.

Viel wur­de bereits über das Drit­te Geheim­nis von Fati­ma gerät­selt, über „einen in Weiß geklei­de­ten Bischof“, von dem Schwe­ster Lucia dos San­tos, eines der drei Seher­kin­der schrieb: „Wir hat­ten die Ahnung, daß es der Hei­li­ge Vater war“.
Papst Johan­nes Paul II. bezog die Pro­phe­zei­ung auf sich, als er im Hei­li­gen Jahr 2000 durch den dama­li­gen Prä­fek­ten der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger und den dama­li­gen Sekre­tär der Kon­gre­ga­ti­on, dem heu­ti­gen Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Tar­ci­sio Ber­to­ne das Drit­te Geheim­nis ent­hül­len ließ. In der Schau­ung, die den Hir­ten­kin­dern durch die Got­tes­mut­ter gewährt wur­de, sahen sie, wie der weiß­ge­klei­de­te Bischof von Sol­da­ten getö­tet wird. Bereits 1981, weni­ge Mona­te nach dem Atten­tat auf Johan­nes Paul II. durch den von der Sowjet­re­gie­rung gedun­ge­nen Atten­tä­ter Ali Agca hat­te der Vor­gän­ger Ratz­in­gers als Glau­bens­prä­fekt, Fran­jo Kar­di­nal Seper einen Zusam­men­hang zwi­schen der Visi­on und dem Anschlag her­ge­stellt, den der Papst schwer­ver­letzt über­leb­te. Das Atten­tat war am 13. Mai, am Tag von Fati­ma ver­übt wor­den. Sei­ne Erret­tung schrieb der Papst der Got­tes­mut­ter zu.

Früh­zei­tig tra­ten jedoch Zwei­fel auf, ob die Ver­öf­fent­li­chung voll­stän­dig war. Auf­grund frü­he­rer Aus­sa­gen meh­re­rer höch­ster Kir­chen­ver­tre­ter schei­nen meh­re­re Zei­len wei­ter­hin geheim­ge­hal­ten zu wer­den. Zwei­fel tra­ten jedoch auch an der Aus­le­gung auf. Unter ande­ren war es der öster­rei­chi­sche Bischof Kurt Krenn von Sankt Pöl­ten, der wenig spä­ter öffent­lich über sol­che Zwei­fel Joseph Ratz­in­gers berich­te­te. Der Glau­bens­prä­fekt sei dem­nach der Mei­nung gewe­sen, daß die Pro­phe­zei­ung sich nicht auf das Atten­tat bezog, son­dern eine weit grö­ße­re Dimen­si­on habe. Eine Dimen­si­on, die die gesam­te Kir­che betref­fe, wie auch die in der Schau­ung gese­he­ne Ermor­dung der ande­ren Bischö­fe, Prie­ster und katho­li­schen Lai­en zei­ge. Das Drit­te Geheim­nis betref­fe also künf­ti­ge Ereig­nis­se, die erst noch ein­tre­ten müssen.

Neu­er­dings wird die Fra­ge auf­ge­wor­fen, ob sich die Wor­te auf den zurück­ge­tre­te­nen Papst bezo­gen oder auf sei­nen Nach­fol­ger, der es liebt, sich als „Bischof von Rom“ zu bezeichnen.

Papst Fran­zis­kus zeigt wie Johan­nes Paul II. eine beson­de­re Mari­en­fröm­mig­keit. Der Got­tes­mut­ter gilt sei­ne erste „Flucht“ aus dem Vati­kan am Tag nach sei­ner Wahl, als er kurz­fri­stig das Gna­den­bild in der päpst­li­chen Basi­li­ka San­ta Maria Mag­gio­re auf­such­te und auch am Grab von Papst Pius V. bete­te. Bei sei­nem ersten Ange­lus auf dem Peters­platz erwähnt er Fati­ma. Vor knapp zwei Wochen rief Papst Fran­zis­kus über­ra­schend Erz­bi­schof Loris Capo­vil­la an. Der inzwi­schen über 97 Jah­re alte eme­ri­tier­te Kuri­en­erz­bi­schof war von 1958 bis 1963 der Erste Sekre­tär von Papst Johan­nes XXIII. Am Oster­mon­tag, den 1. April klin­gel­te das Tele­fon. Der Papst per­sön­lich war am ande­ren Ende und teil­te Capo­vil­la mit, ihn tref­fen zu wol­len. Der Mon­si­gno­re ver­spricht bald nach Rom zu kom­men, wo er seit der Selig­spre­chung Johan­nes XXIII. am 3. Sep­tem­ber 2000 nicht mehr war.

