Der katholische Erzbischof von Moskau plant eine Konferenz über den deutschen „Doktor der Armen“, Friedrich Joseph Haass, in der russischen Hauptstadt

(Mos­kau) Von der Tagung, die mor­gen beginnt und bis Sonn­tag dau­ert, erhofft sich Erz­bi­schof Tade­usz Kon­dru­sie­wicz neu­en Schwung für den Selig­spre­chungs­pro­zeß des aus Deutsch­land stam­men­den Haass. Der hei­lig­mä­ßi­ge Arzt aus dem 19. Jahr­hun­dert ist heu­te noch eine Figur, die die Kon­fes­sio­nen und Reli­gio­nen in der rus­si­schen Haupt­stadt unter­ein­an­der ver­bin­det. Mit Bischof Serghej wird offen­bar zum ersten Mal ein rus­sisch-ortho­do­xer Metro­po­lit in die Resi­denz des katho­li­schen Mos­kau­er Erz­bi­schofs kom­men, wo die Tagung statt­fin­det. Auch Besu­cher aus Haass‚ Hei­mat­bis­tum Köln wer­den ab mor­gen erwar­tet.

„In dem vom Dosto­jew­ski 1868 voll­ende­ten Roman Der Idi­ot kann als erwie­sen gel­ten, daß die Gestalt des alten Gene­rals im sech­sten Kapi­tel des drit­ten Teils eine ziem­lich aus­führ­li­che Beschrei­bung gibt, iden­tisch ist mit der wah­ren Gestalt des Dr. Fried­rich Josef Haass.“(Dr. Anton Hamm, Dr. med. Fried­rich Josef Haass aus Mün­ster­ei­fel. Der hei­li­ge Dok­tor von Mos­kau. Der Mensch. Sein Leben. Sein Werk, Berlin/Bonn 1979)

(Radio Vati­kan)