Kambodscha: Erste Kirche nach Pol Pot geweiht

(Phnom Penh) Am Drei­kö­nigs­tag wur­de in der kam­bo­dscha­ni­schen Haupt­stadt Phnom Penh die erste katho­li­sche Kir­che seit der Macht­über­nah­me der Roten Khmer 1975 geweiht. Die grau­sa­me kom­mu­ni­sti­sche Herr­schaft Pol Pots dau­er­te zwar nur bis 1979, koste­te aber rund zwei Mil­lio­nen Menschenleben.

Das neue Got­tes­haus wur­de im Stadt­vier­tel Baoung Tum Pun errich­tet und ist dem Jesukind geweiht.

Die Wei­he erfolg­te durch Kar­di­nal Rena­to Raf­fae­le Mar­ti­no, den Vor­sit­zen­den von Ius­ti­tia et Pax unter Anwe­sen­heit des apo­sto­li­schen Nun­ti­us in Kam­bo­dscha, Msgr. Sal­va­to­re Pen­n­ac­chio und dem Bischof von Phnom Penh, Msgr. Emi­le Destom­bes. Anwe­send war auch der eme­ri­tier­te Bischof der kam­pod­scha­ni­schen Haupt­stadt, Msgr. Zves Ramousse, der die Diö­ze­se lei­te­te, als die kom­mu­ni­sti­sche Schreckens­herr­schaft begann und ande­re Mis­sio­na­re, die die Zer­stö­run­gen Kom­mu­nis­mus mit­er­lebt haben.

Zur neu­errich­te­ten Pfar­rei gehö­ren ver­schie­de­ne sozia­le Dien­ste, die von Ordens­schwe­stern betreut wer­den. Eben­so ein Stu­den­ten­wohn­heim, ein Kran­ken­haus für Arme sowie ein Haus für kran­ke und HIV-posi­ti­ve Kinder.

Zum Pfar­rer wur­de P. Mario Ghez­zi vom Päpst­li­chen Insti­tut für die Aus­lands­mis­si­on ernannt, der von einem „kräf­ti­gen Hoff­nungs­zei­chen“ sprach.

(asia­news/RP)