Im Umfeld des alten Prä­la­ten hieß es abwie­gelnd, der Papst habe sich für eine Bro­schü­re bedan­ken wol­len, die Msgr. Capo­vil­la zum Jahr des Glau­bens ver­faßt hat­te und die Kar­di­nal Coma­stri dem Papst über­ge­ben hat­te. Ein Anruf des Pap­stes, nur um für eine Bro­schü­re zu dan­ken, das über­zeug­te zumin­dest eine Rei­he von Vati­ka­ni­sten nicht.

Capo­vil­la war zuletzt Gesprächs­the­ma, weil er über ein Memo­ran­dum sprach, das Bene­dikt XVI. für sei­nen Nach­fol­ger ver­faßt habe. Der Vati­kan demen­tiert die Anspie­lung. Bei der Begeg­nung der bei­den Päp­ste in Castel Gan­dol­fo war jeden­falls ein Kar­ton voll Doku­men­te und ein gro­ßer, ver­sie­gel­ter Umschlag zu sehen.

„War­um will der Papst im ersten Monat sei­nes Pon­ti­fi­kats aus­ge­rech­net und unter Aus­schluß der Öffent­lich­keit den ein­sti­gen Sekre­tär von Papst Ron­cal­li sehen? Was war so drin­gend?“, frag­te Anto­nio Socci.

Am 7. April teil­te der Patri­arch von Lis­sa­bon José Kar­di­nal Poli­car­po der por­tu­gie­si­schen Bischofs­kon­fe­renz, deren Vor­sit­zen­der er ist, mit, daß Papst Fran­zis­kus den Patri­ar­chen gebe­ten hat­te, sein Pon­ti­fi­kat der Got­tes­mut­ter von Fati­ma zu wei­hen. Die Wei­he wird am 13. Mai, dem 96. Jah­res­tag der Mari­en­er­schei­nung vollzogen.

Wird Papst Fran­zis­kus mit Erz­bi­schof Capo­vil­la über das Drit­te Geheim­nis von Fati­ma spre­chen? Läßt er ihn des­halb nach Rom kom­men, wie die zeit­li­che Abfol­ge der kurz dar­auf erfolg­ten Bekannt­ga­be, sein Pon­ti­fi­kat der Got­tes­mut­ter von Fati­ma wei­hen zu las­sen, nahe­legt? Was denkt oder weiß der Papst im Zusam­men­hang mit der Pro­phe­zei­ung und der Zukunft der Kir­che? Was müs­sen wir uns erwarten?

Text: Mar­tha Weinzl
Bild: Fatima

21 Kommentare

  1. Ich bin mir sicher, das das sagen­um­wo­be­ne 3.Geheimnis, sich um die Aus­wir­kun­gen des 2. Vat.Konzils gedreht hat.
    Noch nie in der Geschich­te des Chri­sten­tums, hat es eine der­ar­ti­ge Ver­wü­stung in der Kir­che gege­ben, wie nach den Gescheh­nis­sen, vor allem nach der desa­strö­sen Liturgiereform.
    Die­se Zer­stö­rung ist schlim­mer, als alle vor­he­ri­gen Revo­lu­tio­nen und Krie­ge zusam­men und kommt nicht von außen, son­dern vom Innern der Kirche.
    Wenn schon vor Ruß­land und den Ereig­nis­sen dort gewarnt wur­de, dann auf jeden Fall auch vor der Konzilskatastrophe.
    Schlimm nur, das man sich dar­auf ein­ge­schos­sen hat die­se War­nung zu ver­schwei­gen, da fast alle Akteu­re die heu­te in Amt und Wür­den sind, tat­kräf­tig dabei waren.
    Chri­stus wird fra­gen: „Was habt ihr aus mei­ner Kir­che gemacht?“

    • Ich kann Ihre Ver­mu­tung nur tei­len: es hät­te sonst kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren Grund gege­ben, den Text 1960 streng geheim­zu­hal­ten — wo man ihn doch „bes­ser ver­ste­hen“ hät­te sol­len, wie Sr. Lucia gesagt hatte.
      Dass JP II. dann viel­leicht spä­ter auch gezö­gert haben könn­te, um die Rus­sen nicht zu krie­ge­ri­schen Hand­lun­gen zu ermun­tern, mag sein.
      Wahr­schein­lich wur­de ein Kon­zil und eine mas­si­ve Apost­asie vorhergesagt.
      Außer­dem haben ande­re kirch­lich aner­kann­te Seher des 19. Jh (LaSa­let­te, Emme­rick) etwas ganz Ähn­li­ches geschaut — alle stim­men dar­in mit Visio­nen Jesu und ein­zel­ner Apo­stel im NT überein.

