Hauptsorge mancher Kardinäle? Wahl eines „Lefebvrianers“ verhindern

Heiliger Geist mit Petrus im Vordergrund im Petersdom, größte Sorge mancher Kardinäle, daß der neue Papst in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus zelebrieren könnte(Rom) Wenn die Welt auch noch ger­ne den Pädo­phi­lies­kan­dal rei­tet, haben die Kar­di­nä­le ihren Blick längst in die Zukunft gerich­tet. Man­che haben im Vor­feld des Kon­kla­ves eine ganz beson­de­re Sor­ge. Eine Sor­ge, die sie auch ins Kon­kla­ve mit­ge­nom­men haben. Die Sor­ge vor einem tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Papst. Die ver­schie­de­nen Grup­pen und Gemein­schaf­ten beob­ach­ten der­zeit genau, was in Rom geschieht. Die Gemein­schaft von Sant’Egidio fürch­tet Gewicht zu ver­lie­ren, Com­u­nio­ne e Libe­ra­zio­ne hofft sol­ches zu gewin­nen.

Sol­che Weh­weh­chen gab es immer. Im Rah­men der Gene­ral­kon­gre­ga­tio­nen wur­de eine ganz ande­re Sor­ge sicht­bar, die man­che Kar­di­nä­le umtreibt. Die Sor­ge, daß nach der Öff­nung Bene­dikts XVI. der über­lie­fer­te Ritus der katho­li­schen Kir­che, jene Form, die all­ge­mein als „triden­ti­ni­scher Ritus“ bekannt ist, den der zurück­ge­tre­te­ne Papst als „außer­or­dent­li­che Form“ des Römi­schen Ritus wie­der kir­chen­fä­hig mach­te, daß die­ser vor­kon­zi­lia­re Ritus end­gül­tig Wie­der­ein­zug in die Kir­che hält. Die Geg­ner einer sol­chen Ent­wick­lung im Kar­di­nal­s­rot befürch­te­ten bereits im zu Ende gegan­ge­nen Pon­ti­fi­kat, daß Bene­dikt XVI. selbst das 2007 von ihm erlas­se­ne Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum umset­zen und eines Tages eine päpst­li­che Lit­ur­gie in der über­lie­fer­ten Form zele­brie­ren wür­de.

Vorstellung, die Schweißperlen treibt: Papst, der öffentlich überlieferten Ritus zelebrieren könnte

Letzt­lich hat er es nicht getan, obwohl 2012 die ersten Schrit­te dazu bereits gesetzt waren. Daß es nicht dazu kam, ist eine jener „Nie­der­la­gen“, die der deut­sche Papst ein­stecken muß­te, wie jene, den hei­li­gen Pfar­rer von Ars, Johan­nes Maria Vian­ney nicht zum offi­zi­el­len Patron der Prie­ster aus­ru­fen zu kön­nen. Damals waren die Vor­be­rei­tun­gen noch viel wei­ter fort­ge­schrit­ten, eigent­lich alles bereit. Am ent­schei­den­den Tag hing zwar der Wand­tep­pich mit dem Bild­nis des gro­ßen fran­zö­si­schen Hei­li­gen an der Fas­sa­de des Peters­doms und der Papst, leg­te den Pfar­rer der klei­nen Land­ge­mein­de Ars, der als Kind die Kir­che im Unter­grund erlebt hat­te, in den sie die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on gezwun­gen hat­te, allen Prie­stern als Vor­bild nahe. Das konn­te dem Kir­chen­ober­haupt nie­mand neh­men. Vom ursprüng­li­chen Pro­gramm war aber nur mehr ein Teil übrig­ge­blie­ben.

Bene­dikt XVI. ver­such­te zu über­zeu­gen, nicht zu über­rum­peln. Er setz­te Schritt um Schritt. Ob die Schrit­te im rich­ti­gen Rhyth­mus gesetzt wur­den, wird die Geschich­te zei­gen. Wo er nicht konn­te, weil die Wider­stän­de zu groß waren, ver­such­te er zumin­dest vor­be­rei­ten­de Schrit­te zu set­zen oder nichts zu ver­bau­en, damit ande­re, die ihm nach­fol­gen, fort­set­zen kön­nen, wo er nicht wei­ter konn­te. Und genau davor haben eini­ge Kar­di­nä­le gera­de­zu Angst.

