Papst Franziskus: Laßt uns „Hüter“ der Schöpfung sein, Hüter des anderen, der Umwelt

Papst Franziskus Amtseinführung PetersplatzPredigt von Papst Franziskus

zum Beginn des Petrus­die­stes des Bischofs von Rom
Peters­platz, Diens­tag, 19. März 2013, Hoch­fest des hl. Josef

Lie­be Brü­der und Schwe­stern!

Ich dan­ke dem Herrn, dass ich die­se hei­li­ge Mes­se zum fei­er­li­chen Beginn mei­nes Petrus­dien­stes am Hoch­fest des hei­li­gen Josef, des Bräu­ti­gams der Jung­frau Maria und Patrons der Welt­kir­che fei­ern kann: Es ist ein ganz bedeu­tungs­rei­ches Zusam­men­tref­fen, und es ist auch der Namens­tag mei­nes ver­ehr­ten Vor­gän­gers – wir sind ihm nahe mit dem Gebet vol­ler Lie­be und Dank­bar­keit.

Herz­lich begrü­ße ich mei­ne Mit­brü­der, die Kar­di­nä­le und Bischö­fe, die Prie­ster, Dia­ko­ne, Ordens­leu­te und alle gläu­bi­gen Lai­en. Ich dan­ke den Ver­tre­tern der ande­ren Kir­chen und kirch­li­chen Gemein­schaf­ten wie auch den Ver­tre­tern der jüdi­schen Gemein­de und ande­rer Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten für ihre Anwe­sen­heit. Mei­nen herz­li­chen Gruß rich­te ich an die Staats- und Regie­rungs­chefs, an die offi­zi­el­len Dele­ga­tio­nen vie­ler Län­der der Welt und an das diplo­ma­ti­sche Korps.

Wir haben im Evan­ge­li­um gehört, dass Josef „tat, was der Engel des Herrn ihm befoh­len hat­te, und nahm sei­ne Frau zu sich“ (Mt 1,24). In die­sen Wor­ten ist schon die Auf­ga­be ent­hal­ten, die Gott dem Josef anver­traut, näm­lich custos – Hüter – zu sein. Hüter von wem? Von Maria und Jesus; aber es ist eine Obhut, die sich dann auf die Kir­che aus­wei­tet: Der seli­ge Johan­nes Paul II. hat her­vor­ge­ho­ben, dass „der hl. Josef so, wie er für Maria lie­be­voll Sor­ge trug und sich voll Freu­de und Eifer der Erzie­hung Jesu Chri­sti wid­me­te, sei­nen mysti­schen Leib, die Kir­che, deren Gestalt und Vor­bild die hei­li­ge Jung­frau ist, hütet und beschützt“ (Apo­sto­li­sches Schrei­ben Redemp­to­ris Custos, 1).

Wie führt Josef die­se Hüter-Tätig­keit aus? Rück­sichts­voll, demü­tig, im Stil­len, aber bestän­dig gegen­wär­tig und in abso­lu­ter Treue, auch dann, wenn er nicht ver­steht. Von der Heim­ho­lung Mari­as bis zur Epi­so­de des zwölf­jäh­ri­gen Jesus im Tem­pel von Jeru­sa­lem beglei­tet er für­sorg­lich und lie­be­voll jeden Moment. Er steht Maria, sei­ner Braut, in den unbe­schwer­ten wie in den schwie­ri­gen Momen­ten des Lebens zur Sei­te, auf der Rei­se nach Beth­le­hem zur Volks­zäh­lung und in den ban­gen und fro­hen Stun­den der Geburt; im dra­ma­ti­schen Moment der Flucht nach Ägyp­ten und bei der sor­gen­vol­len Suche des Soh­nes, der im Tem­pel geblie­ben war; und dann im All­tag des Hau­ses in Naza­ret, in der Werk­statt, wo er Jesus das Hand­werk gelehrt hat.

Wie lebt Josef sei­ne Beru­fung als Hüter von Maria, Jesus und der Kir­che? In der stän­di­gen Auf­merk­sam­keit gegen­über Gott, offen für des­sen Zei­chen, ver­füg­bar für des­sen Plan, dem er den eige­nen unter­ord­net. Es ist das, was Gott von David ver­langt, wie wir in der ersten Lesung gehört haben: Gott will nicht ein vom Men­schen gebau­tes Haus, son­dern er wünscht sich die Treue zu sei­nem Wort, zu sei­nem Plan. Und Gott selbst ist es dann, der das Haus baut, aber aus leben­di­gen, von sei­nem Geist gekenn­zeich­ne­ten Stei­nen. Und Josef ist „Hüter“, weil er auf Gott zu hören ver­steht, sich von sei­nem Wil­len lei­ten lässt. Und gera­de des­halb ist er noch ein­fühl­sa­mer für die ihm anver­trau­ten Men­schen, weiß mit Rea­lis­mus die Ereig­nis­se zu deu­ten, ist auf­merk­sam auf sei­ne Umge­bung und ver­steht die klüg­sten Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. An ihm sehen wir, lie­be Freun­de, wie man auf den Ruf Got­tes ant­wor­tet: ver­füg­bar und unver­züg­lich; aber wir sehen auch, wel­ches die Mit­te der christ­li­chen Beru­fung ist: Chri­stus! Hüten wir Chri­stus in unse­rem Leben, um die ande­ren zu behü­ten, um die Schöp­fung zu bewah­ren!

