Lebendige Tradition — Abtei Mariawald, Institut vom Guten Hirten, Opus Dei und der alte Ritus

(Vatikan/ Mariawald/ Courtelain/ Rom ) Papst Bene­dikt XVI. erteil­te der Trap­pi­sten­ab­tei Maria­wald in der Diö­ze­se Aachen das Pri­vi­leg, zur alten Lit­ur­gie und zur alten, stren­ge­ren Ordens­re­gel des Trap­pi­sten­or­dens nach den Gebräu­chen des Mon­te Cistel­lo zurück­zu­keh­ren, wie sie bis zu den Refor­men nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil in Kraft waren. Seit­her ver­zeich­net das Klo­ster zuneh­men­des Inter­es­se an Postu­lan­ten. Dies teil­te der Abt Josef Voll­berg mit.

Er wol­le die „an der Tra­di­ti­on aus­ge­rich­te­te“ Reform des Klo­ster mit einem erneu­er­ten geist­li­chen Stren­ge ver­bin­den. Der­zeit leben in Maria­wald zehn Mön­che. Der Abt grün­de­te für den Kon­vent ein theo­lo­gisch-phi­lo­so­phi­sches Haus­stu­di­um, an dem Prie­ster­mön­che her­an­ge­bil­det wer­den sol­len. Zu Mariä Licht­meß am 2. Febru­ar begann das Som­mer­se­me­ster. Ziel des Haus­stu­di­ums ist es, daß die Mön­che das gemein­schaft­li­che Leben im Kon­vent nicht ver­las­sen müs­sen und daß – ange­sichts des Stu­di­en­an­ge­bots an den theo­lo­gi­schen Fakul­tä­ten – eine Aus­bil­dung im tho­mi­sti­schen Sinn sicher­ge­stellt wer­den kann, die sich an den Anga­ben und Anfor­de­run­gen der Päp­ste von Leo XIII. bis Bene­dikt XVI. aus­rich­ten.

„Maß­ge­bend sind die ent­spre­chen­den Cano­nes des all­ge­mei­nen Kir­chen­rechts und die Kon­sti­tu­tio­nen, die Ratio insti­tu­tio­nis, die Bestim­mun­gen der Gene­ral­ka­pi­tel und die Tra­di­tio­nen des Ordens“, erklärt das Klo­ster dazu. Als Lehr­be­auf­trag­te wir­ken auch Mön­che aus ande­ren Klö­stern und nam­haf­te Gelehr­te mit, unter ihnen der Phi­lo­soph Prof. Robert Spa­e­mann.

Die­sel­ben Kri­te­ri­en befolgt auch das eben­falls der Tra­di­ti­on ver­bun­de­ne Insti­tut vom Guten Hir­ten, das in sei­nem Semi­nar in Cour­te­lain bei Char­tres an Mariä Licht­meß 13 neue Prie­ster­amts­an­wär­ter auf­nahm. Sie kom­men aus ver­schie­de­nen Län­dern, sechs aus Bra­si­li­en, vier aus Frank­reich, zwei aus Polen und ein Ita­lie­ner.

Eben­so nimmt die Zahl der Eucha­ri­stie­fei­ern in der außer­or­dent­li­chen Form des römi­schen Ritus zu. Soeben wur­de bekannt, daß in der gro­ßen römi­schen Pfar­rei Sant’Eugenio, die vom Opus Dei betreut wird, künf­tig monat­lich meh­re­re Hei­li­ge Mes­sen im alten Ritus zele­briert wer­den.

(GN)

1 Kommentar

  1. Jeder Orden hat Inter­es­se an Postu­lan­ten; hier wird aber wohl das Inter­es­se der Postu­lan­ten an Maria Wald gemeint sein.

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