Der Papst lebt im Hotel? – Der Papst und die päpstliche Wohnung

Päpstliche Wohnung im Apostolischen Palast Warum wohnt der Papst im Hotel?von Clau­dia Jakober

(Vati­kan) Den Men­schen gefällt Papst Fran­zis­kus. Das ist eine Gna­de für die Kir­che. Die sicht­bar zur Schau gestell­te Demut und Beschei­den­heit des neu­en Pap­stes fin­den hin­ge­gen nicht unge­teil­te Zustim­mung. Sie kon­stru­ie­ren einen unan­ge­mes­se­nen Gegen­satz, als wären die Päp­ste zuvor nicht demü­tig gewe­sen. Man lese die Testa­men­te der ver­stor­be­nen Päp­ste nach und beach­te noch ein­mal die Demut und Spar­sam­keit Bene­dikts XVI., der die vor­han­de­nen Gewän­der nütz­te, wie durch die dar­auf abge­bil­de­ten Papst­wap­pen unschwer erkenn­bar ist.

Ent­schei­den­der als der schnel­le und ein­fa­che Bei­fall man­cher für die Beschei­den­heit ist, daß der Papst mehr Gehör fin­det und sich Ver­stand und Herz der Men­schen umfas­sen­der für die christ­li­che Bot­schaft öff­nen. Dann wäre auch sei­ner jüng­sten Ent­schei­dung Applaus zu zol­len, nicht in den Apo­sto­li­schen Palast oder bes­ser gesagt, die päpst­li­che Woh­nung ein­zu­zie­hen. Die Fra­ge nach der Sinn­haf­tig­keit sol­cher demon­stra­ti­ver Akte bleibt im Raum stehen.

Stimmt es, daß der neue Papst im Hotel wohnt?

Das wur­de ich unlängst gefragt. Die Fra­ge kam so über­ra­schend, daß ich drauf und dran war, sofort mit einem empör­ten Nein zu ant­wor­ten. Ich habe aber geschwie­gen und das war bes­ser so. Er wohnt näm­lich wirk­lich im Hotel.

Ist es aber „bes­ser“ wenn ein Papst in einem Hotel wohnt, statt in sei­nem eige­nen Haus? Der Papst bewohnt nach wie vor die Suite im Domus Sanc­tঠMar­tà¦, die er als Kar­di­nal am Beginn des Kon­kla­ve bezo­gen hat­te. Es han­delt sich um das unter Johan­nes Paul II. erbau­te Gäste­haus des Vati­kans und damit gewis­ser­ma­ßen das Hotel des Zwerg­staa­tes. Rich­tig bewußt wur­de das, als nach der Papst­wahl einer stau­nen­den Öffent­lich­keit berich­tet wur­de, der neue Papst habe zunächst ein­mal die offe­ne Rech­nung im Gäste­haus bezahlt. Die Kar­di­nä­le müs­sen für ihre Unter­brin­gung wäh­rend des Kon­kla­ves im Vati­kan bezahlen?

Apostolischer Palast großteils für Allgemeinheit zugänglich

Arbeitszimmer von Papst Benedikt XVI.Der Apo­sto­li­sche Palast geht bereits auf die Spät­an­ti­ke zurück. Die älte­sten heu­te sicht­ba­ren Tei­le ent­stan­den im Hoch­mit­tel­al­ter. In sei­ne welt­weit bekann­te Gestalt wur­de er zwi­schen 1508 und  1519 durch Anto­nio da San­gal­lo gebracht. Die aus­ge­dehn­te Anla­ge zählt 1400 Räu­me und Säle, die im Lau­fe der Jahr­hun­der­te durch die größ­ten Künst­ler der Welt von Raf­fa­el über Michel­an­ge­lo bis Bra­man­te und unzäh­li­ge ande­re aus­ge­stal­tet wurden.

Heu­te sind in gro­ßen Tei­len des Pala­stes die Vati­ka­ni­schen Muse­en unter­ge­bracht und für das Publi­kum, also die All­ge­mein­heit geöff­net, so auch die Stan­zen des Raf­fa­el, die Woh­nung Papst Alex­an­ders VI. Bor­gia und die berühm­te Six­ti­ni­sche Kapel­le. Im weit­läu­fi­gen Palast sind zudem eine gan­ze Rei­he vati­ka­ni­scher Behör­den und Tei­le der Römi­schen Kurie unter­ge­bracht, so die Prä­fek­tur des Apo­sto­li­schen Hau­ses, der seit kur­zem Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein vor­steht, das Amt für die lit­ur­gi­schen Zele­bra­tio­nen des Pap­stes, das Msgr. Gui­do Mari­ni lei­tet, dann auch die groß­ar­ti­ge Apo­sto­li­sche Biblio­thek und vor allem das sagen­um­wo­be­ne Päpst­li­che Geheim­ar­chiv mit sei­nen atom­bom­ben­si­che­ren Tresorräumen.

Der Apo­sto­li­sche Palast des Vati­kans ist seit dem Hoch­mit­tel­al­ter die offi­zi­el­le Resi­denz des Pap­stes in sei­ner Stel­lung als Kir­chen­ober­haupt. Im Gegen­satz dazu war der päpst­li­che Qui­ri­nal­s­pa­last die Resi­denz des Pap­stes als Staats­ober­haupt des Kir­chen­staa­tes. Nach­dem ita­lie­ni­sche Trup­pen gewalt­sam dem Papst die Kir­chen­staa­ten ent­ris­sen hat­ten, resi­dier­ten dort ab 1870 die ita­lie­ni­schen Köni­ge. Seit 1946 bewohnt der ita­lie­ni­sche Staats­prä­si­dent den Palast am Quirinal.