Widerstände gegen liturgische Erneuerung Benedikts XVI. groß

Die Wort­wahl läßt viel erken­nen und ver­rät oft die eigent­li­che Gesin­nung. Die Geg­ner der lit­ur­gi­schen Erneue­rung Bene­dikts XVI. spre­chen dann zuwei­len, wenn auch nur inof­fi­zi­ell, aber durch­aus abschät­zig von den „Lef­eb­vria­nern“, wenn sie die Kar­di­nä­le mei­nen, die sich dem über­lie­fer­ten Ritus ver­bun­den füh­len. Sie in die Nähe der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. zu rücken, die man­gels kano­ni­scher Aner­ken­nung nach wie vor mehr außer­halb als inner­halb steht, erfüllt dabei einen bewuß­ten Dis­kre­di­tie­rungs­zweck.

Soll­te der neue Papst im triden­ti­ni­schen Ritus zele­brie­ren, wäre die Gleich­be­rech­ti­gung der bei­den von Bene­dikt XVI. defi­nier­ten For­men des Römi­schen Ritus tat­säch­lich voll­zo­gen. Die Sog­wir­kung, die welt­weit dadurch aus­ge­löst wür­de, ver­stört die Anhän­ger des Novus Ordo. In den Unter­la­gen der tra­di­ti­ons­feind­li­chen Kar­di­nä­le sam­meln sich die Mel­dun­gen und Noti­zen, daß einer der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Mit­brü­der wie­der irgend­wo die „alte Mes­se“ zele­briert hat­te, jene geäch­te­te Form des Ritus, mit den geäch­te­ten Gewän­dern und geäch­te­ten Gesän­gen.

Doch die Zeit der Äch­tung ist zu Ende, dafür hat Bene­dikt XVI. gesorgt. Er ersetz­te sofort Msgr. Pie­ro Mari­ni, den päpst­li­chen Zere­mo­ni­en­mei­ster Johan­nes Pauls II. mit des­sen lit­ur­gisch sehr frei­en, öku­me­nisch ein­sei­tig Rich­tung Pro­te­stan­tis­mus aus­ta­rier­ten „Cho­reo­gra­phien“. An des­sen Stel­le trat Msgr. Gui­do Mari­ni, aus der Genue­ser Schu­le von Kar­di­nal Siri, mit einer ganz ande­ren lit­ur­gi­schen Sen­si­bi­li­tät und viel Spür­sinn bei der Suche nach Anknüp­fungs­punk­ten zu den ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten, um die Zeit­lo­sig­keit der Lit­ur­gie und die unge­bro­che­ne Kon­ti­nui­tät immer deut­li­cher her­aus­zu­strei­chen.

Bene­dikt XVI. hät­te Pie­ro Mari­ni, wie man glaub­wür­dig in Rom ver­si­chert, am lieb­sten in ein klei­nes ita­lie­ni­sches Bis­tum beför­dert. Er woll­te aber in Rom blei­ben und fand För­de­rer. So bekam er am Ende den Posten, den er noch heu­te beklei­det. Die Geg­ner Gui­do Mari­nis wün­schen sich heu­te hin­ge­gen einen Papst, der ihn sofort wie­der nach Genua zurück­schickt.

Zwei „Traditionalisten“ unter Papabili

An der Spit­ze der „Lef­eb­vria­ner“, also der tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Kar­di­nä­le, steht der 65 Jah­re alte Erz­bi­schof von Colom­bo auf Sri Lan­ka, Albert Mal­colm Kar­di­nal Ran­jith. Der Sin­gha­le­se befin­det sich in Ein­klang mit den Vor­stel­lun­gen zur lit­ur­gi­schen Erneue­rung, die von Bene­dikt XVI. ange­sto­ßen wur­den. In Sei­ner Erz­diö­ze­se ging er, kaum inthro­ni­siert, mit Über­zeu­gungs­ar­beit, not­falls auch ener­gisch gegen lit­ur­gi­sche Miß­bräu­che vor. Er hob die Aus­nah­me­be­stim­mun­gen zur Hand­kom­mu­ni­on auf, mit der Begrün­dung, daß Aus­nah­men eben Aus­nah­men sei­en und daher nie eine all­ge­mei­ne Pra­xis dar­stel­len könn­ten. Die ange­mes­se­ne und wür­di­ge Form der Kir­che ist die Mund­kom­mu­ni­on, die aus Ehr­furcht vor der Real­prä­senz Chri­sti kniend erfolgt, denn vor Gott müs­sen alle Knie sich beu­gen.

