Organhandel im Kosovo: Rußland fordert Untersuchungsbericht vom UN-Tribunal

(New York) Ruß­land ver­langt vom Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof für das ehe­ma­li­ge Jugo­sla­wi­en (ICTY) einen aus­führ­li­chen Bericht über die Ermitt­lun­gen zum Organ­han­del im Koso­vo. Das sag­te der rus­si­sche UNO-Bot­schaf­ter Vita­li Tschur­kin in einer Sit­zung des Sicher­heits­ra­tes am Mitt­woch.

Car­la del Pon­te, Ex-Chef­an­klä­ge­rin des UN-Tri­bu­nals, hat­te in ihrem Buch behaup­tet, daß Kämp­fer der Koso­vo-Befrei­ungs­ar­mee 1999 mehr als 300 Ser­ben sowie Frau­en aus Alba­ni­en, Ruß­land und ande­ren Län­dern ent­führt hät­ten. Nach Anga­ben von del Pon­te waren sie in den Nor­den Alba­ni­ens gebracht wor­den, wo ihnen in einem Labor lebens­wich­ti­ge Orga­ne für den Schwarz­han­del ent­nom­men wur­den.

„Es ent­steht das Gefühl, daß ernst­haf­te Anschul­di­gun­gen wie die mas­sen­haf­te gewalt­sa­me Ent­nah­me mensch­li­cher Orga­ne vom Tri­bu­nal unter ver­schie­de­nen Vor­wän­den ein­fach igno­riert wer­den“, beton­te der rus­si­sche UN-Diplo­mat.

Tschur­kin for­dert den Inter­na­tio­na­len Straf­ge­richts­hof auf, die­se Fak­ten zu über­prü­fen.

(RIA Novo­sti)