Die Beru­fung zum Hüten geht jedoch nicht nur uns Chri­sten an; sie hat eine Dimen­si­on, die vor­aus­geht und die ein­fach mensch­lich ist, die alle betrifft. Sie besteht dar­in, die gesam­te Schöp­fung, die Schön­heit der Schöp­fung zu bewah­ren, wie uns im Buch Gene­sis gesagt wird und wie es uns der hei­li­ge Fran­zis­kus von Assi­si gezeigt hat: Sie besteht dar­in, Ach­tung zu haben vor jedem Geschöpf Got­tes und vor der Umwelt, in der wir leben. Die Men­schen zu hüten, sich um alle zu küm­mern, um jeden Ein­zel­nen, mit Lie­be, beson­ders um die Kin­der, die alten Men­schen, um die, wel­che schwä­cher sind und oft in unse­rem Her­zen an den Rand gedrängt wer­den. Sie besteht dar­in, in der Fami­lie auf­ein­an­der zu ach­ten: Die Ehe­leu­te behü­ten sich gegen­sei­tig, als Eltern küm­mern sie sich dann um die Kin­der, und mit der Zeit wer­den auch die Kin­der zu Hütern ihrer Eltern. Sie besteht dar­in, die Freund­schaf­ten in Auf­rich­tig­keit zu leben; sie sind ein Ein­an­der-Behü­ten in Ver­traut­heit, gegen­sei­ti­ger Ach­tung und im Guten. Im Grun­de ist alles der Obhut des Men­schen anver­traut, und das ist eine Ver­ant­wor­tung, die alle betrifft. Seid Hüter der Gaben Got­tes!

Und wenn der Mensch die­ser Ver­ant­wor­tung nicht nach­kommt, wenn wir uns nicht um die Schöp­fung und um die Mit­men­schen küm­mern, dann gewinnt die Zer­stö­rung Raum, und das Herz ver­dorrt. In jeder Epo­che der Geschich­te gibt es lei­der sol­che „Hero­des“, die Plä­ne des Todes schmie­den, das Gesicht des Men­schen zer­stö­ren und ent­stel­len.

Alle Ver­ant­wor­tungs­trä­ger auf wirt­schaft­li­chem, poli­ti­schem und sozia­lem Gebiet, alle Män­ner und Frau­en guten Wil­lens möch­te ich herz­lich bit­ten: Lasst uns „Hüter“ der Schöp­fung, des in die Natur hin­ein­ge­leg­ten Pla­nes Got­tes sein, Hüter des ande­ren, der Umwelt; las­sen wir nicht zu, dass Zei­chen der Zer­stö­rung und des Todes den Weg die­ser unse­rer Welt beglei­ten! Doch um zu „behü­ten“, müs­sen wir auch auf uns sel­ber Acht geben! Erin­nern wir uns dar­an, dass Hass, Neid und Hoch­mut das Leben ver­un­rei­ni­gen! Hüten bedeu­tet also, über unse­re Gefüh­le, über unser Herz zu wachen, denn von dort gehen unse­re guten und bösen Absich­ten aus: die, wel­che auf­bau­en, und die, wel­che zer­stö­ren! Wir dür­fen kei­ne Angst haben vor der Güte, ja, nicht ein­mal vor der Zärt­lich­keit!

Und hier füge ich noch eine letz­te Anmer­kung hin­zu: Das sich Küm­mern, das Hüten ver­langt Güte, es ver­langt, mit Zärt­lich­keit gelebt zu wer­den. In den Evan­ge­li­en erscheint Josef als ein star­ker, muti­ger, arbeit­sa­mer Mann, aber in sei­nem Innern zeigt sich eine gro­ße Zärt­lich­keit, die nicht etwa die Tugend des Schwa­chen ist, nein, im Gegen­teil: Sie deu­tet auf eine See­len­stär­ke hin und auf die Fähig­keit zu Auf­merk­sam­keit, zu Mit­leid, zu wah­rer Öff­nung für den ande­ren, zu Lie­be. Wir dür­fen uns nicht fürch­ten vor Güte, vor Zärt­lich­keit!

