Indonesischer Priester verschleppt und mißhandelt

(Jakar­ta) Der indo­ne­si­sche Prie­ster P. Ben­ny Sus­e­tyo wur­de von Unbe­kann­ten aus sei­nem Haus ver­schleppt und ver­prü­gelt. P. Sus­e­tyo, der Sekre­tär der Kom­mis­si­on für den inter­re­li­giö­sen Dia­log der indo­ne­si­schen Bischofs­kon­fe­renz, ist in dem mehr­heit­lich mus­li­mi­schen Land Süd­ost­asi­ens eine bekann­te Per­sön­lich­keit. Für sei­nen Ein­satz ist er seit län­ge­rem radi­ka­len Mos­lems ein Dorn im Auge.

Min­de­stens drei Per­so­nen zerr­ten den Prie­ster mit Gewalt aus sei­nem Haus in Bin­ta­ro im süd­li­chen Jakar­ta. Nun befin­det er sich im Kran­ken­haus Pon­dok Indah in Jakar­ta, wo ihn zahl­rei­che Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen errei­chen. Unter den Besu­chern fin­den sich vor allem Men­schen­rechts­ak­ti­vi­sten wie Sola­hu­din Wahid, ein För­de­rer des inter­re­li­giö­sen Dia­logs und jün­ge­rer Bru­der des ehe­ma­li­gen Staats­prä­si­den­ten Abdur­rah­man Wahid.

P. Sus­e­tyo ist auch Mit­glied der Alli­anz für die Nati­on und die Reli­gi­ons­frei­heit, einer Grup­pe, die von radi­ka­len Mos­lems ange­fein­det wird, vor allem auch wegen ihrer Posi­ti­on zu den Ahma­di, einer isla­mi­schen Min­der­heit, die häu­fig von ande­ren Mos­lems ver­folgt wird.

(Asia­news/JF)