Junger Christ in Mosul schwer verletzt – Gouverneur und Kurdenführer wissen vom „Plan gegen Christen“

(Mosul) Die Jagd auf Christen geht in Mosul im Nordirak weiter. Heute nachmittag wurden zwei Geschäfte angegriffen. Eines gehörte dem jungen Christen Raghid Sabah Tobia der dabei schwer verletzt wurde. Sein Geschäft befand sich in der Nähe der chaldäischen Kirche im Stadtviertel Dawassa. Das andere Geschäft lag in unmittelbarer Nähe zur syrisch-katholischen Kirche von Qasr al Mutran.

Stimmen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, sprachen gegenüber Asianews von „einer regelrechten Verfolgung“ der Christen, die unter „völligem Desinteresse der Weltöffentlichkeit“ stattfinden könne. „Die Christen leben in Angst und Panik“ und wollen nur mehr die Stadt verlassen. Sie seien überzeugt, daß es sich bei den Angreifern nicht um „normale Kriminelle“ handle, wie teils auch von Behördenseite behauptet wird. Hinter den antichristlichen Gewalttaten stünde ein „gezielter politischer Plan“, dem die Regierung nichts entgegnet. Die Zentralregierung in Bagdad gebe keine Auskunft zu Tätern und Motiven. Die Christen Mosuls sind jedoch überzeugt, daß der Gouverneur von Mosul und die lokalen Kurdenführer „genaue Kenntnis“ vom „Plan gegen die Christen“ hätten.

(AsiaNews/ GN; Foto: AsiaNews)

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