Die von den Päp­sten bewohn­ten Tei­le des vati­ka­ni­schen Pala­stes vari­ier­ten im Lau­fe der Zeit. Man­che kön­nen im Rah­men der Vati­ka­ni­schen Muse­en besich­tigt wer­den. In der jün­ge­ren Neu­zeit bewohn­ten die Päp­ste einen Teil des zwei­ten Stockes, in dem Leo XIII. als letz­ter Papst wohn­te und starb. Die Räu­me sind unver­än­dert geblie­ben, aber nicht zugäng­lich. Der hei­li­ge Papst Pius X. zog 1903 in die genau dar­über gele­ge­nen Räu­me des drit­ten Stockes. Dort leb­ten und star­ben seit­her alle Päp­ste bis zum 28. Febru­ar 2013, dem Rück­tritt von Bene­dikt XVI.

Nur zehn von 1400 Räumen bilden Privatwohnung des Papstes – Die Hälfte ist Kapelle

Das Schlafzimmer des Papstes Benedikt XVIWor­in bestehen die päpst­li­chen Gemä­cher, die der neue Papst so demon­stra­tiv ablehnt? Die Woh­nung des Pap­stes besteht aus zehn Räu­men: einem Vorraum/Gang, einem klei­nen Büro für die päpst­li­chen Sekre­tä­re, einer Bibliothek/Besprechungsraum, einem Arbeits­zim­mer des Pap­stes, einer Pri­vat­ka­pel­le, die den weit­aus größ­ten Platz ein­nimmt, einem Bade­zim­mer, einem Arzt­zim­mer für Not­fäl­le, einem Eßzim­mer, einem klei­nen Wohn­zim­mer und einer Küche (die gra­phi­sche Dar­stel­lung oben zeigt den unge­fäh­ren Zustand der Papst­woh­nung am Ende des Pon­ti­fi­kats von Johan­nes Paul II.).
2006 waren nach Jahr­zehn­ten alle Strom­lei­tun­gen und die Küche erneu­ert wor­den. In den 1930er Jah­ren waren im Anschluß an die päpst­li­chen Räu­me eini­ge Mini-Appar­te­ments für die Mit­glie­der des päpst­li­chen Haus­hal­tes geschaf­fen wor­den. Wäh­rend des Pon­tif­kats von Bene­dikt XVI. stand auch des­sen Bru­der Georg ein sol­ches zur Verfügung.

Die Räu­me sind den Maß­stä­ben des 16. Jahr­hun­derts ent­spre­chend recht geräu­mig, aber aus­ge­spro­chen beschei­den, um nicht zu sagen alt­mo­disch ein­ge­rich­tet, weil Päp­ste nicht mit der Mode gehen. Wem wür­de schon die Schlaf­zim­mer­ein­rich­tung von Bene­dikt XVI. gefal­len? Er nahm sie in Demut an.

Päpstliche Wohnung inzwischen verkleinert – Im Hotel wirkt alles improvisiert und provisorisch

Nach dem Auf­bre­chen der Sie­gel, die beim Tod eines Pap­stes (im kon­kre­ten Fall nach dem nicht wirk­lich nach­voll­zieh­ba­ren Rück­tritt von Bene­dikt XVI.) an der päpst­li­chen Woh­nung ange­bracht wer­den, erklär­te der neue Papst, daß ihm die Papst­ge­mä­cher zu groß sei­en. Er blieb im Gäste­haus und die päpst­li­che Woh­nung wur­de, wohl nach sei­nen Vor­ga­ben umge­baut. Die Effi­zi­enz der vati­ka­ni­schen Hand­wer­ker ist bekannt. Die Umbau­ar­bei­ten sind seit ver­gan­ge­ner Woche abge­schlos­sen. Der neue Haus­herr hat­te es sich inzwi­schen jedoch anders über­legt. Er will auch in die ver­klei­ner­te Woh­nung nicht ein­zie­hen, son­dern im Hotel blei­ben, wo er sei­ne Mit­ar­bei­ter emp­fängt und auch die Staats­gä­ste wie Argen­ti­ni­ens Staats­prä­si­den­tin Kirch­ner oder den Jesuitengeneral.

Ist es bil­li­ger in einem Hotel­zim­mer zu woh­nen als in der eige­nen Woh­nung? Und die Kosten für die Umbau­ar­bei­ten? Für den per­sön­li­chen Sekre­tär, das päpst­li­che Sekre­ta­ri­at, die ande­ren Mit­ar­bei­ter ein­schließ­lich der Sicher­heits­kräf­te muß­ten Räu­me im Domus ein­ge­rich­tet wer­den. Alles wirkt impro­vi­siert, pro­vi­so­risch und damit unstet, so als wäre der neue Papst nur vor­über­ge­hend Ver­tre­ter Chri­sti oder jeden­falls nur vor­über­ge­hend in Rom.

