Pakistanisches Blasphemie-Gesetz wird hinterfragt

(Islam­abad) Die sofor­ti­ge Frei­las­sung aller ohne Bewei­se wegen Blas­phe­mie ange­klag­ten Chri­sten — das for­dert die Alli­anz für Min­der­hei­ten in Paki­stan. Das Blas­phe­mie­ge­setz wer­de in vie­len Fäl­len miß­braucht, um Geg­ner aus der Welt zu schaf­fen, sag­te der katho­li­sche Abge­ord­ne­te Shah­baz Bhat­ti, Prä­si­dent der „All Paki­stan Mino­ri­ties Alli­an­ce“, gegen­über der Pres­se­agen­tur Asia­news. Laut dem betref­fen­den Arti­kel im Straf­ge­setz­buch wird für die „Ent­wei­hung“ des Islam, Moham­meds oder des Koran lebens­lan­ge Haft oder die Todes­stra­fe ver­hängt. Aus­rei­chen­de Bewei­se wür­den jedoch so gut wie nie erho­ben, so der Poli­ti­ker. Das Blas­phe­mie­ge­setz schwe­be „wie ein Damo­kles­schwert über den Köp­fen der Min­der­hei­ten“.

(Asianews/ RV)