Neuer Papst soll lebenslang regieren – Kardinäle wollen Sakralität des Papsttums stärken

28. Februar 20 Uhr Sedisvakanz beginnt(Vati­kan) Der Dekan des Kar­di­nals­kol­le­gi­ums, Ange­lo Kar­di­nal Soda­no hat die Gene­ral­kon­gre­ga­ti­on der Kar­di­nä­le für den 4. März, Beginn 9.30 Uhr ein­be­ru­fen. Die Kon­gre­ga­tio­nen wer­den so lan­ge tagen, bis alle Kar­di­nä­le in Rom ein­ge­trof­fen sind. Erst dann soll eine Ent­schei­dung dar­über getrof­fen wer­den, wann das Kon­kla­ve beginnt. An der Gene­ral­kon­gre­ga­ti­on neh­men alle Kar­di­nä­le teil. Auch die über 80jährigen Kar­di­nä­le ent­schei­den daher über die Fest­le­gung des Kon­kla­ve­be­ginns mit.

Eine Grup­pe von Kar­di­nä­len der Römi­schen Kurie und ver­schie­de­ner Metro­po­li­tan­be­zir­ke scheint ent­schlos­sen, vom näch­sten Papst eine feste Absichts­er­klä­rung zu for­dern, nicht zurück­zu­tre­ten. Sie erwar­ten vom neu­en Papst in des­sen Inau­gu­ra­ti­ons­re­de als Fix­punkt die Fest­stel­lung, daß ein Papst auf Lebens­zeit beru­fen ist. Die unge­wöhn­li­che Ent­schei­dung Bene­dikts XVI., sein Pon­ti­fi­kat mit einem Amts­ver­zicht zu been­den, der die Kir­che in nicht uner­heb­li­che Schwie­rig­kei­ten im Umgang mit einer gänz­lich unge­wohn­ten Situa­ti­on bringt, soll sich nicht wie­der­ho­len, so die Über­zeu­gung die­ser Kar­di­nä­le, wie heu­te der Cor­rie­re del­la Sera berich­te­te. Die Bestim­mung über einen even­tu­el­len Rück­tritt kön­ne nicht abge­schafft wer­den. Die Frei­heit der Kir­che müs­se aber in Zukunft durch äuße­re Ein­fluß­nah­me geschützt wer­den.

Noch am Tag, an dem Bene­dikt XVI. den Vati­kan in Rich­tung Castel Gan­dol­fo ver­las­sen hat, began­nen in Rom kaum über­hör­bar die Akti­vi­tä­ten zur Stär­kung der Sakra­li­tät des Papst­tums. Die Ent­schei­dung des deut­schen Pap­stes wur­de mit Respekt beglei­tet und als für die moder­ne Welt pro­vo­kan­ter Akt der Selbstent­äu­ße­rung und der Demut gedeu­tet. Sie wur­de gleich­zei­tig jedoch auch als desta­bi­li­sie­ren­de Geste wahr­ge­nom­men.

Zu den weni­gen offe­nen Kri­ti­kern gehör­te der pol­ni­sche Kar­di­nal und Erz­bi­schof von Kra­kau, Sta­nis­law Dzi­wisz. Der lang­jäh­ri­ge Sekre­tär von Johan­nes Paul II. erin­ner­te an die­sen mit den Wor­ten: „Vom Kreuz steigt man nicht her­ab.“ Bene­dikt XVI. schien in sei­ner Anspra­che bei der letz­ten Gene­ral­au­di­enz am 27. Febru­ar auf dem Peters­platz zu ant­wor­ten: „Ich gehe nicht vom Kreuz weg, son­dern blei­be auf neue Wei­se beim gekreu­zig­ten Herrn.“ Ein Wort­wech­sel aus der Ent­fer­nung zwi­schen dem schei­den­den Papst und einem der Papst­wäh­ler im kom­men­den Kon­kla­ve, des­sen Trag­wei­te erst noch zu ent­zif­fern sein wird.

Auf dem pol­ni­schen Inter­net­por­tal Geo­po­li­ty­ka wag­te Grac­jan Cimek eine Aus­le­gung. Es sei Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger gewe­sen, der Johan­nes Paul II. dar­an erin­nert habe, daß man vom Kreuz nicht her­ab­stei­gen kann. Das The­ma wird die in weni­gen Tagen begin­nen­de Gene­ral­kon­gre­ga­ti­on der Kar­di­nä­le aus­führ­lich beschäf­ti­gen. Eine Dis­kus­si­on, die nicht schmerz­los ver­lau­fen könn­te. Es geht dar­um, die tie­fe­re Bedeu­tung der Geste Bene­dikts XVI. zu ergrün­den und dar­aus Schlüs­se zu fol­gern, ob es sich dabei um eine per­sön­li­che Ent­schei­dung han­del­te, die als Aus­nah­me in die Kir­chen­ge­schich­te ein­ge­hen wird oder ob wei­ter­ge­hen­de Fol­ge­run­gen dar­aus abzu­lei­ten sind, die bereits in das näch­ste Pon­ti­fi­kat und die nach­fol­gen­den hin­ein­grei­fen.

