Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben

Papst Benedikt XVILie­be Brü­der und Schwe­stern!

Die ersten Tage des neu­en Jah­res ste­hen noch ganz im Licht von Weih­nach­ten. Wir schau­en auf das Kind in der Krip­pe, des­sen Geburt die Geschich­te erneu­ert hat. Immer wie­der taucht die Fra­ge nach der Her­kunft Jesu auf. Vie­le sei­ner Zuhö­rer erkann­ten ihn nicht als Mes­si­as, weil sie zu wis­sen mein­ten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evan­ge­li­en geben uns aber klar Aus­kunft, daß Jesus vom Vater, vom Him­mel kommt. Sei­ne Her­kunft aus dem Geheim­nis Got­tes wird beson­ders deut­lich bei der Ver­kün­di­gung des Engels an Maria: »Der Hei­li­ge Geist wird über dich kom­men … Des­halb wird auch das Kind hei­lig und Sohn Got­tes genannt wer­den« (Lk 1,35). Und dem­ge­mäß beken­nen wir im Cre­do: »Er hat Fleisch ange­nom­men durch den Hei­li­gen Geist von der Jung­frau Maria.« Die Mensch­wer­dung des ewi­gen Wor­tes ist so das Werk von Vater, Sohn und Hei­li­gem Geist und ver­wirk­licht sich im Schoß der Jung­frau. Maria gehört unver­zicht­bar zu unse­rem Glau­ben an den Gott, der han­delt und in die Geschich­te ein­tritt. Sie war bereit, Wohn­statt, Zelt Got­tes zu wer­den. Und das, was durch das Wir­ken des Gei­stes in Maria geschieht, ist neue Schöp­fung. Gott setzt damit den Beginn einer neu­en Mensch­heit. Chri­stus ist der neue Adam. In ihm wer­den wir durch die Tau­fe zu neu­en Men­schen. Als sei­nen Brü­dern und Schwe­stern schenkt Chri­stus uns die wah­re Got­tes­kind­schaft.

Mit Freu­de hei­ße ich alle deutsch­spra­chi­gen Gäste will­kom­men, beson­ders die Pil­ger des You­cat-Zen­trums in Augs­burg. Das Kind von Beth­le­hem ist wirk­lich der »Imma­nu­el«, der »Gott mit uns«. Gott bleibt nicht irgend­wo weit hin­ter den Wol­ken; er ist da, er hat sei­nen Sohn gesandt, um die Welt zu erneu­ern. Und so ist dies für uns ein Ansporn, daß auch wir uns erneu­ern las­sen, ver­wan­deln las­sen, als neue Men­schen aus die­sem neu­en Beginn her leben. Dabei ist uns Maria, in der er Fleisch ange­nom­men hat durch ihr Ja, Vor­bild im Glau­ben und im Ver­trau­en auf Gott, auf sein Han­deln in uns. Der Herr beglei­te euch alle in die­sem neu­en Jahr. Allen wün­sche ich ein gutes und geseg­ne­tes neu­es Jahr!

Bild: Ser­gey Gabdurakhmanov/flickr.com

1 Kommentar

  1. Im Bau einer neu­en Kathe­dra­le mit einer „wirk­lich sakra­len Ästhe­tik“ und wirk­li­cher sakra­ler Kunst, spieg­le sich auch die „erste Pflicht der Kir­che“ wider: „Gott, dem fleisch­ge­wor­de­nen Gott den ersten Platz, einen sicht­ba­ren Platz, zu geben, da Gott sich sicht­bar gemacht hat in der Mensch­wer­dung und in der Eucha­ri­stie“. Dazu gehö­re auch, ihm zu sei­ner Ehre eine künst­le­ri­sche Schön­heit anzu­bie­ten, „da Gott der Schöp­fer aller Schön­heit ist“ und ihm zu Ehren daher von den Gläu­bi­gen auch „wirk­lich schö­ne Wer­ke“ dar­ge­bracht wer­den sol­len. Weih­bi­schof Schnei­der zieht den Ver­gleich mit der Sün­de­rin, die Chri­stus zu Ehren eine Vase voll Salb­öl bringt von gro­ßem Wert (Mk 14,4), um den Herrn zu sal­ben. Eine Sum­me, für die eine gan­ze Fami­lie ein Jahr leben hät­te kön­nen. Die Anwe­sen­den waren empört über eine sol­che Ver­schwen­dung. Jesus aber lob­te die­se hei­li­ge Ver­schwen­dung und sag­te: „Sie hat mir gegen­über eine gute Tat voll­bracht“ (Mk 14,6) „Wir sind auch zur ‚hei­li­gen Ver­schwen­dung‘ für Jesus geru­fen“, so Msgr. Schnei­der.

Kommentare sind deaktiviert.