Nach nur einer Amts­zeit als Sekre­tär der Kon­gre­ga­ti­on für die Evan­ge­li­sie­rung der Völ­ker wur­de Msgr. Ran­jith aus der Kurie ent­fernt. Der dama­li­ge „Rote Papst“, Cre­scen­zio Kar­di­nal Sepe, und der stets freund­li­che Ran­jith hat­ten unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen. Papst Bene­dikt XVI. soll­te ihn, kaum zum Papst gewählt, nach nur einem Jahr „Ver­ban­nung“ wie­der nach Rom zurück­ho­len. Dies­mal als Sekre­tär an der Kon­gre­ga­ti­on für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung.

Beim Ent­stau­ben der alten Kar­di­nal­s­ge­wän­der und Meß­ge­wän­der gebührt der Pri­mat jedoch dem Ame­ri­ka­ner Ray­mond Leo Kar­di­nal Bur­ke, dem Prä­fek­ten der Apo­sto­li­schen Signa­tur. Was in der Neue­rungs­sucht der 70er Jah­re auf Dach­bö­den ver­bannt, wenn nicht gar ver­brannt wur­de, hol­te Kar­di­nal Bur­ke wie­der her­vor. Die alten Meß­ge­wän­der mit ein­deu­ti­ger christ­li­cher Iko­no­gra­phie hal­ten nicht nur jedem Ver­gleich mit der moder­nen, sti­li­sier­ten Unkennt­lich­keit stand, „son­dern schla­gen sie um Mei­len, um es salopp zu for­mu­lie­ren“, wie der Lit­ur­gie­wis­sen­schaft­ler Don Nico­la Bux kurz vor dem Kon­kla­ve erklär­te.

Sant’Egidio fürchtet weitere Zurückdrängung

Neben der geist­li­chen Dimen­si­on gibt es auch eine recht irdi­sche und die heißt Ein­fluß, heißt Zugang oder eben auch nicht zum künf­ti­gen Papst. Gro­ße Lai­en­be­we­gun­gen und Ordens­ge­mein­schaf­ten schau­en des­halb gespannt auf die Ent­schei­dung des Kon­kla­ve. Nach gera­de­zu idea­len Bedin­gun­gen unter Johan­nes Paul II. berei­tet sich etwa die Gemein­schaft Sant’Egidio auf eine neue kal­te Dusche vor. Die Par­al­lel­di­plo­ma­tie der Kir­che, die der Histo­ri­ker und Grün­der der Gemein­schaft, Andrea Ric­car­di, seit Ende 2011 Mini­ster in der ita­lie­ni­schen Tech­ni­ker­re­gie­rung von Mario Mon­ti auf­bau­te, war unter Bene­dikt XVI. nicht so gefragt. Der deut­sche Papst zeig­te deut­li­che Beden­ken gegen die „inter­re­li­giö­sen“ Ver­an­stal­tun­gen der Gemein­schaft, die seit 1987 als Aus­fluß des umstrit­te­nen inter­re­li­giö­sen Tref­fens Assi­si I unter Johan­nes Paul II. in Traste­ve­re statt­fin­den. Die Gemein­schaft stellt sich bereits auf einen Papst ein, der ihre Rol­le bei den „Ver­mitt­lun­gen“ zwi­schen den Reli­gio­nen noch wei­ter ein­dämmt, die meist an der Kir­chen­lei­tung vor­bei in Eigen­re­gie erfolg­ten.

Comunione e Liberazione ist optimistisch

Zuver­sicht­li­cher schaut die Gemein­schaft Com­u­nio­ne e Libe­ra­zio­ne (Gemein­schaft und Befrei­ung) von Don Lui­gi Giu­s­sa­ni auf das Kon­kla­ve. Mit Ange­lo Kar­di­nal Sco­la, dem Erz­bi­schof von Mai­land, könn­te CL, die unter ande­rem auch eine neue­re Form des poli­ti­schen Katho­li­zis­mus ver­tritt, die erste Neue Gemein­schaft sein, die in der Kir­chen­ge­schich­te einen Papst stellt.