Heu­te fei­ern wir zusam­men mit dem Fest des hei­li­gen Josef die Amts­ein­füh­rung des neu­en Bischofs von Rom, des Nach­fol­gers Petri – ein Amt, das auch Macht beinhal­tet. Gewiss, Jesus Chri­stus hat Petrus Macht ver­lie­hen, aber um was für eine Macht han­delt es sich? Auf die drei­fa­che Fra­ge Jesu an Petrus über die Lie­be folgt die drei­fa­che Auf­for­de­rung: Wei­de mei­ne Läm­mer, wei­de mei­ne Scha­fe. Ver­ges­sen wir nie, dass die wah­re Macht der Dienst ist und dass auch der Papst, um sei­ne Macht aus­zu­üben, immer mehr in jenen Dienst ein­tre­ten muss, der sei­nen leuch­ten­den Höhe­punkt am Kreuz hat; dass er auf den demü­ti­gen, kon­kre­ten, von Glau­ben erfüll­ten Dienst des hei­li­gen Josef schau­en und wie er die Arme aus­brei­ten muss, um das gan­ze Volk Got­tes zu hüten und mit Lie­be und Zärt­lich­keit die gesam­te Mensch­heit anzu­neh­men, beson­ders die Ärm­sten, die Schwäch­sten, die Gering­sten, die­je­ni­gen, die Mat­thä­us im Letz­ten Gericht über die Lie­be beschreibt: die Hun­gern­den, die Dur­sti­gen, die Frem­den, die Nack­ten, die Kran­ken, die Gefan­ge­nen (vgl. Mt 25, 31–46). Nur wer mit Lie­be dient, weiß zu behü­ten!

In der zwei­ten Lesung spricht der hei­li­ge Pau­lus von Abra­ham, der „gegen alle Hoff­nung … voll Hoff­nung geglaubt“ hat (Röm 4,18). Gegen alle Hoff­nung voll Hoff­nung! Auch heu­te, ange­sichts so vie­ler Weg­strecken mit grau­em Him­mel, haben wir es nötig, das Licht der Hoff­nung zu sehen, sel­ber Hoff­nung zu geben. Die Schöp­fung zu bewah­ren, jeden Mann und jede Frau zu behü­ten mit einem Blick vol­ler Zärt­lich­keit und Lie­be, bedeu­tet, den Hori­zont der Hoff­nung zu öff­nen, bedeu­tet, all die Wol­ken auf­zu­rei­ßen für einen Licht­strahl, bedeu­tet, die Wär­me der Hoff­nung zu brin­gen! Und für den Glau­ben­den, für uns Chri­sten – wie schon für Abra­ham und für den hei­li­gen Josef – hat die Hoff­nung, die wir brin­gen, den Hori­zont Got­tes, der uns in Chri­stus auf­ge­tan ist; ist die Hoff­nung auf den Fel­sen gegrün­det, der Gott ist.

Jesus mit Maria zu behü­ten, die gesam­te Schöp­fung zu behü­ten, jeden Men­schen zu behü­ten, beson­ders den Ärm­sten, uns sel­ber zu behü­ten: das ist ein Dienst, den zu erfül­len der Bischof von Rom beru­fen ist, zu dem wir aber alle beru­fen sind, um den Stern der Hoff­nung leuch­ten zu las­sen: Hüten wir mit Lie­be, was Gott uns geschenkt hat!

Ich bit­te um die Für­spra­che der Jung­frau Maria, des hei­li­gen Josef, der hei­li­gen Petrus und Pau­lus, des hei­li­gen Fran­zis­kus, dass der Hei­li­ge Geist mei­nen Dienst beglei­te, und zu euch allen sage ich: Betet für mich! Amen.

Bild: Asia­news

24 Kommentare

  1. Wenn ich glau­ben wür­de, dass zwi­schen dem Lehr­amt der vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste und die­sem Papst noch irgend­ei­ne Kon­ti­nui­tät besteht, dann kann ich auch glau­ben, dass die Erde eine Schei­be ist, um die sich die Son­ne dreht…

    • Pre­digt anläss­lich der Amts­ein­füh­rung des neu­en Pap­stes

      Es wäre schön, wenn sich der neue Papst an sei­ne Wor­te bzgl. der Ärm­sten, Schwäch­sten und Gering­sten erin­nern wür­de, indem er, bei­spiels­wei­se am 28. Dezem­ber eine Anspra­che zur Ver­tei­di­gung der Rech­te der Unge­bo­re­nen hal­ten wür­de…

  2. War­um habe ich ein so schlim­mes Gefühl, das die letz­te Basti­on gegen den Zeit­geist gefal­len ist?
    Kommt das jüng­ste Gericht? Erst soll der Anti­christ kom­men und sich auf den Thron set­zen, alle Welt wird ihm begei­stert zuju­beln.
    Wenn ich die Medi­en­re­so­nanz und die Moder­ni­sten Jub­ler höre wird mir schlecht.
    Kei­nen inter­es­siert die römisch katho­li­sche Reli­gi­on, jeder weiß aber, was alles bes­ser wer­den muß, um die Festung end­lich zu schlei­fen.
    Rom wird zer­stört wer­den, das muß ja nicht bild­lich sein, kann ja auch anders gemeint sein.
    Die Moder­ni­sten Frak­ti­on um Kas­per, Leh­mann etc. hat wohl die Strip­pen gezo­gen.
    Jetzt wird auf­g­räumt mit dem gan­zen „Tra­di­ti­ons Müll“, hin­weg damit.
    Bei Ben­dikts Wahl zum Ver­gleich wur­de so laut geschwie­gen und gemeint, das es hät­te schlim­mer kom­men kön­nen, Unfass­bar !
    Öku­me­ni­sche Kir­che wir kom­men, der Sieg Satans steht vor der Tür.
    Chri­stus ret­te Dei­ne Kir­che !