      • Apost­asie ist ein gutes Stichwort,
        natür­lich hat auch die Tra­di­ti­on in der Kir­che ihre Ecken und Kan­ten, aber sie steht im Kern dafür, was unse­ren Glau­ben aus­macht, die Wur­zeln der Kirche.
        Eben inte­gra­li­stisch gesehen.
        Fas­sungs­los schaut der Betrach­ter aller­dings, auf den ver­steck­ten und offe­nen Hass der aus Kir­chen­krei­sen gegen die Tra­di­ti­on kommt.
        Selbst vor dem guten Papst Bene­dikt hat man nich halt gemacht und gezielt den Medi­en­mob über ihn her­fal­len lassen.
        Dabei sind die Herr­schaf­ten nicht gera­de mit Intel­li­genz geseg­net, denn seit ihrem „Wir­ken“ geht es mit der Kir­che stän­dig berg­ab (Jeder Zusam­men­hang wird geleug­net und mit der Phra­se „Früch­te des Kon­zils“ schöngeredet).
        Aber Dumm­heit und Stolz wach­sen auf dem­sel­ben Holz und von daher wer­den die Moder­ni­sten nicht ruhen, bis ihr Satans­werk voll­endet ist.
        Es ist erschüt­ternd aber wahr, das die vol­le unver­kürz­te Leh­re der hei­li­gen Kir­che Jesu Chri­sti welt­weit nur noch von den Pius­brü­dern gelehrt wird.
        Der Rest hat sich, ganz nach Pau­lus, Leh­rer gesucht die den Ohren schmei­cheln und das ver­kün­den was die Men­schen ger­ne hören wollen.
        Es ist noch nicht erwie­sen aber wenn Papst Franz die Kir­che in Rich­tung Ver­welt­li­chung führt, wäre das dann wirk­lich das Ende Roms, denn eine wei­te­re Quas­sel­bu­de im Sin­ne von UN und Co. braucht niemand.
        Ich ver­traue aber dem hl.Geist, irgend­wann Erbar­men zu haben und die­sem Spuk end­lich ein Ende zu setzten.

        • Ja, lie­ber Micha­el, am Ende wird das Herz der Imma­cu­la­ta tri­um­phie­ren, heißt es in der Fatima-Botschaft.
          Ich habe aber ange­sichts der Lage Zwei­fel, dass das gewis­ser­ma­ßen mit Zau­ber­hand geschieht, die uns eines Mor­gens auf­wa­chen lässt und der Spuk ist vorbei.
          Ist es nicht ein Kreuz­weg, den die Kir­che geht? Und deu­tet uns das Bild­mo­tiv des 3. Teils des Geheim­nis­ses (sei es nun voll­stän­dig oder nicht) nicht dar­auf hin, dass es noch viel wei­ter berg­ab gehen wird? So sehr, dass wir es fast nicht mehr ertra­gen kön­nen, im Zusam­men­hang mit einer mas­sen­haf­ten Apost­asie und Ver­fol­gung? (Auch die Johan­nes-Offen­ba­rung spricht davon deut­lich!) ABER: Da ste­hen die bei­den Engel neben dem Kreuz, die das Blut der Mär­ty­rer sam­meln und damit die See­len trän­ken, die sich Gott nähern — das heißt: nein: es ist nicht das Ende der Kir­che. Aber durch äußer­ste Bedräng­nis hin­durch wird es gehen.
          Wel­ches Gesicht Franz uns noch offen­ba­ren wird, ist für mich „undurch­sich­tig“. Aber sei­ne Pre­dig­ten sind theo­lo­gisch der­ma­ßen unbe­darft, banal oder sogar ver­quer, dass ich ent­we­der anneh­men muss, dass er ein eit­ler Stroh­mann ist, hin­ter dem ande­re ein böses Spiel trei­ben, oder aber dass er mit vol­ler Absicht so auf­tritt. Bei­des ver­heißt uns nichts Gutes für die Kir­che. Und nicht zu ver­ges­sen: hin­ter den Mau­ern sitzt BXVI. und betet. Er kennt das gan­ze Geheim­nis Fati­mas und er ist der ein­zi­ge, der die theo­lo­gi­sche Ent­wick­lung her­vor­ra­gend kennt. Für mich ist wie ein Stütz­pfei­ler unter dem schie­fen Turm von Rom — neben all den unbe­kann­ten Stüt­zen, die uner­müd­lich und unbe­irr­bar fest­hal­ten am katho­li­schen Glauben.