Papsttum braucht Kontinuität nicht Aktionismus

Hin­zu kommt die unwei­ger­li­che Fra­ge, ob es wirk­lich ange­mes­sen ist, daß der Papst in einem Hotel hof­hält, wo andern­orts im Vati­kan alle ent­spre­chen­den Räum­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung, ja inzwi­schen leer ste­hen. Er emp­fängt Ein­zel­per­so­nen und klei­ne­re Grup­pen im Gäste­haus. Man­che Gäste des Vati­kans woh­nen qua­si Suite an Suite mit dem Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che, das sie auf­su­chen. Der Papst ver­wen­det all­mor­gend­lich den­sel­ben all­ge­mei­nen Spei­se­saal wie die ande­ren im Haus unter­ge­brach­ten Gäste. Ist die­se fast kum­pel­haf­te Nähe aber ange­bracht? Was soll sie brin­gen, außer den Ein­druck eines exal­tier­te­ren Aktio­nis­mus zu vermitteln?

Was die Kir­che braucht, ist eine immer neue Form der Ver­kün­di­gung. Johan­nes Paul II. war ein phi­lo­so­phi­scher Den­ker, Bene­dikt XVI. ein theo­lo­gi­scher Den­ker. Fran­zis­kus könn­te vor allem pasto­ral neue Akzen­te set­zen. Viel wäre schon gewon­nen, wenn er dafür sor­gen wür­de, daß die Doku­men­te der vati­ka­ni­schen Behör­den in eine all­ge­mein zugäng­li­che Spra­che umge­setzt wür­den. Der Papst hat zu bewah­ren und siche­rer Hort der Sta­bi­li­tät und der Kon­ti­nui­tät zu sein, um so mehr in einer unru­hi­gen, kurz­le­bi­gen Zeit, wäh­rend die Kate­che­se eine immer neue Über­set­zung in die Spra­che der Zeit braucht.

Papst Bene­dikt XVI. strahl­te die Wür­de in Per­son aus. Die Kör­per­hal­tung der Men­schen ist ver­schie­den, wie eben die Men­schen ver­schie­den sind. Das sah man auch bei der unge­wöhn­li­chen, ja befremd­li­chen Begeg­nung zwei­er Päp­ste jüngst auf Castel Gan­dol­fo, was kei­ne Wer­tung sein soll.
Papst Johan­nes Paul II. war ein aus­ge­spro­chen popu­lä­rer und zugäng­li­cher Papst, der wie kein Papst zuvor die Nähe zu den Men­schen such­te. Eine Nähe, die Bene­dikt XVI. auf­grund sei­nes Alters in dem Maße nie mög­lich war. Johan­nes Paul II. strahl­te bei die­ser größt­mög­li­chen Nähe immer eine gro­ße inne­re Wür­de aus, die für das Amt des Pap­stes von beson­de­rer Bedeu­tung ist. Nicht der Per­son des jewei­li­gen Amts­in­ha­bers wegen, aber des Amtes wegen, als Vikar Chri­sti. Papst Fran­zis­kus ver­mit­telt noch immer eher den Ein­druck eines sym­pa­thi­schen Dorfpfarrers.

Der Papst ist ein Vater, er ist in Stell­ver­tre­tung Chri­sti der Vater aller Gläu­bi­gen, aller Getauf­ten und der gan­zen Mensch­heit. Er ist der ober­ste Prie­ster, er ver­wal­tet die gna­den­ver­mit­teln­den Sakra­men­te, er steht an der Stel­le des ein­zi­gen Ret­ters und Hei­lands, nach dem die Mensch­heit zu allen Zei­ten sehn­süch­tig dür­stet. Zu ihm wol­len und sol­len die Men­schen auf­schau­en, weil sie etwas von jener anzie­hen­den Wahr­heit spü­ren, die Chri­stus beglei­te­te und die so vie­le Men­schen, wie uns die Hei­li­ge Schrift über­lie­fert, wahr­nah­men, auch die Blin­den, wenn er in ihre Nähe kam.

Domus SanctঠMartঠneuer Apostolischer Palast?

Daß ein Staats­ober­haupt und das Kir­chen­ober­haupt der größ­ten Reli­gi­ons­ge­mein­schaft der Welt in einem Hotel resi­diert, ist für­wahr etwas Neu­es. Der Apo­sto­li­sche Palast ist heu­te gewis­ser­ma­ßen das Gäste­haus des Vati­kans. Denn als Apo­sto­li­scher Palast gilt eigent­lich das Gebäu­de, in dem der Papst wohnt.

Ob es gut oder sogar bes­ser ist, als die bis­he­ri­ge Rege­lung, darf zumin­dest hin­ter­fragt wer­den. Und wen begei­stert es letzt­lich, wenn ich jeman­dem sagen kann, mein Papst, das Ober­haupt der Kir­che, dem Chri­stus die Schlüs­sel zum Him­mel­reich für mein und dein dra­ma­ti­sches Lebens mit allen Höhen und Tie­fen anver­traut hat, wohnt nun „aus Demut“ in einem Hotel.

Ja, etwas Neu­es ist das schon. Ein Aha-Erleb­nis ist es nicht. Ist es nicht viel­mehr kurz­le­bi­ger Aktio­nis­mus in einer noch kurz­le­bi­ge­ren Zeit, die schnell applau­diert und eben­so schnell ver­gißt? Das Papst­tum aber ist zeit­los, ewig, bis zum Ende der Zeiten.

