Christen im Südsudan gekreuzigt – Schweigt Kirche zu muslimischen Gewaltakten?

(Rom) Der Bischof von Tom­bu­ra Yam­bio, Msgr. Hii­bo­ro Kussa­la, berich­te­te in einem dra­ma­ti­schen Inter­view mit Radio Vati­kan, daß im Süd­su­dan „Rebel­len in die Kir­che mei­ner Pfar­rei ein­ge­drun­gen sind und zahl­rei­che Gläu­bi­ge als Gei­seln genom­men haben“. Auf dem Rück­weg ermor­de­ten die mus­li­mi­schen Rebel­len sie­ben Chri­sten. „Sie haben sie an Bäu­me gekreu­zigt“, so die Schil­de­rung des Bischofs.

Der Prä­lat beton­te, daß die „schreck­li­chen Gewalt­ta­ten“ und die Kreu­zi­gun­gen kein Ein­zel­fall sei­en. „Es ereig­nen sich vie­le sol­cher Gewalt­ak­te“, so Msgr. Kussa­la. „Alle die­se Grup­pen haben Waf­fen. Sie töten die Men­schen, bren­nen die Häu­ser und Kir­chen nie­der: das ist ein Mar­ty­ri­um.“

Bischof Kussa­la erklär­te mit Blick auf die Geschich­te des Lan­des, daß im heu­te mus­li­mi­schen Nord­su­dan das Chri­sten­tum „nach sechs Jahr­hun­der­ten der Ver­fol­gung prak­tisch zer­stört und aus­ge­tilgt ist“. Im christ­li­chen Süd­su­dan „lei­den wir im Namen des Herrn“, so der Bischof von Tom­bu­ra Yam­bio.
Der Hei­li­ge Stuhl schweigt indes­sen zu den mus­li­mi­schen Mas­sa­kern an den Chri­sten des Süd­su­dan. Papst Bene­dikt XVI. rief jüngst die „Män­ner und Frau­en“ der Welt auf, „die Augen auf Afri­ka zu rich­ten“. Dies hofft auch Bischof Kussa­la für sei­ne Her­de.

(RV/Abruzzo Liberale/GN)