Genitalverstümmelungen durch Islamisten nehmen weiter zu

(Frank­furt am Main) Der 8. März ist der Welt­frau­en­tag. Die Inter­na­tio­na­len Gesell­schaft für Men­schen­rech­te (IGFM) wies aus die­sem Anlaß auf erheb­li­che Rück­schrit­te für Frau­en und ihre Rech­te in vie­len Tei­len der Welt hin. Wich­tig­ste Ursa­che für die nega­ti­ve Ent­wick­lung sei­en der erheb­li­che Ein­fluß- und Macht­ge­winn des poli­ti­schen Islams. Beson­ders gra­vie­rend sei die Ent­wick­lung in Ägyp­ten. Die IGFM warn­te, daß die dort herr­schen­den Mus­lim­brü­der seit Anfang Janu­ar das Ver­bot der weib­li­chen Geni­tal­ver­stüm­me­lung de fac­to außer Kraft gesetzt hät­ten und die­se grau­sa­men und frau­en­ver­ach­ten­den Prak­ti­ken eben­so pro­pa­gie­ren wie ihr archai­sches Frau­en­bild.

Die IGFM begrüßt vor die­sem Hin­ter­grund den von der SPD am 19. Febru­ar vor­ge­leg­ten Geset­zes­än­de­rungs­an­trag zur weib­li­chen Geni­tal­ver­stüm­me­lung und die bereits im Jahr 2011 von den Grü­nen ein­ge­brach­te Geset­zes­in­itia­ti­ve. Die IGFM appel­lier­te an alle Par­tei­en des Bun­des­ta­ges, die Hoch­stu­fung zu einem eige­nen Straf­tat­be­stand inner­halb der schwe­ren Kör­per­ver­let­zung zu unter­stüt­zen. Gleich­zei­tig gibt es aber wei­ter­ge­hen­den Hand­lungs­be­darf inner­halb Deutsch­land.

Nach Schät­zun­gen sind in Deutsch­land etwa 25.000 Mäd­chen und Frau­en von Geni­tal­ver­stüm­me­lung betrof­fen oder bedroht. Welt­weit liegt die Zahl der Opfer bei rund 140 Mil­lio­nen. Mäd­chen wür­den aus Deutsch­land in die Hei­mat­län­der ihrer Eltern zurück­ge­bracht, und dort ver­stüm­melt. Eine prak­ti­ka­ble recht­li­che Hand­ha­be gegen die­se Ver­bre­chen feh­le bis­her. Drin­gend not­wen­dig sei­en auch syste­ma­tisch ein­ge­setz­te fremd­sprach­li­che Infor­ma­ti­ons- und Bera­tungs­an­ge­bo­te, die Eltern auf die zum Teil kata­stro­pha­len Fol­gen von Geni­tal­ver­stüm­me­lun­gen und auf die deut­sche Rechts­la­ge auf­merk­sam mach­ten.

„Der geläu­fi­ge Begriff ‚Beschnei­dung‘ ist irre­füh­rend und ver­harm­lo­send. Es han­delt sich dabei um ein Ver­bre­chen! Mit dem offe­nen oder still­schwei­gen­den Segen reli­giö­ser Auto­ri­tä­ten wer­den noch heu­te Mil­lio­nen von Mäd­chen trau­ma­ti­siert, die ihr Leben lang an den Fol­gen lei­den“, kri­ti­siert IGFM-Vor­stands­spre­cher Mar­tin Les­sent­hin. Die WHO schätzt die Zahl der unmit­tel­ba­ren Todes­fäl­le auf jähr­lich drei bis sie­ben Pro­zent oder 60 000 bis 140 000 Tote. Durch spä­te­re Kom­pli­ka­tio­nen erhö­he sich die Todes­ra­te auf 25 bis 30 Pro­zent. Außer­dem stei­ge das Sterb­lich­keits­ri­si­ko von Säug­lin­gen ver­stüm­mel­ter Frau­en wäh­rend der Geburt eben­falls um 25 bis 30 Pro­zent.

„Die Ver­gan­ge­nen Jah­re haben gezeigt, daß die bis­he­ri­gen Anstren­gun­gen zur Über­win­dung die­ser Grau­sam­kei­ten nicht aus­rei­chen“, so die IGFM wei­ter. Obwohl in Ägyp­ten Geni­tal­ver­stüm­me­lung gesetz­lich ver­bo­ten ist, ermu­tig­te Prä­si­dent Mur­si im staat­li­chen Fern­se­hen die­se Pra­xis. Mus­lim­brü­der und die mit ihnen ver­bün­de­ten ultra-fun­da­men­ta­li­sti­schen Sala­fi­sten wür­den in Ober­ägyp­ten offen die Ver­stüm­me­lung von Frau­en und Mäd­chen pro­pa­gie­ren und mit mobi­len Arzt­grup­pen kosten­lo­se Ver­stüm­me­lun­gen vor Ort anbie­ten.

Nach ver­schie­de­nen Schät­zun­gen sind zwi­schen 91 und 97 Pro­zent aller Frau­en und Mäd­chen ab 15 Jah­ren in Ägyp­ten „beschnit­ten“. Vor allem im Süden an der Gren­ze zum Sudan sei ein Teil von ihnen sogar infi­bu­liert. Bei der Infi­bu­la­ti­on wer­den nicht nur gro­ße Tei­le der weib­li­chen Geni­ta­li­en her­aus­ge­schnit­ten, son­dern die Vagi­na bis auf eine win­zi­ge Rest­öff­nung zuge­näht, so daß sie ver­wächst. Die­se Nar­be wird dann bei jedem Ver­kehr gewalt­sam – mit einem Mes­ser – vom Ehe­mann auf­ge­schnit­ten.

Text: IGFM/Linus Schnei­der