Die US-amerikanische Bischofskonferenz plädiert für einen vorsichtigen Umgang mit den Dokumenten in Fällen sexuellen Missbrauchs.

(Washing­ton) Daten dürf­ten bis zum Ende der lau­fen­den Pädo­phi­lie-Pro­zes­se der Öffent­lich­keit vor­ent­hal­ten wer­den. Die Kir­che sor­ge sich um den Schutz jun­ger Men­schen und Aus­söh­nung mit den Opfern, heißt es in einer Erklä­rung der Bischofs­kon­fe­renz. Der von Gerichts­we­gen legi­ti­me Zugang zu Daten und Unter­la­gen dür­fe aber nicht zu Miss­brauch und Benach­tei­li­gun­gen für die Kir­che füh­ren, war­nen die Bischö­fe. Der emo­ti­ons­ge­la­de­ne Kon­text der Pädo­phi­lie-Skan­da­le dür­fe der Kir­che nicht die recht­li­chen Schutz­maß­nah­men neh­men, die jeder ande­ren Pro­zeß­par­tei zuge­spro­chen wer­den; dazu zäh­le auch die Nicht-Ver­öf­fent­li­chung von Doku­men­ten vor Pro­zeß­en­de.

Die Bischofs­kon­fe­renz unter­stützt damit einen Vor­stoß der Diö­ze­se Brid­ge­port Con­nec­ti­cut, die in einem Pädo­phi­lie-Ver­fah­ren beim Ober­sten Gerichts­hof errei­chen woll­te, daß Doku­men­te nicht vor­ab den Medi­en zugäng­lich gemacht wer­den. Der Supre­me Court wies die For­de­rung am Mon­tag zurück.

(RV)