Bild: Gen­te v. 5/5/2005

33 Kommentare

  1. Ich nen­ne das Ver­hal­ten die­ses Man­nes splee­nig. Näch­stens fällt ihm auf, dass die Peters­kir­che für sei­nen Geschmack eigent­lich viel zu rie­sig und zu präch­tig sei und er folg­lich in aller Demut und Beschei­den­heit deren Umbau oder einen Aus­zug for­dern müs­se. Bin gespannt, ob man selbst dann noch die­sen Befeh­len eil­fer­tigst will­fährt und den Vati­kan in kür­ze­ster Zeit in ein totes Muse­um verwandelt.

    • Kann ich nur voll und ganz zustim­men !! Gott sei Dank ste­he ich nicht allein mit mei­ner Mei­nung. Danke !!

  2. Mit der Demut war es nicht so weit her, man den­ke an das gan­ze höfi­sche Zere­mo­ni­ell das sich in der Kir­che her­aus­bil­de­te, das an einen Königs­hof aber nicht in einen Bischofs­hof passt, Fehl­ent­wick­lun­gen gab es alle­mal, der hl. Fran­zis­kus hat sie auch sehr kri­ti­siert, gera­de im 13. Jahr­hun­dert lief in der Kir­che sehr viel schief, man den­ke an den macht­be­ses­se­nen Inno­zenz III.

  3. Mit Ihrem obi­gen Bericht gehe ich 100%ig einig. Ich ken­ne das Haus San­ta Mar­ta, da ich im Jah­re 2010 dort bei einem mir bekann­ten Prä­la­ten, der im Vati­kan arbei­tet und dort wohn­te (bis vor einem Jahr) zu Besuch war und auch dort geges­sen habe. Der Spei­se­saal ist prak­tisch immer aus­ge­la­stet und manch­mal sind auch Freun­de der dort woh­nen­den Prä­la­ten anwe­send. Ich fin­de es gar nicht gut, dass ein Papst inmit­ten die­ser vie­len Leu­te sein Essen ein­nimmt. Fran­zis­kus begrün­det sei­nen Auf­ent­halt im Haus Mar­ta damit, dass er dort vie­le Leu­te um sich habe und er in der Papst­woh­nung nicht allein leben kön­ne. Aber es woh­nen ja min­de­stens sein Sekre­tär und sicher auch eine oder zwei Köchin­nen oder Haus­häl­te­rin­nen mit ihm zusam­men in der päpstl. Woh­nung. Das war bei sei­nen Vor­gän­gern wenig­stens so. Sein Vor­ge­hen ist völ­lig unverständlich.

  4. Demut wäre die Unter­ord­nung unter das Gege­be­ne. Sich in eine Rei­he mit den Vor­gän­gern, den Vor­be­woh­nern zu stel­len, dar­in klein zu wer­den, an ihnen gemes­sen zu wer­den, Räu­me zu bewoh­nen, die nicht für ihn per­sön­lich ent­wor­fen wur­den, die in ihrem Zustand ver­har­ren und nach ihm ande­ren gera­de so als Woh­nung die­nen, scheint ihm unerträglich.

    Ich erwar­te nicht dass der Papst ein Ere­mi­ten­le­ben führt. Aller­dings erwar­te ich nicht, dass er sich täg­lich dem Small Talk einer Hotel­kan­ti­ne aus­setzt oder sich zur bestän­di­gen Attrak­ti­on wech­seln­der Hotel­gä­ste macht. .

    Auch wenn ich hof­fe, dass sei­ne Amts­zeit auch Gutes brin­gen wird, erschüt­tert mich die täg­lich deut­li­cher wer­den­de Eitel­keit und Selbst­zen­triert­heit und Selbst­in­sze­nie­rung. Gera­de in die­ser Hin­sicht, wäre die von ihm zurück­ge­wie­se­ne, kar­ge Papst­woh­nung eine gute Schu­le gewesen.

    • Er hat sei­nen Vor­gän­gern ja auch nichts ent­ge­gen­zu­set­zen. Weder ist sei­ne äuße­re Erschei­nung beein­druckend, noch scheint er gei­stig den Ansprü­chen des Amtes zu genü­gen. Bis­lang sind sei­ne Pre­dig­ten vol­ler Phra­sen und selbst sein angeb­li­ches Kon­zept aus dem Vor­kon­kla­ve, mit dem er die Kar­di­nä­le beein­druckt haben soll, wirkt — ver­gli­chen an den bril­lan­ten Ana­ly­sen sei­ner Vor­gän­ger — dürf­tig. Stel­len­wei­se wird es direkt pein­lich. Man den­ke nur an das Zitat sei­ner Groß­mutter in der Palm­sonn­tags­ho­mi­lie. Sol­cher­lei Tri­via­li­tä­ten waren wohl noch nie aus dem Mun­de eines Pap­stes zu hören; ganz zu schwei­gen von dem päpst­li­chen Kuss auf die auf­ge­spritz­ten Wan­gen der argen­ti­ni­schen Prä­si­den­tin. Welch ein Faux­pas! Kein Wun­der also, dass er mit dem gera­de­zu auf­dring­li­chen und über­bor­den­den Pau­per­is­mus von sei­nen Schwä­chen im Amt ablen­ken möch­te. Bis­lang hat er damit Erfolg, da die inner- und ausser­kirch­li­che Fron­de, die alles, nur kein Wie­der­erstar­ken einer eccle­sia tri­um­phans möch­te, ihm den Rücken freihält.