  3. Die per­fek­te anthro­po­lo­gi­sche Wen­de. Ein­ge­hüllt in eine zärt­lich-poe­ti­sche Spra­che. Soll­te Msgr. Fel­lay sei­nen Wunsch, die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. ein­zu­glie­dern, nicht auf­schie­ben kön­nen, soll­te er ihm wei­ter anhan­gen ohne das Ende die­ses Pon­ti­fi­kats abwar­ten zu kön­nen, die Spal­tung der FSSPX wäre nur eine Fra­ge der Zeit.
    Auch wenn Fran­zis­kus, der Bischof von Rom, wenig Inter­es­se an Gesprä­chen zei­gen soll­te, wenn ihm die­ses The­ma lästig wäre, was sein könn­te, an einem inne­ren Klä­rungs­pro­zess kommt die FSSPX nicht vor­bei. Die Kir­che auf dem Höhe­punkt der Kri­se und eine ori­en­tier­lungs­lo­se FSSPX, die das Erbe von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re zu bewah­ren hat, das ist schwer zu ertra­gen, das ist der Hor­ror.
    Sie hat die­ses Erbe zu bewah­ren für die Zukunft der Kir­che. Mit einem Gene­ral­obe­ren, der glaubt, den Papst bekeh­ren zu kön­nen und dann mit ihm die Kir­che wie­der auf­zu­bau­en, dürf­te es schwie­rig sein.
    Ich über­neh­me nicht die Argu­men­ta­ti­on der auf­säs­si­gen Prie­ster in Frank­reich. Ich hof­fe nur dar­auf, dass in die­ser Kir­chen­kri­se, gera­de­zu ver­kör­pert durch Papst Fran­zis­kus, der Gene­ral­obe­re der FSSPX eine kla­re, ein­deu­ti­ge Spra­che fin­det.

    • Lie­ber Cup­pa,
      sehen Sie nicht ganz so schwarz für FSSPX.
      Wir haben etwas, was in Rom, seit Paul VI, ver­bannt wur­de und inzwi­schen einer baby­lo­ni­schen Sprach­ver­wir­rung gleicht, näm­lich das bewahr­te immer­wäh­ren­de Opfer in der hl. Mes­se.
      Aus die­sem ein­zi­gen Grun­de gibt es FSSPX und wenn wir dar­an fest­hal­ten wird es uns wei­ter geben.
      Beten und unter­stüt­zen wir !

      • Zunächst, lie­ber Micha­el, wer­de ich die­sen Tag als den schwär­ze­sten Tag mei­nes Lebens als KATHOLISCHE CHRISTIN in mein Tage­buch ein­tra­gen müs­sen. Auf dem Stuhl Petri hat ein Mann Platz genom­men, der die Erlö­ser­lie­be des mensch­ge­wor­de­nen Got­tes, die Men­schen nicht ermes­sen kön­nen, her­un­ter mini­miert auf eine rein inner­welt­li­che, mensch­li­che Liebe…Eine Schmach für den katho­li­schen Glau­ben! Alles, wofür der hl. Pius X. gear­bei­tet hat, woge­gen er gekämpft hat, liegt in Trüm­mern. Es ist kei­ne Schan­de, zu ver­lie­ren, wenn man gekämpft hat. Die­se gro­ßen Päp­ste, bis Pius XII., haben gegen den Zeit­geist, gegen eine Zeit­geist­theo­lo­gie gekämpft. Sie haben ver­lo­ren. Aber das kann ihnen nicht ihre Wür­de, ihre Ehre neh­men. Einen Papst, der sich in solch bil­li­ger Wei­se dem Zeit­geist unter­wirft, emp­fin­de ich als Schmach.
        Ich hof­fe, dass die Prie­ster der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius XII. sich gegen die­se Schmach auf­leh­nen. Dass sie die­sem Papst wider­spre­chen wer­den.
        Sie sind es ihrem Grün­der, Erz­bi­schof Lef­eb­v­re, schul­dig. Letzt­lich nicht ihm. Unse­rem Herrn Jesus Chri­stus und Sei­ner Kir­che!