          • Ja ich stim­me Ihnen zu, der Nie­der­gang kann durch den Herrn aus Argen­ti­ni­en um eini­ges beschleu­nigt wer­den, da bin ich sicher.
            Die Kir­che wird von Chri­stus beed­net wer­den das steht völ­lig außer Zwei­fel, sie ist sei­ne Stif­tung, er ist Herr darüber.
            Und ein Ende Roms ist nicht das Ende der Kir­che, denn die­se rekru­tiert sich aus dem Blut der Mär­ty­rer und nicht aus eit­len, selbst­ge­fäl­li­gen Kle­ri­kern, wie lei­der anschei­nend auch bei den höch­sten Wür­den­trä­gern weit verbreitet.
            Das Neue Rom kann durch­aus in Chi­na ste­hen, der hl.Geist weht wo er will.

          • Lie­ber Herr Michael;

            wenn sie die Pius­brü­der am rich­ti­gen Weg sehen, dann sind sie wohl selbst am Ran­de der katho­li­schen Kir­che, wenn über­haupt katho­lisch. Haben sie doch mehr Gott­ver­trau­en, und sein sie sich nicht so sicher, Din­ge bes­ser zu erken­nen wie der Papst und zu wis­sen was dran ist oder nicht. Die Kir­che stän­dig auf Abwe­gen zu sehen ist auch hoch­mü­tig und bes­ser­wis­se­risch, genau­so eben wie es die Pius­brü­der sind und sie leben im Unge­hor­sam. Das fin­den sie richtig?Teresa von Avi­la sagt: Gehor­sam ist Lie­be! Katho­li­scher als der Papst zu sein ist mehr des Anklä­gers Gewohn­heit, und das ist der Teu­fel. Gehor­sam ist Lie­be ! Küm­mern sie sich lie­ber dar­um sel­ber hei­lig zu wer­den, akzep­tie­ren sie, dass der Papst vom Hei­li­gen Geist gewählt wur­de, auch wenn er lei­der nicht zu ihrer Spi­ri­tua­li­tät passt, die sie für sehr wich­tig hal­ten. Machen sie sich um sich selbst mehr Sor­gen, sie sind der erste, den sie ver­än­dern können..Der Papst muss nicht so sein wie sie glau­ben, dass er sein soll­te. Wenn schon, dann soll­ten sie sich selbst mal selbst­kri­ti­sche Fra­gen stel­len. Die­se kir­chen­po­li­ti­sie­re­rei wird sie um kei­nen Zen­ti­me­ter näher zu Gott brin­gen, es ist Zeit­ver­schwen­dung ! Gott seg­ne sie! Bekeh­ren sie sich jeden Tag selbst, davon hat die katho­li­sche Kir­che am allermeisten..

    • Ihnen hat die Mut­ter Got­tes das Geheim­nis nicht anver­traut, dar­um müs­sen sie sich auch nicht dar­um küm­mern. Dass sie sich sicher sind, ist schön für sie… aber Gewiss­heit und Wahr­heit sind schon noch­mal 2 Paar Schu­he. Es liegt in der Natur des Men­schen über­all Dra­ma, Nega­ti­vi­tät und Unter­gang zu sehen. Was bringt das ?
      Las­sen sie sich nicht ablen­ken, evan­ge­li­sie­ren sie lie­ber ihr Umfeld und wer­den sie lie­ber Hei­lig. Da haben sie so viel zu tun und müs­sen kei­ne Bot­schaf­ten ent­schlüs­seln, die ihnen die Mut­ter Got­tes nicht anver­traut hat.
      Auch was Chri­stus fra­gen wird, das wis­sen sie nicht und das kön­nen sie auch getrost sei­ne Sor­ge sein. Über­le­gen sie sich lie­ber, was er sie mal fra­gen wird.

      • Lie­ber Philipp,
        Sie schrei­ben viel, lei­der nur auf der „Meta­ebe­ne“. Sie maß­re­geln Micha­el und mich, wer­den per­sön­lich und haben aber kei­nen ein­zi­gen qua­li­fi­zier­ten Satz zur Sache gesagt. Kurz: Sie ver­grei­fen sich erheb­lich im Ton… Ich ver­bit­te mir das… Es ist unter Niveau.