  5. Ent­we­der ist die­ser neue Papst ein Heuch­ler oder wir haben es mit Sym­pto­men begin­nen­der Demenz zu tun.

  6. Als Chri­stus auf die­se Welt her­nie­der­stieg, hat Er da einen Palast als Woh­nung gewählt?
    Ist Er nicht auf den Stra­ßen auf die Armen, Klei­nen und Not­lei­den­den zugegangen?

    Gefähr­lich sind doch ganz ande­re Din­ge, die wir in den letz­ten Jahr­zehn­ten erleb­ten: Die Ver­fol­gung der Über­lie­fe­rung, ein dabei ein­ge­for­der­ter fal­scher „Gehor­sam“, bei dem Chri­stus nicht mehr die Norm ist (vgl. neue Wand­lungs­wor­te), Aller­lö­sungs­pre­dig­ten, Ver­zicht auf Mis­si­on (z.B. unter Juden), Ein­la­dung zu heid­ni­schen Kul­ten (Assi­si 1986 und fol­gen­de Ver­an­stal­tun­gen), Dul­dung oder För­de­rung von Irr­leh­ren (vgl. etli­che Kar­di­nal­s­er­nen­nun­gen) usw. usw.

    An die­sen Fra­gen wird man letzt­lich mes­sen kön­nen, ob Chri­stus wirk­lich wie­der in den Mit­tel­punkt gestellt wor­den ist, wie es der hei­li­ge Franz von Assi­si auch gewollt hat!

    Nur wenn Chri­stus wie­der ent­schie­den in den Mit­tel­punkt gestellt wird, kann sich hier etwas zum Bes­se­ren ver­än­dern! Wie Gott das bewirkt, wis­sen wir nicht. Aber wir wis­sen und glau­ben, dass Er es bewirkt — und dar­um soll­ten wir auch beten!
    Anfan­gen kann und muss übri­gens auch jeder von uns in sei­nem eige­nen Bereich!

    • .….nicht nur in sei­nem eige­nen Bere­rich, son­dern bei sich selbst. Anson­sten ist die­ser Bei­trag der Beste von allem zum vor­ste­hen­den Thema.

    • Bis auf den ein­lei­ten­den Absatz stim­me ich Ihnen voll zu! Aller­dings darf man eben nicht über­se­hen, daß der Apo­sto­li­sche Palast eine Dienst­woh­nung ist und kein Luxus­do­mi­zil eines exal­tier­ten Mul­ti­mil­li­ar­därs. Abtö­tung und Ver­zicht kann man auch als Papst prak­ti­zie­ren, und vor allem auch ohne daß jeder noch so „splee­ni­ge“ Ein­fall all­sei­tig beklatscht wird.

      Die Lat­te für die­sen Bei­fall wür­de von Papst zu Papst immer höher (oder viel­mehr nied­ri­ger) gesetzt — beim Nach­fol­ger wäre schon das Leben im Hotel kei­ne Beson­der­heit mehr… Wie geht das alles nur weiter?

    • Bester röm.kath., Ihre Wor­te in Got­tes Ohr. Doch das „Pro­gramm“ die­ses Man­nes, der sich Fran­zis­kus nennt, müss­te eigent­lich gestern Abend auch dem Gut­mei­nend­sten ein­ge­leuch­tet sein: statt wie Jesus sei­nen Jün­gern die Füsse zu waschen, wusch er kri­mi­nel­len Jugend­li­chen aus allen Natio­nen, allen Reli­gio­nen und noch dazu jeg­li­chen Geschlechts die Füsse. Das ist kein neben­säch­li­cher Tra­di­ti­ons­bruch, kei­ne splee­ni­ge Demuts­ge­ste, dahin­ter steckt, nach außen ins Gewand der Demut geklei­det, eine ande­re Theo­lo­gie, näm­lich der Geist von Assi­si. Es war das ein­deu­ti­ge Zei­chen die­ses Grün­don­ners­tags: dass nun, ent­ge­gen aller bibli­schen, dog­ma­ti­schen und spi­ri­tu­el­len Über­lie­fe­rung unter die­sem Mann mit dem Bau einer Welt­ein­heits­re­li­gi­on begon­nen wird, an des­sen Ende die Auf­lö­sung der hier­ar­chisch ver­fass­ten Kir­che steht. Die­ser Mann reisst damit in Zei­ten all­ge­mei­ner Unsi­cher­heit auch den letz­ten Iden­ti­fi­ka­ti­ons­punkt einer christ­lich gepräg­ten Gesell­schafts­ord­nung in den Unter­gang, indem er das ver­blie­be­ne Quent­chen fest­ge­füg­ter Ord­nung in die­ser ohne­hin an nach­kon­zi­lia­rer Iden­ti­täts­stö­rung lei­den­den Kir­che auf dem Altar eines rein imma­nen­ti­sti­schen Welt­ein­heits­traums opfert. Damit trägt er para­do­xer Wei­se nicht zur Fest­sti­gung christ­li­cher Wer­te, zu denen ja ganz sub­stan­ti­ell auch die Wer­ke der Barm­her­zig­keit und Näch­sten­lie­be gehö­ren, bei, son­dern zu deren Auf­lö­sung. Will man dabei ein­fach zuse­hen, so wie man die letz­ten fünf­zig Jah­re aus falsch ver­stan­de­nem Gehor­sam und wohl auch aus Unver­mö­gen der inne­ren und äuße­ren Zer­stö­rung der Kir­che weit­ge­hend taten­los zuge­se­hen hat?

