Sein Königreich ist nicht auf irdische Macht aufgebaut

Lie­be Brü­der und Schwe­stern!

Noch ganz erfüllt von den Ein­drücken mei­ner Rei­se nach Mexi­ko und Kuba möch­te ich heu­te ein wenig von den rei­chen und bewe­gen­den Erleb­nis­sen berich­ten. Der Emp­fang, den die Mexi­ka­ner dem Nach­fol­ger Petri berei­tet haben, war über­wäl­ti­gend. Die Men­schen brach­ten spon­tan zum Aus­druck, was ich in der Pre­digt in León dann aus­ge­führt habe, daß näm­lich die Jün­ger des Herrn die Freu­de des Christ­seins ver­strö­men sol­len, die Freu­de des Getra­gen­seins von dem Glück, Chri­stus zu ken­nen und zu sei­ner Kir­che zu gehö­ren. Aus die­ser Freu­de kommt dann auch die Kraft, Chri­stus in den manch­mal bedrän­gen­den Situa­tio­nen mensch­li­chen Lebens zu die­nen. Bei León befin­det sich auf dem Gip­fel des Cubi­le­te, dem geo­gra­phi­schen Mit­tel­punkt Mexi­kos, das Christ­kö­nigs­mo­nu­ment. Es will uns Chri­sten dar­an erin­nern, den Herrn auch in die Mit­te unse­res per­sön­li­chen Lebens zu stel­len. Sein König­reich ist nicht auf irdi­sche Macht auf­ge­baut, es grün­det in der grö­ße­ren Kraft der Lie­be Got­tes, die Chri­stus der Welt durch sein Opfer gebracht hat, und der Wahr­heit, von der er Zeug­nis gege­ben hat. In Kuba konn­te ich neben Sant­ia­go und Havan­na auch das Hei­lig­tum Unse­rer Lie­ben Frau von El Cob­re besu­chen, deren Gna­den­bild vor 400 Jah­ren auf­ge­fun­den wur­de. Der Für­spra­che der Barm­her­zi­gen Jung­frau habe ich die Anlie­gen und Sor­gen der Kuba­ner anver­traut, beson­ders die Lei­den­den wie auch die Kin­der und die jun­gen Men­schen. Als Pil­ger der Lie­be habe ich an die Auf­ga­be einer ste­ti­gen Erneue­rung unse­res Den­kens erin­nert, die wir nur errei­chen, wenn wir uns der umfas­sen­den Wahr­heit über den Men­schen öff­nen, die Chri­stus sel­ber ist. Nur aus ihr kön­nen Frei­heit und Gerech­tig­keit wie auch Ver­söh­nung und Brü­der­lich­keit erwach­sen.

Von Her­zen grü­ße ich alle Pil­ger und Besu­cher deut­scher Spra­che. Die Kir­che lädt uns ein, die kom­men­den Kar­ta­ge und das Oster­fest von innen her mit­zu­fei­ern und damit das Geheim­nis der Erlö­sung durch Chri­stus zu betrach­ten, uns von sei­ner Lie­be berüh­ren und umfor­men zu las­sen und uns als neue Men­schen unse­ren Mit­men­schen zum Heil zuzu­wen­den. Gott schen­ke euch dazu sei­nen Segen und euch allen geseg­ne­te Oster­ta­ge.