Ein Ver­weis auf die Bestim­mun­gen des Kir­chen­rechts allein wird nicht genü­gen. Das galt bis­her, da die Rück­tritts­be­stim­mung fak­tisch eben­so unbe­ach­tet wie unbe­kannt im Raum stand und nie­mand an eine prak­ti­sche Anwen­dung auch nur einen Gedan­ken ver­lor. Eine Grup­pe von Kar­di­nä­len sieht die Not­wen­dig­keit, das rich­ti­ge Gleich­ge­wicht zwi­schen dem Schritt Bene­dikts XVI., der in der zwei­tau­send­jäh­ri­gen Geschich­te der Kir­che einen Bruch dar­stellt (wenn es auch Vor­gän­ger­fäl­le gab) und der Kon­ti­nui­tät der Kir­che, deren Natur Brü­che nicht gut bekom­men.

Kon­kret geht es dabei dar­um, jeden Ein­druck zu ver­mei­den, das Papst­tum sei irgend­ei­ner welt­li­chen Insti­tu­ti­on gleich­ge­stellt. Um so ent­schie­de­ner sind die Reak­tio­nen zahl­rei­cher Kar­di­nä­le inner­halb der vati­ka­ni­schen Mau­ern gegen vie­le Wort­mel­dun­gen der letz­ten Wochen, die Rück­trit­te für Päp­ste ver­all­ge­mei­nern und als Zei­chen einer „Moder­ni­sie­rung“ dar­zu­stel­len ver­su­chen. Eine Aus­le­gung, die bei nicht weni­gen Kar­di­nä­len im Umkehr­schluß als Warn­si­gnal ver­stan­den wur­de. Sie sehen in der Beru­fung zum Stell­ver­tre­ter Chri­sti auf Erden auf Lebens­zeit kei­nes­wegs nur ein histo­ri­sches Zufalls­pro­dukt, das ein­fach geän­dert wer­den könn­te oder soll­te. Das Papst­tum ent­spricht einer Form von Theo­kra­tie, die nicht mit dem Amt eines Staats­prä­si­den­ten oder Mini­ster­prä­si­den­ten zu ver­wech­seln ist. Im Papst­tum kon­zen­triert sich das gan­ze Dra­ma der Welt­kir­che in einer Per­son.

Nicht zuletzt sehen eini­ge Kar­di­nä­le die Gefahr einer Ein­fluß­nah­me von außen. Gibt es ein Papst­tum auf Zeit, wird das Amt nicht nur pro­fa­niert, son­dern ris­kiert, zum Spiel­ball aus­rei­chend star­ker Mäch­te zu wer­den, wie die Wucht kon­zen­trier­ter Medi­en­kam­pa­gnen bewei­sen oder der insi­sten­te Druck von Regie­run­gen. Die ent­schie­de­ne Stel­lung­nah­me von Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Tar­ci­sio Ber­to­ne vor eini­gen Tagen gegen „unan­ge­brach­te Ein­mi­schung“, spricht eine deut­li­che Spra­che. Sie wand­te sich gegen eine Ein­mi­schung durch eine „öffent­li­che Mei­nung“, aber auch durch „Staa­ten“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Mes­sa in Lati­no




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30 Kommentare

  1. Ja, die ange­spro­che­ne Gefahr exi­stiert. Nein, das Vor­ge­hen von Papst em. Bene­dikt XVI. stellt kei­nen Bruch dar, denn was recht­lich vor­ge­se­hen ist (wenn auch unüb­lich), braucht kei­nen Prä­ze­denz­fall mehr. Was die angeb­li­che For­de­rung der Kar­di­nä­le nach Regie­rung auf Lebens­zeit angeht, glau­be ich 1. nicht, daß es die­se Grup­pe wirk­lich gibt, 2. wäre eine sol­che For­de­rung in aller­höch­stem Maße unan­ge­bracht, und 3. wäre ein gewähl­ter Papst in kei­ner­lei Hin­sicht an ein sol­ches Ver­spre­chen gebun­den.
    Es wäre aller­dings zu prü­fen (ich bin kein Kir­chen­recht­ler), ob ein sol­ches Unter­druck­set­zen des papa eli­gen­dus nicht die auto­ma­ti­sche Exkom­mu­ni­ka­ti­on nach sich zöge.

    • Vol­le Zustim­mung! Wenn sich der Papst auf so eine For­de­rung von Kar­di­nä­len ein­lie­ße, sozu­sa­gen ein ver­bind­li­ches Wahl­ver­spre­chen abge­be, wäre er schon von Beginn an geschwächt und abhän­gig — gera­de­zu eine Mario­net­te die­ser For­de­rung und ihrer Erhe­ber. Das wäre wirk­lich gefähr­lich für die Kir­che. Die freie Ent­schei­dungs­ge­walt des regie­ren­den Pap­stes muss blei­ben — ohne jed­we­de Ein­schrän­kung und Ein­schüch­te­rung durch ande­re.