Der Neo­ka­techu­me­na­le Weg des spa­ni­schen Künst­lers Kiko Argüel­lo konn­te zwar mit den Sym­pa­thien Bene­dikts XVI. rech­nen, Haupt­pro­blem sind jedoch lit­ur­gi­sche Son­der­for­men, die bei zahl­rei­chen Bischö­fen und erst Recht beim Papst auf Wider­spruch stie­ßen. Kar­di­nal Bur­ke äußer­te vati­kan­in­tern laut­stark sei­ne Irri­ta­ti­on über die sams­täg­li­chen Lit­ur­gien und einen Hang zu einer Judai­sie­rung der Zele­bra­tio­nen. Bene­dikt XVI. erleb­te eine gro­ße Ent­täu­schung, als er 2010 fest­stel­len muß­te, daß hin­ter sei­nem Rücken der lit­ur­gi­sche Son­der­weg der Neo­ka­techu­me­na­len durch­ge­drückt wer­den soll­te. Er ord­ne­te eine gründ­li­che Über­prü­fung an. Mit eini­gen Auf­la­gen wur­den geist­li­che Schrif­ten geneh­migt, in denen die Spi­ri­tua­li­tät der Gemein­schaft ent­hal­ten ist. Und der Zusa­ge von Argüel­lo an Bene­dikt XVI. sich dar­an zu hal­ten. Die Son­der­lit­ur­gie hin­ge­gen wur­de nicht geneh­migt. Der Neo­ka­techu­me­na­le Weg befin­det sich damit wei­ter­hin auf kurio­sen Abwe­gen. Die Fra­ge ist an der Römi­schen Kurie anhän­gig und geht nun auf den näch­sten Papst über.

Neokatechumenaler Weg und der nicht bewilligte liturgische Sonderweg

Die Wider­stän­de etli­cher Bischö­fe und Kar­di­nä­le wer­den durch das neue Pon­ti­fi­kat nicht klei­ner wer­den. Bene­dikt XVI. schätz­te am Neo­ka­techu­me­na­len Weg den Ein­satz für die „mis­sio ad gen­tes“ und die Neue­van­ge­li­sie­rung. Letz­te­re ist gemein­sam mit der lit­ur­gi­schen Erneue­rung und dem Bemü­hen, das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil durch eine Inter­pre­ta­ti­on der Tra­di­ti­on und der Kon­ti­nui­tät in die Kir­chen­ge­schich­te ein­zu­bet­ten, ein zen­tra­ler Schlüs­sel, um das acht­jäh­ri­ge Pon­ti­fi­kat Bene­dikts XVI. zu ver­ste­hen. Mit einem sol­chen, wenn auch kaum nach außen sicht­bar gewor­de­nen, kri­ti­schen Wohl­wol­len kann der Neo­ka­techu­me­na­le Weg wohl nicht mehr rech­nen.

Die Sale­sia­ner haben eigent­lich nur zu gewin­nen. Der Auf­stieg Tar­ci­sio Ber­to­nes zum Kar­di­nal­staats­se­kre­tär, der die gewohn­te Klug­heit der vati­ka­ni­schen Diplo­ma­tie ver­mis­sen ließ, bene­bel­te den Blick des Ordens von Don Bos­co ein biß­chen zu sehr mit Macht. Die Zurück­drän­gung aus Füh­rungs­po­si­tio­nen wird für den Orden nur von Vor­teil sein.

Piusbruderschaft könnte Gelegenheit verpaßt haben

Konn­ten die Neo­ka­techu­me­na­len auf ein nicht sicht­ba­res Wohl­wol­len hof­fen, brach­te Bene­dikt XVI. der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. offe­nes Wohl­wol­len ent­ge­gen. Um kei­ne Gemein­schaft bemüh­te er sich in sei­nem Pon­ti­fi­kat inten­si­ver und mit unge­bro­che­ner Kon­ti­nui­tät. Das von ihm erhoff­te Ergeb­nis blieb jedoch aus. Und die Bru­der­schaft könn­te ihre Chan­ce ver­paßt haben.

Eine ver­gleich­ba­re Sen­si­bi­li­tät könn­te sie nur von einem „lef­eb­vria­ni­schen“ Papst erhof­fen. Die Wahl eines aktiv tra­di­ti­ons­ver­bun­de­nen Pap­stes ist nicht ganz aus­ge­schlos­sen. Unter den mehr­fach genann­ten Papa­bi­li befin­den sich mit Ran­jith und Bur­ke gleich die bei­den sicht­bar­sten Ver­tre­ter die­ser Rich­tung. Genau die­se Vor­stel­lung läßt ande­re Kar­di­nä­le aller­dings erstar­ren. Eine Wahl, die wohl aus­schließ­lich durch den Hei­li­gen Geist gewirkt wer­den könn­te.