        Lei­der, lei­der ist die Sach­la­ge erheb­lich kom­pli­zier­ter, als manch einer es wahr­ha­ben möch­te. Ich bin aus trif­ti­gen Grün­den in höch­ster Alarm­be­reit­schaft. Wenn Sie mei­ne Bei­trä­ge hier lesen und ein ver­stän­di­ger Mensch sind, wer­den Sie zumin­dest ver­ste­hen, was ich mei­ne. Tei­len müs­sen Sie mei­ne Gedan­ken natür­lich nicht!

        Unser heu­ti­ges Pro­blem ist: vie­le Wei­he­trä­ger ver­lei­ten uns zur Sün­de! In die­sem Fall gilt, dass man Gott mehr als den Men­schen gehor­chen muss.
        Und noch was zur FSSPX: das ist nicht der „Rand der Kir­che“ — das Herz der Kir­che ist nicht da, wor­auf sich die mei­sten eini­gen kön­nen. Im Her­zen der Kir­che sind die, die Jesus von gan­zem Her­zen lie­ben. Und ihn lie­ben heißt „den Wil­len des Vaters tun“. FSSPX steht nicht im Ver­dacht, den Wil­len des Vaters nicht tun zu wol­len. Sie sind ver­zwei­felt über dem Zustand der Kir­che, und man­che haben sich viel­leicht etwas ver­rannt. Aber dass sie sich den Spott, den Hohn und den Hass halb Euro­pas um ihrer Über­zeu­gung wil­len antun, offen­bart ihre Lie­be zu Jesus! (Nein — ich gehö­re nicht zu ihnen, falls Sie das nun meinen!)

    • Von die­ser Grup­pe (Most­ho­ly­fa­mi­ly­mo­na­ste­ry) muß ich abra­ten. Man­che Beob­ach­tun­gen, die dort gemacht wer­den, mögen plau­si­bel sein, aber die gesam­te Gedan­ken­füh­rung zeigt, daß sie sich von Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten des katho­li­schen Glau­bens (z. B. daß das AT tat­säch­lich auf Jesus Chri­stus vor­ver­weist) weit ent­fernt haben.

      Von dem im Arti­kel genann­ten Anto­nio Soc­ci ken­ne ich The Fourth Secret of Fati­ma, das mir sehr gut recher­chiert erscheint. Auch Mark Fel­lows Fati­ma in Twi­light ist zu empfehlen.

  2. Da waren die Kir­chen­obe­ren im 19. Jahrh. doch auf­rich­ti­ger. Sie haben die Wor­te der Got­tes­mut­ter in La Salet­te nicht unter­drückt: ROM WIRD DEN GLAUBEN VERLIEREN UND SITZ DES ANTICHRIST WERDEN. Ähn­li­ches wird die Got­tes­mut­ter im 3. Geheim­nis von Fati­ma geäu­ßert haben.

    • So ist es. Nur der Anti­christ wird sich selbst wohl kaum denun­zie­ren, des­halb die Geheimnistuerei.

  3. Weiß ja nicht ob ihr die Sei­te die­war­nung kennt, aber soll­te das alles ein­tre­ten was dort geschrie­ben steht sind die Wor­te wahr. Ich habe eini­ge Zeit kri­tisch mit­ge­le­sen, irgend­wie habe ich jedoch das star­ke Gefühl, die Bot­schaf­ten sind echt. Genau ein Jahr bevor Papst Bene­dikt sei­nen Rück­tritt bekannt gab, also genau am glei­chen Tag nur ein Jahr zuvor wur­de dies in die­ser Bot­schaft erwähnt. Und dort wird gesagt, der neue Papst sei der fal­sche Pro­phet. Laut Bibel ist der fal­sche Pro­phet ja ein reli­giö­ser Füh­rer. War­ten wir ab, aber es passt bis jetzt alles.. wir dür­fen gespannt sein aber dür­fen uns auch freu­en auf die Wie­der­kunft, ich bin mir sicher, die­se ist sehr nahe..