      • Ich stim­me Vic­tor und Jovic voll­um­fänf­lch zu. Durch jede Vor­ab­re­ge­lung über einen mög­li­chen oder unmög­li­chen Rück­trtt wird das Papst­tum geschwächt. Hier war es, soweit bekannt, so, daß BXVI die Pro­ble­me inner­halb der Kurie über den Kopf gewach­sen sind. Das ist für einen 85-jäh­ri­gen Men­schen kei­nes­wegs eine Schan­de. Eine Fort­set­zung sei­nes Amtes hät­te zu einer gefähr­l­chen Ago­nie der Kir­che füh­ren kön­nen, und der nüch­ter­nen Ein­stel­lung von BXVI, hier­aus die not­wen­di­gen Kon­se­quen­zen gezo­gen zu haben, ist sein Ver­dienst. Im Übri­gen ist BXVI selbst aus­der Kurie her­vor­ge­gan­gen, wohin­ge­gen der robu­ste JPII von außen kam und daher nicht durch per­sön­li­che Ver­pflich­tun­gen zwar nicht recht­lch, wohl aber per­sön­lich gebun­den war.

        Wir dür­fen hof­fen, daß der näch­ste Papst von außer­halb kommt, mög­lichst aus eine blü­hen­den Kir­che eines Ent­wick­lungs­lan­des und vor dort den drin­gend benö­tig­ten Rück­halt hat, den JPII in Polen, nicht jedoch BXVI in Deutsch­land hat­te. Ganz im Gegen­teil, die Deut­schen sind ihm sogar in ihrer ideo­log­schen Ver­blen­dung in den Rücken gefal­len.

        Zwar hat JPII troptz sei­ner Schwä­che sein Amt wei­ter aus­ge­übt. Die­ser Papst war jedoch durch sei­nen Kampf mit dem kom­mu­nist­gi­schen Regime und das Über­le­ben eines Atten­ta­tes ganz anders gestählt, als BXVI, der unmit­tel­bar von der Uni­ver­si­tät zur bischöf­li­chen Lauf­bahn kam und sol­che har­ten Kämp­ge nie erlebt hat. Nab kann die­se bvei­den Per­sön­lch­kei­te nicht eifach gleich­set­zen.

  2. Sperr­feu­er aus ita­lie­ni­schen Medi­en. Ein papa eli­gen­dus darf in keinier Wei­se unter Druck gesetzt wer­den. Wir dür­fen ruhig sein. Die Medi­en­trom­mel wird in den kom­men­den zwei Wochen fest getrom­melt.

  3. „… ob es sich dabei um eine per­sön­li­che Ent­schei­dung han­del­te …“

    Zwei­felt man an der Auf­rich­tig­keit Sei­ner Hei­lig­keit Papst em. Bene­dikt XVI.?

  4. Das wäre unab­ding­bar nötig!!!
    Denn die bezeich­ne­ten Pro­ble­me und Äng­ste der Kar­di­nä­le wer­den sich nur zu bald als mehr als bereich­tigt erwei­sen.
    Papst Bene­dikt XVI hat sei­ner Kir­che in sei­ner Abdan­kung einen schlech­ten Dienst erwie­sen, so sehr es mensch­lich ver­ständ­lich ist.

  5. Was mein beson­de­res Unver­ständ­nis erregt, ist die­se hei­te­re Selbst­ver­ständ­lich­keit mit der sich der Pon­ti­fex in den „Gebets­ru­he­stand“ ver­ab­schie­de­te, so als sei ein Papst­rück­tritt die nor­mal­ste Sache der Welt. Das hat­te schon etwas gera­de­zu unver­schäm­tes und scheint mir anzu­zei­gen, dass er die­sen Schritt, der zuge­ge­be­ner­ma­ßen sein Recht ist und als ulti­ma ratio unter beson­de­ren Umstän­den sogar gerecht­fer­tig­ter Wei­se in Anspruch genom­men wer­den kann (etwa äuße­re Ein­fluss­nah­me durch Erpres­sung oder tota­ler Auto­ri­täts­ver­lust in der Kurie), von Anfang sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes an so geplant hat­te und er die­sen über­drein auch als Prä­ze­denz­fall und Vor­bild für alle wei­te­ren Pon­ti­fi­ka­te sehen will. Sehr inkon­se­quent fin­de ich, dass alle äuße­ren Wür­den im Wesent­li­chen unan­ge­ta­stet blei­ben und er wei­ter wie ein Qua­si-Papst im Vati­kan her­um­gei­stert. Das kann nicht der Nor­mal­fall wer­den!! Beson­ders para­dox: er, dem die Her­me­neu­tik der Kon­ti­nui­tät und die Beach­tung der Tra­di­ti­on ein beson­de­res Anlie­gen gewe­sen zu sein schien, been­det sein Pon­ti­fi­kat mit einem abso­lu­ten Bruch der Tra­di­ti­on. Ziem­lich schi­zo­phre­ne Situa­ti­on, das muss man bei aller Lie­be und Ver­eh­rung schon ein­mal sagen dür­fen.