        • Lie­be Cup­pa,
          ja es ist kein guter Tag, da haben Sie Recht, aber zum Trost sei Ihnen gesagt, das wohl nie­mand im Ernst mehr glaubt das Bischof Fel­lay die Per­len jetzt ein­fach so hin­wirft, nein eher wer­den die Anhän­ger Leb­fe­v­res wie­der exkom­mu­ni­ziert wer­den.
          Aber ich fra­ge Sie, ist das so schlimm ?
          Die­se Exkom­mu­ni­ka­ti­on ist nicht wirk­lich gül­tig und das weiß nie­mand bes­ser als die­se Miet­lin­ge im Kar­di­nals­ko­stüm um Leh­mann, Kas­per etc. denen es gar nicht schnell genug gehen kann mit der Öku­me­ni­schen Welt­kir­che unter Papst Hans I !
          Die Tren­nung ist gera­de­zu ein Gebot, denn machen wir uns nichts vor, auch seit der Auf­he­bung unter Papst Bene­dikt, wird alles was mit Tra­di­ti­on zusam­men­hängt, behan­delt als wären sie Aus­sät­zi­ge !
          FSSPX wird als Paria tot­ge­schwie­gen und mit Neo­na­zis und Juden­has­sern gleich­ge­setzt.
          Aber und das soll­te unser aller Trost sein, das letz­te Wort über die Kir­che hat nicht der Papst und sein Netz­werk son­dern ER, der sich die Hoheit des Han­delns nie­mals aus der Hand neh­men las­sen wird.
          Möge das furcht­ba­re Kon­zil in den Per­so­nen um den jetz­ti­gen Papst mei­nen es hät­te gesiegt und die Kir­che wie og. Per­len vor die Zeit­geist-Säue wer­fen, CHRISTUS wird ihnen ein böses Ende berei­ten.
          Das Gleich­nis vom Wein­berg und den bösen Win­zern wird sich erfül­len, beten Sie, beten wir dar­um.
          Gelobt sei Jesus Chri­stus, der sei­ne Kir­che beschützt, in Ewig­keit AMEN !

          • Lie­ber Micha­el,
            weil Sie offen fra­gen, gebe ich Ihnen eine offe­ne Ant­wort: Es ist inzwi­schen für mich über­haupt nicht mehr schlimm, exkom­mu­ni­ziert zu wer­den. Nicht von die­sem Rom, nicht von die­sem Papst. Im Gegen­teil, es wäre eine Art von Ehre.
            Immer wie­der, wenn ich von der „Pius-Kapel­le“ kom­me, bin ich erfüllt von Respekt und Zunei­gung für die­se treu­en Gläu­bi­gen. Wie sie heu­te wie­der gebe­tet haben, den katho­li­schen Glau­ben behal­ten zu dür­fen, es rühr­te mich wie­der an. Die Vor­stel­lung, die­se Gläu­bi­gen wür­den in einer Per­so­nal­prä­la­tur den Bischö­fen aus­ge­lie­fert, die­ser gan­zen Kon­zils­kir­che MIT EINEM EINDEUTIG NEUEN GLAUBEN, ICH WÜRDE EINE EXKOMMUNIKATION ERSEHNEN!
            Der Glau­be der Kon­zils­kir­che ist neu, alles ande­re ist Augen­wi­sche­rei. Nur eine schie­fe Fas­sa­de ver­mag die­sen Sach­ver­halt not­dürf­tig zuzu­decken.
            Men­zin­gen-Stutt­gart sieht das lei­der anders.
            Sie kön­nen es nach­le­sen: Auf pius.info redet man sich ein, die Gesprä­che sei­en blockiert wegen Erz­bi­schof Mül­ler. Weil er die Ursa­chen der Kri­se nicht im Kon­zil sehe. Als ob die Päp­ste jemals anders gedacht hät­ten. Pius-info, und damit wohl der deut­sche Distrikt, scheint auf eine neue Beset­zung an der Spit­ze der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zu hof­fen. Damit die Gesprä­che wei­ter gehen kön­nen…
            Ich habe auch gro­ßen Respekt vor den Prie­stern vor Ort.Gläubige kön­nen die­sen Glau­ben nicht behal­ten ohne prie­ster­li­che For­mung. Das geht nicht.
            Die­sen Gläu­bi­gen und ihren Prie­stern geht es um den Glau­ben. Und wenn Rom libe­ral-moder­ni­stisch ist, dann besteht kei­ne Sehn­sucht nach Rom. Ich kann die­se Sehn­sucht nach Rom, von der die Lei­tung geprägt ist, an der Basis nicht spü­ren. Ich kann aber den Glau­ben spü­ren. Und den Wunsch, ihn behal­ten zu dür­fen. Nicht, an „die Moder­ni­sten aus­ge­lie­fert“ zu wer­den. Das sind nicht mei­ne Wor­te. Die­se Sor­ge besteht. Das Gebet um den Glau­ben, ich kann es noch nicht aus­wen­dig, klingt schon fle­hent­lich. Aber auch fest.

          • Lie­ber Cup­pa,
            kei­ner — nicht Men­zi­gen, nicht Stutt­gart — lie­fert uns an die Moder­ni­sten aus, es sei denn wir selbst! Und es wer­den uns trotz Exkom­mu­ni­ka­ti­on genug Prie­ster und auch min­de­stens ein Bischof blei­ben, soll­ten Ihre Befürch­tun­gen sich als wahr erwei­sen.