  4. das kling nach taschen­spie­ler Tricks von Papst Franz und Erz­bi­schof Capo­vil­la man muß ja auch was für die from­men bie­ten allein schon die Tat­sa­che daß der Papst nicht wie alle Päp­ste vor ihm selbst sich und sein Pon­ti­fi­kat der Mut­ter­got­tes weiht son­dern „wei­hen“ läßt ist verdächtig

  5. @ Ema­nu­el:

    Die Sei­te „DIE WARNUNG“ ist Häre­sie. Für den, der sich ein biss­chen näher damit beschäf­tigt hat und eini­ger­ma­ßen ver­traut ist mit katho­li­scher Leh­re wird das deut­lich. Die fal­sche Pro­phe­tin behaup­tet etwa, dass das tau­send­jäh­ri­ge Reich Chri­sti tat­säch­lich nur 1000 Jah­re dau­ern wür­de (und das war’s). Absurd. Im Übri­gen ist die Frau signi­fi­kan­ter­wei­se anonym, was zeigt, dass sie kei­ne ech­te Gläu­bi­ge ist — denn sie will sich nicht zu erken­nen geben. Das alles sind gute Zei­chen, mit denen Gott uns zu erken­nen gibt, dass die Frau falsch ist. Inter­es­san­ter­wei­se ist sie beson­ders im deutsch­spra­chi­gen Raum bekannt und nicht so sehr inter­na­tio­nal, obwohl sie ja irisch ist, wie man mun­kelt. Aber sie hat ein paar sehr invol­vier­te deutsch­spra­chi­ge Eife­rer, dar­an liegt es wohl, dass sie (lei­der) Ver­brei­tung fin­det. Was „ein­ge­trof­fe­ne“ Zufäl­le in ihren Bot­schaf­ten betrifft, so sind die wohl sata­ni­schen Ursprungs, die Fehl­grif­fe über­wie­gen Gott sei Dank. Alle die ihre Lügen-Bot­schaf­ten glau­ben und ver­brei­ten, machen sich schuldig.

    • Wohl nur „quer­ge­le­sen“…? Die Bot­schaf­ten in der „War­nung“ sind durch­zo­gen von
      Gebe­ten für jeden unse­rer Näch­sten. Was kann am Gebet bit­te falsch sein?
      Bei Pau­lus heißt es „prüft alles und behal­tet das Gute“. Also tun wir das einfach -
      selbst wenn die Bot­schaf­ten von einer „Irren“ kämen, wür­den sie kei­nem schaden!
      Ich den­ke nicht, dass sich jemand schul­dig machen kann wenn er sie verbreitet.
      Sata­ni­schen Ursprungs kön­nen sie eben­falls nicht sein, denn der Böse wür­de sich
      in sein eige­nes Fleisch schneiiden, den täg­li­chen Rosen­kranz und den Barm­her­zig­keits-Rk zu erbit­ten! Und letzt­lich: was, wenn´s doch wahr ist…?

  6. Das stimmt, man kann Ihnen nur zustimmen.

    Die sog. „War­nung“ ist ein übles Blendwerk
    der Mäch­te der Finsternis.
    Das Trau­ri­ge ist, dass selbst Men­schen, von
    wel­chen man dach­te sie sei­en wirk­lich gläubig,
    auf einen sol­chen Schwach­sinn her­ein­fal­len und
    die­sen fast auf­dring­lich verbreiten.
    Wie leicht las­sen sich Men­schen zum Werkzeug
    der bösen Gei­ster machen.

    Der Herr hat uns gewarnt:
    Es wer­den fal­sche Pro­phe­ten auftreten.…
    Wir brau­chen wirk­lich kei­ne sol­chen „Pri­va­tof­fen­ba­run­gen“ mehr.

    Lour­des und Fati­ma, ech­te Bot­schaf­ten unse­rer allerseligsten
    Mut­ter Maria, soll­ten uns genügen.
    Was wir zum Heil brau­chen wis­sen wir seit 2.000 Jahren !
    Aber so ist es heu­te leider:
    Wenn ein glau­bens­treu­er Prie­ster eine Mes­se lesen will
    ver­wei­gert man ihm die Kirchen.
    Schar­la­ta­nen wie die­sem Alan Ames und anderen
    Hel­fers­hel­fern der Fin­ster­nis wer­den die Tore gerne
    geöffnet.
    Schwe­stern und Brü­der seid wachsam!