Letzt­lich gilt, was der hei­li­gen Mönch und Kir­chen­va­ter Vin­zenz von Lérins sag­te: „Eini­ge Päp­ste schenkt Gott, ande­re dul­det er, mit wie­der ande­ren straft er.“

Text und Bild: Giu­sep­pe Nar­di

17 Kommentare

  1. Ich den­ke nicht daß die FSSPX eine Chan­ce ver­paßt hat son­dern sie ist einer Fal­le ent­gan­gen

    • Kann ich auch nur zustim­men!
      Eines wür­de mich schon lan­ge inter­es­sie­ren: War­um die deut­schen Bischö­fe, ja vie­le Bischö­fe sol­che ANGST vor der Mes­se i. a.o. Ritus haben ?? Kann mir dar­auf ein­mal einer eine plau­si­ble Ant­wort geben.
      Gera­de die Bischö­fe, wel­che die­sen Ritus ableh­nen, haben doch ganz gut bis jetzt davon gelebt, oder??

  2. Bei Kar­di­nal Ran­jith wäre ich da nicht so pes­si­mi­stisch, wohl wis­send, dass der Hei­li­ge Geist immer mit­wirkt. Man stel­le sich vor, auch nach fünf Wahl­gän­gen, gäbe es eine Patt­si­tua­ti­on, aber eine Ten­denz zu einem Nicht-Euro­pä­er. Einer, der die Kurie kennt, ohne mit ihr kom­pro­mit­tiert zu sein. Da blei­ben nicht mehr vie­le. Die Fra­ge lau­tet: Wie stark ist die Frak­ti­on der „Anti-Lef­eb­vria­ner“?

  3. Das aller­hei­lig­ste
    A L T A R S A K R A M E N T

    - das hei­li­ge Mess­op­fer — ist:

    - ANBETUNG der hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, Got­tes;
    — LOBPREIS der hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, Got­tes;
    — SÜHNE vor der hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit, Gott;
    — DANKSAGUNG an die hei­lig­ste Drei­fal­tig­keit, Gott.

    Unser HERR JESUS CHRISTUS, unser  Erlö­ser von Sün­de und Tod ist das  Lamm Got­tes, des­sen KREUZESOPFER in jedem hl. Mess­op­fer durch die Wandlunswor­te des hw Prie­sters über Brot und Wein unblu­tig VERGEGENWÄRTIGT wird und im Taber­na­kel GEGENWÄRTIG bleibt !

    Nach der hei­li­gen Wand­lung sind nur noch die G e s t a l t von Brot und Wein vor­han­den.

    In der hei­li­gen Kom­mu­ni­on emp­fängt der gläu­bi­ge röm. Katho­lik in der kon­se­krier­ten hei­li­gen Hostie

    LEIB und das BLUT,
    die SEELE und die GOTTHEIT 
    unse­res HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS !

    Die hei­li­ge Kom­mu­ni­on ist die N a h r u n g für die See­le !

    Die hl. Kom­mu­ni­on dür­fen nur röm. Katho­li­ken im Stan­de der Gna­de ( d.h. sich kei­ner schwe­ren Sün­de bewusst sein, anson­sten bedarf es einer vori­gen hl. Beich­te ) emp­fan­gen. Die gel­ten­de Norm des Emp­fan­ges der hl. Kom­mu­ni­on ist die knien­de Mund­kom­mu­ni­on.

    Hw Rod­heudt über die Alte Mes­se:

    „Die „Alte Mes­se“ ist nötig zur Gesun­dung der Kir­che. 
    Allein, sie braucht eine Avant­gar­de, die sie auf den Leuch­ter zurück­stellt. 
    Sie ist die Mes­se von mor­gen, 
    weil es ohne sie kein Mor­gen geben wird“

    http://www.razyboard.com/system/morethread-die-messe-aller-zeiten-forumtradi-2207921–6108790‑0.html

  4. Was die — zwi­schen­zeit­lich sel­ber ver­stor­be­nen — Kir­chen­für­sten, die dem „Pro­blem Lef­eb­v­re“ einst ein auto­ma­ti­sches Ende mit dem Able­ben des Erzs­bi­schofs pro­phe­zei­ten, wohl dazu sagen wür­den, dass dies „Gespenst“ im Jah­re 2013 nicht nur die Kir­che im all­ge­mei­nen, son­dern offen­bar gar ein Kon­kla­ve zu beein­flus­sen ver­mag ?

