Diözese weiht Diözesanpriester im Alten Ritus

(Paris) Der Bischof von Fre­jus-Tou­lon, Msgr. Domi­ni­que Rey, weih­te einen Semi­na­ri­sten sei­ner Diö­ze­se in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus. Die Prie­ster­wei­he von Jean Chri­sto­phe Pele­gri fand am 23. Okto­ber 2011 in der Mari­en­ka­the­dra­le von Tou­lon statt.

Die Wei­he fand beson­de­re Auf­merk­sam­keit, weil die Apo­sto­li­sche Instruk­ti­on Uni­ver­sae Eccle­siae, die Durch­füh­rungs­be­stim­mun­gen zum Motu pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum ent­hält, aus­drück­lich fest­schreibt, daß Prie­ster­wei­hen eigent­lich in der ordent­li­chen Form des römi­schen Ritus erfol­gen sol­len. Im Alten Ritus dür­fen die Eccle­sia Dei-Gemein­schaf­ten und ande­re Gemein­schaf­ten wei­hen, denen eine ent­spre­chen­de Erlaub­nis erteilt wur­de. Im Arti­kel 31 heißt es: Nur in den Insti­tu­ten des geweih­ten Lebens und in den Gesell­schaf­ten des apo­sto­li­schen Lebens, die der Päpst­li­chen Kom­mis­si­on Eccle­sia Dei unter­ste­hen, und in jenen, die wei­ter­hin die lit­ur­gi­schen Bücher der for­ma extra­or­di­na­ria ver­wen­den, ist der Gebrauch des Pon­ti­fi­ca­le Roma­num von 1962 für die Spen­dung der nie­de­ren und höhe­ren Wei­hen erlaubt.

Rom ließ jedoch umge­hend erken­nen, daß die Ertei­lung die­ser Erlaub­nis ohne wei­te­res gewährt wür­de. Das gilt auch für Diö­ze­san­bi­schö­fe, die indi­vi­du­ell für die Wei­he eines Prie­ster­amt­skan­di­da­ten um die­se Erlaub­nis ansu­chen kön­nen.

Tou­lon-Fre­jus ist die Diö­ze­se mit der im Ver­hält­nis weit­aus höch­sten Zahl an Prie­ster­amts­an­wär­tern ganz Frank­reichs. Im diö­ze­sa­nen Prie­ster­se­mi­nar wer­den die Semi­na­ri­sten seit eini­gen Jah­ren in bei­den Riten aus­ge­bil­det. Die Wei­he des Neu­prie­sters durch Diö­ze­san­bi­schof Rey wird als Beleg gewer­tet, daß Rom wohl­wol­lend ent­spre­chen­de Geneh­mi­gun­gen erteilt.

Text: Mes­sa in Latino/Giuseppe Nar­di
Bild: riposte-catholique.fr