Konvertit Scheich Bahaa el-Din Ahmed Hussein El-Akkad ist frei

(Kai­ro) Der bekann­te­ste Kon­ver­tit Ägyp­tens, Scheich Bahaa el-Din Ahmed Hus­sein El-Akkad, ist nach Infor­ma­tio­nen von „Midd­le East Con­cern“ am 28. April 2007 aus einem Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis ent­las­sen wor­den. Der 58jährige drei­fa­che Fami­li­en­va­ter El-Akkad war seit dem 6. April 2005 wegen sei­nes Über­trit­tes zum Chri­sten­tum in Haft. Nach Ein­schät­zung der Inter­na­tio­na­len Gesell­schaft für Men­schen­rech­te (IGFM) ist die Frei­las­sung eine Fol­ge des öffent­li­chen Inter­es­ses an sei­nem Schick­sal.

Der frü­he­re Lei­ter einer Moschee­ge­mein­de gehör­te über 20 Jah­re lang einer isla­mi­schen Fun­da­men­ta­li­sten­grup­pe an, ehe er Anfang 2005 nach Glau­bens-Gesprä­chen und Bibel­stu­di­um zum Chri­sten­tum fand. Nach sei­nem Über­tritt zum Chri­sten­tum wur­de er fast 25 Mona­te wegen „Gering­schät­zung des Islam“ in Haft gehal­ten — zuletzt im Hoch­si­cher­heits-Gefäng­nis von Wadi el-Natroun. Auf Betrei­ben der ägyp­ti­schen Staats­si­cher­heit blieb er in Haft, obwohl ein Kai­ro­er Gericht bereits am 30. Juli 2006 sei­ne Frei­las­sung ange­ord­net hat­te. Ob die Vor­wür­fe gegen ihn fal­len­ge­las­sen wer­den, ist noch nicht klar.

Im klas­si­schen Islam ist für den Abfall vom isla­mi­schen Glau­ben die Todes­stra­fe vor­ge­schrie­ben. Todes­ur­tei­le wer­den aller­dings nur sehr sel­ten von staat­li­chen Insti­tu­tio­nen aus­ge­spro­chen. Wesent­lich häu­fi­ger wer­den Kon­ver­ti­ten Opfer von isla­mi­schen Extre­mi­sten oder „Ehren­mor­den“ durch Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge.(IGFM/JF)