Spanien wird bis zum Jahr 2015 das Land mit den meisten Abtreibungen sein

(Madrid) Wie der Prä­si­dent des Insti­tuts für Fami­li­en­po­li­tik (IPF) ver­mu­tet, wird das neue Gesetz zur Libe­ra­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen, das die Regie­rung ver­ab­schie­den will, dazu füh­ren, daß Spa­ni­en bis zum Jahr 2015 in der Euro­päi­schen Uni­on das Land mit den mei­sten Abtrei­bun­gen sein und es wer­den vor­aus­sicht­lich über 230.000 Abtrei­bun­gen pro Jahr durch­ge­führt werden.

Bis zum Jahr 2015 wer­den auf­grund von Hoch­rech­nun­gen des IPF zur aktu­el­len Situa­ti­on die Fol­gen der ange­kün­dig­ten Libe­ra­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen in den ersten 12 Schwan­ger­schafts­wo­chen in Spa­ni­en jedes Jahr rund 232.000 Abtrei­bun­gen vor­ge­nom­men wer­den, was bedeu­tet, das über 637 unge­bo­re­nen Kin­der pro Tag nicht wei­ter­le­ben wer­den (eine Abrei­bung alle 2,3 Minu­ten). Dabei wer­de die Zahl der Abtrei­bun­gen nicht nur wei­ter­hin anstei­gen (im Durch­schnitt stieg die Zahl in den ver­gan­ge­nen 10 Jah­ren um 10% pro Jahr) son­dern durch die Libe­ra­li­sie­rung wer­de die Zahl der Abtrei­bun­gen noch rascher steigen.

Die Situa­ti­on zei­ge sich noch dra­ma­ti­scher, wenn man die ande­ren euro­päi­schen Län­der in Betracht zieh, so der Prä­si­dent des IPF wei­ter, denn wäh­rend in den ver­schie­de­nen Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on die Zahl der Abtrei­bun­gen zurück­ge­he, habe deren Zahl in Spa­ni­en in der zeit von 1996–2006 um 99% zuge­nom­men. Die neue spa­ni­sche Gesetz­ge­bung könn­te sich auch nega­tiv auf die Situa­ti­on in ande­ren euro­päi­schen Län­dern aus­wir­ken, so Edu­ar­do Hertfel­der, wes­halb er die Regie­rung in einem dring­li­chen Appell dar­um bit­tet, die Libe­ra­li­sie­rung von Abtrei­bun­gen nicht zu billigen.

(Fides)