  7. @ Miri­am:

    Ich ver­si­che­re Ihnen, dass ich jemand bin, der genau prüft und ich wür­de nie vor­schnell einen auf­rech­ten Gläu­bi­gen ver­ur­tei­len wol­len, selbst wenn des­sen Aus­druck der Gläu­big­keit unge­wöhn­lich ist. „Maria Divi­ne Mer­cy“ nimmt für sich in Anspruch, dass die hei­li­ge Drei­fal­tig­keit und die Mut­ter Got­tes selbst ihr täg­lich Bot­schaf­ten schicken. Natür­lich sehe ich mir da den Inhalt an, und was ich sehe, wider­spricht (unab­hän­gig davon, was ich per­sön­lich mei­ne) deut­lich katho­li­scher Glaubenslehre.
    Ich bin sel­ber ein ehr­li­cher Mensch und des­we­gen ist es für mich auch etwas jen­seits mei­ner Lebens­rea­li­tät, dass jemand daher­kommt und behaup­tet Gott wür­de ihm Bot­schaf­ten schicken (immer fein unter­schrie­ben mit: ‚Herz­lichst, dein Gott‘) und von Jesus spricht und auf­for­dert den Rosen­kranz zu beten, und dabei ein kom­plet­ter LÜGNER ist! Aber es gibt sol­che patho­lo­gi­schen Lüg­ner, die sich nicht zu scha­de sind selbst Got­tes Namen für ihre Lügen zu miss­brau­chen. Von leicht­gläu­bi­gen Men­schen bekom­men die­se dann Zuspruch, Auf­merk­sam­keit und (ja, sie ver­dient dar­an) auch Geld — alles Din­ge, die sie über alles lie­ben. Sie baden förm­lich in ihrem auf­ge­puff­ten Ego, ihrer Arro­ganz. Und Satan? Satan ist geris­se­ner als Sie begrei­fen. Wenn jemand auf­grund eines oder zu einem fal­schen Chri­stus betet, dann tri­um­phiert Satan in dem Scha­den, den er ange­rich­tet hat. Das Gebet ist über­schat­tet von Lügen. Satan nutzt Häre­ti­ker, Eife­rer ver­schie­de­ner fal­scher Chri­stus­se, und hat das schon immer getan. Er ist der „strah­len­de Engel“ (Jes 14:12; Gala­ter 1:8).

    Die Dame behaup­tet, dass tau­send­jäh­ri­ge Reich wür­de nur tau­send Jah­re dauern:
    http://thewarningsecondcoming.com/know-that-the-1000-years-referred-to-in-the-book-of-revelation-means-just-that/
    Soll das Ihr Chri­stus sein? Genügt Ihnen das nicht, um die Frau kom­plett zu widerlegen?
    Sie hat außer­dem gesagt, Bene­dikt XVI. wür­de ver­drängt wer­den, wo er doch deut­lich klar­ge­macht hat, dass sein Rück­tritt abso­lut frei­wil­lig war (http://thewarningsecondcoming.com/my-poor-holy-vicar-pope-benedict-xvi-will-be-ousted-from-the-holy-see-in-rome/). Sie hat behaup­tet, Welt­po­li­ti­ker wür­den ermor­det wer­den und es ist wäh­rend des von ihr gesetz­ten Zeit­rah­mens nicht eingetroffen.
    Ich habe das Gefühl, die­se Rat­te war­tet nur dar­auf, dass eine gro­ße Natur­ka­ta­stro­phe ein­tritt, wie der Tsu­na­mi 2005, um es für sich und ihren Brief­freund-Jesus zu ver­bu­chen. Dass eine ihrer Bot­schaf­ten ein Jahr von dem „Ver­drängt­wer­den“ Bene­dikt XVI. han­delt, wird von den ver­blen­de­ten Eife­rern groß auf­ge­bla­sen; aber Satan ver­fügt auch über beson­de­res Wis­sen und viel­leicht hat er sei­ner „beson­de­ren Freun­din“ hier etwas zuge­steckt. Es spielt kei­ne Rol­le. Die Her­de kennt die Stim­me ihres Hir­ten, und die­ser da klingt nicht wie ER.

  8. Ergän­zung: man lese sich ein­mal durch, was ihr „War­nungs-Jesus“ am 5. April ver­kün­det hat: „Auch hast du nicht das Recht, irgend­ei­nen ande­ren Visio­när oder selbst­er­nann­ten Pro­phe­ten, ob nun echt oder falsch, in Mei­nem Namen zu ver­ur­tei­len oder zu kritisieren.“
    Das macht Sinn! Jesus sagt, dass man einen fal­schen Pro­phe­ten nicht kri­ti­sie­ren darf. 😉

  9. Ich ver­wer­fe nicht pau­schal alle Pri­va­tof­fenb., ich glau­be an die Echt­heit der kirch­lich aner­kann­ten Pri­va­tof­fen­ba­run­gen wie Gua­de­lou­pe, Lour­des, Fati­ma und Akita. 

