Katholische Kirche vermittelt zwischen philippinischer Regierung und Guerillagruppe

(Mani­la) Der Erz­bi­schof von Caga­y­an de Oro, Msgr. Anto­nio Javell­ama Ledes­ma, hat die phil­ip­pi­ni­sche Regie­rung und die kom­mu­ni­sti­schen Rebel­len der „Neu­en Volks­ar­mee“ auf­ge­for­dert, die Frie­dens­ge­sprä­che wie­der auf­zu­neh­men, die im August 2004 erfolg­los abge­bro­chen wor­den waren, berich­tet die Pres­se­agen­tur Aci­pren­sa.

Auf einer Pres­se­kon­fe­renz bestä­tig­te der Erz­bi­schof vor kur­zem, daß die Kir­che beab­sich­ti­ge, „eine akti­ve Rol­le ein­zu­neh­men, um bei­de Sei­ten zur Rück­kehr an den Ver­hand­lungs­tisch zu bewe­gen“ und dem seit vier Jahr­zehn­ten andau­ern­den Kon­flikt ein Ende zu berei­ten, der mehr als 40.000 Tote geko­stet hat.

Die New People’s Army (NPA), der bewaff­ne­te Arm der kom­mu­ni­sti­schen Par­tei CPP der Phil­ip­pi­nen, hat­te 1969 einen Auf­stand zur Errich­tung eines mar­xi­sti­schen Regimes begon­nen. Ihr wer­den vor allem Ent­füh­run­gen zur Löse­geld­erpres­sung vor­ge­wor­fen. Erst 2006 waren meh­re­re Mas­sen­grä­ber ent­deckt wor­den, in denen Opfer von kom­mu­ni­sti­schen Säu­be­rungs­ak­tio­nen ver­scharrt wor­den waren.

Die bereits eini­ge Zeit andau­ern­den Frie­dens­ge­sprä­che der Regie­rung, die eine Ent­waff­nung der Rebel­len for­dert, wur­den im August 2004 ein­ge­stellt. Die NPA for­der­te damals von der Regie­rung, daß die EU die kom­mu­ni­sti­sche Gue­ril­la­grup­pe von der Liste der Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen strei­che, was von Regie­rungs­sei­te abge­lehnt wur­de.

(Aci­pren­sa/RP)