    • Dan­ke für Ihre ehr­li­chen Wor­te! — Das mit der hei­te­ren Selbst­ver­ständ­lich­keit trifft genau mei­nen Ein­druck: Er geht nach eige­nen Aus­sa­gen „auf den Berg beten“ und kün­digt das auch noch aus­ge­rech­net an dem Sonn­tag des Evan­ge­li­ums von der Ver­klä­rung an, in dem Jesus Petrus die Bit­te nach dem Hüt­ten-Bau­en abschlägt. Er bezieht ein Klo­ster, das für Ordens­frau­en gedacht war, die für den Papst und die Kir­che beten soll­ten und deren Dienst er für sei­ne Bedürf­nis­se been­det hat. Ich fürch­te, es war sei­ne eige­ne „Tra­di­ti­on“ von der er viel gehal­ten hat, nicht die der Kir­che. Beten wir dafür, dass wir jetzt einen Papst bekom­men, der nicht so sehr in sei­ne eige­ne theo­lo­gi­sche „Genia­li­tät“ ver­liebt ist, son­dern sich an den schlich­ten Glau­ben hält!

      • Das ist schon ziem­lich selbst­ge­recht, was Sie hier schrei­ben. Sie wis­sen doch gar nicht, was der Papst mit den Ordens­schwe­stern des Klo­sters im Detail besprochen/vereinbart hat. Sie unter­stel­len Bene­dikt XVI. Selbst­ver­liebt­heit und ein fal­sches Tra­di­on­s­ver­ständ­nis. Ken­nen Sie ihn per­sön­lich, dass Sie so urtei­len könn­ten?

        Ich fin­de das ziem­lich hoch­mü­tig, arro­gant und gera­de­zu frech, über den em. Papst so den Stab zu bre­chen. Was ist die Tra­di­ti­on der Kir­che, die nicht die sei­ne ist? Wo hielt er sich nicht an den „schlich­ten Glau­ben“?

        Sie machen es sich wirk­lich zu ein­fach.

        • „Was ist die Tra­di­ti­on der Kir­che, die nicht die sei­ne ist? Wo hielt er sich nicht an den „schlich­ten Glau­ben“?“

          2005 : Bene­dikt XVI. behaup­tet auf dem Welt­ju­gend­tag, der pro­te­stan­ti­sche (bis zuletzt nicht katho­li­sche) Frère Roger, dem er selbst zuvor die Kom­mu­ni­on erteilt hat­te, sei im Him­mel.
          Im sel­ben Jahr beton­te Bene­dikt XVI, dass Nicht-Chri­sten geret­tet wer­den kön­nen: http://www.zenit.org/en/articles/nonbelievers-too-can-be-saved-says-pope
          Dies wider­spricht der Recht­fer­ti­gungs­leh­re vom Kon­zil von Tri­ent.

          2005: Bene­dikt XVI lehrt, dass Mus­li­me „Gläu­bi­ge“ sind. Zitat: „Der gläu­bi­ge Mensch – und wir alle als Chri­sten und als Mus­li­me sind gläu­bi­ge Men­schen – weiß, daß er sich trotz der eige­nen Schwä­che auf die gei­sti­ge Kraft des Gebe­tes ver­las­sen kann. […] Sie füh­ren die Gläu­bi­gen des Islam und erzie­hen sie im mus­li­mi­schen Glau­ben. […] Sie tra­gen des­halb eine gro­ße Ver­ant­wor­tung in der Erzie­hung der nach­wach­sen­den Genera­tio­nen. Ich bin dank­bar zu hören, in wel­chem Geist Sie die­se Ver­ant­wor­tung wah­ren.“

          Eben­falls 2005, in einer öku­me­ni­schen Bot­schaft an den Patri­ar­chen von Kon­stan­ti­no­pel, sag­te er: „Die­ses Jahr erin­nern wir an den 40ten Jah­res­tag des 7. Dezem­bers 1965, dem Tag, an dem Papst Pau­lus VI. und der Patri­ar­rch Athen­ago­ras, unglück­lich über die Gescheh­nis­se von 1054, gemein­sam ent­schie­den, das ver­häng­te Urteil der Exkom­mu­ni­ka­ti­on aus dem Gedäch­nis der Kir­che zu strei­chen.“

          Es bezieht sich dar­auf, dass im Jahr 1054 der Patri­arch von Kon­stan­ti­no­pel, Micha­el Ceru­la­ri­us, die Kom­mu­ni­on mit der katho­li­schen Kir­che und dem Papst brach. Ceru­la­ri­us lehn­te die uni­ver­sel­le Auto­ri­tät Roms ab, ver­bot den römi­schen Ritus in Kon­stan­ti­no­pel und erklär­te ihn für ungül­tig (weil er unge­säu­er­tes Brot statt gesäu­er­tem Brot beinhal­tet). Ceru­la­ri­us wur­de prompt von St. Leo IX exkom­mu­ni­ziert und das gro­ße Schis­ma mit dem Osten trat ein.
          >Nicht zuletzt die „Gemein­sa­me Erklä­rung zur Recht­fer­ti­gungs­leh­re“, die der jahr­hun­der­tenal­ten Tra­di­ti­on seit Tri­ent wider­spricht.

          • Die kri­ti­schen Äuße­run­gen haben viel für sich, per­sön­lich bin ich aber der Mei­nung, daß­BXVI erpreßt wur­de. Da gibt es durch­aus Mate­rie. Eine unheil­vol­le Rol­le hat auch der deut­sche Epis­ko­pat gespielt, die in der Welt­kir­che ärger­lich zur Kennt­nis genom­men wur­de. Ich wün­sche mir nur eines, das die Kar­di­nä­le ihren deut­schen Amts­kol­le­gen die eis­kal­te Schul­ter zei­gen.