  5. Bit­te nicht den Namen von Erz­bi­schof Mar­cel Lef­eb­v­re miss­brau­chen! Es gibt kei­nen Lef­eb­v­re-Kan­di­da­ten im Kon­kla­ve.
    Das haben wir der Lei­tung der Pius­bru­der­schaft lei­der zu „ver­dan­ken“: Jede gei­sti­ge Klar­heit ist dahin.
    Ein Lef­eb­v­re-Kan­di­dat wür­de sich auf das Lehr­amt der vor­kon­zi­lia­ren Päp­ste bezie­hen, was bedeu­ten wür­de:
    1) Der Öku­me­nis­mus wäre vor­bei, der Papst wür­de auf der Rück­kehr-Öku­me­ne bestehen, die bis Pius XII. für Päp­ste selbst­ver­ständ­lich war. Glaubt jemand im Ernst, das wäre zu die­sem Zeit­punkt gewollt?
    2) Glaubt jemand im Ernst, ein Papst wür­de es wol­len oder wagen, den „Son­der­heils­weg“ für die Juden auf­zu­ge­ben? Ihnen zu erlas­sen, an Jesus Chri­stus als den Gott­men­schen, den Ret­ter und Erlö­ser ALLER Men­schen zu glau­ben? Womit kei­ne „aggres­si­ve Mis­si­on“ gemeint ist, füge ich vor­sorg­lich hin­zu.
    3) Glaubt jemand im Ernst, es gibt einen Kan­di­da­ten, der das „sozia­le König­tum Jesu Chri­sti“ ein­for­dert, das sich auf die Völ­ker bezieht?
    4) Ich fas­se mich an den Kopf: Die FSSPX muss­te nach dem Wil­len Bene­dikt XVI. ihre schwer­wie­ge­den Beden­ken gegen die Mes­se Paul VI. auf­ge­ben, das II. Vati­ka­num als voll­kom­men im Ein­klang mit der Tra­di­ti­on aner­ken­nen, ein leben­di­ges Lehr­amt aner­ken­nen, das auto­nom die Tra­di­ti­on aus­legt, nicht mehr gebun­den an die Leh­ren der Vor­gän­ger-Päp­ste.
    5) Ja, es stimmt. Kein Papst hat sich so gemüht, die FSSPX von ihrem Grün­der zu tren­nen.
    6) Der Arzt ist also der beste Arzt, der sich am inten­siv­sten bemüht, den Pati­en­ten in den Selbst­mord zu trei­ben.
    7) Kar­di­nal Siri spricht in sei­nem Buch „Geth­se­ma­ni“ nicht nur von der „lin­giuisti­schen Akro­ba­tik“, son­dern auch vom „lin­gu­isti­schen Wahn­sinn.“ Er bezog sich aller­dings auf einen Theo­lo­gen-Jar­gon, der den Glau­ben zer­stört, und auf bestimm­te, ein­fluss­rei­che Theo­lo­gen.
    8) Ich resi­gnie­re… Der „lin­gu­isti­sche Wahn­sinn“ ist mit­ten in der Kir­che ange­kom­men. Es scheint unab­än­der­lich. Alles wird in einen Mus­topf gerührt: Geist­li­che
    Gemein­schaf­ten der Kon­zils­kir­che und die FSSPX.

  6. Der ehe­ma­li­ge Papst Bene­dikt hat mit der Prä­am­bel und sei­nem Rück­tritt sei­ne eige­nen Bemü­hun­gen boy­kot­tiert, ich fin­de es sehr gut, dass sie die Beschlüs­se über Reli­gi­ons­frei­heit und Öku­me­ne nicht akzep­tiert haben. Das was da drin­nen steht ist ein Bekennt­nis zum Göt­zen­dienst

    • Wie kann Öku­me­ne in Rich­tung Göt­zen­dienst gezo­gen werden?Ich bit­te um mehr Tole­ranz und Liebe.Ich möcht in die­sem Zusam­men­hang auf die Bibel selbst deu­ten mit Korin­ther 13. Bin ich etwa ein­fäl­tig auf so etwas hin­zu deuten,oder muß man so sein,(den Glau­ben eines Kin­des haben) um Jesu nach­zu­fol­gen?

