100 Jahre „Vereinigung der wundertätigen Medaille“

(Rom) Vor 100 Jah­ren erhielt die Ver­ei­ni­gung der wun­der­tä­ti­gen Medail­le die päpst­li­che Appro­ba­ti­on. Die Gebets­ge­mein­schaft geht auf die Erschei­nun­gen zurück, die der hei­li­gen Kathe­ri­na Labou­ré im Jahr 1830 zuteil wur­den: Die Jung­frau Maria selbst hat­te ihr das Geheim­nis der wun­der­tä­ti­gen Medail­le anver­traut.

Die Medail­le zeigt die Got­tes­mut­ter auf der Erd­ku­gel ste­hend und mit aus­ge­brei­te­ten Hän­den; ihre Fin­ger ver­sprü­hen Licht­strah­len. Den Rah­men der Figur bil­det der Spruch: „O Maria, ohne Sün­de emp­fan­gen, bit­te für uns, die wir zu dir unse­re Zuflucht neh­men.“ Auf der Rück­sei­te der Medail­le ist ein gro­ßes „M“ zu sehen, aus dem sich ein Kreuz erhebt, ein­ge­kreist von zwölf Ster­nen. Dar­un­ter stei­gen aus zwei Her­zen Flam­men empor; ein Herz ist mit Dor­nen umge­ben, das ande­re von einem Schwert durch­drun­gen.

Am 8. Juli 1909 wur­de die Ver­ei­ni­gung der wun­der­tä­ti­gen Medail­le vom dama­li­gen Papst offi­zi­ell aner­kannt. Die Mari­en­fröm­mig­keit habe die dem Vin­zen­ti­ner­or­den nahe ste­hen­de Gebets­ge­mein­schaft von Anfang an beson­ders geprägt, schreibt der Gene­ral­obe­re Gre­go­ry Gay, ein Vize­n­ti­ner­pa­ter, in sei­nem Jubi­lä­ums­rund­brief.

Im Lau­fe der Geschich­te sei auch das Apo­sto­lat der Haus­be­su­che hin­zu­ge­kom­men. „Ziel ist es, Men­schen des Glau­bens und des guten Wil­lens in fami­liä­rer Atmo­sphä­re zu einer tie­fe­ren Lie­be zu unse­rem Herrn Jesus Chri­stus zu ver­hel­fen. Das geschieht durch eine inni­ge Nähe zu sei­ner Mut­ter Maria.“ In jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit habe sich das Apo­sto­lat auf die Nach­ah­mung Mari­ens beim Besuch ihrer Base Eli­sa­beth kon­zen­triert. Des­sen Anlie­gen sei es gewe­sen, „den Trost zu brin­gen, den nur der Gott des Lebens einem Men­schen in Not brin­gen kann.“

Der Gene­ral­obe­re ist davon über­zeugt, daß die Für­spra­che der Mut­ter Jesu ein Segen für den Weg des Men­schen sei. In die­sem Sinn wol­le man sich anläß­lich der 100-Jahr-Fei­er beson­ders um die För­de­rung der Mari­en­an­fröm­mig­keit bemü­hen.

„Wir beten in die­sem Jubi­lä­ums­jahr dar­um, daß sie uns auch wei­ter beglei­ten möge. Wir laden alle Mit­glie­der der Ver­ei­ni­gung der wun­der­tä­ti­gen Medail­le und auch ande­re Mit­glie­der der Vin­zen­ti­ni­schen Fami­lie ein, Initia­ti­ven zur grö­ße­ren Ver­eh­rung unse­rer Mut­ter Maria zu ent­wickeln und eine grö­ße­re Lie­be zu den Armen zu zei­gen. Alles, was wir tun, soll zur grö­ße­ren Ehre und zum grö­ße­ren Ruhm Got­tes gesche­hen.“

Die Fei­er­lich­kei­ten anläß­lich des hun­dert­jäh­ri­gen Bestehens wer­den ihren Höhe­punkt bei der drit­ten welt­wei­ten Ver­samm­lung der Ver­ei­ni­gung am 20. Novem­ber 2009 fin­den.

(Zenit)