  6. “ Die unge­wöhn­li­che Ent­schei­dung Bene­dikts XVI., sein Pon­ti­fi­kat mit einem Amts­ver­zicht zu been­den,… soll sich nicht wie­der­ho­len“

    Was sich nun wirk­lich nicht wie­der­ho­len darf, ist ein jah­re­lan­ges Siech­tum des Pap­stes mit ent­spre­chend lan­ger prak­ti­scher Sedis­va­kanz, wie das in den letz­ten Jah­ren Woj­ty­las der Fall war. Bes­ser ein Rück­tritt zur rech­ten Zeit als ein Papst, der jah­re­lang nicht mehr die Kir­che füh­ren kann.

    Die pol­ni­sche Behaup­tung „Man steigt nicht vom Kreuz“ ist Unsinn. Der Papst hängt nicht am Kreuz, er hat die Kir­che zu lei­ten!

    • Das ist kein Unsinn. Das Petrus­amt steht in der beson­de­ren Nach­fol­ge Chri­sti und damit auch in der beson­de­ren Kreu­zes­nach­fol­ge. Ich fin­de es fatal, wenn ein Papst in bei­na­he kla­gen­dem Ton betont, er habe im Amt kei­ne Pri­vats­sphä­re mehr gehabt. Das ist doch son­nen­klar und das soll­te jeder wis­sen und aus tief­stem Her­zen beja­hen, wenn er ein geist­li­ches Amt, ob hoch, ob nied­rig, über­nimmt. Die Beru­fung zum Petrus­dienst kann man eben­so­we­nig abstrei­fen wie die Beru­fung zum Prie­ster­tum. Dass es die Mög­lich­keit eines Rück­tritts vom Petrus­amt und eine Lai­sie­rung vom Prie­ster­tum gibt, heißt noch lan­ge nicht, dass sol­ches ein nor­ma­ler Vor­gang sei. Wenn man jeden Sol­lens­an­spruch mit einem „vor Gott geprüf­ten Gewis­sen“ weg­wi­schen kann, dann kann man gleich das katho­li­sche Amts­ver­ständ­nis, jeg­li­che Form von Gelüb­de und Ver­spre­chen und Indienst­nah­me durch gött­li­che Beru­fung abschaf­fen. JP II. hat in der Zeit sei­nes öffent­li­chen Lei­dens und Ster­bens durch sei­ne Treue zur gött­li­chen Beru­fung mehr Men­schen das Herz und den Sinn dafür geöff­net, was Glau­bens bedeu­ten und bewir­ken kann, als in den Jah­ren sei­nes Pon­ti­fi­ka­tes davor. Der Ruf des Vol­kes „san­to subi­to“ wur­zel­te in die­sem bewe­gen­den Zeug­nis des Glau­bens, den auf­er­leg­ten Kreuz­weg nach dem Vor­bild des Herrn und im Ver­trau­en auf Gott zu Ende zu gehen.

      • Woj­ty­la war in sei­nen letz­ten Jah­ren eher eine Witz­fi­gur (es wur­den tat­säch­lich Wit­ze über den „Zit­ter­papst“ usw. geris­sen!).
        Von Wür­de in sei­nen letz­ten Jah­ren kann doch über­haupt kei­ne Rede sein.

        Der Ruf des „san­to subi­to“ erfolg­te von Kir­chen­fein­den, die eine Hei­lig­spre­chung die­ses Glau­bens­re­la­ti­vie­rers und damit Glau­bens­zer­stö­rers bewir­ken und damit den Bock in den Gar­ten der Hei­li­gen bekom­men wol­len.

        Jeder, der ein Herz für die Kir­che hat, konn­te doch nur leid­voll und fas­sungs­los zuse­hen, wie die Kir­che jah­re­lang prak­tisch ohne einen Petrus­nach­fol­ger dastand, weil die­ser Unse­li­ge so am Ses­sel kleb­te.

        Es macht abso­lut kei­nen Sinn, wenn jemand an sei­nem Posten fest­klebt, den er nicht mehr wahr­neh­men kann — und das gilt auch für den Papst!

        Es gibt übri­gens einen wich­ti­gen Unter­schied zwi­schen Chri­stus und Woj­ty­la: Chri­stus war bis zuletzt gei­stig und see­lisch bei vol­ler Kraft. So konn­te er auch sei­ne letz­ten Wor­te spre­chen.

        Es wer­den zwar auch „letz­te Wor­te“ von Woj­ty­la kol­por­tiert, doch habe ich dar­an erheb­li­che Zwei­fel — im Unter­schied zu den letz­ten Wor­ten Chri­sti.

        • JPII ist im harm­lo­sen Fall ein Häre­ti­ker. Man lese nur sei­ne Enzy­kli­k­en­trio­lo­gie: REDEMPTOR HOMINIS, DIVES IN MISERICORDIA & DOMINUM VIVIFICANTEM. Wer noch die glas­kla­re Ana­ly­se die­ser Trio­lo­gie von Prof. Dör­mann stu­diert, dem wird klar, die­ser Mann kann kein kath. Hei­li­ger sein. Er hat die kath. Kir­che in den Ver­samm­lungs­raum der Ein­heits­re­li­gi­on geführt. — Was einen mög­li­chen Rück­tritt betrifft, dazu wird er wohl in den letz­ten Lebens­jah­ren men­tal nicht mehr fähig gewe­sen sein.