  4. In der heu­ti­gen Mes­se zur Ein­füh­rung von Papst Fran­zis­kus:
    — wei­ter­hin ein gro­ßes Kreuz auf dem Altar
    — es wur­de wohl das erste Hoch­ge­bet gebe­tet
    — Papst Fran­zis­kus teil­te kei­ne hl. Kom­mu­ni­on an Gläu­bi­ge aus
    — der­je­ni­ge Prie­ster der vor dem Altar die hl. Kom­mu­ni­on an Gläu­bi­ge
    aus­tei­le, tat dies an einer Knie­bank, d.h. die Gläu­bi­gen emp­fin­gen
    gan­ze vor­ne wie­der die hl. Kom­mu­ni­on nur in den Mund

    Immer­hin. Es hät­te schlim­mer kom­men kön­nen. War­ten wir die wei­te­ren Mes­sen ab.

    Und beten wir, auch für Papst Fran­zis­kus!

  5. Kann mir jemand sagen, war­um der neue römi­sche Bischof kei­nen Ton singt? Auf der Inter­net­sei­te „summorum pon­ti­fi­cum“ ist von einer „stimm­li­chen Behin­de­rung“ die Rede. Ist die nur momen­tan oder dau­ernd? War­um teilt der Papst die Kom­mu­ni­on nicht mehr aus ? War­um macht er kei­ne Knie­beu­ge mehr bei der Hl. Wand­lung? Weiß da jemand Genaue­res dar­über.

    • Der Papst hat offen­kun­dig Pro­ble­me mit den Knien, da ist es schon mög­lich, daß er kei­ne Knie­beu­gen machen kann.

    • Bei allen mei­nen Befürch­tun­gen, die ich theo­lo­gisch bezüg­lich des Pon­ti­fi­kats hege, kann das Pro­blem mit dem Sin­gen auch ande­re Ursa­chen haben:
      War da nicht irgend­ei­ne gesund­heit­li­che Schwä­che? … etwas mit einer Ope­ra­ti­on an der Lun­ge?

    • Mich wun­dert nur, dass auf Fotos zu sehen ist, wie Papst Franz ‑noch als Kar­di­nal- knie­end den Segen eines evan­ge­li­schen Pastors emp­fängt.
      War­um kann er dann nicht vor dem Aller­hei­lig­sten ein Knie beu­gen?

      • Ich habe mich nur auf das Sin­gen bezo­gen. Die „Ver­beu­gung“ anstatt Knie­beu­ge ist ein „fal­scher Archäo­lo­gis­mus“, wie Pius XII es genannt hat, es gilt als Zei­chen der Kon­zil­streue mög­lichst vie­le Knie­beu­gen durch Ver­nei­gun­gen zu erset­zen, weil die Ver­nei­gung angeb­lich aus der Anti­ke stammt, die Knie­beu­ge aber angeb­lich erst im Mit­tel­al­ter auf­kam.

  6. Ihr Pes­si­mi­sten,
    muss wirk­lich alles hin­ter­fragt, beur­teilt, ver­ur­teilt und zer­re­det wer­den ??

    Nicht jeder Mensch kann sin­gen und viel­leicht hat­te der Hl. Vater heu­te
    Schmer­zen in den Knien !

    • Jan: Wenn in der Ver­gan­gen­heit nicht stän­dig alles hin­ter­fragt, beur­teilt, ver­ur­teilt und zer­re­det wor­den wäre, wür­den wir jetzt noch alle in Höh­len Hau­sen, und ver­mut­lich wür­den wir dann alle einen Göt­zen mit Namen Moham­Lu­ther oder noch schlim­me­res anbe­ten.

      Got­tes Segen auf allen Wegen.

  7. „Him­mel und Erde wer­den ver­ge­hen, aber mei­ne Wor­te nicht“. „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende die­ser Welt.“
    Wenn unser Papst die Schöp­fung ret­ten will soll­te er sich beei­len. Nicht das der Herr ihm zuvor kommt. Viel­leicht könn­te der neue Wel­ten­ret­ter dem Herrn noch ein paar unsterb­li­che See­len zufüh­ren für die Ewig­keit. Aber nur wenn es die Zeit erlaubt. Denn sein Reich ist nicht von die­ser Welt. Übri­gens die „Bewah­rung der Schöp­fung“ bedeu­tet im Ernst­fall auch die Bewah­rung der Sün­de. Sie wür­de dann nie zu Ende gehen. Luzi­fer kommt jeden­falls auf die­ser Welt sehr gut zurecht. Er hat sie sogar dem Herrn in der Wüste damals schon ange­bo­ten.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  8. Ja, ja der Umwelt­schutz, da könn­te man glatt die gei­sti­ge Umwelt­ver­schmut­zung ver­ges­sen…

    Da sich Fran­zis­kus nur als Bischof von Rom sieht, wird für mich der Zusam­men­hang zwi­schen „Petrus Roma­nus“ bei Mala­chi­as und dem jet­zi­gen Papst immer kla­rer. Johan­nes Paul II. hat bei Mala­chi­as den Bei­na­men „Von der Ver­fin­ste­rung der Son­ne“, was man nicht nur auf die Ver­fin­ste­rung des Glau­bens wäh­rend sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes aus­le­gen kann, nein, sogar am Tag sei­ner Geburt gab es eine Son­nen­fin­ster­nis.

