Die beiden in Mossul entführten katholischen Priester, deren Freilassung der Papst forderte, sind noch immer nicht frei

(Mos­sul) P. Pius Afas und P. Mazen Ishoa, die bei­den ira­ki­schen katho­li­schen Prie­ster, die in Mos­sul im Nor­den des Irak ent­führt wur­den, befin­den sich immer noch in den Hän­den der Ent­füh­rer, doch sie leben und es geht ihnen gut. Dies sag­te der syrisch-katho­li­sche Erz­bi­schof Basi­le Geor­ges Cas­mous­sa von Mos­sul der Nach­rich­ten­agen­tur Mis­na. „Am wich­tig­sten ist in die­sem Moment, daß die Tür für den Dia­log offen bleibt, und wir hof­fen, daß wir unse­re bei­den Prie­ster bald wie­der in die Arme schlie­ßen kön­nen, für deren Frei­las­sung ein Löse­geld gefor­dert wur­de“, so der Erzbischof.


Die bei­den Geist­li­chen wur­den am Nach­mit­tag des Sams­tag, 13. Okto­ber, in der Nähe von Mos­sul ent­führt, als sie such auf dem Weg zu einer Fami­lie befan­den, in der es einen Trau­er­fall gege­ben hat­te. P. Pius Afas (60 Jah­re) lehrt Bibel­wis­sen­schaft am ört­li­chen Prie­ster­se­mi­nar; er war lan­ge Zeit Direk­tor der in ara­bi­scher Spra­che erschei­nen­den Zeit­schrift Christ­li­che Gedan­ken. P. Mazen Ishoa (35 Jah­re) wur­de erst vor weni­gen Mona­ten zum Prie­ster geweiht: bevor er sich zum Prie­ster­amt beru­fen fühl­te, hat­te er bereits ein Stu­di­um abge­schlos­sen und den Mili­tär­dienst geleistet.

Wie das Erz­bis­tum Mos­sul mit­teilt, han­delt es sich bei den Ent­füh­rern um ein­fa­che Ban­di­ten, die es auf ein Löse­geld abge­se­hen haben, wes­halb es kei­ne poli­ti­schen Hin­ter­grün­de gibt. Beim Ange­lus­ge­bet am Sonn­tag, den 14. Okto­ber, hat­te Papst Bene­dikt XVI. in einem Auf­ruf zum Frie­den die Frei­las­sung der Prie­ster gefor­dert und an das Lei­den der Men­schen unter der Gewalt im Irak erinnert.

(Fides)