          • Das klingt ja, als wären Sie noch groß­zü­gig mit dem seli­gen Johan­nes Paul II. Beden­ken Sie aber bit­te immer auch Ihr See­len­heil.

  7. Ein Papst­rück­tritt aus gesund­heit­li­chen Grün­den kann not­wen­dig sein, dage­gen ist nichts zu sagen.
    Doch die Form bean­stan­det @ hicest­ho­die nach mei­ner Mei­nung mit Recht. Da kann ich nur zustim­men.
    Es gibt nur einen Papst, mit der Sedis­va­kanz ist SEINE HEILIGKEIT BENEDIKT XVI. ein Papst, der der Ver­gan­gen­heit ange­hört, sein Pon­ti­fi­kat ist Teil der Kirchengeschichte.Es war defi­ni­tiv am 28. Febru­ar um 20.00 Uhr im Jahr 2013 been­det. Dann ste­hen ihm auch die äuße­ren Wür­den nicht mehr zu, die aus­drück­lich dem 266. Nach­fol­ger Petri, wenn er gewählt ist, zuer­kannt wer­den müs­sen. Und zwar aus­schließ­lich, einen Seni­or-Papst gibt es nicht.
    Scha­de für Joseph Ratz­in­ger, dass er nicht die Grö­ße besitzt ‚mit sei­nem Rück­tritt auch auf die Wür­den zu verzichten.Das geht nun wirk­lich nicht: Sich der Bür­de zu ent­le­di­gen, sich mit der Wür­de wei­ter schmücken. Und damit die Sakra­li­tät des Amtes zu beschä­di­gen.
    Der Vor­gang bleibt mir unver­ständ­lich. Er passt nicht zu die­sem Men­schen, wie man ihn kann­te oder glaub­te, zu ken­nen.
    „Ziem­lich schi­zo­phre­ne Situa­ti­on“, ich kann die­se Ein­schät­zung nur wie­der­ho­len.
    Die Kir­che hat mehr als genug Pro­ble­me, mit die­ser inkon­se­quen­ten, selbst­be­zo­ge­nen Form des Papst­rück­tritts kommt noch ein Pro­blem dazu. Es ist nie leicht für Nach­fol­ger, den Vor­gän­ger zu berich­ti­gen. Doch in die­sem Fall wird es nötig sein. Um der Wür­de des Petrusam­tes zu ent­spre­chen.

    • Lie­be Cup­pa, ich wun­de­re mich immer und immer wie­der, woher Sie ihr immenses kir­chen­recht­li­ches Wis­sen schöp­fen. Immer­hin wis­sen Sie immer genau, was ein Papst darf und was nicht. Aber ich bin sicher, Sie wer­den mir bald erklä­ren, an wel­chen Uni­ver­si­tä­ten Sie ihren Doc­tor utri­us­que iuris, phi­lo­so­phiae, theo­lo­giae etc.etc. gemacht haben.

  8. Ein­mal Papst, immer Papst — sämt­li­cher hei­li­gen Päp­ste wird ja mit einem eige­nen Meß­for­mu­lar gedacht, was zeigt, daß sie auch im Him­mel Papst blei­ben. Es wäre also unsin­nig, wenn Papst em. Ratz­in­ger für den Rest sei­nes irdi­schen Lebens zum Kar­di­nal „zurück­ge­stuft“ wür­de, um dann auf dem Toten­bett wie­der als Papst beklei­det zu wer­den. Ein Bruch mit der Tra­di­ti­on ist es ja gera­de NICHT, denn Rück­trit­te von Päp­sten sind vor­ge­kom­men. Das 19. Jahr­hun­dert und sein Modell des Papst­tums ist nicht das Non­plus­ul­tra der Kir­chen­ge­schich­te; man darf und soll dar­über hin­aus­blicken. Und der Hei­li­ge Vater Papst em. Bene­dikt XVI. behält eben NICHT sämt­li­che Ehren­ti­tel — er wird nicht mehr die Moz­zet­ta tra­gen (ein Zei­chen der Juris­dik­ti­on), er wird nicht mehr die roten Schu­he tra­gen (ein Zei­chen des Papst­am­tes)…
    Aber wenn man natür­lich auf Teu­fel (!) komm raus Kri­tik­punk­te fin­den will, wür­de man auch beim hei­lig­sten Men­schen fün­dig wer­den.

