Cassiodor soll selig gesprochen werden

(Vati­kan) Der anti­ke Schrift­stel­ler Cas­si­odor soll selig gespro­chen wer­den. Das ent­spre­chen­de Ver­fah­ren wur­de jetzt vom Erz­bi­schof von Cat­an­za­ro im süd­ita­lie­ni­schen Kala­bri­en eröff­net. Der Bür­ger­mei­ster von Squil­lace, dem frü­he­ren Scyl­ace­um, in dem Cas­si­odor im Jahr 490 gebo­ren wur­de, erin­ner­te an die Wür­di­gung Cas­si­odors durch Bede­dikt XVI. im März die­ses Jah­res und sprach von einer „recht­mä­ßi­gen Ehrer­wei­sung gegen­über einer kul­tu­rell, poli­tisch und theo­lo­gisch her­aus­ra­gen­den Per­son“. Cas­si­odor war Ver­wal­ter des ost­go­ti­schen Königs Theo­de­rich dem Gro­ßen, zog sich spä­ter aus dem poli­ti­schen Leben zurück und grün­de­te ein Klo­ster. Durch sei­ne biblio­the­ka­ri­sche Tätig­keit wur­de wich­ti­ges Schrift­gut aus dem Alter­tum in spä­te­re Epo­chen ver­mit­telt.

(Agi/ RV)