Wir sind Kirche zitiert Joseph Ratzinger und kritisiert das Schreiben Sacramentum Caritatis

Wir sind Kir­che ist ganz ent­täuscht vom Schrei­ben Sacra­men­tum Cari­ta­tis. Zunächst wird dem Papst der Respekt für die Bera­tun­gen der Syn­ode und für die Kol­le­gia­li­tät des Bischofs­kol­le­gi­ums abge­spro­chen. Der Papst erwähn­te nicht, so Wir sind Kir­che, die inten­si­ve Dis­kus­si­on um die Prü­fung der Zulas­sung von „viri pro­ba­ti“ zum prie­ster­li­chen Dienst ange­sichts des Prie­ster­man­gels. Man habe da mehr erwar­tet und zitiert aus dem Buch Ratz­in­gers Glau­be und Zukunft, das 1970 erschien: „Sie [die Kir­che] wird auch gewiß neue For­men des Amtes ken­nen und bewähr­te Chri­sten, die im Beruf ste­hen, zu Prie­stern wei­hen. In vie­len klei­ne­ren Gemein­den bzw. in zusam­men­ge­hö­ri­gen sozia­len Grup­pen wird die nor­ma­le Seel­sor­ge auf die­se Wei­se erfüllt wer­den. Dane­ben wird der haupt­amt­li­che Prie­ster wie bis­her unent­behr­lich sein.“ Um die Aktua­li­tät die­ser Gedan­ken zu bele­gen, wird aus dem 1996 erschie­ne­nen Buch Salz der Erde vom dama­li­gen Kar­di­nal Joseph Ratz­in­ger zitiert: „Es [der Zöli­bat] ist kein Dog­ma. Es ist eine Lebens­form, die in der Kir­che gewach­sen ist und die natür­lich immer die Gefahr des Abstur­zes mit sich bringt.“

Der Ver­ein berich­tet, vie­le Bischö­fe, vor allem aus Drit­te-Welt-Län­dern, den USA und den Unier­ten Ortho­do­xen Kir­chen hät­ten sich auf der Syn­ode z.B. für die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zu den Sakra­men­ten und ver­hei­ra­te­ter Män­ner zum Prie­ster­amt aus­ge­spro­chen. Bele­ge für die Aus­sa­gen sind in der „Pres­se­infor­ma­ti­on“ nicht zu fin­den.

Jens Falk