    Die Aus­sich­ten für das jet­zi­ge Pon­ti­fi­kat klin­gen bei Mala­chi­as ziem­lich düster:
    »Wäh­rend der äußer­sten Ver­fol­gung der Hl. Römi­schen Kir­che wird Petrus der Römer auf dem Stuhl sit­zen. Unter vie­len Bedräng­nis­sen wird er die Scha­fe wei­den. An deren Ende wird die Sie­ben­hü­gel­stadt zer­stört wer­den, und ein furcht­ba­rer Rich­ter wird das Kir­chen­volk rich­ten. Ende.«

    Da es aber vie­le posi­ti­ve Pro­phe­zei­un­gen für die Zeit danach gibt, soll­ten wir uns nicht ent­mu­ti­gen las­sen. Ein star­ker Papst wird die Kir­che wie­der zu Glanz und Ruhm füh­ren, vie­le gute Herr­scher wer­den den Völ­kern wei­se Füh­rer sein.

  9. Einen Tag nach der Ein­füh­rung des Bischofs von Rom in sein Petrus­amt ist die Ein­sil­big­keit der katho­li­schen Tra­di­ti­on auf­fal­lend.
    Für die FSSP und die Inter­net­sei­ten von ande­ren Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten habe ich vol­les Ver­ständ­nis. Ihre kir­chen­recht­li­che Stel­lung lässt nichts ande­res zu, und zum Jubeln besteht kein Grund.
    Der deut­sche Distrikt der FSSPX führt anschau­lich vor Augen, wohin die Ver­hand­lun­gen mit Rom füh­ren: Genau in die Rich­tung der Eccle­sia-Dei-Gemein­schaf­ten. „Rom“ darf nicht mehr kri­ti­siert wer­den, auch wenn es um des Glau­bens wil­len drin­gend nötig wäre.
    Man ist nicht nur ver­ant­wort­lich für das, was man sagt, son­dern auch für das, was man veschweigt.
    Eine ande­re Rol­le als die kri­tik­lo­se theo­lo­gi­sche Anpas­sung war der Tra­di­ti­on nie zuge­wie­sen, unter kei­nem Papst nach dem 2.Vat. Kon­zil. Bene­dikt XVI. hat zwei­fel­los der Tra­di­ti­on den wich­ti­gen Dienst erwie­sen, wie­der Fuß zu fas­sen. Des­we­gen wur­de er bös­ar­tig ange­fein­det. Obwohl er genau­so kon­se­quent auf der kri­tik­lo­sen Aner­ken­nung der Kon­zils­kir­che bestand.
    Jetzt wer­den die Kar­ten neu gemischt..

    • „Obwohl er genau­so kon­se­quent auf der kri­tik­lo­sen Aner­ken­nung der Kon­zils­kir­che bestand.“

      Nein, da muss ich wider­spre­chen. Ich erin­ne­re mich an eine Äuße­rung wäh­rend oder kurz nach Been­di­gung der theo­lo­gi­schen Gesprä­che zwi­schen Rom und FSSPX, wo es aus­drück­lich hieß, dass der Bru­der­schaft nicht nur Kri­tik am II. Vati­ka­num zuge­stan­den, son­dern die­se sogar im zukünf­ti­gen theo­lo­gi­schen Dis­put erwar­tet wur­de. Dem Papst ging es ja gera­de dar­um, das Zeit­ge­bun­de­ne und falsch Inter­pre­tier­te an den Kon­zils­aus­sa­gen im Geist der Tra­di­ti­on zu hin­ter­fra­gen und gera­de­zu­rücken. Aber auch mit einem sol­chen Dis­put war ja die FSSPX im Grun­de total über­for­dert. Immer nur kla­gend „Irr­tum, Irr­tum“ rufen nützt ja nichts, wenn man kei­ne Ant­wor­ten für die „Moder­ne“ aus der Tra­di­ti­on fin­det. Bei­spiel: Nostra aeta­te. Natür­lich ist die­ses Doku­ment völ­lig falsch rezi­piert wor­den, viel­leicht ist das Doku­ment auch falsch abge­fasst. Aber aner­ken­nen muss man doch, dass wir nicht mehr in Zei­ten Pius X. leben, son­dern in glo­ba­li­sier­ten Zei­ten, wo die Reli­gio­nen auf­ein­an­der­rücken und es ohne Dia­log nicht mehr geht. Die­ser Dia­log soll­te selbst­be­wusst und in der fester Über­zeu­gung, die Wahr­heit des katho­li­schen Glau­bens zu besit­zen, geführt wer­den, nicht durch ein andie­nen und anbie­dern unter theo­lo­gi­scher Selbst­auf­ga­be. Hier müss­ten die FSSPX und alle Kräf­te der Tra­di­ti­on statt zu kla­gen neue Ant­wor­ten fin­den. Die­sen Pro­zess woll­te Bene­dikt ein­lei­ten und damit die Kir­che refor­mie­ren. Aber die Kon­zils­be­to­nie­rer unter den ver­grei­sten Kar­di­nä­len haben sich halt wie­der durch­ge­setzt und ein theo­lo­gi­sches Leicht­ge­wicht zu ihrem Petrus gemacht, auf dass es wei­ter­ge­he wie bis­her. Wenn­gleich ich auch sagen muss, wenn Ber­go­glio für den neu­zeit­li­chen Spe­ku­la­ti­ons- und Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus das bedeu­ted, was ein Woy­ti­la für den Ost­block bedeu­te­te, dann war die Wahl viel­leicht doch so übel nicht.

