Pakistan: Regierung schaut untätig zu, wie die Taliban versuchen, religiöse Minderheiten auszurotten

(Laho­re) Zutiefst bestürzt ist die katho­li­sche Kir­che in Paki­stan im Hin­blick auf die Bedin­gun­gen, unter denen reli­giö­se Min­der­hei­ten im Land leben, die dort Ziel­schei­be der Über­grif­fen der Tali­ban sind: der Vor­sit­zen­de der Paki­sta­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz ver­ur­teilt in einer von der Kom­mis­si­on für Gerech­tig­keit und Frie­den ver­öf­fent­li­chen Ver­laut­ba­rung, die „Untä­tig­keit“ der Regie­rung, die den Tali­ban freie Hand läßt und auf die­se Wei­se „die Ein­for­de­rung der isla­mi­schen ‚Jazia‘-Steuer von Nicht­mos­lems durch mili­tan­te Extre­mi­sten ermög­licht“. Außer­dem kom­me es auch immer wie­der zu „erpres­se­ri­schen Ent­füh­run­gen, geziel­ten Mor­den und der Ver­trei­bung von Men­schen aus ihrer Hei­mat“, von denen oft nicht­mus­li­mi­sche reli­giö­se Min­der­hei­ten in ver­schie­de­nen Pro­vin­zen, dar­un­ter Pun­jab, Sindh, Nord­west Fron­tier und Balu­chi­stan betrof­fen sind.

Die Kir­che äußer­te sich bereits in den ver­gan­ge­nen Tagen besorgt zur Gewalt gegen Sikh, doch es sind immer wie­der auch Chri­sten und Hin­du betrof­fen: „Es han­delt sich um Gewalt, Ver­bre­chen, gra­vie­ren­de Ein­schrän­kun­gen der Frei­heit und der Besitz­rech­te, unter denen alle reli­giö­sen Min­der­hei­ten lei­den“, so der Erz­bi­schof. „Die Über­grif­fe auf die Sikh sind kei­ne Ein­zel­fäl­le, son­dern kom­men immer wie­der zu Lasten nicht­mus­li­mi­scher Gläu­bi­gen vor, so der Erz­bi­schof.

(Fides)