Kardinal Lehmann sieht einen "ekklesialen Charakter" bei den anderen Glaubengemeinschaften

(Bonn) „Die erneute katholische Stellungnahme der Glaubenskongregation mag besonders in ihrer Knappheit und Dichte hart erscheinen, aber sie läßt grundlegend Raum, die anderen Kirchen nicht nur moralisch, sondern theologisch als Kirchen zu achten“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz heute mittag. Die Glaubenskongregation wisse um die ökumenische Tragweite ihrer Aussagen, das Papier sporne die Theologie an. „Die Gleichsetzung ‚Kirche = katholische Kirche’ wird eingeschränkt“, so Lehmann. Dies ermögliche eine echte Ergänzung und einen aufrichtigen Dialog. „Es ist ein Dokument der Klarheit des eigenen Bekenntnisses und zugleich der Würdigung, ja auch einer – zwar begrenzten, aber wesentlichen – Anerkennung des ekklesialen Charakters der anderen christlichen Glaubensgemeinschaften. Das ökumenische Gespräch lebt von beidem“, so Kardinal Karl Lehmann.

(JF)



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