  7. Dan­ke an die Redak­ti­on für den Arti­kel. Ich sehe die Sache in Bezug auf die Wahl eines kon­ser­va­ti­ven und tra­di­tio­nel­len Kan­di­da­ten nicht sehr posi­tiv. Nun ist aber bereits wei­ßer Rauch auf­ge­stie­gen und ich wer­de daher nicht mehr spe­ku­lie­ren…

    Das Zitat vom Kir­chen­va­ter Vin­zenz von Lérins („Eini­ge Päp­ste schenkt Gott, ande­re dul­det er, mit wie­der ande­ren straft er)“ ist für mich neu und inter­es­sant. D.h. auch, dass der Hl. Geist nicht unbe­dingt den besten Kan­di­da­ten aus­wählt, wie ja man­che immer wie­der behaup­ten.

  8. Der neue Papst ist Jesu­it.

    Pro­gres­siv? Das sind die ja meist.

    Befrei­ungs­theo­lo­gie? Wer weiss mehr?

  9. Es konn­te nicht anders gesche­hen. Es kamen drei Lini­en zusam­men, die zur Kata­stro­phe geführt haben. Die Theo­lo­gie Papst Bene­dikts XVI. und die Fol­gen im Kon­zil, die nach­kon­zi­liä­re Ent­wick­lung in der „Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät“, und schließ­lich der nack­on­zi­liä­re Zusam­men­bruch von Kir­che und ins­be­son­de­re der Kurie.
    Wie ich gehört habe, hat Papst Bene­dikt XVI. vom Auf­satz S.E. Tis­sier de Mal­lerais „Faith impe­ri­led by Rea­son“ gehürt, wenn nicht sogar selbst gele­sen haben soll. Die­ser habe ihm das Schei­tern sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes klar vor Augen geführt, zumal er auf dem eige­nen Gebiet, der Fun­da­men­tal­theo­lo­gie, der Apo­lo­ge­tik wider­legt hat. Ich bin mir sicher, daß ihm das sehr tief ins Herz gegan­gen ist. Es ist sicher, daß Papst Bene­dikt XVI das eige­ne Schei­tern klar vor Augen gese­hen hat, und daher den kai­ros gewählt hat, abzu­tre­ten.
    Der neue Papst wird sich erst ein­mal nach neu­em Per­so­nal umschau­en. Wie ich gehört habe, fährt Papst Fran­zis­kus erst ein­mal zu Papst em. Bene­dikt XVI. Ob er wohl sich erst ein­mal über den Stand der Din­ge infor­mie­ren muß, im Gespräch den WAHREN Zustand der Kir­che erfährt? Ich möch­te dann nicht in der Haut von Papst Fran­zis­kus stecken. Mit sei­nen alt­li­be­ra­len Ansich­ten vor 10 Jah­ren kommt er damit nicht sehr weit. Da wird er sich gewal­tig umstel­len müs­sen. Mit einem hemds­är­me­li­gen Auf­tre­ten ist da nichts zu machen. Da macht die Kurie wie­der dicht und Papst Fran­zis­kus ist blockiert. Er muß sich an dem Maß­stab der Tra­di­ti­on ori­en­tie­ren, denn nur die­se ist schlag­kräf­tig und prin­zi­pi­en­treu genug, um dem Elend in der Kir­che Herr zu wer­den. 50 Jah­re Ver­wü­stung haben gereicht, um die Tra­di­ti­on im Vati­kan zu zer­stö­ren. Die­se muß auf­ge­rich­tet wer­den, sonst schei­ter der neue Papst schnel­ler als man es erwar­tet.
    Die FSSPX tut gut dar­an, zu war­ten, was Papst Fran­zis­kus tut. Und Papst Fran­zis­kus muß sich am Vor­gän­ger THEOLOGISCH mes­sen las­sen. Und das wird schwer, wenn schon sein Vor­gän­ger theo­lo­gisch geschei­tert ist. Man sagt: „Der Franz, der kann’s“ (?)

    • Gebe Gott dass Sie recht behal­ten !!!
      Ich wün­sche es Ihnen und mir und uns allen von gan­zem Her­zen !!
      Dan­ke für Ihren ermu­ti­gen­den und posi­ti­ven Bei­trag !!

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