Ungarn gedenkt des Märtyrers Pater Szalez Kiss – Franziskaner von Kommunisten hingerichtet

(Buda­pest) Mit einer Gedenk­ta­fel erin­nert Ungarn an Pater Sza­lez Kiss. Der Fran­zis­ka­ner wur­de zum Mär­ty­rer des Beicht­ge­heim­nis­ses. Die Tafel wur­de die­se Woche an der Gefäng­nis­mau­er von Sopron­köhi­da ange­bracht, wo er hin­ge­rich­tet wur­de. Pater Kiss wur­de am 11. Dezem­ber 1946 mit fal­schen Anschul­di­gun­gen von einem sowje­ti­schen Kriegs­ge­richt zum Tode ver­ur­teilt . „Gegen­über nie­man­dem wer­de ich jemals das Beicht­ge­heim­nis bre­chen“, sag­te er wäh­rend sei­nes Ver­hörs, nach­dem er von den Bol­sche­wi­sten auf unmensch­li­che Art und Wei­se gefol­tert wor­den war.

Pater Kiss wur­de von den Kom­mu­ni­sten als Kon­ter­re­vo­lu­tio­när und damit todes­wür­di­ger Reak­ti­on betrach­tet, weil er in der Stadt Gyön­gyös eine christ­de­mo­kra­ti­sche Jugend­grup­pe gebil­det hat­te. Als Jugend­li­che in der Gegend eine Akti­on gegen die sowje­ti­sche Besat­zungs­macht unter­nom­men hat­ten, wur­de der Fran­zis­ka­ner beschul­digt, eine bewaff­ne­te Ver­schwö­rung und einen Mord­an­schlag gegen einen Ver­tre­ter der Roten Armee geplant zu haben.

Ein sowje­ti­sches Mili­tär­ge­richt ver­ur­teil­te ihn am Ende eines Pro­zes­ses, der eine rei­ne Far­ce war, zum Tode. In sei­nem Leben war Pater Kiss bereits ein­mal in die Fän­ge eines tota­li­tä­ren Regimes gera­ten. Zwi­schen 1942 und 1944 ver­such­te ihn die Gesta­po in Debre­cen zu ver­haf­ten, weil er Juden vor der Depor­ta­ti­on ver­steckt und in Sicher­heit gebracht hat­te.

Text: RV/Giuseppe Nar­di
Bild: Füg­get­len­seg