    • Es gab in der gan­zen Kir­chen­ge­schich­te nur zwei Rück­trit­te. Einer davon war wahr­schein­lich frei­wil­lig, der von Coele­stin V. Das Papst­amt ist kei­ne neue Wei­he­stu­fe wie die des Bischofs, also müss­te es da enden, wo es ver­las­sen wird. Wer nicht als Papst stirbt, soll­te auch kei­ne päpst­li­che Beer­di­gung bekom­men. Pius XII. hat­te noch sehr wohl gewusst, dass er nach einem Rück­tritt wie­der und „nur noch“ Kar­di­nal Pacel­li sein wür­de. Und was die roten Schu­he betrifft, so soll Bene­dikt XVI. die wei­ter­tra­gen, die ihm in Mexi­ko geschenkt wor­den sind. Ganz pri­vat? Ich habe vor ein paar Tagen eine Dis­kus­si­on unter katho­li­schen Jugend­li­chen über­hört, in der Wet­ten dar­auf abge­schlos­sen wur­den, wann der erste Doku­men­tar­film über den Papst im Ruhe­stand lau­fen wird und wann wir den Alt­papst in einem wei­te­ren Inter­view­buch mit Peter See­wald wer­den lesen kön­nen. Es ist wirk­lich kei­ne Häme, aber selbst wenn ich Joseph Ratz­in­ger das Beste unter­stel­len will, es geht ja bereits los: http://www.kath.net/detail.php?id=40346

      • 1. Die Schu­he aus Mexi­ko sind braun, nicht rot.
        2. Coele­stin V. liegt in sei­nem Glas­sarg, beklei­det mit den päpst­li­chen Gewän­dern. Sein Meß­for­mu­lar ist das für einen hei­li­gen Papst.
        3. Der Papst ist der Bischof von Rom. Als der Bischof von Tul­le zurück­trat, wur­de er wei­ter­hin „Bischof em. von Tul­le“ genannt. War­um soll­te der Bischof von Rom, der den Titel Papst trägt, nicht nach sei­ner Eme­ri­tie­rung sei­nen Titel behal­ten?
        4. Ich wie­der­um wet­te mit Ihnen, daß wir von Papst em. Bene­dikt XVI. bis zu sei­nem Tod so gut wie nichts hören oder sehen wer­den. Wenn ande­re über ihn schrei­ben und Fil­me machen… ach mei­ne Güte, wol­len Sie Pius XII. auch vor­wer­fen, daß Hoch­huth ein Thea­ter­stück über ihn geschrie­ben hat?

        • 1. http://www.stern.de/panorama/benedikt-xvi-neue-schuhe-aus-mexiko-1978571.html Ist das Braun?
          2. Coele­stin V. wur­de ins Papst­amt gedrängt und (höchst­wahr­schein­lich) auch wie­der her­aus. Er starb als Gefan­ge­ner sei­nes Nach­fol­gers, nicht als Papst Eme­ri­tus. Er wäre gewiss auch ohne sein bio­gra­phi­sches Inter­mez­zo als Papst ein Hei­li­ger gewe­sen. Das er „post mor­tem“ als Papst behan­delt wird ist logisch, weil er in der Rei­hen­fol­ge der Nach­fol­ger Petri ein­mal eine gül­ti­ge Stel­le ein­ge­nom­men hat­te. Aber nach sei­nem Rück­tritt war er eben kein Papst mehr, son­dern der Mönch Pie­tro Mur­ro­ne.
          3. Die Anre­de des Bischof bezieht sich auf eine Wei­he. Das Papst­amt ist aber kei­ne höhe­re Wei­he­stu­fe, son­dern ’nur‘ ein Amt. Ein Bischof bleibt auch als Eme­ri­tus Bischof. Ein Papst nicht. Vor­schlag zur Güte: Wie wäre es mit „Eure ehe­ma­li­ge Hei­lig­keit“?
          4. Hoch­huth hat ein Thea­ter­stück ÜBER Pius XII. geschrie­ben. Ich mein­te Inter­views MIT dem ehe­ma­li­gen Papst. Wir war­ten ein­fach mal ab. Schö­ner wär’s ja, wenn Sie die Wet­te gewin­nen.

          • Zu 3.: Pri­ma. Das wäre die Lösung. Ein trag­fä­hi­ger Kom­pro­miss. Doch lei­der sieht das „Sei­ne (ehe­ma­li­ge) Hei­lig­keit“ anders…
            Natür­lich wäre die Lösung im Fal­le Coele­stin V. die dem Papst­amt ange­mes­se­ne Lösung. Die ein­zi­ge Lösung, die dem Sinn, der Bedeu­tung des Petrusam­tes ent­spricht.