    Was aber die Bot­schaf­ten der iri­schen Schwät­ze­rin und Pseu­do­pro­he­tin betrifft, müs­sen sich all jene, die die­sen Blöd­sinn glau­ben, wirk­lich fra­gen, ob sie über­haupt noch katho­lisch sind oder mal wie­der einen rich­ti­gen, guten katho­li­schen Glau­bens­kurs besu­chen. Die Häre­si­en und Irr­tü­mer in die­sen Bot­schaf­ten sind der­ma­ssen offen­sicht­lich, dass es nun wirk­lich kein Theo­lo­gie­stu­di­um braucht, um dies fest­zu­stel­len. Gute Kennt­nis­se des katho­li­schen Glau­bens und gesun­der Men­schen­ver­stand genü­gen völlig.

    Bei­spie­le gefällig?:

    - Let­zes Jahr hiess es in einer Bot­schaft ein Katho­lik MÜSSE alle 2 Wochen beich­ten, um im Stan­de der Gna­de zu blei­ben. Das ist ein­fach unsin­nig, weil die katho­li­sche Kir­che zwi­schen läss­li­chen und Tod­sün­den unter­schei­det. Aus dem Stand der Gna­de fällt man nur, wenn man eine Tod­sün­de begeht, um wie­der in den Stand der Gna­de zurück­ver­setzt zu wer­den, ist es not­wen­dig zu beich­ten. Die läss­li­chen Sün­den muss man nicht beich­ten, auch wenn die Kir­che es emp­fiehlt, die­se wer­den aber im Sakra­ment der Eucha­ri­stie ver­ge­ben, vor­aus­ge­setzt man emp­fängt die­ses natür­lich nicht mit einer schwe­ren Sün­de. Die Kir­che ver­langt sogar nur 1 Mal im Jahr die Beichte.

    - Dann behaup­te­te die Schwät­ze­rin auch letz­tes Jahr, Jesus wür­de allen einen voll­kom­me­nen Ablass schen­ken, man müs­se nur 7 Tage hin­ter­ein­an­der eines der Krez­zugs­ge­be­te beten. Auch das ist blan­ker Unsinn, ich habe noch nie gehört, dass Jesus über Pri­va­tof­fen­ba­run­gen Abläs­se schenkt. Gott dele­gier­te die Auto­ri­tät Abläs­se zu gewäh­ren nun mal dem Papst resp. der Kir­che. Zudem sind gewis­se Bedin­gun­gen erfor­der­lich: die Anhäng­lich­keit an jede Sün­de (auch der läss­li­chen), die wür­di­ge Beich­te und den Emp­fang der hei­li­gen Kom­mu­ni­on. Zudem Gebe­te nach Mei­nung des Pap­stes. Um die Bedin­gun­gen zu erfül­len muss man also katho­lisch sein, irgend­ein Kreuz­zugs­ge­bet zu plap­pern reicht da bei wei­tem nicht.

    - Den Gip­fel der Häre­si­en erreich­te die Dame aber wohl mit der Dro­hung der Sün­de wider dem Hei­li­gen Geist und der ewi­gen Höl­le, wer nicht an die­se Bot­schaf­ten glaubt und sie kri­ti­siert. Jeder halb­wegs gebil­de­te Katho­lik weiss, dass wir nicht ein­mal an die kirch­lich aner­kann­ten Pri­va­tof­fen­ba­run­gen glau­ben müs­sen, geschwei­ge denn irgend­wel­cher nicht aner­kann­ten. Pri­va­tof­fen­ba­run­gen gehö­ren nicht zum ver­bind­li­chen Glau­bens­gut der Kir­che, wir dür­fen dar­an glau­ben, wenn die Kir­che es uns erlaubt, müs­sen aber nicht.
    Der Nicht­glau­be an Pri­va­tof­fen­ba­run­gen hat also mit der Sün­de wider dem Hei­li­gen Geist über­haupt nichts zu tun. Es ist sogar unmög­lich in Bezug auf P’of­fen­ba­run­gen gegen die­sen zu sündigen.
    Die Kir­che defi­niert klar, was die Sün­de wider den Hg. Geist ist. 

    - die wört­li­che Aus­le­gung der 1000 Jah­re der Offen­ba­rung wur­de schon erwähnt.

    Das sind nur ein paar Bei­spie­le der unzäh­li­gen Här­si­en und Irr­tü­mer der iri­schen Schwätzerin.

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