      • Ich kann ihnen hicest­ho­die nur wie­der voll und ganz zustim­men, in allen Punk­ten gehe ich mit ihnen!! In allen!! Da

  7. Von alle­nun­denk­ba­ren Kan­di­da­ten ist M.bergoglio veil­l­eicht der schlechteste.Warum? Nicht nur weil er offen Leh­ren gegen den Glau­ben und die Moral bekennt, son­dern weil Glau­be und Moral­für ihn irrele­vant sind.Man den­ke nur an die gro­ben und abstru­sen Anspra­chen der letz­ten Stunden.Als geschwo­re­ner Feind der Tra­di­tio­nel­len Mes­se hat er nur Imi­ta­tio­nen von ihr erlaubt.in der Här­te erklär­ter Feind der alten liturgie.Er hat in sei­ner Diö­ze­se jeden ein­zel­nen Prie­ster ver­folgt, der sich Mühe gege­ben hat, eine Sou­ta­ne zu tra­gen, mit Festig­keit zu pre­di­gen, der also ein­fach an Summorum Pon­ti­fi­cum inter­res­siert war. Berühmt für sei­ne Inkosistenzen(Zeitweise Unver­ständ­lich­keit sei­ner Anssprachen+Predigten, die Ver­wen­dung rauher,demagogischer und mehr­deu­ti­gen Aus­drücke gewohnt, kann nicht gesagt wer­den. dass sein Lehr­amt hete­ro­dox ist, son­dern eher nicht-exi­stent, weil es so ver­wir­rend ist.Diese Wahl ist unverständlich.ER IST NICHT VIELSPRACHIG, HAT KEINE KURIENERFAHRUNG , glänzt nicht vor Hei­lig­keit, ist lose in Lehre+Liturgy, hat nicht gegen Abtrei­bung und nur schwach gegen die „Homo-Ehe“ gekämpft.Selbstverständlich wird die­ser Papst nie­mals die über­lie­fer­te Mes­se zele­brie­ren, und er wird auch nicht einen ein­zi­gen Fin­ger rüh­ren, um die über­lie­fer­te hl.Messe zu verteidigen.Im Gegen­teil, es ist zu erwar­ten, dass er in einem hal­ben Jahr eine gründ­li­che Über­ar­bei­tung und Moder­ni­sie­re­ung des soge­nann­ten “ Ausser­or­dent­li­chen Form“ In Angriff neh­men wird.Seine Fuss­wa­schun­gen und der Drang die „Welt“ zu umar­men und Anspra­chen mit Zucker­sü­ssen ‑zärt­li­chen Ergüs­sen, kön­nen dar­über nicht hinwegtäuschen,was die­ser Über­gangs­past plant: Die Herr­schaft der Welteinheitsreligion,das Ziel der Freimaurerei!

    • Soviel Unsinn und Schwarz­se­he­rei! Das passt gera­de­zu zum heu­ti­gen Tag. Wie es um Ihren Glau­ben steht, weiß ich nicht. Hoff­nung und Lie­be scheint es bei Ihnen jeden­falls nicht zu geben.

      Bei allen Sor­gen, die ja auch ich habe bei die­sem Papst, Ihre ein­sei­ti­ge und teil­wei­se auch wahr­heits­wid­ri­ge Beur­tei­lung hat er nicht verdient.

    • Was Sie hier schrei­ben ist doch an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen. Blan­ker Unsinn.vEigentlich eine Unver­schämt­heit gegen­über dem Papst.

  8. Ist der „NEUE“ Papst wirk­lich DER PAPST? Oder ist er ein von Spitz­bu­ben unter roten Kar­di­nal­s­müt­zen ein­ge­schleu­ster Frei­mau­rer? Sei­nen komi­schen Anspra­che nach zu urtei­len wohl eher das zweite

    • Das, was Sie hier schrie­ben, ist m.E. ziem­lich selbst­ge­recht und hoch­mü­tig! Es ist zumin­dest zu früh, um sich vom erst kürz­lich gewähl­ten Papst ein sol­ches — sehr har­tes — Bild machen zu kön­nen. Sie haben kei­ne Bewei­se, ledig­lich Ver­mu­tun­gen. Und die­se basie­ren auf Vor­ur­tei­len und simp­len Schwarz-Weiß-Kategorisierungen.

      Mei­nen Sie wirk­lich, der Hei­li­ge Geist hat die Kar­di­nä­le im Kon­kla­ve im Stich gelassen?