  10. Guten Tag Frau cup­pa. Man kann Ihnen nur emp­feh­len, etwas weni­ger Inter­net­sur­fing zu betrei­ben, zumal des­sen Fol­gen Sie ganz offen­sicht­lich beun­ru­hi­gen. Wie wäre es statt­des­sen, etwas mehr Ver­trau­en in die recht­mä­ßi­gen Auto­ri­tä­ten der Prie­ster­bru­der­schaft zu haben?

    Bit­te erlau­ben Sie auch die Bemer­kung, dass Ihr förm­li­ches Seh­nen nach einer Exkom­mu­ni­ka­ti­on sehr bedenk­lich rüber­kommt. Im Gegen­satz dazu sind ande­re Lai­en, die sich der FSSPX ver­bun­den füh­len, über die von Mgr. Fel­lay anläss­lich der letzt­jäh­ri­gen Prie­ster­wei­hen in Ecône getä­tig­te Fest­stel­lung erleich­tert, die aktu­el­le Situa­ti­on der Bru­der­schaft sei nicht nor­mal, auch wenn man mitt­ler­wei­le vie­ler­orts +/- über alles für ein der Tra­di­ti­on gemä­ßes Pfar­rei­le­ben ver­fü­ge. Nicht erstaun­lich, denkt er eben gehor­sam der Linie von Mgr. Lef­eb­v­re ganz RÖMISCH.

    Abschlie­ßend bin ich dem Leser Filip Jovic für den in sei­nem Posting ein­ge­füg­ten Inter­net­link dank­bar und kann den nur wei­ter­emp­feh­len. Dar­in äußert sich der dama­li­ge Kar­di­nal Ber­go­glio (sei­nem Aus­se­hen nach muss es sich um eine unlängst ent­stan­de­ne Auf­nah­me han­deln) nämlgich zum Prie­ster­tum in affir­ma­ti­ver Wei­se u.a. wie folgt:

    „Als ich noch im Semi­nar war, sag­te mir mei­ne Groß­mutter, dass ich jetzt auf dem Weg zum Prie­ster­tum bin und dass es das Wich­tig­ste für einen Prie­ster sei, die hl. Mes­se zu fei­ern.“

    • @ Car­lo
      Bit­te kei­ne Wor­te aus dem Zusam­men­hang rei­ßen. Ich bin per­sön­lich gefragt wor­den, ob ich eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on für so schlimm hal­ten wür­de. In die­sem Kon­text habe ich geant­wor­tet, dass ich eher eine Exkom­mu­ni­ka­ti­on für mich erseh­nen wür­de als eine Per­so­nal­prä­la­tur für die FSSPX. Wobei ich das kei­nes­falls grund­sätz­lich mei­ne, son­dern aus­drück­lich von Papst Fran­zis­kus. Dar­auf lege ich gro­ßen Wert!
      In die­sem Zusam­men­hang erwäh­ne ich ein Bei­spiel: Ich lern­te, vor ca. 10 Jah­ren, eine älte­re Frau ken­nen. Sie war eine ehe­ma­li­ge Gläu­bi­ge der Pius­bru­der­schaft. 1988 hat­te sie sich getrennt. „Ich bin doch katho­lisch, die Exkom­mu­ni­ka­ti­on der Bischö­fe konn­te ich nicht ertra­gen. “ Sie wirk­te auf mich geist­lich noch immer hei­mat­los, sie hat­te die­se Tren­nung nie ver­kraf­tet. Aus Mit­ge­fühl hör­te ich ihr damals zu, nicht aus Inter­es­se an der FSSPX. Sie lebt nicht mehr. Und ich weiß heu­te, dass ich geblie­ben wäre. Auf jeden Fall! Weil ich katho­lisch bin.
      Im übri­gen gehen Sie, mit Ver­laub, mei­ne Inter­net­ak­ti­vi­tä­ten nichts an. Und mich beun­ru­higt, wenn ich die Bio­gra­fie von Bischof Tis­sier de Mal­lerais lese und auch das Buch: Damit die Kir­che fort­be­stehe, dass ich die Grund­sät­ze von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re nicht mehr wie­der­erken­ne. Der­zeit, füge ich hin­zu. Als ich begann, mich mit der FSSPX zu beschäf­ti­gen, hat­te ich die­ses Pro­blem nicht.
      Ich habe nichts zu ver­heim­li­chen. Es beun­ru­higt mich seit dem letz­ten Som­mer.

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