  9. Wohl­ge­merkt: Ich blei­be auf der theo­lo­gi­schen Ebe­ne. (Dem Men­schen Joseph Ratz­in­ger möge es gut gehen).
    Die Kon­zils­kir­che steht vor uns mit dem Bruch zur vor­kon­zi­lia­ren Kir­che. Johan­nes Paul II. hat es doch ein­ge­führt: Das Amt ist mehr und mehr auf sei­ne Per­son zuge­schnit­ten, auf sei­ne Medi­en­wirk­sam­keit. Dann pas­siert es wäh­rend der Eucha­ri­stie­fei­er: Das Altar­kreuz wird schon mal bei­sei­te gescho­ben, damit die Welt in sein ergrif­fe­nes Gesicht schaut…
    Das darf man Bene­dikt XVI. kei­nes­falls unter­stel­len, wohl­tu­end hat er sich in die­ser Hin­sicht von sei­nem Vor­gän­ger unter­schie­den.
    Doch was geschieht jetzt? Die Bür­de und die Wür­de des Petrusam­tes hän­gen untrenn­bar zusam­men. Sie aus­ein­an­der­zu­rei­ßen, schafft einen gefähr­li­chen Prä­ze­denz­fall. Dem Stell­ver­tre­ter Jesu Chri­sti auf Erden gebührt die Anrede:„Heiligkeit“ und sonst nie­mand. Nur und aus­schließ­lich ihm.
    Doch das „auto­no­me, von der Tra­di­ti­on unab­hän­gi­ge leben­di­ge Lehr­amt“ sah es anders. Aber was kann man von mehr oder weni­ger moder­ni­sti­schen Kon­zil­späp­sten erwar­ten: Der eine ersetzt die 2000jährige, gewach­se­ne Lit­ur­gie durch einen Ritus, den eine Kom­mis­si­on erson­nen hat, der ande­re ver­brü­dert sich mit Reli­gi­ons­ver­tre­tern, die strikt die Gotheit Jesu Chri­sti leug­nen, der näch­ste erfin­det den Papst em. neu, mit noch nicht abseh­ba­ren Fol­gen.
    Wer hier noch von Kon­ti­nuitätt spre­chen will, ich weiß nicht, in wel­chen Illu­sio­nen er sich wiegt.

  10. Gott dem Herrn sei es gedankt, das Er es sich sel­ber nicht über­legt hat, und vom Kreuz gestie­gen ist, so wie es höh­nen­de Wor­te in Sei­ne Rich­tung ver­lang­ten, so aber hat Gott der Herr, aber Gott der Herrr wol­te eben nicht der Welt gehor­chen, son­dern er hat sein Leben für unse­re Sün­den am Kreu­zes­stamm geop­fert . Eben­so haben auch die Hei­li­gen, Seli­gen Mär­ty­rer frü­he­rer Zeit, und auch die Mär­ty­rer der heu­ti­gen Zeit, genau das ERNST genom­men, das Gott der Herr von uns allen Wünscht.

    „Wer mir nach­kom­men will, der ver­leug­ne sich selbst und neh­me sein Kreuz auf sich und fol­ge mir nach!“ (Mar­kus 8:34).

    Und es ist wahr­lich zu befürch­ten ‚das mit den unsee­li­gen Rück­tritt der em. Bischof von Rom ein Faß ohne Boden öff­ne­te.

    Got­tes und Mari­ens Segen auf allen Wegen.

  11. Für die­ses Anlie­gen erweist es sich als enorm kon­tra­pro­duk­tiv wenn ein eme­ri­tier­ter Papst im Papst­ge­wand her­um­läuft

  12. Jeg­li­che Kri­tik am Rück­tritt des Hei­li­gen Vaters ist ver­mes­sen.
    Ver­mut­lich kön­nen die wenig­sten nach­voll­zie­hen, wel­ches Arbeits­pen­sum, wel­che psy­chi­sche und kör­per­li­che Bela­stung mit die­sem Amt ein­her­ge­hen und wie hoch der Bedarf an Kon­zen­tra­ti­on und Tat­kraft ist. Den Über­blick über alle Auf­ga­ben, Struk­tu­ren und Per­so­nen zu behal­ten, der Ter­min­druck – das alles for­dert die vol­le Schaf­fens­kraft.
    Das ein 85-jäh­ri­ger hier an sei­ne kör­per­li­chen Gren­zen kommt, soll­te ver­ständ­lich sein.
    In die­ser schwie­ri­gen Zeit brau­chen wir aber einen Papst, der voll auf der Höhe ist. Wir kön­nen uns einen Papst, der nur noch im Hin­ter­grund da ist, aber fak­tisch nicht mehr die Kir­che regiert, schlicht und ein­fach nicht lei­sten. Ich bin mir sicher, daß ich die Hei­lig­spre­chung Bene­dikts XVI. noch wer­de erle­ben dür­fen, mit etwas Glück auch noch die Erhe­bung zum Kir­chen­leh­rer. Das tut aber der Tat­sa­che kei­nen Abbruch, das die­ser gro­ße Mann nun auch ein alter Mann ist, der selbst erkannt hat, die­se Auf­ga­be nicht mehr bewäl­ti­gen zu kön­nen. Und das spricht unein­ge­schränkt für ihn.
    Ver­mut­lich wird nun der eine oder ande­re mei­nen, er müs­se Bene­dikt XVI. emp­feh­len, er habe im Amt blei­ben und auf den Hei­li­gen Geist ver­trau­en sol­len. Die­sen sei gesagt: Bene­dikt XVI. dürf­te IMMER auf den Hei­li­gen Geist ver­traut haben. Und man darf dar­auf ver­trau­en, daß die Ent­schei­dung zum Rück­tritt, die Bene­dikt XVI. als amtie­ren­der Pon­ti­fex maxi­mus, im Voll­be­sitz sei­ner gei­sti­gen Kräf­te und im Gebet getrof­fen hat, sehr wohl vom Hei­li­gen Geist inspi­riert und getra­gen ist. Soviel Ver­trau­en in den Hei­li­gen Geist möch­te ich den Rück­tritts­kri­ti­kern drin­gend emp­feh­len.

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