      • Lie­ber Guisep­pe, ich ver­ste­he und ach­te Ihren kirch­li­chen Sinn. Natür­lich soll­te man jedem auch die Chan­ce geben, in sein Amt hin­ein­zu­wach­sen. Ande­rer­seits ist die Gefahr der Gewöh­nung an die­sen neu­en Stil sehr groß, der doch ganz bewusst — und nicht etwa aus Unge­schick­lich­keit — gepflegt wird. Wenn ich mir sei­ne Homi­lie der Chri­sam­mes­se anhö­re, ist hier schon wie­der eine neue Stu­fe erreicht. Es wer­den an sich rich­ti­ge und auch schö­ne Bil­der gebraucht, aber die­se wer­den mit fal­schen und ein­sei­ti­gen Prä­mis­sen ver­se­hen. Sein pasto­ra­ler Ansatz ist an sich ja nicht zu kri­ti­sie­ren. Das Bild vom gött­li­chen Salb­öl, das bis an den Rand (der Gesell­schaft) drin­gen muss, die Rede vom gesalb­ten Prie­ster­tum als geleb­te Pro­exi­stenz, das alles ist gut und rich­tig. Aber, war­um soll­te der Prie­ster „den Geruch der Scha­fe“ ann­neh­men? Nein, er muss den Wohl­ge­ruch Got­tes anneh­men und zu den Armen brin­gen. Und arm ist der Mensch nicht nur in mate­ri­el­ler Hin­sicht, wie er es immer ein­sei­tig betont. Wir alle sind arm vor Gott und wir alle, ob nun arm oder reich, bedür­fen des Prie­sters, und zwar eines Prie­sters, der nicht unse­ren, son­dern den Geruch Got­tes ange­nom­men hat. Wir brau­chen vor allem Prie­ster, die uns nicht allein nur das „Öl der Freu­de“ brin­gen, sprich unse­re Wün­sche und Bedürf­nis­se bedie­nen, son­dern Prie­ster, die uns mit dem Öl der gött­li­chen Wahr­heit sal­ben, eine Wahr­heit, die manch­mal auch sehr schmerz­lich sein kann. Von der Wahr­heit ist aber die Schön­heit Got­tes nicht zu tren­nen, die nie­mals nur eine ver­bor­ge­ne ist. Daher ist es auch weder ange­mes­sen noch zwin­gend not­wen­dig, Aarons Öl aus irde­nen Gefä­ßen und gehüllt in bil­li­ge Tre­vi­ra-Mess­ge­wän­der aus­zu­gie­ßen. Auch hier gilt, wenn sich ein Prie­ster in den Duft Got­tes hüllt, dann teilt sich die­ser Duft aus. Die Kir­che aller Zei­ten war des­halb auch immer eine eccle­sia orna­ta und hat gera­de dadurch die armen, ernied­rig­ten Men­schen erhöht und beseligt.

        • Wenn der Prie­ster „den Geruch der Scha­fe“ annimmt, so heißt das zunächst, dass er sich unter die Scha­fe bege­ben soll. Wie sehr ver­mis­se ich das von unse­ren Prie­stern in Deutsch­land, die wegen so vie­ler Sit­zun­gen in über­flüs­si­gen Gre­mi­en, Räten, Aus­schüs­sen und in son­sti­gen phra­sen- und papier­pro­du­zie­ren­den Ver­an­stal­tun­gen und wegen welt­li­cher Ver­pflich­tun­gen einen Groß­teil ihrer wert­vol­len Zeit ver­brin­gen. Da kom­men die Scha­fe und Gott selbst (Gebe­te) zu kurz. Natür­lich darf der Prie­ster sich nicht dem Trend oder irgend­wel­chen Mehr­heits­mei­nun­gen — der Welt — anpas­sen, son­dern muss die Leh­re Chri­sti ver­tre­ten, ob gele­gen oder unge­le­gen. Anson­sten stim­me ich mit Ihnen durch­aus überein.

  9. Wenn der Papst weder Luxus, noch Abge­schie­den­heit braucht, ist das doch wohl ein Zei­chen von Aus­ge­gli­chen­heit und Stär­ke. Der Ver­zicht auf diver­se Schutz­at­tri­bu­te deu­tet dar­auf hin, daß Fran­zis­kus das Amt als nicht so schwer bela­stend wie sei­ne Vor­gän­ger emp­fin­det. Ich freue mich.

    • Hören Sie mal, die­ser Mann lei­tet die größ­te Insti­tu­ti­on der Welt. Da braucht es Schutz­räu­me in jeder Hin­sicht. Was Ihnen als Aus­ge­gli­chen­heit und Stär­ke erscheint, erscheint mir eher als Nai­vi­tät und gefähr­li­che Exzentrik.

  10. Ich wür­de die von Paul VI. gebau­te Kapel­le abtra­gen las­sen und die Papst­woh­nung wie­der so her­stel­len las­sen wie sie Pius XII. ver­las­sen hat.

    • Jeder Papst hat das Recht, sei­ne Amts- und Wohn­räu­me den per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen ent­spre­chend ein­zu­rich­ten, nicht aber, aus dem Apo­sto­li­schen Palast zu flie­hen. Was soll die­se dümm­li­che Rede von einer Experimentierphase?

      • Auf jeden Fall macht er sich damit selbst kei­nen Gefal­len. Ich wür­de sogar sagen, dass sein „Wohn­stil“ (er wohn ja in St. Mar­ta in einer Suite), wäh­rend sei­ne eigent­li­che Woh­nung nicht oder kaum genutzt wird, sogar teu­rer ist, wie der seines/r Vorgänger(s). Viel­leicht sieht er es ja irgend­wann ein­mal ein.

      • Es steht ihm auch frei anders­wo in Rom zu resi­die­ren, er ist der Papst, ich war ein gro­ßer Kri­ti­ker von Papst Bene­dikt XVI. aber nicht weil mir sein Papst­sein an sich miss­fiel, son­dern weil er anders han­del­te als er redete.
        Außer­dem da gab es in den letz­ten Jahr­zeh­en­ten viel gra­vie­ren­de­re und splee­ni­ge­re Abkeh­ren von der Tra­di­ti­on, etwa wenn der so ver­ehr­te Bene­dikt auf ein­mal sag­te, dass der Alte Bund für die Juden fort­be­steht, ein ech­tes Opfer an den Zeitgeist.

