Ein Gedicht

Teuf­li­sche Leere

von Chri­stoph Gross

Der gel­be Schimmer
Einer Viel­zahl von Kerzen
In allen Größen,
Unter­stützt vom schwachen
Licht des Tages,
Wel­ches durch mehrere
Pracht­vol­le Buntglasfenster
In eine Kathe­dra­le hereinfällt,
Erleuch­tet die­ses Gotteshauses
Inne­res, das erfüllt ist von
Einem ekel­haf­ten Veilchengestank.
Die­ser ist der
„Weih­rauch“ des Satans!
Ech­ter Weih­rauch kämpft
Gegen den Veil­chen­ge­ruch an. –
Schrit­te hal­len im
Hohen Kirchenraume,
Sich einem Weihwasserbecken
Nähernd, das an einem
Trag­pfei­ler ange­bracht und mit
Fau­li­gem Was­ser gefüllt ist.
Eine Adler­na­se nähert
Sich dem Gefäß,
Um sogleich von
Zwei kno­chi­gen Fingern
Zusam­men­ge­knif­fen zu werden.
– „Zeit­ge­mä­sse“ Theo­lo­gen sorgen
Für eine teuflische
Lee­re in Kirchen:
Eine Lee­re, die
Die Ursa­che für
Die Weih­was­ser­fäu­le ist…