  11. Ich habe 6 Päp­ste erlebt und Fran­zis­kus ist der erste der nicht demü­tig ist. Wie war doch Paul VI demü­tig, der sich bewußt Hohn und Spott ein­fing mit sei­ner Pil­len-Enzy­kli­ka , die er nach lan­ger Bera­tung und schwe­ren Her­zens ver­füg­te. Und so waren alle, selbst der Ari­st­ro­krat Pacel­li nahm jeder­zeit öffent­li­che Miß­bil­li­gung in Kauf, wenn er glaub­te das Got­tes Wil­le eine unpo­pu­lä­re Ent­schei­dung ver­lang­te. Und so waren alle ganz beson­ders auch Johan­nes Paul II und Papst Bene­dikt. Sie wuß­ten still in die Schu­he des Vor­gän­gers tre­ten das ist demütig.

  12. Ich fra­ge mich, ob unser Papst auch eini­ge unse­rer kon­struk­ti­ven wert­schät­zen­den, aber durch­aus auch kri­ti­schen Dis­kus­si­ons­bei­trä­ge zu lesen bekommt. Ich hal­te nichts von Fal­sch­re­den oder Belei­di­gun­gen, aber ein kri­ti­sches Hin­ter­fra­gen von Vie­lem, was er tut, oder nicht tut und was er sagt, ist wich­tig. Was ich damit sagen will: „Weiß er, was sei­ne Scha­fe über ihn den­ken? Weiß er, wie ver­wir­rend sein Tun wirkt? Weiß er, wel­che Sor­gen wir uns machen?“ Scha­de, dass wir nicht in einen wirk­li­chen Dia­log mit ihm kom­men kön­nen. So bleibt mir nur wei­ter­hin das Ver­trau­en auf Gott, dass alles was geschieht sei­nen Sinn hat.

  13. Ich ver­mu­te, Papst Fran­zis­kus geht es auch um die Gemein­schaft, die er im Gäste­haus hat. In der Papst­woh­nung wäre er rela­tiv ein­sam, u. das ent­spricht nicht sei­nem Naturell.

  14. was ist nur im Moment los? Ich bin total ver­wirrt. Man hat bei allen Kom­men­ta­ren in Pres­se und Medi­en das Gefühl, dass end­lich eine ande­re Zeit ange­bro­chen ist. Alle die, die sich sonst nur abfäl­lig über die Kir­che äußern oder sich über­haupt nicht inter­es­sie­ren, rufen uni­so­no bra­vo. Die vor­her­ge­hen­den Pon­ti­fi­ka­te wer­den ver­un­glimpft etc. Dabei kommt mir die (Ver­zei­hung) Masche von Papst Fran­zis­kus so unecht vor etc. Man kann doch nicht mit einem Radi­ka­lis­mus son­der­glei­chen in ein paar Tagen alles auf den Kopf stel­len. Gibt es denn nie­man­den, der mal „Halt“ sagt? Auch wenn ich an den Hei­li­gen Geist im Kon­kla­ve glau­be, wer weiß, was er uns mit der Wahl sagen wollte…Entsetzt hat mich ganz am Anfang das har­sche Zurecht­wei­sen des Pap­stes von Gui­do Mari­ni, der ihm zur Begrü­ßung auf der Log­gia die Mozet­ta (rich­tig?) reich­te. Sei­ne Wor­te: Kar­ne­val ist vor­bei, das kön­nen Sie ja anzie­hen“ sind im höch­sten Gra­de unchrist­lich, und stel­len sei­nen Vor­gän­ger im Amt unse­ren Papst Bene­dik­tus ins Abseits. Dann die Fuß­wa­schun­gen, das Woh­nen im Hotel u.v.m.….wo soll das hin­füh­ren? Ich füh­le mich sehr sehr trau­rig und weiß nicht, mit wem ich die Trau­er tei­len kann. Gibt es da einen Rat??

    • Mir geht es genau so! Ich bin auch trau­rig. Die „Masche“ die­ses Pap­stes wird uns noch eini­ge unlieb­sa­me Über­ra­schun­gen besche­ren und die katho­li­sche Kir­che wei­ter in den Gra­ben manö­vrie­ren. Doch gera­de dar­um applau­die­ren ja alle, und nie­mand wird je „HALT“ rufen. Denn dahin wol­len ja schein­bar die mei­sten, und mer­ken dabei gar nicht, dass sie das ewi­ge Heil ver­lie­ren. Doch wen küm­merts schon. Die Men­schen ver­ges­sen Gott immer mehr und krei­sen nur noch um sich.

    • Lie­be Frau Schwarz, als Trost kann ich Ihnen nur die Fra­ge des Auf­er­stan­de­nen an die trau­ri­gen Jün­ger von Emma­us geben: „Muss­te nicht alles so kom­men?“ Offen­bar führt der Weg zum Heil nur durch äußer­ste Dun­kel­heit und Gott­ver­las­sen­heit. Doch wehe dem, durch den die­se Prü­fung in die Welt kommt, es wäre bes­ser für ihn, wenn er nie gebo­ren wor­den wäre!

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